Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 43 (6.11.1931)
- Date
- 1931-11-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 43 osiowa ^•1 «1 Der, seit mehr als sechs Jahren die gesamte Juden־ heit unseres Lundes beschäftigende Gemeihdestreit in Dun. Streda ist an einen Wendepunkt gelangt. Der Zwie־ Spalt in der Gemeinde ist in seinen eigentlichen Ursachen schon vor Jahrzehnten ausgebrochen. £r glimmte Genera־ tionen hindurch unter der Oberfläche fort und kam in mehr oder weniger heftigen Entladungen zum Ausbruch, so oft an die Gemeinde wichtige oder wichtig scheinende Entscheidungen herantraten. So standen sich auch vor sechs Jahren bei der Wahl des Oberrabbiners und schon kurz vorher, als die Gemeinde einen Dajan wählen sollte, zwei Gruppen von Gemeindemitgliedern in leidensehaft־ lichem Hader gegenüber. Der Zwiespalt nahm aber dies־ mal dauernde Formen an und führte zur Herausbildung einer festen Körperschaft unter dem Namen ״Adas Jisroel“, "die sich um den einen der damaligen Dajonim der Gemeinde, Rabbiner Anschel Katz, gruppierte, wah־ rend der andere Dajan, Rabbiner Hilel Weinberger, von der großen Mehrzahl der Gemeindemitglieder zum Nach־ folger seines berühmten Vaters זצ״ל als Oberrabbiner der Gemeinde gewählt wurde. Diese Wahl und ebenso auf der Gegenseite die Errichtung eines eigenen Bethauses und die Aufnahme eines separaten Schochet durch die ״Adas Jisroel“ hatte eine ganze Reihe von Protesten, Be־ schwerden usw. und — in unserem Lande beinahe selbst־ verständlich — scharfe Pressefehden zumeist in den nicht־ jüdischen Zeitungen zur Folge. Die Aemter und Behörden vom untersten Dorfschulzen angefangen bis hinauf zum Minister hatten sich jahrelang mit der Dun. Stredaer Ge־, meindeangelegenheit zu beschäftigen und die nichtjüdische Außenwelt hatte täglich zu ihrem Morgenkaffee ihr Er־• götzen in der Zeitung über den Judenkampf in Dun. Streda. Daß die Hasser des orthodoxen Judentums sich dabei ebenfalls nicht die Gelegenheit entkommen , ließen, in jüdischen Zeitungen zu hetzen und den Hader zu schüren, braucht — wenn man die Lage des orthodoxen Judentums in der Slowakei kennt — nicht erst wunderzu־ nehmen. Schließlich kam zwangsweise ein religiös־admini־ stratives kombiniertes Schiedsgericht zustande, dessen Urteil nach einigen Aenderungen durch das Appellations־ Schiedsgericht dem Streit ein Ende bereiten sollte. Da aber die Durchführung auch dieses für orthodoxe Ge־ meinden religions« und staatsgesetzlich gleichermaßen bindenden schiedsgerichtlichen Urteils nicht gelang und die Gemeinde infolgedessen materiell und administrativ dem Ruin entgegengetrieben wurde, sah man sich vor etwa einem halben Jahre genötigt, entscheidende Schritte zur endgültigen Erledigung des Streitfalles und damit zur Rettung der Gemeinde vor dem vollkommenen Zusam־ menbruch zu unternehmen. ■ Jetzt erst wird bekannt, daß das Ministerium für Schulwesen und Volksaufklärung in seiner Entschließung vom 30. September die gesamte Gemeinde־ leitung der' Dun. Stredaer j u d i s c h e m G e־ mein de aufgelöst und das Landesamt zur Verwaltung der Gemeinde in der Person des Herrn Advokaten Dr. Salomon R_o 11 e r (Bratislava) einen Regierungskommissar b e« stellt hat. Alle autonomen Rechte der Gemeindever־ waltung gehen damit konzentriert in die Hand des* Re־ gierungskommissars über, der