Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 19 (15.5.1931)
- Date
- 1931-05-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 JÜDISCH Ir PRESS!- Nr. 19 Fein*1Jutter! AufBfo^estricheh v o r z ü gl ich! die einmal an ihrem eigenen Herd gestanden hatten, dann will es mir doch scheinen, als wäre jede Form der ge* meinsamen Altersfürsorge nur eine etwas zivilisiertere Äh* art der bei Barbarenvölkern üblichen Aussetzung der arbeitsunfähig gewordenen Alten. Wie schwer fällt es doch dem an individuelle Freiheit gewöhnten Menschen, sich am Abend des Lebens mit der strengen Zucht eines auf Massen eingestellten Betriebes zu hefreundenl Wenn Freunde kollektivistischen Denkens und Fühlens jetzt so* gar in Hinblick auf die Jugendfürsorge einzusehen be* ginnen, daß Einzelfürsorge der gebundenen Anstaltspflege vorzuziehen sei, um wieviel mehr muß das noch bei alten Menschen der Fall sein, die mit ihren persönlichen Ge* wohnheiten und Liebhabereien verwachsen sind. Der ein* zige, wenn auch sehr schmerzliche Vorteil, der allen diesen mehr empfindungsmäßigen als greifbaren Nachteilen gegen* übersteht, mag für die Angehörigen dieser Alten, sofern sic sich darüber Rechenschaft geben, vielleicht sein, daß ihnen so eine Anstalt eine Art Entwöhnung, ein langsames Abschiednehmen erleichtert. Religiös aber bedeutet diese Form der Altersversorgung in Anstalten nur eine Ab* wälzung der individuellen Verpflichtung, Vater und Mutter zu ehren, auf die Allgemeinheit. Bei allem Fortschritt, der in einer obligaten Alters* Versicherung liegt, die den Anspruch und das Recht des alt gewordenen Menschen auf Leben und Unterhalt fest* setzt, vermögen alle Anstalten und auch alle ״Muttertage“ nur schwer über die Versäumnisse hinwegzutäuschen, die in Jahren begangen werden. Fast möchte man, eine Tal* mudstclle variierend, sagen: ״Wehe den Menschen, die ihre Väter von ihren Tischen vertrieben!“ Man tröstet sich heutzutage gern mit Schlagworten, aber in der Bibel, die der Schlagwortsucht der Menschen Vorbeugen zu wollen scheint, wird bei dem Gebote der Elternverehrung einmal der Vater und einmal die Mutter vorangcstellt, und den schönsten Bildern der Mutterliebe reiht es sich würdig an, wenn von dem Patriarchen Jakob gesagt wird, daß seine Seele der seines Sohnes Josef verbunden ge* wesen. Ich ging neulich an der Frauenklinik in der Spital* gasse vorüber und sah eine junge Mutter mit ihrem Säug* ling das Haus verlassen. Auch dem in ihrer Begleitung befindlichen Manne war nicht weniger Glück und zärt* liehe Sorgfalt anzumerken als der Mutter selbst. So wie für den Vater das Kind physisch nur ein unbedeutendes Erlebnis bedeutet, während es ihm doch seelisch unendlich viel Freude und Leid verursachen kann, so mag auch, wenn man so sagen darf, der Mensch für Gott ein'Nichts, die Laune eines Augenblicks sein und doch in seinem Verhalten, seinen Gefühlen und Handlungen unschätzbare Werte darstellen im Haushalte der Schöpfung. Der rein körperlich bedingten Bindung zwischen Mutter und Kind ist entgcgenzuhalten, daß nach der Meinung der Alten der Geist dasjenige ist, was das Kind seinem Vater zu verdanken hat. Der Psalmdichter sagt: ״Wie der Vater sich der Söhne erbarmt, so er*i barme Gott sich unser“, und wie um das Gleichgewicht wieder herzustellen, meint dagegen der Prophet (Jesaia): ״Wie einen Mann seine Mutter tröstet, so tröste ich euch . . . Und darum können alle Einrichtungen der modernen Gesellschaft, alle