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Jüdische Presse · 1930-08-15 · 33 (15.8.1930) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
33 (15.8.1930)
Date
1930-08-15
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nt.'3 ׳i 0 Uhr. i״ (וDie wirtschaftliche Situation des Sabbat- Problem in Dänemark“: Oberrabbiner Dr. M. Friedinger- Kopenhagen: Frankreich: Oberrabbincr!Dr. S. Langer- Paris: Hollandfabrikat Henri Guggenheim-Ainsterdam. Bericht anderer Ländervertreter. Generaldebatte, b)!Berichte der!Kommissionen. 6. Sitzung. Dienstag, den 26. August, nachmittags .16 Uhr.!Fortsetzung der Generaldebatte, Anträge, Ab- Stimmung. ,Resolutionen und Wahlen. Schlußansprache. Pressekonferenz der Schomre Scliabbos. Der Weltvenband der Schomre Scliabbos lud die Vertreter der jüdischen Presse .zu einer Konferenz in das!Haus!seines Vizepräsidenten. Herrn Rechtsanwalt Dr. Paul Sulzbergcr. ein, um sie im Zusammenhang mit dem vom 24. bis 27. August in Berlin .stattfindenden Ersten Weltkongreß der Schomre Sehabbos mit den aktuellen Problemen der Sabbatschutzbewegung bekannt zu machen. Nachdem der Gastgeber die Vertreter der ,jüdischen!Presse!Deutschlands und des Auslandes begrüßt und sie um die publizistische Förderung der Sabbat iciee ersucht hatte, legte der Präsident des Wc.ltverbaudes, Herr ,Dozent!Dr. Griinberg, die Beweggründe!der Gründung eines Welt verband es der Schomre Sohnbbos dar und ■setzte dessen •Ziele und Aufgaben unseinander. Der Weltverband,!führte er aus, war eine Forderung des Tages, die aus der ■Not ׳der Zeit entstanden ist. Der Sabbat, die altgehciligte '׳■Einrichtung der jüdischen ,Religion, ist in!Gefahr, im Tempo unserer Zeit und ihrer verworrenen ׳wirtschaftlichen «und anderen Probleme lind in ■der parteiischen Zerklüftung des Judentum« von heute ,für eine große Zahl Juden verloren zu gehen. Um diese Gefahr zu bannen,,wurde der Weltverband zum Schutze des Sabbat auf einer vollkommen unparteiischen Grundlage begründet. Führende ׳Männer des jüdischen Geistes- und Wirtschaftslebens aus. allen politischen ,Schattierungen haben sich dem Verbände angeschlossen: aus allen Teilen Europas, aus Amerika und aus anderen Weltteilen sind bereits!wärmste Zustimmungskundgebungen und;Beitrittscnklär, uugen von großen Verbänden und!Gemeinden!zugegangen. Sehr populär ist die Idee der Snbbatbewegung in Palästina, wo nicht allein religiöse Gemeinden, sondern sogar die Stadtverwaltung von Tel-Awiw und Petnch Tikwah sieh der Bewegung anschlösscn. Der ,kommende Weltkongt-eß wird eine große Reihe von!Führern des Welt- Judentums in Berlin vereinigen. Der Redner setzte auseinander, wie notwendig es sei, daß ein Säbbatschutzverband auf interterritorialer Grundlage bestehe, und setzte die Aufgaben des Verbandes auseinander, die in folgendem bestehen: Die •׳־־ Förderung der Sabbatruhe als Grundidee jüdischer Lehre und jüdischen Lebens soll allen jüdischen Kreisen ins Gedächtnis ׳zuriiokgenifen werden; die Schomre-Schabbos-Vereine aller Länder und gleichgerichtete Vereinigungen sollen zusammengefaßt werden; der Weltverband will die ׳Gesetzgebung der Länder, soweit sic sich auf Arbeitsruhe (Sonntagsruhe, Anbeitszeit, Angestelltcnschutz. Lohnzahlung usw.) bezieht, zu beeinflußen suchen, auch sollen sabbattreüe Beamte angc,stellt werden, die Sonntagsdienst verrichten: selbständige sabbathaltendc Personen sollen gestützt werden;!Betriebe, die am Sabbat arbeiten, sollen dahin beeinflußt werden, einen Prozentsatz sabbattrencr