Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 24 (13.6.1930)
- Date
- 1930-06-13
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 24 Spendet für den der Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygasse 11 der M ä d c 11 c n - V o 1 k su n d H a u p ■t s c 11 u 1 c׳, von kunstgewerblichen Arbeiten, ein Buffet der Koch־ und Haushaltungschule und eine Vorführung von Modellen aus dem Damenschneideratelier der Arbeits־ gemeinschaft. Am Zustandekommen dieser Ausstellung, speziell der .Hatiptausstellung, die unter der Leitung der Vizepräsidentin des Heimes Frau Obermcd.־Rat Dr. Krüger steht, haben insbesondere das Jüdische Museum (Kustos Dr. Bronn er), das Museum für Volkskunde, Hofrat H a b e r 1 a n d t, das Bundesmobiliendepot (Sek־ tionsrat Reiter) und die Firma A. Gerngroß' A. G. regen Anteil genommen. Die Hauptausstellung, die erste dieser Art in Oesterreich, zeigt eine größere Anzahl von jüdischen Fcsttischen, die sowohl in religiöser, wie aber auch historischer und künstlerischer Hinsicht das Voll! kommenste auf diesem Gebiete darstellcn. Unter an־ derem werden zu sehen sein eine mittelalterliche Sab־ batsstubc, ein Salon aus der Kongreßzeit, eine Sedertafel, ein Purim tisch, aber auch eine Laubhütte und vieles andere. Nachrichten m Verlobung im Hause Rabbiner Josef Baumgarten. Dienstag, den 14. Siwan, abends fand im engen Verwandtenkreis die Verlobung des Frl. Helene Baumgarten mit Herrn Heinrich KoJilmann, dem ältesten Sohne der angesehenen Prefiburgcr Familie La zur Kohlmann statt. Frl. Helene Baumgarten, die in den letzten Jahren in der Frauen- und Müdchengruppc in Bratislava regelmäßig ThiJlim vortrug, erfreut sieh auch in Bratislava der höchsten Wertschätzung. Wir gratulieren herzlichst. Die Redaktion. Frauenkirchen. Am 2. Tag שביעות wurde die or־ dentliche Generalversammlung der Orts* und Jugend־ gruppe Agudas Jisroel unter reger Beteiligung der hie־ sigen Jugend abgehalten. Nach Erstattung des Jahres־ berichtes iiberbrachte Herr Nandor Lichter die Grüße der Wiener Jugendgruppe, worauf der neue Aus־ fi^Jschuß, bestehend aus den Herren Moritz Deutsch, Ob־ mann, Obmannstellvertrcter Aron Rechnitzer, Kassier Simon Fried, Schriftführer Alexander Oesterrcicher, ge־ wählt wurde. Rabbiner wähl in Papa. Sonntag, den 8. d. M., fand in Papa die Neuwahl des Oberrabbiners statt, aus der Herr Rabbiner Jakob FI a’berf e 1 d mit Stimmeneinhelligkeit hervorging. Herr Oberrabbiner Huberfeld, ein Schüler der Preßbiirger jeschiwnli, wirkte in den letzten Jahren an dem Bethause ״Montefiore“ in Wien und besitzt die Autorisation der Oberrabbiner von Preßburg, II. Mud und Waitzen. (Wir gratulieren herzlichst!) Thorafest ■in Paks. Aus Paks (Ungarn) berichtet inan uns:!Unsere Gemeinde war letzten א׳ דשביעלת □V der Schauplatz eines ■Festes, wie wir es seit 27 Jahren nicht mehr gefeiert haben. Der in vielen Kreisen hoch geschätzte, frühere Präses unserer Gemeinde, Herr Ignaz Rosenbaum, der auch au der allgemeinen Arbeit der Orthodoxie großen Anteil nimmt, feierte G. s. D. bei bester geistiger und körperlicher Gesundheit!seine goldene!Hochzeit mit seiner ebenbürtigen Gattin. Aus diesem!Anlässe ließ er ein ספר תורה schreiben, welches atu ersten Schowuostage iu Feierlieber Weise seiner •Bestimmung übergeben wurde. Die