Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 45 (20.11.1931)
- Date
- 1931-11-20
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE KRESSE Nf. ■43 -?•־-'in •!■■־^^•aiWaiiVi־ ~j־ ^lai^J^וו■i^ 1fll1־ itlrliiat'-|i'ffi711'''11r׳T‘l1tl1111'i111liiVii־|-n11־iiri«raf1r11il1fMIBii^M^«ia^iftBiiittfi^lttiB1i1lfcTWMrrnT1rfnnar'tf"1mtITTifi'־"•IrViftirritiflTr■TitiiMTnA0||11 וו'^«ו •r •■11!•^^•■־ r 1 -iff־lt1rtl:1iirtTr 11il11i1Vt־t1a1i1iHri1alfi,,JJn־i1r1Vti1iBMfM8ifcr feißende Strom det״ weisen Reden, mit sich jedesmal neue kostbare Güter der heiligen Lehre und der rabbi־־ nischen Weisheit liü#6nd und sie in unbegrenzte Weite leitend. Es war einj seelischer Genuß, der die Menschen* massen immer wieder wie mit geheimer magnetischer Kraft anzog und sie mehrere Stunden lang im Banne hielt. Mögen die Modernen, die anderen, ihren eitlen, Verderb* liehen Spielen und Vergnügungen nachgehen, deren Folgen ihnen nur Weh und Leiden Verursachen. Das Vergnügen, in der Nähe der Künder der Weisheit zu weilen, ihren herzerquickenden Lehren und Ermahnungen zu lauschen, ihre weisen Erläuterungen und Zitate geistig zu verzehren, das ist fürwahr doch der höchste Gipfel der menschlichen Glückselgikeit der Juden, Der Erfolg dieser so eindrucksvoll verlaufenen Ver* Sammlung hat denn auch ein günstiges Resultat gezeitigt. Viele Mitglieder haben sich für die Aguda angemeldet, die auch schon ansehnliche Beträge gespendet und auf diese Weisfe den ersten Grundstein gelegt haben. Wir wünschen diesem jüdischen Institut, welches neue Pflanzen für das Judentum aufpfropfen soll, viel Glück, und daß es ihm bald gelingen möge, die stämmigsten Bäume hervorzu* bringen, auf wfelchen kernige, erquickende Früchte für das Judentum zur Reife gelangen sollen, 01 flflCflmcflTEfl ~ü| Generalversammlung.־der Adas Jisroel, Wien. Die für den l.״ November d. J. im Tursaale der Talmud Thora eimberufene Generalversammlung wurde zur festgesetzten Stunde vom Obmann Kommerzialrat Siegmund Bondi eröffnet. Tn seiner Begrüfiungsansprache gab er seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Generalversammlung so ungewöhnlich zahlreich besucht sei. Es waren an 200 Mitglieder erschienen. Der Vorsitzende begrüßt die als Gäste erschienenen Vertreter der verscMe'denen Vereine und den Vertreter der Kultusgemeinde, Vorsteher Hofmann. Er widmete den seit der letzten Generalversammlung verstorbenen Mitgliedern Josef Blau, Max Roth, Heinrich. Kolm, Nathan Pisk und Norbert Diamant ehrende Nachrufe, welche die Versammlung stehend anhörte. In der sodann vorgenommenen Wahl wurden 185 Stimmen abgegeben. Herr Wolf Pappenhöim wurde 'nahezu einstimmig gewählt. Ueber wiegen de Mehrheit erhielten die Herren: Leopold Richter, Komm.-Rat Moritz Leitner, Nathan Schiff, Sandor Adler, Joachim Wosner, Josef Herzog, Jakob Fuchs und Josef Schick, die für 6 Jahre, und Herr «s׳ebutz< dui-ck 3׳T.na.u6״ WIEN gpe^iiet für den de* Adas JisrdeVWien, Ü., Nestroygasse 11* David Steuer, der für 5 Jahre gewählt wurde. Zu Rcvisoreu wurden gewählt die Herren Geza Braun, Siegmuud Figdor und Artur Sputz. * Da niemand besondere Anträge und Anfragen gestellt hat, wurde die Versammlung geschlossen. Am 1?» November fand die konstituierende Sitzung des Vorstandes statt. Es wurde zum Obmann Herr Kommerzialrat Bondi, zum I. Öbmannstellvertreter Herr Medizinalrat Dr, Reiniger, zum 2. Obmahnstellvertreter Herr Wolf Pappenheim, zum Schriftführer Herr Kommerzialrat Moritz Leitner, zum Kassaverwalter Herr Leopold Richter gewählt. Zur Ergänzung der