Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 27 (10.7.1931)
- Date
- 1931-07-10
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2? JÜDiSCHtPftl '.'S, i\ & $* ätt# sfelktt utid als Küftüs־ •£&&& 1® Pmmi des Bftitoßtlöses aus -dem Verkaufe der Beisitze an die Häuptkössä der israel. Kultus^emeiUde Wie® äfefühtei* '•"•; '/־.•' ״׳ . ׳ ׳ ' ■;'' 13. UriMitfelbat nach den hohen Feiertagen ist an den Vorstand der israelitischen Kultusgefft'eifide Wien ein Verzeichnis der beim AüMifen zur!,hofa erfolgten Speit* den mit Namen und Adresse des Spenders sowie genauer Bezeichnung des Zweckes einzusenden. 14. Zur Sicherstellung der Einhaltung dieser Ver* pflichtung, sowie aller für die Erteilung der Bewilligung zur Errichtung eines temporären Bethauses gestellten Bedin* oungen ist eine Kaution zu erlegen, welche bei Nichtem* haitung auch nur׳ einer dieser Verpflichtungen für wohl« tätige Zwecke der Kultusgemeinde verfällt. Die zu leistende Kaution, welche in Bargeld zu erlegen ist, wird mit S 20.— bis S 200.— bemessen. * 15. per Text einer etwa beabsichtigten Annoncierung oder Plakatierung ist dem Gesuche zur Genehmigung an« zuschließen. Eine Ankündigung, welche der Würde einer Betveranstaltung widerspricht, ist. unstatthaft und hat zur Folge, daß die erteilte Bewilligung rückgängig gemacht Wird. Es ist Pflicht einer jeden Partei, für eine ent« sprechende Polizeiaufsicht auf eigene Kosten zu sorgen. Als ״Hausandachten“ werden nur jene gottesdienst« 'liehen Uebungen anerkannt, welche ohne jegliches Entgelt rjund lediglich Familienangehörigen zugänglich sind. / Wien, im Juli 1931. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Z. 4078 ex 1931. Konkursausschreibung- Im Spital der israelitischen Kultusgemeinde Wien, XVIII., Währinger Gürtel 97, gelangt an. der II. me di« : z i n i s c h e ri und an der chirurgischen Abtei« Jung je eine Seku n d ar ar z t s t e 11 e mit 31. August 1931 zur Besetzung. Zur Anstellung sind erforderlich: die österreichische!:Staatsbürgerschaft, lediger Stand, die ' Berechtigung zur .Ausübung der. Heilkunde in deiiösterreichischen Republik, •die körperliche Eignung (nachgewiesen durch ein von *einem Vorstande der medizinischen Abteilungen des eigenen ׳ Spitals ausgestelltes Zeugnis) und ein'Alter von .unter 35 Jahren. Mit der• Stelle ist nebst dem in, der Besoldungs« Ordnung für, die Abteilungsärzte des Spitals, der israel. Kultusgemeinde fixierten Barbezug die Benützung einer• möblierten Naturalwöhnung samt Beleuchtung, Beheizung und Bedienung:>.sowie: die^volle Verpflegung verbunden. ־ Für die letztere werden-die Eigenkosten von den Monats« Bezügen in Abzug gebracht: wobei der Abzug ein Viertel;; fder Bezüge nicht überschreitet. 1 Mit den .Persönäldokumenten;!(Gebufts&hein^.!IH'ei*, jnatschein,. Diplom,, :Nachweis. der ,Zugehörigkeit / zum .Judentum, Zeugnisse über die bisherige fachliche! Verwen«j ׳ düng) ״belegte^GesUchersind an .? den. Vorstand,.