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Jüdische Presse · 1930-12-05 · 48 (5.12.1930) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
48 (5.12.1930)
Date
1930-12-05
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 48 Spendet für den dar Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygasse 11 Bollinger'Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien« XV-, Staglgasse 10 (bei Mariahilferstr. 148) Tel. R-35-8-47 und R-3G-5-38 Filiale: Wien, VIBcC SK rggasse 17, Tel. B 32*3-80 Jüdisches Brot! Erstklassig und billig bei Lederer &Kohn, Damiofbäckerei II, Gr. Schiffgasse 16 II, Hollandstraße 7 Telephon A-41-4-45 Telephon R-47-4-95 WEISS-, FEIN- UND MILCHGEBÄCK Scholetsetzen : II, Hollandstraße 7 V81 kaufsstelle für den 9. Bezirk: IX, Glasergasse 10, Telephon A-10-6-50 ר מאיר בעל הנס נשמה־ליבט Das anerkannt gute llllllllllllllll המערב Man achte auf die gesetzlich geschützte Marke und Name Schulz Fabrik und Büro:. Wien, XIV., Braunhirschengasse 3 Telephon R-33-1-87. Lebensversiclierungs - Gesellschaft ..PHÖNIX“ Gegründet 1882 Gegründet 1882 VeisidngslieM Ende Juni 1930 2430 Millionen Sdiilling Garantiemittel Ende 1029 . 300 . Prämien- und Zinseneinnaiimen im Jahre 19Z9. Tätigkeitsfeld der Gesellschaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten Der Verein bildet eigentlich keine Neugründung, da schon vor einigen Jahren ein solcher bestanden hat und nur in Ermangelung weitergreifender Organisation sich nicht halten konnte. Vollkommen verfehlt wäre es nun, den Verein wieder nur auf Sammlung privater Spenden und Beiträge zu gründen. Dies haben sieh die einzelnen Jcschiwos auch selber besorgen können. Es wäre das Zweckdienlichste, mit den einzelnen Oe m e i n d c v o r s t ä n d c n i n s E invern c h m c n zu ko m m cn, daß sie einen entsprechenden Prozentsatz ihres B u d g ctauf wundes 11 e r .1 e s e h i w o f ü r o r g e z u w ende n, in der \V e i s e, d a 15 die o b 1 i g a t o־ rische Beisteuer zur E r h a 11 u n g de r .1 e־ s 0 11 i w os in E o r m eines kleinen Zuschlages gleich mit der K u 1111 s s t c u e r eingc hoben w i r d. Die Verwaltung muß natürlich in die Hände rein selbstloser und unbeeinflußter Männer gegeben sein, die die Zuwendung der Gelder zu jeder Zeit und jedem gegenüber verantworten können. Außer den! elementaren jüdischen Verdienste zur Erhaltung und Erweiterung des einzig wahren jüdischen Lebcnsclcmentes, zum Teurostudium, beigetragen zu haben, ist hievon auch noch zu erwarten, daß Interesse für Teuro in solchen Gemeinden wacherhalten und wach־ gerufen wird, die des gedeihlichen und anregenden x&li־ giösen Einflusses, den das Beherbergen einer Jeschiwo auf eine Gemeinde iibt, nicht teilhaftig sind. Daß Kinder aus solchen Gemeinden dadurch zum Aufsuchen einer Jeschiwo veranlaßt würden, wäre allein schon ein Erfolg, der die ganze Aktion lohnen würde. Es harrt dabei unserer Scelcnhirtcn eine besonders verdienstvolle Aufgabe. Nämlich, die jüdischen Massen darüber aufzuklären, daß es einerseits auch für einen arbeitenden, in Ehren sieh ernährenden Kaufmann oder Handwerker keine Schande bedeutet, wenn sein