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Jüdische Presse · 1930-09-12 · 37 (12.9.1930) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
37 (12.9.1930)
Date
1930-09-12
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 57 JÜDISCHE PRESSE Seite 5 sorge in aller Klarheit auf die wirtschaftlichen Folgen aufmerksam zu machen, die eine weitere Einschränkung des Sonntagsgeschäftes für sehr große Teile der handeltreibenden Bevölkerung und nicht etwa nur für sab bat halten de Kauflcute allein nach sich ziehen müßte. Nicht nur die Steuer? kraft zahlloser kleiner Kaufleute würde dadurch ge* schwächt werden, sondern auch sehr wichtige Interessen der allgemeinen Bevölkerung in Stadt und Land würden eine Einbuße erleiden. Deswegen schließt sich in vielen Orten die gesamte Kaufmannschaft, sowohl die Arbeit? geber wie deren Angestellten, zur gemeinsamen Abwehr gegen die Schädigung ihrer Interessen zusammen. So hat dieser Tage auch der Kaufmännische Verein in S a h y den Beschluß gefaßt, sich der Aktion gegen die vollständige Sonntagsruhe anzuschließen. In S e r e d versammelten sich Mittwoch den 3. d. M. die kaufmännischen Angestellten und ein Teil der Kauf« letite im jüdischen Gemeindehaus zur Stellungnahme in dieser Frage. Herr L. Groß begrüßte die Erschienenen. Herr Geza Weiß, Leiter der Schomre Scl1abos?Stellen? vermittlungszentrale der Agudas Jisroel?Jugendorganisa־ tion, hielt ein ausführliches Referat über die Konsequen? zen, die veinc vollständige Sonntagsruhe für die sabbat? haltenden Arbeitnehmer haben würde. Die Versammelten schlossen sich hierauf einstimmig der Bratislavaer Resolu? tion an. Am 4. September fand in Trnava über Einladung der dortigen Sektion der Schomre Schabbos?Zentrale der Agudas JisroeUJugendorganisation eine außerordentlich gut besuchte Versammlung aller sabbathaltenden Ange? stellten statt. Auch die Kaufleute beider Gemeinden waren zahlreich anwesend. Herr Bela Beck begrüßte die Ver? sammelten namens der Einbcrufer. Darauf hielt Herr Jakob Joel Braun aus Bratislava einen einstündigen Vortrag über die ganze, mit der Sonntagsruhe zusammen? hängende Materie. Herr Gemeindepräscs Ko th sagte dem Redner für seine Ausführungen Dank im Namen der Kaufmannschaft. Die Versammlung nahm, hierauf die Bratislavaer Resolution einstimmig an. In S a h y referierte Herr Ignatz Sinai vor . den jüdischen Handelsangestellten, die 80 Prozent der ge? samten Handelsangestellten ausmachen, mit dem gleichen Resultat. Dieser Resolution wurde in gleicher Weise von den Angestellten zugestimmt in S i a c, H 1 o 11 o v c e, B a t o r? k e s y, Topolcany, V r a b 1 e, Turna, S a b i n 0 v, Kcsmaro k, Dun. S t r e d a und V e r k y Meder. Im Anschluß an die Jeschiwoth?Versammlung in Nove Zamky berieten auf Anregung des Herrn Ober־ rabbiners Lau aus Presov die dort anwesenden Rabbiner eingehend über die beabsichtigte Einführung der voll? ständigen Sonntagsruhe und die schweren Folgen, die sich aus ihr sowohl für die wirtschaftlichen als auch für die religiösen Zustände ergeben könnten. Eine Depu? tation bestehend aus den Herren Oberrabbinern Tiger? m a n n/Nove Zamky, Unga r?Trnava und L a u?Presov begab sich hierauf nach Bratislava in das orth. Zentral־ büro, wo sie mit dem Präses Herrn Oberrabbiner Weber