• der, israel. /Kultusgemeinde^Wüen'״I;,,׳Seitenstettenga'sse>.4, יל •י "P ל י י bis längstens 31. Juli 1931 mittags, zu überreichen. , . . Der Vorstand 'Wien, 7. Juli 1931. der israel. Kultüsgemeinde Wien. .Zahl 123! ex 1931.': ' V r; Kundmach ung., ,: Der Vorstand der Israelitischen Kültusgemeinde 'Wien hat Seine Ehrwürden;Herrn Dr.: Albert Weiner :in seiner, Eigenschaft als Rabbiner des Israelitischen ‘Tempel« und Schulvereines im 10.. Bezirke, Wien, X., Humboldtgasse 27, im Sinne des § 44 des Gemeinde« Statuts zum Gemeinderabbiner bestellt. Nachdem gegen diese Bestellung zufolge Erlasses *des Magistrats Wien als politischer Landesbehörde vom!23. Juni 1931,־ M;*Abt. 49/4393/31, eine Einwendung nicht!erhoben wurde, erfolgt hiemit gemäß §§ 36 und 46 des «Gemeihdestatüts die allgemeine Verlautbarung. W*i e n,26 ׳. Juni 1931. ",י׳• Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Israelitische Kültusgemeinde Wien Unter Aufsicht des ehrw. Rabbinates der israel. Kultusgemeinde (Rosch Beth Din Josef Babad) stehen der« .zeit bis auf V^iderruf : 1. Selchwarenfabrik Meier Brückner & Go., II., Im Werd 11.. . , . : 2.. Auswärtige Geflügelschechitäh Fellner, . Schön« ifeld & Steinberg, II,, Haidgasse 7. 3. Weinkellerei Nathan Spindel, Markus Bartfeld, II., Schrotzberggasse 1. 4. Restaurant Aron Barschak, II.,. Gr. Schjffgas.se 3. Für alle anderen Betriebe, die nicht die Aufschrift ‘tragen ״unter1 Aufsicht •des ehrwürdigen Rabbinates der Israel., Kültusgemeinde Wien“ übernimmt das Rabbinat — :auch wenn diese Betriebe eine Tafel mit der Bezeichnung ״koscher“ führen — keinerlei Verantwortung in ritueller Beziehung und es werden die Gemeindemitglieder auf diesen; Umstand besonders aufmerksam gemacht. ׳ Der Vorstand Wien, 7. Juli 1931. der israel. Kultusgemeinde Wien.; Predigt in der Gemeindesynagoge, XVIII.’, Schopen־ hauerstraße 39. Sam s,t,ag, den 11. Juli 1931 wird bei dem um H9 Uhr vormittags beginnenden Morgen*,;gottesdienste in der Gemeindesynagoge, XVIII,, Schopen«! hauerstraße!39, eine Predigt (Rabbiner Dr. D, Feucht*; tv a n g) ahgehalten werden, ‘ •י י;//?/577׳ l Eroffmiög des Bes Jäkob4?e1*iettlie1i11es am Sobor; Am 6. Juli würde das; fori der Wiener Lehranstalt zur Ausbildung orthodoxer Religiprislehrefiflneft unter Mit« Wirkung der Agudas JisroeLFrauen« und Mädchengruppen in der Slowakei auf dem herrlich: gelegenen Sofeor bei Nitre errichtete Ferienheim eröffnet., Öathit ist ein schöner und;nach verschiedener Richtung hip :nützlicher Gedanke ver* ‘ Wirklicht worden. Den zukünftigen orthodoxen Religions« . lehterinnen ist Gelegenheit geboten, auch die Erholungszeit der Ferien zur Erweiterung ihres?Wissens zu benützen, das Gelernte zu vertiefen und in der freien Natur zum Erleb« nis zu gestalten. Außerdem gesellen sich ihnen eine Anzahl anderer, 2um Teil auch jüngerer: Mädchen zu, die diese zwei Monate des Sommers׳ zur angenehmen Erholung ver« wenden rind dabei einige wenige Stunden 1m Tage, der Pflege bewußter, wissender Religiosität als Vorbereitung fürs Leben in Haus und Gemeinschaft widmen Wolfen. Fräulein Eva Landsberg, die zielsichere Leiterin der Lehranstalt und ihre gleichstrebenden Mitarbeiterinnen wissen die Bedeutung solcher zwei-Ferienmonate für die geistige und körperliche Entwicklung der ihnen anver« trauten Mädchen, in jeder Beziehung einzuschätzen. Sie