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Jüdische Presse · 1931-06-18 · 24 (18.6.1931) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
24 (18.6.1931)
Date
1931-06-18
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 24 ' BoUlnger'Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien, XV., Staglgasse 10 bet Mäfiähilferätf. 148) Tel. R-35-8-47 und R-3Ö-5-38 Filiale! Wien VII, Burggasse 1ft fei. B 3S«S«80 Die Sornitagsfuhe Man erfährt nun endlich, daß in unserem Parlament : Zwei jüdischmätionalistische Abgeordnete sitzen, die, spe* ziell von Juden zur angeblichen Vertretung speziell jüdi* «eher Interessen gewählt wurden. Diesen Abgeordneten :scheint nun auch auf irgend einem wunderbaren Wege zur Kenntnis gelangt zu sein, daß am 23. April 1931, ganz Urplötzlich vom heiteren Himmel herab, ohne daß ein Mensch vorher von der drohenden Gefahr eine Ahnung gehabt hätte, sub Zahl 62 eine Regierungsverordnung her* ausgegeben wurde, die in Bratislava die vollständige und allgemeine Sonntagsruhe einführt und einige hundert jüdische Kaufleute wirtschaftlich ruiniert. Das gesamte Judentum in der tschechoslowakischen Republik weiß gar :micht, wie es dem gütigen Schicksal dafür dankbar sein müßte, daß es mit diesen zwei Abgeordneten beglückt ist. Denn wirklich haben sie — wie die zionistischen Blätter ״vom 12. Juni sensationell zu melden wissen — dieser Tage •der Regierung zu Händen des Ministerpräsidenten Udrzal ein Memorandum überreicht, in welchem sie auf den Schaden hinweisen, der den sabbathaltenden -Juden durch diese Verordnung entsteht. Sind nicht bald wieder irgendwelche Wahlen im Anzug? I. I. B. Jüdisch ■־religiöse Kurse für Mädchen und Frauen Die Erziehungssektion der Agudas*Jisroel* Frauen* und *Miidchengruppe in Bratislava be* absichtigt, im Sinne ihres Programms mit Beginn des neuen Schuljahres eine fühlbare Lücke im jüdisch* religiösen Leben auszufüllen und regelmäßige Lehr* und Fortbildungskurse für Mädchen und Frauen in allen Wissensgebieten des Judentums einzurichten. Es :3commt hauptsächlich planmäßiger und gründlicher Unter* rieht in Bibel1, jüdischer Geschichte (von den Anfängen bis zur Gegenwart), jüdisphen Gesetzes* Vorschriften (Dinim), Gebeterläuter urig, Jüdisch* Deutsch (Lesen und Schreiben) usw. in .Betracht. Die Kurse werden von fachmäßig ausreichend aus* .gebildeten Religion sie hrerinnen geleitet und ah Anfängerinnen und Fortgeschrittene er* ־־teilt. Zur Teilnahme an den Lehr* und Fortbildungskursen werden Schülerinnen und schulentwachsene Mädchen und •ebenso Frauen jeder Altersklasse (auch Nichtmitglieder ■der ־ Aguda) eingeladen. Besondere Wtinsöh'e werden 'nach1 '.Tunlichkeit in Sonderkursen berücksichtigt. Stundenplan und Unterrichtsgebühren werden je nach Anzahl der Teilnehmerinnen festgesetzt. Anmeldungen sind schon jetzt zu richten an Frau .'S. Rosenbaum, Spirituosenhandlüng, Republikplatz, und .Fräulein Milka Blau, Papiergeschäft, Michaelergasse. Sabbathut in der Slowakei und Zionismus Die jüngsten Nachrichten über die fortgesetzte de* :monstrative Entweihung des Sabbats im Heiligen Land ׳durch die zionistische Turnerschaft haben auch hier in •׳der Slowakei die Gemüter aufgewühlt und in allen ortho* «׳doxen Gemeinden des Landes die größte Empörung her® .vorgerufen. Hier, wo man infolge der Sonntagsruhever* Ordnung und ihrer religiösen und wirtschaftlichen׳ Folgen ..auch auf nichtorthodoxer Seite bemüht ist, bei der Regie* xung und der andersgläubigen Bevölkerung für die Heilig* keit des Sabbats und für seine grundlegende Bedeutung zur Erhaltung des Judentums Verständnis zu erwirken, wird man von den traurigen Vorgängen in Jerusalem auf »das tiefste berührt. Wenn in Jerusalem, in der Stadt, die ׳den religiösen Menschen aller Konfessionen heilig und in ihrer Heiligkeit unantastbar jst, Juden, einfache •Juden aus dem Volke, yon ״jüdischen“ Polizisten (im -Gegensatz zu ihren christlichen und mohammedanischen .