Kind zur Ergänzung des von zu Hause Geleisteten, auch die Jeschiwofürsorge, zu der eventuell auch er ein Seherflcin beiträgt, in Anspruch nimmt, um an der Erbkultur des jüdischen Volkes, am Teurostudium, seine gcistig־religiöse und moralische Bildung sich erwerben zu können. Andererseits mögen sie auch dem gebenden Teile die Erfahrung beibringen, daß Wohltun nicht nur an der Stätte größten materiellen Mangels gut verwendet ist, sondern daß die verwendeten Mittel nach Art und Weise ihrer Verwendung zu bewerten seien. Es ist bekannt, daß zahlreiche alte jüdische Legate im Westen heute leider schon lange nicht im Sinne der Legatstifter verwendet worden. Der fleißige Jesehiwojüngling, der im weltentrückten Stübchen oder von heiligem Sinaiwort rauschenden Bess־ hamidrasch Teuro lernt, um seinem Volke einst ein un־ beirrbarcs, geistig bewußtes Mitglied, vielleicht aber auch ein leuchtender ßclehrcr zu werden, hat ein nie vor־ fallendes Vorrecht, von diesem Volk getragen und ge־ fördert zu werden. Diejenigen Mittel und Güter, die ihm zugewendet und von ihm verwendet werden, sind die rechten Legate, die im ewigen Bestand des jüdischen Volkes ihre reichen Zinsen tragen. Die Hilfsaktion für die Jesekiwos. Aron der Leitung' des u\T a e h s i k e - j es c.11 i w os- V1'!,eines werden wir um 'Veröffentlichung des folgenden Appells gebeten: Der zündende!Enthusiasmus der Versammlungen jn Nove Zämky und ׳Bratislava eiferte uns zur Arbeit und Tätigkeit an und legte uns die Verpflichtung auf, den heiligen Willen der Versammlungen zu verwirk-;liehen,;in die Tat u1nzusetz.cn. Ohne IJcberhcbung dürfen wir es sagen: Wir haben .nichts unversucht gelassen, wir hüben alle Wege beschritten, die zum Ziele führen, alle Mittel ergriffen, die ׳den Erfolg verbürgen, wir sind keiner Arbeit ausgewichen. Tn vielen Gemeinden haben wir schöne Erfolge erzielt, in vielen Gemeinden zeigte es sich, daß die alte, opferwillige Liebe zur תירה noch lebt, was der jüdische Mensch für seine חורה zu leisten vermag. In vielen Gemeinden ist es ,aber uns noch .nicht ,gelungen, die Mitglieder vom Schlage des Sich-uin-nichts-Kümmerns ■aufzuriitteln. Wir hallen in vielen Gemeinden nicht die helfende, werbende, fördernde Mitarbeit gefunden, die die heiligen Ziele des Vereines mit liecht verdienen.!Im Bewußtsein unserer heiligem großen Verantwortung vor השי״ת mul seiner heiligen Lehre müssen wir all jenen sagen, die Sinn und 'Verständnis für תורה haben: 111 eurer Hand liegt die Neue Sprachschule vom Wiener Stadtschulrat konzessioniert, für die englische und französtsehe Sorache für weibliche Personen im ״Dr. Krüger-Helm" Wien. II., Malzgasse 7. Tel. A-48-0-77 (!0 bis 12 Uhr und 3 bis 5 Uhr). Kurse für Anfänger und Vorgeschrittene, an Nachmittagen und Abenden. Spezielle Kinderkurse. Erprobte, erstklassige Lehrerinnen. Billige Kursbeiträge. Konversations-Abende. Zukunft des Vereines, die Zukunft der ישימח! Von eurer Mitarbeit, ׳Mithilfe, Freigiebigkeit kst dev Bestand, das Aufblühen des Vereines und der 'ישיב abhängig. *Euro begeistert(' und begeisternde Mitarbeit wird den Verein in seinem Wachstum fördern, euer I