Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 28 (10.7.1930)
- Date
- 1930-07-10
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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S*iie 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 28 Bei der Beeidigung sprach als erster Herr Ober» rabbiner Vredenburg für die Gemeinden des Bezirkes, den Rabbinerverband und persönlich. Es sprachen sodann Oberrabbiner Hirsch, Zwolie, als Verwandter, Oberrabbincr Maarsen, Haag, als Ver» treter der ״Wissenschaft des Judentums", Konrektor Dr. de Jongh für den Lehrkörper des Seminars, Oberrabbincr Dasberg, Leeuwardcn, im Namen seiner Gemeinden und für die Schüler, die derיזינסטר den Jahren seines Rekto־ rates ausgebildet; Rabbiner Sarlouis für das Amsterdamer Rabbinat. Es sprachen ferner noch einer der. älteren 6chüler der Heranwachsenden Generation im Namen seiner Kollegen; Vertreter des Kuratoriums, des Amstcr» damer Beshamidrasch, der Zentralverwaltung der jüdi< sehen Gemeinden u. v. a. Alle beherrschte ein Gedanke: חבל על דאכדין ולא משחכחיז. * H&l Nachrichten־ za Hochzeit im Hause Eidinger. Nathan Eidinger führte Dienstag, den 8. Juli seine älteste Tochter unter die Cliupa. Die Hochzeit fand wohl in■ Deutschland..statt, aber auch in Wien, wo Nathan Eidinger durch seine umfassende philanthropisehe Tätigkeit in allen jüdischen Kreisen, besonders aber unter den Armen und Bedrückten unseres Volkes bestens bekannt ist, wurde diese Vermählung ganz einzigartig gefeiert. In der* großen Räumlichkeiten des Vereines ״Suddath Schabbos“ versammelten sich in der Hochzeitsstunde mehr als 500 arme Juden, um au den festlieh und reichlich gefleckten Tischen die Heirat de!• ältesten Tochter ihres Wohltäters zu feiern. Nebst einer reichlichen Mahlzeit fand ■jeder ein Kuvert vor, das den Festgästen Nathan Eidingers ermöglichte, alle sie- Den Hochzeitstage mit sattem Magen zu begehen. Die Freunde des Hauses Eidinger,. die Beamten seines Büros, welche die Reise nach Homburg, wo die Hochzeit stattfand, nicht mitmnehen konnten, haben sich alle hiev einigefundcn, u׳m ibei dieser Gelegenheit das Brautpaar ,zu feiern. Da hat man wohl nicht formvollendete Tisch- *,eden aber allerlei romantische Erzählungen von den Wohltaten gehört, mit denen Eidinger du und dort Existenzen geschaffen, Kranke gesund gemacht, Elenden aufgeholfen und Brautleuten zur Familiengriindung verholten. Man hörte wundersame Geschichten von der hochberühmten Batrizierfamilic des Bräutigams, dessen Großeltern Abraham G r ii n b e r g in Odessa und Moses Ha Ipern in Kiew zu den ragenden Spitzen der jiitlisehen Gesellschaft gehörten. Die mit jüdischem Wissen «r 1 ,mit jüdischem Wollen und mit' echt jüdischem Wohltun ihren Brüdern in den Zeilen der Not mit Rat und Tat ■beigestanden sind. Zwei edle Reben, wie das talmudische Wort lautet, haben sieb hiev umschlungen, war das Urteil, das man aus all diesen Erzählungen ge- ■wonnen bat. Daß alle den Segen G-ttcs auf die Brautleute und ihre Familien herabgeil eh t buben, ist nur allzu selbstverständlich. Mögen diese innigen Gebete, denen wir uns aus vollem Herzen anschließen, vor dem 'Allmächtigen Erhörung finden. (Tlerzl. מ1ל ט1ב Die Red.) Ein Reichsverbnnd der Schoch tim in Deutschland gegründet. (J., T. A.) .1111 Hörsaal der Synagoge der Religian!sgesell1scl1:aft zu Mainz wurde die Konferenz .der Sohoclitim :in!Deutschland abgelialten, der etwa 60 Delegierte aus allen Teilen ■Deutschlands ,beiwohnten und in der die Gründung eines Reichs verband es der Schochtiim in Deutschland "böschlassen wurde. Den Vorsitz führte Herr Gustav Neustädter. Worte!der iBc!r grüßuiig sprachen iRahb. •Dr. Baiiiberger-Mainz, Ra!bb. Dr. iLevy-Maiinz (im ׳Namen der Isr. (Religionagemoindc), Rälbb. Dr. 1Mer«bachOarmstadt (für das!Berliner Büro für Scliäohtangelegenheiten), der Gemeindevor-sitzende ■Dr. Schlesinger, iHu!go Cnhn (!•für den!Danmsiädtcr Landesverband), Redakteur S. Soliaclmowitz-'Frankfurt a. M. (i!m Namen verschiedener orthodoxer Organisationen), Saalheimei־ (!Bayerischer Landesverband) u. a. an. Die Statuten ■wurden durclibcrafeu und genehmigt. Der Veriband 1fiilir.t den Namen ,,Reichsverband von Sohoclitim in Deutschland“ ■und hat vorläufig!seinen Sitz •in!Mainz, ׳Es',wurde!beschlossen, ein eigenes Organ des iSohoohtiin-Verbandes als ■Beilage des ״Israelit“ periodisch erscheinen zu lassen. G. iNeustädfer wurde zum ersten, •Ho Izmann-Gb er hause 11 zum zweiten Abu־- sitzenden, AVetalar-Königstein zum Schriftführer und Kassier!gewählt. ' Oberrabbinei• Dr. Lcrner זצ״ל. Soeben erreicht uns die schmerzliche Kunde voll dem Hinscheiden Heb. Meier Lerner צ״ל!• Mit ihm verliert das deutsche ]11dentum einen ihrer größten halachisohen Autoritäten. Oberrabbiner Lerner, der vor einigen Jahren erst seinen 70. Geburtstag feiern durfte, entstammte einer alten ■jüdischen Gelehrtenfamilie, bekleidete viele Jahre das Rabbinat der Maclisike Huclas in London und wurde 1890 als Nachfolger Oberrabbincr Jakob Ettlingers und E Leser Lobs auf den Itabbinatssitz in Altona berufen, welchen er mehr als 30 Jahre bekleidet hat. Zahlreich sind seine wissenschaftlichen :Publikationen auf dem Gebiet der halachisclien und jüdisch-historischen Wissenschaft; insbesondere hat er das Quellengebiet der Mischnah bearbeitet. Als ■Mitglied des rabbinischeu Rates für Deutschland hat er die Entwicklung der jiidisehen inneren A7erhält11isse in Deutschland entscheidend beeinflußt. Sein gütiges, vornehmes Wesen, seine Menschenliebe, ebenso wie seine jüdisch-wissenschaftliche Autorität lassen seinen Verlust in den weitesten Kreien der Judenheit schwer empfinden. Propaganda für die Sabbatidee in Frankreich. Am 29. Mai bat die ian Jahre 1919 in Paris!gegründete Gesellschaft ״Schema Israel“, eine Organisation, die der religiösen Erziehung und der Erkaltung der rolifiäsen Güter des Judentums gewidmet ist ׳und viele ansende von Mitgliedern in zahlreichen Ortsgruppen in ganz Frankreich besitzt, einen-Kongreß abgehalten, der im wesentlichen von der Sabbatfrage beherrscht gewesen ist. Bei diesem Kongreß ■hat Herr Rabbiner Liber aus Paris ein hochbedeutsames Referat gehalten, dessen bemerkenswerte Gedanken und praktische Vorschlüge den Beifall und die einstimmige Anerkennung bei allen Kongreßteiiuehimern fanden und in der Tat geeignet erscheinen, ein allseitiges Interesse wiackzurufen. In seinen Ausführungen unterstrich der gefeierte Redner die .Bedeutung der Auswirkung der Fünf tage- Arbeitswoche auf die Heiligung des Sabbats und er forderte die Einrichtung von Stellenvermittlungen für Sabattreue in ganz Frankreich. Das wesentliche. Interesse in Verbindung mit dem Sabbatproblem wandte der Referent der Jugend zu, die er ermahnte, sich