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Jüdische Presse · 1931-10-30 · 42 (30.10.1931) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
42 (30.10.1931)
Date
1931-10-30
Page
– (sequence 2)
Language
German
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ä '. ' ■;־; : ■■ ״" /; JÜDISCHE HRESSF 42 Auf Brot v ött ü glich mehr* ^iiSiftÄWlSeheti fäüeH an tnicheirt Schreiben aus Paks gelangte, worin mir der gfößväf etliche Wünsch zur Kenntnis gebfacht ־wurde; seinen lieben Talmid R. Kalman Weber öfters aufzusuchen. Ich merkte wohl die Absicht 4"־ man wollte meine damaligen 17 Lebensjahre der treuen Kon trolle eines gereiften, sogenannten *,ChüszemBochufs‘*, denn ein solcher ist inzwischen aus .,Kalmen“ geworden, unterstellen — also ich merkte wohl die Absicht und War doch nicht — verstimmt. Und so besuchte ich lange Zeit hindurch fast allwöchentlich R, K. \V. . , . Dann aber heiratete derselbe und fast ein Jahrzehnt trafen wir uns nicht, . . , Im Jahre 1905 gab ich dann, gelegentlich der ersten großen orthodoxen Landeskonferenz in Ungarn, jene Bro# schüre heraus, worin ich zur Gründung einer orthodoxen Lehferpräparandie für die frommen Gemeinden des Landes auf forderte, Ueber das Resultat, richtiger: die Resultatlosigkeit meines damaligen Auftretens berichtete ich bereits früher. (״Jüd. Presse“, 1930, Nr. 10.) Hier sei bloß erwähnt, daß R. K. W, einer der ersten gewesen ist, der mich für mein damaliges Auftreten in einem begeisterten Schreiben begrüßte Und mich auch daran erinnerte, wie mein Großvater, sein früherer Lehrer, der Baal Jalkut Elieser זצ״ל immer zu sagen pflegte: Die Errichtung einer selbständigen orthodoxen Lehrerpräparandie, worin echt fromme Lehrer herangebitdet werden sollen, ist eine ״f e urige Notwendigkeit“ der ungarischen Orthodoxie. Auch schickte er mir damals als Zeichen seiner Anerkennung ein Exemplar des שלמה ppD 'D von Rabb. S. Spitzer צ״ל?, dem Großvater seiner Gattin. Doch hatte er später, wohl auf extrem־־chassidische Beeinflussung hin, seinen diesbezüglichen prinzipiellen Standpunkt geändert. Es ist hier und jetzt nicht der Ort, über diese oder ähnliche Fragen zu debattieren, um so weniger, da doch eben auch R. K. W, sich in letzter Zeit wieder meinem einst so sehr verfemten Standpunkte näherte, indem die Vertretung der slowakischen Orthodoxie unter seinem Präsidium beschlossen hat, die Heranbildung jüdischer Volksschullehrer auch für o r t h o d o x e (1) Gemeinden nicht ganz und gar den Neolog eh zu überlassen, wie es in Ungarn aller Logik zum Spotte ״altgehciligte“ (?) Tradition ist, sondern selbständig fromme Lehrer für die orthodoxen Gemeinden an staatlichen Lehrerpräparandien heranbilden zu lassen. — Ich will nur noch erwähnen, daß, als wir uns vor 11 bis 12 Jahren, ich glaube, es war in dem letzten Kriegsjahre, da infolge des Kriegszustandes, in den Tagen zwischen Jom־Kippur und Sukkoth, jeder Rabbiner selber nach Budapest reisen mußte, um ein, sage: ein einziges Exemplar von Arba minim für sich und seine Gemeinde zu erhalten — also, als wir uns da־ mals, nach vielen Jahren, plötzlich in der Königsgasse in Budapest wieder und achl zum letztenmal begegneten, da war vergessen und versunken aller prinzipielle Antago־ nismus, mit ungeheuchelter, aus tiefstem Herzen hervorquillender Freude flogen wir einander ,zu, und der glühende Händedruck zauberte wieder die heiligen Ge־ fühle der für immer verschwundenen goldenen Jugendzeit hervor. Er sah in mir wieder das einstige ״Fischele“ seines ehemaligen ״Rebbe“, und ■ ich sah in ihm wieder nur den einstigen liebenswürdigen, herzgewinnenden ״Kal־ men“ des großväterlichen Hauses. Wir erkundigten uns nach dem gegenseitigen Befinden. Dann aber mußten wir von einander scheiden, denn der .Tomtow stand vor der Türe und wir beide ־wohnten an zwei entgegengesetzten Polen des ׳,damaligen Großungarn Und wir schie־ den von einander, ach! — für immer. . . . 