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Jüdische Presse · 1931-06-18 · 24 (18.6.1931) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
24 (18.6.1931)
Date
1931-06-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nt. 24; ' i, ., .!'• \ allen Umständfeh die Heiligkeit des traditionellen Sabbats Zü hüteb ötltseh lösseh sind —- und es sind derer Mil* liönew Würden zu titierträgliehen Opfern gezwungen Werden. Wahllose sabbattreue Existenzen würden ver« nichtet und Tausende Und Abertausende hack großen niaterielien Opfern zur Aufgabe des Sabbata# und damit zu einem noch größeren seelischen Opfer getrieben werden, das ihnen ufisägbafe Gewissensnot bereiten würde. Selbst jene Teile der^judischen Gemeinschaft* die den Sabbat niehf mehr ift traditioneller Weise durch Arbeits־ enthalttittg heiligen, bekennen sich zur Idee des Sabbats und seiner religiösen Feier. Sie würden aber in ihrer Reib giosität schwankend werden, Wehn der Sabbat aus dem Gefüge der Woche gelöst wird. Der erste Sabbat*Welt* kongreß, der im August vorigen Jahres in Berlin statt־־ gefunden hat, und der von 260 Delegierten aus allen Teilen der Welt und von allen Schichten der Judenschaft beschickt wurde, hat einstimmig eine Resolution gegen eine Kalcnderreform mit einem Blankotag gefaßt und dem Völkerbund übermittelt. Die Tatsache steht fest, daß die gesamte Judenheit die Einführung einer solchen Ka* lenderreform als eine nie wieder gutzumachende Kata- Strophe für Judenheit und Judentum ansieht. Sic erhebt daher geschlossen ihre Stimme gegen eine solche Reform, deren Nutzen an sich von verschiedenen maßgebenden Instanzen noch sehr angezweifelt wird. Die Judenheit der Welt, Wenn auch ethnologisch und numerisch eine Mino־ rität, Rittet hier um Gehör. Die Kulturwelt darf diesen Verzweiflungsruf des Judentums nicht überhören, darf nicht etwaiger zweifelhafter wirtschaftlicher Bequem־־ lichkeiten halber einer Reform das Wort reden, die für* Millionen Menschen, eine wenn auch ungewollte und unbeabsichtigte, schlimmste Religionsverfolgung, zumin* dest aber eine religöse Vergewaltigung, bedeuten würde. Das Judentum hat der gesamten Kulturmenschheit die Idee eines wöchentlichen Ruhetages gebracht ... Es erwartet nun vor der Gerechtigkeit der Kulturmcnschheit, daß ihn! die .Möglichkeit belassen wird, auch fernerhin, seinen traditionellen Sabbat zu halten. Daher keine Re* form mit einem Blankotag! •Die ganze jüdische Gemein- Schaft wird dem Völkerbund für dieses Entgegenkommen Dank, tiefsten Dank wissen! Namenff der jüdischen Delegation ergriff am 9. d. M., wie bereits in unserer vorigen Nummer berichtet, als Erster Grand*Rabbin: Israel Levi das Wort. Er dankte dem Komitee dafür, daß es nunmehr zum zweiten Male Vertretern des jüdischen Glaubens Gelegenheit gegeben habe, ihren Standpunkt darzulegen, und erklärte, die Juden seien an der Frage der Kalendörreform hur insoweit inter* essiert, als sie die Unbeweglichkeit des Sabbats, der die Seele des Judentums sei, tangiere. Großrabbiner Levi be* tonte, daß in religiösen Angelegenheiten die Frage von Mehrheit oder Minderheit keine Rolle spielen dürfe, und daß der Geist des Völkerbundes die Respektierung gei* stiger und moralischer Interessen verlange. 