Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 14 (4.4.1930)
- Date
- 1930-04-04
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2629891-2630341-2630355--3594-2635614- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- hazzan 1× ep/1004827
OCR text
Seite: 4 Todesfall. Dcinvexstatg dien 27. Mainz wurde der Sentardfieflikir Firmä ^ebxüdet :'׳•Putikes, WfwfiK.;XVWU'.tMftf' X., H׳e׳rr Alcis Diit.k eis. (Fa.^ns'On!xcrak de's 2. Bezirkes, •imiper ni'esfiig'er 113 c t ciuiiii 11 ni.tr!>.׳11׳ Gr albe Ketira-sen. ,A1u׳f 'dem . Rrijed־ tof. w?dmetc ,<!bm Versdxj.'bc.nen Herr Ralbtener Selie/nk vom׳ ßcdiaius־ -der Tatkiviid-Tilrora einenי• crgireiifetxten Machruf. .. Grolhvaxdein. Ami 27. A:dar wiurde der GiaibMein .fiir JBrasu J'uidiulv iHeutee^ u״JJ . die .,Wi'teve des Oberraihibiners von Bonvhad Kabb. Elicscr Chaim 1 )cettschS"? . auf־ <gle®tc׳l;!1f. T׳rc׳t>z ■des rcginicrlisahien Werners waren viele a.u- ■geisetem.' äG׳c1n1trM.ld1ein:1!-HslM!eW-c>r icftedikinicn. De'r Stflwi der Vens'tarfcencn. Olbcmtiblbincr. ‘Moses J>eu׳tsd1 ׳aus Suibot'ifoa׳. Obermbäriitnor Benjamin .!Fiicte (Groß w,aridem) «usiv'J Rab- Ibincr ׳Sclhwarz 1sc|:0!1d!c׳nlcn 'di:e igiraßdn •Verdijen-slie ׳der' edlen .Fr1a.11. Abaiujs/.anto. Am 25. iMüv'z wunde der nieuigewülrlte Ü'beinrabbiiner Junö I) c 11 <t s eilt. ihi.Vhor OlborraiHlwuer von Basiziio, i;1:lsl׳a!!'l'i׳01׳t. Hie ,A•n:»i1s־c«a1 lifiüh>1 tu 11*.vr fand m.iWer (großer Teilnahme der Bevölkerung• statt, die mit Recht erwartet, daß Herr Olb־er׳rathlvir.1e׳r Ikttttsdli. dem s-chon von seiner Ö>:1S!lverlK׳־e1:׳ Wvrksv1:1;ikeit clin «.1110!־ ‘Rm-f voraus geht. «1v sd'.׳n-er 41:011 cn StcImlmii.c: den!für sei!ne Persönili.dh'kei't paissenden! 1Ra׳hn!en gnii'nUikm habe• Das Schiichtverbot in Baden abgelehnt.'(J. T. A.) Der iRecbltspfl1cK.ciausis׳el1:ul.l des ba'dksdum La.nlditawes halt - wie tdcitn ״Israelii'tiscllen ,FsiinilMenlbkut׳“ iniitgetciil't ■\dird — den (tiutii'oinaü'scizüalliis'tiiisohen Ainlridg a!ulf V'er'bot ideis Sohäeh1ten.s ׳der Scihil'adhiUiexe imiif dien Stmwoen de׳s Zentrums, der So- ,z.i!a!1cl!e1n10>kraten und der De;m!dk׳ra׳t׳cn •gegen die Slitnvmeoi der ׳An1f1ra1gstc;M׳er nidd ■d-cir (Baaiiermpartei Ibei Stinmienentllnailtiiiuig der!Demtsehen Volikspartiai laibigek'llfnt.!Her•:Jliterslt,a׳t1tie׳r des 1A'u׳s1.S1e,i1!t11S1scs w1:vr .Aibigeonditeter KüImi (Zentruiin). :B'Cigriimder .des Ammges ,wlar der ׳Nati.ionailiscizilalist K,ra#'t.!111 der s1e!h־r ׳leHibiaften ,AuiSfSiprac'lic bradhitten die Vert'retor der Sozialdemokratie!und des iZentrudns •zum Ausdriticik. daß ihre ׳Fnalktiionen >,'n •denn Aiiitria.g anltiseiniitiische Tendenzen innd .Besdlvr'iiiii'kimig der redögiösen Breite׳!׳!