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Jüdische Presse · 1931-07-31 · 30 (31.7.1931) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
30 (31.7.1931)
Date
1931-07-31
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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iähh .־ יי v MteU JÜDISCHE PRESSE N*. Sö Lehrefinnen gezeigt, was sie an Chumisch, Nach, Dikduk, Dinim und jüdischer Geschichte gelernt haben. Erstaun# tes Raunen ging durch die Reihen der fremden Gäste, die so etwas aus Frauenmunde noch nicht gehört hatten. Die Schöpfer der Wiener Anstalt, ihre hochbegabte Leiterin Fräulein Landsberg, die Kandidatinnen und nicht zuletzt die Beth#Jacob־־Idee selbst haben am 13 Aw in Weinberg am Sobor einen Ehrentag gefeiert, der in dem bisher schon nicht unrühmlichen Ehrenbuche von Beth Jacob mit goldenen Lettern eingezeichnet zu werden verdient. Im Anschluß an die Prüfungen fand eine eingehende Aus# spräche der anwesenden Schulmänner über die Ergebnisse statt. Hoffentlich wird es. die Leitung nicht unterlassen, diese Konferenz in einem Protokoll festzuhalten. Beim Abendessen bewies Fräulein Landsberg, daß sie nicht nur eine hochqualifizierte Lehrerin, sondern auch eine umsich# tige Hausfrau ist. Herr Schachnowitz verstand es in meisterhaften Worten den mächtigen Eindruck, den alle ־Teilnehmer vom Sommerheim des Beth Jakob empfangen hatten, zu verdolmetschen. Die Nitraer Jugendgruppe, in deren Namen Herr Hein# rieh Weiß die Gäste begrüßt hatte, geleitete die Reise# gesellschaft zur Bahn, von wo die Reise nach Poprad, Hunsdorf usw. fortgesetzt wird. Die außerordentlich umsichtige, tüchtige und ener# gische Reiseleitung des Herrn David Türkl bürgt daftir^ daß auch der weitere Verlauf der Fahrt dem vielverheißen# den Beginn entsprechen wird. Vom Tage. Der Agudaführer Eli Mazur Präsident der Warschauer jüdischen Gemeinde Warschau, 22. Juli. (J. T. A.) •Unter dem Vorsitz des Misrachi־־Führers Heschel Farbstein, bisherigen Präsi# Identen; der ^Warschauer,,Jüdischen 1(Gemeinde und jetzigen Mitglieds der Exekutive der .Tewish Agency', fand eine 'Sitzung des rieugewählten Vorstandes der Warschauer Jüdischen Gemeinde statt, in der die Wahl des Präsi# diums der Gemeinde vdrgenommen wurde. Bei den letzten ' Wahlen zur Repräsentantenversammlung der Warschauer ',Jüdischen Gemeinde haben bekanntlich die Agudisten so starke Fortschritte erzielt, daß es ihnen möglich wurde, ■mit einigen kleineren Gruppen einen Mehrheitsblock zu bilden und den maßgebenden Einfluß auf die Gemeinde;zu gewinnen. Mit Hilfe der verbündeten Gruppen verfügt ׳die Aguda auch in •dem engeren Vorstand der Gemeinde über eine Mehrheit, die auch schon bei der Wahl des •־Präsidiums, ׳der Gemeinde in Aktion trat. Zum Präsidenten der Warschauer Jüdischen Ge#;meinde wurde mit acht gegen sieben Stimmen der be# kannte A g u d a # F ü h r er -Herr Eli Mazur gewählt. Den Ausschlag gab die Stimme des Vorstandsmitgliedes .,Stanislaw Rosenberg, eines früheren Zionisten, der jetzt der Aguda beigetreten ist. Die sieben zionistischen und misrachistischen Vorstandsmitglieder (nationaldemokrati# •scher Block) stimmten für den bisherigen Präsidenten Heschel Farbstein, der in der Minderheit blieb. , Zum Vizepräsidenten der Gemeinde wurde der Agudist Moses Lerner mit der gleichen Stimmenzahl ge# gnnmtminiiiimimummniiiiimniihittnmnintninnnmnmnmninnmnnmtiinmiinimnniinümnunüuüm^ ן 1 Lebensversicherungs-Gesellschaft | Lebensversicherungs-Gesellschaft Gegründet 1882 Gegründet 1882 I Venitheraagsbestand Ende Jani 1930 2450 Millionen Sdillling § ן Garantiemiltel Ende 1929 . . . . 