101 KflCHmcHTEtt I® Zur Generalversammlung der Adas Jisroel am 1. November 1931.* Der Vorstand der Adas Jisroel ver־ lautbart folgende Mitteilung: Gegen die in der diesjährigen Generalversammlung vorgenommene Wahl wurde ein Einspruch erhoben. Dieser Umstand veranlaßte die Herren, die damals als gewählt bekanntgegeben wurden, zu erklären, daß sie das Mandat nicht annehmen. Der Vorstand war daher nicht veranlaßt, die Berechtigung des Einspruches zu prüfen, da er ja ohnedies gezwungen war, die neuerliche Vornahme der Wahl zu veranlassen. Mit Rücksicht auf die vorge־ rückte Jahreszeit und die in der Generalversammlung , vorgebrachten Bemerkungen beschloß er, die Durch־ führung der Wahl so bald als möglich im Herbste ins Werk zu setzen. Aus diesem Grunde mußte die General־ Versammlung jetzt einberufen werden. In der kurzen Zeit, seit der Generalversammlung, haben wir leider eine allzu große Reihe schwerer schrnerz־ licher Verluste erlitten. Noch im Sommeranfang schied Herr Josef Blau, ein aufrichtiger Freund jüdischer Be־ Strebungen, aus dem Leben. Herr Max Roth, ein ת״ק ein durch seine wahrhaft jüdisch-religiöse Lebensführung ausgezeichneter Jude, hat trotz seiner Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit die größte Verehrung genossen, Tief ergriffen hat alle das Hinscheiden des Herrn Heinrich Kohn, der in der Vollkraft des Mannesalters durch eine tückische Krankheit seinen mutterlosen;Kindern entrissen wurde. Herr Nathan Pisk, der sein langes Leben hindurch der Adas Jisroel stets ein lieber, werter Freund und Ge׳־ nosse war, ging dahin. Die Gestalt ר׳נחום Dia m a n t war mit der Schiff־ schul untrennbar verwachsen. Seine stets dem Dienste der Thora und עבורה geweihte^Persönlichkeit genoß stets die höchste Verehrung und sein Andenken wird uns immer als Segen begleiten. Ihnen allen werden alle ein ehrendes Andenken bewahren. Sie werden in unserer Erinnerung ewig leben. Aus dem Bericht, der der Generalversammlung vor־ lag, und aus den Erläuterungen, die dazu gegeben wurden, haben die Mitglieder der Adas Jisroel von der beengten wirtschaftlichen Lage derselben erfahren. Der Vorstand konnte nicht warten, bis katastrophale Ereignisse den Be* stand öder ihre Tätigkeit in Gefahr bringen. Er sah sich veranlaßt, Sparmaßnahmen zu ergreifen. Zunächst wurde eine Umgestaltung der Verwaltung ins Auge gefaßt, Durch stärkere Inanspruchnahme der gewählten Vorsteher sollte an Personal erspart werden, Es mußten zu unserer tiefen Betrübriia verdienstvolle Beamte nach mehrjähriger Dienst* zeit ihrer Stelle enthoben werden und dafür ein Beamter mit bescheidenen Ansprüchen bestellt werden, Auch sonst 1 Gegründet 1882 Gegründet 1882 g Direktion: Wien, I, Riemerg. 2 | Versicherungsbesianil Ende 1930 . < . 2300. Schilling g | Pramien-und Zinseneinnahmen im Jahre 1930 ISO. Schilling | ן Garanliemittel Ende 1930 . < . . . 