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Jüdische Presse · 1931-03-20 · 12 (20.3.1931) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
12 (20.3.1931)
Date
1931-03-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr/i-2•■ Zu Pessach uitniuiitHiniuiifnmilliinnrifMnimitniimtuiiiiiiiTmtiinniniiiiiinniniintniinnmnitrmiinnniiititf kaufen Sie <38$€hifr£ und Kifciieiigerite billig und verläßlich bei S. Neurath & Sohn Republikplatz 17 Telephon 202 und 446 9pe11«l«»l für den lind Jessode Mora dar Adas Jisrael. Wien. 11״ Nestrovaasse 11 I Bölling er | sine Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien, XV., Staglgasse 10 bei Mariahilferatr. 148) Tel. R-35-8-47 und R-39-5-38 I Filiale: Wien VII, Burggasse 17, Tel. B 32*3*80 Pension und Restauration HERMINE EICHNER |i Baden bei Wien, Rollettgasse Nr. 7 Telephon 1032/4 | Ganzjährig geöffnet! Auch פסח in Betrieb! 5» [ f: Zentralheizung / Fließendes Warmu. Kaltwasser 6iu11u1u1111m111111m11111111un1111111111n11uumuuuumu111111111uu11nuau1111uunnuj11111mm1n1m1n1uu11111ü! irnnmiw״: Orth. כשר TERNO כשר. של פסח. (חחח השגחח הרב הגאון ד ישעי פורסט שיפשוהל) Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrvvürden Herrn Oberrabbiner Jesaia Fürst (Adas Jisroel) Ueberall erhältlich! Carl filaimscheins Vereinigte Margarine- und Batterfabriken in braunen Schachteln lt. Attest Sr. Ehrwürden des Herrn Oberrabbincr Simon Schreiber aus Erlau verläßlich פשר auch heuer wieder in garantiert reiner und ausgiebiger Qualität zu haben bei CO Kosice Diese Fabrik steht unter Ober־ aufsicht des Herrn Oberrabbiner Simon Schreiber aus Erlau und unter ständiger Kontrolle von Sr. Ehrwürden ernannten j ü d i ־־ sehen Aufsehern, so daß samt־ liehe Erzeugnisse בשר verläßlich •כשי sind und also von jedem Glau־ bensgenossen das ganze Jahr hin־ durch gebraucht werden können, BEACHTEN SIE beim Einkäufe* im eigenen Interesse recht genau: die braune Farbe der Schachtel, die Schutzmarke: KAFFEEMÜHLE und die Unterschrift: FRANCK jÜT NACHRICHTEN Zfl Vom Rabbinat der Adas Israel (Scbiffschul). Üeber Anfragen von mehreren Seilen sieht sich das Räbbinat zu der Erklärung veranlaßt, daß kein Spczereiwarengesehüft unter Aufsicht steht und der Pesnchbetricb nicht kontrolliert wird. Charauses aus Erez Jisroel. Wenn am Scdertisch, wie Jahrtausende hindurch, wieder jene erlauchte Tisch־ Gesellschaft von Bne Brak uns vor die Seele gezaubert wird, die Führer unseres Volkes, die ״jene ganze Nacht von יציאת מצרים erzählten”, so wird in diesem Jahre die Möglichkeit gegeben sein, auch dem jüngsten der Kinder, ״das nicht zu fragen versteht“, den Mund zu öffnen, und zwar im eigentlichsten Sinne des Wortes und ihm Bnc Brak wieder zur lebendigen Wirklichkeit zu machen. In der gesetzestreuen Kolonie Bnc Brak ist nämlich unter der Aufsicht der Herren Ohcrrahbiner Sonnenfeld und Kuk und sämtlicher führender Rabbiner des Heiligen Landes nach einem patentamtlichen Verfahren Charauses hergestcllt worden, welches in den Lebensmittelgeschäften zu beziehen ist. Wer möchte die Gelegenheit versäumen, auf seinem Scdertisch jene Früchte von F.rcz Jisroel auf־ zustellen, an denen die Mizwo von Trummo und Masser vollzogen worden ist, Mizwaus, die sonst in der Gola nicht ausgeübt werden können! Wer möchte versäumen, durch seinen Scdertisch