Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 40-41 (5.10.1930)
- Date
- 1930-10-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 40/41 JÜDISCHE PRESSE Seite 5 ד מאיר בעל הנס <.א־ר כ<ד ימיי ררנירבד נשמה־יליבט Das anerkannt gute Man achte auf die gesetzlich geschützte Marke und Name Schulz Fabrik und Büro: Wien, XIV., Braunhirschengasse 3 Telephon R-33-1-87. völkeruugsteile sowie citrrch .sein unermüdliches Bestreben, besonders in der Klagemauerfrage. eine Vorstämligung zwischen den Ambern und Juden zustande zu bringen, sieb den Dunk der ■Bevölkerung erworben hat Die zuHickgctretenen jüdischen Mitglieder des Jerusalemer Stadt rat es. (j. T. A.) Bei einer Zusammen- .kauft zwischen einer Abordnung• der zurückgetretenen jüdischen ■.Mitglieder des Jerusalemer Stadtrates und dem .stellvertretenden High Comrnissioner Sir Stewart Davis, Schatzmeister der Palästina-Regierung, ward(’ die Frag(' der Rückkehr der jüdischen Mandatare in den Stadt rat erörtert. Die Mitglieder der Abordnung gaben ihrem Er- ■staunen darüber Ausdruck, (lall die Regierung sich so leicht mit der Nichtteilnahme der Juden an den Arbeiten •clor Munizipalität abgefunden habe, als ob dies ein normalcr Zustand wäre. Die Juden seien mit der Untätigkeit der Regierung 'in diesem Belange sehr unzufrieden, und dies führe dazu, daß so extreme 'Vorschläge, wie Errichtuug eines gesonderten jüdischen Stadtrates, in Betracht gezogen werden. Man verstehe es nicht, weshalb die Regierung sich beeilt hat, den Rücktritt der jüdischen־ Stadträte zu akzeptieren mul diese akute Krise mit meinem formalen Dank an die jüdischen Stadträte für ihren geleisielen Dienst zu erledigen. (Die jüdischen Mitglieder des ■Stadtrates waren von ihren Acmtern .zurückgetreten, als der Bürgermeister von Jerusalem, Nashashibi. sich der vom Mufti geführten arabischen London-Delegation alischloß. Sie waren der Meinung, daß der Bürgermeister die Interesse״ der GeSamtbevölkerung zu vertreten habe, aber als Mitglied einer Delegation zur Bekämpfung der jüdischen Rechte und Interessen nicht länger Stadtoberhaupt bleiben, könne.) Mißerfolg der antireligiösen Rosch-Haschanah- Kampagne in Rußland. (J. T. A.) Die antireligiöse Kampagne, welche von den jüdischen' Kommunisten für Rosclv llaschauah proklamiert wurde, ist völlig wirkungslos geblieben. A11 beiden Rosch-I laschaitah-Tageii waren die Synagogen in Moskau und in den übrigen Städten Rußlands überfüllt. Der von den jüdischen Kommunisten geplante antireligiöse Marsch fand nicht statt. •Die Char- Lower jiddisch-kommunistische Zeitung ״Stern“ schreibt in einer .Betrachtung über das Versagen der antireligöscn Propaganda: ״Unsere Kulturbrigadeü haben geschlafen, •statt zu marschieren.“ Auch ,,Eines“ gibt eleu Mißerfolg des antireligiösen Marsches zu und ruft zu dessen vorstärkter Wiederholung anläßlich des Jom Kippur auf. Jeder jüdische Arbeiter solle an diesem Tage arbeiten und den Tagcslolin dem Fonds für den Bau eines Sowjetflagzeugcs Zufuhren. Die niclitjiidi.sclie Presse Sowjetr.ulUnnds hatte die jüdische״ Kommunisten in ihrer antireligiösen Kampagne nachdrücklich unterstützt. In vielen Städten hatten die nichtjüdisehen Zeitungen seitenlange Artikel in jiddischer Sprache über den Kult 11!־marsch gegen die Religion ge’ 'clit. Rituelle Kochkurse vom Stadtschulrate konzessioniert Wien, II., Malzgaste 7, Tel. A-48»0-77 <Or. KRÜGER-HEIM) Neue Definition. (J. T. A.) Auf der Genfer Presse? konferenz richtete der Sonderberichterstatter der J. T. A. an den englischen Außenminister Henderson die folgende Frage: Wie definiert die gegenwärtige britische Regierung den Begriff ״Jüdisches Nationalheim“, der in dem Bericht der Mandatskommission enthalten ist? Sie haben ja selbst für diesen Bericht gestimmt. Henderson erwiderte: ״Wir verstellen die Balfour־Deklaration in dem Sinne, daß die arabischen Interessen nicht vernachlässigt .werden dürfen. Die Juden haben die Balfour?Deklaration nur in dem Sinne verstanden, daß England die Schaffung eines Jüdischen Nalionalheims vorzubereiten habe, sie haben aber dabei vergessen, daß England auch für den zweiten Teil des Mandates, der sich mit den Rechten der Araber befaßt, verantwortlich ist.