Vereinsleitung wurden die Herren K. R. Michael Sternfeld und Joachim Wosner berufen. Oberrabbiuer Dr. Carlebacli in Wien. Der als großer Kanzelredner bekannte heue Ober* rabbiner von Baden bei Wien, Dr. Carlebach, wird anläßlich des Chanukafestes zugunsten der Schüleraus* speisung, II., Malzgasse 16, die Festrede halten und damit zum erstenmal vor die Wiener OeffentlichkcT ’treten. Koloman Steiner s. A. Die Orthodoxie in Wien hat wieder einen schmerz* liehen Verlust erlitten. Mit den Vorbereitungen für Schabbes beschäftigt, ist letzten Freitag nachmittags Kolo* man Steiner in seinem 66. Lebensjahre plötzlich von uns gegangen. So einfach er in seiner Lebensweise war, konnte man an der überaus zahlreichen Beteiligung bei der Lewajah, welche am Sonntag vormittags stattfand, er* sehen, welche Schätzung der nie nach öffentlichen Ehren strebende, wahrhaft strenggläubige Jehudi in Wien genoß. Herr Oberrabbiner S. Fürst hielt im Trauerhause einen ergreifenden Hesped, in dem er besonders auf die streng religiöse Erziehung der Kinder des Dahingegangenen hin* wies, die heute eine Stütze der Wiener Orthodoxie sind. Am Beth Chajim hielt der Schwager Herr Rabbiner Moritz Flcsch einen tiefempfundenen Nachruf. Weiter sprachen noch die Herren Rabbiner Schenk und Rabbiner Benedikt. Möge der Allmächtige der schwer geprüften Witwe Kraft geben, bei ihren Kindern, Schwieger* und Enkel* kindern Trost zu finden. Die Entwicklung des Thoralernens. Montag, den 16. d., hielt der bekannte Arzt Dr. S. Lieben aus Prag im großen Vortragssaal des Dr.*Kruger* Heimes in Wien einen überaus instruktiven Vortrag über die Entwicklung des Thoralernens. Der Vortragende zeigte diese Entwicklung an dem biblischen Satz: Ehre Vater und Mutter“. Mit geschickt gewählten Bildern zeigte der Referent, wie dieser Satz in Mischna und Talmud, in Midrasch und bei den späteren Dezisoren ausgelegt, ge* deutet, erläutert und als Norm des praktischen Lebens gelehrt wurde. Das zahlreiche Publikum, unter welchem man Rabb. Dr. Rösenmann, Präsident Obermed.*Rat Dök* tor Krüger, Direktor Dr. Deutschländer, Rabbiner Doktor Pollak, Inspektor Oehler, Amtsleiter Freistadt und zahl* reiche Religionslehrer bemerken konnte, spendete den interessanten Ausführungen reichen Beifall. D.eutschkreutz (צעהלים). Bei der heute hier stattgefundenen Rabbinerwahl wurde Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner Grünwald (Sohn des ערוגת הבוש□ 1״ל aus Irschoya mit großer Majorität ge* wählt. Der Wahl ging ein heftiger Kampf voraus, in dem nunmehr der Gegenkandidat Rabbiner Teichthal, aus Pistyan unterlegen ist. Rabbi Josef Lau — Oberrabbiuer von Koloinea. Tn der gesamten Orthodoxie und besonders in den Kreisen der Agudas jisroel wird man die Nachricht von der einstimmigen Wahl des wohlbekannten orthodoxen Vorkämpfers und Gemeindeführers Rabbi Josef Lau in Kolomea zum Oberrabbiuer seines Wohnortes mit freudiger Genugtuung aufnehmen. Zählt es auch schon an sich zu den Seltenheften, daß der Vorsteher einer angesehenen Gemeinde auf ihren Raibbinatssitz erhoben wird, so ist dieser Fall um so bemerkenswerter, als die Gemeindeleitung von Kolomea infolge der Wandlungen, die im letzten NachkriegsJahrzehnt über zahlreiche galizisclie Gemeinden. tlahingegangen sind* Sefts 2 AufBftRjgsfidcyft vor 2 ü gl i th □fl» heit nicht getan und so drängte sich das Volk rücksichts* los, fast ohne,Besinnung. »Die Leistungen der Ellenbogen waren unbeschreiblich״ Die Türen würden förmlich ein* gerannt. Und ttotzdefn mußte mehr als die Hälfte der Erschienenen