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Jüdische Presse · 1930-09-19 · 38-39 (19.9.1930) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
38-39 (19.9.1930)
Date
1930-09-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 38/59 JÜDISCHE PRESSE Sette 3 Hier bin ich. An drei Menschen erging einst der Ruf des Ewigen unter Wiederholung ihres Namens und die drei Menschen sprachen: Hier bin ich. Es waren Abraham, Jakob, Moses. An Abraham ward das Wort: Bringe mir dein Kind, an Jakob: Fürchte dich nicht, an Moses: Gehe hin und erlöse. Wenn wir den Zeiten und in den Zeiten dem Ruf der Ewigkeit lauschen, es sind dieselben Fragen. Des Juden Glück kann es sein, wenn er in der erwartungsvollen Grunclstimmuiig des ראש השנח diese Fragen vernimmt, versteht und sich die Antwort abringt: Hier bin ich. Allerdings ״abringt“. Denn leicht ist es nicht. Von allen Seiten braust es auf Vater und Mutter ein und heischt das Kind, am meisten vernehmlich tönt das Verlangen des Kindes selbst: Gib mich mir selbst. Auf der einen Seite der Kampf der Dinge in dem eng gewordenen Raum der Erde, die 1 last, Güter zu erwerben, die freudlose Sucht, mit fliesen Gütern raschen Genuß ruhelos zu gewinnen, auf der anderen Seite die nie ׳befriedigte Sehnsucht nach Geltung, in ernster Arbeit die Ausgestaltung der Persönlichkeit. Und mitten hinein in diese nicht immer volltönenden Akkorde des Lebens der leise, so viel überhörte Ruf des Ewigen: Gib mir dein Kind. Lehre es, seinen Weg über die Erde so zu küren, daß dieser Weg ein Weg zu mir ist. Leicht ist es nicht, aber so ׳wundersam einfach, zu erkennen, ob man den Ruf vernommen und ob man gewillt ist, ihm die Antwort werden zu lassen: Hier bin ich. Dazu ist nur nötig, daß man die Träume durchforscht, die man von dem Glück seines Kindes hegt und vor allen ׳Dingen den Ent- Schluß, mit dem Kind diesen Weg zu gehen. Viel inneres Leid mußten Eltern erfahren, von denen sich die Kinder lösten. Und in die Sprache des Heute übersetzt, lautete der Ruf: Wirb um dein Kind, daß du es mir bringst. Dieses Werben sei der Inhalt des Segens, den jüdische Väter und Mütter ihren Kindern in der Werdestunde des neuen Jahres erteilen. * Vielleicht gibt dieses bittende Werben den Menschen neuen Mut. Denn ein gar nicht tief genug zu erfassendes Zeichen der Zeit ist die Furcht vor dem Leben. Die Widerstandskraft gegen all die Wechselfälle des Daseins drohen zu schwinden, zu groß ist die Aufgabe, zu gewaltig der Ansturm. Auf geistigem Gebiete das Sichüberstürzen der Gedanken, und fast will es nicht gelingen, geruhsam einen festen Punkt zu ergründen, von dem aus eine alle Fragen zureichend beantwortende Welt־, anschauung sich bieten könnte. Der feste Wille, an den Ueberlieferungen der Ahnen, an dem Lebensstamm der Thoratradition sich emporzuranken, begegnet Haß, Verkennung und unendliehen Schwierigkeiten. Den besten, edelsten Be- Strebungen versagt die Welt die Mittel der Erde, und wo die Mittel sich finden, da finden sie wahrlieh nicht selten Verwendung gegen die Thora, gegen ihre Bekenner, gegen den Sieg der Wahrheit. Unsere Alten würden klagen, daß dies alles der Triumphzug des Jezer liora sei. Und doch erklingt unaufhörlich in und um uns der mahnende Gruß der Ewigkeit. Fürchte dich nicht, selbst nicht vor dem Weg durch die Unreinheitsmiasmen der Lebensverneinung Aegyptens, fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Wenn die Antwort darauf wirklich in dem: ״Hier bin ich“ ausklingen soll, dann darf der Traum nicht nach vorwärts allein fühlen, er muß auch rückwärts schauen und ans all den gelösten Problemen des eigenen früheren Lebens die Güte des Ewigen ahnen lernen und wohl auch die Entfaltung der eigenen Kraft erkennen. An Tausenden von Scheidewegen hast du das Leben gemeistert, achte dich selbst und mich, der ich bei und mit dir ׳bin. Dann vielleicht, dann werden wir den ständigen Ruf vernehmen: Gehe hin und erlöse. Ist denn das Hasten der Menschheit etwas anderes als der unverstandene Sehnsuchtsschrei nach ׳Erlösung? Da ruft die