ganze Gemeinde nahm an der Freude lebhaften Anteil und beglück wünschte Herrn ■Rosenbaum zu diesem erfreulichen Erlebnis.!Bei der Eestanuhlzeit hielten Sc. Ehrw. Herr Oberrabbiner Simon Soffer und Herr Raab aus iDuuaföldvav schwungvolle Reden mit schönen דברי תורה in welchen sie die Verdienste des Jubilars um das Judentum anerkennend würdigten. Rabbi Perlmutter, der älteste Warschauer Rabbiner, gestorben. (J. T. A.) Am Donnerstag, den 5. Juni, verstarb in Warschau Rabbi Abraham Zwi Perlmutter im Alter von 96 Jahren. Er war das älteste Mitglied des Warschauer Rabbinats und genoß in ganz Polen hohes Ansehen. Er gehörte dem ersten polnischen Sejm als jiidischer Vertreter an. Rabbi Perlmutter war einer der Ersten, der zu der Fahne der Aguda trat.!Sie verdankt ihm viel. Rabbi Perlmutter ן״ל war der erste Präsident der Agudas horabbonim iu Polen. Sein weises Wort, seine vornehme Ruhe wirkten Großes. Rabbiner Meschulem Rath ausgewiesen״ (J. T. A.) Die Czernowitzer Polizeibehörde hat den hochangesehenen Rabbiner der großen jüdischen Ge־ meinde Suzcawa, Meschulem Rath, aus Rumänien. ausge־ wiesen, weil er polnischer Staatsbürger ist. Seinerzeit wurde ihm vom Kultusministerium die Autorisation er־ teilt, als Ausländer das Seelsorgeamt in Suczasva auszu־ üben. Die Landesverweisung von Rabbiner Rath hat unter der gesamten Judenschaft des Landes peinliches Aufsehen erregt. Man weiß, daß sich Rabbiner Rath nichts zu־ schulden kommen ließ, was gegen die Staatsinteressen verstößt; allerdings hat er sich mit der Art der Emen־ nung des Vertreters des jüdischen Kultus für die Stadt־ ' gemeinde Suczawa seitens der Regierungsbehörden nicht einverstanden erklärt. Senator Dr. Meyer Ebner hat in. dieser Angelegenheit bei den zuständigen Stellen in Bukarest interveniert. Die Fünftage-Arbeitswoehe als Mittel zur Behebung der Arbeitslosigkeit, ln einer Versammlung des U. O. Brith Abraham, die sich mit der Frage der Arbeilslosigkeit befaßte, erklärte William Green, einer der bedeutendsten Wirtschaftsfiihrer Amerikas, vor einem mehltausendköpfigen Publikum die Fünftage-Arbeitswoche als wirksamste Lösnngsform gegen die Arbeitslosigkeit und forderte deren allgemeine Einführung in Amerika. Neue Sprachschule vom Wiener Stadtschulrat konzessioniert. für die enzüsche und französlache Sorache für weibliche Personen Im ״Dr. Krüger-Heim‘‘ Wien. II., Malzgasse 7. Tel. A-48-0-77 (10 bis 12 Uhr und 3 bis 5 Uhr). Kurse iür Anfänger und Vorgeschrittene, an Nachmittagen und Abenden. Spezielte Kladerkurse. Erprobte, erstklassige Lehrerinnen. Billige Kursbeiträge. wammmmmammmmmmmmmmmmmmammmmmmmammm BMMflfinaflaflflMasMttMiaaiiMiaMBfliaBsaBtsagaviflmmLs, Tschechoslowakei Agudaversammluagen in Surany. i. Gründung der AgudasJisroeLFrauen• und Mädchengruppe. Eine Delegation der Agudas-Jisroel- F 1• a 11 e nu n;d -M ä d c h e n g r u p p e in Bratis 1 a y a unter Führung ihrer verehrten agilen Präsideutin Frau Schienger begab sich auif Einladung des Vorbereitungskomitees am 13. Siwan nach Surany, um die seit längerer Zeit vorbereitete Gründung der Agudas־ JisrocI-'Frauen- und -!Mädahengruppe endgültig durchzuführen. Die allgemein anerkannte erfolgreiche Arbeit!der Bereits!bestehenden Aguda-Gruppen für Frauen und Mädchen in Bratislava, Nitra, Piestany, Nove