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Jüdische Presse · 1931-04-24 · 16 (24.4.1931) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
16 (24.4.1931)
Date
1931-04-24
Page
– (sequence 4)
Language
German
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JÜDISCHE PRESSE Nt. 16 LITERATURBLATT DER ,.JÜDISCHEN PRESSE“ אהלי יעקוב. Ausgewählte Aufsätze und Ansprachen von Jakob Rosenheim. Besprochen von Rabbiner Ph. Fischer in Särospatak, Ungarn. (Siche ״Jüdische Presse“ Nr. 13/14.) 8. In ״Frauenmoden" (S. 142 u. f.) wird den ״Nacktheitsorgien“ in der modernen Kleidung (leider) auch ״gesetzestreu“ sich nennender Frauen und Mädchen das harte, aber wahre Urteil gesprochen: ״Die Tochter vermag hier der Mutter zu helfen, oft gar zum Vorbild •zu werden; denn der Bruch mit schlechter Tradi» t i o n, die Empörung gegen die Allmacht der Schneiderin und die Ethisierung der Eitelkeit fällt.einer für das Gute entflammten Jugend leichter als dem Alter.“ 9. In ״Propheten der neuen Zeit“ (S. 147 u. f.) wird an ״Rathenau und Buber als Verkünder des Gemeinschaftsideals“ die Wahrheit des geschichts» philosophischen Ausspruches von S. R. Hirsch in Komm. zu V. B. M., 31, 20, illustriert: ״-eben um dieser Doppelseitigkeit willen habe sich das jüdische Volk als das geignetste Gefäß für Gottes Menschheitszwecke dar־־ geboten, für welche Abfall und Abgefallene durch Funken und Keime, die sie trotzdem mit hinübergetragen in den Schoß der Menschheit, nicht die wirkungslosesten Agenzien geworden —" Es wird nun gezeigt, wie Rathenau zum ״deutschen Volke“ spricht: ״Aus Völkertod aber rettet Deutschland der Aufbau einer ,neuen Gesellschaft‘, in der die systematische Vereinigung von Handarbeit und geistigem Schaffen in der Lebensbetätigung jedes einzelnen Individuums *allen ohne Ausnahme das Glück der Persönlichkeit schenken soll.“ Und auch Buber will die ״neue G e s e 11» Schaft" auferbauen, um der Menschheit willen und für die Menschheit, ״aber sein Antlitz ist ostwärts gewandt, nach Palästina, und aus den Gedanken» gangen des jüdischen Schrifttums schöpft er die Formen und Inhalte, die dem jüdischen Volke den ,heiligen Weg' weisen sollen zur Verwirklichung des Göttlichen für die Menschheit in einer jüdischen Gemeinschaft in Erez Israel‘'. In dieser Rede ״Der heilige Weg“ schreitet Buber zur direkten Auseinandersetzung mit seinen drei Gegnern im jüdischen Lager: dem liberalen H u m a n i tä t s» Judentum, dem formal־politischen N a t i 0 n a 1 i s» m u s und dem religiösen Traditionalismus. Uns interessiert in erster Reihe Bubers Aus» einandersetzung mit der letzten Richtung, der Orthodoxie. Und hiebei entgegnet unser Verfasser mit Recht auf die gegen die ״Gesetzesdogmatik“ gerichteten Vorwürfe: ״Es ist grobe Verkennung, ist vollendete geistige Farbenblindheit, wenn Buber die ,Spannung der Seele ins Unendliche‘ in einen absoluten Gegensatz zu stellen sucht zu dem Beschlossensein des rechten Gehaltes in den Formen. Aus den Formen, den Siegelbewahrern des sonst nicht zu tradierenden Geistes dringt dieser in die lebendigen Seelen derer, die diese Formen in liebender Inbrunst als Grüße ihres Gottes ergreifen und mit ihnen zieht in die Seelen — mehr oder minder, je nachdem sie vom Geiste überhaupt geküßt sind —׳ die Unendlichkeit