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Jüdische Presse · 1931-02-13 · 7 (13.2.1931) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
7 (13.2.1931)
Date
1931-02-13
Page
– (sequence 2)
Language
German
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.-.;i Nr.? _ Brot! ‘ Erstklassig und billig bei Lederer & Kohn, oamofbSckerel II, er« ScHiffga«se 16 ||, Hollandstraße f Telfepfion A-4145*4־ Telephotl R*47495־ . WEISS•, FEIN* UND MILCHGES&CK ״ . , , S6»ÖlÖt*®«1ÄS i II Holtandfttraße t V Vs> kauf» teile >0r d%rl 9. B*<nk:IX, Glasergaisa 1p, Telephon A-tÖ-e-SÖ Vorkämpfer für ״Z. A. J.“ in der Bukowina, zu wählen.’ Herr Stern übernahm den Vorsitz und brachte zur Kenntnis, dal•! zirka 50 Begriißungstelcgramme und Schreiben cingelangl seien,, so vom Präsidenten d. A. J. Jacob^ Rosenheim, Begrüßungsschreiben von der Palä# stina#Zentrale der A. J., von Rabb. Hager, Wiznitz, Rabb. Ch. M. Hager, Volochowetz u. a. Er erteilte dem Kultus# Präsidenten Herrn Dr. Karl Gutherz das Wort, welcher die Konferenz im Namen der israelitischen Kultusgemeinde Czernowitz begrüßte und versprach, am Ge# äcihen dieser Organisation mitzuwirken und bei der Gründung einer ״Beiß Jacob“־Schule behilflich zu sein. Hernach ergriff Hetx Rabb. Katz das Wort zu einer -längeren Rede, in welcher er die Wichtigkeit der Organi# sicrung der Jugend und Schaffung von ״B.#J.#Schttlen“ hervorhob. Zum Schlüsse ruft der Referent die Czernowitzer Judenschaft, zur Unterstützung dieser Organisation auf. Auch alle übrigen Redner versprachen der religiösen ,Jugendbewegung ״Z. A. J.“ wie auch der ״Beiß Jacob“# Bewegung ihre Unterstützung. In der Abendsitzung referierte Herr Eisig Münster über Orgatiisations# und •׳ Erziehungsproblcme der religiösen Jugend, über dasselbe •Thema referierten noch Herr Rabb. Hager, Cotmani, Herr Josef Stern, Siret und Herr Wolf Jacobsohn, Ham־ bürg, sowie mehrere Jugendliche der Provinz, und damit ־ wurde die zweite Sitzung geschlossen. Nach einer ein# ständigen Pause wurde die dritte Sitzung unter Vorsitz des Herrn Jacob Apter aus Gurahumora eröffnet. Der ,Vorsitzende eröffnete die Diskussion, an der sich mehrere Jugendliche beteiligten, und es wurden mehrere wichtige Resolutionen gefaßt. Als wichtigste dieser Resolutionen kann hervorgehoben werden,. daß sich alle Gruppen und Mitglieder der ״Z. A. J.“, Bukowina, in einer Landes־ ventrale mit dem Sitz in Czernowitz zusammenge.schlossen haben. Die Zentrale wird über einen bezahlten Sekretär verfügen. Die Aufgaben der Zentrale werden auf folgende Hauptzwecke festgelegt: Den Aguda# Gedanken in der Bukowina zu propagieren und in allen Ortschaften Jugendgruppen zu schaffen. Eine größere .Zahl von Kercn#Hathora# und Kcren#Hajischuw#Büchsen zu verteilen und Sammelaktionen für diese Fonds einzu־ leiten. .Die Schaffung von ״Beiß-Jacob#Schulen" lind ,,Jessode Hathora Chadorim“ einzuleiten, damit die Jugend in religiösen Schulen erzogen werde. Die Aguda in Lettland. Ohne viel Pomp und Trompetenschall geht die lett־ ländische Aguda langsam und sicher ihre Wege, großen , Zielen entgegen. Die Aguda ist in Lettland ein politischer Machtfaktor, mit dem alle auch auf ökonomischem Ge־ biete rechnen müssen. Man muß es beinahe als Wunder apsehen.