Vatertage und Muttertage nicht die schlichte Liebe und Verehrung ersetzen, die die Thora fordert und die bei unverdorbenen Juden zu Hause ist, eine Verehrung, die in der natürlichsten Weise, wie der Prophet Elijahu Kinder mit Eltern und — Menschen mit dem Himmel verbindet. Metajel. HACHftlCflTEfl l(gj) Versichern Sie beim ״Phönix64 zugunsten der Agudah. iMitigillader 1un,d Freunde der AgudaJi könne.1״״ ״' Grumicl das U-elhenei111kun1׳m׳a!1s, das zwli3d1׳on der J>ek«!1nton LdbtMvsvcrsiich.eimjiii.'gisg.asellisch-aift ״Pilmnix" mnd der Ag1!d׳a׳s Jiiisroctl «bgießcMoissen •wunde, Verisitiheriuinge« /u den :günstigste״ Bediiniguinge.n «!)schließe«. (!Ermnößig« ng der PoIIzzAMigebüli.r, vollistäuidlg •k01stcu10׳sc .Ver!sicih׳c,ruug bei T׳ot«li1!1 vaJiiditat ■und noeih «׳nidere RegHiiiistigiiingcn) Amf diic NotwcMi'diiigkeit einer 1 Leb eins! vensi i eher u 11 ׳״ ihkiiaiim'eise״, dlirlte •wohil 11101117111 tage lülberfliüstslig sein,!,!ine, L0be1״sve1-sidh׳e.r,1״1״g ist das ein,zige!Mittel, sich einion sorgitNiiloisou •Leben!s«lH״nd nwiid .seiner!FamHiie eine igeiSiicilie.rte Zukiu nt't r/m ischaffo.n. iK'OiStonlotse tacbmäiiiinisclie Beratung ׳erteilt das Sekretariat der Agudas jiisroel, Wien, 11״!Leapoldisg. 16 (A-48-4-15) mul die ,T׳hö״ix“-’Filiale VIL, Zieglerg. 22 (B-31-2-49). lE'lvonso ikön 110.11 ׳boi allen «linderen ,;Pthö.nix'VF-ilialen Versieherungsantrüge «•ul Grund des Agudali-Vortrages mit dom Vermerk ״Agudus Jiisroel“ oimgereieht werden. Für die Opfer von Borsa. Bald wird es ein Jahr, daß die Judengemeinde Borsa in Rumänien von Huligans gänzlich eingeäschert wurde. Die rumänische Regierung hat bis jetzt nicht einen zehnten Teil cler versprochenen Hilfe geleistet. Seit einigen Tagen befindet sich eine Hilfsdelegation der Borsaer Judengemeinde in Wien, um hier für die Opfer, die noch immer obdachlos umherirren, Hilfe zu suchen. Wir bitten unsere Leser, dem Appell dieser Armen an das jüdische Herz Folge zu leisten. Spenden sowie Zu- Wendungen von Kleidungsstücken werden an das Rank* haus M. Rohatyn, Wien, L, Maria Thersienstraßc 10, er־ beten. Die Namen der Spender werden veröffentlicht. (Der österreichischen Auflage dieser Nummer liegt Posterlag* Schein bei.) Kiilendetkomilee. ׳So. iFlimv. Herr Oiberrabhiüier S. iFünst!hat!s1ie.11 zur 1Beratung interner Augolegenilieiteu des jüdischen K«!leude1־refmmk01nnte׳es nach rTaukliurt a. M. begebe!״, Ernennung. Der Bumlcsmuiister für Justiz .hat in! Elnverueliinien .mit dem Bundes 1ni!11:isier für iHandel miiid Verkehr ׳clen Prokiur.Lsien der Firma .B. Spiegle.!• & Sühne, Josef Lamberger, zu,in fachmännischen Laionnicihter bei dem Hamlelsigericlit Wien mit dom Titel eines Kammerzi-alrnteis ernannt. Das Lexikon der Agudas Jisroel. Zu in zwanzigjährigen Jubiläum, das die Agudas Jisroel im kommenden Jahre. 5692, feiern kann, wird unter der .Redaktion von Benjamin Münz und Eliescr Gcrson Friedentsolin in Lodz ein Lexikon der Agudas Jisroel vonbereitet. Die rapide Entwicklung der Organisatian, heißt es im Aufruf, macht die genaue Rcgistriernng unserer geistigen Habe in allen Ländern der Welt zu einer dringenden Notwendigkeit. W.ir müssen der jüdischen wie der großen Welt zeigen, was Agudas Jisroel für das jüdische Volk ,geschaffen hat. Das ist der Zweck des geplanten Memorialbuches, des Lexiko ns der Agudas Jisroel. Agudas Jisroel als Volksbewegung hat seit ihrem Bestehen viele Geistesheroen als Führer des jüdischen Volkes iiervorgebracht, ׳unzählige