lände-m-don-Schoß- Legen, euer Beiseitestellen kann den Verein in seiner Entwicklung hemmen. Nicht Kleinmütigkeit, nicht der Zweifel an den Endsieg unserer heiligen Ziele diktiert uns diese Worte. Wir sind dessen sicher, alle jüdischen Menschen ■werden sich um die Eahne unseres Vereines scharen, sie werden nicht vergessen, was sie unserer gemeinsamen Mutter, der תורה, schuldig sind. Was uns diese Worte' in den Mund legt, ist die sehr, sehr ernste l.age der Jcschiwos. Sie erheischt eine rasche, schnelle, sofortige Hilfe. W e r s c 11 n e 1 I g i l> t, g i b t d o p p e 11. II. Ausweis des Vereines ״Machsike Hajeschiwos“. Franz Adler (Nove Zämky) tsch. K ]()00, Albert Gestetner (Bratislava) 500, ,Simon Gansl (Sala n. V.) 500, Moritz Just (Vrbovc) 500, Jakub Rosenzweig (Vrable) 200, Dr. De־ menvi (Vrable) 50, Bank Zlate Moravee (Filiale Vrable) 100, diverse Spenden und Beiträge (Vrable) 1900, Moritz . Reichmann (Nove Mesto n. V.) 100, Max Handwerker (Nove Mesto n. V.) 100, Arthur Schneider (Nove Mesto n. V.) 100, diverse Spenden und Beiträge (Nove Mesto n. V.) 680, diverse Spenden und Beiträge (Sahy) 3593, Beiträge (I. Sammlung Trnava) 2120, Beiträge (Piestany) 8000, Beiträge und Subventionen der orth. Gemeinde Sered 2000, Spenden und Beiträge. (I. Teil, Senee) 500, Spenden und Beiträge (Galanta I.) 640, Spenden und Bei־ träge (Galanta II.) 723, Spenden (Plesivec) 154, Spenden und Beiträge (Sala n.) 2000, Tclcgrammablösung Hochzeit Gansl (Sala־Mohr־Vrbove) 1720, Sigmund Lax, Detroit (Amerika) 5 Dollar 165, Spenden (Myjava) 207, Spenden (Filäkövo) 149, Simchath־Thora־Spenden (Nove Zäky) 1000, Subvention der orth. Gemeinde Nove Zämky (Budget) 5000. Subventionen seitens mehrerer Gemeinden wurden , bereits zugesagt. Weitere Berichte folgen. Der Verein beabsichtigt, in Form einer monatlichen Beilage Namen und Betrag eines jeden Spenders zu vor־ öffentlichen. Amt licheVerlautbarungen der Israel. Kultusgemeinde Wien. Berufung in das Wiener Rabbinatskollegium. Samstag, den 29. November d. J., abends, fand eine Plenarsitzung des Vorstandes der Israel. Kultusgemeinde Wien statt, in welcher nach ausführlichen Re־ feraten beschlossen wurde, den derzeit als Ge־ meinderabbiner in Kalusz wirkenden Rabbiner Josef Babad mit L Jänner 1931 zum Mitglicdc des Rabbinats־ kollcgiums, bzw. Rosch Bcth Din, zu ernennen. Bekannt־ lieh tritt Rabbiner Mayer Mayersohn, welcher bisher dem Rabbinatskollegium in gleicher Eigenschaft angchört, über sein eigenes Ansuchen mit 31. Dezember d. J. in den dauernden Ruhestand. Rabbiner Josef Babad entstammt einer berühmten und bekannten Gelehrtenfamilie. Schon als Kind zog er durch seinen Wissensdrang und seinen Scharfsinn die Aufmerksamkeit auf sich. Derzeit zählt Rabbiner Baba d zu den bedeutendsten talmudischen Gelehrten der Gegenwart und er erfreut sich infolge seiner hervorragenden Gelehrsamkeit und seiner ausgezeichneten Charaktereigenschaften des größten Ansehens. Zahlreiche Werke und Publikationen, die in* der Gelehrtenwelt höchste Anerkennung gefunden haben, entstammen seiner Feder, so clie Veröffentlichungen in der Zeitschrift ״Hasehiloach“: ״Rambam als Mann der Halacha“, ״Die geistige Gestalt Raschis“, ״Der Pilpul und sein Wesen“, ״Einführung in die Philosophie des jüdischen Rechtes“, ״Der Minhag im jüdischen Recht“ u. a. Die Berufung des Rabbiners Josef Baba d ins Wiener Rabbinatskollegium läßt eine neue Acra segensreicher und alle Teile der jiidi־ sehen Bevölkerung befriedigender Wirksamkeit erwarten. Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 6. Dezember d. .1״ findet um 3 Uhr nachm, der Jugend־ fiottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Ge־ mcinde־ und Bezirkssynagogen statt. Rabbi Pinchas Halevi isch Horowitz (1730-1805). (Zu seinem 200. Geburtstag.) Unter den ,berühmten Rabbinern Frankfurts um Main ist wohl der bedeutendste Rabbi Pineba.s'1 lalev.i isch Horowitz, eine der ׳hervorragendsten. Persönlich- Leiten der talmudischen Wissenschaft. R. •Pinchas wurde als der jüngste Sohn des R. Zewi (bekannt unter dem Namen: Reh llerschele Czortkower);in Czovtkow in Polen um das Jahr 1750 geboren. R, Pinchas •genoß die traditionelle jiidi,sein* Erziehung und es wurde ihm unter der sorgfältigen Leitung seines 'Vaters ein tiefer Einblick in die ״Wahrheiten der Lehre“ gewährt. Als ihn dann später der reiche Joel ileilpern zu seinem Schwiegersohn nahm, wurde ihm •auch weiters •die 'Möglichkeit geboten, sich ohne Sorgen ׳mit seinen Studien beschäftigen zu können. Zusammen .mit seinen ,beiden älteren Brüdern, R. Tauch 11m und R. ISeli melke, vertiefte er sich in die talmudisehe Literatur und die ,übrigen jüdischen Wissenschaften. Zuerst wurde er Rabbiner in Witkow in Polen und wurde von dort nach Lccliwilz berufen, wo er den Mittelpunkt eines großen Gelehrteukreises bildete. Dort gründete er eine Schule, die von vielen ,strebsaiuen, jungen Leuten besucht war. Die Anerbieten vieler Gemeinden wies er. aus Abneigung gegen das Ilerumwandern, zurück. Aber die Zeiten änderten sich;!in Polen herrschten Krieg und Aufruhr: seine ,ganze Existen'z schien bedroht, da kam an ihn in dieser Zeit der Not seine Ernennung zum Rabbiner der Franklurter ‘Gemeinde.!Obwohl R. Pinchas bisnun immer zurückgezogen gelebt hatte, war sein Ruf auch nach ,Frankfurt gedrungen. Durch die Responsenliteratur kam er auch zum ersten Male mit anderen jüdischen Gelehrten seiner Zeit in nähere Berührung, ln einem überaus komplizierten Seheidungsfalle, der die Rabbiner in zwei Lager geteilt hatte, gal) auch 11. Pinchas seine Meinung ab und lenkte so die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich. In einem ausführlichen Gutachten beleuchtet R. Pinchas den Fall und widerlegt Rabbi jeeheskel. Landau aus Prag, der gegen die Meinung aller übrigen Rabbiner den Scheid ungslmef für ungültig erklären wollte. Ende 1771 trat er sein Amt in Frankfurt an und gewann bald die allgemeine Sympathie für «ich. Er lebte!in bester Eintracht mit den Frankfurter Gelehrten. R. Pinchas richtete sich anfangs gegen) Rabbi Nathan Adler, der zu jener Zeit in Frankfurt lebte und wegen seiner eigentümlichen kabbalistischen Lebensführung von der Gemeinde schließlich in den Bann gelegt wurde. Als sieh aber später seine jünger, die zu weit gegangen