Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 20 (21.5.1931)
- Date
- 1931-05-21
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4׳ JÜDISCHE?HESSE Nt. 20 Feln4utter! Auf Brot gestrichen v 0 f 2ü gl ich! Sabbatschuldispeiis in Polen. Die polnische Regierung sucht allmählich auf die Wünsche der jüdischen Bevölkerung einzmjelien. Nachdem sie jüngst durch die formelle Aufhebung der zaristischen Ausnahmegesetze die politische Stellung der Juden gehoben hat. kommt sie auch religiösen Forderangen entgegen. Auf das Gesuch der Zentrale der ..Schomro Sclmbbos Benichusa“ und der mühevollen futervention ihres energischen Vorsitzenden, flerrn Babb. M. H. Bankier, hat das polnische Untcrriehtsministerinm in einem Zirkular die Befreiung der jüdischen Schüler vom Sabbatunterricht in den •staatlichen ' Fach- und gewerblichen Fortbildungsschulen ungeordnet. Friedhofsschnmlung auch in Polen. Am vergangenen Sonntag wurde der jüdische Friedhof in Diw.in, Kreis ׳Kolmin. von unerkannt gebliebenen Tätern gosclütndet. 14 Grulxsteiae wurden umgeworfen. II Grabdenkmäler. darunter!sechs von Rabbinergräbern, wurden vollkommen zertrümmert. England, das Land der vorbildlichen Toleranz. Soeben wurde der Wortlaut fies vom Abg. E. K. Wise oingebraehten Gesetzentwurfes über die ■Sonntagsruhe in England veröffentlicht. Auf Grund der Bestimmungen des neuen Gesetzes wird es Angehörigen der jüdischen Konfession unter י folgenden Voraussetzungen gestattet .sei.11. .Sonntags ihre Läden offoiizuhnlten: I. muR der Geschäftsbetrieb am Samstag ruhen: 2. muß der Geschäftsinhaber die Absicht, den Geschäftsbetrieb am Sonntag aufrecht zu erhalten, vorher ׳len lokalen Behörden bekanntgeben: 3. muß im Laden an sichtbarer Stelle ein Anschlag angebracht sein, aus dem zu ersehen ist. daß das Geschäft Sonntags für den Kundendienst geöffnet, Samstags aber geschlossen ist. Das Gesetz wurde bereits vom Unterhaus angenommen und ist um so mehr anzuerkeunen, als gerade die Engländer es mit der Sonntagsruhe sehr strenge nehmen, aber trotzdem tolerant genug sind, den Juden nicht zuzumuten, an zwei Tagen in der Woche zu feiern. Vorbildliche Arbeit der ״Scliemiras Sehabbos“ in Rotterdam. Die dem Weltverband Schomre Sclmbbos angeschlossene Vereinigung ״Scliemiras Sehabbos“ in Rotterdam bat unter dem Vorsitz des Herrn Oberrabbiner Davids im• vergangenen Winter eine rege Tätigkeit entfaltet. Den Auftakt bildete eine imposante Kundgebung im September des vergangenen Jahres, in der eine Reibe prominenter Redner das Sabbntproblcm von den verschiedensten Seiten beleuchteten und insbesondere die praktischen Möglichkeiten der Sabbatheiligung aufzeigte. Die Kundgebung hinterließ einen tiefen Eindruck, so daß die nun folgende Winterarbeit auf fruchtburen Boden fiel. Sie war in hervorragendem Maße der Jugend gewidmet. Mit gutem Erfolg wurde ,insbesondere darauf hingewirkt, daß eine größere Zahl von Schulkindern als bisher an Sabbaten und Festtagen der Schule fern blieb, um diese Tage in Synagoge und Elternhaus zu feiern. Fiir Kinder, denen das Sabbatmilieu fremd ist, wurden.' Schabbos-Nachmittagszusammenkiinfte veranstaltet, die durch einen kleinen Vortrag über den Sehabbos eingeleitet wurden und im übrigen bei Spiel und Sang in fro-hor Soluvhbosstimimiiig verliefen. Diese Verunstal- Jungen werden in der Regel von 100 bis'140 Kindern besucht. Eine Sondprabteilung bildet die Stellenvermittlang. Obwohl es unter den jetzigen Verhältnissen außerordentlich schwer ist. sabbatfreie Stellungen zu bcschaffen, so war es doch durch immer erneute Bemühupgen möglich, eine Reihe von sabbatlialteriden Arbeitsuchenden unterzubringen. Die Forderungen der