300 Millionen Sdiilling ן 1 Prämiennel Zlnseneinnahmen 1 ן im Jahre 1920 . . . ■, . . 1257־ Millionen Sdrillg ן | Tätigkeitsfeld der Gesellschaft: § 1 Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische J 1 Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, ■m s Italien, Ungarn, Polen,Jugosläwien,Bulgarien,Griechenjg 1 land, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten g illlllll₪ll!lll₪!!lllllllll!lllllllll!llllllllllllll!l!l₪ wählt, nachdem der zum Vizepräsidenten vorgeschlagene Zionist Herr Moses Feldstein, erklärt hatte, daß er eine Verantwortung für die Tätigkeit der jetzigen Mehrheit nicht übernehmen könne.!u Herr Eli Mazur dankte für die Wahl und erklärte, er werde das Amt eines Präsidenten der größten jüdischen Gemeinde Europas (die Gemeinde Warschau zählt heute über 350.000 Mitglieder) mit Stolz und Verantwortungs# bewußtsein ausüben und auf das Wohl der gesamten Ge# meinde ohne Ansehung der Partei bedacht sein. Zum Präsidenten der; Repräsentantenversammlung der Warschauer Jüdischen Gemeinde wurde der Führer der polnischen Aguda, Herr Jacob Trockenheim, gewählt. Was die Rabbiner auf der Agency- Tagung sagten Wir bringen nachstehend die Aeußerungen einiger auf der.: Agency#Tagung anwesender Rabbiner zum Abdruck, so wie sie in der J. T. A. veröffentlicht wurden. Sie sprechen für sich. Kommentar überflüssig. Die Red. Rabbiner Dr. Unna führt aus, daß der wichtigste Grund der Enttäuschung über die Agency darin liege, ■ daß-! sie *in zionistischen, Kreisen, ,als .finanzielles, ,Instrument aufgefaßt wurde, während sie dazu dienen sollte, Weiteste Kreise des jüdischen Volkes zu gewinnen. Dann müsse aber zur nationalen auch die religiöse Idee hinzutreten. Der Zionismus erstrebe Verweltlichung, während die Grundlage des jüdischen ,Volkes die Thora ist. Rabbi Dr, Young (Amerika) führt aus, er habe sich gegen den Rat der Aguda der Agency angeschlossen, und schlägt eine Kommission vor,, die eine Formel für die Zu# sammenarbeit mit der Aguda finden soll. Der Vorsitzende Dr.. Adler beantragt, diesen׳ Vorschlag der Kommission zu übergeben. Rabbi ,Schulmann (Amerika) führt aus, daß bis zum Entstehen des politischen Zionismus Gott im Mittelpunkt des jüdischen Denkens stand, während jetzt das .Gegen־־ teil der Fall sei. Dies könne eine religiöse Partei nicht zu# i geben. Zuerst komme Gott lind dann das Volk Israel, das j größer ist als Palästina, vor Palästina da war und nach Palästina da sein wird. In der tragischen Situation des jüdischen Stammes dürfe man die Aufmerksamkeit nicht nur auf Palästina konzentrieren. Wo ein Jude lebt und leidet, schlägt unser Herz. Rabbi Meier (Berlin) 1 erklärt, es sei an der Zeit, sich picht auf abstrakte Diskussionen zu, beschränken, Bollinger-Eiskasten sind seit 1696 die besten Fabrik:Wien, XV., Staglgasse 10 fiel Mafiähilletttf. 