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Jüdische Presse · 1931-03-20 · 12 (20.3.1931) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
12 (20.3.1931)
Date
1931-03-20
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. U Wie anno dazumal... ־ Das Interesse für die .Heiligung des Sabl>a ts als eine der unerläfilithen Vorbedingungen zur Erhaltung des Judentums als lebendig fortwirkende Tatsache ist in den letzten Jahren einerseits durch den geistigen Zusammenbruch des .,Reformjudentums“ oder — wie man cs hierzulande zu nennen gewöhnt war — der ״Neologie“ und anderseits durch den stetig weitere Kreise umfassenden und auch geistig immer tiefer dringenden Zusammenschluß der Treugcbliebenen in Israel in sehr starkem ׳Maße neu erwacht. Mau erkennt allmählich auch in den irregeleiteten und halbabgefallenen Teilen der Judenlieit, daß der Sabbat in seiner überlieferten Form ein z e n 11* a I e 1• religiöser Gedanke ist, den man entweder ganz klar und u nerbittlicb streng in seine Weltanschauung aufnimmt, wobei mau dann in seiner Konsecfuetiz auch zum alten ..orthodoxen“ Judentum zmückkchrt oder aber ablehnt und damit praktisch und gedanklich — wenn auch vielleicht noch nicht, auch gefühlsmäßig — dem Judentum überhaupt den Rücken kehrt. Diese Erkenntnis von der Bedeutung des Sabbats hat sogar auch schon zur Gründung einer jüdischen speziellen Organisation . für die Angelegenheiten der Sabbatheiligung geführt. Freilich gibt es auch jetzt noch da und dort Bruchteile der Judenlieit, denen es gerade vor der eben angedeuteten logischen Konsequenz des Sabbatgcdunkeus — nämlich der Rückkehr zur Thoratreuo überhaupt — bange wird. Diese möchten am liebsten deshalb zu den längst verbrauchten und verrosteten Mitteln der Reform von dazumal zurückgreifen. um einesteils der neuen Erkenntnis Rechnung tragend, dem Sabbat ihre* Reverenz erweisen zu können, andernteils aller an ihrer bisherige״, der Tliora abgekehrten Lebensführung• nicht das geringste ändern zu müssen. Als eine schüchterne Lebensüußening dieser im Aussterben begriffenen Richtung mag vielleicht auch das Rundschreiben gewertet werden, das der Vorstand der Kultusgemeinde in 1K a r o l i n e n 111 a.I (Prag X) vor einigen Wochen unter dem Motto ״Gedenke des Sab-; bats, um ihn zu heiligen“ au die Mitglieder der Gemeincle versandt hat. Wir übergeben dieses Rundschreiben der Oeffcntlichkeit als ein nicht uninteressantes, zeitgeschichtliches Dokument mul zugleich als Beweis dafür, daß es auch in der judenlieit Menschen gibt, die das, was ihnen die gesegnete Neuzeit des vorigen Jahrhunderts au ..Thoraersatz“ J)1־ac:hte. nur schwer vergessen, das aber, was ihnen die neueste Zeit 11 ms e 1־ e 1• Gegenwart an w a!1 1• e r religiöser Erneu ein mg zu!)ringen vermöchte, hoch schwerer lernen. Isr. Kultiisgemeinde in Karlin. — Prag X. ..Gedenke des Ruhetages, ihn zu heiligen.'י P. T. Die schwierigeren Erwerbsuucl Arbeitsvcrluiltnisso der Nachkriegszeit haben es mit sich gcbracht, daß es nicht jedermann möglich ist, das oben angeführte 111. Gebot zu erfüllen, welches zur körperliehen Rast und zur geistigen und seelischen Erholung gegeben, :wurde, und zu diesem Zwecke an den Gottesdiensten'am.