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Jüdische Presse · 1931-08-07 · 31 (7.8.1931) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
31 (7.8.1931)
Date
1931-08-07
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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vofzTgTTSn tung und die Ehre des Judetttütns bemühte Schiehbsn in uttserent Volke sind, ton jener endemisehen JCrenkheit er» läßt, die Iftf Sabhat nur die lästigen Beschränkungen, im Sonntag dagegen das Ideal erblickt. Der Kampf um des sabbatliche Fußballspiel in Jerusalem bat diesen Gefühlen des Schnetts nach dem freieren und glänzenderen Genuß des Sabbat neue Nahrung gegeben. So rollt wohl im Sinne vieler mit sich ringender Juden, die gerne den alten Sabbat mit dein neuen Inhalt des Sonntags für unsere Jugend retten würden, Helene Hanna Thon in der ״Jüdischen Rundschau“ vom 24. Juli d. J. das Problem auf: Man arbeitet die ganze Woche über — am Sabbat wäre man frei zu Ausflügen in die Umgebung der Städte, bei denen man sich kräftigt und das Land kcnnenlernt; aber da man erst nach langer Wanderung durch staubige Stadtstraßen an irgendeinen freien Punkt gelangt, macht das Verbot der Benützung eines Gefährtes es Tausenden von Erwachsenen und Kindern unmöglich, jemals der Stadt zu entfliehen. * Der Sabbat ist auch der gegebene Tag für die Be* wohner von TeLAwiw und Haifa, ihre Lungen mit See* luft und,ihre Nerven mit Meeresruhe zu füllen; gerade für Menschen, die von der Wochenarbeit ermattet sind, wird es aber zu einer Unmöglichkeit, zu Fuß aus den entlegenen Stadtvierteln in der Sonnenglut an den Strand zu gelan* gen. Diejenigen aber, die dennoch den Weg zu Fuß an* treten, um bis zum Sonnenuntergang am Strande zu btei* ben, müssen sich mit Decken, Kinderwagen, Proviantkörben beladen — was an sich schon cjne so starke Uebertretung der religiösen Tradition ist, daß kaum ein Unterschied zwischen dieser Uebertretung und dem Besuch eines der י— längst geöffneten — Stranacafcs und der Bezahlung der Zeche< besteht. Noch weniger kann man es unter diesen Umständen als verboten betrachten, wenn man, einmal am Strand angelangt, die einzige Gelegenheit zu einem Seebad bei Tage benützt. Andere Leute wieder, besonders berufstätige Frauen, die nebenbei noch morgens und abends Hausfrauen* und Mutterpflichten zu erfüllen haben, erhalten nur am Sabbat die Möglichkeit, sich ihrer eigenen und ihrer Kin* der Körperpflege zu widmen, und übertreten sie hierin das Gesetz, so können sie es wohl ebensogut durch die Ver* richtung kleiner, die ganze Woche über aufgeschobener häuslicher Verrichtungen, die ihnen vielleicht weniger Mühe׳ machen als die von einem Klima, in dem die Spei* sen von einem Tag zum anderen verderben, erforderte Bereitung der Sabbatmahlzeiten. Diesen ernsten Fragen kann sicherlich auch auf streng gesetzestreuer Seife Beachtung nicht versagt wer* den. Diese Beachtung kann aber kaum mit dem überein* stimmen, was in demselben Blatte unter dem 31. Juli ein sich gesetzestreu nennender Nichtzioni&t als Antwort auf den Thonschen Aufsatz ausführt. Dieser Anonymus stellt sich grundsätzlich ebenfalls auf den Standpunkt, daß, der Sabbat abzuändern und ausgerechnet die orthodoxen Rab* biner berufen wären, ihm eine der heutigen Zeit entspre* chende Form zu geben. Er meint: Es bedarf nicht vieler Worte, um