trafen dementsprechend auch alle* Einrichtungen im Ferien« heim auf dem Söbor, um alle sich dort bietenden Möglich« keiten vorteilhaft zu verwerten, Schon am Eröffnungstage fanden sich dort 33 Mädchen ein; einige weitere werden noch erwartet. In einer gesunden; luftigen Villa inmitten eines von Weinbergen umgebenen, Licht und Schatten aus« reichend bietenden Gartens befinden sich Gesellschafts«. Speise« Und Schlafräume׳ und ebenso die Küche und die Wirtschaftseinrichtungen. Zwei;Nebengebäudesind zu Lehr« und weiteren SchlafraUthen eingerichtet. Lern«, Arbeits« und Erholungsstunden/ während des Tages sind so eingeteilt, daß Körper, Geist, und Gemüt gleichermaßen auf ihre Rechnung kommen. Unter den Mädchen herrscht• der Geist fröhlicher . Freundschaft und die Leiterinnen werden von ihnen nicht als gestrenge Lehrerinnen, sondern, als gernbefolgte Beraterinnen und.mitfühlende Führerinnen betrachtet. Schreiber dieser Zeilen hatte am Eröffnungs* tage Gelegenheit, das. Ferienheim, zu besichtigen und hat von ,dort den Eindruck mitgenommen, daß sich mit dieser . Institution neue Wegez .11. r S.fä r k u n g d es J u de n«; tu ms' im Herzen der heranwachsenden Frauengenera,tion eröffnen.'‘Eltern, die ihren Töch* tern während der Ferienzeit körperliche Erholung, geistige Aufrichtung, und seelischen Genuß zu bieten wünschen, werden gut tun, sich für das orthodoxe Mädchenferienheim auf־ dem Sobor zu interessieren. J. J. B. Festliche הכיח nSIOT. in Trnava. Aus ■T״P-n־a ya berichtet man uns: Am □*1n7P־p*^.'fäUd. im' Häüse des all« seits geschätzten Herrn Bela ,Fürst eine הכיח HPW statt. ' Zü 5diesemr'Ahiäß fanden sich alle»*rn1rv בני• und׳ die- Vornehmen, der Gemeinde: ein. Den '(•plapfzpunkt• der מצ1ה rn)PDf; im, rieüen'.Heim ,bildete/di.e..Ariwcaenheit .des ehrw. Herrn:•/ Oberrabbiners von Szombathely und״ unseres. Fl.er-fp^O.ber« rabbiners. Ersterer ließ es siel) .trotz der ׳‘;Btschwerden ■einer solchen Reise . nicht .nehmen/!*'׳seinen Kindern im. Rahmen, von!חורך ,,^T' im^ n'euen:.Heim seinen Segen zu- ־ erteijlen׳ ״.Auch *;Hern i ÖberrabbineP/ ׳ U!n »g-a r-׳'׳ ־ brachte•1 1k•; seiiterlRede^Wünsche ini•5 gleichen ' Sinn zuri! •AuSdrücK. '? Aus «der Reihe der Festeste' ,Sprach sehr eindrucksvolle דברי חורה.. Herr Samson., Klein, der auch, diese Gelegenheit 'nicht/ versäumte!, um' die Anwesenden; aufzu־. ' fordern, alle Anstrengungen' zu , machen,, damit unser Herr Oberrabbiner, der bewährte Meister auf'dem Gebiete der Jugenderziehung unserer Gemeinde erhalten bleibe.;Diese סעו ד ה שלישית• gestaltet! sich zu einer Wahren סעידת -מצוה' und endete in gehobener Stimmung erst in später Nachtstunde. . 1V ■ ■ Außerordentliche Generalversammlung der Agudavöttfag iß Duuajska Stteda. Man kann iftil• Beuht welche allenthälben das!Ziel tlef Aguda«Ortsgrüppett biIdc0j in unsCfCn bestehenden dhevros eine tatktäftige und lobenswette Äusfühfüng finden. Zwei Jescftrwöf wöh Rüf, zwei Jügendvefeine für Etwefbtätige mit gutbesuehten f täglichen Mussar«, Dinim«, SidM« und Talmudvofttägen —־! von den mehtfächen Schiufim der Äelteten ganz afege* sehen — sorgen für die Erhaltung und Entwicklung jüdi« schens Wissens