Angestellter und Arbeiter, eventuell bei verlängerter täglicher Arbeitszeit, zu beschäftigen; der günstige Ab- Schluß von Versicherungen sabbattrencr Kreise gegen •Arbeite- und ׳Stellenlosigkeit soll gefördert werden; der W.cltyerhand will Kreditinstitute zur Förderung der sabbathaltenden auf streng kaufmännischer Grundlage schaffen, ein solches Institut bestellt bereits in Lettland; sabbattreüe Kaufleutc und Handwerker werden zu Genossenschaften zum Zwecke der Selbsthilfe!zusammengeschlossen; der Wcltvcrband führt den;Kampf gegen jede den Sabbat und die jüdischen Feste bedrohende Kulenderroform; der .Verband will jüdische Orgnnisationen, wie Agro-Joint, Ort usiw. zur Gründling von Schomrc-Schabbos-Siedlungen anregen; der Verband fördert die Wochenend- und ähnliche auf eine Fünf- Tagc-Arbeitswoche ׳zielenden Bestrebungen, damit auch der Sabbat neben dem Sonntag arbeitsfrei ist; durch Tätigkeiten geistiger Art. wie Predigten, Herausgabe einer Zeitschrift, einer Sabbatencyklopädie, für die Ch. M. ׳Bia.li.lv und andere Dichter und Schriftsteller ihre Mitarbeit zu'gesagt haben, will der Welt verband zur Vertiefung der Sabbatidee beitragen. Der Redner würdigte die!Bedeutung der!Presse in der .Bildung und Formung der öffentlichen Meinung und appelliert an die Presse, ihre Kraft für eine der!wichtigsten Institutionen des jüdischen Lebens einzusetizen. Palästina eine asse. Stimmen amerikanischer Publizisten. Die amerikanische Monatsschrift ״A 11 a n t׳i c Monthly“ bringt unter dem Titel ״Palästina — eine Sackgasse?“ einen sehr umfangreichen und glänzend ge־־ schriebenen Aufsatz von \V. E. Hocking, in welchem der nichtjüdische Verfasser zwar seine (offenbar aufrichtige) Sympathie und Bewunderung für den Zionismus ausdrückt, aber unter den gegebenen Umständen vor jedem Versuch, das zionistische Ideal in vollem Umfang zu verwirklichen, auf das dringenste warnt. Das Bezeichnende des tragischen Konfliktes in Palästina liege darin, daß es sich hier nicht um einen Kampf zwischen Recht und Unrecht handle, sondern um einen Konflikt zwischen zwei gleich wert־ vollen und berechtigten Bewegungen^ :— des Zionismus und des arabischen Nationalismus. Es beständen unlös* bare Gegensätze zunächst in wirtschaftlicher Hinsicht, in der Bodenfrage, die Hocking sehr pessimistisch beurteilt. Die 30.000 in der Landwirtschaft tätigen Juden hätten schon jetzt ein Viertel der besten Böden inne, obwohl sie nur ein Dreißigstel der Bevölkerung bildeten, jede weitere Ausdehnung der Juden müsse zu einer immer stärkeren Abdrängung der Araber in die unfruchtbaren Felsgegen* den führen; dabei sei aber, nach Ansicht der Joint Palestinc Survey Commission, sogar der durchschnittliche Landbesitz des jüdischen Siedlers unzureichend und müsse in Zukunft reichlicher bemessen werden! Auch in poli* tischer Hinsicht ergäben sich unlösbare Probleme, da der •Sinn des Zionismus gerade im Aufbau eines jüdischen Nationalheims läge, ein solches Heim aber, in dem sich der politische und soziale Geist des Volkes ausleben könne, ohne ein territorial zusammenhängendes und unab* hängiges Gemeinwesen unmöglich sei. Die Araber würden sich aber aus dem Lande nicht verdrängen lassen, ja die Juden würden •immer in der Minorität bleiben, wenn man die Araber nicht geradezu mit Gewalt vertriebe, was wiederum init dem ethischen Sinn des Zionismus unverein* har sei. Unter diesen Umständen sei die Idee eines jiidi־־ sehen ״Sevcnth Dominion“, in dem die Juden nationale Selbständigkeit