•Kollegen, die sich passiv verhielten), nur deshalb blutig;:geschlagen, zu Boden geritten und 'in den Kerker ge* warfen werden, weil sie auf die neuerlich unerbittlich ein*!»gesetzte, herausfordernde, .kollektive öffentliche Schändung «*des Sabbats durch Angehörige des jüdischen Volkes als :lebendige Menschen reagieren, so darf es nicht sehr wundernehmen, daß alle unsere Beteuerungen bezüglich •ries Sabbats von unseren nicht jüdischen Mitbürgern nicht ,״mit dem wünschenswerten Ernst, aufgenommen werden. .Die zionistischen Mitarbeiter der •orthodoxen Juden in der Aktion״ zur Abwehr der Sonntagsruhe sollten es sich gesagt sein lassen: Es ist weder logisch noch ganz riio* ralisch und bleibt ganz bestimmt wirkungslos,' h i e r, in •״den Ländern* der Diaspora, von Nichtjuden gesetz* ilichen Schutz für den Sabbat; zu fordern, wenn wir, selber zur gleichen Zeit d o r t,׳ in der jüdischen- Heimat, wo dis Heiligung und die.Hut *des Sabbats, jetzt ausschließ־ lieh von dem'gute n W i 11 e n der Z i o n i s t e n 11 rii In* und Auslande abhängt,, uns über die Tat* sache der ״jüdischen“ Sabbatschandung leichtfertig■' hin* wegsefzen und blutige Ausschreitungen gegen die ortho* doxen Juden dulden, die dem Sabbat Geltung verschaffen wollen. •W>r fürchten, daß alle unsere Berufung auf die Verfassungsurkunde ui! die Respektierung des Sabbats vergeblich sein wird, aüsclange man in der Oeffentlich* ■keit nicht vernirnrnt.'naß unsere Zionisten und ihre niisra* ehistischen Gesinnungsgenossen in der Tschechoslowakei sieh ' auch' gegen die - Verletzung der j ü d; i s c he n. Ver* fassungsurkunde, der Thora, im Heiligeri Lande des Jude n t u m s mit de.r gebotenen Energie zur Wehr :gesetzt hätten. Man beruft sich angesichts ähnlicher Ge* setzesverletzunge.n besonders gern auf misrächistiseher Seite entschuldigend darauf, daß all ׳ dies nur Gewöhn* heilen seien, die unsere zionistischen ״Heimkehrer“ aus ihrem unreligiösen Milieu im ״Galüth“ nach ״Erez“ mit* ״gebracht hätten;und die sie erst nach Jahren palästinensi* scher Beeinflussung wieder ablegen würden. Pas Beispiel 4er allaabbatiichen Turnwettspiele in י Jerusalem und den -anderen Orten׳׳des heiligen Landes zeigt, wie heuchlerisch -erlegen diese Ausrede ist, In den jüdischen Zentren des ^,Galuth“ würden die neuen ״Makkabäer“ die Heldentat Lebensversicherungs Gegründet 1882 Gegründet 1882 Km* I Verstdierunssbesrani! Ende Juni 1930 2450 Millionen Sdiilling ן | Gaianiismillsl Ende 1929 . . . . M Millionen Sdiilling | ן Prämien- und Zfnseneinnahmen 1 ן in Jahre 1929 . ... ,. 125% Millionen Sdiilling ן | Tätigkeitsfeld der Gesellschaft: I ü Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische §j 1 Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, || §1 Italien, Ungarn, Polenjugoslawien, Bulgarien, Griechenm |j land, Rumänien, Palästina, "Syrien, Türkei, Aegypten §§ .illiinilllllllllllllllllllllllillllllllllllilillllllllllllllllllillllllllllllllllllillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllüllllllll nicht zuwege bringen, dem gesamten Judentum einen sol* chen Faustschlag ins Gesicht . Zu versetzen. Im ״Galuth“ veranstalten im allgemeinen nicht einmal die Zionisten Turnwettspiele