■Vorabend (Maariv) und Vormittag (Massai') des Sabbats teÜzunehmeu. weil diese au eine für'die ■meisten•.von• uns nicht verfügbare Stunde gebunden sind. Der Kultusvorstand geht deshalb daran, den üblichen Sainstagnachmittagsgottesdienst (Minclm) derart auszugestalten,■ daß derselbe innerhalb der gegebenen liturgischen Möglichkeiten den Hauptgotfesdienst des Vormittags allen denjenigen ersetze, welche an demselben aus welchem Grunde immer nicht teilnehmen können. Dieser Gottesdienst wird unter M i t w i 1־ k u n g v o n C horgesang; u n d ■ M u s i k b c g 1 e i t u n g abgehalten und hiebei eine Auslegung des jeweiligen Tlioraabsclmittes Eventuell; dev einschlägigen Haftara (Abschnittes aus den Propheten) geboten werden. Kindern und Erwachsenen wird eine wünschenswerte Ergänzung ihrer religiösen Erziehung zuteil, die ein unentbehrliches Element der sittlichen Erziehung überhaupt darstcllt. Der Vorstaud erwartet, daß von dieser Institutiou recht zahlreich alle jene Gebrauch machen werden, welche ihrer Pflichten sowohl gegen ihre Kinder als auch gegen sich •selbst eingedenk sind, uiicl ladet hiemU zum ersten Gottesdienste für (1 0 11 1 0. J ä n n e r 1 9 3 1 u m 4• U11 r 11a c 11 m. ein. Der Vorstand der isr, Kultiisgemeinde in Karolinentlml. ■Karoliiieutlial, den 28. Dezember 1930. Uns erscheint dieses Rundschreiben seiner •eigentlichen Absicht nach durchaus nicht lächerlieh. Wir glauben, aus ihm im Gegenteil sogar einen leisen Anflug guten Willens, an den gegenwärtigen vollständig der Vernichtung gleichkommenden Verhältnissen im jüdischen;!Groß-Prag zu bessern, : herausfühlen zu dürfen. YVo sind aber die Männer, die diese Goldsplitter guter Absicht von den Schlacken der bequemen Reformsucht zu׳ befreien und in. die strahlende Krone altjüdischer Würde einzufiigen verständen? Die heutige Generation in Prag* weiß nichts mehr, sieht nichts mehr und hört nichts mehr von wahrem jüdischem Leben. Wo soll ein Gemeindevorstand in Karoliiieutlial den Mut und vor allem das Vorbild hernchmen, dem alten jiiclisehen Sabbat zu seinen opleicrlioischenden Rechten zu verhelfen? Hiezu gibt es um־ c i 11 e Möglichkeit; wir haben sie schon oft genannt: ״ , , | Schallet in den Groligemeiiiclcn Böhmens und Mährens geschlossene selbständige Kehillogemeinschaften für die Thoratreue als Pflanzstätten wahren jiicli- I scheu Lebens!__ J• J• Der neue ״Landesverband“ und die Sonntagsruhe. Zu unseren Veröffentlichungen über die Gründung eines Landesverbandes der sabbathalten# den K a u f 1 e u t e und Gewerbetreibenden werden wir vom orthodoxen Zentralbureau in Bratislava um Bekanntgabe folgender Information ge# beten : ״Die Initiatoren der Bewegung fanden sich in den vergangenen' Tagen im Zentralbureau der orth. Gc# meinden zum Zwecke einer Aussprache ein, in deren Verlauf festgestellt wurde, daß die Gründung eines Landesverbandes seitens des Zentralbureaus vor# läufig abgelehnt wird, daß aber die notwendige Arbeit zpr Abwehr der allgemeinen Sonntagsruhe im Rahmen einer ad hoc#Vereinigung mit ausschließlich diesem Ziele von jedermann auf das weitestgehendeste zu unter# stützen sei. Hinsichtlich einer Ausgestaltung dieser Be# JÜDISCHE PRESSE wegung zu einem Landesverband wollen das Zentral# bureau, resp. die kompetenten orth. Faktoren gegebe# nen# und erforderlichenfalls später Stellung nehmen.