genössen, unhaltbar. ■Zu verwerfen sei aber auch die Idee einer Aufteilung Palästinas in jüdische, christliche und mohammedanische Kantone, weil erstens Jerusalem zu keinem Kanton gehören dürfe, und außerdem eine solche Kantonisierung des Landes im Widerspruch mit dem Gedanken eines jüdischen Rechtes auf Palästina stehe; denn dies könne nur ein Recht auf das ganze Land sein. Dieses Recht selbst sei auch problematisch. Denn die religiöse Ueberzeugung der Juden von ihrer unlöslichen Verbundenheit mit Palästina könne zwar mit historischen Vergleichen gewiß nicht erschüttert werden, aber cs sei eben eine rein subjektive, von der übrigen Welt nicht ge* teilte Ueberzeugung. Mit der kulturellen Ueberlegcnheit des jüdischen 15־Millionen*Volkcs über die palästinensi־־ sehen Fellachen könne man aber das jüdische Recht auch nicht begründen, da die Araber in Palästina durchaus nicht alle unwissende Fellachen und selbst diese noch bildungsfähig und wertvoll seien. ,So kommt Hocking zu folgenden Resultaten: 1. Der Schuleinschrei Lungen im Dr. Krüger- Heim. Internat — Hnlbintcrnat — Extern«!. Wien, II״ Malzgasse 7, Telephon A-48-0-77. Einschreibungen täglich von 9 bis 12 und von 3 bis 5 Ulu• exklusive Samstag und Sonntag. Volks- und Hauptschule für Mädchen mit Oeffentlichkeitsrecht — Zweiklassigc Frauengewerbeschule für Weißnähen und Kleidermaehen mit Oeffcntliehkeitsrecht — Streng rituelle Kochkurse (Tages- und Abendkurse), die einzigen rituellen Kurse in Oesterreich — Lehrerinnenseminar .(Beth-Jacob), 1. Jahrgang — Moderne Sprachschule für Deutsch, Französisch, Englisch (spezielle Kinderkurse) — Kunstgewerbliche Kurse in Vorbereitung. Streng ritueller Haushalt; mäßige Preise. volle zionistische Gedanke könne nicht ohne politischen, auf militärische Macht gestützten Druck verwirklicht werden. 2. Ein solcher Druck wäre ungerecht und mit dem ethischen Sinn des Zionismus unvereinbar; dieser würde sowohl seinen Rechtsanspruch wie sein gutes Gewissen dabei verlieren. 3. jede Vermehrung־ des Druckes müsse in Palästina und außerhalb einen verstärkten arabischen Gegendruck auslösen. Daher sei der politische Zionismus vor die Frage gestellt, ob er die Absicht habe, seinen Platz in Palästina durch die Macht des Schwertes zu sichern. Hocking erklärt, die pessimistische Prognose, die er dem politischen Zionismus stellen müsse, habe ihn selbst mit tiefem Schmerz erfüllt, aber man müsse mit Tatsachen rechnen. Unter den gegebenen Umständen müßten die Zionisten ihren Begriff der Nationalen Heimstätte zu ver* geistigen suchen und von Jerusalem, aus mit der j ü d i־־ sehen Weisheit der Menschheit dienen. In der amerikanischen Monatsschrift ״Harpers Magazine“ vertritt John Günther in einem umfangreichen Aufsatz folgende pessimistische Ansicht: Der Zionismus, eine ihrem Wesen nach einzigartige Bewegung, der man seine Sympathie nicht versagen könne, habe in Palästina sehr beachtliche Leistungen vollbracht, sowohl in kulturel* ler Hinsicht, in der Erweckung der hebräischen Sprache, dem Aufbau der Hebräischen Universität, der Ueber* Führung großer Massen von ostjüdischen Städtern in die palästinensische Landwirtschaft usw., wie auch materiell, in der Besiedelung und im Aufbau des Landes. Jetzt aber stellten sich dem Zionismus solche Schwierigkeiten ent־־ gegen, daß er im ganzen als wirtschaftlicher und politi* scher Fehlschlag anzusehen .gei. Denn die Araber, die sich teils durch die wirkliche Einwanderung und die Landkäufe der Juden, teils durch