die Maßnahmen besprachen, die getroffen , werden sollen, um die Beibehaltung des Status quo durch? zusetzen. Also dieses Umstandes wegen hätten die Ortho? doxen die Bruderbande zerreißen wollen! O trauriger und charakteristischer Advokatenkniff! Nicht etwa, als würden wir die Wichtigkeit der בימה באמצע in Zweifel ziehen wollen. Wir kennen sehr genau die hierauf bezüglichen halachischen Entscheidun? gen und haben dieselben an anderen Stellen mit näherer Quellenangabe erwähnt. Aber eben in genauester Kennt? nis jener Entscheidungen und der historischen Anteze? denzien wagen wir kühn die Behauptung, daß dieser Almemor?Streit an und für sich nie und nimmer zu einer Zweiteilung der ungarischen Judenheit geführt hätte. Man kämpfte wohl gegen eine solche illegale Neuein? führung, erstens weil sie gegen den Din war, zweitens aber, und zwar noch weit heftiger aus dem Grunde, weil man darin den Vorposten weiterer einschneidenderen ungesetzlichen Neuerungen fürchtete. Und zwar, wie die Folgen bewiesen: mit allergrößtem Rechte! Aber die Bruderbande hätte man deswegen doch nicht zerrissen. Gab es doch auch nach der Zweiteilung des ungarischen Israel orthodoxe Gemeinden in Ungarn, wo es trotz aller Bemühungen von רבני□ גאונים tPp'-^Jahrzehnte hindurch nicht gelungen war, den ur? sprünglich vor den ארון ף)ק׳ hingebauten Almemor in die Mitte der Synagoge 11 i n a b rücken zu lassen. (Siehe auch den Brief von R. Simon Sofer זצ״ל an die Gemeinde in Papa אגרות סופייס VI, S. 20.) Und doch fiel es nicht dem extremsten Orthodoxen ein, diesen Gemeinden und ihren רבנים zuzurufen: צאן m0 WID! Auch eine der jenigen ausländischen Autoritäten, auf deren Gutachten hin das ungarische Parlament im Jahre 1869 die Ver? pflichtungskraft der neologen Kongreßbeschlüsse für die Orthodoxen aufhob, nämlich der berühmte Würzburger Rabbiner S. B. Bamberger ל"; war zeitlebens gezwungen, in einer Synagoge, wo man den Almemor von anfangsher, noch vor seinem Amtsantritte vor den ארון הק׳ hinbaute, zu beten und zu amtieren. (Siehe in שו״ח זכר שמחח herausgegeben von Rabb. S. Bamberger?Kissingen, Nr. 18.) Nach dem Advokatenkniff mit dem Almemor?Streit wäre es aber gewiß lächerlich gewesen, daß die Orthodoxen in Ungarn sich um das Gutachten des Würzburger Raw ן״ל Amtsjubiläum in Nitra. Aus Nitra wird uns berichtet: Die thoratreue Jugend von Nitra, die stets bewiesen hat, daß sie zu wiir? digen weiß, was sie ihren Führern und Lehrern schuldet, will anläßlich des 25jährigen Jubiläums des allseits ver? ehrten und beliebten Melamed R. Chaim Klein eine würdige Feier veranstalten. Auf Initiative des agilen Prä? sidenten der dortigen Agudas JisroeLJugendgruppe. Herrn F. Stark wurde von den dortigen Talmidim ein Vor? bereitungskomitee gegründet, das alles daransetzen wird, um eine würdige Ehrung zu erreichen. Diese Nachricht wird überall freudig begrüßt wer? den, denn jeder, der den Jubilar näher kennt, denkt mit der größten Hochachtung und Verehrung von seinem Wirken. Er steht in Nitra in solch hohem Ansehen wie vor ihm kein Melamed. Dies ist auch kein Wunder. Denn abgesehen von seinen pädagogischen Fähigkeiten, ist jeder von ihm überzeugt, daß תוכו כברו und daß seine דברי מוסר ehrlich und aufrichtig ohne irgendwelche Neben? absichten gemeint sind. Er hat nie aus