328 Schilling | | Auszahlungen an Versicherte im Jahre 1930 33.5 Millionen Schilling | | Tätigkeitsgebiet: | 1 Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische § m Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, 1 M Italien, Ungarn, Polenjugoslawien, Bulgarien, Griechen- §־ ־§ land, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Tunis § ff und Aegypten §§ Illlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll muß im Personalstand eine Ersparnis erzielt werden. Leider hat es sich auch als notwendig herausgestellt, daß die Bezüge der bisherigen Beamten eine Kürzung erfahren mußten. Den Vorschlag auf stärkere Heranziehung der־ jenigen Unternehmer, die aus dem Patronat der Adas Jisroel Nutzen ziehen, hat der Vorstand derzeit nicht in Erwägung ziehen wollen, da er alles vermeiden will, was die Kosten zur Bestreitung des koscher Haushaltes er־ höhen könnte. Bei den Gebühren hält die Verwaltung seit Jahren die gezogenen Grenzen ein und ist bestrebt,. Wege zu finden, das Leben zu verbilligen. Durch die bereits in der Generalversammlung an# gekündigten Verhandlungen ist es gelungen, die Benachteiligung, die wir bei Rückvergütung der Gebühren seitens der Kuitusgemeindc erfuhren, einigermaßen zu ver־ ringern. So beängstigend und drückend auch die Wirtschaftliehe Krise auf das ganze öffentliche und private Leben in Wien wirkt, dürfen wir doch nicht zaghaft werden. Wir müssen unsere ideale Aufgabe uns vor Augen halten und im Vertrauen auf Sieg unserer Ideale mutvoll weiter# arbeiten, um das Bestehende zu erhalten und auszu- -gestalten. Adas Jisroel (Schiffschul), Wien, II., Gr. Schiffg. 8 — Kanzlei: II., Gr. Schiffg. 1. Z. 426 ex 931. ' Einladung zur General-Versammlung der Adas Jisroel für Sonntag, ׳den 1. NoVember 1931, um 3 Uhr nach# mittags im Turnsaale der Talmud־Thora־Schule, Wien, II., Malzgasse 16. TAGESORDNUNG: 1. Begrüßung durch den Vorsitzenden und Mitteilungen der Vereinsleitung. 2. Ersatzwahlen, bzw. Ergänzungswahl des Vorstandes.*) 3. Wahl der Revisoren. 4. Allfälliges, Anfragen und Anträge.־!־*) Kom.־Rat Moritz Leitner, Kom.־Rat Siegmund Bondi, Schriftführer. Obmann. *) Es scheiden aus die Herren: Sandor Adler, Jakob Fuchs, Josef Herzog, Kommerzialrat Leitner, Wolf Pappenheim, Leopold Richter, Josef Schick, Nathan Schiff, Joachim Wosner und ein durch Verzicht erledigtes Mandat für drei Jahre. Die Ausscheidenden sind wieder wählbar. § 4, a) der Statuten lautet: Ordentliches Mitglied der Adas Jisroel ist jedert Israelit, der das zwanzigste Lebensjahr vollendet hat, sobald er vom Vorstand in den Verein aufgenommen wurde und den Mitgliedsbeitrag und die Eintrittsgebiihr in der von der Generalversammlung fest־ gesetzten Höhe pünktlich bezahlt. Es ist also erforderlich, daß sämtliche Mitglieds־ beiträge bis einschließlich, Ende 1930 beglichen sind. § 4, e) (Absatz 2) der Statuten lautet: Allen männ# liehen Mitgliedern des Vereines steht das Recht zur Teilnähme an der Generalversammlung zu. Das aktive Wahl# recht erlangen sie, wenn sie dem Verein mindestens ein Jahr״ d,as passive Wahlrecht, wenn sie dem Verein wenigstens durch drei ununterbrochen aufeinanderfolgende Jahre angehören. ׳ **) Anfragen und Anträge müssen bis spätestens 28. Oktober mittags schriftlich in der Kanzlei eingebracht werden. Tlioraeiii weihung. Simchas Thora abends wurde, wie von uns bereits kurz berichtet, ein von Herrn Julius Schlesinger und Frau Regine Schlesinger geb.. Silbermann aus Banska Bystrica gespendetes Sefer Th, der Adass Israel übergeben. Vom Hause des Schwagers der Spender, Herrn Max Kohn, II״ Untere Augartenstraße 3, wurde durch die Herren Richter & Schick als Vertreter der Schiffschul die neue Thorarollej feierlichst eingeholt und von einer