die unklugen großsprecherischen Reden der zionistischen Führer (man werde Palästina zu einem rein jüdischen Land machen usw.) bedroht fühlten und außerdem durch den Streit um die Klagemauer in ihrem religiösen Empfinden gereizt seien, seien jetzt er* bitterte und unversöhnliche Feinde des Zionismus. Eng* land aber könne, mit seinen mehr als 100 Millionen mohammedanischer Untertanen, in Palästina keine anti* arabische Politik treiben, da dies die schlimmsten Wirkun* gen außerhalb des Landes nach sich ziehen würde. Ande* revseits sei, wegen der enormen strategischen, Verkehrs* und wirtsehaftspolitischen Bedeutung Palästinas für Eng* land, an eine Aufgabe des Mandates gar nicht zu denken; Lebensversichernngs - Gesellschaft ווווווווווווווווווו1ווווו1וווווווווו11ווווו1ווו!וו1וו1וווו!וו!ווווו!ו 1 I Gegründet 1882 Gegründet 1882 י Ven!theruD0sS1es!anü Entia Juni 1930 2450 illionen Söiillliig GnMttel Ende 1929.30 im Jahre 1929 . 125‘a Millionen Schillinp l Tätigkeitsfeld der Gesellschaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische 1 Republik, Belgien; Holland, Frankreich, Spanien, . 1 Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechen- | land, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten I bei der Schwächung der englischen Position in Aegypten und der bevorstehenden Unabhängigkeit des Irak müsse sogar das Interesse Englands am Besitze Palästinas noch wachsen. Der einzige juristische und moralische An* sprach Englands auf den Besitz Palästinas liege aber im Mandat, d. h. in dem ihm vom Völkerbund erteilten Auf* trag zur Durchführung der Balfour*Deklaration, die übrigens zweifellos ganz ehrlich gemeint gewesen sei. England werde deshalb die Deklaration keinesfalls wider* rufen, sondern werde weiterhin zwischen Arabern und Juden lavieren. Der jetzige Zustand in Palästina sei ganz abnorm, da die ganze Macht und Verantwortung hei dem High Commissioner liege, der seinerseits nur dem Kolonialamt in London und, ״in astronomischer Entfer* nung“, der Mandatskommission des Völkerbundes ver* antwortlich sei. Eine Aenderung dieses erstaunlichen Zu* Standes sei aber nicht möglich, weil die Juden in sicherer Voraussicht einer arabischen antizionistischen Majorität kein auf dem Verhältniswahlrecht beruhendes Parlament wollten, während die Araber gerade nur ein solches an* erkennen würden. So sei das Palästina־Problem unlösbar, und schwerste Reibungen seien auch in Zukunft unver* meidlich; zur •Verhütung des Aergsten aber müsse Eng* I land wenigstens eine ausreichende Garnison im Lande ן halten; denn daß zur Zeit der August*Massaker nur 142 englische ,Soldaten im Lande gewesen seien, stelle eine i unverzeihliche Schuld der englischen Regierung dar. Der Zionismus aber werde in aller absehbaren Zeit nur durch englische Bajonette geschützt werden können. A. P. in der Berliner ״Jüdische Rundschau“. Vom Tage. Wirklichkeit und Traum. Ein Besuch in Robov. Da begann cs. Das Primitivste vom Primitiven, Robov. Ein wild zerrissenes Schluchttal mit zwischen an* geschwemmtem Geröll rauschenden Bergbächen im Vor* gebirgsland der Tatra. An den Hängen" Zigeuner in an* spruchslosesten Holzbauten, echte Zigeuner, umkleidet mit all dem Geheimnisvollen, das wir von Kindheit an mit diesem Namen verbinden. In dieser verborgenen Wildnis fanden sich vor fünf Jahren Sara Schenierevs Schülerinnen zürn ersten sogenannten Fortbildungskurs des Bet Jakob. Frohe junge Menschen aus dem Westen hatten .sich eingefunden, um den idealistischen