“ Die OberrabbineTsteüe von Nitra. Unter diesem Titel brachten wir in der vorigen Nummer eine Notiz über die bevorstehende Berufung Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners S. D. Ungar aus Trnava zum Nachfolger des Oberrabbiners R. Ahron Katz זצ״ל als Oberrabbiner von Nitra. Wir glaubten, diese Nachricht — wenn sie auch nur einseitig authentisch war — der Oeffcntlichkeit nicht länger vorenthalten zu dürfen, obgleich zu befürchten war, daß sic auf der anderen bc# teiligten Seite, nämlich bei der Gemeinde Trnava, die größte Bestürzung hervorrufen werde. Das traf auch in vollem Maße ein und wir müssen gestehen, daß die Be# stimmtheit unseres Berichtes von der — vielleicht doch nicht vollkommen begründeten — Vorfreude der Nitraer Gemeinde über die Gewinnung des Herrn Oberrabbiners Ungar zu ihrem Oberrabbincr eingegeben war. Wir he# trachten cs daher als unsere Pflicht der Oeffcntlichkeit gegenüber, hier auch den an uns gelangten offiziellen Brief der Trnavacr Gemeinde — ebenfalls ohne Vorwissen des Herrn O b e tr r a b b i n e r s U n# gar — im Wortlaut zum Abdruck zu bringen*. Aut. orth. Zidovskä nabozenskä obec, Trnava. Aut. orth. tsr. Kultusgemeinde Tyrnau. Gislo: 23/1931. Trnava, den 15. März 1931. Löbl. Redaktion der ״Jüdischen Presse“ in Bratislava. Bezugnehmend auf Ihre ״authentische“ Nachricht über die Rabbinerfrage in Nitra, teilen wir Ihnen mit, daß wir wirklich authentisch dahin informiert sind, daß unser allverchrter Herr Oberrabbincr שליט״א seinen bc# stehenden Zweifeln keinerlei entschließende Richtung ge# geben hat, weder durch ein gewisses ״Gestatten“ noch durch eine bestimmte ״in Aussichtstellung“, von denen Sie zu berichten wissen. Aufs bestimmteste hoffen wir, daß es der liebe# vollen Anhänglichkeit aller Kreise unserer Gemeinde an der Person ihres großen Führers אדמו״רהנה״צג״י an dessen Namen ihr Ruf und ihre Ehre geknüpft sind, gelingen wird, seinen Entschluß, zu ihrem Gunsten und zu ihrem Wöhle, baldigst herbeizuführen. Die aus tiefstem Herzen kommenden, sich auf eindringlichste Weise stets wieder« holenden Bitten unserer Kehillo. werden es — mit G־ttes Hilfe — unserem geliebten Rebbe leicht machen, die das Problem bildenden Fragen dahin zu lösen, daß es uns auch weiterhin gegönnt sei, ihn, sein großes und heilig schönes Wirken, als Führer in ישראל und als der große Lehrer hcranwachsender Generationen, לבב1ד ךןי ולכבוד תורת! הקדושה fortsetzen ■zu sehen, an der Spitze unserer Gemeinde, zu unserem segensreichen Ruhme, .עד ביאת נואל צדק In der •Hoffnung, daß cs Ihnen Vergnügen bereiten wird, diese Zeilen, im Dienste der Wahrheit, zu ver# öffentlichen, verbleiben wir mit dem Ausdrucke unserer Achtung und Wertschätzung Fiir die Gemeindeleitung: (Stampiglie.) H e r m ann Kot h m. p., Präses. Urlaub und Relutum für jüdische Militärpersonen au den jüdischen Feiertagen. Der Landcskanzlci der orth. jüd. Konfession in der Slowakei und Podkarpatska Rus ging auf ihre bezügliche Einreichung folgender Erlaß zu: Erlaß des Ministeriums für nationale Verteidigung. Z. 117563/.1־. Abt. 1931. Die bedeutenderen jüdischen Feiertage fallen im Jahre 1931 auf folgende Tage: Pessach: vom 2. April bis inklusive den 9. Aprily und zwar: von 12 Uhr des 1. April bis um 20 Uhr de| 3. April und von 12 Uhr des 7. April bis um 20 Uhr ,de$ 9. April. )1 Die 'Page des 4., 5. 