Jugend nach der starken Persöuliebkeit, da ringen die Denker nach dem neuen großen Gedanken, da suchen die Dichter und Künstler nach dein neuen, erlösenden Ausdruck unserer Gefühle, und gibt es da etwas Sonnigeres als den alten jüdischen Glauben in jedem Kind könne der Erlöser geboren sein? Vielleicht auch du. Es gibt schlechthin keine Schwierigkeit des physisehen Lebens, die nicht überwunden werden könnte. Nur geben müssen ־wir und wollen, geben ohne Anspruch aüf Lohn, ohne Frage nach Dank. Das schwerste ist es, in einer Zeit, da nur die Masse gilt und ■der einzelne Mensch nichts, wenn er nicht auf den Schultern der Masse getragen wird, in einer solchen Zeit einsam nach den Pfaden zu spüren, auf denen er erlösend und beglückend an die Menschheit heran treten kann. Das erwartet die Welt von den Juden: pflegen das Licht der eigenen Seele, formt er betend die Antwort: Hier bin ich. P. K. Vor Torschluß. auA das mit dem Zeichen der streng rituellen Erzeugung versehene Kunerol. Das Verschluhsiegel bärgt Ihnen dafür, da& Kunerol von jedem Strenggläubigen ohne Bedenken genossen werden kann. Kunerol ist reines Kokosnubfett und kann sowohl zur Zubereitung von Milchspeisen al^auch zur Zubereitung von Fleischspeisen verwendet werden. NEROL 100% REINES KOKOSNUSS FETT Nur echt in Originalpackung. Vor täuschend ähnlichen Nachahmungen wird gewarnt! gezwungenen Juden und so wenig Mut für die Abwendung dieses unerhörten Gewissenszwanges aufzubringen verjnag, darf ein solcher Mann in das höchste Forum einer ״Schomre Schabbos“־Weltbewegung eingesetzt werden? Können denn, werden denn Minister und Fürsten eine '•Intervention einer derart zusammengesetzten Körpers Schaft ernst genug nehmen? Kann denn eine solche Vers tretung auf ihrem Arbeitsgebiete des unentbehrlichsten Vehikels eines erfolgreichen Wirkens: des Sejato dischs majo entraten? Mit Rücksicht auf diese Fragezeichen, auf die wir aus so weiter Ferne keine entschiedene Antwort und auch keine genaue Beurteilung der SchomresSchabbos-Leitung geben können, schlug ich die Fühlungnahme mit allen anderen auf den Gebieten ‘ des einstigen Ungarns bes stehenden M. H.־Vereinen vor, die ja alle eine Schmirass SchabbossSektion haben, damit sie zu der Anschlußfrage an die Weltvereinigung gemeinsam und einheitlich Stellung nehmen. ׳ Sowohl dieser Antrag als auch meine zweite Unters breitung wurden zum Beschlüsse erhoben, daß sämtliche M. H.sVereine zur gegenseitigen ideellen Befruchtung mit vereinten Kräften ein den Namen M. H. tragendes Organ ins Leben rufen, das als Monatsschrift die Wege zu ebnen :geeignet wäre, die zur Verwirklichung der hohen M. H.sZiele führen. . Die einleitenden Schritte zur Vers ständigung hierüber sind bereits am Ende dieses Jahres geschehen. Möge dieser Samen im neuen Jahre segenver־־ heißend emporsprießen! Von Rabbiner Josef Adler, Schäßburg. Vor Jahresschluß will ich noch mit einigen Streiflichtem unsere Verhältnisse beleuchten. An oberster Stelle steht derzeit die vor einigen Tagen abgehaltene ordentliche Jahresversammlung unse# res, auf das Territorium von zehn Komitaten sich erstreckenden Machsike#Hadas־Vereines, die stets in Ver* bindung mit einem SijurruHaschas vor sich geht. Dieses alljährlich sich wiederholende erhebende Thoräfest wird abwechselnd, immer in einer anderen Stadt gefeiert. Diesesmal versammelten wir uns in Tg. Mures. Der große neugebaute Sitzungssaal der dortigen orth. Gemeinde war dichtgefüllt, als der Ortsrabbiner M.'Szofer mit einer schwungvollen Begrüßung die Tagung eröffnete. Nach ihm berichtete der Vereinspräsident über die Tätigkeit der Machsike Hadas, im verflossenen Berichtsjahre. Er hob als ganz besonders freudiges Moment hervor, daß es der wertvollen Vorarbeit der M. H. gelungen ist, im letzten Winter in die Spannung, die damals zwischen ein־ zeln'en Großgemeinden und der orth. Zentralkanzlfei in Bistritz geherrscht hatte, mit versöhnender Hand einzu־ greifen und vorzeitige Eruptionen zu verhüten. Wenn auch gegenwärtig noch immer eine Bewegung einzelner Groß־ gemeinden oder besser gesagt Gemeindegrößen sichtbar ist, die dahin zielt, daß neben der Zentralkanzlei noch ein Gemeindebund erstehe zur Vertretung der Interessen der orth. Gemeinden Transsylvaniens, so unterscheidet sich das Streben dieser Herren jetzt sehr günstig von dem Ziele, das sie sich vor einem halben Jahre gesteckt hatten, denn damals ging es ums Ganze, der seinerzeit geplante Gemeindebund sollte die Zentralkanzlei verschlingen und nachher ersetzen, die jetzigen Bestrebungen gehen aber nur dahin, der Zentralkanzlei ein Instrument an die Seit& zu stellen, das geeignet wäre, die ökonomische Lage der Gemeinden, speziell der Großgemeinden, aus der Ver־ fahrenheit herauszuretten. Diese Zielsetzung ist an sich löblich und dringend geboten, denn die einst blühenden Großgemeinden unseres Landteiles keuchen unter der Schuldenlast, die sie niederdrückt und ihren Führern die Ambition und die Möglichkeit zu einer großzügigen Tätigkeit benimmt. Nach den großen Feiertagen sollen die Gemeindevertreter sich zusammenfinden, und da ״wird cs sich zeigen, ob die großen Nöte unserer Kultusgemeinden auch die großen Männer der Praxis, der Einsicht und Erfahrung gefunden haben, die imstande sein werden, den Ausweg aus dem Chaos ohne Erschütterung zu finden. Als zweites erfreuendes Moment weist Redner auf dasjenige Verdienst der M. H. hin, das sie sich um das Zustandekommen des Verbandes der Siebenbürger orth. Rabbiner, der seit mehreren Wochen unter dem Namen ״Kenesses Horabonim“ besteht, erworben hatte. Das durch öftere Zusammenkünfte zwecks verschiedener Ver־ handlungen der im M. H. organisatorisch zusammenge־ faßten 21 Rabbiner gestärkte Zusammengehörigkeits־ gefühl, die Erkenntnis der Ersprießlichkeit gemeinsamer Arbeit und die einheitliche Stellungnahme dieser der M. H. angehörenden Rabbiner bildeten die nötigen Vor# ausbedingungen und die geeignete Atmosphäre, die erst die Gründling des Landesverbandes der orth. Rabbiner Transsylvaniens ermöglichten. Nach Ablauf der Feiertag1׳ wird auch diese wichtige Neuschöpfung in unseren Gauen, die in den Herzen aller Interessenten gar viele Hoff# nungen und Erwartungen geweckt hat, Beweise ihrer Not- Wendigkeit, ihrer Tüchtigkeit und Existenzberechtigung erbringen müssen. Aus den verschiedenen Referaten mögen hier noch, einige Vorschläge hervorgehoben werden, die das Inter# esse weiterer Kreise zu erwecken ׳ berufen sind. Es wurde beantragt, daß die koscheren Gasthäuser der größeren Städte und zumai der vielen Kurorte Transsylvaniens unter peinliche, alle berechtigten Anforderungen befriedi# gende Aufsicht und dem Patronat der allweltlichen Ham# burger Vereinigung unterstellt werden. Es wurde auf Antrag des Schreibers dieser Zeilen beschlossen, beim Anschlüsse an den ״Schomre Schabbos“־ Weltverband bis aufs weitere zunächst zuwartende Stellung einzunehmen, denn es hat in den Herzen aller un# verfälscht •orth. gesinnten und thoratreu eingestellten, Politik auch auf traditionell־altjiidischer Basis treibenden Judenschaft eine disharmonische Resonanz hervorgerufen, daß die führenden Persönlichkeiten jener Weltorganisa# tiön so wenig Verständnis oder Mangel an Taktgefühl für unverfälscht jüdische Auffassung und öffentliche Meinung an den Tag gelegt haben, indem sie z. B. Rabbiner Rubin# stein (Wilna) und Rabbiner Dr. Niemerover (Bukarest) ins Weltpräsidium als Vertreter ganzer Länder wählten, deren schabboshaltende und für die Erhaltung des Schabbos Opfer an Gut und Blut bringende Schichten in ihnen durchaus nicht ihre würdigen Vertreter erblicken können. Wie durfte ausgerechnet ein Rabbiner Rubinstein in den Obersten Rat gewählt werden, der unbekümmert um den Schmerzensschrei aller Zeitgrößen, gefühllos dem von 15 Jahrzehnten geheiligten, von sämtlichen Rabbinerkoryphäen sanktionierten Brauch gegenüber sich zum Rabbiner Wilnas wählen ließ und mit diesem Schritte allein schon bewiesen hat, daß zwischen ihm und allem, was in Litauen noch gutjüdisch ist, gar keine Gemeinsam# keit besteht. Und ausgerechnet dieser Mann