und jüdischreligiöser Geistesbildung, Bloß ein Mädchenverein wirkt mit offiziellem Agudatitel. Aber sonst trägt das jüdische Vereinsieben völlig lokalen Charakter. Zur Behebung dieses fühlbaren'Mangels hat daher Herr Mendl Ster n beigetragen, der im Saale der israeli« tischen Volksschule hier am vergangenen Schabbos Sch’lach«Lecho über das Wesen der Äguaas JisroeL einen großangelegten, besonders: von der Jugend mit Spannung angehörten Vortrag hielt. Mit tiefgegründeten köstlichen. ■ Thora Worten aus dem Munde früherer und zeitgettössi« scher Thoragrößen und mit weitgespanntem geschieht« liehen UebetbÜck baute er jene Einheit des jüdischen Volksgedankens auf, die im Tälmudisch«thoragemäßen ihren vollen Grundbau hat und im Faktum der Agudas« Jisröel ihre lebendige Verwirklichung findet. Mit zwingen« der historischer Konsequenz wies er nach, daß die. Strömungen, die diese Hingebundenheit und Unterord«. nung zur Teuro entbehren, ungeachtet ihrer Dimension und ihres zeitweiligen Erfolges, keinen. Anteil haben an dem ewigen Fortbestand des Judentums, wie laut und hochklingend sie auch die Pflege irgendeiner jüdischen Idee sich zur Devise stellen mögen. Selber ein Kind des Ostens, wußte er mit besonderem Nachdruck auf den jüngsten Erfolg des religiösen Geistes bei den Gemeinde« . wählen in Polen hinzuweisen, wo die verschiedensten religiösen Fraktionen in der Aguda. vereint: das Panier ' der Glaubenstreue zum׳ Siege führten.. Eine herzgewin* nende, volkstümliche Vortragsweise befähigt, ihn,, auf eine Zuhörerschaft tieferen Eindruck zu üben! m Weltfremdheit und Unkenntnis bestimmen leider noch immer einzelne im religiösen Lager, die Aguda unter jene Bewegungen zu reihen, zu deren areligiösem Geist sie das wirksamste Gegengewicht bildet. Die Widerwärtigkeit der örtlichen Einstelluh^!äraitigt eben bedauerlicherweise auch dem, glduhenstreuen1 Leben einen Grad von Problematik^, puf. ' Ein solch, ' durchdringender• und aufklärender Yortrag ’ muß daher auf jeden Fall als Wegbereiter״, der religiös«jüdischen Zusammenfühlung gewertet werden. , J. Kaiser. Topolcany. Sr. Ehrw. Herr Rabbiner H. Schenk aus Wien,• der .als Gast hier weilt, hielt äm vergangenen ■ Schabbos im Lokale dfes Vereins Schomre Thora eine mit großem Beifall ז düfgenommene Redet Festmahlzeit der Prager Chewra Kadischa. Nach. Raiter- Sitte fand am ר״ח תמיז im Prachtsaale der Chewra * Kadischa; die diesjährige ״S’udoh“ des Vereins im Sinne der vom ״hohen Rabbi Löb“^מהר״ל?״) festgesetztenתמות statt. Die Festmahlzeit dauerte von 1 ‘Uhr! mittags bis 9! Uhr abends und es nahmen an ihr 130 Personen teil. Die ': £anze Autedchung ׳war:;wunderschön: und auch* 1 die Sitz׳* V ordnuag hielte sich an die alten Vorschriften. Der, Obmann,;/ Herr Prof.; Dr. Sal. Hugo i e b e n, hielt die erste Tisch« rede auf Präsidenten Masaryk. Es sprachen außer ihm die Herren Oberrabbinerstellvertreter Dr. Deutsch, .Kultus« präscs Dr. Singer, Altmann J. Strauß, Rabb. Dr. Hirsch,; Dr. Sicher, Prof. Knöpfelmacher, Ph. Lebenhärt,. Vize« , obmann D. .Terner, Fanta, Jul. Rabl, Dr. Lieben und'Rab* biner Epstein., Das Schlußwort hatte abermals: Herr