Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 34 (28.8.1931)
- Date
- 1931-08-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2629891-2630389-2630422--3987-2636078- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
sämmMän^sm JÜÖlSGMt HfiiSSe .■־.. ״ ., ... ... ״., -.... ,... L^y:, -.. ,--..,.י■*^ ... , •, .-?1.,- ״•-*. - .^•*•*******~*&' *** «^«rffeeg^v^Mb iiiimämmämmmm Nr. 34 rar 2 flg 11 eh! י □ט Nationalkomitees sichten und die allgemeine koftfe^enz füf Verkehr und Transit, die Ende Oktober d. J. in Genf stattfinden soll, vorbereifen. Was nun, die religiöse Seite des KalendeffefofnuPfobleMs betrifft, so werden,die Autoritäten der verschiedenen Konfessionen und Religions* gemeinschaften zwar das Recht haben, zu der Oktober* Konferenz sogenannte ״Beobachter“ zu entsenden. In* dessen ändert das nichts an der Tatsache, daß die Kon* ferenz selber, wie sich schon aus ihrem Namen und erst recht aus der Natur ihrer Zusammensetzung ergibt, sich selber keineswegs die Kompetenz zuerkennen kann, das größere oder geringere Gewicht der von den Religions* gemeinschaften etwa geltend gemachten Gesichtspunkte ihrerseits zu werten und zu prüfen. Es liegt ja auf der Hand, daß man den Vertretern von Handelskammern, Statistikern, Sozialpolitikern, Eisenbahndirektoren usw. nicht zumuten kann, sich über schwerwiegende religiöse und weltanschauliche Probleme den Kopf zu zerbrechen. Die Konferenz wird also lediglich die Aufgabe haben, sich über die Vorzüge und Nachteile technischer und Wirt* schaftlicher Art zu äußern, die den Plänen A und B, die für die Reform vorgeschlagen sind, innewohnt. Die Gut* achten, Einwendungen- und Forderungen der religiösen Autoritäten werden alsdann, so darf man wohl annehmen, vom Rate des Völkerbundes selber gewürdigt und bei der Prüfung des Berichtes der Konferenz für Verkehr und Transit entsprechend berücksichtigt werden. Vielleicht ist es auf diese, den Häuptern; der katho* lischen Kirche und der . evangelischen Kirchen wohlbe* kannte Tatsache zurückzuführen, daß von diesen Seiten noch immer keine klaren und endgültigen Erklärungen über ihre ,Stellung zu der vorgeschlagenen Reform vorliegen. Ebensowenig hat sich bisher, die astronomische Wissenschaft zu der ganzen Problematik geäußert, die durch die Einführung des Blankotages für Astronomie und Chronologie entsteht. Wir möchten glauben, daß der un* geheure Wirrwarr, den die Einführung von Tagen ohne Datum zur Folge haben muß, erst dann in voller Klarheit hervdrtreten wird, wenn sich die eben erwähnten wissen* schaftlichen Kreise einmal gründlicher mit den Kon* Sequenzen der Blankotagidee beschäftigt haben werden. Erfreulich ist, daß derjenige europäische Staat, in dessen Grenzen heute die größte Zahl sabbattreuer Juden;wohnt, Polen, neuerdings in einem von dem Außen* minister Zalewsiki an den agudistischen Sejmabgeordneten, Rabbiner Lewin, gerichteten Schreiben seinen Entschluß zu erkennen gibt, die durch den Blankotag bedrohten religiösen Interessen vor dem internationalen Forum zu vertreten ohne Rücksicht auf die der Reform geneigte Stellungnahme des polnischen Nationalkomitees, in der eben nur (wie auch in Genf) die technisch*wirtschaftlichen Handels* und Verkehrsinteressen zum Ausdruck kamen. Aber auch in dieser Hinsicht erklärt der Minister in dem erwähnten Briefe unumwunden, daß Polen keinerlei dring* liebes Interesse an einer^Reform hat. Das gleiche würden wohl sämtliche