6. und 7. April sind Halbfejcr# tage. ■ Schebuoth: von 16 Uhr des 21. Mai bis um 21 Uhr des 23. Mai. ״,; 'י Rosch Haschono: von 16 Uhr des 11. September bis um 20 Uhr des 13. September. Jom Kippur: von 12 Uhr des 20. September bis um 20 Uhr des 21. September. Sukkoth: vom 26. September bis inklusive den 4. Ok# tober, und zwar: von 16 Uhr des 25. September bis um 20 Uhr des 27. September und von 16 Uhr des 2. Oktober bis um 20 Uhr des 4. Oktober. Die Tage des 2829 ״. und 30. September wie auch des 1. und 2. Oktober sind Halbfeiertage. Den Militärpersonen jüdischer Konfession kann für diese Tage — unter Einrechnung in die gewöhnliche Ur# laubszeit — ohne weitere Begründung und soweit es die Dicnstverhältnise erlauben, Urlaub gewährt werden. Der 4. April, der unmittelbar auf die ersten Pessach# feiertage folgt und auf Samstag fällt, wann Juden nicht reisen dürfen. Auch an diesem Tage kann ihnen so# mit Urlaub gewährt werden. Außerdem kann den Militärpersoncn jüdischer Kon# fession für die Dauer der Pessachfeiertage das Menage# geld zur Hand bezahlt werden. Diese Bestimmungen beziehen sieh auch auf die Reservemannschaft, die zur Waffenübung einrückt. Für die Abschrift: Das Ministerium für nationale Verteidigung. Präs. 1. Abt. Oberst Dr. Vobrätilek. Ein Ruf an alle Menschenfreunde, Schon seit Jahren arbeiten einige Menschenfreunde ohne Mithilfe der Oeffentlichkeit an einer Aktion, welche Tausende unter# ernährte Kinder mit Milch versorgt, womit sie die schwache Gesundheit derselben kräftigt und• vielo arme Eltern von der schwersten Sorge um die Gesundheit ihrer l Seite 3 können Sie ohne Bedenken mit Kunerol zubereiten. Jeder Strenggläubige kann dieses Fett genießen, denn dessen Herstellung steht unter streng ritueller Aufsicht des Herrn Bezirksrabbiners S, Ehrenfeld zu Mattersburg. Kunerol ist reines Kokosnußfen und kann sowohl für Milchspeisen als auch für Fleischspeisen verwendet werden. NER0L 100# REINES KOKOSNUSSFETT Vor täuschenden Nachahmungen wird gewarnt! Kunerol ist nur echt in Originalpackung! Kinder befreit. Die Verantwortlichkeit gegenüber der heranwachsenden Generation trifft uns alle. Die Lebens# tüchtigkeit der nächsten Generation hängt mit der Star# kung unserer Jugend zusammen. Es ist Ehrensache, daß jeder nach seinem Vermögen und Gewissen fnithclfc. Es ist moralische Pflicht der jüdischen Oeffentlichkeit, sich in diesem Falle nicht beiseite zu stellen, sondern dieses edle Werk, um das sich das Schulinspcktorat I und Ge# neraldirektor Adalbert Forbath mit besonderem. Eifer he# mühen, weiter zu fördern und durch Natural« und Geld« spenden zu unterstützen. Generalversammlung des ״Sinai“ in Prag. Der Ver־ ein ״Sinai“ zur Förderung der Interessen des konservä# tiven Judentums in Prag hielt am 15. d. M. seine General« Versammlung ab. Der Vorsitzende, Herr Dr. J. J c i t e 1 e s, erstattete den Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit des Vereines im abgelaufenen Jahre. Der Wegzug des Herrn Oberrabbiners Dr. Brody aus Prag stellte den Verein besonders auf dem Gebiete des Kaschruth ,yor große Aufgaben. Die Arbeit der Vercinsleitung nach die« ser Richtung wurde mit Befriedigung anerkannt; Dil Neu# wähl ergab folgendes Resultat; Dr. J..Jeiteles (Obmann), Prof. Dr. Ehrenfcld (Vizeobmann), Prof. Dr. E. f Lieben, Dr. Flcsch, Dr. Mundeies, J. Guggcnheimer. Arbeitsaus# schuß: Dr. J. Flcsch, . Franz FischhofU,. Josef Guggen# heimer, B. Hirsch, Dr. Jakobovics,. Dr. SULiebcn, Prof. E. Lieben, Gustav