zu sagen, daß sie die Berufenen sind, über die Vorschriften traditioneller Art zu wachen, führend darin zu sein, das traditionelle Religionsgut zu wahren, dem sie sich ja durch theoreti* sehe und praktische Uebung, durch Ergebenheit und An* erkennung bis ins Letzte verbunden wissen. Was sie aber in ihrer weit überwiegenden Mehrheit in der religiösen Notzeit der Gegenwart vermissen lassen, das ist der Blick in die Weite, das ist die Fragestellung für das jüdische Volk und seine Zukunft als Ganzes: ״Thoral Was soll aus ihr werden?!“ Gerade einem, der ihre Bedeutung voll und ganz erkennt, der sich ihnen unterwirft, kommt es immer ,stärker zum Bewußtsein: Unsere Zeit, in der die Religion so verlassen ist, hat die Führer, die sie verdient! Da nicht ein einzelner Rabbiner, wichtige Entschlüsse fassen darf, da es eines Sanhedrin bedarf, um dem Re* ligiösen , aufzuhelfen, hat es schon lange eines festen, aktionsfähigen und — in der Hauptsache: mutigen Zu* sammenschlusses der anerkanntesten Thoraführer bedurft! Wo ist er? Soll der Rabbinische Rat der Agudah das be* deuten? Hat der Misrachi ein Gremium dieser Art aufge־ stellt? Haben beide etwa zum Heile der Thora den Weg zueinander gefunden? Haben sie auch nur gemeinsam die Frage gestellt: Was soll aus der Thora werden?! Wo ist der ״Waad Arba Haarazoth“, von dem uns die Ge* schichte so Gutes berichtet, in der Gegenwart? Ist es nicht vielmehr so, daß die meisten Rabbiner an ihren eigenen Wirkungskreis denken, in Erez Israel ebenso wie ander* wärts, und das Heil des Ganzen aus dem Auge verlieren?! Und es finden sich sogar welche, die einfach erklären: Wenn nur meine Gemeinde, ja, wenn nur meine Familie der Thora treu bleibt, bin ich’s zufrieden! Anderes ist nicht meine Aufgabe. Verantwortung wie ״religiöse Re* generätion“ kann ich nicht übernehmen. So sonnt man sich denn’ im Bewußtsein religiöser Pflichterfüllung und läßt Zukunft Zukunft sein. Gerade die Tatsache, daß nur traditionelhreligiöse Führer der Thora das Wort reden dürfen, legt ihnen die Pflicht des Handelns auf. Rabbiner Kuk hat einen flam* menden Protest gegen die zweifellos rücksichtslosen Makkabianer losgelassen, die frommen Juden der heiligen 5 5 einzige lüdlsche für Weißnähen und Kleidermachen mit 8ffentil«hkelt*re©ht Wien, II., Halsgeise?» Pr. Krüger-Helm StaatsgUtlge Zeugnisse GehUUnnenrecht Samstag geschlossen Stadt entschieden sich iftt Eifer des Gefechtes dafür» am heiligen Fasttage da« Nifhtjuden ei« sehmaehvölles Schau* spiel jüdischer Ztvietfacht m gehe« und nicht data« m denken, daß diese *Tatsache doch wohl schweref wiegt als die eventuelle Unterbindung des Makkahi*Kampfes. Aber da liegt jraie Kernfragi: Hat ntaft dehn ftälächiäclt diese frage in Angriff genommen? Hat man denn Tragweite und Bedeutung des Fußhallspiefens am Sabbat nach dem »»Din*‘ fesjfgetegt? Freilich; das Gefühl empört sich da* gegen, daß man die althergebrachte Sabbätruhe in der heiligen Stadt auf gegeben sehensolh Aeußerlich wenigstens Söll die Sabbatruhe allenthalben herrschen. Aber die Thora ist der Führer jüdischer Religion und nicht däs Ge* fühl{ ״Nachteil und Vorteil einer MiaiWoh“ äufs genaueste abzuwägen nach dem Dili, das ist, nichts anderes ist eifit* scheidend. Es unterliegt für. mich keinem Zweifel: Wenn das Führertum mutig erklärt, wir wollen alle Fragen klären im Sinne des