waren, besannen, ,wurde der Bann für ungültig erklärt. Als •11. Nathan Adler im Jahre 1800 starb, hielt 11. Pinchas am Grabe seines verstorbenen■■ Freundes eine ergreifende Rede, die der Ausdruck der allgemeinen Stimmung wrar: Tiefe 'Verehrung ■für den dahingeschiedenen Meister. Die nächste Gelegenheit, bei der 11. Pinchas wiederum vor die OeffcntLicIikelt treten und seine. Meinung verfechten konnte, hot die deutsche Bibel- ■Übersetzung von Moses Mendelssohn. R. Pinchas wandte sich nicht so sehr •gegen die deutsche!Bib.ilÜbersetzung־ in ihrer Gesamtheit als *gegen die willkürliche Auffassung eines Bibelverscs (Lcviticus 19, 17), die :Mendelssohn auch in seiner •Uebersetziiiig vertrat, fm Sommer 1782, am Vorabend des Neumonds Taurus hielt R. Pinchas vor der versammelten Gemeinde eine Ermahnungsrede HD1D חיכחת), io dev er mit flammenden Worten gegen die Meuclelssohn-lBibel Stellung nahm und sie zu benützen verbot. R. Pinchas stand immer ratend und helfend seiner Gemeinde zur Seite. In den letzten Jahren des 18. und den ersten des 19. Jahrhunderts, in dieser für die Stadt Frankfurt stürmischen Zeit,!forderte R. Pinchas die Juden auf, die städtischen Behörden nach Möglichkeit in ihrem harten Kampfe zu unterstützen und ihnen Geldmittel zur Verfügung zu stellen. So herrschte in Frankfurt das beste Einvernehmen zwischen der Behörde und der Judenschaft und für dieses gute Yerhültois ist besonders dem Oberrabbiuer zu danken, der immer, für .Frieden und Eintracht sorgte. In den •letzten Jahren seines Lebens litt R. Pinchas viel durch Krankheiten. Dessenungeachtet oblag er weiter seinen Studien; seine Lage verschlimmerte sich jedoch und am 4. Tamus 5565 (1805) verschied er im Alter von 74 Jahren. Die Werke, clie R. Pinchas verfaßte, zeugen von einer ausgezeichneten, tiefen Kenntnis der jüdischen Lehre und einer •besonderen ,sprühenden Geistesschärfe. Seine Schriften bilden vorwiegend fortlaufende Kommentale zu ■dem das Elierecht umfassenden Eben-Haeser, und zum Traktate Kethubot und Kidduschiu. Die Abhandlang über den Traktat Kidduschiu ist auch unter dem Namen ״Seler Hamakneh“ (ספר חמקנה bekannt; beide Schriften vereinigt tragen den ׳Namen ״Sel'er Hatlaah“ (ספר הפלאה) Daun sind uns noch 84 Responsen unter dem Titel ״Giwath Pinchas“ {(גבעת 0נחס) erhalten geblieben, die verschiedene religiöse Fragen hehandeln. Die ,schönste Frucht seines Thorastudiums bildet der Pentateuchkommentar ״Panini Jafoth“ (פני□ יפות) ln diesem Werke sind neben treffenden halachischen Bemerkungen zu den einzelnen Versen •auch noch Glossen agaclischen .Charakters enthalten, die die Thora auch vom kabbalistischen Standpunkt aus betrachtet. Und zum Schluß eine Würdigung des großen Mannes. Rabbi Pinchas Horowitz erscheint uns ׳als ein milder, weiser und menschenfreundlicher Mann. 53 Jahre lang wirkte er in vorbildlicher Weise in der Frankfurter Gemeinde und richtete sein Augenmerk immer auf das Wohl 6einer Mitmenschen. Ein wahrer, edler Jude, der als geistiger Führer unserer Nation die größte Bewunderuug und Verehrung verdient. Jusua Horowitz. 010202730001

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