Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 49 (12.12.1930)
- Date
- 1930-12-12
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 2 JÜDISCHE FRESSE Nr. 49 stellt mit Emigrntioii.sorgnnisntioiien in enger Vorhindun!:•, namentlich auch mit der Jewi.sh (olonization Association, der HJC'EM (Ilins-Ica-Eniigdirekt) und den ihr angesthlossenen Komitees. Der Hilfsverein gehört der Permanenten Konferenz zmn Schutze der Wanderer und dem Hc-ratungskomitee für Flüditlingsangel.'genheilen heim Völkerbund als Mitglied an. Die Auswanderung wird immer mehr ein Prohlem voll unendlicher Schwierigkeiten. Die Weit verengt sich immer mehr für Auswanderer, insbesondere für die unter ungeheurer Not leidenden Juden des Ostens. Daher isl die AuswandererFiirsorge und Kooperation alb'r beteiligten Organisationen (,ine der dringendsten und bedeutungsvollsten humanitären Aufgaben. |0| flflCflftlCHTEN־־ ־Ml Adas Jisroel (Schiffschul), II, Gr. Schiffg. 8 Kanzlei: II.. Große Schilfgasse 1. Z. 459 ex 1930. Montag, den 2. Abend חנכה הבע״ל wird זז״' אדמו״ר נ״י Bcth Hamidrasch der Adas Jisroel um 6 Uhr anliiß־ lieh der jahrzeit nach הה״ג זלמן שפיטצער ץצ״ל eine דרשה nhhakeu. Wien, am 21. Kislcw 569[. Es wird wiederholt zur Kenntnis gebracht, daß die Restauration Kuiistadt, II., Große Schiffgasse 6, in nichtjiidischen Besitz übergegangen, demnach nicht koscher ist. Wien, am 13. Kislew 3691. 3 י. Dezember. Der Vorstand. Die Wirtschaftskrise in Australien und die jüdischen Gemeinden. Die in Australien gegenwärtig herrschende Wirt־ schaftskrisc trifft die jüdische Bevölkerung besonders hart und legt der Arbeit der jüdischen Gemeinden und Wohlfahrtsinstitutionen bedeutende Hindernisse in den Weg. Zahlreiche Gemeinden sind nicht mehr in der Lage, ihre Rabbiner zu besolden, so daß diese genötigt sind, das Land zu verlassen. Unter anderen reist der Rabbiner der jüdischen Gemeinde von Ost-Melbourne Rabbi Mcstcl, der früher Rabbiner der Gemeinde von Not־ tinghnm war, mit seiner Familie anfangs Dezember nach England ab. Die Rabbi Mestcl von der Mclbourncr Jüdi־ scheu Gemeinde bewilligte Abfertigungssumme von noo Pfund kann nur durch Aufnahme einer Hypothek auf das Synagogengebäude aufgebracht werden. Auch Rev. David Hirsch, der Rabbiner der Gemeinde von Adelaide, der früher im F.ast End Wcllfare Committee der United Svnagogue in London wirkte und nach mehrjähriger Tätigkeit in Adelaide sein Amt im vergangenen August ntcderlegen mußte, weil clie Gemeinde außer Stande war, sein Gehalt zu bezahlen, wird demnächst mit seiner Fa־ milie nach England zurückkehren. In Brisbane hat die Gemeinde eine Kürzung des Gehaltes ihres Rabbiners verfügt. Da dieser jedoch in die Gchaltsrcduktion nicht einwilligt, wird eine gerichtliche Entscheidung notwendig werden. Zahlreiche andere australische Rabbiner mußten eine einschneidende Kürzung ihrer Bezüge hinnehmen. Spendet für den KiBdergarten und Jessode Mora der Adas Jisroel, Wien, II., Nesiroygasse 11 Wertvolles BQcher- Geschenk als Einladung zum Abonnement Alle jene Abonnenten, die das volle Abonnement für das Jahr 1931, das ist in Oesterreich 1 öSchilling, in derTschecho- Slowakei 80 Kc, im übrigen Ausland 3 Doll, bis 31. Dezember 1930 an uns einzahlen, erhalten als Gratis-Prämie eines der nachstehenden Werke: תמשה חימשי תורה עם ת״א-פירשיי בעל־ (1 הטורים, עיקר ש0תי חכמים, תולדות אהרן Großer Druck, gut gebunden. 