die Eindrücke des Sabbat nicht durch freiwilligen Schulbesuch reHcrrengebein zu lassen ■und, wenn sie ins Beri/cu ß OJHMJEiSJ dA> pflAnzlichb EN ז FE ז TUNGSMt T TEL. \ rufslnben eintrete, sich durch eingehende Berufsberatung über solche Ärbeitszweige zu vergewissern, die es ihr ermöglichten, dem Sabbatideal treu zu bleiben. Angesichts der tiefen Bewegung und der begeisterten Zustimmung, die das Referat des rührigen und sozial empfindenden Redners fand, steht zu erwarten, daß uueh die Sabbatbewegung und die ihr in Frankreich dicuenden Kräfte neue Impulse erfahren. (Sako.) Gorizia. Eine hochbedeutsame Entscheidung hat das Ministerium für Unterricht in Rom anläßlich der diesjährigen Maturaprüfung gefällt. Ein sehr begabter Schüler des hiesigen Gymnasiums, gleichzeitig ein Hörer der Keren Hathora-joschiwah in Görz, konnte an der schriftlichen Prüfung, die auf den Sahbat angesetzt war, ■nicht teilnehmen und bat deshalb um Verleguug des Terminen. Nachdem sowohl die Schulleitung als auch das Bezirksinspcktorat die Bitte ablelintcn, wandte sich Rabbiner Abraham Schreiber und Kultus- Vorsteher Oltilio Morpurgo an den Präsidenten des jüdischeu Kehilloverbandes in Rom, Herrn Zalehne. Dieser erwirkte eine Verfügung des zuständigen Ministeriums, nach welcher die Schulzeit in Görz um einen Tag verlängert wurde, um dem Schüler die Möglichkeit zu geben, seine Prüfung ohne Verletzung des Sabbats nbznlegen. Diese Entscheidung ist für den toleranten Geist der italienischen Regierung kennzeichnend. Alarm der Leipziger Feuerwehr für den ״Großen Broekhfliis“. Wie wir erfahren, wird Ende Juli der 6. Band des ״Großen Brockhaus“ erscheinen. Das Werk ist nicht nur deshalb bedeutsam, weil es dem Menschen von hc»1te zuverlässig jede gewünschte Auskunft aus Wissen und Leben erteilt, sondern auch weil es durch die starke Illustrierung ein unerschöpfliches Bilderwerk unserer Zeit ist. Die Beschaffung־ von Bildvorlagen für den ״Großen Brockhaus“ ist besonders schwierig, weil nur solche Bilder gebracht werden, die ein wahrheitsgetreues Abbild der vielgestaltigen Lebenserscheinungen gehen. Oft eignet sich unter 100 Bildern eines Gegen- Standes nur eines für die Aufnahme in das Werk. Die Herbeischaffung der Vorlagen ist gleichsam eine aufregende, wundervolle Jagd nach dem Leben selbst. Um zum Beispiel die Abbildungen für die Tafeln ״Feuerlöschwesen-' zu beschaffen, wurde vor. kurzem in Leipzig ein Probealarm der Feuerwehr abgehalten, um dem Zeichner des Verlages Gelegenheit zu lebenswahren Darstellungen zu geben. Dieser eine Fall zeigt, wie sehr der ״Große Brockhaus“ Wert auf enge Verbundenheit mit dem Leben legt. Man darf daher dem neuen Baud wieder mit Spannung entgegensehen. _ Amtliche Verlautbarungen der Israel. Kultusgemeinde Wien. Brautausstattungsstiftungen.;• (JBewerbungsausschreibung.) Es gelangen mehrere Stiftplätze im Gesamtbeträge von S 3 000 zur Verleihung, hievon 1. S 1800 aus der J u 1 i u s - E n g e 1!b erg - A u sstatt ungsstiftung־ und 2. S. 1200 aus anderen B r a u t a 11 s s t a ttungs Stiftungen. Bewerbungsberechtigt sind: 1. für die J uil i u s ־ ■E n g e 1 b e r g ־ ■A u s s t a it u n g s s t i.f t u n g: arme, würdige, im Brautstand beendliche Mädchen, die in Wien oder in Lezavsk (Galizien) geboren sind; 2. für die a n d e r e n Brautausstattung»- Stiftungen: arme, würdige, im Brautstand befindliehe jüdische Mädchen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein. Almuts- Zeugnis, Sittenzeugnis, Brautstandsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. August 1930. Einreichstelle: Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Fürsorgezentrale). 