“ Auf eine Frage des Vertreters des ״Manchester Guardian“, ob auf dieser Tagung des Völkerbundes das Minoritätenprobletu erörtert und eine eigene permanente Minoritätenkommission geschaffen werden würde, er? widerte Henderson, dies sei nicht zu erwarten. Amtliche Verlautbarungen der Israel. Kultusgemeinde Wien. Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirks- Synagogen. Am kommenden Lauuhüttenfeste, bezw. Schlußfeste werden in nach benannten Gemeinde- und Bezirks- Synagogen bei dem um 8 Uhr 30 Minuten beginnenden MorgengoUcsdiensle Predigten ubgelmlteu, mul zwar: ■Dienstag, den 7. Oktober 1930 (t. Festtag). 1., Seileiistetlengasse 4 (Rabbiner Dr. M. Grunwald); U., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes); V., Siebcnbruimengasse ia (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer); VI., .Sclrmalzhofgas.se 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky); XIII., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. 1Y1. Lewin): XV., Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. I. Taglicht): XVI., Hubergas,sc 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach); XVII1״ Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang); XXL, Holzmeistergasse J2 (Rabbiner Dr. M. Roseunuuiu). Mittwoch, den 8. Oktober 1950 (2. Festtag־), 11., Tcmpelgas.se 5 (Rabbiner Dr. M. Grunwald); YUh, Nendeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer). ׳Dienstag, den 14. Oktober!930 (8. Festtag, Sehiußfest). 1״ Scitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. M. MEYERS LEXIKON Die neue, siebente Auflage in 12 Halblederbänden wird Sommer 1930 vollständig sein und 363 RM. kosten MEYIRSIieiJKQN verbandet zeitgemäß knappe Fassung und Übersichtlichkeit mit größter Reichhaltigkeit in Text, Bildern und Karten MEYERS LEXIKON gibt auf jede Frage sofort unfehlbar richtige Antwort und ist der zuverlässigste Berater in jeder Lebenslage MEYERSLEXIKON ersetzt eine umfangreiche Bücherei und ist deshalb billig. Bequeme Teilzahiunaen erleichtern die Anschaffung MEYERS LEXIKON ist durch jede Buchhandlungzu beziehen. Ankündigungen mit Bezugsbedingungen kostenfrei. Bestellen Sie noch hp״+e שומן י TERNO כשר (תחת השגחת הרב ד ישעי סורסט שיפשוהיס Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Jesaia Fürst (Adas Jisroel) Ueberall erhältlich! tarl Blaimstlieltis Vereinigte Margarine- und Builerlaliriken Grunwald): .11״ Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes): V״ Siebenbvunncngussc ia (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer): VI.. Schmalzhofgasse 5 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky): VlJh, Nendeggergasse J2 (Rabbiner Dr. M. Bauer): Xffh, .Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin); XV., Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. I.'Taglicht): XVI., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach): XVllk, Schopenbauerstrafic .39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang); XXL, .Ilolzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Am Vorabende des I. Festtages, Montag־, den 6. Oktober 1930 (Bcgitin 3 Uhr 15 Minuten nachm.) und am Vorabend des 8. Festtages, Schlußfestes (Beginn 5Uhr nachm.), IX., MülltK'rgas.se 21 (Rabbiner D. A. Z. Schwarz). Schwarz). Maskir?Andachten am Schemini?Azereth?Feste. Zur Vermeidung des großen Andranges in den Gemeinde? tcmpcln zur ״H a s k a r a h“ veranstaltet der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien am diesjährigen ■Sch cmini?Azcrcth?Feste Dienstag den 14. Oktober um 6 Uhr ■früh mi Stadttempcl, I., Seitenstetten? gasse 4, und im Leopoldstädtcr Tempel, II., Tcmpelgasse Nr. 5, sowie um 9 Uhr vormittags im Festsaale des Hotel Continental, I., Taborstraße 