Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1931-04-01 · 13-14 (1.4.1931) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
13-14 (1.4.1931)
Date
1931-04-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2629891-2630389-2630402--3879-2635944
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

0! י׳ן Sc JÜDISCHE PRESSE Nr. 13/(4 LITERATURBLATT DER ״JÜDISCHEN PRESSE" אהלי יעקוב. Ausgewählte Aufsätze und Ansprachen Von Jnkoh Roseithcim. Besprochen von Rabbiner PH. Fischer in Särospatak, Ungarn. ,,Wenn Könige balifcn, hai)en Kärrner zu schaffen.“ Wenn auf geistigem Gebiete ein Hervorragender einen Blumenkranz seiner geistigen Schöpfungen dem betrach tenden Blicke seiner Zeitgenossen darbictet, erwacht unwillkürlich in dem. dem gedanklichen Höhenflüge auf merksam Folgenden eine Fülle von Bemerkungen, die sich wie Efeu um den dargereichten Kranz schlingen. Ja die uns vorliegenden, zwei stattliche Bände füllenden Gesammelten Aufsätze und Ansprachen Jacob Rosen heims bilden einen solchen Blumenkranz. Denn wie jede der zu einem Kranze verflochtenen Blüten und Blumen an und für sich eine eigene Schönheit und einen eigenen Reiz besitzt, dennoch aber erst in ihrer Ver« bindung mit anderen die Mannigfaltigkeit der Farben und Wohigerüche zu einem herrlichen Ganzen gestaltet, so gewährte auch jede der in diese Sammlung aufgenom« menen Arbeiten, bei ihrem Eintritt in die große Oeffentlichkcit hohen geistigen Genuß dem Leser oder Zuhörer aber erst jetzt, zu dieser Sammlung vereinigt, übt sie einen überwältigenden Eindruck auf den verständnisvollen ‘Leser aus. Erst jetzt gewinnen wir eine klare Vor* Stellung von der großen Bedeutung der mehr als drei Jahrzehnte umspannenden literarischen Tätigkeit des Autors. Und da lohnt es sich nicht bloß, sondern es scheint uns auch eine Art moralischer Pflicht, an dem« jenigen Lebensabschnitte des Verfassers, den die Herausgabe dieser Sammlung verewigen soll, nicht mit den konventionellen Formeln einer Bücher« besprcchung vorüberzugehen, sondern vielmehr einen tief cindringenden Blick auf jeden dieser ״ragenden Gipfel“ in dem Schaffen Jacob Rosenheims zu richten. Nicht aber einer Würdigung der Persönlich« .lc eit des geehrten Autors, der man das, was einem echten Jehudi als das Höchste gilt: das aufrichtige לש□ שמים Streben, auch dann nicht absprechen darf, wenn man nicht mit allen ihren Betätigungen im öffentlichen jüdischen Leben ganz einverstanden ist; also nicht der Wiir digung der Persönlichkeit gilt es im Rahmen dieser bescheidenen Ausführungen '— solches geschah h i er, i n diesen Blättern, schon von weit Berufeneren — son« dern wir haben es hie r bloß mit dem Schriftsteller Rosenheim zu tun, und zwar, wie er — und dies sei im vorhinein gesagt — mit seiner glänzenden Feder im Dienste echtjüdischer Lebonsanschauung und -Betätigung steht. Die zwei Bände enthalten eine solche riesige Fülle von reichlichste Anregungen gewährenden Arbeiten, daß wir uns vorläufig auf die Besprechung der ״I. A b« t e i 1 u n g : Von jüdischer Lehre und Weltanschauung“ beschränken müssen. Scheint doch uns auch eben dieser Teil, weil er sich mit dem ewigen, alle zeitlich bedingten äußeren Verhältnisse überdauernden Wesenskern ' des Judentums befaßt, der weitaus wichtigste, sozusagen der Grundstock aller übrigen zu sein. Hiemit soll aber keinesfalls eine Wertverringerung