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Jüdische Presse · 1930-02-07 · 6 (7.2.1930) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
6 (7.2.1930)
Date
1930-02-07
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr, 6 Spendet für den Kindergarten and Jesssde Hora dar Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygasse 11 lionen Schilling wurden in wenigen ■W o c 11 e n gesammcl t, u m die Wirtschaftliehen F 0 l g e n der arabischen Angriffe abzu wehren. Von diesem Geld wurden jedoch kaum zehn Prozent (!) wirklich nach Palästina geschickt und unter die Flüchtlinge aus den beiden armen Städten Safed und Hebron verteilt; fast der ganze übrige Fonds blieb über ausdrückliche F orderiing des jüdischen Nation a Irates von Palästina bis jetzt i n d e 11 Kassen Londons und New Yorks, da der Nationalrat die Ansicht vertrat, dieses Geld dürfe nicht in Spenden oder Anleihen verzettelt werden, sondern müsse als Bankkapital *einem zielbewußten Wirtschaftsaufbau für die Zukunft dauernd fruchtbar gemacht werden.“ Sämtliche jiidisdien und auch die zionistischen Zeitungen sind immer noch voll von Schilderungen der großen wirtschaftlichen Not, die durch die Araberaufstünde unter der palästinensischen Judenschaft hervorgerufen wurde. Wer maßt sich an, arme jüdische Menschen, die nichts verbrochen haben, wirtschaftlich völlig v c relenden zu lasse n, während viele Millionen zu ihrer Aufhilfe in den ״Kassen Londons und New Yorks“ bereit liegen? J. J. B. 01 mcfllRICflTEfl!0 Von der Wiener Agudah. Die Presseabteilung der agudistischen Landeszentrale für Oesterreich teilt mit: Am letzten Sonntag hielt der Präsident der ugudistischen Landesorganisation Wolf Pappenheim einen Vortrag über die Heilighaltung■ und Schutz des Sabbats. Um die מחנה טובה des Ruhetages, den die Menschheit dem jüdischen Volke zu verdanken hat, muß jetzt hart gerungen werden. Der greise Führer zählte die vielen Gefahren auf, welche gegenwärtig dem religiösen Judentum drohen, ln Rußland wurde die Fünf-Tage- Woche eingeführt, in Genf wird eine Kalenderreform geplant, die prekäre wirtschaftliche Lage stellt so manchen jüdischen Menschen vor ein schweres Dilemma. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, daß orthodoxe Unternehmer subbatlmltcndc Kräfte austcllen. Der Redner schloß mit dem Hinweis auf die bisherige Hilfe des Allmächtigen, der uns auch diesmal nicht verlassen wird. Herr Menni Rothschild meint, daß bei den zuständigen Behörden so manche Erleichterung für sabbathaltende Geschäftsleute erreicht werden könnten. Der für kommenden Sonntag angesetzte Vortrag im agudistischen Heim entfällt wegen des am 10. d. stattfindenden Massenmeetings im Alten Rathause. Sijum in Wiener-Neustadt. Am Sonntag, den 27. Tewes (26. Jänner), fand hier die erste סיום des unter der Leitung des Herrn Eduard Breuer neu organisierten ש״□ חברא Vereines auf נררים "D statt. Nach dem von Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Dr. Hillei Weiß, der auch den allabendlichen שיעור vovlernte, vorgetragenen הדרי wurde im Sitzungssaale der Israelitischen Kultusgcmeinde, den die Gemeindeleitung bereitwilligst zur Verfügung stellte, ein Bankett gegeben, an dem der größte Teil der Gemeindemitglieder teilnahm. Während der ,צ 1 ך D סעודה של hielt unser allseits verehrter Herr Oberrabbiner eine von geistvollen דברי ת1רה durchsetzte Rede, in welcher er die Anwesenden, insbesondere die Teilnehme!• am allabendlichen שיעור, z.u intensivem לימור inifforderte. Zu dem Gelingen dieses Festes trugen das Festkomitee, bestehend aus den Herren Eduard Breuer, L. Löwy, Mano Mandl, S. Kluger, B. Fcldmann und Ch. Stolzenberg, bei. Die Londoner Royal!\iedical Association zeichnet einen jüdischen Gelehrten aus. (1J. T. A.) Die Londoner Royal1!Medical Association hat den Wiener jüdischen Kliniker Professor Heinrich Neumann zur Abhaltung des fachwiss׳e׳nschaftlic׳h׳en! Festvorträges auf der Jahresversammlung der Association nach London geladen. ■Professor Nenmiann, ׳ein ■religiöser Jude und aktiver Mitarbeiter in zahlreichen!jüdischen Wohlfahrtsinstitutionen Wiens, gilt schon seit Innigem in •der ■medizinischen Welt als die größte Autorität -der Ohrenheil־ künde. Er ist Vorstand der Wiener ObrentoMmk. Für Schaffung einer vereinigten Front des religiösen Judentums in Polen. 