׳ Riga., eine Stadt, die in der russischen Zeit ein Durchschnittsjude nicht betreten durfte, deren bevorzugte Juden eine assimilatorische Aristokratie darstellten, eine Stadt ohne Tradition und Vergangenheit, hat doch jetzt ein Zentrumjüdischen Lebens, auf das die Weltorthodoxie .stolz sein kann. Das ist nicht zuletzt das Verdienst dreier Männer, die an der Spitze des orthodoxen Judentums in . Lettland stehen, Gymnasialdirektor S. J. Wittenberg,; Direktor Chowokow und Rabbi Joel Baranski, der insbe# sondere als Führer der Jugendbewegung große Verdienste aufzuweisen hat. Ihre - Leistungen zeigen sich in einem Netz von ״Thora#im־Derech־Erez־Schulen“, das sich über, das ganze Land erstreckt, einem orthodoxen Gymnasium in Riga, für das die Aguda־Jugendorganisation ein eigenes großes Gebäude mit großem Hof und Garten erworben hat. Die Lehranstalt umfaßt heute 600 Knaben und Mäd־ chen, die hier die Reife für die Universität erlangen.; Die Aguda besitzt eine eigene Bank, in der aus־ schließlich. orthodoxe Angestellte beschäftigt sind. Durch . positive Taten hat die lettische Aguda es so weit gebrächt, daß Misrachi als Partei in Lettland nicht existiert, es gibt höchstens hie und. da einige wenige Misrachi־Mitglieder. Nicht zu vergessen die große Rigaer Jeschiwa, eine Gründung der Aguda#Jugendorganisation, und geleitet von Oberrabbiner Sack. Die Aguda#Deputierten vertreten die lettische Judenheit nach außen bestens. Die Arbeit der Aguda in Lettland kann als mustergültig für alle Welt be# zeichnet werden. B. D. ■RS NACHRICHTEN־־ |©| klMBIÜIIIWB1m»BWI«M lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Gegründet 1882 Gegründet 1882 leßldteraDEislieitaiid Ende il 1930 2450 Hillioneo Sdüllino Garaatiemittel Eide 1929 •... 300 Millionen Shilling Men-nnl Zlnsenelnnabmen im Jatire 1929 ■ 125V־ Millionen Sthilllng Tätigkeitsfeld der Gesellschaft *. Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Belgien, Hölländ, Frankreich, Snanlen, Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten begann am 15. ״Schwat nachmittags die denkwürdige Feier. Rabbi Meier Schdpira trug selbst die letzten Reihen aus ש״ס vor und hielt eine wirkungsvolle An# Sprache an seine Schüler ,und Gäste. Nach ihm sprach eine Reihe von Schülern jund man merkte, welche edle Auswahl aus der großen;Zahl lernbeflisscncr Jünglinge hier zusammengeströmt ist. Von den ausländischen Gästen sprach der Direktor der Keren־Hathora#Zenträle, Dr. Deutschländer, Wien, der von Krakau zur Sium-Fcier hinübergekommen war. Er versprach, mit aller Kr,aft dafür cinzutreten, um den Brüdern im Ausland einen’/schwachen Abglanz von dem, was er in Liiblin geseheil, zu vermitteln und sie alle anzufeuern, den Schöpfer «׳ des Werkes nicht in seiner Vereinsamung zu lassen,_: damit das Fundament der heiligen Anstalt ein völlig .gesichertes werde. Viele Rabbonim und' Führer des polnischen Juden־ t'ums ergriffen noch das •Wort, sowohl beim Siumlernen als auch bei dem anschließenden Mahl, welches Lehrer, Schüler und Gäste bis ,in die späten Morgenstunden vereinte. Otto Stern im Radio. Dem gewesenen ,,, verantwprtlichen Redakteur unseres Blattes, Herrn Otto Stern, wurde vor kurzem eine wohlverdiente Ehrung zuteil. Wie wir erfahren, hat Graf Heinrich CoudenHove־Calergi darauf bestanden, . seiner gelegentlich seinesuim ,Radio gehaltenen Vortrages über ״Australien“ . zu gedenken- Der Bruder des Vaters des .PäneuropasGedankeris’'ließ sich ' es'nicht nehmen, in seinen Vortrag folgende' Stelle 'einzuschalten: ״Wenn ich von. Australien sprecht!,.muß ich: eines •Herrn Otto Stern gedenken, dessen Nameb,ej<annt zu werden verdient Er ist Sekretär beim österreichischen Konsulat und nimmt sich der Deutschen und Ö'esterreicher in aufopfernder Weise an. Wenn die Hilfsmittel des Konsulats erschöpft sind, gibt er aus eigener, *Tasche und begnügt sich um der anderen willen gern mit einem Glas Tee und Käs־ brot.“ Es freut uns, unseren Lesern von dieser Auszeich־ nung unseres ehemaligen׳ Mitarbeiters, der selbstver־־ ständlich auch in seinem;öffentlichen Wirkungskreise in Melbourne strenge den Sabbat beobachtet. Mitteilung machen zu können. ' Gesellschaftsreise nach Palästina im März. Der ״Pro־Palästina־Bund der Ungarischen Juden“ veranstaltet im nächsten ÄJärz unter der Führung seines Präsidenten, Chefredakteur Dr. Josef Patai, der das heilige Land bereits mehrmals bereist hat, eine Gesell־ schaftsreise nach Palästina. Ins Programm sind alle Sehenswürdigkeiten Palästinas aufgenommen. Die Reise beginnt am 10. März in . Triest und endet am 30. März. Sämtliche Spesen, Schiffahrt hin und zurück, Auto# Touren und Verpflegung;,in Palästina etc. dritte Klasse 26 engl. Pfund, zweite Klasse 38 engl. Pfund. Anmel# düngen sind an die Redaktion des ״Mult es Jövö“, Buda# pest, VI. Revay u. 14, zu richten. Bollioger'Eiskasten sind feit 1870 die besten Fabrikaten, XV., Staglgasse 10 bei Mariahilferstf. 148) Tel! R-35-8-47 und R-30-5-38 Filiale* Wien VII, Burggasse 17, Tal. B 32*3*60 Jüdischer Lieder* tiitd Volkslied erabend. Samstag, den 14. Februar 1931, um )48 Ühr abends wird der populäre Konzertsänger J. Segall#Rosenbach (Tenor־) im. Konzertsaale des Industriehauses, Wien, I., Schwarzenbergplatz Nr. 4, sein diesjähriges Konzert ver# Anstalten. Programme mit Originaltexten an der Abendkasse und bei den Platzanweisern (Billeteuren). Abendkasse־ErÖffmmg )47 Uhr, Beginn präzise 148 Uhr. Amtliche Verlautbarungen der Israel. Kultusgemeinde Wien. Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 13. Februar 1931 werden bei dem um 5 Uhr 15 Min. beginnenden Abendgottesdienst in nachbenannten Gemeinde- und Bezirks- Synagogen Predigten abgehalten und zwar: TL, Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes), VL, Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinskv). VITL, Netideggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer), IX., Müllner- Sasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz), X., Humboldtgasse 27 (Rabbiner Dr. Albert Weiner), XIII., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin), XV., Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. I. Taglicht), XVI., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach), XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein) — Samstag, den 14. Februar 1931: 1/41p Uhr vormittags, Exegetischer Vortrag, XXI., Holzmeistergasse 12, Rabbiner Dr. M. Rosenmann; 1/24 Uhr nachmittags: Religiös-populärer Vortragszyklus: ״Die Lehrer und Lehren der Mischnah und der Gemarah“, II., Pazmanitengasse 6, Rabbiner Dr. Z. Taubes; 4 Uhr nachmittags: Exegetischer Vortrag, XfX., Dollinergasse Nr. 3, Rabbiner Dr. A. Frankfurter. Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 14. Februar 1931, findet um 3 Uhr nachmittags der Jugend# gottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Ge# meinde« und Bezirkssynagogen statt. Jugend-Gottesdienst für die Schüler und Schülerinneu der Volks-, Haupt- und Mittelschulen im II. Halbjahr des Schuljahres 1930-31: I., Seitenstettengasse 4; 11״ Tempelgasse 5; II., Sebastian Kneippgasse 14; IIL, Untere Viaduktgasse 13; V., Siebenbrimnengasse 1 a; VI״ Schmalzhofgasse 3; VIII״ Neudeggergasse 12; IX״ Miillnergasse Nr. 21; X., Humboldtgasse 27; XIII״ Eitelberggasse 22; XV״ Turnergasse 22; XVI״ Hubergasse 8: XVIII., Schopen- Imuerstraße 59; XIX״ Dollinergasse 5; XX., Kluckygasse Nr.. 11• XXL, Holzmeistergassc 12; In allen obenstehenden Synagogen am: 1428 ״21 ״. Februar, 7., 1428 ״21 ״. März, 425 ״18 ״11 ״. April, 230 ״23 ,.16 ״9 ״. Mai, 6״20'״13 ״ 27. Juni, 5 Uhr nachmittags. Der Vorstand der israelitisehen Kultusgemeinde Wien. Amtliche Verlautbarung. Von mehreren Seiten wird die Fürsorge־Zentrale der isr. Kul'tusgemeinde darauf aufmerksam gemacht, daß sich ein ״Präsident Stern“ namens der ״jüdischen Ausspeisung Malz# gasse“ telephonisch an verschiedene Persönlichkeiten um Beiträge für Schützlinge, die in ihre Heimat befördert werden sollen, wendet. Da es sich hiebei unzweifelhaft um einen Mißbrauch handelt, wird davor g e w a r n t, solche oder ähnliche Anrufe zu berücksichtigen und empfohlen, derartige plötzlich auftauchende ״Wohltäter“ an die Fürsorge#Zentrale der isr. Kultusgemeinde zu weisen. Die streng ri! 11 eile 11 Koch kur se im ״Dr. Krüger-Heim“. Wien, II., Malz gasse 7 (A-48-Ü-??) für Anfänger, Dauer 3 Monate, und für Vorgeschrittene (Spezial). Dauer 2Vs Monate, haben bereits diese Woche begonnen, ln den Abendkursen noch wenige Plätze. Einschreibungen täglich, exklusive Samstag und Sonntag, von 10 bis 16 Uhr. ..ן■■■■■■»■■■■■■■■■»■■■■■■■■■■«■«■■■■■■■■■■«■■■■■■■■■■■ ■T s c h e cli o sl o wa keil Der große Sijum. Ueber die am 15. Schwat stattgefundenen Sijum־־ feiern erhalten wir fortlaufend Berichte aus allen jüdi# sehen Zentren, deren vollinhaltlichen Abdruck uns die Ueberfülle an aktuellen Nachrichten leider nicht ge- , stattet. Wir müssen uns daher damit begnügen, die Meldungen aus Oradea und Cluj besonders hervorzu# heben, die von sehr eindrucksvollen Feiern zu berichten wissen. Sijumfeier in Berlin. Die rührige Gruppe der Zaire Agudas Jisroel veraustaltete am 15. Schewat anläßlich des Sijum von Daf Jaumi eine kleine Feier. Nach einer Ansprache' des Vor# sitzenden K. Kahan, der das Stattfinden des Sijum am ר"ה לאיינורן symbolisch deutete, erhielt das Wort Ä. Wolf. Der Redner legt die Aufgaben des Judentums dar, die zu erfüllen, die Aguda sich als Ziel stellte. Nach einer kurzen Pause, in der Obst ausgeteilt wurde, hielt Dozent Dr. J, Weinberg einen tiefsinnigen halachischen; הדרו, den er mit inhaltsreichen מניירות schloß. I Als letzter Redner sprach Herr Rabinowitsch aus i Jerusalem, der .besonders unsere Verknüpfung mit Erez Jisroel betonte. 