Zamkv, Komarno und anderen Gemeinden für die Erstarkung und steigende Entwicklung der Thoratreue veranlaßt immer weitere Kreise, sich für den Gedanken des ziclibewußten Zusammenschlusses der orthodoxen Frauen und Mädchen einzusetzen. Es bedarf in den meisten wirklich orthodoxen Gemeinden der Slowakei auf Grund der bisherigen Erfahrungen nur noch einer geringen Ermutigung von seiten der religiösen Führer und eines Quentchens Verantwortlichkeitsgefühls für das jüdisohe Schicksal der kommenden Generation, um die orthodoxen Frauen und Mädchen von der Wichtigkeit dieser Bewegung zu überzeugen und sie des ganz offenkundigen Segens teilhaftig werden zu lassen, der von ihr niisgeht. Den Kennern der Verlhältni&se ist es längst kein Geheimnis mehr, daß in zahlreichen Gemeinden der Slowakei und namentlich der O s t!s 1 o,wak ei der Niedergang des ׳Judentums nur deshalb so 1־ankl fortschreitet, weil kein Mensch da ist, der den Mut au!fbrächte, das Uebel bei der Wurzel anzupacken und aus Haus u nid Familie den Geist der Fäulnis ii usy.iti 1׳ o t t e n. Das kana nur geschehen, wenn den jüdischen Müttern, in deren Hand heute mehr als jemals die Erziehung der Jugend liegt, der Weg gezeigt wird, den sie zu gehen haben, wenn ■sie nicht den letzten Rest wahrer jüdischer Gesinnung bei ihren Kindem unaufhaltsam zugrunderichten wollen. Die Aguda in der Slowakei hat ihre orthodoxe Frauenbewegung aus dieser Erkenntnis heraus eingeleitet und im Zusummensdliluß und in der gegenseitigen Beeinflussung der Gleichgewillten und Gleichgesinnten, ebenso beim weiblichen Geschlecht wie bei den Männern, das Mittel gefunden, das dem Judentum über die Not der Zeit hinwegzuhelfen vermag. Wo auf den Ruf der A'guda mit klarem Sinn und gerader Konsequenz gehört wird, ist die heilsame Wirkung dieser positiv orthodoxen Frauenarbeit iu wenigen Jailiren schon auffallend erkennbar. Wo man aber immer noch zaudert und schwankt und aus innerer Erschlaffung, aus Unsicher- 11 eit oder Kurzsichtigkeit sich immer noch mit allerlei Friedensschalmeien über die wahre Lage hinwegtröstet und sich einbildet, auch ahne ausdrückliches Bekenntriis zu einem geradlinigen orthodoxen Arlbeitsprogramm, wie es die גדולי התורה והיראה unserer Zeit für die Agudas Jisroel festgelegt haben, die Schwierigkeiten meistern zu können, da braucht man nur einen Blick in die Seele der jüdischen Frauen und Mädchen zu tun, um den tiefen Abgrund zu sehen, dem ein Großteil der f 0 rmell und s t e u e r a m t Ei ch noch zur Orthodoxie gehörigen Kreise ohne Hemmnis zuschreitet. Da nützen auch Zwischenstufen und Teilzugestämdnisse an die Wahrheit — etwa nach dem Muster der verschwommenen Kosicer Frauen- und Mädohenveranstaltungen oder der jetzt in manchen orthodoxen Gemeinden der Provinz propagierten,!den großen Problemen 1״klug“ ausweichenden, Programm-, ziel- und gesinnungslosen ״n e 111 r a 1 e n“ Frauen- und Mädchenvereine — nicht sehr viel. Auf halbem Wege steckenbledben, ist immer Schwäche, wenn nicht Schlimmeres: Unaufrichtigk'eit. Unsere Zeit verträgt aber gerade Schwäche am wenigsten und fühlt jede Unaufrichtigkeit mit feinem- Instinkt heraus. Die orthodoxe Frauenbewegung der Agudas Jisroel in der Slowakei weist ihren Anhängerinnen eine klare Richtung. Sie verlangt offenes Bekenntnis zum gernnnungsgemäßen