6, anläßlich der Maskir?An־ dachten feierliche Gotteldicnstc. Techniker-Stiftungen (Bewerbungsausschreibung.) Anzahl der Plätze: I im Betrage von S 158 für die Dauer der gesetzlichen Studienzeit und für ein weiteres Jahr nach Beendigung derselben: t im Betrage von S SO einmalig. B e w e 1־ b u n g s b e 1־ c c 11 t i g־ t sind: mittellose» fleißige, unterstiitziuigswürdige jüdische ordentliche Hörer ■an der Technischen Hochschule in Wien. Ges'uclisbeilage n: Geburtsschein, Mittellosigkeitszeugnis, Insk ript ions nach weis, Studienzcugnisse. Letzter Ta g d c 1־ E i u r e i c 11 u 11 g s f 1־ is t: 50. November 1950. E i n r e i c 11 s t e I 1 e: .1״ Scitenstettengasse 4, II. Stock (Fürsorge-Zentrale). Wien, am 1. Oktober 1930. Zur Bewerbung sind Ges u c 11 s b o g c n zu verwenden, welche in der Eiureichstelle (I., Seitenstettteiigasse 4, II. Stock) unentgeltlich zu beziehen sind; die Gesuchsbogen enthalten auch nähere, für den Einschveiter wichtige Bestimmungen. An unsere Leser! Die nächste Nummer der ״Jüdischen Presse“ erscheint mit Rücksicht auf die Feiertage Freitag‘, den 24. Oktober. Mit שמחת יו$ן " Wünschen Die Redaktion und Administration der ״ j ü d i s c h e 11 Press e“. Der jiid sehe Fri< hof von Toledo wird ausgegraben. (.1. T. A.) Wie der Redakteur des ״Israelitischen Familienblattes“, Esriel Carlchach, der im Aufträge jüdi? :scher Zeitungen eine Spanien? und Nordafrikarcise unter? nimmt, erfahren hat, beschloß die Altertunisabtcilung im spanischen Kultusministerium, die Ausgrabung des jiidi? sehen' Friedhofs von Toledo in Angriff zu nehmen. Der Kunstwart von Toledo, Francisco de B. San Roman Fernande/, erklärte Esriel Carlchach, daß die Arbeiten noch vor Eintritt des Winters beginnen sollen. Man er־ wartet von ihnen umfangreiche Aufschlüsse über die spanischen Juden und hofft, auf Ucherrestc jüdischen Lebens von 500 vor Chr., der Zeit, zu welcher Juden die alte Kaiserstadt gegründet und den Friedhof angelegt haben, zu stoßen. Das Interesse der spanischen Oe'ffent? liehkeit soll auf die Ausgrabungen dadurch hingelenkt werden, daß eine Ausstellung sämtlicher in spanischen Museen aufbewahrten Judaica in Toledo veranstaltet wird. Diese Ausstellung, für die die Regierung bereits Mittel bewilligt hat, findet im Hospital .Santa Cruz ■in Toledo statt und wird in wenigen Monaten eröffnet. Don San Roman, der sie leiten wird, hofft, daß die jüdisch? wissenschaftliche Welt ihm bei der Erforschung der auszu? grabenden Denkmäler, behilflich sein wird. Seit Ben? Jehudas Weggang von Madrid konnten nicht einmal die Inschriften der gefundenen Grabsteine gelesen werden. Frankfurter Rabbi-Legende: Der Segen des Rabbi. (J. T. A.) Aus Anlaß des 80. Geburtstages des Ge? keimen Kousistorialrates D. Dcchcnt in Frankfurt, er? innern die Zeitungen an eine merkwürdige Ueberlieferung, die sich in der Familie Dcchcnt erhalten und die der Jubilar seihst gern erzählt: Es war nach dem ״großen Judenbrand“, der am 14. Jänner 1711 im Hause des Rabbiners ausgebroehen war und die gesamte Judengasse zerstört hatte. 300 Häuser lagen in Schutt und Asche, und gegen 8000 Juden waren obdachlos geworden; eine Anzahrfand bei christlichen Mitbürgern in menschenfreundlichster Weise Unterkunft. Dem Rabbi Naphtali Cohen wurde bei dem Ur? Urgroßvater der Gattin Deehents, bei dem hier im Jahre 1695 ׳ eingebürgerten Schneidermeister Johannes Finger in der Lindheimergassc oder Schnurgasse 18, ״zum Kalten? baeh“, gütige Aufnahme und Zuflucht gewährt. Doch die Beschuldigungen, die gegen den Rabbi erhoben wurden, verleideten diesem den Aufenthalt in der Stadt. Er ver־ ließ Frankfurt und ging nach Prag. Von dort aus wollte er nach Palästina auswandern, kam aber nur bis Kon? stantinopel, wo er im Jahre 1719 gestorben ist. Bei seinem Scheiden von seinem Frankfurter Wirt und Schützer soll Cohen als das einzige, was er seinem Wohltäter zuriieklassen konnte, diesem seinen Segen ge? geben haben. Der