seinem Berufe hinausgestrebt. Seine größte Freude bildet das ״Großver? hören“, wo seine Schüler von ihrem Können glänzende Beweise liefern. In der Glanzzeit der Nitraer Talmud Thora?Schule war seine Klasse, obwohl die jüngsten Schüler, die hervorragendste. Man hofft, daß die ehemaligen Schüler und Gönner des Jubilars seine Verdienste gebührend würdigen wer? den. Anregungen und Anmeldungen nimmt namens des Vorbereitungskomitees Herr M i;c 11 a c 1 B 1 u m c n f e 1 d, Nitra, entgegen. Oberrabiner Moses Weiß זצ״ל, In Trnava verschied Mittwoch, 10. Elul, nach langem schweren Leiden Oberrabbiner Moses Weiß זצ״ל> Rabbiner von K o s t o 1 a n y. Der Pleimgegangene war ein stiller, in bescheidener Zurückgezogenheit lebender □נדול בתורה וצריס חמי> der Jahrzehnte hindurch in einer kleinen Gemeinde für ת1רה ןו״ש gewirkt hat. Er trat wenig hervor, aber diejenigen, die ihn kannten, würdigten ihn als aufrichtigen, von stiller religiöser Glut erfüllten Mann edelsten Charakters, der nur ein Streben kannte, der תוה״ק zu leben und in ihrem Sinne seine Kinder, Söhne und Töchter, zu erziehen. Er hatte inmitten schwerer Schicksalsschläge das Glück, dieses sein Streben vollendet zu sehen und sich seiner Söhne und Schwiegersöhne als יראי ד und עוסקים בתורה zu freuen, bis ihn sein Schöpfer von dannen abrief. In Abwesenheit des Herrn Obcrrabbincrs Ungar widmete ihm Herr Oberrabbiner Eckstein aus Sercd einen warmen und eindrucksvollen Plesped in Gegenwart der ganzen Gemeinde Trnava und zahlreicher auswärtiger Trauernder aus seiner Rabbinats? gemeinde Kostolany und anderen Orten, wo die Trauer? künde in der kurzen Zeit hingelangt war. Der tiebewegte Nachruf seines Schwiegersohnes Plerrn Ematutel Neu? hauscr, ehemaligen Administrators der, ,,Jüdischen Presse“, zeichnete den Verblichenen als Vater und Ver? wandten und gab ein Bild von der intimen Frömmigkeit, die sich hinter seinem schlichten Wesen verbarg..{ה ש י״ך möge die Hinterbliebenen trösten בתוך ‘ שאר אכלי ציןן וירושלים! , AgudaVersammlung in Marienbad. Anläßlich'-der ersten Jahreswende der unglücklichen Opfer in Palästina fand im großen Glassaloh des Restaurant Raab eine große Versammlung der gesetzestreuen Kurgäste statt, die einen glänzenden Verlauf nahm. Am Vorsitztisch dieser mehrhundertköpfigen Versammlung nahmen Platz die Oberrabbiner Lewin aus Bendin, Kanal (Warschau) und Horovicz (Jerusalem). Das Protokoll führte. Kurt Leitner, Vertrauensmann der Palästina-Zentrale. Unter den Anwesenden bemerkte man die Rabbiner: bemühten, duldete doch derselbe in seiner Gemeinde selber das, was nach erwähntem Advokatenkniff einer der Hauptgründe der Separierung'der ungarischen Ortho? doxie von den Neologen gewesen war. Auch Landrabbiner Tiktin in Breslau, von dem die Orthodoxen ebenfalls ein Gutachten gegen die Kongreßbeschlüsse einholten, hatte eine Synagoge, in der man erst voriges Jahr den Almemor in die Mitte verstezte. Darum — sage ich — ist dieser Kniff geradezu lächerlich. Die leidige Almemorfrage hat's den Ortho? doxen angetan! So steht's in der Bibel der neologen Kirchenpolitik, in den Denkschriften Mezeis. Aber von den in den neologen Tempeln tönenden Orgeln und sin? genden Damen, wie auch von dem vor etlichen Jahren in der Domsynagoge zu Budapest in der Tabakgasse er? tönten