'Schließlich richtete Großrabbiner Levi an das Komitee den Appell, jedes Projekt, das die Einführung eines Blankotages vor* sieht, abzulehnen. ' Ein ausführliches Referat über den jüdischen Stand* punkt gegenüber der Kalenderreform hielt Chief Rabbi Dr. J.. Hertz. Das jüdische Interesse; bezüglich der Kalenderreform, führte Chief Rabbi Dr. Hertz aus, konzen*. triert sich auf einen Punkt: die Erhaltung der Siebentage* wpche und ihrer ununterbrochenen Kontinuität. ־. Durch Einführung eines Blankotages in gewöhnlichen und zweier Blankotage in Schaltjahren würde der Sabbat zu einem beweglichen Tag werden, was sehr schwere Folgen nach sich ziehen würde. Ein wandernder Sabbat würde zur Zerstörung des Gedankens des Sabbats, der sich im Laufe der Jahrhunderte als eine Quelle moralischer und geistiger Kraft für die Juden erwiesen hat, unter den breiten jüdischen Massen und damit zur Unterhöhlung ihres moralischen und religiösen Lebens führen. Die Ka* lenderreform würde gerade den Teil der Judenheit treffen, der am treuesten an seinen religiösen Ueberzeugungen festhält. Die Beobachtung des wandernden Sabbats würde Millionen von Juden wirtschaftlich zugrunde* richten. Die Einführung eines Kalenders, mit ejnem Bkmkotag würde nicht nur. die Juden, sondern alle religiösen Minoritäten religiösen Konflikten aussetzen. So wären .z) B. Schulkinder genötigt, entweder wöchentlich •einen Schultag zu versäumen oder das Gebot der Sabbat* ruhe־ zu verletzen. Chief Rabbi Dr. Hertz schloß mit dem Appell an die Kommission, sich 1mit‘dem Vorschlag auf Einführung eines Blankotages nicht länger zu befassen. Rabbiner Dr. Moses Hyamson äußerte sich in ähn* lichem Sinn wie Chief Rabbi Hertz und betonte insbeson* dere, daß entgegen der Behauptung der Anhänger dqs Eastman־Cotsworth*Kalenderreformplanes nicht nur die ■orthodoxen Juden Amerikas, sondern auch die Anhänger der konservativen und reformistischen Richtung absolute Gegner der Einführung des Blankotages seien. Das ganze Land umspannende Organisationen, wie das American Jewish Committee und der American Jewish Congress, die zu ihren Mitgliedern Juden orthodoxer, konservativer und reformistischer Richtung zählen, hätten sich einmütig gegen den Blankotag ausgesprochen und seien korporativ der Liga zum Schutz . des feststehenden Sabbats bei* getreten. Das gleiche treffe auf die Zentralkonferenz der amerikanischen Rabbiner, die Vereinigung der geistlichen Führer des reformistischen und liberalen Judentums, zu. Der führende liberale Rabbiner Amerikas, Dr. Stephen S. Wise, ist Vizepräsident der'Liga. Ini Namen von vier Millionen Juden in den Vereinigten Staaten und in Kanada appellierte Rabbiner Hyamson an das Komitee, die materiellen und geistigen Interessen von Juden, Christen und Mohammedanern ׳ nicht durch Sanktion des Blankotagplans zu schädigen. Namens des Rabbinischen Rates der Agudas Jisroel schloß sich Rabbiner Dr, Pinchas Kohn den Ausfiih* rungen seiner Vorredner an. Er erklärte, vor allem im Namen der etwa 6 Millionen starken glaubenstreuen jüdi*?sehen Bevölkerung Osteuropas zu sprechen und wies auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten hin, die für diese Bevölkerung infolge der Einführung des Blankotages ent־ stehen würden. Aber auch, .wenn keine wirtschaftlichen Interessen