Lieben, DröjP. Munclcs und Jakob Schwarz. ... ־ Hinscheiden einer Matrone. Vor kurzem verschied in Balassagyarmat imL$if| Lebensjahre Frau Markus/. Bisch itz, eine Tochte.r,-, des Gaon Rabbi Juda Ö׳ss ad זצ״ל Ihr verewigter Gatte זצ״ל genoß als ח״חכם und Mensch hohes Ansehen und auch sic zeichnete sich mit allen Tugenden aus, die eine wahre jüdische Frau, zumal sie die Tochter eines Rabbi Juda Ossad זצ״ל war, zieren. Oberrabbincr Deutsch hielt einen ergreifenden Nachruf bei ihrer ,לוי-; Ihrem letzten Willen entsprechend, wurde ihr׳'״der letzte Brief ihres großen Vaters mit. ins Grab gegeben, worin er ihr langes Leben wünscht, ein Wunsch des heiligen Wundennanncs, der in Erfüllung gegangen ist. Aschenurnen auf jüdischen Friedhöfen. (Zur War« nung an jüdische Gemeinden.) Mit welch unangenehmen Konsequenzen der Verkauf von eigenen Grabstätten auf jüdischen Friedhöfen oline ausdrückliche vertragliche Klauseln zur Wahrung des Religionsgesetzes verbunden sein kann, wird jetzt durch einen Prozeß bewiesen, den die Prager Clicwra Kadischa zu führen genötigt ist. Oswald Egerer in Prag erwarb bei Lebzeiten aus zweiter Hand (von seiner Schwester) ohne Wissen der Chewra Kadischa eine Grabstätte auf dem Prager jüdischen Friedhof. Am 28. Februar 1928 verstarb Oswald Egerer n nd sein Körper wurde eingeäschert. Die Erben Egerers wollten die Aschenurne auf dem Friedhof beisetzen, D,ie Chewralcitiing verweigerte die Beisetzung mit Berufung aut religionsgesetzliche Bedenken. Es kam zu einer gerichtlichen Klage der Erben gegen die Chewra und alle drei Instanzen ,gaben den Klägern recht. Die Chervrg־ luitung hat nun an den Obersten Vcrwaltungsgerichtshof rekurriert. Der Ausgang des Prozesses ist natürlich sehr zweifelhaft und es ist nicht ausgeschlossen, daß die Chewra gezwungen sein wird, entgegen dem Religions« gesetz die Beisetzung zuzulassen. Daraus ergibt sich eine Warnung an ׳ die jüdischen Gemeinden, bei der Ueber« lassung von eigenen Grüften oder Grabstätten alle Vor# kehrungen zur Wahrung des. Religionsgesptz.es zu treffen, die die gegenwärtigen gesetzlichen Verhältnisse erfordern. Insbesondere wäre es Sache der ehrw. Herren Rabbiner, die Statuten der Chewra Kadischa in ihrer Gemeinde nach dieser Richtung einer genauen Kontrolle zu unterziehen und rechtzeitig die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, bevor noch irreparable Fehler begangen werden. Schomre Schabbos־Stellenvermittlung der Agudas#Jisroel# Jugendgruppen in der Slowakei, Bratislava, Edlhof. Offene Stellen: Lehrling für Lederhandlung (Nitra), Täschnerlehrling (Bratislava), Lehrling für Schnittwaren (Dun. Strcda.), Lehrling für Glas« und Porzellanwaren (Bratislava), Lehrling für Schneidgrzugehöre (Bratislava), Lehrling für Modewarenhandlung (Nitra). Wir suchen Beschäftigung: für ,Kommis in Eisen-, Schnitt־, Kurz#, Textil#, Galanterie# und Kolonialwaren, für Lehrlinge in Kolonial«, Eisen- und Modewaren, Elektrotechniker« und Radiolehrling, für bilanzfähige Buchhalter(in), Stenotypistin, Kinderfräulein, Köchin, fpr Magazineur, Inkassant, Verkäuferin in Bodega, Selchwarob, Inkassantin, Kassierin, Schneidergesellcn usw. i Amtsstunden: Montag, Mittwoch und Samstag von K>8 bis X9 Uhr. Briefe ohne Rückporto werden nicht berücksichtigt!

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