ein, die Menschensinn ja doch immer nur ahnen, nimmermehr ergreifen kann. Zwischen der Willkür der Nationaldogmatiker aber, die jenseits von Gut und Böse die Erscheinung der jeweiligen Volksgesamtheit zu gesetzgebender Gottheit erheben, und der Willkür der Gottsucher, die aus der eigenen Seele und ihren Stimmungen, frei von aller Form, das Gesetz der neuen Gemeinschaft schöpfen — besteht kein prinzipieller Unterschied. Darüber kann keine Bubersche Dialektik hinwegtäuschen." ״—- aber dabei, bei der äußeren WHlensdisziplin, soll und darf es nicht bleiben. Nicht Knechte, sondern Kinder des Hauses sind Sohn und Tochter Israels. Die nationale Gesetzes־ pflicht führt und lenkt auf dem von Gott selber erschauten Wege das frei sich unterordnende Individuum zur Erkenntnis Gottes, zur inneren Har» raonie mit dem Gotteswillen, zur wahr» haften Gottesliebe, zur Heiligkeit.“ 10. In dem Aufsatze ״Gnade und Gehorsam“ (S. 153 u. f.) ist eine tief eingehende Auseinandersetzung mit Max Brod enthalten, auf dessen Auffassung jüdischer Grundbegriffe zwei Momente mit besonderer Schärfe eingewirkt haben: ״Seine eigene künstlerische, d. h. wesentlich ästhetische Veranlagung und eine offenbar sehr intensive Beschäftigung mit der modernen protestantischen Theologie.“. Es wird nun von demselben festgestellt: ״Er über» läßt sich daher prinzipiell ebensowenig der Einseitigkeit einer begeisterten Verkündung der menschlichen Auto» n o m i e, die alles aus eigener Kraft vollbringen, Gottes Werk, auf Erden allein vollenden und das Böse selbstherrlich vertilgen kann, noch unterschreibt er die bis zum Wahnsinn gesteigerte Gnadentheorie der Christ» liehen Ethiker, die jede menschliche Verantwortlichkeit überhaupt vernichten und das Palladium des sittlichen Handelns, den mannhaften Widerstand gegen die Sünde selber als Wahl! der Sünde verwirft, alles von der Gnade erwartend.“ Doch ist Buber ״die Erkenntnis des dritten Faktors versagt geblieben, vermittels dessen die jüdische Lehre die beiden Pole des sittlichen Lebens zur einheitlichen praktischen Wirksamkeit zu führen ver» standen hat; jenes dritten Faktors, der den Aus» blick auf die wirkende Gnade und den Ausblick auf das Endziel messianischer Gesellschafts» Vollendung gemeinsam ins Bewußtsein des handeln» den Menschen rückt, ohne sie zum Beweggrund seiner Taten zu mißbrauchen.“ ״Dieses Wunder —י die ,Vereinbarkeit' des nicht ,Zusammengehörigen‘ — vollbringt das Judentum durch dasjenige Moment, das bei Brod, dem Aestheten und Verehrer der neuprotestantischen Theologie, in den Kulissen verschwindet: durch die Unterordnung unter das Gesetz des Gotteswillens. Während für Drod die ״gegen die (eigene) Natur hervorgestotterte Guttat in tieferem Sinne wertlos--ist — denkt das überlieferte Judentum darüber ganz anders.