auf dem Spiele stünden, würden die Juden im; Hinblick darauf, daß e^ sich hier um die Wahrung eines allen teuren geistigen1, Kulturgutes handelt, dagegen . xkämpfen, 'diaß *der Sabbat zu einem beweglichen Tag gemacht werden soll. ״ v , .. Als letzter Redner sprach« Oberrabbiner Dr. Lewen# stein-Zürich, der der Kommission mitteilte, daß in allen;Ländern Massenpetitionen anl den Völkerbund gegen die;lEinführung; eines;Blankptagesj: unterzeichnet werden. Die; ■ gesamte Judenheit -hoffe,. Kdl&C|nVn• rhre Stimme hören1;werde.. ’ ■ X.: ‘X ■. Die jüdische Delegation, "war vom Sekretär des; Joint• Foreign Committee, J, Rieb, begleitet. . X ‘ Eine׳ sehr eindrucksvolle;״ Rede gegen « die 7 geplante .Kalenderreform hielt auch derxPästor der Londoner Ad’ * ventistengemeinde, A. Maxwell, NACHRICHTEN ׳■'.י•Dr# Atiii!# Kolmgestorben. Am 13. Juni staFb ih Wien der namentlich in den Kreisen der orthodoxen Juden sehr bekannte und ge־־ achtete Arzt Df. Armin Köhtt plötzlich während einer Ordination. Der Verblichene etttstaipnite der Familie des bekannten MattersdorfeF Dajans R. Aron Singer, dessen Namen er trug, und wär nicht« nur ein äußerst tüchtiger Arzt, sondern auch ein Freund der armen Kranken, die von weit uhd breit seine Uneigennützige Hilfe suchten, und ein streng konservativer, glaubenstreuer Jude. Seine Beliebtheit fand in der Ungeheuren Teilnahme dankbarer Menschen an seinem Leichenbegängnis Ausdruck. Das Ferienheim der Wiener Aguda*Jugendgruppe. Die Jugendgruppe der Agudas Jisroel hat für den heu* lügen Somitter das Gut Mölterü bei Krumbach im Wechsel* gebirge gepachtet und eröffnet daselbst am 28. Juni ihr Ferienheim. Die mit allem Komfort ausgestattete Villa liegt in 830 Meter Seehöhe, in prachtvoller lanclschaft* lieber Läge. Das Heim ist unmittelbar an Nadelwälder grenzend und befindet sich innerhalb des Gutes ein eigenes Freibad. Die Wahl des Ortes ist als besonders glücklich zu bezeichnen. Das Ferienheim steht allen Mit־ gliedern der Jugendgruppe und ihrer B.*Gruppe zur Ver־ fitgung und nimmt die Leitung, Sektion Ferienheim, jeden Dienstag und Donnerstag von 8 bis 9 Uhr abends im Vereinslokal die Anmeldungen entgegen. Eine zahlreich (!) besuchte Lebensmittelhändlers Versammlung. Man schreibt uns: Donnerstag, den 4. d., hatte ich Gelegenheit, als stiller Beobachter einer Ver* Sammlung der Lebensmittelhändler beizuwohnen, dieder ״Schombre Schabbos" einberufen hatte. Der Eindruck beim Beginn der Versammlung war 'geradezu nieder* schmetternd. Man konnte so recht beobachten, wie wenig Verständnis —“leider — für; die Notwendigkeit einer straffen Organisation in jüdischen Kreisen vorhanden ist. Die Versammlung hatte sich nämlich mit wichtigen Lebensinteressen der Lebcnsniittelhändler zu beschäftigen und trotzdem — wie mir der Vorsitzende der Versamm־ lung später gesagt hat — zirka 170 Personen eingeladen wurden, waren kaum 30 erschienen. Ein Mitarbeiter. Exkursion in das PsycHotechnische Institut. Der Verein ״Schomre*Schabbos“ veranstaltet am Dienstag, den 23. Juni, abends, eine Exkursion in das Psychotechnische Institut, Wien, I., Seilerstätte 8. Treffpunkt: K8 Uhr abends. Eintritt frei. Anmel* düngen im Sekretariat, Telephon A*48*4*15. Verlobungsfeier im Hause Rabbiner Schenk. Am מוצש״ק fand