großen Anzahl von Baaibatim und Mitgliedern der Jugendgruppe zur Schiffschul getragen. Vor dem G־tteshaus erwartete Sr. Ehrw. Herr Rabbiner. Fürst und Präs, S. Bondi mit je 1 Sefer Thora untor der Chupe das Eintreffen des neuen Sefer, das dann feierlichst in die Bupdeslade eingestellt wurde. Auf alle, die im Hause des Gastgebers die Thora־ rolle besichtigten, machte die prachtvolle Ausführung den allerbesten Eindruck! und ist damit ein kostbares Stück der Schiffschul übergeben worden. Diese hoch* herzige Spende ist ein schöner Beweis für den echt ji'idi־ sehen Sinn der Familie der Spender. Bei Menschen mit unregelmäßiger Herztätigkeit schafft ein Glas natürliches ״Franz-J[osef“?Bitterwasser, täglich früh nüchtern genommen« mühelosen, leichten Stuhlgang. Herzfachärzte sjnd zu dem Ergebnisse gelangt, daß selbst bei Fettherz und Klappenfehler das Franz*Jpsef* Wasser ,sicher und ohne jegliche Beschwerde darrn* reinigend wirkt, ln Apotheken, Drogerien und Mineral* wasserhandlungen erhältlich. fp^iiii^i för di« de* Adas Nesiroygasse 11. ChititKdt Met Thöftt In Baden bei Wien. Seit etwa dreißig Jahren War in Baden kein Sefer Thora eingeweiht Worden und so war es denn kein Wunder, daß die Einweihung eines neuen Sefer Thora, das das sepliardische Betli Hamid rasch in Baden schreiben ließ, sich zit einer grandiosen Feier gestaltete. ' Am Vorabend des Bosch Chaudesch Marchesoltwan versammelten sich die führenden Persönlichkeiten des Betli Hamidrasch in der Wohnung des Badener Raw Dr. H. Carlehach. woselbst mit dem Nähen begonnen wurde und gleichzeitig eine Melawe Malke stattfand. Am folgenden Nachmittag wurden die letzten Buchstaben geschrieben und hierauf die Chirtuch-Feier ver״ anstaltet. Der Tempelhof war überfüllt, Fremde aus Wien. Vöshtu. Wiener-Neustadt, aus dem Burgenland waren herbeigeeilt, um an der Simclm der Nachbargemeinde teilnehmen zu können. Unter chassidischen Gelängen lind Musik wurden mit dem neuen Sefer Hakofaits veranstaltet und, eingeholt von mehreren Stfrc Thora, wurde es alsdamt dem Oratiu des Beth Kamidrasch ein verleibt. Eine gehaltvolle Festrede des Oberrabbiners. der die Bedeutung des Tages in markanten Worten zeichnete, verschönte das Fest, das mit einer Seudoth Mizwa schloß. Todesfall. Am 16. d. M. verschied plötzlich Frau Ernestine Schischa geh. Tauber, Gattin des Kultusbeamten Herrn Alois Schischa. Die Verstorbene erfreute sich wegen ihres lauteren Charakters und Wohltätigkeitssinnes großer Be־ liebtheit. Dem Gatten und den Geschwistern der Verstorbenen wendet sich allgemeine Teilnahme zu. Amtliche Verlautbarungen der israelitischen Kültusgemeinde Wien. Notstandsaktion 1931/52 der vereinigten jüdischen Organisationen Wiens Am 22. Oktober 1. J. fand im Sitzungssaal der isr. Kultusgemeinde Wien eine von der Zentralkommission für soziale Fürsorge einberufene, überaus zahlreich besuchte Versammlung von Vertretern sämtlicher jüdischer Organisationen und Wohlfahrtsvereine Wiens statt, um über die notwendigen Hilfsmaßnahmen angesichts des herannahenden schweren Winters zu beraten. Nachdem der Obmann der Zentralkommission, Dr. Isidor Klaber, die Erschienenen begrüßt und den Zweck der Be־ ratungen dargelegt hatte, ergriff der Präsident der isr. Kultusgemeinde Wien, Prof. Dr. Alois Pick, das Wort und begründete die Notwendigkeit einer umfassenden Hilfstätigkeit, die nur durch geeinte Kraft erfolgreich geleistet werden könne. Der Amtsvorstand der Fürsorge# zentrale, Emil Engel, legte sodann im einzelnen dar, Avie die