2) Das bekannte מגירות ספר von Rabbi Isak Kunstadt: לוח ארן, gut gebunden. 3) Jene, die als Prämie deutschsprachige Bücher zu erhalten wünschen, bekommen Chajim Bl0chs ״Hersch Ostropoler“, ,Israel der G־tteskämpfer‘ (,BaalSchern von Chelm‘), ״Der Prager Golem״ in drei eleganten Bänden. Für Einband und Porto sind außer dem Abonnement noch 2 S einzusenden Ueber-Prämie Jene, die bei dieser außerordentlich günstigen Gelegenheit חמשה חומשי תורה mit vollständiger סההוספותסו«! אור החיים שלם in fünf guten Bänden erhalten wollen, haben weitere 3 Schilling, das ist also zusammen 21 Schilling 105 Kc bzw. 350־ Dollar bis 31. Dezember 1930 an uns zu senden Die Administration der ,Jüdischen Presse‘. Werbet Abonnenten für die ״Jüdische Presse“! je mein* Abonnenten die ״Jüdische Presse” Imt, um so reicher ihr Inhalt und um so größer ihr Einfluß. Wer der ״Jüdischen Presse“ zwei neue, p 1• ii m i e 11 b e r e c 11 t i g t q. Abonnenten wirbt, erhält (je nach Wunsch) entweder eine der P r ä m ien 1, 2 oder 3 oder ein h a 1 bjähriges G r a t i s a b o 11 n e m e 111 als Geschenk von uns. Eine neue Erklärung MacDonalds über die englische Palästina-Politik. Im Rahmen eines Wahlaufrufes für den Kandida־ teil der Labour Party in Whitechapel hat Ministcrpriisi־ dent Ramsay MacDonald folgende neue Erklärung über die englische Palästina־Politik veröffentlicht: Es werden zweifellos Anstrengungen gemacht werden, die Absichten der Regierung in bezug auf die Ausführung des Mandats und die Errichtung des Jüdischen Nationalheimes un־ richtig darzustellen. Die Palästina־Debatte im Unterhaus, hat gezeigt, wie unbegründet die Angriffe der Liberalen und Konservativen waren. Wir sind entschlossen, das Mandat, in dem die Balfour־Dcklaration verankert ist, in gewissenhaftester Weise und in voller Uebercinstimmung mit jener im Weißbuch von rg22 niedergclegten Interpretation dieses Mandates, die sich alle englischen Regierungen bis jetzt zu eigen gemacht haben, zu er־ füllen. Weit entfernt von der Absicht, die jüdische Ein־ Wanderung zu verhindern oder zu verbieten, treffen wir Maßnahmen, tun eine Fortsetzung der Kolonisationstätig■־ keit ohne Unterbrechung zu ermöglichen, und haben einen großzügigen Landerschlicßungs* und Bewässerungsplan ausgearbeitet, durch den mehr Boden für die Ansicdlung von Juden und Arabern verfügbar gemacht werden soll. Für diesen Zweck haben wir eine Garanticanleihe von 2 lA Millionen Pfund vorgcschlagcn. Hat irgend eine an־ dere Regierung soviel getan? Augenblicklich stehen wir in Beratungen mit den Vertretern der Juden und ich kann die Versicherung abgeben, daß die Labour Party in ihrer Sympathie für das Ideal eines Jüdischen Nationalhciincs und ihrem Wunsche, die Ausbreitung dieses National־ heimes, soweit sic nach den Bestimmungen des Man־ dates zulässig erscheint, . zu fördern, niemandem nach־ steht. Jüdische Kunst auf der Graphischen Ausstellung. Der Graphiker Siegmund Forst beteiligt sich an der kürzlich im Hagenbund, Wien, I., Zedlitzgassc, eröffneten Graphischen Ausstellung mit sehr bemerkenswerten Hol/.