im Hause des Herrn Rabbiner H. Schenk die Verlobung seiner Tochter mit Herrn A. Friedmann statt, bei der die Vorstandsmitglieder des Bethauses Talmud Thora sowie mehrere Freunde des Hauses anwesend waren. Zuerst hielt der Vater der Braut eine Ansprache mit ל׳ת Vorauf der Bräutigam eine schöne חריפות דרשה hielt, die von den Anwesenden mit besonderer Aufmerksamkeit angehö.rt wurde. Hernach sprachen noch ד׳ת die Herren*. D. Weinberger, Rabbiner M. Rosen und Ar Kohn) Die Feier hielt die Anwesenden bis lange nach MitternachtXbeisamrhen. , Diie Jeschiwa von Nowbgrudok in Ja)ffa־Tel־Awh ׳, Seit einigen. Tagen *befindet sich ein Abgesandter der Jeschiwa Or. sorach, die die aus der •russischen Heimat' infolge der Anfeindung des religiösen Studiums nach Erez Jisrael geflüchteten Thorabeflissenen sammeln und weiter ausbilden will,-in Wien! Die Jeschiwa, deren Sache, von ersten Thoragrößen, :,darunter Rabbi Josef Chaim Sonnen feld V׳} warm empfohlen wird, sucht Stützen in ihrem schweren Existenzkampf, und es wäre nur zu be־ grüßen, wenn ihr auch in Wieh nach Möglichkeit Beistand geleistet würde. י׳' Sabbat auf Kündigung. Der jüdische Sportverband Makkabi wird auf Ersuchen des Waad Leumi die Fußball* Wettspiele an Sabbattagen zunächst für die •Dauer von 14 Tagen einstellen. Am 15. Juni veranstaltete die Organisation der ״Zeire Agudas Jisroel“ in New' York eine große Protest- Versammlung gegen die durch'die Fußballspiele des Mak* kabi in Jerusalem verursachte. Sabbatentweihung. Die Versammlung, die von 4000 Personen besucht war, faßte eine scharfe Protestresolution'.? Der Bericht der Klagemauerkommission. (J. T. A.) Am Montag, den 8. Juni, m'orgens, wurde der 75 Seiten starke Bericht, der auf Verlangen des Völkerbundes von der britischen Regierung eingesetzten Klagemauerkommis* sion veröffentlicht. In dem Bericht wird das Eigentums* recht der Moslems an der Klagemauer anerkannt. Den Juden wird es gestattet sein,’ an bestimmten Feiertagen Thorarollen zur Klagemauer •zu bringen und eine Thora* lade dort auf zustellen, dagegen wird das Schofar*Blasen nicht zugelassen. Den Moslems wird die Abhaltung von G*ttesdiensten in der der Klagemauer unmittelbar benach* barten Zikr־Moschee während der jüdischen Gebetstunden untersagt. Wiederherstellungsarbeiten an der Mauer sind von den Moslems oder, falls diese dies verabsäumen, von der Palästina*Regierung durchzuführen. Den Moslems wird es untersagt, bauliche Veränderungen innerhalb des Haram*Bezirks, durch die die Juden am freien Zugang zur Klagemauer behindert werden könnten, vorzunehmen. Das Verbot der Aufstellung von Bänken, Stühlen und Wandschirmen an der Klagenjäüe'r bleibt weiterhin in Kraft. Kritik der ״Frankfurter Zeitung“ an dein Klagemaner-Entscheid, Der •;Genf<31• Korrespondent der ״!Frankfurter Zeitung“ meldet», daß!die ganz überraschende Veri'ügung des Oberkomm1issars;|ür Palästina, der den Ent•* scheid der KlageinaueraKÖriurassion sofort in Kraft gesetzt ׳habe, gerade!in ddnv Augenblick, als in Genf ׳die Mandats-Kommission des Völkerbundes zusammengetreten!ist, vielfach mit einigem Staunen aufgenommen worden ist. Der Korrespondent meint, die englische Regierung habe sich beeilt, eine vallendete Tatsache zu schaffen, da sie wußte, dqß der Entscheid beide Teile mehr oder weniger enttäuschen werde. Das schließe ,jedoch nicht aus. daß ti־ötzdem von der einen oder anderen Seite dagegen beim ,Völkerbund noch protestiert .wird. ׳'׳ •י',׳' י Dieser Meldung gegenüber ist darauf ׳hiinza weisen, daß, wie die J. T. A.!bereits gemeldet hat, die verant- /wörtlichen Vertreter der .