148) Tel. R-35-8-47 und R-38-5-38 miai« wim vh, eurss•••• n, Tai. e aa«a*ao sondef n die Möglichkeit für praktische ־ Arbeit in Palä# stina auszunützen,' die geleistet werden muß, unabhängig davon, ob die Aguda außerhalb oder innerhalb der Agency ist. Das Leben im Lande müsse religiös und jüdisch ge# macht werden. Der nichtfeligiöse Jude in Erez#Israel ist mir lieber als der religiöse Jude ih New York. Es hieß einmal, Religion ist Privatsache. Wir stehen auf dem!Standpunkt, nichtreligiös sein ist Privätsache. Ich sdhlage daher zur Ergänzung des Vorschlages Young vor, eine Kommission einzusetzen, die beraten soll, wie wir Erez# Israel auf Grundlage der Religion aufbauenj positiv national und positiv religiös. Die neue zionistische Exekutive Im lichte der Berliner ״Jüdischen Rundschau“. Die neue Exekutive hat bisher kein klares politi# sches Profil. In ihr sitzen die Delegierten der Arbeiter, die auf diesem Kongreß — bis auf einige kleine Entglei# sungen — eine gemäßigte und praktikable Politik befür# wortet haben und sich wohl auch der Schwere des ara# hisch*jüdischen Problems, seiner Bedeutung als Schlüssel der ganzen Palästina#Frage, bewußt sind. Aber dieselbe Exekutive umfaßt auch Emanuel Newman, den man als Repräsentanten der politisch intransigenten Gruppe um Stephen Wise betrachtet, und Farbstein, der für die Juden# staats־Resolution der Revisionisten gestimmt hat und dessen ״politische“ Reden seit zehn Jahren genugsam be# kannt sind. Auch seine Rede auf diesem Kongreß war kein besonderer Befähigungsnachweis für das Amt der obersten Leitung, und daß der Misrachi, trotz der in seinen eigenen Reihen bestehenden scharfen Opposition gegen Farbstein, gerade diesen Mann präsentiert hat, wäre unter anderen Umständen fraglos als Provokation empfunden worden. Vorbereitendes Komitee für einen Weltkongress Die Idee eines jüdischen Weltkongresses lebt von Zeit zu Zeit immer wieder auf. So oft die zionistischen Führer einsehen, daß der Zionistenkongreß nicht einmal mit Zuhilfe# nähme ■der Jewish Agency imstande ist, die großen jüdischen Massen zu sammeln, da grei# fen sie auf die Idee eines jüdischen Welt# köngresses zurück. Wir bringen die dies# bezügliche Nachricht und empfehlen sie der Aufmerksamkeit der orthodoxen Führer.!! j׳i!r!f>tל;!.׳■,״ •.■.•־..-!ז! .;!׳!נ.! ׳;־-׳■׳;-׳; 'Die׳ Red. Die auf Initiative des Amerikanisch#Jüdischen Kon# gresses in Sachen der Einberufung eines jüdischen Welt# köngresses tagende Beratung hat bei der Fortsetzung ihrer Beratung in Basel nach Reden von R.#A. Sliosberg# Paris, Abgeordneten Rabbiner Nurok#Riga, Oberrabbiner Rubinstein־־Wilna, Staatsrat Teitel־Berlin u. a, m. grund# sätzlich die Notwendigkeit der Einberufung eines jüdi# sehen Weltkongresses anerkannt und folgendes beschlös# sen: 1. Die Wahl der Kommission für den alljüdischen Weltkongreß vorzunehmen und diese Idee unter den Juden der ganzen Welt zu propagieren. 2. Fühlungnahme mit den Vertretern der wichtigsten, jüdischen Organisa# tionen der Welt, um dieselben über die programmatischen Punkte der geplanten Konferenz aufzuklären. 3. Vor# bereitung einer Vorkonferenz für den Sommer 1932, an der offiziell Vertreter der jüdischen. Institutionen und Körperschaften aus Palästina, Europa, Amerika, Afrika usw. sich beteiligen sollen, deren Aufgabe es sein soll, die Postulate für die Zusammensetzung des all jüdischen Welt# köngresses vorzubereiten und zu beschließen. 