Prof.;! Dr. S. H. Liebe n, der aus den Geistesschätzen des Rabbi Eleasar Flekeles, der ebenfalls Obmann der Chewra/ Kadischa war, schöne Thoraworte 'über Bikur Cholim, Hachnosas Kalloh,, Sandekoaus und Armejhfürsorg'e-; : wiedergab. Trnavaer orthodoxen Gemeinde Aus Trnava wird berichtet: Das Gerücht, unser hochverehrter Herr Oberrabbiner..,Jaätte sich, entschlossen, die Öberrabinerstelle von Nitra_ anzünehmen, rief, in der ganzen Gemeinde bei jung und alt, bei Männern und Frauen, ja sogar bei vielen Andersgläubigen die größte Erregung hervor. Mari will Se.‘! Ehrwürden unter allen Umständen zur Aenderung seines angeblichen Ent* Schlusses bewegen. ' Auf Initiative 'des Herrn ”Mario' Schwarz wurde auf einem vori' Jast allen Gemeindemit־ gliedernunterschriebenen Bogeri!;eine Generalversamm* lung verlangt, die sich mit dieser'Frage beschäftigen sollte. ' Dantit das Ziel in völleV Einmütigkeit erreicht wird, ist unter den Gemeindemit^liedern die vollste Harmonie hergestellt worden; alte , persönliche Gegensätze sind ausgeglichen worden, um Se/Ehrwürden den Beweis zu liefern, wie sehr alle maßgebeij||eri Teile der Gemeinde in ddm Wunsche einig sind, ihn äls geistigen Führer zu erhalten. Die GeneralversammlungTarid dann auch letzten 1ש״ק ם׳ חקח: ובלק statt un(l gestaltete sich zu einer g'.r an« :diosen Sympathiekun d g eb u n g für• unseren Herrn Oberrabbiner. Die :Reden der Herren Ge־ meiriÜepräses Herrn. K o t h, M'ano Schwarz, Josef Fürst, Jakob Schwarz, Isidor Winter und Sal. jGrojß, namentlich des letzteren,׳; machten den tiefsten ־ Eindruck. Die ganze Gemeinde begab sich dann einmütig! zu Sf. Ehrwürden, dessen Wohnung nicht hinreichte, um /die yersammelten aufzunehtneu״:. so daß, man sich ins : Besh^mid'rasch der י ש ילב ה Gegeben .mußte. Als der Herr : Oberrabbiner׳ unter den Gemdihdemitgliedern erschien,;verdolmetschten die Herren Herm'."Koth; Josef Fürst, : Simon : Sc hö nf e 1 d,- Salomon 1 G r o ß, Israel A b e 1 e s;und Jakob Herzog den Wuns'ch. der Gemeinde und! baten mit den innigsten Worten/׳unter 'Tränen,׳: Se. Ehr*!würden, das Werk seiner hiesigen s'pgerisreicheri Wirk־ samkeit nicht unvollendet/zu verlassen und seinen angeb* ׳ liehen Entschluß zugunsten der/’Tyrnauer Gemeinde zu ändern, In dieser schwierigen Situation dankte Se. Ehrwürden tief ,bewegt für die .;.Sy^P.a^hi^kundgebung und | versicherte! die. Gexnpiri.de, 4aß.!vifeiin״ iwfUyVeiiere?ritwick« lung sehr am Herzen liege, weswegen er so schwer eine Entscheidung treffen könne. ' Wfrmalitri' aus seinen ge־ rührten, Worten die Hoffnung gesch9pf|,‘ ,daß es uns viel*; leicht doch noch gegönnt :'apin ^$־|| Perfri Oberrabbiner. ׳ Ungar auch weiter an: dery Spit||| Jri^erpr Gemeinde 3U seheq. -י" ' ־'; :״•׳::׳."' ■ " / Bei Magen* und . Dermhe§rih^|9?deri? Eßuulust; .'Stuhl* trägheit, Aufblähung, Sodbrennen, AufstQße.n, Benotnmeri* heit, Sphmpr? in der 2 Glas natürliches Joafff7^*«Bitterw!gjündliehe •!^ gungs m Verdauungsweges, Gutachten , von.;Kran^fh*־ Bettlägerigen gern gepd1ri1h¥h':־:drid^'8^-:'riekömn)lich ge* fundenhwird, .!« Appfeheken,, Drogciien ^n^ Mlneralwaiasr« ׳ handlurigeria־e1lÄißferi^:3ä^r •1i!