“ Bei diesem letzten Punkte soll an den fünften der פרקים להרמבם erinnert werden, wo Maimonides eine diesbezügliche Antinomie zwischen der Heiligen Schrift und dem Talmud dadurch lösen will, daß er die aus innerer Neigung stammende Betätigung des Gesetzes in bezug auf die sogenannten מצ1ת שכליות als die vorzüglichere betrachtet wissen will, während der כובש אתיצרו bei Betätigung einer צ 1 ה D nur in bezug auf die מצות חוקיות oder שמעיות als der Vorzüglichere gelten kann. Doch scheint uns לפי ע׳נד diese Lösung seine Schwierigkeiten zu haben, da der Talmud נ״ב i“D1D ganz allgemein, also auch bezüglich der מצותשכלויח sagt: כל הגדול מחברו יצרו גדול ממנו und sagt doch auch ר׳ש׳ב׳ג geradezu:לא יאמר ארם אי אפשר לבוא על הערוה אלא אפשר. •ועם אעשה אכי שבשמים גזר עלי. Und so scheint es eben, daß der Talmud, im Gegensatz zu Maimonides, eben jene Anschauung hegt, der später Kant den schärfsten Ausdruck prägte, indem er jede aus Neigung erfolgende sittliche Gesetzesbefolgung als Eudämonismus und nicht als echte Sittlichkeit betrachtete. Die ״Pflichterfüllung kann nicht geschehen, wie etwas, das man gern tut, aus freiwilliger Neigung, aus Liebhaberei“. Doch widersprechen diesem Kantschen Rigorismus die Sätze: תחת אשר לא עכדת את ה׳ אלהיך כשמחה ובטוב usw. את ה׳ בשמחה בואו לפניו ברננה myund לבב Daher glauben wir, daß die von Maimonides gefundene Antinomie nur durch folgende höhere Synthese behoben werden kann. Die Pflicht muß einmal der Pflicht wegen erfüllt werden. Nicht weil unsere Neigung damit übereinstimmt, denn wir sollen sie auch dann erfüllen, wenn unsere Neigung ihr widerstrebt. Aber den Gipfelpunkt der treuen Pflichterfüllung bedeutet es, wenn man, alle inneren Widerstände niederringend, darin zugleich auch eine höhere seelische Freude findet. Also: nicht aus Neigung, sondern mit Neigung! Dies ist die altjüdische.0״״שמחהשלמצוהdas עבדו אתה בשמחה (Siehe hierselbst auch Hirsch z. St.) Den!Kernpunkt aber der tiefgehenden Aus» fiihrungen des Verfassers erblicken wir in folgendem, ganz im Geiste des Meisters geschriebenen Passus: ״Das Gesetz als solches, weil es, im tiefsten Grunde nicht heteronom, sondern von dem Schöpfer der Welt und der Menschenseele stammend, nur das zur sittlichen Norm gewordene Weltgesetz verkörpert, löst aber auch allein den Widerstreit, den Brod in voller Schärfe zwischen Freiheit und Gnade bestehen läßt. Das Gesetz weist der Freiheit ihre Betätigungsgrenzen an und führt den Weg zur Gnade.“ ir. In ״Zur Theorie der U e b e r 1 i e f e־ rung“ (S. 168 u, f.), einer Besprechung der kleinen, aber verdienstvollen Schrift von Dr. S. Kaatz: ״Die lieber» lieferung und ihr Dogma“, verdient die einfache, aber sehr richtig scheinende Lösung eines angeblichen Wider» Spruches zwischen Maimonides und dem Talmud (Sanhedrin, 99 a) die allergrößte Beachtung: ״Die Inter» pretationsregeln sind sinaitisch, das E r g e b n is ihrer Anwendung muß es nur inhaltlich insoweit sein, als es sich um eine תסס^ס^דאורייתא^ handelt. Wer den sinaitischen Charakter der מידה שיה "BeSel an sich oder aber einer darauf sich stützenden דאורייתא“ »Vorschrift leugnet (ob sie דאורייתא ist, muß aus der Diskussion im Talmud festgestellt werden), hat den Boden der jüdischen Lehre, sagen wir also des Dogmas, verlassen, keineswegs aber derjenige, der eine durch מירהשוה ״abgeleitete“ Gesetzesyorschrift, durch talmudische Quellennachweise als ל ר בו ן und damit die Ableitung als אסמכתא erweist." Dieser הלוה scheint uns auch durch die Regel: •אין אדם דן גזירה שוה מעצמו gestützt zu werden. 12. ״Abrahamitisc he s oder mosaisches Judentum?