muß zum Vertreter derjenigen, nach Millionen zählenden jüdischen Masse gewählt werden, die in ihm nimmermehr ihren Vertreter erblicken kann! Oder welche Vorstellung soll und kann sich das rumänische gesetzestreue Judentum von dem Ernst und der Würde des ״Schomre Schabos“־Verbandes machen, wenn seine Leitung als Verfechter des Schabbosprinzipes in Vertretung der rumänischen Judenschaft, gerade Dr. Niemerover wählt, der, von seiner persönlichen Ein# Stellung zur Heiligkeit des Schabbos zu schweigen, wie dies seinerzeit in den Spalten dieses Blattes berichtet wurde, als eine siebenbürgische Abordnung ihn gebeten hatte, in seiner Eigenschaft als Senator im Senat nach# driicklichst für die Befreiung der jüdischen Schüler vom Zwange des Schreibens am Schabbos einzutreten, die kaltblütige Antwort geben konnte, daß er das Ansuchen der transsylvanischen Juden, die sich stets auf in Ungarn genossene Rechte berufen, nicht befürworten könne, um die Juden nicht dem Verdachte der Ungarnfreundlichkeit auszusetzen. Darf ein Mann, der so• wenig Verständnis für die Seelenno't der zur Uebertretung ihres Schabbos Am 1. Oktober tritt das bayrische Schachtverbot in Kraft. Ein Aufruf der bayrischen Rabbinerkonferenz. (J. T. A.) Die bayrische Rabbinerkonferenz veröffentlicht den folgenden Aufruf: ״An alle bayrischen Juden! Der 1. Oktober, der Vortag des diesjährigen Versöhnungsfestes, ist für uns bayrische Juden ein Tag des tiefsten Schmerzes, ein Tag schwerer seelischer Bedrückung. An ihm tritt das vom bayrischen Landtag beschlossene Betäubungsgesetz iii Kraft, das in seiner Aus- Wirkung in Wirklichkeit nichts anderes als ein Verbot des rituellen Schlaclitens bedeutet. So hält dieser Tag uns die schmerzliche Tatsache vor Augen, daß in unserem geliebten bayrischen Vaterland — einstmals das Land der Gerechtigkeit und Duldsamkeit, das Land der Gewissensfreiheit und der ungehinderten Religionsübung für alle Bekenntnisse — uns Juden gegenüber ein Angriff auf das Palladium der Gewissensfreiheit wie auf unsere staatsbürgerlichen Rechte möglich geworden ist. Wir müssen uns leider vor dieser Tatsache beugen, die uns für kürzere oder längere Zeit schwere drückende Notwendigkeiten auferlegt. Unmännliches Klagen vermag uns nicht zu helfen. Es. gilt, dem Unabänderlichen ins Auge zu schauen, den Schwierigkeiten die Stirne zu bieten, das Schwere und Unbegreifliche würdig zu tragen. in eingehenden Beratungen und treuer, umsichtiger Arbeit haben die religiösen und weltlichen Führer des bayrischen Judentums zusammen mit. den Vertretern des jüdischen Metzgergewerbes in Bayern, auf dessen Erhaltung die jüdische Bevölkerung bedacht sein muß, die Voraussetzungen für den Flcischbezug aus außerbayrischen Ländern geschaffen. Die Durchführung wird sich zumal in der ersten Zeit nicht leicht gestalten und die Mitglieder unserer Glaubensgemeinschaft werden nicht geringe Opfer bringen müssen. Dennoch zweifeln wir keinen Augenblick, daß das bayrische Judentum mit starkem Willen und mit zähem Opfersinn sich der schwierigen Lage gewachsen zeigen und an der Heiligütig seines Lebens im Sinne der religiösen Speisevor- Schriften festhalten wird. Hat doch zu allen Zeiten, wenn cs galt, einen Angriff auf ihre religiösen Heiligtümer abzuwehren, die jüdische Glaubensgemeinschaft einmütig zusammengestanderi und, wie die jüdische Geschichte es auf allen ihren Blättern zeigt, rühmenswerte Stärke und leuchtenden Opfersinn bewährt. Wir hegen deshalb zu der Gesamtheit unserer Glanbensbriider und Glaubens,Schwestern das feste Vertrauen, daß auch diejenigen, die bisher in der Beachtung der religiösen Speisevorschriften zurückstanden, nicht mehr zur Seite stehen, daß sie durch ihre Beteiligung an den zu bringenden Opfern uns im Kampfe um unsere Gewissensfreiheit unterstützen und auf solche Weise ihr Gemeinschaftsgefühl und ihre brüderliche Gesinnung betätigen werden. Möge das bayrische Judentum in solcher Zeit der Drangsal nicht versagen und nicht enttäuschen!“

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