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Jüdische Presse · 1930-02-21 · 8 (21.2.1930) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
8 (21.2.1930)
Date
1930-02-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 8 JÜDISCHE PRESSE Seite 5 Vei’sicherutigen jeder AR dtlrcfe die Agitda. Infolge eines Veit in,eres, den die Agnclas Jisroel- WHioiganisatiou und nunmehr auch die Ldndeso r g.a ״ i s a t i o n d o 1• A g ü d a s J i s 1־ o 0 l in der. Slowakei mit der altbekannten V c r s i c 11 e r u h g sü e < e I 1 s e 11 a f t ״I’ 11 ö u i x“ abgeschlossen hat, erhält jeder Jude die Möglichkeit. Lebeiis- und Sachschaden- Versicherungen jeder Art unter günstigen Vorzugsbcdingungen mit dieser Gesellschaft abzusehließen und dabei — ohne die geringste direkte Leistung־ seinerseits — gemeinnützigen jüdischen Zwecken beträchtliche Vorteile zu sichern. Man welule sidi daher, bevor man irgend welchen Versicherungsvertrag abschließt, in der Slowakei und IVidkarpatska Uns a.11 :die A g u das" J i s r o e 1 - Z e n- 11־ a I c (V c r s i c h e r u 11 g s a b t e i t u 11 g) in Brat is l a v a. T u r 11 e r g a s s e (4-16. Postfach 140, oder an die Orts-Jugendgruppen und Vertrauensmänner der Aguda in den einzelnen Orten, bezw. an deren Vertreter, sofern sie eine Legitimation der Versidierungsabteihmg der Aguda vorweisen. Vertrauenswürdigen und gewandten Personen in allen Orten der Slowakei lind Pöclkarpatska Rus wird Gelegenheit geboten, durch Beschäftigung mit Werbetätigkeit Nebenverdienst, bezw׳. dauernden Erwerb zu linde». Juden verlassen Jaffa. (J. T. A.) Die nach den U11ruhen unter der Judensdiaft von Jaffa entstandene Bewegung zur Abwanderung nach der jüdischen Stadt Tel-Awiw hält an. In den letzten 14 Tagen haben weitere 15 jüdische Ladeninhaber Jaffas die. Uebersiedlung nach Tel-Awiw vollzogen. Als Ergebnis dieser jüdisdten Abwanderung aus Jaffa wird eine Wiederbelebung cler Bautätigkeit in Tel-Awiw und eine weitere beträditlidie Ausdehnung der Stadt erwartet. Die Ziegel- und Sdiieferplattenfabrik der Palestine Silicate Company in Tel- Awiw ward in den nächsten Tagen wieder eröffnet. Tel- Awiw wurde bekanntlich vor 21 Jahren von etwa 100 Jaffuer Juden gegründet, die Jaffa verlassen haben, um eine jüdische Stadt zu gründen. Grünbaum nidit mehr Präsident des Jüdisdien Klubs in Polen.!(J. T. A.) In der Sitzung des Jüdischen Parlamentsklubs stellte cier Präsident des Klubs Abgeordnete!׳ J. Grünbaum den Antrag, der Regierung das Mißtrauen des Jüdischen Klubs ,wegen •ihrer antijüdischon Wirtsdiaftspolitik cladiirdi auszudrticken, daß der Klub im Sejm {;csdilossen gegen das Budget stimmt. Die Mehrheit des Klubs nahm aber einen anderen Antrag an, der ■lautet, daß sich der Klub bei der Abstimmung des Budgets dei־ Stimme enthält; daraufhin erklärte Griinbaum, daß er die Würde eines Präsidenten des Klubs nieclerlegt. . Gedenksteinweihe an den Gräbern cler Hebron- Opfer. (J. T. A.) 60 jüdische Einwohner von Hebron, dessen gesamte jüdische Bevölkerung nach den August- Massakers nach Jerusalem floh, besuchten ara 11. Fe-: b1־uar Hebron, um die Gedenksteine (Ma/ewoth) über den Gräbern cler während der Massakers getöteten Juden einzuweihen und um die in den jüdisdien Hausern zurückgebliebenen Kleider und andere blutbefleckte Gegenstände zu begraben. Seit den Massakers beherbergte Hebron, die Stadt, in dev seit dem Altertum immer jüdisdie Gemeinden bestanden haben, nur 15 jüdische Arbeiter, die mit der Herstellung der zahlreichen Grabsteine für die jüdisdien Opfer beschäftigt waren, und einen jüdisdien Polizisten, der diesen Arbeitern zur Sicherheit beigegeben worden war. Dem zuriidckeliren- -den jüdisdien Einwohnern wurde nicht erlaubt, die Höhle Madipelah zu besuchen, in der sidi laut der Bibel die Gräber der Erzväter und Erzmütter befinden, weil dev Polizeinspektor Lamont einen Angriff der Araber auf die die Höhle besuchenden Juden befürchtete. Araber aus Hebron haben sidi in den Besitz der von den Juden verlassenen Böden gesetzt, die sie kultivieren, wobei sie behaupten, daß sie nun durch Gebrauch Rechte auf diese Boden erworben haben. Amtliche Verlautbarungen der israel. Kultusgemeinde in Wien Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag den 22. Februar 1950 findet um 5 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde-, und Bezirkssynagogen statt. Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag den 2i. Februar 1930 werden bei dem um 5 Uhr 30 Minuten beginnenden Abendgottesdienste in iiachbenamiteu Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und'zwar: 11., Tempelgasse 5 (Rabbiner Dr. M. Grunwald); Y., Siebenbrunnengasse la (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer); VI., Sehmalzhofgasse 5 (Rabbiner Dr. J. Drobinskv); VIII., Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. 1M. Bauer); XV., Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. 1. Taglicht); XVI.. Hitbergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach). Samstag den 22. Februar 1930 findet beim Morgengottesdieuste (Beginn 8 Uhr 50 Minuten) im Gemeindetempel, XVlll., Schopenhaueivstraße 39 (Rabbiner Doktor D. Feuchtwuuig) ein exegetischer Vortrag־ statt. Israelitische Kultusgemeinde Wien.. . Z. M8f ex1930 ׳. Wien, 16. Februar 1930. K u 11.d m u c 11 u 11 g־. F 1 e i s e 11 11 a 11 e r, die im Zentrum des VI. und VI1. Bezirkes ein den Anforderungen des ehrwürdigen Rabbinates entsprechendes Lokal für eine Koscher- Cleischbank besitzen und welche die Absicht haben, ihre Fleischbank. unter Aufsicht der israelitischen Kultusge'ineinde Wien zu stellen,•wollen ihre schriftliehen Angebote an die ׳Amtsdirektion der israelitisehen Kultusgemeinde, Wien, L, Seitenstettengasse 4, HL Stock, richten. Der Vorstand «mnimniiininiiiiiminiHnniiminiiiHiiiinvimiiiiiiniii! Tschechoslowakei Allgemeine jüdische Huldigungsaktion zum 80. Geburtstag des Präsidenten Masaryk. Errichtung eines jüdischen Genesungsheimes in der Tatra auf seinen Namen. ln Bratislava fanden dieser Tage auf Initiative der orthodoxen Landeskanzlei unter den Vertretern der verschiedenen jüdischen Kreise eingehende Beratungen wegen Einleitung einer allgemeinen j ü d i s c 11 e n H ul di g 1! n g s a k t i 0 n aus Anlaß des 80. Geburtstages ׳des Herrn Präsidenten Masaryk statt. Die Anwesenden kamen darin überein, daß die Ehrung des Präsidenten durch die Juden eine gemeinschaftliche sei, an der alle Juden ׳der Republik 0 >11 n e Unterschied u n •d ohne Preisgabe d e׳ r religiösen und politischen U e'be rze u gu n g e n t e i׳l n e׳h m e n können. Sie wird in der Errichtung eines sowohl den religiösen wie den modernen hygienischen Anforderungen möglichst vollkommen entsprechenden jüdischen Genesungsheimes in der Tatra ־bestehen, ,das den Namen des Präsidenten T. G. Masaryk tragen soll. Durch die Schaffung dieser Institution wird einem längst allseits gehegten Wunsche entgegengekommen und allen jüdischen Gemeinden, Vereinen, K ö r pe r sch a f t e n, I n s t i fc ut i o n e n 1111 d E i itz e l p e r s 0 n e 11 die Möglichkeit geboten, ihrem Patriotismus und ihrer Verehrung und Liebe gegen den Herrn Präsidenten Masaryk sichtbar und 'dauernd Ausdruck zu geben. Die Judenheit fühlt sich zu dieser allgemeinen und gemeinsamen Kundgebung um so mehr verpflichtet, als ohne jeden Zweifel feststellt, daß es ein allgemeiner Wunsch aller Juden in der tschechoslowakischen Republik ist, ׳den Namen des Herrn Präsidenten in einer jüdischen Institution zum Zeichen der Dankbarkeit hier im Lande verewigt zu sehen. Die weitere organisatorische Zusammenfassung der jüdischen Kreise für diesen ausschließlich; cliaritattven Zweck und die vorläufige Werbearbeit nahm das Vorbereitende Landeskomitee in die Hand, das sich zu ergänzen und das Zentralkomitee sowie in den einzelnen Gemeinden Lokalkomitees zu bilden