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Jüdische Presse · 1930-08-01 · 31 (1.8.1930) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
31 (1.8.1930)
Date
1930-08-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 1י JÜDISCHE PRESSE Seite 3 § T schechoslowakei E’cho (איכה) — Ajcko (א:?ה)? Eia &0. S,-Rnf der sabbathaltenden Kaufmannschaff. Von Samuel Heiner, Presov. Vorbemerkung: Wir geben diesem ״S.O.S.“*Ruf“ unseres sehr geschätzten Mitarbeiters, der mitten im Volke lebt und seine Nöte könnt, diesmal nur ungern Raum, weil wir glauben, daß der schrille Ton seines Rufes unseren Führern un* recht tut, und weil wir wissen, daß sie gerade in der Frage der Sonntagsruhe auch bisher nicht untätig waren. Anderseits halten wir uns aber nicht für berechtigt, ein solches ״E’cho —> Ajcko“ zu unter* drücken, weil auch wir die Befürchtung hegen, daß eine jede Versäumnis in dieser Angelegenheit zu dieser Stunde hunderte kleinere Kaufleutc —* zu* nächst besonders in Preßburg — auf den Bettelstab bringen und schwache Seelen zur Preisgabe des Schabbos bewegen könnte. Die Redaktion. Mit unübertrefflicher Feinheit und lapidarer Kürze -zeichnen unsere Midrasch*Weisen mit der Gegenüber* Stellung der anscheinend jedes Nextt's entbehrenden Worte ״E’cho“ — ״Ajeko“ die erdrückende Verant* wortung, welche auf den Schultern der wenigen jüdischen Führer, für jedes Ach und Wehe, welches sich der ge* preßten Seele des jüdischen Volkes entringt, unabwälzbar und uniiberwälzbar lastet. ״E’cho“! Wenn die Lage unseres Volkes — ganz gleich ob vom geistigen oder materiellen Gesichtspunkte aus betrachtet — zu Klagen und Jeremiaden Anlaß gibt, dann wendet sich die חכמה החכמים vorwurfsvoll mit der vernichtenden Frage an die einzelnen geistigen׳ Füh* rer: ״Ajeko?" ״Wo seid ihr“, daß solch schweres Leid euer Volk, clas mit vollem Vertrauen euch zu seinen Führern bestellt hat, bedrücken kann? ״Ajeko?“ Wo wäret ihr, als dieses Leid noch nicht als fait accompli, sondern bloß als aus der Ferne herannahende Gefahr am Horizont des jüdischen Himmels auftauchte, von wo es vielleicht gebannt hätte werden können, wenn ihr statt indifferenten Sichgehenlassens laut und weithin vernehmbar in die Posaune des Vers a m m eins gestoßen hättet, um da* durch einerseits das Erbarmen des Gsttes Israels, ander* seits aber das Verständnis und Wohlwollen der Erden* großen für die gerechte und die bescheidene Sache eures Volkes zu wecken? ״E’ c h o“ klagt der in Trauer gehüllte Genius der Thora über die schweren Wunden, welche ihr durch die jede Zukunft der Thora jünger raubenden Bestim* inungen des nicht mehr ganz neuen Gewerbe* gesetzes zugefügt wurden und als Echo auf dieses "איכה« tönt die Frage der Thorabeflissenen an die שרי התורה an die jüdischen Führer: ״A j e k o?“ . ״E’ c h o“ seufzt der um das tägliche Brot so schwer ringende jüdische Klcinkäufmann, dessen Lebens* kampf durch die auf seine Kosten und sehr zu seinen Ungunsten'1 in letzter Zeit durchgeführte Regelung der Sperrstunde noch ganze besonders erschwert wurde, und auch dieses ״E’cho“ bedeutet nichts anderes als ein ״A j e k o?" an unsere geistigen und religiösen Führer, die selbst den geringsten Versuch unterließen, ihren Ein* fluß zugunsten der arg gefährdeten jüdischen Kaufmann* Schaft geltend zu machen. Nun scheint aber für die allzulange Kette der ״E’chos“, welche der Indolenz unserer geistigen Führer zugeschrieben wird, ein Glied geschmiedet zu werden, als dessen Reflexwirkung ein solch gellendes ״A j e k o?