jüdischen gesctzcstreucn Arbeitern im Heiligen Lande auf diese Weise durch den Bezug von Charauses Unterstützung zu gewähren! Wer möchte nicht in jener Nacht, da das לשנה הבאה בא רעה ד ישראל den Seder einleitet, etwas Sichtbares von Ercz Jisroel aufweisen können! — Eine Portion Charauses, her־ gestellt in Ercz Jisroel (die, mit etwas Rotwein angefeuch־ tot, gebrauchsfähig wird), ist in geschmackvollen, ebenfalls in Ercz Jisroel hergcstcllten Blcehdöschen zum Preise von S ז zu beziehen, in den Lebensmittelgeschäften und durch die Palästina־Zcntrale, Wien, IL, Lcopoldsgas.se 16. .לשם מציה Ein in den allerersten, vornehmsten und hochangcscheusten, allcrerstklassigsten Familien des Tn> und Aus־ latulcs wohlcingefiihrter seriöser Herr, der infolge seiner Reisetätigkeit, riesig großer Bekanntschaft und großer Beliebtheit erste, glänzende Beziehungen zu allen promi־ nentesten, vornehmsten Kreisen besitzt, vermittelt streng diskret und kulant unter allcrstrcngstcr Verschwiegenheit nur allererste, gute und reiche Partien. ln der Tschechoslowakei, Oesterreich, Ungarn, Polen, Rumänien, Jugoslawien, Belgien, England, Frank־ reich, Holland und in der Schweiz ganz besonders und hervorragend bekannt und beliebt. Ganz ausführliche, detaillierte Offerte und Angaben mit guten Lichtbildern und unbedingt init Rückporto unter Chiffre* ״Massel 17“ an die Expedition der ״Jüdischen ' Presse“, Wien, II. Bezirk, Leopoldsgassc Nr. 26. In jedes Haus gehört ״Cirine flüssig“ zur Pflege von Linoleum, Parketten, Xylolith und Möbeln. ״Cirine“־ Hartwachs erhält die Schönheit Ihrer Fulibödcn, gibt diesen einen prachtvollen Glanz von grober Härte und Dauerhaftigkeit mit weniger Arbeit, als bisher nötig war. Siehe Inserat. Was aus Ghettojungen werden kann. Vor einigen Tagen ist der weltberühmte Film־ künstlcr Charlie Chaplin in Wien eingetroffen und, wie schon früher in anderen Städten, begeistert empfangen worden. Es dürfte aber den wenigsten unter seinen nach Millionen zählenden Verehrern bekannt sein, daß Charlie Chaplin als Sohn eines jüdischen Einwanderers 1889 in London geboren wurde. Sein Vater kam etwa um die Mitte des vorigen Jahrhunderts aus dem Osten nach England und führte ursprünglich den Namen Thonstein. Neunzehnjährig wanderte Charlie nach Amerika aus, schloß sich einer kleinen Varictetruppc an. Ein Filmunter־ nehmer in Los Angeles wurde auf ihn aufmerksam und bereitete ihm den Weg zum Weltruf. Die vielleicht noch am ehesten als jüdische Eigenschaft anzusprechende Seite in Chaplins Wesen ist der Mangel an Einseitigkeit. Noch in dem großen Schauspieler lebt das Hingezogenscin zu anderen, mehr oder weniger gegensätzlichen Berufungen. Eigentlich Mimiker, ist er doch Literat, Verfasser seiner eigenen Stücke, eigenwillig ihre Tendenz vorausbestimmend und selbst im Filmzentrum Hollywood sich der jeweils herrschenden Mode entgegensetzend. Bezeichnend dafür mag auch die Tatsache angesehen werden, daß sein neuester, jetzt mit so großem Eklat angekündigter Film kein Tonfilm, sondern stumm ist. Ein anderer, uns auch menschlich sympathisch an־ mutender Wesenszug Chaplins, den man sich nicht zu scheuen braucht, als jüdisch anzusprechen, ist sein in Amerika beinahe sprichwörtlich gewordener Sinn für Wohltätigkeit. Er fördert nicht nur junge Talente (Jackie Coogan und Adolphe