1 Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung des Stiftungsbetrages verehelichen, verlieren die . B e w e r b u n g sberechtigung. Wien, am 27. Juni 1930. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Zur Bewerbung sind Gesuchs bogen zu verhenden, welche in der Einreichstelle (Fürsorgezentrale, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock) unentgeltlich ausgefolgt werden; die Gesuchsbogen enthalten auch nähere für die Bewerberinnen wichtige Bestimmungen. ^SNKiiaaBBafl Tschechoslowakei Tagung der orthodoxen Landesrepräsentanz in der Slowakei. (Fortsetzung und Schluß.) Die Debatte über das vorgelegte neue Statut geht sein* ins einzelne. Fast nie Anwesenden ergreifen das Wort zu den einzelnen Paragraphen. Stellenweise nimmt die Auseinandersetzung über Einzelheiten sehr lebhafte Formen an. Die Repräsentanten sind oder werden im Laufe der Debatte sich dessen immer mehr bewußt, daß der g e schrie b e n e tote Paragraph in einem Statut zwar noch lauge nicht die Quelle alles Heils und eine Gewähr für ein gesund pulsierendes, thoratreues, jüdisches Leben in den Gemeinden bildet, wenn hinter diesem Buchstaben nicht lebendige Menschen stehen und nicht ein entschlossener AVille zur ehrliehen Durchführung־ des Statuts die Wacht hält, sie haben aber anderseits Erfahrung genug, um zu wissen, daß der beste und aufrichtigste Wille an den harten AViderständen zerschellt und sich nutzlos verbraucht, wenn ihm nicht diese arg verschrienen ״töten Buchstaben“ der Verfassung in klarer Eindeutigkeit als Stützpunkte zu dieneu vermögen. Dieser Umstand verursachte denn auch, daß die Beratung oft genug auf Nebengeleise geriet und sieh zuviel bei Nebensächlichkeiteu auf hielt. Diese Tagung dauerte bis Mittwoch abends, ohne den Entwurf zu Ende zu beraten. Im Herbste sollen die A'Trhandlungcn fortgesetzt und abgeschlossen werden. Zwischendurch wurden mehrere andere Fragen der Tagesordnung behandelt. Im besonderen lastete die in ein sehr akutes Stadium geratene Frage der Einführung der vollständigen 8 o n u t a g s r u 11 e schwer auf den Gemütern, ln dieser Frage wurde folgender Be- Schluß einstimmig angenommen: ״Die am t. Juli 1930 in Bratislava tagende Landesrepräsentanz der orthodox-jüdischen Konfession in der Slowakei erblickt in der Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Zustandes in der Sonntagsruhe eine Bedingung für die wirtschaftliche Lebensexistenz vieler tausend Juden in der Slowakei und Podkarpatska-Rus. Eine Abweichung vom Status quo inmitten der gegenwärtigen Wirtschaftskrisis würde die Lage eines großen Teiles der Kaufmannscliaft und cler Gewerbetreibenden ungemein erschweren und gefährden. Die Aufrechterhaitung des Status quo in der Sonntagsruhe ist insbesondere im Irtteresse der religiösen Sabbatbeobachtung sowohl vom Gesichtspunkte der jüdisehen Arbeitgeber als auch von dem der Angestellten und Arbeitnehmer eine dringende Forderung. Das Präsidium der orthodoxen Konfession wird gebeten, auf der Wacht zu sein und nichts unversucht zu lassen, um dieser Forderung bei den zuständigen