bescheidene Arbeiter in verschiedenen Städten, die ihr Leben und Vermögen dem jüdischen Kl« 11 geopfert haben. Audi diese haben einen auseli niic.hen Teil an dem Bau der Agudas Jisroel. Das Lexikon der Agudas Jisroel will nun Namen und Lebensbild all dieser Führer und Arbeiter vorewigen, als Muster für spätere Generationen. Im Lexikon Finden ,Platz ausführliche Aihhandhingen über Agudas Jisroel, ßeuot.h A. J״ Poale A. J., orthodoxe Erziohiungsorganisationen, Presse lind Literatur •usw. All die!Aufsätze sollen von ׳Fachleuten verfaßt sein. Den ersten Platz im Lexikon werden die. Biographien der Gründer, Führer, prominenten Arbeiter •und Arbeiterinnen der A. J. in allen Ländern der Welt e.i ״nehmen. fm Interesse der Yorbcrcittingsurbe.iten, die be- 1 rcits im vollen Gange sind, werden alle Interessenten geiiete.n, sich mit der Redaktion des Lexikons in Ver- -i);i׳nd11ng zu setzen ,und .bei der Sammlung ׳und Sichtung das Materials für die Biographien mitzuhelfen. Insbesondere werden alle Sekretariate der Aguda-Organisationen und -Institutionen ,aufgefordert, die Adressen •derer auzugeben, van denen sie glauben, daß ihr Name in einem Lexikon der •Agudas Jisroel nicht fehlen darf. Alle Mitarbeiter und Mithelfer werden iin Lexikon als .Freunde des Unternehmens auf geführt. Mini bittet, sieb an folgende Adresse zu wenden: Lexikon der Agudas Jisroel, Lodz (Polen), Skrz. poeztow« 146. Herr Benjamin Münz, •der iin Auftrag der Herausge.ber des Lexikons zwecks Sammlung von Daten und Durchsicht •der Archive in den einzelnen Ländern sie,11 auf einer Rundreise durch (Europa befindet, ist vor kurzem in Wien ein,getroffen. Amtliche Verlautbarung der Israel. Kultusgemeinde Wien. Israelitische Kultiisgemeinde Wien. Aim Samstag, den 16. Mal 1931 findet um 3 Uhr ,naahimiittaigs der Juigeindigott'OSidiionst für idle ris1ia,eJii‘tisclvc Schuljuigcnid in den Gemeinde- und iBezirkis-Synagogcn statt. Predigten und exegetische Vorträge in den israelilischen Gemeinde- und ,Bezirks-Synagogen. Samstag, de!n 16. •Mai 195 1 w!c,r,den In «achib ernannten Ge- ,meiiiiwle- und Bczlrkis-Sy.uugoigen!Precligton Ibci/iw. exegetische Vorträge heim Morgengottesdlenste «bigehailton: P vcidigt: 11״ Pazmamtejigaisse 6, Beginn! 9 Uhr 50 Mi«. ,(Ra!bb. iDr. Z. Taubes). — iE xegctische V o r t r ix s c: XYliliL, Sc1hop׳enihaiie,1־straßc 39, .1Beginn 8 U!11:150 ־ Min. (Ra.b1lM.ncr Dr. D. Feuc.htwang): XXI.,, 110l!z!me,istergasse Nv. 12, Beginn! 9 Uhr 15 Min. (Rabbiner ,Dr. M.!Rosenmau!״). Sammelaktion für Fürsorgezwecke. Mit einer am 11. Mai d. J. Im Festsaale des N.-Oe. Cewerbevereines abgehaltenen, sehr zahlreich besuchten Versammlung, wurde die von der ״Zentralkommission für soziale Fürsorge der israel. Kultusgemeinde Wien“ im Laufe dieses Monates veranstaltete Sammelaktion für Fürsorgezwecke eingeleitet. Zu dieser Versammlung war fast der gesamte Kultusvorstand mit dem Präsidenten Generaloberstabsarzt i. R. Professor Dr. Alois Pick, den beiden Vize- Präsidenten Dr. Jakob Ornstein und Dr. Josef Löwen herz sowie Amtsdirektor Reg.-Rat Guido ■ F u c h s g e 1 b erschienen, ferner die Mitglieder der Zentralkommission, die Gemeinderabbiner, die Obmünner und Obmannstellvertreter der Bezirksfürsorgei\.omm,isß.i׳one,n und sämtliche Füvsovgerüte der israel. Kultiisgemeinde Wien sowie mehrere Pressevertreter. Die Versammlung wurde von dem Obmann der Zcntralkommission Kultus Vorsteher Dr. Isidor K lab er eröffnet, der den Zweck der Aktion, die fehlenden Mittel für die umfassenden Fürsorgearbeiten der Kultusgemeinde zu beschaffen, darlegte und auf die Leistungen der Fürsorgezentrale auf allen Gebieten der sozialen Fürsorge hinwies. Die Einführung einiger Zweige der produktive 11 F ü!