Regierungen der * Welt ^erklären, wenn sie nicht zum Teil unter dem Drucke der starken Agitation Eastmans und seiner Freunde ständen. (״Israelit“) Franzensbader Badebrief. Ein Kuraufenthalt in Franzensbad zählte wohl immer und zählt auch in unseren Tagen.zu den Wohltaten, die man sich selber erweist, entweder, wenn man genötigt ist, von qualvollen Leiden Befreiung zu suchen, oder wenn einen die Lnst an,wandelt, einige Wochen fern von den Lasten und den Kümmernissen des Alltags ״auszuspannen“, dem Körper im freien Genuß der Natur Erholung zu gönnen und ihm neue Kräfte zuzuführen. Man denkt da natürlich in der ■Regel bloß an den lieben Körper. Bessere Menschen möchten das allerdings nur in dem Sinpe gelten lassen, daß sie mit dieser1 opferreichen Und durchaus nicht mühelosen Fürsorge für die ״äußere Hülle“ nichts anderes beabsichtigen, als in ihr dem ״gesunden Geist“ ein recht behagliches und tadelloses Heim einzurichten.!Die Sorge um den ״gesunden Körper“, um dieses irdische ״Heim“ der ״gesunden Seele“, um seine Ausstattung mit allen Behelfen des Komforts und den ibautechnischen Errungenschaften unserer Zeit erfordert freilich so sehr die volle Hingabe ,und Aufmerksamkeit seines glücklichen Besitzers, daß er kaum noch Muße und Ruhe findet, sich auch wirklich .;mit dem ״distinguierten Gast aus der Fremde“, nämlich , mit dem ״Geist“, dem zu ׳Lieb’ und dem zu Ehr' all diese Mühe und die Kosten aufgewandt werden,1 *abzugeben. Der Baumeister begnügt sich mit der Aufgabe, das Heim für den ■Geist aufzurichten und es schön und wohnlich einzurichten. ״Alle Achtung vor dem Geist, aber um sein Wohlergehen und Gedeihen mag er sich selbst kümmern, sintemalen er in diesen Wochen des Kuraufenthaltes, so ziemlich beschäftigungslos einherwandelt und!sich, allen Pflichten enthoben dünkt“, so denkt wohl gemeiniglich der Großteil der internationalen Gesellschaft ,die wir hier in Franzensbad vom frühen Morgen bis zum späten Abend den drei Schutzengeln unseres!Daseins, nämlich Licht. Luft, und Wasser, huldigen sehen, Und wahrlich, diese Engel breiten ihre Fittiche über die ganze Badegesellschaft aus und sie fühlt sich unter ihrem Schutz sicher und lebensmutig, der Lust des Tages restlos hingegeben. Mitten in diesem schillernden Getriebe eines modernen Weltkurortes bleibt eine kleine Gruppe von Kurgästen nicht unbeachtet, obgleich sic ganz offenbar nicht das Bestreben zeigt, sich bemerkbar zu .machen und die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Das sind orthodoxe J uden aus aller Herren Länder, In dieser kleinen Gesellschaft herrscht auch hier der ״gesunde Geist“ vor und prägt ihr seinen Stempel auf, Licht, Luft und Wasser kommen auch bei ihr zu ihrem Recht; ohne sie ■gilt jeder Tag als nutzlos verloren. Aber sie sind es nicht, die jedes andere Lebensinteresse, io den Hintergrund zu schieben vermöchten. Sie sind ״Diener von Dienern“; sie dienen treu und unbedingt dem Körper, der auch selber treu und unbedingt dem , Geiste untertan ist. Wie denn anders?! Gelehrte Ra'b- ,* biner ans;jJnga1־n, deivSla^akei und Polen an der Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygasse U, sp endet für den Lebetisversich m$4־ Gegründet 1882 Gegründet 1882! Eride 1930 . . . 2560 Millidnüii Schilling | und Zinseiißinnahnien im Jahre 1930 150 Millionen Schilling י | GaranfiemitiGl Ende 1030 . . . . 