׳erldidken. IDlic 1Maiaüiinigeii;danilber, ab ׳das Schächten Tieriiuälienci se!i, gingen uuiltcr (den •Sadliiversitünldiigen amsc|;11־ ander. Aaic'h dile de'ii'tsohe Milli!täriverwaJliimig habe vor •dieini Krieg fiir die 1He.r׳sto!Y.11n1g dci:־ iKamservien d!a,s.'Schächten dler T.i'ere geiiordent. AVic a’uu B.aiyreiiitlh• ׳n!1:1;׳get׳e11׳M v\>i rd, werden dort n!adh wie vor 11111־ SehiV.iclitllioif fiir Idien e.iniziigen!an 11 Bliat.z ansässigen jiid'iseihen!Mcitr/ger ,Sebächrii'iigein ■vorige- ,noiininuMi. l>as Seiiläc.h'tiverbat das Stadt,rate® wurde ivou d׳e׳r iRcgiarmiiig ׳al׳s im Widlerspruch >1a den Laude■sge.set1z.cn sltelhicmd111 ׳,'eint bos.1tät'ig't n-nld triiit't isunvit uicht ׳in Wirksiaimlkciit. Telephon 173 Telephon 173 1600 Meter Seehöhe Kur Hotel Bristol Fließendes Warm- und Kaltwasser / Zentralheizung / Thermalbäder im Hause. / Bekannt erstklassige Küche. MB noch übrig geblieben wäre, Hat der Krieg zerstört und so hat das Methans schon lange keinen -Rabbiner p.jelir undwird in der Regel nur von Batlonini und Trauern־ den ׳■besucht. Da sitzen nun in den Bänken ein paar alte Männer ■oder•, stehen um den Almenior herum, lind ־während ich die infolge ihres Alters sehenswerten Stickereien und die Glasmalereien an (len Fenstern betrachte, schickt sich der Chasan an, das Minchagebet fiir den Vorabend des Neumondtages Jtfip יו״ ב z״ verrichten. Und da erlebte ich Emotionen, wie sic• in unseren gefühlsarmen Zeiten mir selten zu linden sind. Unvergeßlich!)leibt mir das' Schluchzen in der Stimme und die reuige Zerknir־ schling, mit der dieser Mann die Schlußsätze des großen Sündenbekenntnisses •sprach: •״Herr der Welt, wenn nicht unsere Sünden mul Fehler vorhanden .wären, müßten• wir nicht so beschämt und vernichtet dastehen , . Beim Verlassen des Bethauses konnte ich mich eines bitteren Gefühls von Wehmut darüber nicht er־ wehren, daß ein solches Schatzkästchen wahrhaft reli־ giöser Werte im Zentrum Wiens mehr an der Peripherie des jüdische״ Lehens' steht,, als wäre es an den äußersten Grenzen der Stadt gelegen.;Zu allem. Ueberfluß befinden sich knapp neben den bemalten Fenstern dieses kleinen Heiligtums die Fenster eiuei• anriiphigen Spelunke. Aber das aus der tiefstem Erniedrigung und \ ßeärärtgni'j. in Reinheit und Lauterkeit hier emporsteigende Gebet eines solchen Scheliach Zibur ohne rechtes Zibur hat mich gelehrt, daß wir unser Zentrumin ganz, anderen Sphären zu suchen haben und daß aus diesem• umierstör־ baren Mittelpunkt Kraft und Geist in atlP'PüftktP 1der Peripherie unseres Lehens. .•str$tpt.-"swir uns nur immer unverrückt diesem MittelpiLn.ktglicuvwjeßd.'iiu... JÜDISCHE PRESSE; - II., TtaM 39 XD., Mnisti. 39! XVII., Kalvarienbergs. 34 Sachsel-Hüte elegant schön __billig! Amtliche Verlautbarungen der Isr. Kultusgemeinde Wien. Kinulnitncliung. /.. 2242 e\ 1950. VV i c 11. 