wunderschönen Sologesänge einer Opernsängerin am Kol?Nidre?Abende ist kein Wort in der uns darge? stellten Ideologie zu finden. Freilich scheint's der Verfas? ser zu ahnen, daß nach ur jüdischer Anschauung קול באשה ערוה und demzufolge eine Stätte, wo Frauengesang für Männerohren kultiviert wird, nicht ein בית תפילה sondern etwas ganz anderes ist . . . (Siehe שו״ת חתם סופר V, Nr. 190.) Daher besser das Schweigen hierüber! Wir griffen dieses eine Beispiel zur Charakterisie? rung der Unredlichkeit dieser Methode der neologen Be? weisführung heraus. Nun folge aber ein anderes Paradestück dieser Dar? Stellung: Die Behauptung, daß auch die Orthodoxie nicht auf dem Schulchan Aruch basiere! Dies war tatsächlich ein ergötzliches Schauspiel zu seiner Zeit. Jahrzehnte hin? durch behaupteten die neologen Führer steif und fest, daß auch sie mit allen Einrichtungen und Neuerungen, mit ihren Orgeln und gemischten Chören, mit ihren den Tallith ersetzenden Halstüchern, mit ihren die Vorschrif? ten des Schulchan Aruch in ihrem Privatleben und in ihren amtlichen Handlungen mehr oder minder verletzen? den Rabbinern und Gemeindefunktionären, mit ihren die verbale Inspiration und, die Authentizität der Ueberliefe? rung mehr . oder minder leugnenden Seminarprofessoren und Zöglingen, samt und sonders auf dem Schulchan Aruch. fußen, und es ist bloß die unverbesserliche Bosheit der Orthodoxie, die solches nicht zugeben will. Ja, eben der glorifizierte Dr. Mezei hatte das wahrhaftig wag? Verbesserte Qualitäten Exquisite Modelle Reduzierte Preise II., TaborslraOe Nr. 39 XIV., Sectishausersfraße Nr. 39 XVII., Kalvarienberggasse Nr. 34 Teitelbaum (Nyirbator), Kornitzer (Szerencz). Prof. Dr. Wohlgemuth (Berlin). Widder (Niregylmza), Dr. Frankfurter (Berlin), Weinberger (Budapest), Jungreis (Csenger), Dozent Dr. Schwarz (Berlin), Dr. Bamberger (Wandsbeck) u. a. m. — Oberrabbiner Lewin aus Bendiu richtete herzliche Begrüßungsworte an clie Versammelten, sprach über die Bedeutung des Thoralernens in Erez Jisroel, gedachte der Jischuw-Mürtyrer des vorigen Jahres und bat den Rabbiner 1. Horovicz aus Jerusalem, Uber die Aufgaben der gesetzestreuen Judenheit angesichts der kritischen Lage in Erez Jisroel zu referieren. Die Ausführungen des Redners machten tiefen Eindruck. Zum Schlüsse sprach Redner von der hohen Wichtigkeit eines thoratreuen Schulwerkes in Erez Jisroel und bat die Anwesenden, die eingeleitete Sammlung für die Agudaschulen im heiligen Lande wärmstens zu fördern. Hierauf hielt Rabbiner Kanal, Warschau, eine ergreifende Rede, gewürzt mit geistreichen דברי הורה und Forderte die Versammelten auf, die Talmud-Thora-Schulen der Aguda kräftigst zu unterstützen. In später Abendstunde, in gehobener Stirnmung, hat die imposante Versammlung ihren würdigen Abschluß gefunden. Notiz. Wir verweisen unsere Leser auf die heutige Beilage der Firma Salamon Lichtenlfeld in Bratislava. Der Preßburger ״Agudagarten“. Den dritten Sommer schon erfreuen sich die Kinder Preßburgs dieser schönen und nicht minder zweckmäßigen neuen Institution. Die Leitung der Agudas?Jisroel? Fr'auengruppe pachtete auf dem Berge einen schönen, geräumigen und schattigen Garten in guter Lage, wo jüdische Kinder während der Sommermonate gesunde, reine Luft genießen und Erholung, Zerstreuung