so lange an der Spitze der Gemeinde stehen wird, bis es nicht gelingt, das im Sinne der geltenden Organisationsstatuten längst rechts־ kräftig gewordene Urteil der autonomen konfessionellen Formen restlos durchzu־ führen, das Steuer wesen der Gemeinde zu sanieren, in ihr eine ordnungsmäßige Finanzverwaltung in die Wege zu leiten und die Wahl einer regelrechten Gemeinde# leitung auf Basis des durch das schieds־ gerichtliche Urteil geschaffenen gesetz־ liehen Zustandes zu sichern. Wie wir vernehmen, hat die Regierung Herrn Dok־ tor Rotter mit allen Rechten und Machtmitteln aus־ gestattet, deren er zur Erfüllung seiner Aufgabe in Dun. Streda bedarf. Seine persönlichen Vorzüge, seine religiöse, friedliebende Gesinnung, seine-strenge Sachlichkeit und namentlich seine auf jahrzehntelange Erfahrungen, sich stützende genaue Vertrautheit mit den Zielen, dem Wesen und den Angelegenheiten einer orthodoxen Gemeinde werden ihm bald das Vertrauen, der Dun. Stredaer Ge־ meindemitglieder beider Parteien gewinnen und seine Arbeit jedenfalls erleichtern. Der Regierungskommissar hat Montag, den 2. No־ vember, sein Amt in Dun. Streda damit angetreten, daß er zunächst sowohl Herrn Oberrabbiner Hilel Weinberger ' ,als auch dem Rosch־Besdin Herrn Rabbiner Anschel Katz einen Besuch abstattete und sie als geistige Führer der Gemeinde bat, seine auf das Wohl der Gemeinde ge־ richteten Bestrebungen zu unterstützen. Die beiden Rab־ bjner sagten ihm ihre Mithilfe in weitestem Maße zu. Dienstag, den 3. 'November, erfolgte dann die Uebergabe der Gemeindebücher an den Regierungskommissar durch; den bisherigen Gemeindepräses Herrn Wosnqr in den konziliantesten Formen. * Bemerkung: Dieser Bericht über die Einsetzuitg eines Regierungskommissars zur Leitung der jüdischen Gemeinde in Dun, Streda soll nicht hinausgehen, ohne dem allgemeinen Schmerze über die — und sei es auch nur vorübergehende — Aufhebung der Autonomie einer orthodoxen jüdischen Gemeinde öffentlichen Ausdruck gegeben zu haben, Die Autonomie unseres religiösen Ge* meinwesens ist ein solch teures Gut und ein solch wert־־ volles Angebinde der religiösen Freiheit unserer Kon־־ fession, daß sie unter allen Umständen g r u n d s ä t z־ lieh geschützt werden müßte, Es sei freilich eingeräumt, daß die zeitweilige Suspendierung der Gemeindeautonomie im konkreten Fall von DunN Streda unvermeidlich ge* worden ist׳ Prinzipiell jedoch müßte dafür gesorgt werden, daß sich solche Fälle nicht wiederholen. Unseres Erachtens kann dies nur geschehen, wenn die Kon־ f e s s i o n a l s s o l c h e, die mit 811 e n g e s e t z« l i c h e n V 011 m 8 c h t e n aus g e s t a 1t e t e T r ä g e־ rin und Rechtsverwal11erin der religiösen A u 10 n o m i § wird ״י־* nicht weniger und nicht mehr als die Landeskirchen der anderen religiösen Gemeinschaften, Einerseits müßte im neuzuschaffenden Landesstatut der Orthodoxie in Ergänzung des1 bisherigen, in seiner Unzü־ länglichkeit allseits längst erkannten Statuts nicht nur Charakter, Zweckbestimmung und Wirkungskreis der orthodoxen Gemeinden, sbndern auch und vornehm־ lieh der religiöse Verpflichtungskreis, den jedes ein־ zelne Mitglied mit seiner Zugehörigkeit zu einer orthodoxen jüdischen Gemeinde für seine per־ sönliche Lebensführung und Gesinnung übernimmt, so unzweifelhaft deutlich umschrieben sein, daß dadurch