der anderen Teile ausgesprochen, sondern bloß gesagt worden, wie aus dem in der I. Abteilung dargelegten Weltanschaulichen die anderen Ausführungen fast mit logischem Zwange folgen müssen. Unsere Ausführungen sollen keineswegs mehr oder weniger gelungene Inhaltsexzerpte sein, sondern wir wollen uns auch erlauben, hie und da unsere etwa ab« weichende Meinung zum Ausdruck zu bringen. Wir sind es der hohen Achtung, die wir der Persönlichkeit des Autors gegenüber hegen, schuldig, auch dort unsere bescheidene Ansicht nicht zu verschweigen, wo wir mit 'der,' von ihm ausgesprochenen nicht restlos überein« stimmen können ... 1. Der Artikclzyklus ״Im Kreislauf des Jahres“ (S. 1—26) enthält — was doch dem treuen Hirsch־Jünger gewiß nicht zur Unehre gereicht! — Hirsch’ Hochgedanken, in individueller Reflexierung an aktuelle Momente des jüdischen Jahres geknüpft. Es sei besonders auf den Aufsatz über ״Kiddusch Hachamah“ hingewiesen, der sich durch geistvolle und auf die Quellen zuriiekgehende Behandlung des Gegenstandes aus« zeichnet. 2. Bedeutungsvoll ist der zur Zentennarfeier S. R. Hirsch’ erschienene Aufsatz: ״Aphorismen zur Grundlegung der jüdischen Ethik im Geiste S. R. Hirse h’.“ Wir können es uns nicht ver« sagen, die von tiefgründiger Kenntnis des Hirschschen Schrifttums zeugenden Sätze in der Einleitung־ hierhe'r'zu« fügen: ״Mir will es scheinen, ob die Art, in der S. R. Hirsch schon in früher Jugend der hebräischen S p r a c h e gegenübertrat, den Schlüssel bilde zum Verständnis dieser einzig dastehenden, durch ein ganzes Leben reichenden Einheit geistigen Schaffens. Die heilige Sprache bildete das geistige Fluidum, das auf des großen Denkers empfängliches Gemüt wie der ״Geist Gottes über den Wassern“ wirkte; aus der Berührung mit der Sprache strömten ihm die B e« griffe jüdischer Gotteswahrheit zu, und an dieser Sprache, die ja im täglichen Gebet, beim Lernen und Lehren zum Ohr des Säug« . 1 i n g s wie 'des Mannes in denselben . hauten und Akzenten redete, an dieser Sprache entwickelten sich ihm tausend lebenskräftige Gec^ankep, keine, die vor dem ernsten Blick des Wahr« beitssuchers dann im organischen Wachstum auf jedem Blatte des T’nach, auf jedem Blatte der *mündlichen ״ Lehre zu prangender Herrlichkeit sich entfalteten. L! . ״An dieser Fruchtbarkeit der Sprachanschauung L bej! j S.; RvJJirsch hat׳ viqlweniger die e t y m o- 1 °*ß 1 s,c h׳e Betrachtung der äußeren Form der Sprach« v; wurzeln Anteil, als die tiefeindringende vergleichende ־?־ Untersuchung des W o rtb'e griff?׳?, ,und es fällt uabei in den meisten Fällen den herangezogenen laut« (ich verwandten־ Wortwurzeln viel mehr die Rolle eirijes anregenden. A^ens, als die einer maßgebenden irkenntniscjüelle zu. Erkenntnis q q eile ist der jB e g des Wortes, der, aus seiner Anwendung im!otteswort ermittelt, durch scharfe’ Definition in seinem Kerne herausgeschält wird und infolgedessen mit allen seinen Nuancierungen weiterverfolgt werden kann.