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Jüdische Presse · 1931-07-10 · 27 (10.7.1931) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
27 (10.7.1931)
Date
1931-07-10
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seile 4 JÜDISCHE PRESSE \r. 27 , *,* lutwuuuiu.^. 1$ iwiilw^ Aufn*hmentiglich?6» 9 Ms ß Öhr, ftft SöfiPtSÄ Ö Bi« 6 tÄf gewissen. Sie duldet auch den Unterricht von Fremd־ sprächen nicht und gestattet nur zwei Wochenstühden jüdischen. Unterrichts. Dem geistigen Niedergang, den so die jüdischen Schulen erleiden mußten, ist es zuzti* schreiben, daß die jüdischen Schüler einer nach dem anderen in die öffentlichen Schulen überwechselten. In den meisten Städten der Türkei, in denen es früher jüdische Zöglinge nichtjüdischer Schulen überhaupt nicht gab,, besuchten jetzt, nach der eben beendeten Zählung, mindestens ebensoviele jüdische Kinder die fremden Wie die jüdischen Schulen. Da aber in der ganzen Türkei die Erziehungsanstalten der Regierung eine, systematische Hetze gegen die Minderheiten treiben, führt das Ein* dringen der jüdischen Schüler in diese nationalistisch eingestellten Anstalten zu immer häufigeren Zusammen* stoßen.; Ein. zweiter. Grund für den Niedergang des judisehen Erziehungswesens ist die zunehmende Abwan* derung der Juden aus dem Lande. Nach zuverlässigen Schätzungen darf angenommen werden, daß die jüdische Bevölkerung in der Türkei während 4 der letzten zehn Jahre von 140.000 auf 80.000 gesunken ist. Den türkischen Juden, die seit langer Zeit unter behördlicher Unduldsam־ keit und wirtschaftlichen Nöten sehr jzu leiden haben, stehen jetzt gar keine Mittel zur Verfügung, mit denen sie von innen heraus dem absoluten Verfall ihres Erzie* hungswesens entgegentreten könnten. Der Hilfsverein der deutschen Juden und die jiidisehen Institutionen im Osten ’ Der Generalsekretär des Hilfsvereins der deut* sehen Juden, .Herr Dr. M<ark Wischnitzer, weilte im Zu* sammenhang mit .der Hinterlassenschaft von . Professor Haffkine׳ zugunsten der osteuropäischen Jeschiwot etwa vierzehn Tage in Polen. Vor seiner Rückreise nach Deüti&hland äußerte sich Dr. Wischnitzer in einem Ge־ sprach 'Itiit dem jTA*Vertreter über den Zweck der Haff־ kine-Stiftüh^ ünd über seine Eindrücke beim Besuch der verschiedenen! Je&ffiiwot. Die Haffkine*$tiffdHg׳‘ beträgt rund 300.000 Dollar; der jährliche Zinsbnertrag, e'tW0('l3.poo bis 1000־4׳ Dollar, soll zur Ausgestaltung ,der JeschiWöt Verwendet* werden. Dr. Wischnitzer besuchte fünf JesChiwbt* in War* schau: Mesiwta, Thorat־Chajim, Tomche־Tmimim, Emek* Halacha, Beth-Joseph, ferner,, das Rabbiner*Semina!P ״Tachkemoni“, die Jeschiwa y,Ohel*Thora" (200 Stu־ denten) .und ״Thörat־Chesed“ (250 Stiidenten) in Barano* wicze, die große Jeschiwa in Mir (406• Studenten), die Jeschiwa in Klezk (336 Studenten),. die. J^chiwa ״Beth Joseph“ in Bialystok (200 Studenten), die Jeschiysp^des Chofez-Chajim. in Radun (320 Studenten), die JescKhyä ״Schaare Torah“ in Grodno (170 Studenten), die Jeschiwa ‘ Ramailes in Wilna (die seit 120 Jahren besteht), die Pin'sker Jeschiwa ״Beth Jos.eph“ (200 Studenten) u.a. m. Beim; Besuch der Jeschiwot unterhielt sich Dr.!Wischnitzer;eingehend mit den Leitern der •Anstalten und den Studierenden. Mit dem Chofez Chäjim und; He(rrn Rabbiner Ch; 0.! Grodzenski, Wilna, hatte er Beratungen über die Lage in den Jeschiwot und die ,erforderlichen Hilfsaktionen. Er interessierte. sich für die Lebensbedin־ gungen ־ det• Zöglinge und ihren Gesundheitszustand, die Schlafräumfe, Küchen und die hygienischen'Verhältnisse im allgemeinen. ■ ■ Die' Jeschiwot, sagte Dr. Wischnitzer, leiden große