Mädchen des 1Ostens Vertiefung und methodische Durchdringung des Wissens zu vermitteln. Es war das לבתך אחרי במדבר dieses Robov. Und heute noch schwärmen die jüdischen Bewohner Nowy־Targs, der nächsten jüdischen Kchilla, von dem Sonnensommer der ersten Kolonya Bajs Jakob. In Robov begann es, in Robov wurde der erste Grund* stein gelegt zum Bet*Jakob*Seminar in Krakau. Auch hier zunächst sehr primitiv. In engen Sälen, in noch engeren Wohnräumen. Aber es wurde gelernt, gehofft, gepflegt, dazwischen die frohen, lebensvollen Be* richte der Pioniere, die schon hinausgezogen waren, um in den Gemeinden Bet־Jakob*ßotschaften zu künden, bald in mutvoller Einsamkeit, zum Teil auch unterstützt von verständnisvolleren Verwaltungen, ihres Amtes zu walten. So zeigten denn schon die zwei. folgenden Fortbildungs* kurse in Jordanow ein ganz anderes Bild. Eine ganz andere Umgebung, Luftkurort in fichtenbestandenem, breitem Waldtal, viel Krakauer jüdisches Publikum, un< mittelbar bei einer jüdischen Kchilla. Die Zahl der Teil* nehmerinnen weitete sich, auch die Zahl der Lehrkräfte System im Lehrstoff und Stundenplan, das ganze schon die Krönung des Krakauer Seminars. Dort in Krakau war unterdessen der Grundstein zum Seminarbau gelegt worden und Lehrerinnen und Schülerinnen trugen die Enge des Augenblicks leichter im Hinblick auf das neue Heim. Im Gegenteil, die Enge war zur Poesie geworden. Und die aufhorchenden Zöglinge hörten in Jordanow, wie die älteren Schwestern von ihren Erfahrungen er* zählten, und wählten sich träumend den Weg, den sie nachahmen wollten, wenn sie erst von Jordanow aus clen Weg zum Lehren finden würden. Sodann Rabka mit seinen sanften Hängen, seinem anspruchslosen Kurpublikum von Kindern, seinem Blick auf weite Gipfel. Was da alles sich findet. Die Frühlings* flucht des Seminars, aus dumpfer Großstadt in lachende Gefilde, die Fortbildungskurse der früheren Zöglinge und endlich die Führcrinncnkursc des ״Benot“. ״Benot“, das ist auch eine verheißungsvolle Frucht am Baum'c Bet Jakob. Das sind frühere Schülerinnen der BeUjakob*! Schulen, die sich nach der Schulentlassung zusammen* gefunden haben, um den Idealen Bet Jakobs weiter zu dienen, Wissen zu mehren und Freundschaft zu pflegen, Führerinnen dieser Benot*Gruppen draußen in der Provinz sind die jeweiligen Lehrerinnen der Bet*Jakob*Sclmlc. Man stelle sich einmal vor, was das heißt, Menschen vorn sechsten bis zum zwanzigsten Lebensjahre zu betreuen, zu führen, zu lehren, zu lenken. Rabka ist die Schule dieses Könnens. Unterdessen geht in Krakau der scl11icht*stolzc Scrninarbau endlich seiner Vollendung entgegen, Das wird ein Fest, wenn Herr Dr. Dcutschlaender am Tage der Weihe wird sagen körmen: Aus Robovs Wildnis in Krakaus geruhsame Umfriedung, der Weg des jüdischen Mädchens in die Welt des Erkenncus, Wissens und Lehrens, der Weg der frommen Mädchen der ganzen Welt zu einander. Tal und Berg sind Zeugen des Werdens und also ward Bet Jakob. Dr. Ludwig Haas. Der bekannte demokratische Reichstagsabgeordnete und ehemalige badische;Staatsminister D r. Ludwig Haas ist, fiinfundfünfzigjährig, in Karlsruhe nach länge* rem Leiden gestorben. Von befreundeter Seite geht uns folgender Nach* 1־uf zu: ״Doch mancher erwirbt sieh seine Ewigkeit in einem Augenblick“ — das ist das beste Geleitwort, unter dem man das Wirken des so früh verschiedenen Doktor öle jüöis< ISotfls -a.lßauphctuAfürJwaSen, //. Illatzgasse /&

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