wegen Raummangels und des unerträglichen Gedränges abzienen und sich daher in die Versammlung des Öffhdcs begeben. Was man unseren Glaubensgenossen beim Bund über die Mißwirtschaft in *der Kultusgemeinde erzählte, ‘ist bereits eine allgemein bekannte Tatsache, Jedermann weiß ׳ *es. daß die so blühende, bestfundierte Kultus* gemeinde mirtmehr völlig bankrott ist. Ihre muster* ültigen Institutionen: das jüdische Spital, dasWaisenhaus, as ■^iechenhaus, viele Bethäuser, der Tempel, der Montrtfientalbaiü des-5 Jüdischen Hauses, der Friedhof usw., alles geht zugrunde, weil die Parteien jede für sich um die ״Macht,.um die Verwaltung, um ihre selbstsüchtigen Inter* essen ringen. ״Unsere Kultusgemeinde“ ist nunmehr zu eirterii; geflügelten Worte bei den Nichtjuden geworden, welche unter ׳Hohngelächter bemerken, daß die Juden*, gemeinde unter der ״jüdischen Wirtschaft“ zugrunde geht, und »so den Juden jede Fähigkeit für die Verwaltung ab* sprechen. Manche sagen sogar, daß es so lange keine Ordnung geben wird, bis ' nicht ein Nichtjude die Ver* waltung der Gemeinde übernimmt. Der Hader unter den jüdischen Parteien im Kultusrate erinnert an die zwei Buhlerinnen mit dem Kinde, das nach dem weisen Urteils* Spruch des Königs Salomon in zwei geteilt werden sollte, die wahre Mutter aber es vorzog, dasselbe lieber ihrer Rivalin zu überlassen, damit es am Leben bleibe. In dem verhängnisvollen Spruche stimmten sie alle überein: Vernichtet muß die Juäengemeindc werden, damit sie nicht mein und nicht dein sei! Und in der Tat ist sie bereits lebensunfähig. Abgesehen davon, daß die Beamtengehälter seit mehreren Monaten nicht ausgezahlt und die Moral schon so weit untergraben ist, daß manche das Inkasso auf Rechnung ihrer Bezüge einstecken, ge* bricht es auch bei den oberwähnten Anstalten an dem Notwendigsten. Ueberdies ist die Gemeinde mit mehr als zehn Millionen Lei im Rückstände für Lieferungen usw. und es wird ihr nicht mehr ein Leu geborgt. Viel interessanter gestaltete sich die Massenver* Sammlung der Agudas Jisroel, welche im Zeichen des wahren Judentums stand. Als Referenten fungierten die Rabbiner: Benzion Katz, Czernowitz, Elieser Hager, Wiznitz, und Bäruch Hager, Kotzman. Was sie uns sagten, ist auch nichts Neues. Ich ,habe dieses Thema vor mehreren Monaten in einem Aufsatze: ״Der Weg des Judentums“ in der ״Wahrheit“ behandelt. Es ist für jene, die sich für die Probleme des Judentums interessieren, leider eine bekannte, sehr traurige Tatsache,־ daß die gegenwärtige Generation sich allmählich vom Judentum abweridet, daß viele jüdische Kinder, deren Eltern, be* ziehungsweise deren Väter sich noch schmeicheln, einen hebräischen Satz zitieren zu können, vom jüdischen Wissen und vom Judentum überhaupt keine Ahnung mehr haben. Die Väter sind von den Tagessorgen ־, zu sehr iii Anspruch genommen, als daß sie sich noch mit der Ausbildung ihrer Kinder beschäftigen könnten, so daß die Erziehung ihrer Kinder im jüdischen Sinne den Müttern änheimfällt. Wie sollen nun aber diese ihre Kinder erziehen, wenn ihnen das religiöse Wissen abgeht? Wie sollen die Mütter die Segenssprüche und Gebete, die reli* giösen Bräuche ihren Kindern beibringen, wenn sie selbst solche nicht kennen? Wie sollen sie Kaschruth halten, jüdische Bräuche 'pflegen, wenn ihnen dies alles fremd ist? Das ist der springende Punkt, wo der .Hebel anzu* setzen ist. Die jüdischen Töchter müssen zunächst selbst die Kenntnis von Jüdischkeit, Erziehung, Kaschruth sich aneignen, um diese Lehren ihren Kindern übermitteln