allein schon die” meisten ernsten Konflikte aus dem Gemeindeleben yon vornherein ausgeschaltet wären. Wem es recht ist, Mit^ied einer orthodoxen jüdi־ sehen Gemeinde zu sein unal/ unter Umständen sogar führend an ihr teilzunehmen,^|dem sollte im Statut mit der klarsten Deutlichkeit audpffesagt werden, was eigent־ lieh eine orthodoxe Gemeinde ist, was sie soll und was sie will und was es heißt, eiriet1 orthodoxen jüdischen Ge־ meinde als vollberechtigtes Mitglied anzugehören. Ihm die Forderungen des orthodoxem: Judentums verschweigen, sieht einer Täuschung sehr ähplich und heißt auch, un־ gewollt, den Gemeindefrie'Üeh ׳ bedrohen. Anderseits allerdings müßte das Landesstätut den zentralen Körper־ schäften der Konfession unter entsprechenden Vorkehrun־ gen zur Verhütung von Mißbräuchen ausreichende organisatorische / u n.d disziplinarische Machtmittel an die Hand geben, um nötigenfalls auch ganze Gemeindeft— wenn sie zur or.tho־ doxen Landesgemeinschaft gehören wollen — zur Wah־ rung der konfessi o/n edlen Ordnung und zur strikten B e f o 1 g u n g der Statuten anzu־- halten. Damit allein, könnte die Aufhebung der Ge־ meindeautonomie durchdie stg|ttlichen Aemter — wie sie jetzt in Dun. •Streda vorliegt •||־/vermieden und überhaupt die E i n meng ung der S tjfä t sg e w/a 11 i n i nnere Angele g e n h eiten .׳/' d eif:/qr thodoxen jüdi־ sehen Gemeinde n überflüssig gemacht werden. Ich vertrete diesen Standpunkt seit Jahren und habe ihn in dieser Zeitung bereits mit zahllosen Argu־ menten •begründet. Es-erscheint mir ■aber angebracht, ihm gerade jetzt abermals einige,; Zfeilen zu widmen.* Vielleicht trägt der ■Fall Dunajska Stre^l^ ein wenig bei,; in unseren orthodoxen Kreisen Verständnis; dafür zu wecken, was die Zeit fordert. ' ־ , : 'J. J. B. Aguda-Versammlung in Brünn. Wie im vorigen Jahre in Brünn wertvolle Ansätze zur Regenerierung selbständigem thoratreuer Gemein? den in den " historischen Ländern der tschechoslowaki־ sehen Republik gemacht ’ wurden, so darf die am 14. Marcheschwan in Brünn stattgefundene Versammlung zur Gründung der B r ü n n ־B 0,s k o v i t z,e r Orts־ und J u g e n d ־ K r e i s g r u p p e d e r Ag u d a s J i s r o e 1, als ein wichtiger Schritt zur Zusammenfassung aller thora־ treuen Einzelkräfte im. Dienste des orthodoxen Judentums betrachtet werden. Die Agudas JisroeLLandesorganisa־. tion für die historischen Länder der .Tschechoslowakei mit dem Sitze in Prag erfüllt — , wenn sie aktiv auf ihrem Posten ist — eine hohe Mission, eine weit höhere als die Aguda־Landesorganisationen, anderer Länder, weil! hier ihr allein die Aufgabe zufällt, Verkümmertes und Verdorrtes neu zu beleben und zugleich Pionierdienst zu leisten, um alt־neuen jüdischen Ideen zum Durchbruch zu verhelfen. Die Kreisgruppe Brünn־Bosko^yitz als Teil der Landes־ Organisation will auch in diesem Sinne ihre. Aufgabe er־ füllen, abgesehen davon, daß sie außerdem der sich zum Studium an den Brünner Hochschulen hier aufhaltenden Jugend Gelegenheit und Möglichkeit bieten will, den guten gesetzestreuen jüdischen Geist des Elternhauses fortzuerhalten. Von diesen Absichten und Vorsätzen ge־ tragen. war auch die Versammlung, die ' letzten Sonntag nachmittags im Restaurant ״Dänemark“ stättfand. Sehr zahlreich konnte diese Versammlung in Anbetracht der religiösen Verhältnisse in Brünn