und er? heiterndes Spiet mit Altersgenossen unter verläßlicher Aufsicht finden können. Für frische Ziegenmilch und Er? frischungen aller Art wird auch ausreichend gesorgt. In diesem Jahre war diese Einrichtung schon auf der Höhe ihrer Aufgabe. Die Vorstandsdamen ließen sich die frühe־ ׳ ren Erfahrungen zugute kommen und trafen alle Maß? nahmen, damit der ״Agudagarten“, wie ihn die Kinder { kurz!npnnen,. ein angenehmer Erholungsaufenthalt für. die Kinder werde, die ihn aufsuchen. Den ganzen lieben, Tag tummelten sich unter seinen schattigen Bäumen auf dem grünen Rasen zahlreiche jüdische Kinder aus allen Kreisen, singend und springend und oft genug die schönen jüdischen Lehren im Spiel wiederholend, die sie allsabbat? lieh in ihrer ״Mädchen?B.? und C.?Gruppe“ aus dem Munde der Lehrerinnen vernommen hatten. Die größeren Mädchen der Agudas־Jisroel?Mädchen(״A.“)?Gruppe statteten ihnen zuweilen auf dem Berge einen Besuch ab. Dann gab es auch immer neue Ideen und neue Spiele und halsige Kunststückchen fertiggebracht, um in einer dem Kultusminister überreichten Denkschrift mit bemerkens? werter Kühnheit zu behaupten, daß man seinerzeit nicht aus Gegnerschaft gegen den Schulchan Aruch die Aner? kennung desselben in die Kongreßbeschlüsse nicht aufge? nommen hatte, wie dies die Orthodoxen forderten und hievon ihren Verbleib in einem gemeinschaftlichen Orga? nisationsverbande abhängig machten — basieren doch sämtliche Institutionen und Einrichtungen auch der Kongreß'gemeinden auf dem Schulchan Aruch. Sondern sie, die neologen Führer befürchteten, daß wenn man dem i. J. 1867 zusammengetretenen Kongresse das Recht zu einem derartigen Beschlüsse einräumen wird, würde eventuell ein späterer Kongreß sich das Recht zur Fas? sung eines entgegengesetzten Beschlusss anmaßen. Daher fanden sie es für das Zweckmäßigste, so die Kongreß? beschlüsse hierüber gänzlich schweigen. Wahrlich כל השומע יצחק לן! Die großen Anführer der Orthodoxie, der ר׳ חיים סופר! מח״רם שיקק, בעל כתב סופר befürchteten nicht Derartiges und machten von der Auf? nähme einer solchen Anerkennung des Schulchan Aruch in die Kongreßstatuten die Annahme einer gemeinschaft? liehen Organisation seitens der Orthodoxen abhängig! Die Herren Dr. Hirschler, Wahrmann und all die übrigen großen und kleinen Matadore der Neologen, die zum großen Teile in ihrem eigenen Privatleben sich um den ganzen Schulchan Aruch äußerst wenig scherten, für die es überhaupt kein שבת ויום טוב Leine מאכלות אסורות usw• gab, — diese צדיקים hegten ja eine derartige Furcht?! Fürwahr, ein kapitaler Witz!! Ganz würdig eines Heine, eines Saphir oder des Advokaten einer verlorenen Sache! Schließlich aber lag der Bruch der Neologie mit der vollen Anerkennung des Schulchan Aruch derartig offen vor aller Augen, daß man auch seitens der neologen Führer zur Erkenntnis gelangen mußte, daß man mit diesem Speck keine Mäuse fangen kann. Da gab man sich nun einen trefflichen Rat. להפכו ביום קרב Man drehte einfach den Spieß um. Wie, ihr Orthodoxen be? haüptet, daß die Neologie nicht auf Anerkennung des Schulchan Aruch . basiert?! Nun, so werden wir euch Orthodoxen beweisen, daß auch ihr nicht voll und ganz den Schulchan Aruch aperkennt! (,Fortsetzung

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