zu können, Diese Ausbildung also der jüdischen Töchter im religiösen Sinne ist Aufgabe der Beth*Jakob*Schule. . ׳Die. Idee selbst ist schon des. öfteren besprochen worden. Die Art aber, wie dieselbe in der jüngsten Ver* Sammlung behandelt wurde, die rhetorischen Leistungen der einzelnen Referenten sind wahre Meisterwerke, in welchen sich' profundes Wissen mit einer geistreichen und zündenden Beredsamkeit die Hände reichte. Wie ein reißender Strom, auf dessen Fluten jedesmal andere Schiffe mit unschätzbaren Gütern erscheinen und in un* geahnte Gegenden segeln, so ergoß sich jedesmal der hin*’ Notizen Von einer kleinen Propagandareise. Baden ist die erste Station meiner Reise. Warum denn auch nicht? In Baden gibt es eine ansehnliche An* zahl orthodoxer Juden und vor allem einen neuen Ober־־ rabbiner. Rabbiner Dr. H. Carlebach istN'or kaum drei Monaten als Oberrabbiner Badens installiert worden, und wer Baden von früher kennt, findet das jüdische Leben vollständig verändert. Täglich hält der ״neue Rabbiner“ seinen Schiur; für •die Balebatim, für die Frauen, die Kinder, Fortgeschrittene und Anfänger. Und alle gleich sind von seinem Vortrag begeistert. Die präg* nante und klare Form׳ des Vortrages und der durch und durch ehrliche Wille zur Hebung des Jüdischseins in der Kehillo haben״ Dt; 'Carlebach diese Beliebtheit ein* getragen.;,Unser Rabbiner läßt nicht locker“, erzählt mir ein alter Mann, dem es nie geträumt hatte, einmal selbst noch in den Kreis jüdischer Bestrebungen gezogen werden zu können, ״so haben z. B. alle Balebatim, die bisher ihren Talis zusammengelegt• über den Hals zu tragen pflegten, den Talis ,geöffnet, und fortan sieht man in Baden nur mehr offene Talessim.“ Und nun ' nach M a t t e r s d ö r L pardon, Matters־ bürg; die engen, winkeligen Gassen sind kanalisiert. Elek־ trische Beleuchtung in, allen Häusern. Moderne Geschäfts* portale,. Reger: AutpvAdcehL Alles in schönstem Ordnung. Mattersdorf als,׳ Ort durfte:'mit vollem Recht zur Stadt erhoben, ,,Mattersburg" werden. Aber was sieht der ehe־ malige Mätt^rsdorfer Jeschiwohbachur?; Nichts von den! früher so lebhaft pulsierenden j ü d i s ci׳h e’n Leben, Nichts,, ■■ von;• ־; deiu• ־; gewaltigen Jeschiwoh'betfiqb. im כיח ההנרש unhejthliche; □Ruhe, es ist ge־ schlossen. Die Zahl^ dc^A derzeit. ' die״ Jeschi־ #oh ,besuchenden Bachurim ,;'ist,״׳;-wie :mir־. ein Maiters* butgef^l’atridt sagt, gleich dem 2׳J|fernwert;!desjüdischem V^orte&A«Leheu“, Ja^^iLeben“ ist; sehr schön! aber das של החוזין von 5q . bis 60 BachnUm. <be da§ *מווח5!!ןייר «üt seiner stickigen ׳ Luft erfüllt Hhyten, wär nöch schöneH Isfe ^^pbMruniL genw^ die; jüdische QeffentHchkeiv wachzurütteln: -UJ?fb>?ie auI die Bedeutung der Jeschiwaüs, auf die historische Größe der Mattersburger Jeschiwoh, die vom חח□ סופר זצ״ל gegründet wurde, aufmerksam zu machen? An Stationen und Statiöhchen vorbei,, führt mich die Eisenbahn nach De u t schkreutz, Zelem genannt. In Zelem herrscht lebhafte Stimmung — Wahlfieber. Ein altes jüdisches Sprichwort sagt (zum Verständnis muß man sich allerdings, der jüdischen Sprache bedienen): Was bedeutet das Wort ״Wahl"? Jede Partei• sagt ״Wal (weil) du willst den einen, will ich den anderen“. Genau so geht es in Zelem zu. Zwei Kandidaten auf den Rahbinerposten stehen sich gegenüber. E.s scheint, daß keiner von; beiden mehr Chancen hat, gewählt zu werden, als der andere. Man darf also auf den Ausgang der Wahl mit Recht gespannt sein. Zelem hatte bis vor kurzem, da der Raw nach Ungwar gewählt wurde, die