Juden an die neue rumänische Regierung. Uober die Audienz der Abordnung des jüdischen Panlamenterklubs, bestehend aus Senator Dr. Mayer- Ebner ■und!Deputierten iDr. Theodor Fischer, beim Ministerpräsideriten Professor Jorga ist noch zu berichten: Die jüdischen Parlamentarier gaben auf Grund der letzten Kundgebungen des Ministerpräsidenten der Auffassung Ausdruck, daß es der Autorität 11!n׳cl der Energie des •Ministerpräsidenten gelingen werde, die bisher van allen (Regierungen;mit größerer oder geringerer Nachsicht behandelten antisemitischen Aus- . sohreit'iiiigen zu unterdrücken. Der Ministerpräsident bestätigte diese Auffassung mild teilte mit, daß einige Organisationen Mim die Versicherung gegeben hätten, daß sie fortab sich nur im Rahmen der Legalität bewegen werden. (Er, der ׳Ministerpräsident, •habe immer, und namentlich während ■der .letzten drei Regierungen, die vorgekommencu antisemitischen Exzesse oft öffentlieh bedauert und verurteilt. Die jüdischen Parlamentarier entwickelten sodann ihre Konzeption von ■der ethnisch-jüdischen Minoritüt und erklärten, daß die überwältigende Mehrheit der Juden der drei angeschlosscnen Provinzen und auch weite Kreise der Judcmheit des alten Königreiches!sich als ethnische!Minderheit betrachten. Als solche haben die Juden bestimmte Forderungen an den Staat, insbesondere auf dem Gebiete der Schule. Besonders hedürfen die Juden einer staatlichen Jjclirerbiklungsl •anstatt. Der!Ministerpräsident sagte, er erkenne die For- clerung nach Errichtung eier jüdischen LehrerbUclungs- anstatt als sehr berechtigt an, wenn auch eine solche Forderung im Amgen blick angesichts der schweren ,Finanzlage des Staates nicht erfüllt werden könne. Eingehend erörterten die jüdischen Pariamentarier auch die!Frage der Staatsbürgerschaft. Der Ministerprüsident erwiderte, es gäbe Leute, die zu Unrecht ■das Staatsbüvgcrsolvaftsrecht buben. Die Regierung werde sich mit dieser Frage eingehend befassen. Das Gespräch bewegte .sich weiter in der Riehtung der wirtschaftlichen Probleme, Die jüdischen Par-;.lamentarier erklärten, ■die Jadenschaft wolle gern ihre Erfahrungen auf wirtschaftlichem Gebiete" in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Ministerpräsident Jorga nahm diese ■Erklärung mit besonderer Befriodigimg zur Kenntnis. Cernauti, Das Beth-Jakob-Komitee fiir die Bukowina vorsendet einen Aufruf, in dem die jüdischen ׳Eltern aufgefordert werden, die Mädchen in die neu errichtet י Beth-Jakob-Schule einselireiben zu lassen. Der Präsident der Jüdischen Gemeinde Madrid über die Möglichkeit einer jüdischen Einwanderung nach Spanien. Der Präsident der Jüdischen Gemeinde von Madrid, Ignacio Bauer, erklärte in einem Gespräch mit dem J. T.־A.־Vertreter, er habe hei der Unterredung mit den Mitgliedern des netten Kabinetts die Ueberzeugung ge־ Wonnen, daß es die aufrichtige Absicht der Regierung sei, den Juden die Einwanderung nach Spanien ztt ermög־ liehen. Von einer Masseneinwanderung könne wohl keine Rede sein, doch würden die Tore des Landes Juden mit Kapital und Initiative und hochqualifizierten Arbeitern offenstehen. Die Jüdische Gemeinde, erklärte Sennor Bauer weiters, wurde von der neuen Regierung anerkannt, während ihr unter dem alten Regime keine offizielle Anerkennung zuteil wurde. Am vergangenen Freitag fand die offizielle Eröffnung der vor kurzem errichteten Synagoge statt, die erste Svnagogcncröffnung seit der vor 400 Jahren erfolgten Vertreibung der Juden aus Spanien. Zum ersten Male wurde jetzt auch den Juden von der Stadtgemeinde Madrid ein Grundstück für einen jüdischen ßcgräbnisplatz z.ur Verfügung gestellt. Die englischen Vorschläge an die Mandatskommission des Völkerbundes, betreffend Palästina. Wlie der Genfer J. ■ T.