27. März 195(). Der Vorstand dor israclifisclic'ii Kiiltusgemeinde lint in Gemäßheit der §§ 91 imd 16 des Kiilfiisgemeinde- Statuts die Voranschläge der I׳! i 11 11 a 11 111 e 11 u 11 d A 11 sg a b e n d er Kult u s g e m e i 11 d e sowie sämtlicher unter der Verwaltung• der Kultusgemeinde stehenden Bonds und Anstalten fiir das Verwaltmigsjalir 1930 in allen Einnahmen- und Aiisgabeposten geprüft und festgestclll. Gemäß $ 91 des Statuts liegt die *sei• Voranschlag durch 14 Tage, vom Tage der Kundmachung gerechnet, zur Einsichtnahme dev Gcincindeinilgiiedci• in der Amts- | direktion, 1״ Seitenstcttengassc 4, 111. Slock. auf. | Die Gemcindernitglieder sind berechtigt, innerhalb dieser Erist l'jri 11 ner 11 ngcii bezüglich des Voranschlages bei dem Kultusvorstaude schriftlich zu iibi'm'iclieu. welcher dieselben in Erwägung zu ziehen hat. Diese Kundmachung wurde iiiitcr rinem iin 111111■ liehen Teile der ,.Wiener Zeitung■‘■ verluutbarl, Der Vorstand der israelitischen Kiiltusgemeinde Wien. israelitischer J ugendgottcsdienst. Am Samstag, den 5. April d. j., um 5 Uhr naelun.. findet der Jugendgottesdienst fiir die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Mezirkssynagogen statt. * Amtliche Verlautbarung der statistischen Daten hetre.l'l'eml das Jahr 1929. — Gehurten. Todesfälle. Aus- (ritte usw. Zugleich mit dem Rechnungsabschlüsse fiir das X’envaltungsjalir 1929 liegen ‘dem Vorstände der Israelitischen Kultusgemeinde die statistischen Nachweis״ngen der einzelnen - Aemler und Abteilungen für' das Jahr 1929 vor. Aus der Nachweisung des Matrikcmimtes ist ersichtlich, daß im Jahr 1929 450 männliche und 445 weihliehe, zusammen 895 .Personen ihren Austritt aus der israelitischen Religion bei den magistratischen Bezirksümtern vollzogen haben. Davon waren 525 ledigen Sinndes. Die größte Zahl der Austritte weist die Altersgruppe zwischen 30 und 40 Jahren auf. Der E i n t r i t 1 in die israelitische Religionsgesellselmft; bezw. der B ii c ktritt hat in 305 Fällen stattgofunden. Davon betrafen 1 f 1 männliche und 194 weibliche Personen. Die Höchstzahl — 96 — weist die Altersgruppe vom 24. bis zum 30. Lebensjahre auf. Die Zahl der T o d c s f ä 1J e hat 2638 betragen, davon 1293 Männer, J24I Frauen, 61 Knaben und 41 Miicldien. Die Uochstzahl der Todesfälle entfällt auf Herzkrankheiteu mit 487, dann folgen die Erkrankungen des Blutes und seiner Bahnen mit 412 und Erkrankungen Briefe aus Palästina. Der Mensch des Altertums konnte ganze Literatur־ werke von Geschlecht zu Geschlecht wortwörtlich weitergeben. Auch unser Judentum erhielt sich so. Die ״schriftliche Thora“ stellt die am Sinai offenbarte Ver־ Fassung des jüdischen Volkes dar und ist Basis sowie Rahmen des großen Gesetzeswerkes, das in seiner Aus־ fiihrung für die Praxis des Lebens von Moses gelehrt wurde. Diese ,,mündliche Thora“, die Rabbi Jehucla ha־ Nassi um das Jahr 200 d. übl. Zeitrechnung schriftlich fixierte, und die als ״Mischna“ den Unterbau für die ״Ge־ mara“ bildet, wurde also während eines Zeitraumes von mehr als 1500 Jahren mündlich tradiert! Wie war das möglich? Der damalige Mensch nahm in seinem ganzen [.eben nicht so viele Eindrücke in sich auf wie der heutige Mensch au einem einzigen Tage und war über־ dies physisch und psychologisch noch unverbraucht. Seine Sprache und seine Rede atmeten Ruhe. Seitdem ist aber von Jahrhundert, zu