größte Jeschi־ woh Oesterreichs. Den jetzt zu wählenden Rabbiner begleiten die Hoffnung und der Wunsch seiner Balebatim, daß es ihm gelingen möge,להחזיר עטרה לילשנה und wieder einen מהום תורה z״ schaffen. Time is money, aber Zeit und Geld ist doch nicht dasselbe, denn die Zelemer Balebatim haben mehr Zeit als notwendig — ob sie auch Geld haben, weiß ich nicht. (Die Wahl hat inzwischen bereits stattgefunden. Die Red.) Der Postillon ist da! Er ist auch tatsächlich da, denn, wer weiß, ob ich nicht sonst heute noch unterwegs nach Kobersdorf gewesen wäre. Ein alter Leiter־ wagen, mit einem Strohzaun umgeben, lädt die Post* Pakete, auf und zum Schluß werde auch ich -״־י aufgeladen. Wahrlich, es, waren schöne Stunden, die ich im Kreise unserer Freunde in Kobersdorf verbrachte. Einige junge, Leute, haben sich ip. Kobersdbrf zu einer Agudas Jisroel־ Jugendgruppe zusammengeschlossen, halten allabendlich ihre Vorträge ' ab'!1 und haben eine Talmud Thauro gegründet, die Jedes Lob verdient^ Ich habe mich der WoHe Schachnowit£( bedient, als י ich unseren Freunden ״Akustik“,. ihrer Tätigkeit zugesagt habe. Diese Zusage will ich Jderveihgelp§t haben. /־: v , ״In Läckenbach“, sagt mir der Rebbe (Ober* ,־ יrabbiner^ NrausI^Jvist 'Öie^ÄgudäH’Bewegüng nicht not־ wendig. . Das ganze Kehilloleben bewegt sich noch im Geiste unserer alten jüdischen Tradition“. Aber, wie steht es mit der Jugend? — ״Der Jugend?“ Ich glaube, der Rebbe unterdrückt ein etwas wehmütiges Verlegensein, und tatsächlich erhalte ich von dem . Rebben nahestehen־ der: Seite . den Auftrag, die Agudah*Jugend in Wien auf־ zufördern, nach Lackenbach einige Redner zu entsenden tmd eine Agudah*Jugendgruppe zu. gründen. Zurück über Zelem und das ungarische Sopron fahre ich nach der anderen Seite des Burgenlandes, nach Ei s en sftadi’t, der ziffernmäßig größten Kehillo des Burgenlandes. Es ist mein erster Besuch in dieser alt־ ehrwürdigen Stadt.; Bekanntlich besteht noch heute dort der jahrhundertealte Brauch, daß jeden Freitag abends, die, Judengasse an beiden Enden •durch eine schwere Eisenkette abgeschlossen wird, und daß.’inj Jüdenviertel am Schabbos jeder Fuhrwerksverkehr vbrÖote’n ist. Eisenstadt hat’s diesbezüglich leicht, denn Jdaä jüdenviertel bildet eine eigene politische Gemeinde. äjAber,Jahre hin־ durch hatte Eisenstadt, nicht einmal .eine •Talmud Thora« und es hat einen schweren. Kampf gekostet,5 bis es dem neuen Raw, Oberrabbiuer Schlesinger, gelungen ist, die Gründung׳ ei,ner• Talmud Thora durchzüsetzen, Mischehen sind an der Tagesordnung, sind zur .:Selbstverständlichkeit 1 geworden. Kaum eine. Handvoll aufrechter Jehudim. Und so muß ich den Besuchern Eisenstädts den Rat geben: Wollt ihr das j ü d i s c h e Eisqnstadt sehen, dann geht auf das בית החיום♦ Wir wollen hoffen und wünschen, daß die;Zeit die Verhältnisse, dort ändern wird, und daß es insbesondere dem neugewählten Oberrabbiner., gelingen möge, das Ziel, das er sich gesteckt hat; und das Ziel sämtlicher glaubenstreuen Juden zu erreichen. Das happy .end meiner Reise war Fr־auen* k i r e h e n. Das reinliche nette Städtchen mit yferBältnis* mäßig gutsituierten aufrechten Jehudim trotzt,allen*Stür־* mert der Moderne, kämpft mutig und siegreich gegen die Angriffe der mchtjüdis^hen und unjüdischen Uniigebung, Eine kleine Zahl mutiger junger Menschen darf das Ver* dienst in Anspruch nehmen, an der Fortpflanzung jüdb sehen Geistes und jüdischer Lebte mitgearbeitet, die Er־ haltung der Kehillo im Geiste unserer Väter, ,gesichert 7ii nanAti ־י' j *