hat. Wegen Aufbringung der finanziellen Mittel wendet sich das Vorbereitende Landeskomitee mit einem Aufruf an die gesamte Judenheit der tschechoslowakischen Republik, in welchem die Erwartung ausgesprochen wird, daß alle Gemeinden, Vereinigungen und Einzelpersonen an dem großen Werke der jüdischen Menschenliebe und des Patriotismus mit einhelliger Begeisterung Anteil nehmen werden. AUFRUF! Am 7. März d. J. überschreitet Herr Präsident T. G. MASARYK sein achtzigstes Lebensjahr. Die Bevölkerung des tschechoslowakischen Staates blickt verehrüngs'voll ׳zu ihrem Staatsoberhaupt empor und wird ihm an seinem 80. Geburtstage freudigen Herzens ihre Huldigung darbringen. Uns Juden ■bietet dieser Tag die ersehnte Gelegenheit, der Verehrung und Dankbarkeit, die wir allesamt für Herrn Präsidenten Masaryk hegen, in würdiger Weise, durch eine gute Tat, harmonischen Ausdruck zu verleihen. Wie die gesamte Judenheit der tschechoslowakischen Republik ohne Unterschied in der Liebe und Achtung gegen den edlen Menschen, den tiefen Denker, den unerschrockenen Wahrheits-;kämpfer und den weisen Staatslenker Masaryk einig ist, so soll «auch unsere Huldigung anläßlich seines 80. Geburtstages im Zeichen der Eintracht ein ragendes und weit hinaus leuchtendes ,Denkmal brüderlicher!Menschenliebe werden, an dessen Schaffung die Gesamtheit der tschechoslowakischen Juden, unterschiedslos Anteil nimmt. Aus diesem Bestreben heraus vereinigten sich die Vertreter aller jüdischen Gemeinschaften, Parteirichtungen, Volksschichten und Gesellschaftsklassen der Republik zu einer gemeinsamen einheitlichen Aktion, um ׳die Errichtung eines jüdischen Genesungsheimes in der Tatra, das den ־verehrungswürdigen ,Namen unseres Herrn Präsidenten tragen soll, aus diesem Anlaß in die Wege zu leiten. . Wir betreten damit ein Gelbiet jüdischer Wohltätigkeit, dessen intensive Pflege von den weitesten Kreisen der Judenheit längst als unaufschiebbar notwendig anerkannt ist. Wir wollen eine Lücke ausfüllen, die immer schmerzlicher empfunden wird. Denn groß ist die Zähl der genesmigsbedürftigen Juden, die hilflos* zugrunde gehen, nur weil es an einer charitativen jüdischen Institution mangelt, die dazu ■bestimmt wäre, sich ihrer sachkundig und liebevoll anzunehmen. Von den sonnefiumstrahlten Gebirgshöhen unserer Tatra soll fortan vielen jüdischen vom Tode bedrohten tuberkulösen und sonstigen langem Siechtum anheimfallenden Kranken die Hoffnung auf Heilung, auf Wiederkehr zu Glück und Leben entgegenwinken. Errichten wir ihnen aus den Mitteln der Gesamtheit ,eine Genesungsstätte, die ebenso den Vor- Schriften des jüdischen Religionsgesetzes wie den Anforderungen der modernen Hygiene •und ׳Heilkunde auf das erreichbar Vollkommenste entsprechen soll! Der Dank aus den Herzen der Genespnen und ihrer Angehörigen soll für ewige Zeiten mit dein Namen unseres Präsidenten T. G. MASARYK verknüpft sein. Das sei das sichtbare Zeichen unserer Verehrung, der dauernde Tribut unserer Dankbarkeit! ln diesem Sinne wenden wir uns an die gesante Jiudenheit unseres Landes mit der ׳Aufforderung: Gebet aus Anlaß des 80. Geburtstages des Herrn Präsidenten Masaryk Eurem patriotischen Gefühl opferbereiten Ausdruck und traget die Bausteine zu einem großen Werk jüdischer Menschenliebe zusaminen, das Eurem Wohltätigkeitssinn zum Ruhme gereichen und der Ehrung unseres Staatsoberhauptes. würdig sein wird! Es■ steuere"■eine jede Gemeinde, eine jede jüdische Institution und jeder einzelne Jude mit einer Spende bei! Der ׳Minderbemittelte gebe von dem Wenigen, das er besitzt, und der Wohlhabende leiste.das Seinige ,nach dem Ausmaß seines Könnens.י ־■ . .. BRÄTISIAV'A,. dem IS. Scinvai 5690, ' ' 0as Vorbereitende L^ndeskimUee zur Br.iMmg bines Ondröjskä ul. 4. 16. Februar 1930. jüdischen Genesungsheimes in!der Tatra anläßlich des SO. Geburtstages des Präsidenten T. G. Masaryk,

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