-A.-Korresponclent erfährt, wird der Cliefsekretür der Palästina-Regierung, Yoavng, als Vertreter der englischen Regierung an der am 0. Juni .stattfindenden Sitzung der Mandatskommission des Völkerbünde« teil nehmen, ln Völkerbundk reisen wird erwartet, daß die britische Regierung bei dieser Gelegenheit eine detaillierte Beantwortung der von der Mandatskommission tim Verlaufe der ■letzten Tagung gestellten Fragen, ■betreffend Palästina, vorlegen wird. Auf eine solche Absicht der englischen Regierung wird insbesondere aus dem Eifer geschlossen, mit dem die englisclie •Regierung gewillt!ist, die Verhandlungen mit den Juden mul den Arabern zum Abschluß zu bringen und zu zeigen, welche positiven Schritte sie zu unternehmen gedenkt, um die!Entwicklung Palästinas ׳sowohl im Hinblick a:uf die Errichtung des Jüdischen National- ׳heims als unoh ׳irn Interesse der nichtjüdisehen Bevülkormur zu fördern. Allerdings sei — ,so verlautet gleichzeitig — die britische Regierung .entschlossen, der Mandatskommission ihre Vorschläge hinsichtlich ■der Entwicklung Palästinas in jedem Falle zu unterbreiten, ohne Rücksicht ■darauf, ob Juden •und Araber diesen Vorschlägen zustimmen oder nicht. Kleine Chronik. Die jüdische Kriminalität in Palästina ist. wie ״Doar J-Tajöm“ vom 19. April auf Grund von Regierungs- Ziffern berechnet, eine sehr günstige. Unter 2238 Strafgefangenen in den palästinensischen Gefängnissen 1)0finden sich 109 Juden, d. h. nur etwa 41/1! Prozent, während der jüdische Anteil an der Gesamtbevölkerung mehr als viermal so groß ist. (JAB.) Die Palüstinaregierung macht auf die Gefahr eines neuen Heuschreckeneinfalls aufmerksam, der, da iin Süden Palästinas Dürre herrscht, unter Umständen die Orangenpflanzungen betreffen könnte. (JAB.) Die Verhandlungen zwischen englischer Regierung und jewisli Agency unterbrochen. Die Verhandlungen zwischen der ,englischen Regierung und■ der Jewish Agency sind , auf cipem ,toten Punkt angelangt, da die Vertreter der Jewish Agency auf sofortiger Festlegung der Landentwicklungspolitik sowie auf der Forderung bestehen, daß die für die Erschließung Palästinas bestimmten staatlichen Mittel zu gleichen Teilen zur Förderung der jüdischen und der arabischen Interessen verwendet werden sollen. * Kalenderkomitee. Am 12. Mai fand in Frankfurt am Main unter Vor־ sitz des Grand Rabbin Israel Levi Paris, eine Konferenz in Angelegenheit der Kalenderreform statt. Die schwere Ge־ fahr, die der vorgeschlagene Blankotag für die Heilig־ haltung des Sabbats in sich birgt und deren Abwehr große . Arbeit braucht, veranlaßte die Konferenz, eine Erweitc־ rung des Komitees vorzunehmen und selbe als Exekutiv־ komitee eines Rates der Judenheit zur Verteidigung des Sabbats auszugestalten. Die zunächst zu unternehmenden Schritte wurden eingehendst in Erwägung gezogen und wird die bisherige intensive Arbeit fortgesetzt. Tierschutzkongreß. Am 8. Mai fand in Florenz der internationale Tier־ schutzkongreß statt. Während aber auf dem Wiener Kongreß 1929 die Schächtfrage in gehässiger Weise be־ handelt wurde, wurde dieselbe in Florenz nur gestreift. “Diese Gelegenheit benützte Advokat Dr. Pacifico, Florenz, um die religiöse Seite der Frage in gediegener Weise zu beleuchten, Der Umstand, daß in Italien das Schächten ohne Betäubung gestattet ist, veranlaßte die Gegner des־ selben zu großer Reserve. Trotzdem ergibt sich, daß wir immer auf dem Qui vive stehen müssen, denn der Anti־ semitismus ruht nicht. Daß die hervorragenden Wissen:• schaftler erklären, daß der Schächtschnitt die sofortige Bewußtlosigkeit des