Satzes: ״Die Kraft zu erlauben ist größer“, und dennoch in voller Ehrerbietung jüdischer Tradition, Wenn das Fühtertum gleichzeitig jeder Ent* ladung religiöser Gefühle, der so oft unlautere Motive beigemischt sind, den Rjegel vorschiebt, dann gibt es Wege, die Tradition zu fe&tigett^und gleichzeitig gewissen« losen Gegnern erfolgreich* entgö|er1zutreten. Dann kommt man in allem anderen weiter; was Helene Hanna Thon angeregt hat» ein Sanhedfi«, tut not! Unseres Erachtens könnten orthodoxe Rabbiner freilich höchstens in Palästina da und dort durch einen feruw aus einem Reschuss harabbim einen Reschuss hajochid machen und damit manchem einen etwas er* weiterten Genuß des von G*tt gegebenen Tages in G*ttes freier Natur ermöglichen*; Was aber über eine solche kleine Sozialisierung mit umgekehrtem Vorzeichen hinaus« geht, könnte auch ein Synhedrion, das aus wirklich orthodoxen Rabbinern besteht, nicht vornehmen, außer wenn es aus ״ämfctikaniscHen“ orthodoxen Rabbinern zu* sammengesetzt wäre, wie es diejenigen sind, die am 17. Juli dieses Jahres in Long Branch (New Jersey) tagten. Auf dieser Tagung ״orthodoxer“ Rabbiner, oder vielleicht besser gesagt, der Rabbiner der zweiten Generation eingewan* derter orthodoxer Juden, richtete der Präsident der United Synagogue of America Lpuis J. Moss, Brooklyn, an die Versammlung den Appell,ז eine neue Interpreta* tion des traditio ne 11 e n Judentums vorzu* nehmen. Er wies darauf hin, daß es gewisse durch• alt* hergebrachte Uebung geheiligte Gebräuche und Vorschrif* ten gebe, die indessen nicht in den religiösen Grund* lehren des Judentums wurzeln. Man dürfe es nicht ab* lehnen, solche Gebräuche im Lichte der heutigen Erfahrung und Erkenntnis zu überprüfen, um ihre gegenwärtige Be* deutung festzulegen. Es besteht kein Grund, an über* lebten Traditionen in dem'Glauben festzuhalten, daß das, was für gestern gut war, auch für morgen gut sein werde. An die Debatte schloß sich eine Aussprache über Fra* gen der Liturgie und des Rituals. Rabbi Milton Steinberg, Indianapolis, erklärte das';Konservative jüdische Ritual als unzureichend'für die gegenwärtigen Bedürfnisse, da es die jüdischen Ideale der ,sozialen Gerechtigkeit und des Friedens und die zionistischen Aspirationen nicht zum Ausdruck bringe. Diesen Anschauungen trat Rabbi Simon Greenberg, Philadelphia, entgegen. Er erklärte, diese im Ritual nicht formulierten Ideale seien in der in englischer Sprache zu haltenden Predigt zu berücksichtigen, das traditionelle Gebetbuch aber solle unverändert bleiben. Nun, für uns kant^ eine neue Interpretation des traditionellen Judentums nur in der Richtung liegen, daß mit den Mitteln neuer Erkenntnisse immer wieder an seiner Stützung und seiner Verteidigung nach allen Seiten gearbeitet werde. Und gerade, was das vielleicht entschei* dendste Moment im Judentum, den Sabbat, betrifft, kann nicht gar ein Gut geopfert werden, dem das Juden* tum seihe bisherige Erhaltung in allen Stürmen verdankte: וזו שנח של יום חשביעי■ — das ist ja gerade der stolzeste , Ruhmestitel des Sabbats, ,daß er kein Sonntag, daß er kein bloßer Ruhe* oder Feiertag, sondern ein מנוחה וקד׳ DT ein Tag der Ruhe und der Heiligung ist. Es wäre leichtsinniger Selbstmord, wenn das Judentum von diesem seinem stärksten und ewigen Aktivum auch nur ein un* scheinbares Teilchen vergänglichen