“ Diese ״Auseinandersetzung mit zeit» genössischen Strömungen“ verdient nicht bloß des Um» langes (S. 173 bis 208), sondern noch viel mehr des Inhaltes wegen eine besondere Beachtung. Es fällt einem wirklich sehr schwer,, difi riesige Fülle anregender Gedanken, die im Rahmen dieser Aus» führungen zur Aussprache gelangen, mit wenigen Zeilen wiederzugeben. In der Hauptsache enthalten diese Aus» führungen eine Auseinandersetzung mit den ״Heim» kehrenden“, Franz Rosenzweig und dessen Anhang. Diese MEYERS LEXIKON VOLLSTÄNDIG 12 BANDE VON A-Z £/?/FF Ausführlicher, illustrierter Prospekt kostenlos durch Jede Buchhandlun wollen nicht, wie i'.L Buber, bei der ״Heimkehr“ zur Lehre stehen bleiben. Sie wollen vielmehr auch den Rückweg zum Gesetz finden. Doch graut es ihnen vor den ״steinernen Tafeln“, vor der ״starren Umgrenztheit‘* in die zu altertet?., der große Systematiker der Neuzeit, S. R. Hirsch und die ihm folgen, im Anschluß an eine große Schar historischer Vorgänger, ja, in gerad־ liniger Kontinuität einer tausendjährigen geschichtlichen Gesamtvergangenheit, das ״Gesetzes«Judentum“ gebannt haben. Sondern nVn diese Starrheit zu lesen und dem Leben i n und nach dem Gesetze Frische und Lebendigkeit zu verleihen, ist nun nach Fr. Rosenzweig kurz folgender Weg einzuschlagen: ״Alles ,T u bare‘ muß cinbezogcn werden in den Bereich des Gesetzes, jeder Brauch, jeder Unfug soll zur Würde des Gesetzes emporsteigen und die Scheidewand zwischen profanem und gesetzunterworfenem Tun fallen. Was also Gesetz, das soll sich im voraus gar nicht feststellen lassen. Aus dem Innern der von jüdischem Thorawissen und Thora» geist erfüllten Menschen (so ist's doch zu verstehen?) soll fortwährend neues Tubares in den Bezirk des Gesetz» unterworfenen hineingerückt werden und das Gesetz damit die iliim fehlende ״H e u t i g k e i t“ erlangen. Daß aus dieser Freiheit der erneuten Uebernahme keine Will־ kür werde, dafür soll — darin mündet die Darstel» lung — da> ״Grundgefühl“ bürgen. ״Kinder der Vater zu sein und Ahnen der Enkel.“ Denn wir sind allesamt ״Kinder“ und die Ueberlieferung liest es: ״Bauleut e.“ Nu־ aber beleuchtet der Verfasser in geradezu u n» w i d e r 1 e barer Weise das Unzulängliche und das nicht bloß etwa zu S. R. Hirsch und Isaak Breuer — gegen die Rosenzweig polemisiert —, sondern zum ״Gesamt» geistc des historischen Judentums“ in schärfstem Wider# spruch Stehende dieses Vorhabens: ״Ist das Gesetz i n» h ältlich fest umgrenzt — in dem bestimmten Sinne, in dem das geschichtliche Judentum es von jeher gelehrt hat —, so darf und braucht man dem unter schwerer Pein aus gewohntem Denken und Tun zur Thora Heimkehrenden gewiß kein hartes ״Alles oder nichts“ ent» gegenhalten; denn dann bleibt ja der Gesamtkomplex dieses Gesetzes unerschüttert durch die mehr oder minder bruchstückweise Verwirklichung, die es einstweilen im Leben der ״Söhne“ findet. ״Wohin aber• kommen wir, wenn einer jeden Zeit das Gesetz in dem vollen Ausmaß seiner Vollendung erst aus der Gesamtheit der es Vollbringenden erkennbar werden und diesen selbst anderseits die zwangsläufig wirkende ״Stimme des eigenen Sein s“, nicht mehr die Stimme, die von Sinai ge» sprochen, Offenbarer und Gebieter sein soll? Offenbar, so ungewollt auch immer, zum ״vollendeten S u b» jektivismus, zur Gesetzlosigkei t“. Es sei hier in Parenthese bemerkt, daß in den eben besprochenen Gedanken Rosenzweigs wohl ein richtiger Kern enthalten ist, jedoch in ganz