Tieres zur Folge hat, also von Quälerei nicht die Rede sein kann, zeugt wohl dafür, daß denkende Tierschützer nur aus Antagonismus gegen Juden oder Religion gegen das Schächten anstürmen. Hakenkreuzlerterror in Niederösterreich. In ■der .liiedemsterreichischen Stadt Wiener-Neustaclt entfalten die Nationalsozialisten seit einiger Zeit eine terroristische Tätigkeit. Besonders in den Abendstunden werden jüdische Spaziergänger auf dem Babenbergerriag beschimpft und mißhandelt. Im Zentrum des Geschäfts Viertels wurden die Firmenschilder jüdischer Geschäfte mit Totenköpfen bemalt, unter die In- Schriften wie ״Saujaden“, ״Juda verrecke!“ u. ä. gasetzt wurden. Es äst der Polizei ׳bereits ■gelungen, fünf von den Nationalsozialisten, clie in dieser Weise autisemitisehe •Hetzpropaganda treiben, zu verhaften. Die Nachfoiischungen nach den übrigen Tätern werden fortgesetzt. In den Kreisen der jüdischen ׳Bevölkerung Wiener- Neustädte herrscht lebhafte Empörung über das Treiben der Hakenkreuzler in letzter Zeit. Die Behörden ■sind entschlossen, schärfste Maßnahmen gegen eine Wieder- 110׳ hing derartiger nationalistischer Bubenstreiche zu ergreifen. R, Jizchok Leb Rosenbaum יצ״ל Aus P a k s (Ungarn) kommt die Trauerbotschaft vom Hiuschciden des in hohem Ansehen stehenden Herrn J. L. Rosenbu um ■nach vollendetem 71. Lebensjahre. Der Heimgegangene getärte einer der frömmsten Familien an und ׳war während seines ganzen Lebens bemüht, diesem guten Namen Ehre zu bereiten. Als mustergültiger p:n סוקיר förderte er die חוה״ק uml ihre Pfleger, wo uml wie er nur vermochte. Als Gemeindepräses verbesserte er die Gemeincleiitstitutionen in orthodoxer Beziehung und erwies den fiitfi '33 viel Gutes. Im besonderen übte er 1 צמ!ןרי 03תר™ *origen Jahre spendete er ein ft״©. Vor kurzem spendete er reichlieh zur Errichtung eines Zaunes um das 3י*״ח• ln seinem Bücherschrank fand man eine testamentarische Aufzeichnung, wonach er wünschte, daß für Ausbildting seiner Enkel zu fnift 3ני Sorge getragen werde. Sein Heimgang versetzte nicht mir seine Angehörigen, sondern die ganze Gemeinde in Trauer um den Verlust eines solch vortrefflichen Mannes .חנצביח Salzburg. Donnerstag, den 20. T!jar. :hat Frau Sa.vah Bo'iiyJiadi, die ׳Ga.tt.i111 das «trc.11igfkanservutive.il Tempeivorstehers der hiesigen Gemeinde H. Daniel Banyiiaili, ■ihre fromme Seele ausgclhauoht. Schon itn VaterluMitso!au- ■tiefer Relägioisiität ■erzogen, ׳betätigte!s׳ie in!mehr als dreißig jähriger Ehe ׳mit ׳ihrem talmudisoh •gelehrten Gatten ■i111׳ Heim ■sowohl als auch als!Präsident.i,n des F rau eil v er r ins ׳ihre große ׳Intel liigoiiz!111111 Henzeiiisgüte. Ihre vornehme!llilifsibereitsch'aft eroberte ihr die aufnielrtäg'O Verehrung aller. di׳e sie kannten. Bei der Bestnttumg. an der ■auch viele .nicht,jüdische!Persönlichknite.n. darunter Na׳tiona!ra׳t Witteimig. teiiliiah.inen. hielten Rabbiner Dr. ■Mangmles und 1der Gatte tiefeinpfundiMve Nachrufe. Salgötarjän. Der Verein ״Tiferes Bachurim“ hat gelegentlich seiner jüngsten Generalversammlung beschlossen, sich dem Lernen des ״Daf jomi“ anzuschließen. Der Verein hat damit seinen ideellen Anschluß an die große Geistes־ gcmeinschaft der Agudas Jisroel vollzogen. Amtliche Verlautbarungen der Ifrael« Kultusgemeinde Wien« Kundmachung. Bei der i«rae1lit1.3cl1׳en Kiiiltnsgemeände Wien werden Au fisiichte'orgaue im Koschcrf'l e i s c h w e s e 11 i 11 Vormerkung genommen, welche in Näkkur vollkommen aii'Sgebiklet s'i.rnl, die volle körperliche Eignung besitzen und das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben. Bevorzogt sind solche, welche gleichzeitig die Befähigung■ zur Vornahme von Gefiliigelsclvlaclitii.ngen