1■; Der Sium Hasclmss in Lublin.!.; Die jüdischireligiöse Welt dankt dem Lubliner j! Raw, Rabbi Meier Schapira, zwei herrliche Gaben; [ Die große Jeschiwah in Lublin, und die wunder-! ■ bare Idee des Daf Jaumi, die nüntnehr Tat geworden ist, I . Es ist ein herrliches Fest geworden, die! Sium#Haschass# | ' Feier in Lublin selbst. Inmitten seiner lernbegierigen Schar, inmitten einer zahlreichen Gästeschar aus dem In# und Auslande, ■■■■■■«■■■■■■■■■■■■■■יי■■■■■■■■■■■■■■■” Die Frage der Kalenderretorm und die tschechoslowakische Regierung. Die Frage der A’enderung unseres gegenwärtigen bürgerlichen Kalenders, an der das Judentum mehr als andere Konfessionen, religiös, moralisch und Wirtschaft# lieh, interessiert ist, beschäftigt nunmehr auch unsere Re# gierung. Wir entnehmen hierüber einem Prager C. P. B.« Bericht vom 2. Februar fügende Einzelheiten: Heute fand eine Beratung über die internationale Regelung des Kalenders , statt, die vom Handelsministe# rium in Prag einberufen worden war. Vertreten waren das Außenministerium, das Handelsministerium, das Ackerbauministerium, das staatliche statistische Amt, der Zentralverband der Industriellen, die Handels# und Gewerbekammer in Prag, der Handelszentralrat der tschechoslowakischen Republik, die Zentrale der Handels# und Gewerhekanunem und das Syndikat der Journali# sten. Ueber die internationale Kalenderregelung referierte M, B, Cotsworth, Direktor der internationalen Fixed Calendar League in London und Expert für die Kalender# reform beim Völkerhund. Das Ergebnis der Beratung ist die Begründung eines3tschechoslowakischen National# komitees für die Kalenüferreform, dessen provisorischer Vorsitzender Dr« L a e H o u t ist. Die Sitzung dieses Ausschusses findet in iden allernächsten Tagen statt, Aufgabe des Komitees ist die Propagierung der Ein# führung des Jahres mit 13 Monaten zu . 2ß Tagen, ־ Das Judentum •ist 89 diesem Problem in.der, Haupt# saehe insofern interessier^ als es die Beibehaltung der U■■■■ ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■v Siebentagewoche und die Vermeidung von sogenannten ״Bianco#Tagen“ (d. h. Tage, die kalendarisch weder in der Woche noch im Monat mitzählen), wie dies geplant ist, verlangen muß. Aus den obigen Mitteilungen geht her# vor, daß unsere Regierung für die Beibehaltung der siebentägigen Woche eintritt. Vier solcher Wochen würden einen Monat und dreizehn (statt der. bisherigen zwölf) Monate ein Jahr bilden. Aus dem Bericht geht jedoch nicht hervor, ob nicht etwa an die Einschiebung eines ״Bianco־Tages“( als 365, Tag) am Ende des Jahres gedacht ist. Das würde natürlich dem Sabbat die Stabilität im Verhältnis zur Woche ebenfalls nehmen und ihn von Jahr zu Jahr auf einen Wochentag fallen lassen. Von der Regierung, bzw, dem Nationalkomitee, das von ihr zur Bearbeitung dieser Frage eingesetzt würde, darf erwartet werden, daß auch der jüdische Standpunkt angehört und berücksichtigt wird, bevor endgültige Be# Schlüsse gefaßt werden und die Propaganda für einen be# stimmten Plan eingeleitet wird. Der jüdische Standpunkt wird von dem in Zürich unter Leitung des Herrn Oberrabbiners Dr, T. Lev^en* stein bestehenden Büro mit mustergültiger Sachküünt* nis und Umsicht vertreten. Dieses Büro wird natür|ich nicht säumen, aueh unserer Regierung die Daten an'die Hand zu geben, die zur objektiven Beurteilung des $41* sehen Standpunktes unerläßlich sind. LI. B.

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