378 Millionen Schilling § an Versicherte im Jahie 1930 35.5 Millionen Schilling | ן Tätigkeitsfeld der Gesellschaft: | 1 Oesterreich, Deutsches׳ Reich, Tschechoslowakische § m Republik, Belgien, Holland, Frankreich,. Spanien, m §§ Italien, Ungarn,*RÖled^Jugoslawlen, Bulgarien, G lechen-!! H land, ^Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten g שווווווו!ווו!וו!וווווווווווווווווו!ו1 schuft mit GeistesfUhrern der Chassidim werden in ihren ״Sichas Chujin“, J11 ihren Unterhaltungen, über die Fragen undnErscheinungen des dahinfliegenden Tages, von zahlreichen gleichgesinnten ״Laien“ aus der glaubenstreuen Volksmasse des Judentums verehrungsvoll belauscl1t;’־'Jddös Wort, das gesprochen wird, bekommt gewissermaßen Flügel, fliegt hinaus in kleinere und größere jüdische Gemeinden der Diaspora und wirkt fort als Deutiingsversiiche der Zeichen der Zeit vom Gesichtspunkt der Thora für das ganze Volk, das •sein Leben in der Thora allein Verankert sieht. Da wird Speise und Trank und alles andere, was ״zum Leben gehört“, nicht glatt hingenommen, wie es sich gerade bietet, sondern geprüft und kontrolliert, ob es den An- Forderungen des Religionsgesetzes, des G-ttesgesctzes, entspricht. Da werden ״Schiurim“ gelelyt und gelernt mit derselben Pünktlichkeit, wie die gesundheitlichen Exerzitien für den Körper eingehalten werden. Gemeinsame Sabbathmahlzeiten am Tische des Rabbi werden zu g-ttesdieqstli’cHen Zusammenkünften umgewandelt und zu tiefen Erlebnissen gestaltet, an die man noch Jahre nachher!mit J1 eiliger ■Inbrunst denkt. Mit anderen Worten: Hier findet sich ein Kreis zusammen, der auch im Kurort nicht aufhört und nicht aufhören kann, jüdisch zu sein, weil'jeder einzelne von ihm auch in seinem Einzcldasein, zu Hause, i.m jüdischen Sinne j ü d i s c 11 i s t. Wer •weiß, ob nicht gefkde .dieser Kreis, diese kleine, unbeabsichtigt sich von:■der Masse der Kurgäste abhebende Gruppe, der einzige ist, dem der Kuraufenthalt in ’־:Franz61&bad zur dauernden Wohltat wird?! < 4uo׳ Der H&iMiyeg führt uns geistig hinein in die ״f u r c 1111b a re׳ n‘ T ä ■g b“ der Selbstbesinnung, an die Werte der Ewigkeit. Mit dem, was uns die Wochen des Franzensbader Kuraufenthaltes geboten haben, könnte er sehr wohl uns auchir7.ur Selbstbestimm ung für d. i e Werte der j ii di scheu . Ewigkeit f ü 11 r e nV J a i r Trachte r. ©| NACHRICHTEN |@ Eisenstädter Notizen. Seit Einzug unseres jungen Rabbiners Markus Schlesinger, mehren sich zusehends die jüdischen Angelegenheiten unserer Gemeinde. Gleich am ersten Tage eine veritable ״Chassene“, mit Chuppo, Musik und Chossenführen längs durch die ״Gasse; zwei Tage darauf hielt unser jüngster ״Spezialist“ — ein Doktor, der früh und abends in Schul geht — Hochzeit. Der in Wiener agudistischen und . V.*J.*A.*Kreisen wohlbekannte Dr. B. G a 1 a n d a u e r,;der. eine Schwester der in weiten Kreisen wirkenden Dres. t Jacobowitsch zur Frau nahm. Sonntags lud er die ״Qrtfiodöxie“ der Gemeinde, 12 bis 15 Herren, zu ז׳ ברכות wo eg bei!