Mcnjou sind von ihm entdeckt und lanciert worden), sondern er unterstützt auch wissen־ schaftliche und philanthropische Institutionen, nicht zu־ letzt natürlich die jüdischen. Ein anderer Sohn des Judentums, der eine weit über den Durchschnitt hinausgehende Bedeutung als Führer von Massen erlangte, war der vor kurzem in Lern־ berg verstorbene ehemalige Reichsratsabgeordnetc und spätere Sejmdeputierte Dr. Hermann Diamand. Uebcr 20.000 polnische Arbeiter, unter ihnen zahlreiche Delega־ tionen verschiedener sozialistischer Organisationen und Arbeitergewerkschaften aus Polen und dem Auslande, so wie alle Deputierten und Senatoren der Polnischen Sozial־ בשיי שלפסחHaselnußSpeiseblockschokolade ן ARKE G IT A Preiseibeer-Kompott, Essig- und Salzgurken in gilen Packungen. 1 Unter Aufsicht Seiner Ehrwürden §j Rb. Fürst, Adass-Jisroel, Schiffschme!! Überall erhältlich! Ube<*a I erhältlich! | Die besten und billigsten bekommen Sie nur in der Weingroßhandlung Hirsch Lipschütz, Wien II, Hammer - Purgstall - Gasse 4 Auch Detailverkauf Auch Detailverkauf Guter Ruf geht weit und ist beständig. Den besten Ruf seit 30 Jabrett geniefit GIRlNE-HARTWACblS flüssig bei den Hausfrauen zur Pflege von Unoleiim. Parketten. Xyiolith und Möbeln. Cirine ist führend In Qual.tät, wutde bisher <n keiner Wei<e erreicht und wird auch nicht übertroffen von den a!s ״Np uh eit» ausgebotenen Nachahmungen. Chine flüssig ist nttf■ in Original* flaschen, farblos, rot, gelb und braut, überall erhältlich. Probeflasche umsonst durch CIRINE- WERKE Josef Lorenz & Co., Eger demokratischen Partei schritten hinter seinem Sarge. Auf dem ganzen Wege vom Trauerhause bis zum jüdischen Friedhof wurden Trauermärsche gespielt. Am offenen Grabe hielt Rabbiner Dr. Freund dem Verblichenen einen warm empfundenen Nachruf, Oberkantor Lwowicz sprach die Trauergcbetc. Es folgten weitere Reden sozialistischer Deputierter. Zum Schluß sprach Oberkantor Lwowicz das Kaddischgebet, hernach sang ein Arbeiterchor den Hym־ nus ״Rote Standarte“. Die Bestattung fand auf Verlangen des Verstorbenen und seiner Familie nach streng jüdi־ schem Ritus statt. Auch die Tausende christlichen Ar־ beiter behielten, solange sic auf dem jüdischen Friedhof weilten, die Kopfbedeckung auf. Unsere Prämien pro 1931 sind in der Bratislavaer Administration bereits angelangt und werden in diesen Tagen nach auswärts an Berechtigte versandt. Bei rauhem, kühlem und veränderlichem Weiter entsteht den Rheumatikern grolle Pein. Durch Massage mit Franzbrannt wiein ״Alpa“ erreichen Sie große Erleich־ terung. Der Blutkreislauf wird äußerst lebhaft, gewährt eine, entsprechende Körperernährung, wodurch Muskel- Stärkung und günstige Nervcnbccinflussung erzielt, wird. Beraten Sic sich mit Ihrem Arzte filier die Art der Massage. Amtliche Verlautbarungen der Israel. Kultusgemeinde Wien. Kundmachung. Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß die Firma Fellner, Schönfeld und Steinberg, II., Haidgasse 7, durch einen vorn chrw. Rabbinute der israclitisehen Kultusgemcindc Wien (Rosch-Bcth-Din Rabbiner Josef Babad) autorisierten Schächter Geflügel schlachten läßt und ihren Betrieb unter Aufsicht des genannten Rabbinates gestellt hat. Die Verantwortung in ritueller Hinsicht wird nur Hir ganze Stücke und nur für solche, die die Plombe des elrrw. Rabbinates aufweisen, übernomimen. Der Vorstand der israel. Kultusgemcindc Wien. .Kundmachung. Vorn gefertigten Rabbinate wird bekanntgegeben, daß von den Mazzoth aus den unter Aufsicht des Rabbinutes stehenden Mazzothfabriken Nathan Brodetzkv (vormals Schmidl), XXI., Mengcrgassc 19, Hermann Strum, II., Roten Ster.ngasse 11, und Israel Vortrefflich, 11״ Obere Augartenstraße 52, in den betreffenden Fabriken bereits חלה (Challoh) genommen wurde. Rabbinat der israel. Kultusgemeinde Wien. Konkiirsausschreibiiiig’. Im Spitalc der israel. Kultusgemeinde Wien, XVIII., Währinger Gürtel 97, gelangt am R ö ir t g e n i n s t itute die Stelle des Vorstandes zur Besetzung. Zur Anstellung sind erforderlich: Die österreichische Staats- Bürgerschaft, die Berechtigung zur Ausübung der Heilkünde in der österreichischen Republik, die körperliche Eignung (nachgewiesen durch ein amtsärztliches Zeug- 11is), eia Alter von unter 45 Jahren sowie der Nachweis der wissenschaftlichen Qualifikation für die angestrebte Stelle. Mit den Pcrsonaldokumentcn (Geburtsschein, Heimatsschein, Diplom, Nachweis der Zugehörigkeit zum Judentume, Zeugnisse über die bisherige, fachliche Verwendurig, Curriculum vitac) belegte Gesuche sind bijs längstens 5 0. April 195 1, 12 Uhr mittags,:1וך der Amtsdirektion der israel. Kultusgemeinde Wien, jL, Seitenstettengasse 4, III. Stock, zu überreichen, woselbst auch nähere Auskünfte eingeholt werden können. Wien, 10, März 1931. Der Vorstand der israel. Kultusgemcindc Wien, : Konfirmanden-Unterricht. Der Vorstand bringt zur Kenntnis, daß der alljährlieh in den Gemeinde- und Vereinssynagogen .stattfi.11denden Konfirmation der israelitischen Mädchen, bin Konfirmanden-Unterricht vorausgeht. Die Teilnahme an diesem Unterrichte steht solchen Mädchen frei, wülclle im Laufe des Kalenderjahres das 14. Lebensjahr bereits erreichen. Die P. T. Elten, oder Vormünder werden demgemäß eingeladen, ihre Töchter, bezw. Mündel zu veranlassen, sich bei ihrem Religionslehrer oder im Schulamte der israel. Kultusgemcindc, 1״ Seitenstctte.i1־ gasse 4, III. Stock, bis s p ä t e .s t e 11 s 2 5. M ä r z 1 9 י I wegen Teilnahme an dem Konfirmanden-Unterricht zu melden Mädchen, die keinen öffentlichen Rejigionsunterricht genießen und über Wunsch der Eltern oder Vormünder konfirmiert werden sollen, sind gleichfalls im Schulamte der israel. Kultusgemcindc bis zu dem angegebenen Termin anzumcldeu. Der Unterricht ist unentgeltlich. Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 21. März d. ]״ findet um 5 Uhr nachm, der jugendgottesdieiust für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bexirkssynagogen statt. Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 20. März 1951, werden bei dem um 6 Uhr beginnenden Abendgottesdienst in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgelmlten, und zwar: 1״ Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. j. M. Bach), 11״ Tcmpelgasse 5 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann), V״ Siebenbrunnengasse 1 a (Rabbiner Dr. C. M. Mehrer), XX״ Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmülstein). Samstag, den 21. März 1931, 4 Uhr nach m.t XIX״ D o 11 i 11 e r g u s s e 5, Exegetischer Vortrag (Rabbiner Dr. A. Frankfurter).

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