“ zu gewärtigen ist, zu dessen Hintanhaltung sich die betreffen* den Kreise unbedingt aus i h r v e r h ä 11 g 11 i s* vollen Lethargie a u f r a f f e 11 in ii s s e n, wenn ״ טהרת ישראל 0״״ קדושת שבחיoeu nicht ganz inhaltlose Begriffe geworden sind. Das Gespenst der totalen Sonntags r u h e, welches schon vor nahezu zwei Dezennien das ,orthodoxe Judentum im einstigen Ungarn beunruhigte und welches dank der unermüdlichen Tätigkeit von Männern, gleich* groß an Geist und Gefühl mit meinem großen ךדי Ober* rabbiner B. Fischer 1צ׳'ל a״ der. Spitze, in die Finsternis 'zurückmußte, woher cs seinen Verheerungszug angetreten, erhebt wieder sein bluterstarrendes Gesicht und, was das Traurigste ist, die beunruhigte orthodoxe K a 11 f •A• a 11»n s c h a f t sucht g e ä n g s t i g t ihre F ü hrer und S e e 1 e 11 h i r t e n, denen die Pflicht ob* liegt, im Interesse ihres körperlichen lind seelischen Wohles alles Mögliche und Unmögliche anzuwenden, um diese schwerste aller Gefahren mit G. Ii. aus der Welt zu schaffen. Die jüdische Kaufmannschaft weicht — da es 11ms Ganze geht — von der Gepflogenheit ab und ruft ihr ״A j e k o r‘• in die Welt, ehe es zufolge des ךן״ןי be* reits eingetroffeucn ״E’cho“ zu spät ist. Geist der selbstlosen, unaufgefordert und mit WÖ3 מסירת arbeitenden Männer, wie Oberrabbiner B. Fischer 1צ״ל ״Ajeko?“ Keine Sommersprossen trotz Sonne bei weißem zarten Teint. Die ärztlich bestens empfohlene Ober* m e y e r ־ C r e m e verhindert selbst *bei grellsten Sonnen* strahlen Sommersprossen. Die Haut bleibt zart, weich und wird schnell gleichmäßig braun. ZehnJahreAguda-Jugendorganisation in der Slowakei. In diesen Tagen wird es ein Jahrzehnt, daß die 91 o* wakische Agudas*Jisroel*Jugendorganisa* t i o n ins Leben gerufen wurde. Zehn Jahre sind nicht viel. Aber dieses Jahrzehnt der slowakischen Aguda*Jugend war ausgefüllt von ernster Arbeit und von opferbereiter Hingabe an das alljüdische Ideal der Anerkennung der Alleinherrschaft der Thora in Israel. Dann ist das schon etwas. Es ist und bleibt eine historische Tatsache, daß in diesen zehn Jahren der inneren und äußeren Kämpf« im slowakischen Judentum einzig und allein diese Aguda*Jugend ununterbrochen und ziel* sicher bei der geraden und eindeutigen Arbeit für die kompromißlose Orthodoxie in allen Aeußerungen des jüdischen Lebens aushielt und auch heute noch — wenn auch nicht mehr so unverdrossen wie früher — aushält. Das ist ein Ruhm dieser jungen Menschen, den ihr kein Kenner der Verhältnisse wird streitig machet! dürfen. Im eigenen orthodoxen Lager nicht sehr gefördert, von den Führern wahrlich nicht übermäßig verwöhnt, dafür aber von außen als Prellbock der Orthodoxie betrachtet und um so mehr mit allen Mitteln bedrängt, muß diese einzige Organisation unentwegt thoratreucr jüdischer Jugend in der Slowakei sich behaupten und ihren Weg vorwärtsgehen. Starke Uebcrzeugung