דברי תורה von Rabbiner Jacobo* witsch*Köln, und vom hiesigen רב recht angeregt zuging. Am vergangenem שבת ק׳ hielt der zum Ferienaufenthalte in seiner Heimat'* weilende Professor am jüdischen Gymnasium in Budapest, Dr. A. Fürs't im sogenannten תבמ^־שעור^ einen ausführlichen Vortrag über seine Reiseeindrücke und *erfahrungen in Polen, wobei er\ be* sonders der Beth*Jakob*Bewegung und der Lubliner Jeschiwa mit Worten größter Anerkennung gedachte. — Nächste Woche soll'uns;ein בחור letztgenanter ישיבה, der Sohn unseres שוחט Feldmann, einige Worte חריסיח sagen. Baden bei Wien.!Auf Grund der vor kurzem statt- ■gefundenen Wahlen in die ,Kultusgemeindevertretung erscheint Herr Anton Stern zum Präsidenten, die Herren Heinrich F l e i s c 11 in .an 11 zum Vizepräsidenten, Moritz Letzter ■und Adolf -Gelles zu Beiräten gewählt. In Baden bei Wien starb am 17. August Frau Hermine Wolf geb. Neubrunn im 86. Lebensjahre. Die Verstorbene war die'Mutter der Inhaber der Weingroßhandlungsfirma Leop. Wolfs Söhne in Eisenstadt. In Eisenstadt, wo am 19, d. M, unter ungemein großer Beteiligung die Bestattung stattfand, verehrte man in der Verblichenen eine äußerst wohltätige und fromme eiiMlge jDcflliche fUr Welßnähen und Kleidermachen . vv mit ÖfffnMloi!ke!t«rqo(!ן Wien,(!., Maligaw 7, Dr. Krl)ger«HGim Staatsgütige Zeagqlsse Oe&Hftaneureebt W.54«<fe%>..s,r4ä6Wiäi m₪)W₪m Frait, die die Traditionen des weltbekannten Hauses Wolf zeitlebens hochliielt. Ihr Andenken wird durch das ihr gewidmete, von ihrem Sohn Sander Wölf herausgegebene Monumentalwerk des Regiernngsrates Dr. Waehstein über die Geschichtsdenkmäler der Eisen- Städter Jndengemeittde י und durch einen noch zu ihren Lebzeiten gestifteten .Montessori-Kiitdergä.rien für die unbemittelte; Bevölkerung der Eisehstadter Judenstadt der Nachwelt in ׳Ehren erhalten bleiben. M, Lückenbach. Sonntag* den 16. August*!wurde Rabbi Chaim Unger, Schwiegersohn des hiesigen Oberrabbiners Herrn J, Krausz, von der Gemeinderepräsentanz zum דין ומ1״צ der hiesigen aut. orth. Rultusgemeinde gewählt. Gegen Hartleibigkeit und Hämorrhoiden, Magen- und Darmstöi’ungen. Leber- und Milzanschwellung, Rücken- und Kreuzschmerzen ist das natürliche ״Franz- Josef“-Bitterwasser* täglich mehrmals genommen, ein herrliches Mittel. Aerztliche Prüfungen bei Erkrankungen der Unterleibsorgane haben festgestellt* daß das ■Franz-Jösef-Wasser sicher lösend und immer gelinde ableitend wirkt. In Apotheken, Drogerien und Mineralwasserhandlungen erhältlich. Aharon Friedenthal, s. 1. Nach langem, in Geduld und Ergebung ertragenem Leiden entschlief in Bratislava am Abend des 28. Men. Aw im Alter von erst 23 Jahren der von allen seinen Bekannten und Freunden geschätzte Sohn des vor einigen Jahren verschiedenen Rabbiners Dr. S. Friedenthal in Kojetein (Mähren), Aharon Friedenthal. Der Verblichene hat sich während der kurzen Jahre, die er, mit seiner Mutter hier verbrachte, trotz seiner Jugend, reiche Wertschätzung erworben. Er war vornehm und bescheiden, mit einer großen, innigen Liebe zu Awojdas Haschern ausgestattet und wurde schon während seiner Schulzeit in unserer Jesojde Hatojreh viel* fach beachtet. Seine guten Eigenschaften waren beispiel* gebend. Mit großer Dankbarkeit betrachtete er sein4 treue Mutter und Verwandten, die alles aufboten, um dieses kostbare Leben zu erhalten. Doch der Allmächtige hatte es anders beschlossen. Still, wie er gelebt hat, ist er auch von uns gegangen. Tief ergriffen hörten wir tags darauf den Hesped des Großvaters, Her.rn Moses Weiß, als ■dieser die seltenen Vorzüge seines Enkelkindes schilderte, und die schlichten Worte, in denen ein Freund den Niftor verabschiedete. Wir haben den teuren Freund bestattet und er wird vor dem Throne der Herrlichkeit ein Meliz*Jojscher sein, vor aliem für seine Mutter, auf daß sie, die so schwer Geprüfte, Trost und Aufrichtung finde in dem Bewußtsein, daß sie die heilige Neschömo ihres guten Kindes