“ Und so versucht cs dann der Verfasser an der Hand der zwei von Hirsch vielfach durchforschten Wortbegriffe von קלוש und *יבר1ן nach Hirschscher Deduktion, mit Hinzuziehung des dritten Begriffes des jüdischen Grundgedankens der וחי •מצ1ה Geiste des Meisters die Grundlagen einer jüdischen Ethik zu errichten. Die Grundlegung der Ethik erfolgt nach zwei Methoden: ״Entweder es wird der Beweis unter« nommen, daß im menschlichen G e m ü t e (wenn wir die Gesamtheit der psychischen Kräfte des Menschen so nennen), als ein angeborenes oder geschichtlich gewor« denes Stück Menschennatur ein solcher ״Maßstab“ geborgen liege, der dann als sittlicher Geschmac k, sittliches Gefühl, praktische Vernunft, Ge־ wissen, den kategorischen Imperativ der sittlichen Pflicht erzeugt (Kant, Herbart), oder aber die Norm kommt nicht kausal als Motiv aus dem Menschen« innern, sondern wird durch den Intellekt abgeleitet aus den Zwecken und Zielen des Weltgeschehens, denen die Einzelhandlung sich nur anzupassen hat, 11m sittlich zu sein. (Schopenhauer, Hartmann, Spencer, Wundt.)“ Diese beiden Methoden haben aber ihre Schatten« seiten. Daher muß im Geiste der jüdischen Ethik einzig und allein der g e o f f e n b a r t c Gottes« wille als Ergänzung hinzukommrn: .— — — jede Tat unseres Lebens zwar aus dem Motiv heraus zu voll« bringen, daß Gott sic geboten, aber zugleich in dem B e w ußts'ci n, damit dem individuellen Ziele der inneren Läuterung (הדוש) und dem sozialen Ziele der Förderung des G o t t e s w i 1 1 e n s in der irdischen Gcsc 11 ichtscnt wicklung (רוך □ ) zu dienen — das bedeutet die Vollendung des sittlichen Handelns auf dem Boden der jüdischen Wahr« heit.“ 3• Ebenso bedeutungsschwer ist der tiefschürfende Aufsatz: ״Die Wurzel des A e s 111 e t i s c h e n. Bemerkungen zur Grundlegung einer jüdischen A e s 111 e t i k.“ (S. 41 u. f,) Folgende sind die Kerngedanken dieser herrlichen Auseinandersetzung: ״Daß der Mensch ästhetisch, d. h. i n lebendige m Gefühl an sc hauend zum Weltall sich verhalten könne, daß er — weder rein erkenntnismäßig, Geist dem Geiste gegenüber, noch in sittlichem Willensaufschwung die Materie gewaltsam unterdrückend. — sondern viel« mehr mit dem Herzen Gott hinter der Materie schauend, der כבור קי sein Loblied singen könne, das ist bedingt durch ein ganz bestimmtes Meinungsverhältnis zwischen Geist und Stoff imWeltal 1.“ ״Das ästhetische Verhältnis wäre ebenso undenkbar in einer Welt reinen Geistes wie in einer Welt geistloser Materie; es ist vielmehr das Korrelat einer vom a b s oluten Geist durchleuchteten Materie, des Gleichgewichtes von Geist und Sinnlichkeit.“ ״Die göttliche Einheit, in der M a n n i g« f a 1 t i g k e i t siebenfarbiger Schönheitsfülle sich spiegelnd, durch Schönheit das Menschengemüt zur Gottesliebe geleitend, das ist die Wurzel des Aesthetischen im Judentum, der tiefste Sinn des Vor« wv01־tes: כמד ה׳. Es sei uns noch zu bemerken gestattet, daß bei einer vom Verfasser am Schlüsse dieses Aufsatzes gewünschten ״Würdigung der grundsätzlichen Stellung, die unsere Geistesgrößen gegenüber dem Aesthetischen im Laufe der jüdischen Geschichte ein« genommen haben“, — wohl in erster Reihe an S. R. Hirsch zu denken sei, da wir nach meinem bescheidenen Wissen eine' prinzipiell e Stellungnahme zum Aesthe# tischen vom Standpunkte des Thoragesetzes und des Judentums aus bloß von ihm in seinem berühmten Auf« satze ״Hellenismus und Judentum“ und in seinem Korn« mentar zu I. B. M., 4, 18 bis 22, und ibid., 9, 27, besitzen. 