von der Richtigkeit dieses Weges, den ihr die גאונים וצדיקים unserer Zeit, die maßgebenden נדולי הרצורך{ aller Länder der Diaspora gezeigt haben, bewußt gepflegte und vertiefte orthodox*jiidische religiöse Ge* sinnung und in nüchterner, aber grenzenloser אהבה ישראל wurzelnde Tatengier sind die Quellen, aus denen die Aguda*Jugend in der Slowakei die Kraft; die Stimmung und den Mut zur Ausdauer in ihrer Tätigkeit schöpft, selbst in der demütigenden Schmach der letzten Jahre, da allgemeine Unzufriedenheit in den Kreisen der יראו ך׳ und haltlose Wankelmütigkeit die Gemüter beherrschen und jede Initiative und jeden. Willen von vornherein lahmlegen. — In den Reihen der Aguda*Jugend leben die begeisternden und ermutigenden Worte unverblaßt fort, die damals, vor zehn Jahren, bei der Gründung ihrer Organisation ragende Männer der jüngsten Vergangenheit auch in unserem Lande, wie z. B. Rabbi Mosche und sein Sohn Rabbi Awrohom Aron K a t z hi Nitra, Rabbi Samuel Levi W e i n b e r g e r in Szerdaliely und mit ihnen להבבחליח fast alle führenden orthodoxen Rabbiner des Landes und die ת״ח und בני תורה aus Baalebatim* kreisen, ihr auf den Weg gegeben haben. Damals trieb man nach innen keine Politik, sondern man sprach klare Worte der Wahrheit für Thora und י״ש. Sie machten allenthalben Eindruck, erweckten Vertrauen und ent* flammten vor allem das Herz der Jugend. Diese Jugend steht unerschütterlich auf ihrem Posten, sie breitet das Netz ihrer Organisation auf alle orthodoxen Gemeinden aus, wo man an eine orthodoxe Zukunft g 1 a u b t und eine t h o r a t r e u c Jugend ernstlich will, sie harrt des Kommandorufes der Führer und ist bereit, das Banner der Thoratreue hochzuhaiten und sich mit ungebrochenem Willen dem Geist der Untreue, des צביעות und Prinzipienlosigkeit im öffentlichen jüdischen Leben der Gemeinden und Gemeinschaften entgegenzustemmen, einerlei, ob er offen verkündet wird oder mit Friedfertig* keitj Neutralität, Gemeindeinteresse, Talmi־Chassidismus, Munkacs und dergleichen Schamblättchen persönlicher Ge* sinnungslosigkeit überdeckt in Erscheinung tritt. Allsolange ein solcher Ruf ״Auf Bord!“ nicht gehört wird und die schlichten Massen in dem Irrglauben gehalten werden, es sei herrlich bestellt um das Judentum bei uns, obgleich zusehends immer breitere, gut jüdische Schichten der Ein* flußsphäre der Orthodoxie entgleiten, erfiilje^ die jugend* liehen Anhänger der Agudas Jisroel in der Slowakei ihre Aufgabe, Wenn sie sich und ihren Nachwuchs mit Zähigkeit und Widerstandskraft gegen die nivellierenden Bestrebungen innerhalb und außerhalb der Orthodoxie rüsten. Gelingt dies der AgudaJugendorganisation noch ein Jahrzehnt zu* ״Weit im Heim“ , die große, vornehme, einheimische Familienwochenschrift ist soeben erschienen. gm Reim(< bringt: Wöchentlich auf 36 Seiten zwei spannende Romane, zunächst ״Der Teufel zahlt 1000 Pfund” von J. Chanceller und ״Der Kampf mit dem Drachen“ von Hans Morgan. Weiters mehrere spannende Erzählungen, Bilder vom Tage, Modebilder aus Wien, Sqhnitt* muster, Lustige Ecke, Kinderbeilage, Praktische Winke, große Preisausschreiben, darunter das mit Kc 10.000, aktuelle Aufsätze, darunter ״Chinesische Spaziergänge” von