und praktischen orthodoxen Judentum mit allen seinen Konsequenzen und lehnt jede Halbheit und Umwaihnhaftigkeit ab. Das verschafft ihren Unternehmungen Schwung und sichert ihrer Tätigkeit den Erfolg. Als ein neuer Ring in ihrer sich stetig erweiternden organisatorischen Kette. um die orthodoxe Frauenwelt in der Slowakei ist auch die Gründung der Surany er Frauemiguda zu betrachten, deren Zustandekommen in der Hauptsache der Aneiferung durch Se. Khmv. Herrn Oberrabbiner Frey zu danken ist. Die Preßburger Damen wurden bei ihrer Ankunft im Bahnhof von einem Empfangskomitee auf das herzliebste begrüßt und in clas Haus des Herrn Oberrabbiners geleitet, wo sie auf das freundlichste bewirtet Lebensversicherungs - Gesellschaft lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Gegründet 1882 Gegründet 1882 VüßldmgsMad Ende Hai 1929 2000 Milli« Shilling Caianliemiitel (ade 1020 . 238 Hillloaen Stbilllng Prämienand 2insenelnaahmen im Jahre 1928 . 97V2 UillianeQ Shilling Tätigkeitsfeld der Gesellschaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten wurden. Nach einer eingehenden Beratung im engeren Kreise fand dann eine gut besuchte Versammlung der orthodoxen Frauen und Mädchen statt. Als erste ergriff Fra« Oberrabbiner Frey das Wort. Sie begrüßte die auswärtigen Damen und konstatierte zu ihrer Freude, daß der Aguda-Gedauke auch bei den Surany er Frauen guten Boden gefunden hat. Die Präsklentin der Preßburger Frauen-Aguda, Frau S e 11 l e ng e r, dankte für den schönen Empfang und legte in einer eindrucksvollen Ansprache Programm und Arbeitsweise der Frauen- und Mädchen■״ nippen dar. Ihr folgte Frau Rabbiner Fried mann mit einer vod starken religiösen Impulsen bewegten Rede über die Pflichten der jüdischen Frauenwelt in unserer Gegenwart. Den zahlreich erschienenen jungen Mädchen zu Herzen sprach Fräulein Rozsi Koihlunann in ihrem ausgezeichneten Referat über den Anteil der heutigen orthodoxen Mädchen an der Erstarkung des religiösen Judentums. Sie öffnete mit ihren Ausführungen den Suranyer jüdischen Mädchen den Blick in eine Welt, jüdischer ■Freude und Schönheit und regte sie zu einer Tätigkeit an, die auch hier Erfolg verheißt. Die Vorträge ernteten begeistcrungsvollen Beifall und fauden ungeteilte Zustimmung. Frau Pas chk.u sz brachte den Dank der Versammlung an die Gäste zum Ansdruck und konstatierte die einstimmige Gründung der Suranyer Frauen- und Mädchengruppe. Zum Schlosse wunde clie Wahl der aus Frauen und Mädchen besteheniden Giuippenleitung vor,genommenen und das weitere Arbeitsprogramm besprochen. Nach Besichtigung der Suranyer jüdischen Institutionen verweilten die Damen bis zum Abgang des Zuges im gastlichen Rabbinerihause. Bei der Abreise fand sich eine große Anzahl von Damen im Bahnhofe ein, um die Bande gesinnungsgenössischer Freundschaft, die mif der Gründüng der Suranyer Frauen-Agwdn geknüpft wurden, innig zu pflegen. 