anderer Richtung, als dies Rosenzweig meint. Denn so schreibt der חת□ סופר (O. Ch. N. 197), daß neben dem treuen Ausüber samt» 1 i c h e r kodifizierten Gesetzesvorschriften es Herzens־ angelegenheit eines jeden wahrhaften Frommen sei, für sich noch irgend einen speziellen frommen Brauch zu gründen, den er dann ganz aus freiem Entschlüsse üben und G»tt weihen kann. Hiebei ist die Gefahr des מצות אנשים כלימדה vermieden. Unseres bescheidenen Erachtens hätte der Ver» fasser eben hier das von S. R. FI. am konsequentesten und erfolgreichsten betätigte Streben, nach menschlicher Möglichkeit und Fassungskraft den tieferen Sinn des G»ttesgesetzes zu ergründen, als ein herrliches Neuland für die Auswirkung des Dranges nach ״Neuschöpfungen“ auf religiösem Gebiete hinweisen können. Schreibt doch Verfasser sehr richtig: ״Wer hat, wie er (Hirsch), es ver» standen, auf der einen Seite die Einzelheiten jeder Mizwo in ein großes System einheitlichen Zusammenhanges hineinzustellen, so daß sie förmlich inneres geistiges Be# dürfnis des Individuums werde, und auf der anderen Seite mit seiner reifen, der Natur und Geschichte in tiefstem Verstehen zugewandten Seele das Band zu knüpfen zwischen den gesetzübenden Juden und dem Kosmos draußen, mit Sternenhimmel und erwachendem Frühling, fallendem Laub und starrendem Eis, mit der Schönheit des griechischen Himmels und dem gedanken•־ reichen Ernste deutscher Denkarbeit?“ Ist doch nach dem Verfasser hier eben auch nach Hirsch noch recht viel zu schaffen: ״Die in ihrem Be» Ziehungsreichtum einer geradezu unbegrenzten Ver» tiefung und lebendigen Fortbildung fähigen religiösen Ideen Hirschs fanden nicht die genügende Zahl rechter Annehmer, die sie in ihrem Wahrheits» ernst zu erfassen und zu fruktifizieren fähig gewesen wären —“ (S. 186.) Fürwahr, ein solches Streben bringt eben einen u n# endlichen Strom lebendigen Geistes und geistiger Neuschöpfungen in die ״enge Um» grenztheit“ des Gesetzes, bannt die ״eisige )Starrheit“ desselben, erweckt die ״toten Mumien“ zu einem herr» liehen Neuleben! Läßt eben das sonstige mechanische י מצות אנשים! סלימרה zu einem lebensvollen, geist durchdrungenen Organismus werden! 1-׳hu1u aucr uic&cs oireoen ment zu einem un» kontrollierten Tummelfelde wildester Einfälle und tollster Gedankenblitze werde, nicht ebenfalls zu schrankenlosem Subjektivismus ausarte, müßte eben die streng wissen» schaftliche, systematische Methode des Meisters beob» achtet werden, wie er die Grundlagen zu einer solchen in der Einleitung zu seinen ״Grundlinien einer jüdischen Symbolik“ legte. (Siehe schon Neunzehn Briefe, 4, Aufl., S. 106 u. f,; auch mein ״Ueber den geistigen Nachlaß S, R, H.“, S. 15.) Möglich, daß der Verfasser dieses unter מחרש חיהשין באורייתא S.191 mit inbegriffen hat. Allenfalls aber hätte nach unserer bescheidenen Meinung solches viel ausdrücklicher betont werden müssen. Aus dem, was vom Verfasser (S. 180 u. f.) über ״Die Polonisierung“ gesagt wird, heben wir folgenden Passus heraus: ״Auch wir glauben, ׳daß eine jüdische Persönlichkeit, die den Gehalt der wissenschaftlich»künstlerischen Kultur der Zeit in sich verarbeitet und in das beherrschende Gefüge einer religiÖs»jüdischen, auf tiefste Thorakunde ge#

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