־ schnitten jüdischen Inhalts, in denen das starke Erlebnis des jungen Künstlers nachklingt. Schreibdispens für jüdische Schüler in Schweden. Malmö, 20. November. Den wiederholten Bemühun־ gen des Herrn Rabb. Dr. Wohlstein, der sich als Mitglied des Zentralkomitees des Weltvcrbandcs Schomrc Schabbos für die Sabbatbewegung mit Energie einsetzt, ist es ge־ lungen, für die jüdischen Gymnasialschüler eine Schreib־ dispens an den Sabbaten und jüdischen Feiertagen zu er־ wirken. Der Erfolg ist umso mehr anzuerkennen, als hier die Klassenarbeiten gewöhnlich am Sonnabend geschrieben werden. Wien. Das Komitee des M.־H.־Landau־Fonds beim jüdischen Waisenhaus in Baden bei Wien entbietet Herrn M. H. Landau zu seinem 82. Geburtstag (am 13. Dezember) בח1כ״ג כסלו eigenen Namen sowohl, als auch im Namen der Waisen die besten Glückwünsche. Gleichzeitig laden wir die Freunde und Verehrer des Stifters höflichst ein, aus diesem Anlasse für den obigen Fonds reichlich zu spenden. Das Komitee: Isaak Thumim, K.־R. Jules Gourary, Hofrat S. Kwasczewsky, Naurn Maga/.anek, Abc Rapoport. Weiße Zähne madjen jebes Slntliij anfpredjenb unb fdjiin. Oft fdjon burej) einmaliges?ßntjen mit bet!)ertlicf) ctftifdjenb förnedenben Chloro«lont-3aIjnpaite erstclen Sie einen tminbcrnollen (SlfenbeingI0n3 ber 3äljne. Serfudjen Sie es 3unädf)ft mit einer Heinen 2ube 311 Kc 4.—. ©rojje 2ube Kc 6.— Ue&erad 3u Gaben. Zum Wochenabschnitt. Von Nathan Thumim. Bei der Lektüre der dieswöchigen Sidra stellt inan gleich auf die schwierige Frage: Worin liegt die Ursache des Zerwürfnisses Josefs mit seinen Brüdern, das zum Verkauf ihre Bruders geführt hat? Und weshalb erzählt die Thora überhaupt diesen ganzen Bruder- י streit?. Wir wollen nun diese Fragen in der folgenden Weise erklären: Der בעל עקירה in 'שער כ״ח erläutert den Midrasch-Tanchuma סוף ם׳ ויגש welch('!• lautet: שאירע HD י“ליוסף אירע לציון das heißt: Was Josef passierte geschah auch Zion. Damit sei nicht die Stätte Zion, sondern die Gemeinschaft des jüdischen Volkes gemeint. So können wir nun die Geschichte vom Streite Josefs mit seinen Brüdern als Symbol für die כנסת ישראלansehen. Josef verkörpert den Juden, der in seinem Zelte sitzt und Thora lernt. Wie auch der Midrasch!sagt: ״Alles, was Jakob bei Sem und F.wer lernte, überlieferte er dem Josef.“ Den Brüdern hingegen war die Besorgung der Wirtschaft übertragen, wie es heißt: , וילכו אחיו לרעית אח צאן אביה□ בשכם Da Josef aber mit der wirtschaftlichen Welt nicht in Berührung kam, konnte er nichts vorn harten Bingen um das jüdische Dasein in der fremden Welt wissen und konnte deshalb seine hart kämpfenden arbeitenden Brüder nicht verstellen und schenkte auch übler Nachrede Glauben, wonach seine Brüder sich so manche Fehler zuschulden kommen ließen. Jakob aber wußte vom erbitterten Kampf, den seine Söhne um ihre Existenz führten, und sagte zu Josef: היא אחיך רועים בשכם ja du sitzest zuhause״ da kannst du leicht Kritik üben. Deine Brüder aber weiden in fremden Landen und noch dazu in Sichern, dieser frevelhaften!Stadt. Ich will dich zu ihnen schicken. Wollen wir mal sehen, wie du, in ihre Lage versetzt, sprechen wirst. Erkundige dich zuerst mich ihrem Wohl und nach ihren mate- ■ riellen Sorgen, nach ihrer Lebensart; dann erst wirst du ein Recht haben, über sie zu urteilen. Wie die Miscium in אסח sagt, אל חרין את חכירך ער שתגיע וכף Vorurteile deinen Nächsten nicht, solange du nicht in seine Lage versetzt warst. Und als er dann zu jener Gelegenheit kam, wo seine Brüder לבי ונמברני לישמעאלים sagten, wodurch Josef in die Fremde liinauskam und dort den Kampf ums jüdische Dasein selbst miterleben mußte, da litt er auch unter den Qualen der Verleumdüng. ״Wie der Talmud sagt:יוסף לעשות צרכיו נכנם ונראה לו דמות דיוקנו של אבי. Josef wollte eine Sünde begehen, da erschien ihm die Vision seines Vaters. Jakob sagte ihm: ״Siehe, deine Brüder sind: im Kampfe standhaft geblieben und du willst uuterMegcn?“ Gleich ließ er von der Sünde ab. Es kam ihm nun die Schwere des Kampfes zum Bewußtsein, und er bereute seine Frühere Stellungnahme gegen seine Brüder. Nun verstehen wir, weshalb die Thora diese Geschichte erzählt: Der geistige und der manuelle Arbeiter )sollen Hand in Hand miteinander gehen und keiner üblen Nachrede Glauben schenken. Wie wir in der Thora ersehen, daß erst nach Beendigung des Streites der Segen von ויפרו וירבו מאך XU finden ist. ffLus ^Vergangenheit und Qegenwart. Die Statistik der deutschen Juden. — Ein neues Werk der Akademie. Die Akademie für die Wissenschaft des Judentums gibt das erste Werk .ihrer Sektion für Statistik, das von allen bevölkorungs- oder kulturpolitisch Interessierten seit langem sehnlichst erwartet wird, heraus. ״Die Bevölkorungs- Und Berufsverhältnisse der Juden im Deutschen Reiche,!1. Freistaat Preußen“ lautet der Titel des stattlichen Großc(uartlnuules, der Professor Dr. Heinrich Silbergleit, Direktor :1. D. des statistischen Amtes der Stadt Berlin und!Mitglied des Internationalen Statistischen Instituts, zum Verfasser hat. Die amtlichen Materialien des Preußischen Statistischen Laiidesamtes liegen dem Werke zugrunde. Der!Preußische Landesver- Imnd jüdischer!Gemeinden, die Gemeinde Berlin und andere Großgemeinden!haben erhebliche Opfer für die Zusammenstellung dieser Materialien geh rächt, die größten allerdings die Akademie selbst mit der redaktionellen und publizistischen Leistung. Silbcrgleits Werk zerfällt in Text- und Tabellenteil. Der ernte bringt Grundlegendes über die geschiehtliehe Entwicklung und die räumliche Verteilung der jüdischen Bevölkerung in Preußen seit 1812, über die Entwicklung seit der letzten Friedensvolkszählung und über die jüdischen Reichsausländer. Er behandelt Geschlecht und Altersgruppen, Alter und Familienstand auf Grund der letzten Volkszählung von 1925 und endlich die berufliche Gliederung unter Berücksichtigung cler großen Berufsgruppen und der Einzelberufsschichten, der Selbständigen, der Angestellten, Arbeiter, mithelfenden Familienangehörigen mul Hausangestellten. Ja den Textteil