Stellen Gehör und Geltung za verschaffen. Mehrere bisher nichtorthodoxe Gemeinden suchten um Aufnahme in die orthodoxe Konfession an. Diese Spendet für den iw Adas Jfsroal, Witn* H., Nsstroygasss 11 Aufnahmsgesuche wurden den konfessionellen Instanzen zur statutengemäßen Behandlung zugewiesen. Die Gemeinde Senica n. V., die bekanntlich eine der ältesten Gemeinden des Landes ist und auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurückblickt, wurde in die Liste der orthodoxen Gemeinden aufgenommen.׳ Herr Oberrabbiner Spitzer (Sp. Podhrachie) ergreift die Gelegenheit, um die Aufmerksamkeit der Tagung auf den ausführlichen R c c h e n s c h a f t sbericht der Bratislavaer Zentrale des ״Kolel Schomre Hachomoth" im heiligen Lande für das Jahr 1929 zu lenken. Der Berieht weist alle Einzelheiten der Sammlungen während des Berichtsjahres in allen Gemeinden der Tschecho- Slowakei und ihrer Verwendung auf lind zeicliuet sich durch mustergültige Genauigkeit der Angaben aus. Die auch jetzt mit erstaunlich geringen Kosten arbeitende Verwaltung des Kolel unter dem Präsidium Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbinei־ Schreibe r in Bratislava willmete auch im Berichtsjahre ihre Kraft ausschließlich der Verbesserung der furchtbaren Lage Tausender, aus unseren Ländern stammender frommer Armer im Heiligen Lande. Sie wurde dabei in dankenswerter Weise von zahlreichen ״Gaboim“ in allen Gemeinden unterstützt. Ihren gemeinsamen Anstrengungen gelang es, in schwereu Zeiten von den Schutzbefohlenen des Kolel — zumeist im g-ttgefälligen Dienst von הורה ועבודה er־ grauten תלםידי חבמ'ם und Witwen und Waisen — die größte Not abzuwenden und sie mit dein Allernotwendigsten zu versorgen. Die Landesrepräsentanz nahm den Bericht mit Dank und Anerkennung zur Kenntnis und beschloß auf Vorschlag des Herrn Oberrnbhiners Spitzer (Sp. Podhradie) spontan und beschloß, sowohl ■dem Oberkurator des Kolel, Herrn Oberrabbinei• Schreiber in Bratislava, als auch der Jonisa- Ferner Kolelverwaltung eine Kundgebung zur Kenntnis zu bringen, in der es heißt: ״Alle Rabbiner der orthodoxen Landesverwaltung sprechen dem unter dem Präsidium S1*. Ehrw. des Herrn Oberrabbiner R. Akiba Schreiber שליט״ stehenden Kuratorium des Kotei Schomre HachomotU in Bratislava ihr vollstes und bestimmtestes Vertrauen aus und bringen ihr ganzes und entschiedenes Einverständnis mit allen Maßnahmen des Kuratoriums naclrdrücklichst zum Ausdruck. Desgleichen sichern die Rabbiner allen Bestrebnngen zur Verbesserung und Ausgestaltung des Kolel Schomre Hachomoth laut dem Wege und den Zielen, die ihm von seinen Gründern, dem ״Kisaw Sofer“ und Rabbi Meier Asch זי״ ע vorgezeiehnet wurden, sowohl betreffend die Ordnung und die Disziplin innerhalb des Kolel, als auch in bezng auf die Mehrung seiner Einkünfte zum Wohle und zum Gedeihen der Brüder im Heiligen Lande ihre tatkräftige Unterstützung zu.“ י __ . Sämtliche Rabbiner bekräftigten diese Kundgebung mit ihrer Unterschrift. Ueber die Tagung wurde folgender offizieller Berieht ausgegeben: Bratislava, 2. Juli 1930. Dienstag, den 1 und Mittwoch, den 2. Juli tagte in Bratislava die orthodoxe Landesrepräsentanz zur Beratung wichtiger Angelegenheilen der orthodox - jüdischen Konfession in der Slowakei. Tags zuvor versammelten sich die rabbini־־. sehen Mitglieder der Landesrepräsentanz zur Be- 14209