mit Kartenverkauf usw. am heiligen Sabbat, obgleich die Zionisten auch hier nicht etwa Bannerträger des historischen Judentums sind. Diese Mentalität haben die ״Makkabäer“ durchaus n i c h t aus dem ״Galuth“ nach ״Altneuland“ mitgenommen. _ Sie ist erst dort in ״Erez“ künstlich geweckt und ist das Produkt der Wertung, die das wahre Judentum, das Judentum der Geschichte, im Grundgedanken des nationalistischen Zionismus erfährt. Sie darf auch vom Gesichtspunkt des politischen Zionis* mus schon deshalb nicht übersehen oder leicht genommen werden, weil sie in Widerspruch zum letzten Absatz der berühm t'en ״BalfoursDeklara* tion“ geeignet ist, die' Rechte der Juden in den Heimatländern zu gefährden. Dem Vernehmen nach ■ werden die Vorgänge in Erez Jisroel, wie überall, auch in■ der Slowakei Protestkund* gebungen der gesamten thorätreuen Judenschaft auslösen. Die ganze Welt soll erfahren; daß das jüdische Volk trotz der palästinensischen ״Makkabäer“ sich an den Sabbat klammert und bereit ist, sich für seine Hut einzusetzen. ... L I. B. Tagung der orthodoxen ’,Landeskörperscliaften in der Slowakei. Vom 23. bis 25. Siwen fanden in Bratislava geschlossene Sitzungen der » orthodoxen Verwalturigskommission und der orthodoxen Landesrepräsentanz statt. (Jeher den Verlauf der Tagung sind wir in der Lage, nun den folgenden aus authentischer Quelle stammenden Bericht zu bringen: ״In Beratung ständen die endgültige Textierung der * Statuten, die Einberufung einer Landestagung zur Abwehr der durch die vollkommene Sonntagsruhe ent* standenen schweren wirtschaftlichen• Schädigung der jüdischen Kaufleute, die Regelung der Kongrua, die Verköstigung der jüdischen Soldaten mit ritueller Kost, die Lehrerausbildung usw. Von mehreren Mitgliedern der Landesvertretung wurde der Präses der Zentral* kanzlei in Angelegenheit der Kongrua, der Sonntags*, ruheverordnung und der Zuständigkeit in Wirtschaftliehen Fragen der Zentralkanzlei, interpelliert, was eine ziemlich bewegte Wechselrede auslöste.. Die vom Vor* sitzenden erteilten Aufklärungen wurden zur Kenntnis ' genommen und dem Präses der Zentralkanzlei von der Landesvertretung mit überwiegender Mehrheit das. Vertrauen ausgesprochen. Hierauf wurde auf Vorschlag des Präsidiums ein Antrag auf . Ausbau der Wirtschaft* ־ liehen und finanziellen Grundlagen der Landeskanzlei angenommen.“ ׳ Oberrabbiner Rabbi Abr. Leb Trutzer זצ״ל Einer jener in der beschaulichen Stille kleiner Gemeinden, wenn auch von der großen Welt kaum beachtet, aber mit tiefem Ernst und heiliger Hingabe für die Erforschung der חוה״קwirkenden Rabbiner war der am 19. Siwan in Neded unter zahlreicher Teilnahme; zu Grabe getragene Ober* rabbiner Rabbi Abr. Leb Trutzer. Von Jugend auf wid* .mete er sich dem Dienste des Schöpfers und seiner Thora. :Er suchte niemals Ruhm und •Anerkennung und es scheint, daß unsere Zeit sich auch darin von früheren Jahrzehnten .unterscheidet, daß sie auch; .innerhalb der thoratreuen Judenheit nur dem Ruhm und Anerkennung zu verleihen geneigt ist, der sie sich mit dem׳ Ellenbogen erringt. Rabbi Abr. Leb. Trutzer war ein חלמיר חבסיגדיל . wie nicht viele seiner Zeitgenossen, er war ein von starker Wahrheits* liebe und Aufrichtigkeit beseelter Volkslehrer im besten Sinne des Wortes und verstand es auch, seinem Mussar* worte in Sprache und Gestaltung den Ausdruck zu geben, der auf seine Zuhörer unmittelbar wirkte. Sein Leben läng strebte er im Geiste der תוה״ק nach שלימות und nicht nach äußer©״! Erfolg auf der Stufenleiter der rabbinischen Karriere, Das wußten alle, die ihn