Not, da• die bisherigen laufenden Unterstützungen aus Amerika fast ganz eingestellt worden sind Und lokale Mittel infolge der Wirtschaftskrise in Polen fehlen. Man muß ־sich •wundern,' daß sie überhaupt noch existieren können. Die meisten Jeschiwot sind stark verschuldet. Am traurigsten ist die Lage der Zöglinge, die bekanntlich von den Jeschiwot unterhalten werden. Die Erträgnisse der Häffkine*Stiftung können ־ angesichts der Notlage nicht ausreichen, um die Bedürfnisse der Jeschiwot zu befrie* digen. Dr. Wischnitzer sah sich veranlaßt, diese Erklärung immer wieder abzugeben, damit nicht Hoffnungen ge־ weckt werden, die man schwerlich wird erfüllen können. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. Daß es wissenschaftliche Werke in jüdisch* deutscher (sogenannter jiddischer) Sprache gibt, ist dem größten'Teil unserer Gebildeten unbekannt, so stark auch neuerdings allgemein das Interesse für diese Sprache und ihr Schrifttum heryorgetreten. ist. Welchen Umfang־ in Wahrheit das wissenschaftliche jiddische Schrifttum in den letzten Jahren angenommen hat, weiß Dr. B. Weinryb in dem soeben erschienenen Juniheft der ״Monatsschrift; für Geschichte und Wissenschaft des Judentums“ anschau־ lieh darzulegen. Das gleiche tieft enthält einen sehr schöner} und instruktiven Artikel von Gerhard Schqlcm über den Einfluß des Neuplatonismus auf die deutsche Frübkabbala. Feinsinnig und klar• beurteilt Lotte Barschak Neuerscheinungen auf dem Gebiete der schönen Literatur, die sich mit Juden beschäftigen. So bringt.das Heft — neb!en gelehrten Abhandlungen bedeutender Forscher, unter denen namentlich eine Arbeit des Schulmannes Prof.vDr. A. Fürst über die jüdischen Mittelschulen in den Ländern der, ehemaligen Monarchie zu nennen ist — auch diesmal eine große Reihe voii Beiträgen, zu denen jedermann gern greifen wird. Man abonniert die Monats־ schrift, indem: man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der ,,Wissenschaft; des Judentums in Berlin wird und*(.dca.jährlichen Mindestbeitrag von Mark 10 an diese Geseusi11a»t. (Postscbeckiconi.0 raul Veit bimon, üer* lin I ■7030). oder an einen der Vertrauensmänner sendet, welche in jedem Heft der Monatsschrift aufgeführt sind. ,nenn «.STÄ ■ •v _ kaufen Sie Käse* Btttten, Halbemmentaler, Schachtelkäse wie auch verschiedene Fisch- 1 köiisei'ven 9Hifi. כשד in der neueröffneten י i Jü(^V9ßhandlüng. ARMINBERGER, Bratislava Schöndorfergasse 22, Telephon 39'57 Suche Uin intelligentes israelitisches Fräulein oder Ultfcrh Dame, . welche ineiue zwei Kinder. EiementaVsciniler, in Slowakisch, Deutsch und Hebräisch Untemchtöji würde, Ludwig Schneller, Sloveaske Darmnty. Bade• und Kiirofte f Streng כשף . 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Bilkovä 19 : 2 Haltestelle der Tramway Nr. l «nd f vom Bahnhot £ ■ ■■■■■■■■■■■■■■■■■■ ■■ r ■ ■ m m m ■ ■■ ■■ n. ■■■■■. Tag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Tamu§ 27. 28. 29. Ab 1. 2; 3, 4. ,.Juli 12, 13. ־ /; .16.•' i:• .׳17 /־• . Iß* Sabbath 99.'" 100. 101. *■ 102. 103. s 464^^ 105t ייויי־;, ־ ״ } ד Adas 'Jisr'oet^^(Schiffschul)j!• Gebetstünden in ■ de£ vom 15'; Turnus bis '3.Mw׳' 5691, Freitag, den 25. Tamus, Mlnchah 7.30, HIWP ,D;ש״ק מסעי; Morge^gebet Ä15 Minchah 4 Uhr, ״ מזצש״סß^O•'’"■.Äh W0Q^en%gen 5• 15, | liientümei;' iferausgeber, Verleger und verantwortlicher Redakteur: Dr, Joel PQ!iä&-׳;Wien; 'H^ifcsbPoldsgasse '26,״־״׳• Für die Tschechoslowakei ׳•^c3pM!!1Ä'i^#p,1«׳Rratislava.־‘r > ״ג Drück: Druckereb und Verlags*A,iG, lg. Steinimanni Wien, IX,, Universitätsstraße 6f8 ~ . ,s;? 6215446

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