Jahrhundert . das Tempo des menschlichen Lebensrhythmus schneller und schneller geworden. Aber auch diese Entwicklung war ein Schneckengang gegenüber der sich überstürzen# den, lawinenartigen Gestaltung, die erst vor wenigen Jahrzehnten eingesetzt hat. Fortgesetzt stürmt eine solche; Uebe'rfülle auf die Sinne ein, daß der Durchschnitts־ niensch nicht mehr zur inneren Samm.lung kpiumt;' Der heutige Mensch kann nicht mehr sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen wie; der früh'trg ,;Mphsch. Die Dchk'kraft ist wohl den Sinnen weit überlegen, wenn sie auch nicht’ unabhängig von!ihnen'•ist;• •aber der vöii ihr׳ ׳ heute zu verarbeitende;Stoff, ,i,st qgantitatiy sep nugehguer großt daß dementsprechend die qualitative Tiefe leiden muß.’ Noch in, den Tagen;>ut)seEer;.Gypßvät.er : .gab' :es Menschen, die das Wissen ihrer Zeit beherrschten. Jetzt aber ist jeder einzelne Wissenszweig so umfangreich ge־ worden, daß selbst der Fachmann froh ist, wenn er einer der ■ zahlreichen Unterabteilungen sein Spezialstudium widmen kann. : Die Menschheit ist eine Periode der gewaltigsten Nr. 14 der Atmungsorgane mit 372 Fällen. Die Zahl der Selbstmorde hat :78 betragen. Die* ftööltstzähi. dery T.tgd e s f i\ 11 e nach dem Alter ,ergibt,;. .sich mit 603 Fä.llen in. - der Gruppe zwischen dem 70. und 80. Lebensjahr(‘, ln 223 Fällen wurde ein Alter zwischen 60 und 90 und in 52 Fällen, ein solches zwischen 90 und 100 Jahren erreicht. Die .Anzahl der G e b 11 r t e » hat 1544 betragen, davon 670 männlich. 674 weiblich. Dnnmtcr sind 24 männlich(' und 18 weibliche Totgeburten verzeichnet. Insge.snnit wurden im Jahre 1920 im Wirklingsbereiche der Israelitischen Kultusgemeinde Wien 1246 '1'r a 11 11 11 g (‘11 vollzogen. Davon entfallen 698 auf die Gemeinilebelliäuser und 348 auf jene Vereinsbetluiuser, in welchen ein Gemeindernbbiner seinen Amtssitz hat. Bet sitze: 111 den Gemeimlctempeln mul in den von der Kiiltiisgemeindc veranstalteten temporären Bethäusern standen insgesamt 10.065 Betsitze zur Verfügung. Davon blieben unverkauft im Stadltempel 18, im Leopnidstiidter Tempel 22. im 1• iinfhaiisei• Gemeindeteinpcl 5, im Ottakringer Gemeindetempel 5. im Wüliringer Gemeindetempel I. im Gemeindetempel des XXL Bez. 4. Rituell(‘ S ■hl a c 11 I 11 11 ge 11: 1111 Jahre 1929 wurden im Schlachthaus St. Marx 16.700 Stück Großviel! geschlachtet, wovon 5245 Stück als t r e f e befuuden wurden, feiner 12.697 Stück Kleinvieh und weitere 4772 auswärts gesehächlcte rituell beseluiut. Schließlich sind 103 Schale zur Schlachtung gelangt. Im Geflügelsehäcbllokale der Israelitischen Kiiltusgemeinde wurden 54.685 Hühner mul 335 Gänse geschlachtet. Riluelles Bad: Das rituelle Bad der Israelitischen Kullusgemeimle wurde im Jahre 1929 von 50.735 Personen besucht, davon 57.527 Müimev und 13.5t8 Finnen. L’ncnlgeltlicli wurden 10.248 Bäder verabfolgt. Tni u 11 11״s(i1\(‘ 11: Von den 6K9 in Gemeind(‘- tempelii vollzogenen Trauungen wurden 131 tax- und gebiihre 