^palästinensischen Judenheit den Eutscheid akzeptiert haben. x. Dev Oberrabbiner Aegyptens in den ägyptischen Senat berufen. Der Oberrabbiner von Aegypten Ghaim Nähum Effendi wurde von König Fuad zum ' Mitglied des ägyptische# Senats״ ernannt־ “ *Möftimer Schiff hinterläßt eine Million Dollar für WohifaKrtszweck&. D§rXv0r kurzem verstorbene MitcheL FeMtter! AuMBfOi^gifichen v 0 f "t ü g lieh! des Bankhauses Kuhn, Loeb & Co., Mortimer Schiff, hat eitle Milliölff Dollar für Wohlfahrtszwecke — meist für jüdische — hinteflassen. Der New Yorker Verband jüdi* scher Wohlfahrtsvereine erhält allein 500.000 Dollar. Amtliche Verlautbarung der Israel. Kultusgemeinde Wien. Kundmachung Der Vorstand der israelitischen Kultiisgemcinde Wien gibt hiermit bekannt, daß die P r i v a t i s t e 11- Prüfungen aus israelitischer Religion fiir Mittelfichiiler(innen) und Präparandinnen im II. Halbjahr des Schuljahres; 1930/31 Donnerstag, den 25. Juni 1931, von 5 bis 4 Uhr nnchm., I., Seifenstettengasse 4, 5. Stock (Schulamt), durch Herrn Studienrat Inspektor Professor Dr. II. Redisch vorgenommen werden. Die Priifungstaxe beträgt S 5 per Halbjahr und ׳ist Im vorhinein an der Kasse der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock, zwischen 9 und 12 Uhr vormittags, zu entrichten. Die Quittung ist dem Examinator vorzulegen. Der Vorstand der israelitischen Kultiisgemcinde Wien. ׳ Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 20. Juni 1931, findet um 3 Uhr nachmittags der Jugend־ gottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Ge* meinde* und Bezirkssynagogen statt. Predigt im Leopoldstädter Tempel. Freitag, den 19. Juni 1931, wird im Gemeindetempel, H., Tempelgasse 5, beim Abend,gottesdienste, Beginn .19 Uhr 30 Minuten, eine Predigt (Rabbiner Dr. D. Taglicht) ab gehalten, bei welcher des 100. Geburtstages des um die jüdische Wissenschaft hochverdienten Lektors Meir Friedmann gedacht werden wird. Tschechoslowakei. ון|<ווווווווווו!חוווווווווווו!וווווו!וווווו!ווו!וווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווו!ווווווווווווווו!ווווווווווווווווווווווווווו!> Die Gedenkfeier in Nove Mesto 11. V. Ueber den Verlauf der Gedenkfeier in der ortho* doxen Gemeinde von Nove Mesto n. V. anläßlich des hundertsten Jahrzeittages des Rabbi David Deutsch erhalten wir die -nachfolgende Schilderung: Schon in den Vormittagsstunden kamen aus nah und fern jüdische Brüder, ■um den Jahrzeitstag des Gaon in altehrwürdiger Sitte zu begehen. Nachmittags, 1 Uhr, versammelten sich die Festgäste in den Räumlichkeiten der orth. Kultus* gemeinde. Um 2 Uhr nachmittags eröffnete Herr Ober* rabbiner Lippmann Donath die Gedenkfeier, hieß die erschienenen Gäste, willkommen und gab der Freude Aus* druck, daß so viele keine Mühe und Kosten scheuten, um das Grab des Zädik zu ehren. Vertreten waren: .Herr.;Oberrabbiner Koloman Weber, Piesfany, durch seinen Sohn, die orth. Kultusgemeinde in Piesfany durch Herrn