sind drei farbige Tafeln und 45 Ueber- Sichtstabellen eingefügt. Das eigentliche Tabellenwerk bringt in Zahlen: Die jüdische Wohnbevölkerung am 16• Juni 1925 nach Altersjahren und Familienstand im Freistaat Preußen, in den Einzelnen Provinzen, den einzelnen Großstädten und den Großstädten zusammen; ferner die jüdischen Erwerbstätigen nach Wirtschafts- ,gruppen und Berufen im Freistaat Preußen und in der Stadt Berlin. Die Bevölkerungsstatistik ist cler Schlüssel zum Verständnis der Vorgänge auf allen Gebieten des sozialen Lebens wie der Entwicklungstendenzen der Bevölkerung. Eine solche Grundlage mußte geschaffen werden, da die amtlichen Zählungen die Sonderproblerne der konfessionellen Gruppen nicht berücksichtigen, die für die jüdische besonders dringende sind. In der Tat zeigen die hier vorliegenden!Resultate mit erschöpfender, ja bcstürzencler Deutlichkeit den Gang der Entwicklung, der bisher nur vorgeahnt oder aus Einzelsymptomen notdürftig erschlossen war. Alle jüdisehe Bevölkerungspolitik und soziale Arbeit in Deutschland wird auf die jetzt geschaffene Grundlage zurückgreifen müssen. Mit dem klaren bovölkerungs- und berufspolitisehen Bild der Vergangenheit und Gegenwart ist aber auch zugleich das Verständnis der künftigen Entwicklung erschlossen. Die Grundlage von!925 wird für die Ergelmise aller kommenden •Zählungen die Vergleidisbasis abgeben. Das fundamentale Werk wird von der Akademie weiter fortgeführt. Nach einem Jahre wird Band .11: ,.Die nichtpreußischen Länder“ erscheinen. Ausbruch des Antisemitismus in Deutschland vor fünfzig Jahren. Wiederholt wird auf die zahlreichen Vergleichs-!)linkte 11 ingewiesen, die sich zwischen dein heutigen Antisemitismus und demjenigen der Stöcker-Ahlwardt- Zeit ergeben. Wie die ״Abwehr-Blätter“Bes Vereines zur Abwehr des Antisemitismus bemerken, fällt der ״Vergleich unserer Tage mit der Zeit vor 40, 50 Jahren entschieden nicht zugunsten cler Gegenwart aus“. Damals min!- lieh haben sich die Bildungsschichten des deutschen Volkes in ihrer Gesamtheit gegen die Zumutungen der antisemitischen ׳Hetzer energischer zur Wehr gesetzt, als es heute der Fall ist.!Im Jahre 1880 war die Antisemitenbcwe.gung, die der llofprediger!Stöcker zwei Jahre vorher nach den Attentaten von llödel und Nobiling auf den alten Kaiser Wilhelm I. entfacht hatte, auf ihrem Höhepunkt angelangt. Zwar konnte auch der ärgste Judenfeind nicht behaupten, daß das Judentum oder auch nur einzelne jüdische Persönlichkeiten mit den Attentätern das geringste zu tun gehabt hätten, trotzdem setzte allenthalben in Deutschland eine beispiellose Judenhetze unter dem Feldgeschrei ein: ״Dem Volke muß die Religion wiedergegeben werden,.die ilun die Judenpresse geraubt hat!“ Ein Petitionssturm, der sich an den. Reichskanzler und. preußischen Ministerpräsidenten Fürsten Bismarck wendete, durchbrauste ganz Deutschland mit der Forderung: Einschränkung der Ein- Wanderung ausländischer Juden, Ausschließung aller Juden von allen amtlichen Stellungen, Beschränkung der Zulassung von Juden zum Justizdienst, Anstellung von nur christlichen Lehrern in den Volksschulen usw.