4. In der prächtigen Artikelserie ״Beiträge zur Orientierung über jüdisches Geistes« leben in der Gegenwart“. — worin, in Paranthese sei cs gesagt, wie auch in vielen anderen Arbeiten, Hirschsche Gedanken sich mit den Gedankengängen des Verfassers derartig zu einem organischen Ganzen verwoben zeigen, daß an manchen Stellen nur dem gründlichen Hirsch־־Kenner der ausgesprochene Gedanke in voller Klarheit und Tiefe״ entgegenleuchtet (so ist z. B. das S. 80 über מציבה Gesagte nur demjenigen in ganzer Tiefe ver« stündlich, dem die Ausführungen im Komm. I. B. M., 28, 17 und 18, gegenwärtig sind) — also in dieser herrlichen Artikelserie zeigt der Verfasser mit markanten Zügen an den Beispielen Martin B ü b e r s ' und He r m a n n Cohens, wie moderne Denker nur Bruchstücke des MEYERS LEXIKON Total judentums erfassen und auch, diese vielfach in gebrochenen Strahlen zurückreflektieren lassen. Sowohl M. Buhers einseitiger Verherrlichung des Mythischen im Religiösen und der unbewußt־g e f ü h 1 s m ä ß i g e ת Elemente der Religiosität überhaupt, wie H. Cohens entgegengesetztem Extrem, einem aufs äußerste gestei« gerten Intellektualismus — stellt unser Verfasser d׳e. all diese Bruchstücke als einzelne Bestandteile enthaltende Totalität des Judentums entgegen: ״ So tritt -- im T o t a 1 j u d e n t u m der Ueberlieferung das von der analysierenden Willkür moderner Denker Zerrissene und wegen seiner Einseitigkeit unwahr Gewordene zu vollster Harmonie zusammen. Es ist die Ueberlcgenheit göttlicher Wahrheit über die Relativität menschlicher Begriffskon« struktionen, die aus dieser Erkenntnis mit überraschender Klarheit hcrvorleuchtet — — — In dem Schlußabschnitte dieser Serie ״Von Klatzkin zu Breuer“ geht der Verfasser streng ins Gericht mit dem areligiösen Reinnationalismus. dessen hervorragender Vertreter Klatzkin ist, und stellt diesem, dessen Buch ״D er uralte Schrei und Logik der M a t e r i e“ ist, den ״göttlichen Nationalbegriff“ des Judentums, wie er in Breuers ״Messiasspuren“ dargestellt wird, entgegen. 5. Schön und trefflich sind auch die Ausführungen in der Artikelserie ״D er Weg zu m j ii d i s c 11 e n Leben“ (S. 104 u. f.). Freudigen Herzens wird da gleich anfangs konstatiert: ״Tn allen Lagern der jüdischen Gesamtheit, man muß das ohne Parteibefangenheit anerkennen, lebt und webt diese Sehnsucht nach dem Höhenflug jüdischen Lebens, ob sich auch ihr Ausdruck jc“nach der Stufe, von der aus der Aufstieg beginnt, sehr wesentlich differenziert. Der Trieb zum Lernen in den Jeschiwos, der die Herzen der Besten unter unserer gesetzestreuen deutschen Jugend heute erfüllt, ist nichts anderes als ein Weiterschreiten zur Einverleibung der G c s a m t f ii 11 e des Thorageistes in den von S. R. Hirsch ״mit mächtiger Hand neu auf« gerichteten Lebensbau jüdischer Weltanschauung.“ Aber auch hier muß wieder aufgeder.kt werden, wie in vielen Kreisen dieses התעוררות לתשובה die von ihm Ergriffenen entweder bloß bis zur Peripherie des wahren Judentums gelangen, oder aber dieselben sich mit Bruchstücken, die allenfalls zum Totaljudentum gehören, aber doch nur Bruchstücke desselben sind, bescheiden läßt. Und da wird nun S. 122 mit Fug und Recht in schärfster Weise auf den Mißbrauch hingewiesen, der mit der einseitigen Propaganda für das hebräische Sprachstudium als ״Rettungsweg“ getrieben wird. 6. In ״K i 11 d e'rscge n“ (S manche auch in vielen sonst Kreisen beherzigenswerte Worte gesprochen: eine Wahrheit, daß unser als Volk noch 12BÄNDE VON A-Z VOLLSTÄNDIG Ausführlicher, illustrierter Prospekt kostenlos durch jede Buchhandlung für das Judentum t2q u. f.) werden