׳sorge sowie die Mit- Wirkung der Fürsorgeräte kennzeichnen die neue Arbeitsrichtung• der Institution, welcher angesichts der großen Notlage unter der jüdischen Bevölkerung• die Aufgabe zufällt, notwendige H i 1 f s m a ß n a h m e n zu ergreifen. Kultusvorsteher Börsernt Ignaz Glück, der Obmann der Sektion für allgemeine Fürsorge, schilderte unter AnfUlming der finanziellen Leistungen eingehend die Fürsorgearbeit der Kultusgemeinde, die neben der offenen Fürsorge auch im Spital und in der Versorgnngsanstalt Vorbildliches und Segensreiches leistet. Nunmehr werde auch mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verlnütuisse unter anderem dev Frage dev Kreditlinie besondere Aufmerksamkeit zugewendet werden müssen. Isr. Knabenheim und! Pensionat, Bratislava j Inhaber: Dr J. Reich Vornehmes! pädagogisch geleitetes! Pensionat und Erziehungsheim; Das modernst ausgestattete Heim, welches J am 1. September in Bratislava eröffnet ] wird, gewährt den Schülern, bei gewissen- 1 hatter Beaufsichtigung und fachmännischer ] Leitung, zuverlässige Unterkunft und beste; Prospekte Verpflegung, vermittelt den nötigen Nach-! und Aushilfeunter!icht in Sprachen (Slowakisch,! kunft Deutsch, Französisch, und in allen Schul-! durch: fächern! Dr. REICH, Men■־Pensionat, derzeit Levona-Leutschau 11 sind seit 1670 die besten Fabrik: Wien, XV*» Staglgasse 10 bei Mariahitferslf. 148) Tel. R-35-8-47 und R-3Q-5-38 Filiale: Wien VII! Burggasse 17» fei. B 32-3*80 Vor allem müssen jedoch die akuten Notstandsfälle Berücksichtigung finden. Trotz der Ungunst der Ver- Inütnisse müsse es möglich sein, die Aktion erfolgreich durchzufüliren, zumal in diesem Jahre mit dem von der Buntlesregierung geforderten Zuschuß für die Zwecke der Kultusgemeinde nicht gerechnet werden kann, trotzdein cler Haushalt der Gemeinde ein großes Defizit aufweist. Hierauf ergriff Professor Dr. Julius Zappert. den• Obma.n,n der Sektion für Jugendfürsorge, das Wort und gab einen interessanten Ausschnitt aus der Tätigkeit der Jugendfürsorge, indem er einige eliarakteristisehe Fälle beleuchtete. Es gilt, neben den verwaisten Kindern, verlassene und schutzlose Kinder zu retten, für welche von anderer Seite nicht gesorgt wird. Die Zahl der infolge Krankheit oder aus anderen Gründen schwer gefährdeten Kinder nehme erschreckend zu, was sich daraus erklärt, daß weite Kreise des Mittelstandes infolge Verarmung außerstände sind, ihren Kindern die nötige Pflege und Erholung angedeihen zu lassen. Die Verelendung der in Wien ansässigen Juden, hat in den letzten Jahren so rapide Fortschritte gemacht, daß die Ausgaben für Fürsorgezwecke gegenüber der Vorkriegszeit nicht gefallen, sondern gestiegen sind. Ist diese Verarmung auch leider ein allgemeines Zeichen der Zeit, so sind doch die Juden davon mehr betroffen als die andere Bevölkerung. So wie wohl kein Jude das Merz haben würde, einen der vielen Unglücklichen, wenn er flehend vor ihm stünde, ״״beschenkt von sicli gehen zu lassen, so wird wohl jeder, der von einem Sammler besucht werden wird, nach bestem Können der Fii.rsorgezcntrale eine Spende zuweisen, wenn ilun der Fürsorgerat die Notlage so Schildern wird, wie •sie wirklich ist. Die nun folgenden