dem Ribbojn kol Hoojlomin makellos zurückgegeben hat. תנצב״ה z. m. Delegiertentag der slowakischen Aguda*Jugend. Das Präsidium der Agudas*Jisroel*Jugend* ,Organisation in der Slowakei berief die Agudas* JisroebJugendgruppen in der Slowakei für den 17. Ellül nach P iestany zu einem Delegiertentag ein. Auf der Tagesordnung stehen Angelegenheiten, die mit den gei* stigen, erzieherischen und organisatorischen Arbeiten der orthodoxen Jugend Zusammenhängen und im nächsten Geschäftsjahr sich auswirken sollen. Wie wir vernehmen, werden alle Jugendgruppen des Landes auf dem Dele* giertentag vertreten sein. Die Versammlung findet' 13.30 Uhr in der orthodox*jüdischen Schule statt. Tagung des ״Machsike Hajeschiwoth“־Vereines. Sonntag, den 17. Ellül, 3 Uhr nachmittags findet im Turnsaale der orthodox*israelitschen Volksschule in Bratislawa die erste ordentliche Generalversammlung des im vorigen Jahre zum Zwecke einer einheitlichen und planmäßigen intensiven Unterstützung der Jeschiwos gegründeten Landesvereines ״Machsike Hajeschiwoth“ statt. Die Mitglieder und Gönner des Vereines aus allen Gemeinden des Landes werden zu dieser Versammlung erwartet. Ansprachen und Referate werden die Herren Julius Herzog (Nove Zämky), Oberrabbiner M. Eck* stein (Sered i. V.), I. Reichfeld (Nove Zamky) und andere halten. Die Sonntagsruheverordnung in der Tschechoslowakei. Wir legen Wert darauf, festzustellen, daß die ten* denziösgefärbte, offenbar aus den Kreisen der ״Jüdischen Partei“ stammende ITA*Notiz mit der Ueberschrift ״Keine Revision der Sonntagsruheverord* nung in der Tschechoslowakei“ in der vorigen Nummer unseres Blattes ' in Abwesenheit und ohne Kenntnis unseres Redakteurs für die Tschechoslowakei, Herrn J. J. Braun* veröffentlicht• wurde. Das aus dieser Notiz hervorgehende Eingeständnis der ״Jüdischen Parteii“ oder die damit beabsichtigte Voranzeige über den Miß* erfolg ihrer neuerlichen Bestrebungen zur Erlangung von Ausnahmsbestimmungen für die sabbathaltenderi Juden sind am allerwenigsten geeignet, die Aufmerksamkeit der jüdischen Oeffentlichkeit von der in unserer Zeitung wiederholt mit der größten Unzweideutigkeit festgestellten Tatsache׳ abzulenken, daß die Verantwortung für die Ein* führung der vollständigen Sonntagsruhe in Bratislawa und die Gefahr ihrer Ausdehnung auf das ganze Land i n der Hauptsache die ״Jüdische Partei“ und ihre bekannten Helfershelfer trifft. Gemeindewahl in Beregsas. •' Sonntag, den 16. August, fand in Beregsas die Wahl der Gemeindeleitung statt, die an Stelle der bis* herigen zehn Regierungskommissäre der Gemeinde vor* steherV ־ soll. Die Wahlbeteiligung der Gemeindemitglieder war stark. Die Opposition und diejenigen, die infolge der Oberrabbinerwahl ihren Austritt aus den Gemeinden an* gemeldet haben, hielten sich auch von dieser Wahl fern. Zum Gemeindepräses ist der bisherige Regierungs* kommissär, Herr Fodor, mit fast allen!abgegebenen Stimmen gewählt worden. Eine Abordnung jüdischer Kaufleut^ beim Handelsminiat©r• Herr Handelsminister Dr. Matoussek empfing gelegentlich der Messeeröffnung, die unter Führung des Herrn Dr. Drechsler bei ihm erschienenen Bratislavaer Kaufleute, namentlich die Herren Isidor Engel, Philipp Benedikt, Armin Treuhaft, Simpn Neumann, Arpäd N<^1* seit 1879 dle l?^sten Fabrik: Wien, XV.* staglgasie 19 Jiel Msrlaiillferstr.14 ׳S) Tel. R-35-8-47 imd R.39-5-38 r1lial«1 Wl«n VU* BHrggaM• 17, Tel. B 3S.3.80 992509211977