Wenzmer, mit seltenen Bildern. ״Wetdm Heim“ bietet seinen Beziehern Versicherungsvorteile bis zu K6 120.000. Ein Heft kostet nur tsch. K 2.60. Versäumen Sie night, zu abonnieren oder ^wenigstens Probenummern zu bestellen. * Phöbusverfag, Troppau, Holfeigasse 4 Vertreter werden noch an einigen Orten aufgenommen. miadeat in dem Maße, wie in den ersten zehn Jahren, so wird ihr die Gesamtorthodoxie die Schaffung einet Kerntruppe zielbewufiter, in die Weite hinausaehauendar Wortführer und Sachwalter in der Slowakei danken. In dem großen geistigen Kampf, den das thoratreue jüdische Volk gegen seine Widersacher unter den eigenen Schönen in der nächsten Generation zu führen genötigt sein wird — den größten und letzten, der sich innerhalb des Judentums abspielte —, wird man das ganz gewiß zu würdigen wissen. J. J. B. Zahltag und Sonntagsruhe. In der jüngsten Sitzung des Brätislavaer Stadtra.tes stellte der Kommunist Eugen Singer den Antrag, die Stadt möge den Verband der Industriellen veranlassen, die Aus* Zahlung der Löhne an die Arbeiter und Angestellten von Samstag auf Mittwoch oder Donnerstag zu verlegen. Mit einer solchen Festsetzung des Zahltages auf einen allge* meinen Wochentag würde, so führte Singer zur Begrün* düng seines Antrages an, eines der Hauptargumente der orthodoxen Juden gegen die Einführung der allgemeinen und vollständigen Sonntagsruhe seine Wirkung verlieren. Dieser Antrag verdient auch vom Standpunkte der sabbathaitenden Kauf* leutediegrößtcBcachtung. Für alle Fälle gebührt ibm die Priorität, und die Behandlung der Sonntagsruhe» frage müßte bis zur gesetzlichen Regelung des Zahltages aufgeschoben werden. Die Oberrabbinerwahl in Uzhorod — bestätigt. Wie neuerlich gemeldet wird, wurde in der Reprü* sentanzsitzung der Uzhoroder orthodoxen Gemeinde vom 27. Juli offiziell die Mitteilung gemacht, daß der Minister für Unterrichtswesen und Volksaufklärung Dr. Derer den Bescheid des podkarpatskorussischen Landesamtes, der die Wahl des Plerrn Oberrabbiners Josef Kohn aus Deutschkreuz zum Oberrabbiner von Uzhorod als ungültig erklärte, wieder umgestoßen und die Wahl bestätigt hat. Nach dieser zweitinstanzlichen Entscheidung beschäftigt sich die Gemeindeleitung nunmehr mit der Vorbereitung der Installation des neugewählten Oberrabbiners in sein Amt, zumal — wie ebenfalls berichtet wird —־ das Innen* ministerium Herrn Oberrabbiner Kohn gleichzeitig das Staatsbürgerrecht verliehen hat. Anderseits ist eine Be* wegung im Zuge, um dem Sohne des verstorbenen Ober* rabbiners זצ״ל, Herrn Rabbiner Josua G r ii n w a 1 d, zu dessen Gunsten gegen die Wähl: Protest erhoben wurde, jetzt wenigstens eine Dajanstelle bei der Gemeinde zu erwirken. Sclioinre-Scliabbos-Slelleiivermitüung cler Agudas Jisroel-Jugendgruppe, Landeszentrale, Bratislava, Turnergasse 14/16. Offene Stellen: Nr. 316. Verkäufer oder Ver* käuferin für Modewaren, auch zum Buch, für Monat Sep* tember (Piestany). Nr. 319. Eisenhandlungslehrling (Banovce). Nr. 321. Lehrling für Glas*, Porzellan* und Ge* schirrwaren (Nove Zärnky). Nr. 322. Zwei Lehrmädchen für Modewaren (Bratislava). Nr. 323. Lehrling für Glas;־, Porzellan* und Spezereiwaren (Tek. Sarluhy). Nr. 327. Zwei