2. Inaugurierung der Agudas-Jisroel-Jiigendgruppe. Zur gleichen Zeit fand im großen Beth Uamidrasch eine Versammlung des vor kurzem in eine Agudas- J i s r o e 1 - J u g e « d g r u p p e umgewanclelten Tiferes- Bachurim-Vereines statt. Die orthodoxe Jugend, insibesonldere die 160 Schüler zählende Jesohiwa, war vollzäh Hg erschienen. Zu ihnen gesellte sich ein Kreis alter Agudafreun'de von den Balebntim. Präses der Jugendgruppe, Herr Geza Wo 1111er, begrüßte die Ensch ienenen und gab die Entschlossenheit der nunmehr auf Anregung Sr. Eluiw. des Herrn Olberrabibiner« Frey an die Aguda amgesthlosseuen Suranyer orthodoxen Jugend kund, sich eifrig in der Aguda zu ׳betätigen. Hierauf hielt Herr I. I. Braun aus Bratislava einen Vortrag über die Aufgaben der orthodoxen Jugendliehen als.,bewußte Glieder des thoratreuen Klal Jisroel. Seine Rede fand allgemeinen Beifall. Herr La.zar Gr ü n- Wald sagte hierauf iu einer ,gedankenreichen Ansprache dem Redner Dank und forcierte die Jugcncl auf, clie Arbeit für das orthodoxe Judentum im Sinne der Agudas Jisroel mit ׳unablässiger Energie fortzusefczen, damit durch ihren Eifer auch die ״Alten“ sich zu zielbewußter Tätigkeit aufraffen. Zum Schlüsse richtete Se. Ehrw. Herr 01b e 1־ r abb i n e,r Fr ey einige warme Worte an die versammelte Jugend mit guten Wünschen für eine fruahtbnre Tätigkeit. _ Rabbi Salomon Paschkusz זצ״ל. Das gesamte Judentum in der Slowakei und über seine Grenzen hinaus hat einen furchtba.ren Verlust zu verzeichnen. Einer seiner besten und hoffnungsreichsten Söhne ist plötzlich aus seinen Reihen geschwuniden, eine im schönsten Aufblühen begriffene herrliche Pflanze ist geknickt worden. Rabbi S a l omon Pa s c;11 k 11 s x זצ״ל iu Dunajska Strcda,. der würdige, aufstrebende Sproß einer ■hochaugcsehenen Familie, die seit vielen Generationen an der Spitze alles jüdischen Wollens und Schaffens für חורה und מצות hervorragt, die in der herrlichsten Weise חורה וגדולה in sich vereinigt und zur Entfaltung bringt, ist unerwartet, bei seinen Schwiegereltern in Zeuta zu Besuch weilend, in seinem 33. Lebensjahre einer Lumgenentzündung zum Opfer gefallen. Die Nachricht ist so erschlitternd, daß einen der tiefste Schmerz erfaßt bei dem Gedanken, was dieser ausgezeichnete Mann für das Judentum noch hat leisten w olle 11 und hätte leisten können, wenn ihn die Abberufung in die G-ttesnühe nicht schon jetzt ereilt hätte. Ein מ1פלג n׳T)vo״ ungewohnlicher Begabung, ein gründlicher Kenner aller jüdischen Beziehungen, ein warmer, von starkem Tatendunst erfüllter Thorajucle, dessen ganzes Sinnen und Trachten auf Hebung und Höherentwickhing der jüdisehen geistigen und materiellen Kräfte gerichtet war, ein guter Mensch, ■dem jüdische Not und jüdischer Niedergang welie tat, stand נס• trotz seiner Jugend mitten in jeder Bewegung, clie thoratreues Judentum zum Ziele, hatte. Persönliche Bescheidenheit und der innere Drang nach Vervollkommnung in יראתה il■ מחתטיבית hinderten ihn, hervorzutreten, wo große Taten erforderlich waren, gebieterische Zeiterfordernisse ließen aber seiner emplänglichen Seele keine Ruhe, bis nicht die Wege zum Ziele gebahnt waren. So ward er denn zum bewegenden Inspirator und Fürsprecher jener Beratungen, die in den letzten Jahren durch eine Macilisike-Haclas-Vereinigung die trügigewordenen Geister in clie Tätigkeitsrichtung der Agudas Jisroel zu lenken beabsichtigten. Er fühlte sich als verpflichteter Fahnenträger alles wahrhaft Jüdischen, clas in den Traditionen seiner Familie gepflegt wurde, und stellte seinen glühenden Jugend- Kiivb :itt&iejüöisclje Schule t>oCks ^1.V3auph(AuAfür finalen, 4utd IHäddw, mäOße/il&fihdbredt u. fflatzgasse. <6_ »_