׳־ ׳f •‘•'4י Das: jüdisdie Erzieh imgswesen der Türkei gefährdet.; '! Von einer vor kurzem aus der Türkei eingetroffenen. Persönlichkeit, die mit den dortigen Verhältnissen intim vertraut ist, gehen der Jüdischen Telegraphen«Agentur die folgenden Informationen zu: ' Mit Beginn des-neuen Schuljahres werden die jüdisehen Schulen: der■ Türkei sich Beschränkungen bei der• Eröffnung von Klassenzügen und Einstellung von Lehr* kräften auferlegen müssen, die beinahe gleichbedeutend sind mit einer Einstellung der gesamten Erziehungsarbeit größeren Stils, die seit Jahren von den Gemeindenge*; leistet wurde. In den 23 jüdischen Schulen von Konstan׳־ tinopel wurden zu normalen Zeiten, nach der •letzten Zäh* > lung,’7300 Kinder unterrichtet. In diesem Schuljahr ־ be־ ‘ trägt; ihre Gesamtzahl in nunmehr 10׳ Schulen 2800. Die ) neunklassige sogenannte G01dschmidt־Schule, ein Erzie*; hungSinstitut mit deutschem Einschlag, die beiden großen; Knaben- und Mädchenschulen der Alliance Israelite Uni* verseile, ׳die. bisher ebenfalls neunklassig waren, werden - in diesem Schuljahr nur noch Je fünf Klassenzüge haben,!in den vier Vorstädten Ortaköy, Haidar Pascha, Kus* ^kundjuk und Hasköy, wo :die jüdischen Schulen fünf־; klassig waren, ,werden si,e jetzt; nur noch je drei Klassen einricjjiten können. A)?cr au6h: die Oberrealschule Jabne,.! die ngrit Hilfe der U. Ö..B. B.*Logen und des Hilfsvereins [der deutschen Juden gegründet und bis vor 16 Jahren i auch’von ihnen unterstützt wurde, sieht sich zum ersten־ 'mal seit ihrem Bestehen vor unüberbrückbare Schwierig* keiten gestellt. Sie ist zwar die einzige Privatanstalt der ' Stadf überhaupt, die sämtliche Rechte einer: staatlichen ’Vollschule übertragen bekommen hat — es studieren : gegenwärtig etwa vierzig ihrer Schüler an der Stambuler י .Universität — aber der ökonomische Niedergang der tür* kischen Judenheit und die Türkisierungsmaßpahrnen ,def• ■ 1 Regierung, ergreifen jetzt auch diejenigen Kreise und" in■׳ . stitutjonen, die bisher von ihnen nicht direkt, berührt wor* ־ den ־vtareri. . ■! Aehnüch wie in Konstaritipopel־ liegen awchc dife. ,Verhältnisse in der Provinz, Die Alliance*SchuJe in Adria3 j riopel,' die/ vorher 1?00 : Zöglinge: hatte,• uriterfiehtet 193! /nur noch 320. Weil sie sich den Maßnahmen! der ׳Türk»? : sierung widersetzte, war diese Apstalt sogar ein volles; Jahr geschlossen. Selbst die Schulen in Smyrna, die bisher \ dank der güten Beziehungen zwischen Juden und Behör*? den; von den Türkisierungsmaßnahmen> yerlahpri,!1 pbUp” ,'ben sind, und' die nach wie vor an der;Trari|öSi$Pheri; Unterrichtssprache: festhielteri; werden jetzt?׳drhngiahert, : Es ist ihnen neuerdings verboten worden, aus den Nhli* seheri Prophetenbüchern zu unterrichten. Diese VerPrd^ nung trifft auch. die große T^mpdThora^ehttle/yan ־ Stpyrria. Noch immer verweigert diri Resierung den«iüd.W “schön; Schulen das Recht 4er /freien Lehrerwahh; -siö/ zwingt sie, yon ihr bestimmte müselmamsche. HalbinteH lektuelle zu den doppelten als den festgesetzten Tarifen; *׳*& übeschiftigen:, -und Tritt den jüdischen Schulen nicht ' •illri'en ׳ einzigen seminaristisch gebildeten Eehrer zu*