Eisenhandlungskommis (Vsetin). Nr. 328. Kolonial* warenkommis (Prievidza). Nr. 329. Kindermädchen (Prie* vidza). Nr. 330. Stenotypistin, deutsch (Dun. Streda). Nr. 331. Kommis für Gemischtwaren, mit Kaution, Holz* branchekundige bevorzugt, deutsch (Perbete). Wir suchen Beschäftigung für: Kommis, Lehrlinge in allen Branchen, Kindermädchen, Steno* typistinnen, Magazineure, Hilfsarbeiter usw. Anfragen ohne Rückporto werden nicht berücksichtigt! Amtsstunden: Montag und Mittwoch abends Y19 bis 9 Uhr. __ Bücher. Meyers Lexikon in 12 ^Bänden. Siebente, völlig neu bearbeitete Auflage. Ueber 160.000 Artikel und Ver* Weisungen auf etwa 21,000 Spalten Text mit rund 5000 Abbildungen, Karten und Plänen im Text; dazu etwa 755 besondere Bildertafeln (darunter etwa 100 farbige) und 280 Kartenbeilagen und Stadtpläne sowie 200 Text* und statistische Uöbersichten. Band 11 (Seefeld bis Traun) in Halbleder gebunden 30 RM. Verlag Bibliographisches Institut AG. in Leipzig. — Größte Fülle, auf kleinstem Raum übersichtlich geordnet, jede Einzelheit knapp und doch erschöpfend, objektiv und leichtverständlich dar* gestellt — diese höchsten Tugenden eines Konversations* lexikons muß man dem neuesten Bande des ״Großen Meyer” wie dem ganzen Werke überhaupt nachrühmen. Der elfte Band (Seefekl bis Traun) umspannt wieder das Wissen und Wirken aller Zeiten und Völker, von der ägyptischen Göttin Seth bis zur Verbannung Sinowjews, bis zum Tode Stresemanns, von der Lehre des Sokrates bis zu den Dramen Shaws. Sein Reichtum ist geradezu überwältigend. Sie lesen in der Zeitung z. B. über Kämpfe in Syrien — und finden hier, daß in Syrien vier Staaten bestehen, erfahren ihre Geschichte, ihre Verfassung, Be* völkerung, Flächeninhalt, jährlichen Ausgaben und was immer Sie zu erfahren wünschen. Sie wollen nach Solingen, Sydney, Toulon, Singapore? Hier sind genaue Karten und Stadtpläne, alle wichtigen Daten. Sie erhalten vom Gericht eine Vorladung, die das rätselhafte Wort ״Streit* verkiindung“ enthält — schlagen Sie nach, dann machen Sie keine Fehler und sparen Zeit und Geld. Die Regeln des Skatspiels, alle Behelfe des Skifahrens, der Spargelbau, die Taubenzucht, das viel umstrittene Taylorsystem, der Aufbau des Siemens*Konzerns, die Geschichte der Sozial* demokratie, die Konstruktion des Telegraphen und das Morse*Alphabet, dessen er sich bedient . . . das alles ist zu finden mit einer Unzahl verdeutlichender Zeichnungen, schöner Bildtafeln, Landkarten, Statistiken. Und doch sind das alles nur wenige, ganz willkürlich herausgegriffene Beispiele, die von diesem Reichtum noch gar keinen Be* griff geben. All unser heutiges Wissen, die ganze Ge* schichte, die ganze Wirklichkeit schlechthin, die Ergeh* nisse aller Gelehrtenarbeit sind hier gesammelt, kurz: das Wissen der Welt in praktischer Form liegt hier vor. Es steht jedem so zur Verfügung, däß er nur einen Handgriff zu machen braucht, um es benützen und verwerten zu können, um seine Leistungsfähigkeit zu steigern. Der Besitz dieses außerordentlichen Werkes schafft gleichsam einen Ausgleich für die schweren Lebensbedingungen unserer Tage, die so viel Kraft und Zeit erfordern, daß

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