natürlich nicht sein. Aber die kleine Gruppe von orthodoxen Juden, und namentlich der Jüngeren unter ihnen, ist vom starken Willen be־ herrscht, das orthodoxe Judentum im Zentrum der mäh־ rischen Judenheit aus kleinen Anfängen in immer steigen־ dem Maße zur Blüte zu bringen. Hier fand sich auch die bekannte Familie Springer aus Boskowitz ein, wie sie überall ihren Mann stellte, wo. es gilt, der Thoratreue in ihrer Heimat Stätten zu errichten. Die Versammlung wurde namens des vorbereitenden Komitees von Herrn Geza Weiß mit einer kurzen markigen Ansprache er־ öffnet, in der er die Erschienenen und besonders die Herren Braun (Bratislava) und Springer (Boskowitz) be־ grüßte. Hierauf ergriff Herr Rabbiner Grünfeld, Rabbiner des auf orthodoxer Basis stehenden Adas־Jereim־ Bethauses, das Wort zu einer wirkungsvollen Begrüßungs־ Droschoh, die sich im Wesentlichen mit dem Problem ״Thora und moderne Wissenschaft“ ׳ beschäftigte. Herr Jacob Joel Braun aus Bratislava überbrachte die Grüße und guten Wünsche des Wiener’G. A, der Agudas Jisroel, der slowakischen Landesorganisation der Agudas Jisroel und der slowakischen Aguda-jugend, Er skizzierte in: scharfen Umrissen die Hauptzüge des agudistischen Pro« grammes und die Bedeutung ‘ der Agudaorganisation für die höhmisch־mährischen Gemeinden• Im besonderen gab er seiner Freude darüber Ausdruck, daß an dieser Grün־ dungsversammlung zum überwiegenden Teil junge ortho־ doxe Juden teilnehmen, deren Anwesenheit einen ermuti־ genden Blick in die Zukunft; auch in diesen Ländern gestattet, Hierauf folgte ein gedankenreiches Referat des ' Herrn Gustav Springer aus Boskowitz. Ausgehend von einer ungemein tiefen Erfassung der Agudaidee als gestaltende und formende Kraft des jüdischen Volkes in unserer kampfesreichen Zeit, zog er das soziale Wirt־ schaftsproblem der Gegenwart in seine Betrachtung und drang zu seiner Lösung im Geiste Samson Rafael Hirsch’ mit einem reichen Rüstzeug von Gedanken und Wissen vor, Dieses Referat war eine Leistung sowohl vom Ge־ sichtspunkte des orthodoxen Judentums als auch von dem der modernen WirtschaftspoUtik, Er versuchte damit als einer der Ersten, den großen Weltproblemen der aller־ jüngsten Zeit aus der Gedankenwelt des orthodoxen Judentums heraus •beisukommen.. Aus den Kreisen der Jugend begrüßte Herr stud,. Landau die Gründung der / I Eauhes, kühles tmd veränderliches We 11er ver ufsaclit den Rheumatikern größe Pein. Massieren Sie sich, über ärztlichen Rat, mit Original Menthol- Fra n z b r a n n twein ,Durch Alpa - Massage große Erleichterung, lebhafter Blutkreislauf, ausgezeichnete Körperernährung, Muskel- Stärkung und Nervenerfrischung. Agudagruppe. Begrüßungsbriefe und Telegramme Wurden verlesen von der böhmischsmährischen Landesorganisation (Dr. S. Lieben), dem G. A. der Agudas Jisroel Wien und der Jugendorganisation der Agudas Jisroel in der Slo־ wakei. Nachdem die Anwesenden einmütig der Gruppen־ gründung ihre Zustimmung gegeben haben, wurden die grundlegenden Punkte der Statuten verlesen und eine Kommission zur detailllierten Ausarbeitung der •Statuten und eine provisorische Leitung gewählt. Der S t a t u t e n« kommissiön gehören an die Herren: Gustav Springer, W. H. Dänemark, E. S. Neumark, G. Weisz, L. Blumen« feld. In die provisorische Leitung wurden ge־ wählt die Herren: Präses: Geza Weisz; 1. Vizepräses: W.