Modecrschei* nungen zuliebe opfern wijrde, da nach einem bekannten Bonmot ושמרו כני ישראל אח חשבת nicht nur heißt, daß die Juden den Sabbat hüten sollen, sondern auch, daß der Sabbat seinerseits wieder das Judentum hütet. Nicht Verweltlichung des Sabbats kann also die Lösung sein, sondern nur Versabbatlichung der Welt, und es würde unserer dem Schnelligkeitsfäumel und Rekordwahnsinn verfallenen Generation auch wahrlich nicht schaden, wenn sie sich an einem Tage der Woche im gemächlichen Sabbatschritt zu Bewußtsein führte, daß der Raum, den der Mensch wirklich braucht, nicht größer ist als die vier Ellen, die ihm die Halacha zumißt, und daß alle Ver* stoße gegen das Sabbatprinzip reichlich gebüßt werden müssen, wenn man auch langsam nicht mehr gehen kann, denn אז תרצה: הארץ אח שבתותיה! m. יי י I dl#b«*tert ifllgaite 1# ■47 Ulld R-39.5*38 Mi« ■ 33.3.(17 Besuch Im Beth-Jakob-Helm am Zobor Üeber die günstigen Resultate des Ferienheims in Zobof enthalten wir unausgesetzt zahlreiche Zuschriften und Reiseberichte, von denen wir heute die folgenden veröffentlichen: 1. Unser Besuch am Zobor. Die Agü das J i s r o e 1 - F r a tt e n* und Mäd* chengruppe in Bratislava, die an der Errichtung und Ausgestaltung des Ferienheims auf dem Zobör tätigen Anteil nahm, entsandte vor einigen Taget! eine aus aen Damen Frau Rabbiner H i r s c h 1 e r, Frau ,^lexattder Lieberma'nn, Fräulein Rozsi Kohlmann, Fräulein Milka Blau, Fräulein Ella Schreiber und Fräulein Anny Löb bestehenden Delegation zur Besichtigung des Heims nach Zobor. Wie fanden die Anstalt gerade an einem Tage an, da der erste Abschnitt des Ferienkurses beendet wurde und eine Anzahl von Mädchen ihre Heim* reise anzutreten im Begriffe war. Es war eine innerlich erhebende Freude, zu sehen, mit welch seelischer Be* friedigung die jungen Damen die angenehmen Tage, die sie auf dem Zobor verbrachten, abschlossen. Zum Ab־־ schied wurde eine kleine intime Feier veranstaltet, an der wir, die Gäste von auswärts, gerne teilnahmen. Mit uns waren ähnliche Delegationen auch aus anderen Gemeinden, wie Nov6 Zamky, Surany usw., anwesend, also eine kleine Festgemeinde von Damen, denen die Aufwärts־־ bewegung der religiösen Töchtererziehung längst innige Herzenssache geworden war. WaS wir und alle Damen dort sahen, wahrnahmen und empfanden, ist in der ״Jüdi* sehen Presse" der letzten Wochen von anderen wiederholt geschildert worden. Und das kam auch in den An* sprächen zum Ausdruck, die im Rahmen dieser Feier gehalten wurden. Fräulein Bachrach, die Assistentin der Leiterin, legte in einer Rede die religiösen und erziehe* rischen Grundsätze dar, die in der. Anstalt als Rieht־ linie befolgt werden. Fräulein Lisi Löw*Beer aus Topolcany und Fräulein Sari Frey aus Bratislava sprachen den Leiterinnen den Dank aus für das, was sie ah geistigem und seelischem Besitz aus dem Ferienkurse mit nach Hause nehmen. Die Anstaltsleiterin Fräulein L a n d s b e r g quittierte in ihrer unvergleichlichen Art diesen Dank mit einer Rede von unvergleichlichem geistigen Niveau. Wir fanden wegen der drängenden Abreisezeit nicht die Gelegenheit, um den Leiterinnen zu sägen, was uns aus dem Herzen emporquoll. Wir hätten sonst sicher nicht verfehlt, zum Ausdruck zu bringen, welches Interesse wir und ganz ohne Zweifel mit uns die gesamte orthodox*jiidische Frauenwelt unseres