4. Ein provi# sorisches Komitee ,von Vertretern verschiedener Länder zu wählen, das sich mit der Organisation des Kongresses sowie mit der Propaganda zu befassen hat. Mehr als alle schönen Worte •! sprechen die Beweise; die wir Ihnen hier vorlegen, für unser seit Jahren bekanntes Blut- und Nerven-Regeneratlonsmlttel ״Fregalin“. Viele Tausende, die unser ״Fregalin״ bereits genommen haben, sind nicht enttäuscht worden. Außerordentlich bewährt sich ״Fregalin״ bei Nervosität, allgemeiner Schwäche, Mattigkeit,' Schwindelanfällen und rheumatischen Leiden. Fragen Sie Ihren Arzt. Um den schweren Kampf ums Dasein führen zu können, braucht man starke Nerven und gesundes Blut, no״ Lesen Sie bitte recht genau, was die hier Abgebildeten von selbst über die Wirkung des ״Fregalin“ schreiben und Sie werden sich danach ein Urteil bilden. 90־ In unserem Archiv sind viele tausend derartige Dankschreiben aus dem In- und Auslande, die unaufgefordert eingegangen sind und die Sie jederzeit in unserem Büro einsehen können. Alle Danksagungen sind notariell beglaubigt. ״Fregalin“ ist in allen Apotheken zu haben. — Wir verweisen ganz besonders auf ״Dr. med. H. Schutzes Gesundheitstee zur Entfettung“ und ״Fregalln-Hustenpastillen“ gegen Heiserkeit und Erkrankung der Atmungsorgane. Die Herstellung erfolgt unter wissenschaftlicher Ueberwachung. Auf Wunsch senden wir Ihnen umsonst und ohne Verbindlichkeit 1 ^tobepaeftuug ״$regalitt" dazu das Goldene Buch des Lebens. Schreiben Sie bald, bevor die Proben ver# griffen sind, an: Dr. med. H. Schulze <3. m. b. H. Berlin־Charlottenburg 2/4311♦ Gegen Rücksendung dieses Scheines als Drucksache (Auslandsporto). Ich ersuche um eine Probe ״Fregalin“ Blut# und Nerven#Regenerations# mittel nebst dem Goldenen Buch des Lebens; oder. Dr. me>d, H. Schulzes Gesundheits# tee zur Entfettung; oder: ״Fregalin־Hustenpastillen“ umsonst und ohne jede Verbindlichkeit, (Nichtgewünschtes bitte zu durchstreiehen.) Name: Stand: Ort; ' Straße; 4311 Fürstenhäusern Post Völk- Jingen, Saargebiet, Fürsten- Straße 7 ’ den 5. 10,30. Meine Frau litt an einem vollständigen Nervenzusammenbruch, sadaß ich mir keinen Rat mehr* wußte. Da las ich zufällig von Ihrem Fregaliri und ließ es mir schicken, Ich ,war sehr erstaunt, denn es wurde immer besser mit ihr und nachGebrauch von acht Schachteln fühlte sie sich wie neu geboren. Sie hat auch eine Gewichtszunahme von 20 P|«nd zu verzeichnen, Karl Slegenthuler. Oöhlen, Guben Land, N. L., den 28. 9, 30. f Fregalin wirkt wunderbar. Ich kann mit dankbarer Freude mitteilen, daß mir ihr Fregalin außerordentlich gut geholfen hat. Ich hatte seit längerer Zeit heftige Magenschmerzen, Nach Gebrauch derFregalin-Tablette.n sind die Schmerzen ganz verschwanden und ich habe wieder Appetltv Minna Rose. Domnau, Bergstr.?0 (Ostpr.) den 8. IX. 30. Zu meiner großen Freude kann ich Ihnen mitteilen, daß bei meinein Alter von 78 Jahren die Fregalin-Tabletten Wunder gewirkt haben. Ich fühle mich" ganz gesund und werde Ihre Tabletten weiter empfehlen. Gottfried Bartsch, Kleinrentner. Wemmetsweiler, Saargebiet, Friedrichstr. 17 den 6, 10. 30. Nach Gebrauch von drei Schachteln Fregalin bin ich von starkem Herzklopfen und Sehwindelanfäilen völlig befreit, ich kann Ihnen nur Dank sagen und werde Fregalin überall empfehlen. Auch als Turner kann ich Ihre Tabletten nur schätzen undbestens empfehlen, Johann Öliges. Nußbaum bei Bretten in Baden den 5,10,30. ich kann Ihnen mitteilen, daß ich durch Fregalin von meinem Händezittern und den Rückenschmerzen befreit bin. Herzl, Dank dafür, ich werde Fregalin jedem empfehlen. Frau Ilse Bischof,

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