so gesetzestreuen ״Ist’s aber eine große geschichtliche Aufgabe harrt, der wir mit jedem Tage in der Erfüllung von הורה ומצית vorbereitend gereicht zu werden suchen, dann steht und fällt ja die Möglichkeit der endlichen Lösung dieser Aufgabe vor allen Dingen mit der Frage — unseres Da«Seins. Ist Leben zwar nicht Selbstzweck, wohl aber Vorbedingung für den nationalen Pflichtdienst des jüdischen Volkes, dann sind die Kinderscharen, die wir in den Kulturprozeß hinein־ senden, die wahrhaften Träger der sittlichen Weit« entwicklung, dann ist die Gcburts Statistik der allerbeste Gradmesser für den Stand de r nationalen Sittlichkeit des jüdischen Volke s.“ 7. Im Aufsatz ״Le b e n d i g e s : Judentu m“ (S. 138 u. f.) wird die Lektüre des 1״ מסילת ישריםit ergreifenden Worten ans Plerz gelegt: ״Mosche Chajim Luzatto, der als Träger uralter überlieferter jüdischer Wissenschaft vor 170 Jahren in seinem לי ל ח so ziemlich all das niedergeigt hat, was an Wahrheitsgehalt in der evolutionistischen Natur« Philosophie der Gegenwart enthalten ist, der Mann höchsten metaphysischen Gedankenschwunges und reifster kosmologischer Erkenntnis — er tritt im מסילת ישרים m>t der ganzen Einfachheit des ,Mannes Mosche’ in die Mitte seines Volkes. ,Nicht um etwas Neues zu lehren’, will er cs geschaffen haben. Es scheint gar kein Kunststück, den Aufpfad zu beschreiten, den unser Führer so ganz still und ohne alles Pathos uns hinangeleitet: von der Achtsamkeit zur Rüstigk e i t, über Lauterkeit, Zurückhaltung, Reinheit zur L i e b c s h i 11 g e b u 11 g und zur Demut und dann hinauf zur Furcht vor dem Sitt« licfuSchlechten seihst, zur Heiligkeit und zu der Pforte, die aus dem Tode zum Leben führt. Klar und durchsichtig in der Gliederung, frei von jeder Spur moralisierenden Schwulstes, gleich fern von der Gedankenarmut des bloßen Wortkiinstlers wie von der Dunkelheit des grübelnden Philosophen, so fließt der Strom der Rede dahin, und hinter jedem Worte scheint — namentlich in den letzten Kapiteln — ein geheimnis־ volles Feu^r aufzuleqchten, das ,den ganz sich Hjpj* gebenden‘ Leser 1 erg reift',‘ tim seine Seele tief int Innern erlebe n zu lassen, was aus dem Buche durchs Auge (nur besser auch durchs Ohr) ins Gehirn dringt.“ ״Das ist lebendiges Judentum; ein Judentum, das keine Kluft und keine!Scheidung kennt zwischen Ethischem׳ und Rituellem, zwischen Natio« nalem und Humanem, das weder die religiösen Trieb« kräfte des Gemütes yerd.orren, noch den Geist einschlafen oder auf fremden Triften weiden läßt.“ * (Fortsetzung folgt.) Die; Bibliothek des ״Vereins tür die jüdischen Interessen Rheinlands-Köln44• ׳Ein Schwei-kranker genas durch die bewährte Behandlung eines b'erwinitön' Arztes. Nachdem׳* er sich . viele Jahre der festen Gesundheit erfreute, erkrankte er abermals an dein früheren Leiden. Wäre es da nicht unvernünftig•, wenn sich der Kranke nicht mehrmals Neue Sprachschule ,vom Wiener JStadtsehulrat >f0n?e§510n!?rt. für: die englische and iransösN sehe Sprache für weibliche Personen im ״Dr. Krüger-Heim“ Wien. II., Malzgasse 7. Tel. Ä0־40־*L (jo bis 12 Uhr und 3 Ms 5 Uhr) Kurse für Anfänger und Vorgeschrittene an Nachmittagen und Abenden. Spezielte Kinderkurse. Erprobte׳, .erstklassige Lehrerinnen. Billige Knrsbeitrüge. Konwer8atlon*»׳fU1ende.... ,• , י—*•יי״"

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.