Rabbiner T e i c h t h a 1, Gemeindepräses Salamon Groß mann, die Chewra Kadischa mit dem Herrn Präses Karl Holzer, Jeremias Stern, Josef Vogel, die Talmud Thora mit Herrn Hermann Weinberger und vielen Gemeindemitglieder. Die orth. Kultusgemeinde in Myjava durch Herrn Oberrabbiner Josef Broda, Gemeindepräses Weiß und viele Gemeindemitglieder. Orth. Kultusgemeinde Vrbove: Herr Oberrabbiner Samuel Reich, als auch die Adas*Jisroel*Gemeinde in Vrbove vertreten durch Herrn Präses Jakob Herzog, die Ch.*K. in Vrbove Herr Hügel und Reismahn und viele Mitglieder. Die orth. Kultusgemeinden: B e c k o y, Bosäca, Starä*Turä, Nova Ves, Velke Köstölany, Nitra, Zilina, Presov, K omarn o, Velky Meder, Dun. Streda, Kirch drauf, Galanta, Großwardein. Die Jeschiwoth aus Trnaya und Galanta, ferner, die orth. Gemeinde Tura*Lüka, in Vertretung der Orthodoxen in Trencln Herr Roß. Nach der Begrüßung des Herrn Oberrabbiners L. Donath wurde mit dem Minehahgebete begonnen, worauf sich eine mehrhundertköpfige Menge auf den Friedhof begab. Am Grabe des Zadik wurden Gebete ver* richtet und als erster Redner ergriff Herr Oberrabbiner Lippmann Donath, Nove Mesto, das Wort. Nach ihn) sprachen die Herren Oberrabbiner aus Myjava und Vrbove, ferner die Herren Rabbiner Teichthal, Piesfany, Vorhan d, Nitra, Herr Rabbiner Klein aus Großwardein und Herr Rabbiner Jungreiß aus Presöv, der ein Nachkomme des Gaons ist. Es waren ncfch viele andere Redner anwesend, die wegen vorgerückter Zeit nicht Vorkommen konnten, da die orth. Gemeinde noch die Einweihung eines neuen Sefer Thora vorgesehen hat, um den Tag völlig zu ״würdigen. Vom Friedhof begaben sich sämtliche Gäste in die Wohnung des Herrn Max Handwerker, wo das neue Sefer Thora sich befand, und trugen es abwechselnd in den Tempel. Einen solchen Chinuch hat Nove Mesto sicher schon hundert Jahre nicht gesehen. Das Sefer Thora haben die Gemeindemitglieder schreiben lassen, das MäntelcheR haben Gemeindepräses Herr Josef Lichten* b erg und Frau gespendet. Das Sefer Thora wurde mit Gesang und Tanz von dem am Hauptplatz gelegenen Hause der greisen Frau Kathi Friedländer und ihres Schwiegersohnes Herrn Max Handwerker in den Tempel getragen, worauf Herr Oberrabbiner die Kanzel bestieg und die Bedeu־ tung einer solchen Feier hervorhob. Nachher sprach Herr Oberrabbiner Samuel Reich, Vrbove. Hierauf folgte die Sudo, die sehr schön gelungen war, und; bei der auch viel Thora gesprochen wurde. Insbesondere haben unsere Gemeindemitglieder, die Herren Moritz G o111 ieb, Alexander Fischer und Ado.lf Spiegel bei dieser Gelegenheit das Wort der Thora gepflegt. Nachher wurden Lobgesänge angestimmt und das Beht־ sehen verkauft und erst in den späten Abendstunden fand die Feier ihren Abschluß. L. F. Bei Arterienverkalkung des Gehirns und des Herzens läßt sieh durch täglichen Gebrauch einer kleinen Menge natürlichen ״Franzsjosef“*Bitterwassers die Absetzung des Stuhles ohne starkes Fressen erreichen. Geschätzte kÜni* sehe Lehrer der inneren Medizin haben selbst brei halb* seitig gelähmten Kranken mit dem Franz*5useDWasser noch die besten Erfolge für die Darmremigung erzielt. In .Apotheken, Drogerien und Mmeralwasserhandlungen . .. .־::׳.;;:'xv׳.\״

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