Fürsorgetätigkeit als solche gestaltet und die für eine umfassende Notstandsaktion erforderlichen Geldmittel beschafft Averden müssen. Vor allem kommen Aus־ Speisungen, bzw. Lebenmittelpakete und die Zuweisung A־on Heizmaterial an kinderreiche Familien und Greise in Betracht. Die Vertreter der einzelnen Vereine erklärten hierauf, daß sie sich der unter der Aegide der Zentralkom־ mission für soziale Fürsorge cler isr. Kultusgemeinde Wien eingeleiteten Aktion anschließen und alle Anstrengungen machen Avolleti, um die gemeinsame Tätigkeit ersprießlich zu gestalten. Börserat Ignaz Glück Avies insbesondere darauf hin, daß es sich um keine Parallelaktion gegenüber der allgemeinen Aktion ״Winterhilfe“ handelt, Avelch letztere in erster Linie die ״ausgesteuerten Arbeitslosen“ berücksichtigen Averde. Für die anderen Notleidenden müsse daher nach Möglichkeit noch vorgesorgt Averden. Einstimmig gelangte sodann folgende Resolution^ zur Annahme: ״Die heutige Versammlung, zusammen# gesetzt aus den Vertretern der im Kultusvorstand be# stehenden Parteien, den Mitgliedern der Zentralkom־ mission für soziale Fürsorge der isr. Kultusgemeinde Wien sowie Vorstandsmitgliedern der jüdischen Fürsorge־Institutionen und ־Vereine, erachtet die Durchführung einer umfassenden Winterhilfsaktion für jene jüdischen Notleidenden, die durch die allgemeine Aktion (״Winterhilfe“) nicht erfaßt Averden, durch Ausspeisung oder ZuAveisung von Lebensmitteln und durch Beteilung mit Brennmaterialien für unerläßlich. Die Versammlung beschließt einhellig, allen jüdi* sehen Vereinigungen eindringlichst nahezulegen, sich ' unbeschadet ihrer sonstigen normalen Tätigkeit im Sinne des erstatteten Referates dieser jüdischen Notstandsaktion mit allen Kräften zur Verfügung zu stellen, keinerlei in den Rahmen der Akion fallende Sonderveranstaltung ohne Einvernehmen mit der Aktionsleitung zu unternehmen und in den Kreisen der Vorstände und Mitglied# Schaft aller Vereinigungen dahin zu Avirken, daß jeder einzelne sich durch materielle und persönliche Hilfeleistung in den Dienst der Notstandsaktion stelle. Die Versammlung beschließt Aveiters, die erforderlichen Vor־ arbeiten mit aller Beschleunigung durchzuführen.“ Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 50. Oktober, werden bei dem um 4 Uhr 40 Minuten beginnenden Abendgottesdieuste in naclibenannten Gemeinde- und Bezirkstsy.nagoigeu Predigten ahge.lialten werden, und zwar: Ul., Untere Viaduktjgasse 15 (Professor Dr. K. Kupfer), XV., Tm-«uer1ga׳sse 22 (Rabbiner Dr. I, Taglidit). Exegetische Vorträge: Samstag, den 51. Oktober (beim Vormittatgagottesiclieust), XXL, Holzmeisterg׳a׳sse 12 (Rabbiner Dr, M. Rasenmaun), beim Nachniittaigisgottcsidienßt (Rabbiner D׳r, M. Löwin), XIII., Eitelbenggassc 22, Midrasch vor trag: 11״ Pazmanitengasse 6 (Rabbiner D1־, Z. Taubes), u!m halb 4 U.I11* nachmittagis. Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 31. Oktober, findet um 3 Uhr nachmittags der Jugend# gottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde־ und Bezirks-Synagogen statt. Bei rauhem, kühlem und veränderlichem Wetter. entsteht den Rheumatikern große Pein. Durch Massage mit Franzbranntwein ״Alpa“ erreichen Sie große Er־ leichterung. Der Blutkreislauf wird äußerst lebhaft, gewährt eine entsprechende Körperernährung•, wodurch Muskelstärkung und günstige Nervenbeeinflussupg erzielt werden. Beraten Sie sich mit Ihrem Arzt über die Art der Massage. 511 579 519

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