Rabbi segnete zuerst die ganze Familie Finger sowie deren Nachkommen und erflehte für sie alle dauernden Wohlstand und Bewahrung vor außer? gewöhnlichem Unglück. Von Geschlecht zu Geschlecht sollten sie alle ein friedliches Leben führen, ein hohes Alter erreichen und überall und immer geachtet, geehrt und geliebt sein. Dann erweiterte er den Segen noch und wünschte, daß Fingers Haus und die Wohnungen seiner Nachkommen von Ratten und Mäusen frei bleiben möchten. Diese Tiere sollen nämlich zu jener Zeit durch ihre große Zahl ein wahre Plage für die Bewohner Frank? furts gewesen sein. Jüdische Familien, unter, denen der Segen des Rabbi in der Ueberlieferung erhalten blieb, haben, so lange ein Nachkomme Johannes Fingers hier ,ein offenes Geschäft betrieb, es als eine Ehrenpflicht be? trachtet, dort ihre Einkäufe zu besorgen. Bis heute hat sich, wie Pfarrer Dcchcnt gern-und dankbar bestätigt, der Segen von 1711 an der Familie Finger fast immer bewährt, deren Vorfahren einst dem armen verfolgten Juden Obdach und Schutz nicht ver? sagt haben. Wilhelm II. und der. Zionismus. (.1. T. A.) Die ״Vossische Zeitung“, die die Denk? Würdigkeiten des im letzten Jahre verstorbenen früheren Reichskanzlers Fürsten Bülow veröffentlicht, druckt heute das Kapitel ab, das den Besuch des Exkaisers Wil? heim II. am 29. Oktober 1899 in Jerusalem schildert. Zu Pferde zog man in Jerusalem ein. ״Vor dem Tor, durch das wir ein zogen“ — erzählt Fürst Bülow — ״wollte eine Deputation von Zionisten eine Ansprache an den Kaiser richten. An ihrer Spitze stand Dr. Theodor Herzl, ein geistreicher, von heiligem Eifer für die Sache des Zionismus erfüllter Wiener Publizist. Er war Kaiser Wilhelm durch den Großherzog־ von Baden vorgestellt worden. Wilhelm Ff. war anfänglich Feuer und .Flamme für die zionistische Idee, weil er auf diese Weise sein Land von vielen ihm nicht besonders sympathischen Elementen zu befreien hoffte. Als ihm aber der damalige türkische Bot? schafter in Berlin, der uns auf unserer Oricntrcisc beglei? tete, klargemacht hatte, daß der Sultan vom Zionismus und von einem 'unabhängigen jüdischen Reich nichts wissen wollte, ließ er die zionistische Sache fallen.“ Der Berg Nebo wird zum Kauf angeboten. Beduinenscheichs, die Eigentumsrecht auf den Berg Nebo beanspruchen, haben den Bergesgipl’el den Franziskaner-Mönchen für einen Betrag von 1500 Pfund u״geboten. Wie die J. T. A. erfährt, haben die Franziskauet־ das Angebot abgelehut. (Im 5. Buch Mose, Kap. 54, heißt es: Und Mose ging auf den Berg Nebo, gegenüber Jericho. Und der Herr zeigte ihm das ganze 'Fand. Und der Heu־ sprach zu ihm: ,,Dies ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob /״!geschworen habe und gesagt: Ich will es deinen Nachkommen geben."Du hast cs mit deinen Augen gesellen־, aber du sollst nicht hinübergehen.“ Also starb Mose, der Knecht des Herrn, nach dem Worte des Herrn. Und er begrub ihn im Tal, im Lande der Moabiter. Und niemand hat sein Grab erfahren bis auf den heutigen Tag.) Sodom aufgefunden? (J, T. A.) Durch die neuesten Grabungen des römischen Bibelinstituts in Transjordanien bei Tel Gassul, etwa 6 Kilometer nordöstlich vom Toten Meer am Wadi el Jorfeh, soll nun die Stätte des geschieht? liehen Sodom festgestellt worden sein. Es wurden Häuser, die Reste von Oefen, Kornspeichern und Mühlen zusammen mit menschlichen TJeberresten frcigelegt, daneben eine große Menge von Messern, Pfeilen, Ton־• Scherben, Halsketten, Alabasterkugeln usw. Weitere Gra? bungen wurden nach dem Norden und Süden von• genommen. Man hat ein Gebiet durchforscht, in dem die Fundamente von Steinmauern zutage traten. Es ergab sich, daß die Ruinen von Tel Gassul bis etwa 3000 v. Chr. zurückreichen und die hier gelegene S$adt, die eine große Blüte erreicht hatte, um 2000 v. Chr. zerstört wurde. So ist man zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Stätten von Sodom und Gomorrah im Norden des Toten Meeres gelegen seien.