näher kannten, und die sind es, diesem Hinscheiden schmerzlich beklagen. Rabbi Abr. Leb Trutzer war ursprünglich Rah*;biner, in Cece, er kam sodann uoch Säk*Szelöcze und ver* legte vor einigen Jahren den ßitz seines Bezirksrabbinats nach Neded, wo er von allen Angehörigen der Gemeinde!grenzenlos verehrt und geliebt wurde. Mögen sein g*tt* gefälliges Leben und sein Wirken vielen ein Ansporn zur Nachahmung sein, damit sein Andenken ein Segen bleibe, "ד■׳:"״/•',;״ •זכר צדק לבינה Restaurierung jüdischen Lebens in Mähren. Ein gutes Beispiel dafür, daß ernster Wille auch in den: mäh,־ ־rischen Gemeinden echtjüdisehes Leben neuzuerweckeh vermag, bietet die Gemeinde״. S t r a z n i c e, , die , in der jüdischen Welt unter dem Namen ררעוגיץ bekannt ist. Aus der Reihe der großen Männer, die früher, in der : Blütezeit jüdischen Lebens in Mähren, bier gewirkt haben, sei nur der ״Ghasam Saferזצ״ל ד ״ genannt, der fünf der Adas Jisroel, Wien, II., Nestfoygasse Ü.... Jahre lang (1793 bis 1798) Rabbiner der Straznicer Ge* meinde war. Von jener Zeit wär aber in den letzten Jäfif? zehnten fast alles verschwunden. Die jüdische Religiosität lag vor wenigen Jahren dermaßen darnieder, daß es eines starken Optimismus bedurfte, um da noch in kurzer Zeit eine Wandlung zum Besseren zu erhoffen. Daß aber zieh bewußte Arbeit auch hier güte Früchte bringt, beweist das Wirken des Rabbiners Dr. Berth. Rosenstetn. .Seit seinem Amtsantritt im Jahre 1928 hat sich manches zum Besseren geändert. Wäre nicht auch jetzt noch der חילול שנת durch Kauf und Verkauf am שבח n*an könnte schon davon sprechen, daß ein gewisses Maß von V e r* ständnis für thoratreues Judentum bereits wieder erwacht sei, und man könnte ohne bitteren Schmerz über die Jahrzehnte des Niederganges hinweg* gehen. Immerhin sollen die erfreulichen Anzeichen etnfes Aufstieges hier verzeichnet werden. Schechitawesöh, zweimal tägliches Minjan, die alten Minhagim sind voib handen. Um die Neuerrichtung einer נשיה HlpD bemüht man sich; leider fehlt noch das dazu erforderliche Geld. Anstatt des üblichen modernen Schefnunterrichtes in. ״Religion“ wird hier wieder חייה gelehrt, die alte Thora, angefangen von א״ב bis Talmud. Letztön י״ח סיןן haben ,die Schüler des Gymnasiums auch schon einen Sijum auf ׳ ביכיתDD gefeiert. Auch dieses Fest verlief nach alter Sitte. Einleitend hielt der Student Walter Kornfeld einen Vortrag über die Entstehung des Talmud, worauf dieser gemeinsam mit Egon Weiner den Traktat ביטת mit dem הדרן beendete und Ernst Reben wurzel den Anfang von פארן vortrug. Bei -der Festmahlzeit hielt Herr Rabbiner Dr. Rosenstein im .Rahmen eines ITV1 eine wirkungsvolle יישה über die Bedeutung des Limud Hathora für das Gemeindeleben und forderte die Anwesenden zur Unterstützung der orthodoxen Lehrerbildungsanstalt in Köln auf. Für-'diesen Zweck kam auch ein namhafter Betrag zusammen, der seiner Bestimmung zugeführt wurde. Herr Gemeindevor* Steher F־e 1 i x dankte Herrn Rabbiner Dr. Rosenstein für' seinen Erfolg. Aus seinen Worten klang eine tiefe •Sehn* sucht nach einer Zeit echt jüdischen Lebens heraus, wie es hier zur Zeit des Chasam Sofer geherrscht hat.' Möchten doch bald auch andere Gemeinden aus diesen Anfangserfolgen Mut zur Nachahmung schöpfen ,und an die Arbeit zur .Wiederaufrichtung orthodox*jüdischen Lebens in den mährischen Gemeinden schreiten! Moric Stark s. A. Donnerstag, am 28. Mai 1. J., ver* schied in Senica nad Myjavou nach langem, schwerem Leiden Herr Moric Stark, Staatsschuldirektor i. R.,. im 73. Lebensjahre. Der Verblichene war ein wahrhaft ■ehr* licher Jude, hatte auch große Kenntnisse im jüdischen Schrifttum. Wegen seiner ausgezeichneten Charakter eigen* schäften und seines seltenen Biedersinnes erfreute er sich allgemeiner Hochachtung seitens aller Bürger unserer Stadt ohne Unterschied der Konfession. ־ Mehrere' Jahre hindurch war er verdienstvoller Präses unserer, קדישא n und er setzte es durch, daß trotz der großen Umwälzung der Nachkriegszeit die ךן״ק ihre Legatspflichten ק״ק im selben Umfang wie in der Vorkriegszeit ungeschmä* lert einhalte. Nur mit Rücksicht auf seine schwere Krank* heit wurde seine Demission von dieser leitenden Stelle zur Kenntnis genommen. Auch als Vorstandsmitglied der Kultusgemeinde unterstützte er jede religiöse Fr^ge. in traditiöneller Weise. Bei dem am ע' שבת stattgefundenen Leichenbegängnis zeigte sich die allgemeine große Ver* ehrung, deren sich der Verblichene erfreute. Die Honora*. tioren unserer Stadt und die Lehrer sämtlicher Schulen gaben ihm das letzte Ehrengeleite. Bezirkshauptmann Dr. Prqöke begleitete den Leichenzug bis in den ziemlich ent* fernten Friedhof. Freitag halber wurden keine Trauer* reden gehalten, nur das älteste Chewra־Mitglied Herr Max: Schlesinger hielt einen kurzen Nachruf, die erfolgreiche Wirksamkeit des Verblichenen schildernd. Durch seinen Heimgang sind in tiefe Trauer versetzt seine Gattin, sein einziger Sohn Herr Vidor Stark und zahlreiche Familien* angehörige. תנצב״ה. Großer Sijum an Topolcany. Die hiesige, seit vielen Jahrzehnten bestehende ש״ם חברה feierte am vergangenen Dienstag abends ein Sijumfest auf ganzCW- Vor 38 Jahren wurde in der חברה Runter Leitung des verewigten Rosch* Bes*Din, Rabbi Awrohom Prager זצ״ל als Vortragenden mit dem Lernen begonnen und wurde jetzt unter Leitung Sr. Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners Elosor Weiß •שלוטאder vor neun Jahren mit seinen allabendlichen Vor* trägen begonnen hat, zu Ende gelernt. Aus diesem Anlaß ,versammelten sich die Mitlerner, um dieses seltene Er* eignis mit einer Simcho schel Mizwo festlich zu begehen. In der Zeit zwischen Mincho und Maariw — in der all* abendlich der Schiur gelernt wird — wurde von Sr. Ehr* würden der Sijum vorgetragen, an welchen er dann seinen Hadran schloß. Bei der darauffolgenden סעודה של מצרה haben noch mehrere Bne Thora das Wort ergriffen, um dem ehrwürdigen Herrn Oberrabbiner für seine beliebten Sehiurvorträge zu danken. Zum Schluß ergriff Se. Ehr* würden nochmals das Wort und eiferte in seiner gewohnt bezaubernden Weise die Bne Thora zum Ausharren beim Limud Hathora und .zur Erziehung ihrer Kinder in den Wegen der Thora an. Die schöne, unvergeßliche Feier •hat mit fröhlichen Gesängen erst spät nach Mitternacht;ihre Ende genommen. Hermann Fried mann. Schulfeier in Bratislava, In diesen schweren Zeiten der wirtschaftlichen Not und des Elends wirkte!*■derstarke . Idealismus ״und die edle Begeisterung geradezu wohl* tuend, mit der in den letzten Tagen vorigen Monats an der orthodoxen israelitischen Mädqhenbürgerschule,, wie auch Volksschule, der übliche ״Eltertttag“, diesmal ver* bunden mit dem Muttertag, ׳abgehalten ־würde, In einer schön aüfsebanten Fesfrede,• wies Direktor Jakab F i s c h e r darauf hin, daß das edle Gefühl der Mutter* liebe und des .Kindesdankes bei allen Völkern und in allen Zeiten gepriesen wurde und würzte seine Ansführungen 1 Mit herrUcheri Beismeien aus Thora und Histdrie^vBirek^ tor Wilhelm Kohn betonte in seiner wirkungsvollen Anprache die Bedeutung des Zusammenarb.eitens yon Haus,

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