11 frei vollzogen. E 11 e s c 11 e i d u 11 g e 11: Im Jahre!929 wurden im Rnbbiuate 328 Ehescheidungen vollzogen, davon 64 ohne Entrichtung irgend cinei• .Gebiihr. B e e 1• d i g 11 11 g s t a x e u: Von 2562 im Jahre 1929 (Lebensversicliernnps - Gesellschaft ( © Q Gegründet 1882 Gegründet 1882 | ll!lllll!n1ll[||lllllllflllll!llll!![ltltllltll!IIIIIINIIIIIIIIIIII I Vemüietunesdestand Ende Hai 1929 2080 Ulillitm Schilling j I Gntiemitiel Ende 1928 . 238 Millionen Schilling I i Prämienand Zinseneinnahmen E i im Jahre 1928 .. 92'/־ Millionen Schilling ( | Tätigkeitsfeld der Gesellschaft: f 1 Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische 1 | Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, | | Italien,Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechen- | 1 land, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten 1 die so schwierig und kritisch gewordenen Probleme für die Erhaltung der Judenheil verankert. Sicherlich müssen die um die Zukunft des Judentums sich Sorgenden1 ganz neue Wege einschlagen, denn mit den Methoden der Judengasse, läßt sich heute so wenig ,anfangen wie mit der ,Postkutsche als Verkehrsmittel; beide waren, ein־ mal, wenn es auch noch nicht lange 11er ist. Wer Ge־ schichten der Judengässe liest, fühlt den Hauch einer entschwundenen Zeit. All das muß auch, in den Beziehungen der Dia־ spora zu Palästina seine Berücksichtigung finden. Palä־ stina liegt seit dem englischen Mandat nicht mehr ab־ seits des Weltverkehrs, sondern inmitten. Die Aufgaben der Orthodoxie für Palästina be־ rühren einzig und allein das geistige Gebiet. Wirtschaft־ liehe Fragen sind für sie gegenstandslos. Die Sabbathut ist in Palästina wirtschaftlich nicht gefährdet, wie (lies in den Diasporaländeru der Fall ist. Auch die Aufwen־ ,düng von Organisation* und-Geldkraft für Kolonisations־ zWeckc ist überflüssig, Die Orthodoxie muß sich hier ganz allein der Pflicht widmen,' die Seelen zu erobern. Der Brennpunkt aller Fragen ist natürlich für die Orthodoxie die Erziehung dei־ Jugend. Ist die Jugend ge־ Wonnen, dann ist die Zukunft gewonnen. Die Erwachse־ nen sind •bereits Gewordene und lassen sich nicht mehr umstellen, P T Solj die 'Jugend j;naciv liisherig^r Metho iik erzogen . werden? Alle Ecbensbedineungcn haben sicli doch ge» ändert! . Man kann unsere •Kinder!־ nicht ׳hindern, ׳ das Stürmen und Brausen in der .heutigen Menschheit zu ׳ seilen.‘ Die entscheidende ' Frage für ihre- Erhaltung in . den Wegqij ■der Väter äst; die, wie..v!nau.:dic Jugend gegen die Einflüsse• des: wah’nwitzigdn, die .seelische ‘Vertiefungqnd d-ie׳ Selbstbesinnung :•hindernden •Tempos der Zeit un־ empfindlich macht. Judentum verlangt die Ruhe . der-':;. Selbstbesinnung, der ständigen Besinnung auf die G־tG: lichkeit der iimnscjdiyhen Erziehung! Bisher hat ‘'auch1 vi|1־ Palästina in den : letzten Jahr־ zehnten unter d4j$£f;8?pfljiß; der gewaltigen' Veränderungs# . Periode der Gegenwart die Orthodoxie ständig einen. - t