Landes ah der gedeihlichenEntwicklung des Ferienkurses nehmen. Eine Gewähr dafür erblicken wir in der Person der Leiterin und dem tiefen Verständnis, das sie den speziellen Bedürfnissen' unserer Töchter entgegehbringh' Wo Fräü*" lein Landsberg wirkt, genügt ihre Person allein, um erzieherische Wunder zu vollbringen. Wir waren ja gefaßt darauf, dort Schönes zu erleben, allein das Gehörte und Geschaute übertraf alle Erwartungen; Frisch und munter, gestärkt und gefestigt in Ahawas jisroel gepaart mit viel* sagendem jüdischen Wissen, das alles ist eine Basis für unsere Jugend, die zur Hoffnung berechtigt, daß dem An־: fang eine rege zielbewußte Arbeit folgen wird. Wenn auch unsere Mädchen in der kurzen Zeit eines Ferien־ kurses ein umfassendes Wissen noch nicht erreichen konnten, so haben sie das jedenfalls erreicht, daß sie nunmehr es schmerzhaft empfinden, wie mangelhaft gerade ihr jüdisches Wissen ist und wie wenig sie gerade von unserer erhabenen Vergangenheit wissen; um so stärker wird ihr Bestreben nach Ergänzung des Fehlen* den und seelischer Vervollkommung nunmehr sein. Allen Mitwirkenden gebührt Dank dafür. Denn sie haben dazu beigetragen, daß dieses schöne Werk, unserer weibliehen Jugend des Geist der Thora und der Emünoh näherzubringen, mit G. H. zu unserer Freude gelungen ist. Des Allmächtigen Segen walte auch weiter über unserer Aguda und ihren Leiterinnen! H. L. 2, Neue Erkenntnisse am Zobor. Löbliche Redaktion! Gestatten Sie einem Leser Ihrer geschätzten Wochenschrift, sich über das derzeit aktuelle Thema ״Erziehung der jüdischen Mädchen“ kurz־ gefaßt zu äußern. Bei der Beurteilung der zweckdienlichen Mädchen* erziehung fallen entgegengesetzte Aeßerungen, es wird pro und contra argumentiert. Es wird kritisiert und ge־ tadelt aus dem Grunde, weil bis heute auf diesem Gebiete keine praktischen Resultate gezeitigt wurden. Wer aber gleich mir Gelegenheit hat, in den Gang, das System des zu dieser Zeit am Zobor (Nitra) arrangierten Beth* JakobsMädchenkurses einen Blick zu werfen, ja noch mehr, wer sich der moralischen Wirkung bewußt ist, die sich zufolge dieser absolut jüdischen Erziehung schon heute in den Elternhäusern erkennbar macht, der. kann diese ethische Bewegung im religiösen Judentum nicht unbeachtet lassen und muß sie als unanfechtbar erkennen. Ich habe die Impression gewonnen, daß die Gesin* n.ung dieser Zöglinge — und da doch auch meine Tochter zu diesen zählt, spreche ich aus eigener Erfahrung —׳ zu ihren Gunsten ganz umgestaltet wird. Denn dort, wo von früh morgens bis spät abends Thora und Jirah streng ge* pflegt wird, wo nichts verschmäht wird, etwa darum, weil es zu unbedeutend wäre, eine solche Stättq bietet volle Garantie dafür, daß unsere Mädchen bestmöglichst ge־ borgen sind. Ich spreche nicht von der 2. Gruppe, wo die ' zukünftigen Beth־Jäkob*L e h r e r i n n e n, die tatkräftigen Pioniere der altjüdischen Tradition, herangezogen werden, Allein auch die Anfängerinnen machen anerkennenswerte Fortschritte. Am Zobor wird aus eigenem Antriebe mit Ideaüstpus gearbeitet; anstatt großer Worte werden dort wirkliche Taten zustande gebracht. Die dortigen grau* diosen Leistungen werden nicht zur Schau getragen. Die verehrungswürdige Leiterin des Kurses, Fräulein Eva Spendet für den 692552441997

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