Ausführungen des Präsidenten Professor Dr. Pick fanden, tiefster Herzensgute ent- Sprüngen, leicht Zutritt zu clen Herzen aller Anwesenden und verfehlten nicht die nachhaltige Wirkung, als er mit der Bitte schloß, dem großen Elend, das sich täglich manifestiere und das sofortige Hilfe erheische, zu steuern. Als letzte Rednerin verstand es Frau Regine Ulmann, das einzige weibliche Mitglied der ״Zentralkommision für soziale Fürsorge der Kultusgemeinde“, durch Schilderung einiger Fälle aus ihrer jalirzehutelangen Erfahrung die Notwendigkeit sozialer Hilfeleistung ergreifend klarzulegen. Nach einer zusammenfassenden Darstellung schloß der Vorsitzende, indem er zu opferfreudiger Mitarbeit aufforcierte, die Versammlung, die bei allen Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck liinterließ. Dieser durchaus gelungene Auftakt der eingeleiteten Aktion läßt wohl erwarten, daß die Sammlung im Interesse der unzähligen Hilfsbedürftigen von Erfolg gekrönt sein wird. Iliezu bedarf es der Mithilfe aller, ohne Ausnahme. Im Zuge der Sammelaktion gelangt die inzwischen erschienene Ausgabe Nr. 2 der ״Mitteilungen der israel. Kultiisgemeinde Wien“ sowie ein Aufruf der ״Zentralkommission für soziale Fürsorge“ an alle Gemeindemitglieder zur Versendung. * Lieferungs-Vergebung. Seitens der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gelangen im Laufe der nächsten Zeit die nachstellend genannten baulichen Arbeiten zur Durchführung: 1. II., Floßgasse 14 (MLkwali): Instandsetzung der Fenster und Türen und Ausmalu ng von Räumlichkeiten (Tischler-, Schlosser-, Anstreicher-, Glaser- und Malerarbeiten). 2. XL, Z e 111 r a 1 f r i e d h o f, I. Tor: Vier Grüfte (•Baum eist er- und Stein me t za r.bei t o 11.) 5. 11״ R a u s c 11 erst t־ a ß e 16 (Kinderambulatorium): Instandsetzung der Fenster und Türen (Tischler-, Schlosser-, Anstreicher- ׳und Glasarbeiten). Jene Firmen, welche zur Offertstellung herangezögen werden wollen, werden eiugeladen, dies bis längstens Montag, den 18. Mai 1951 dem Technischen Amte der Israelitischen Kultusgemeinde, L, Seiteustettengasse 2, IV. Stock, bei welchem auch während der gewöhnlichen Amtssluuden (Samstage ausgenommen) alle näheren Auskünfte erteilt werden, schriftlich bekanntzugeben. Die freie Auswahl unter den sich meldenden Fit•- men zwecks Heranziehung zur Offertstellung־ für die einzelnen Arbeiten, behält der Vorstand der lsraelitisehen Kultusgeineiude ausdrücklich seinem alleinigen Ermessen vor. i! Konkurs Der Vorstand der Israelitischen Kultusgeineiude Wien beabsichtigt, an läßlich der diesjährigen hohen Feiertage F u 11 k t i o n ä r e (Kantoren, Vorbeter, die auch als Kaure wirken können, Chorsänger und Scholarblüser) für die temporären gottesdienstlichen Vcranstaltungeii zu bestellen. Es werden ferner geeignete Bewerber um C11 o rsängerstellen für die Gemeindetempel in Vormerkung־ genommen, ln Betracht kommen solche stimmbegabte, musikalische Personen (Tenöre und Bässe), die des Blattlesens kundig sind und die erforderlichen Kenntnisse im Hebräisclilesen besitzen. Nähere Auskünfte werden im Schulamte der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, L, Seitenstettengasse 4, III. Stock, während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr vormittags erteilt. — Der Vorstand. — Wien, 11. Mai 1951. Offenere verläßlich orth. 3שר garantiert reines Gänseschmalz a Kö, 20.- per kg per Nachnahme, Alacfär Speiser, Geflügelhandlung, Novö Zämky.