haben. Bewerber, welche die österreichische Bundes- Bürgerschaft ■besitzen, wollen ihre Begehren nach Vormenkuug nebst Befülh-ig1111gszo 1 iguLsse 11 von mindestens drei orthodoxen RailA>ine1M1 unter Nachweis ihrer streng religiösen Lebensführung, der bisherigen Verwendung־ und Angabe ihres Lebenslaufes bis längstens 31. Mai 1951 au den Vorstand der israelitischen Ku!ltusgemei!11de, Wien, L, Seitenstettengussc 4, 3. Stock (A!m!tedire1kt!ion), gelangen lassen, woselbst die näheren Bedingungen zu erfragen sind; Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Kundmachung. Die Konfirmation der Mädchen in den Gemeindetempcln findet im Jahre 193t an folgenden ragen statt: I. Bezirk: Stadtteuipel, Seitenstettengasse 4, S01111tag, den 7. Juni, um 10 Uhr vormittags. II. Bezirk: Leopolclstücltcr Tempel, Tempelgasse 3. II. Bezirk: LeopolclstÜdter-Tempel, Tempelgassc 3, Sonntag, den 31. Mai, um 10 Uhr vormittags. XV. Bezirk: Fünfhauser Tempel, Tairnergasse 22. Sonntag, den 51. Mai, um halb 12 Uhr mittags. Dev Vorstand der isvael. Kultusgemeinde Wien. Neue Gruft- und Grabstellen auf den israelitischen Friedhöfen. Auf cler israelitischen Abteilung des Zentralfriedhofes (I. Tor) wird derzeit clie Anlage neuer Gruft- und Grüberreihen durchgeführt. Hievon erfolgt mit Rücksicht auf die in den letzten Jahren aus dem Kreise der Gemeindemitglieder wiederholt geäußerten Wünsche um Reservierungen von Grüften oder Gräbern auf dieser Friedhofsabteilung, welchen mangels verfügbarer Plätze nicht entsprochen werden konnte, die Verlautbarung mit clem Beifügen, daß auch auf dem neuen israelitisehen Friedhofe (IV. Tor) nunmehr Reservierungen von Arkadengrüften zu dem normalmäßigen Tarif vorgenommen werden. Nähere Auskünfte erteilt das Friedhofamt der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4. Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Am kommenden Wochenfeste werden in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen bei dem um 8 Uhr 30 Minuten beginnenden Morgengottesdienst Predigten abgehalten, lind zwar: Freitag, 2 2. Mai (t. Festtag): I., Seitenstettengasse 4 (Rabbiner •Dr. D. Feuchtwnng); II., Tempelgassc 5 (Rabbiner Dr. I. Taglicht); IX., Müllnergassc 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz); XVI., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach); XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B, Murmelstein). — Samstag, 2 3. M a i (2. Festtag): IL, Paznianitengasse 6 (Rabbiner Dr, Z. Taubes); V., Siebenbrnnnengasse la (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer); VI., Schmalzihofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky); VIll'״ Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer); X., Ilumbaldtgasse 27 (Rabbiner Dr. Albert Weiner); XIII., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin); XIX. , Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter); XX. , Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein); XXL, HolzmeLstergassc 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmanu). Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 23. Mai 1931, findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. Maskir-Andachten am Schewuothfeste. Zur Vermeidung־ des großen Andranges in den Gemeindetempeln zur ״Haskarah“ veranstaltet dev Vorstand der Israelitisehen Kultusgemeinde Wien am diesjährigen Schewuoth• feste, Samstag, den 23. Mai, um 8 Ulu־ früh, im Stadttempel, 1״ Seitenstettengasse 4, und im Leopoldstädter Tempel, 11״ Tempelgasse .5, sowie uni 9 Uhr vormittags ini Festsaale des Hotel ״Continental“, 11״ Taborstraße 6, anläßlich cler Maskir-Andachten feierliche Gottesdienste.