* H. Dänemark; 2. Vizepräses: E. S. Neumark; Kassier: Kalman Friedmann; Kontrollor: Leone Blumenfeld; Schrift־ führer: Moses Schönfeld. Ausschuß: Salamon Blasberger, Eugen Silber, Eduard Schwarz, Bela Adler, Rafael Springer, Boskowitz.! . Bei Vergiftungserscheinungen, hervorgerufen durch verdorbene Nahrungsmittel, bildet die sofortige An־ Wendung des natürlichen ״Franz־Josef“־Bitterwassers ein , wesentliches /.Hilfsmittel.. . Zahlreiche.; Aerzte.. wenden, das Franz־Josef־Wasser auch bei hochgradigen Gärungs« und Zersetzungsvorgängen im Magendarmkanal mit günstigem Erfolg an. In Apotheken, Drogerien und Mineralwasser־ Handlungen erhältlich. Milchaktion in Bratislava. Wir veröffentlichten vor kurzem einen Aufruf des Herrn Direktor Wilhelm K o h n in Bratislava im Interesse der vom Bratislavaer Schulinspektorat Nr. I eingeleiteten Aktion zur-Versorgung der notleidenden Kinder in* den Bratisiavaer Schulen mit unentgeltlichen. MilcKrationen. Der Aufruf hat bei allen fühlenden Menschen Widerhall gefunden und es ist zu hoffen, daß sich' die breitesten jüdischen Kreise an dieser edlen Aktion lebhaft betei« ligen werden. Vom. bisherigen Erfolge der Aktion gibt die folgende Mitteilung des genannten Schulinspektörates Aufschluß: ' Zugunsten der Aktion sind noch die folgenden Spenden eingegangen: Landes־Holzproduktions A. G., Bratislava, tsch. K 5000; Handlovaer Kohlengruben A. G., Bratislava, 5000; Kabelfäbrik, Bratislava, 2500; Slov. Allg. Kreditbank, Bratislava, 2500; Korlater Basaltgruben A. G., Lucenec, 2500; Karl und Wilhelm Grüneberg, Bratislava, 2000; Rimamuranyer und Salgotarjäner Eisenwerke A G., Bratislava, 1000, Arpädmühle Ernö Back & Co., Nifra, 1000, Engel Co. A. G., Bratislava, 1000. Vorläufig werden 150p Kinder täglich mit unent־ geltlicher Milch beteilt. Diese bilden jedoch nur einen Teil jener leider sehr. großen Kinderschär, deren Ernäh־ rung im Elternhause nicht ausreicht, um sie gesund und entwicklungsfähig zu erhalten. Auch die or th. jüdi־ sehe Volksschule in Bratislava wird. in die'Milch« aktion einbegriffen. An dieser Schule erhalten derzeit 110 Kinder täglich 2XA dl Milch und Semmeln. Grabsteinsetzung in Galanta. Sonntag, den 20, Marcheschwan versammelte sich auf dem בית חחיים von Galanta eine große Anzahl von Verehrern und Freunden des allzufrüh heimgegangenen Oberrabbiners Rabbi Binjamin Seid 1 זצ״ל, um der Grab־ steinsetzung beizuwohnen. Die Wunden, die der Tod dieses vortrefflichen jüdischen religiösen Führers ge« schlagen hat, wurden aufs neue aufgerissen und tiefer Kummer bemächtigte sich aller Anwesenden, als sie die schmerzerfüUten Hespedim hörten, die aus diesem Anlasse gehalten wurden. Es sprachen draußen auf dem בית עלמין die ehrwürdigen Herren Oberrabbiner Buxbaum (Ga־ lanta) und K ö n i g (Joka), sowie der Schwager des Ver« blichenen Herc Moses W e i s z aus Bratislava. Im Ge« meindetempel fand darauf.eine Trauerfeier statt, bei der 'Herr־ Oberrabbiner B r e s n i t z aus Senec . den Hesped , hielt. ■/ ׳ Frau Lewold GauseL 8, A. In Sered wurde am L November Frau . Leopold G ah8 e l, Schwägerin des großen Großwardeiner Oberrabbiners Rabbi Mosche Fuchs זצ״ל unter großer Beteiligung zu Grabe getragen, Sne. Ehrw. Herr Oberrabbiner Moses Eckstein hielt eine ergreifende Grabrede, in der er die Verdienste der Verblichenen würdigte, ח^היה .