1(J. T. A.) lUinter dein!Vorsitz des berühmten ״C h 0fe z -Ch a jim“ wurde in Warschau eine!Beratung der prominentesten Ghassidimirabibis und beamteten Rabbiner abgehalten1 mit den! Ziel, e i n e 1v e r e i 11 i g t e Front des gesamten J •u d e 111 •u ׳m s i!1 1P 0 1 ■e 11 zu schaffe 11. An der Beratung •nahmen u. a. teil:!der Gerer!Reib'be, der Raw von Krakau,;Rabbi Joseph iMenacheni Kornitzcr, der Tarnopaler Raw!als Vertrauensinanii des ׳Beizer Rebbe, Rabbi Soha׳piro aus Pietrkoiw, der Rabbi von Opschiiiow, der Jeschiwahleitcr von Baranowiczi!Rabbi Elchanan Wassermann, ■der Rabbi v׳on •Sakalow, ■die Vertreter des Zentralkomitees der Agudas Jisroel ■Rabbi Isaak (Meir (Lewin und ■der frühere!Senator iMen׳delsohn.'Ha11׳pt1p11nkte der Tages- Ordnung bildeten die Organisation der jüdischen Gemeinde, die 1Schaffung eines religiösen Oberrates und der neue Erlaß ■des Kultusministeriums, der ׳bei Anstellung von Rabbinern den Nachweis eines hohen BUdungszensus verlangt. Beschlüsse wurden■ ■nicht gefaßt, man kam überein, eine große Konferenz der religiösen Führer Polens zur Entscheidüng über ■diese Fragen einzuberufen. Eine Abordnung ivou sechs Personen begab sich zum Alexandrer Reiblbe, um ihn m der ׳Konferenz einzuladen. zu der 11. a. auch der Beizer Rebbe, der Bobovver Rebbe, der Saohaozower Rebbe, Rabbi Ghajiin Oser Grodzensky aus Wilna 11. ■a. erwartet werden. Einschneidende Einwanderungsbeschränkung für Südafrika vorbereitet. (J. T. A.) Der Minister Imperial der südafrikanischen 1Union Mallan hat im Parlament einen 'Gesetzentwurf eingebracht, der für Einwanderer aus bestimmten Ländern nach dem Beispiel der Vereinigten Staaten von Nordamerika ■Quoten festsetzt •und eine einschneidende Einwandcrungsbeschränkung bedeutet. Sollte der Gesetzentwurf vom Parlament .angenommen' und in die Praxis umgesetzt werden, so würde dies ■für die Jude 11 schuft bestimmter Länder, deren Auswanderer besonders nach Südafrika den Weg nahmen, ein schweres Unglück!bedeuten. Oie Judensohaft von Litauen zum 1Beispiel lieferte das stärkste Kontingenit der nach Südafrika kommenden Immigration. Während im vergangenen Jahr 1379 Einwanderer nach der Südafrikanischen Union ■aus Litauen •kamen, sieht die neue Eimwan- ■deruiigsbill eine jährliche Quote vo׳n nur 50 Einwanderungen aus ׳Litauen vor. Das bedeutet eine fast ׳vollständige A.bdrosseiuug der litauischen׳ jüdischen Emigration. Aehn- ■lieh gestalten sich die Dinge bei Annahme des!Gesetzes für Polen und die anderen osteuropäischen Länder. In Palästina Immer noch nicht Ruhe.!(J. T. A.) •Palästina ist immer noch nicht aus• dem Zustand der Unruhen vollkommen heraus. In der!Nacht zum 29. Jänner wurden von׳ unbekannten Tätern Schüsse in •die Richtu ng der jüdischen Kolonie Rosch Pi nah ■in der Nähe von Safed in Nordgaliläa abgegeben. Ein׳ arabischer Wächter •de,• ■Kolonie wurde verletzt, drei ■der Kolonie gehörende Maultiere wurden fortgeführt. Eine Polizeistreife •hat die Verfolgung der mu tmaßlichen Täter au [genommen. Die Kolonie iMerchavia südlich von Tiiberias!ist wiederhölt zu nächtlicher Zeit von Räubern heimgesuaht worden׳.!Bisher ,ist es den Wächtern der Kolonie immer gehingen, d-ie׳ Räuber durch■!Schüsse zu vertreiben.!Zwei jüdische Chauffeure, •die Orangen nach Nab- 1-us. •dem biblischen Schechcm. brachten, ,wurden von einem arabischen Pöbel angegriffen ׳und mit Steinen beworfen. Arabische Polizisten sahen diesem Treiben untätig zu. Als schließlich der Mob auf mehrere hundert Personen angewachsen war, kamen mehrere britische Polizisten heran und retteten die beiden ׳Juden aus ihrer bedrohlichen• Lage. Drei■ von •den 12 Arabern׳ des Dorfes Kolomaih bei Moza 1in׳ ■der Umgebung vorn Jerusalem, •die in •der vorigen Woche vom Jerusalemier Gericht von׳ •der Anklage, sieben!Mitglieder •der jüdischen Familie M׳akl!elf.f in Moza •ermordet zu haben1, freige sprachen wurden, sprachen Todesdrohungen gegen einen jemenitischen Juden in Moza aus, weil er vor!Gericht gegen sie ׳ausgesagt hat. Später griffen sie den jemenitischen •Juden an, •dem es nur mit Hilfe von Ara- ׳bern aus einem ■anderen ׳Dorfe zu entkommen gelang. In Jerusalem sagte •der Jemenit aus Moza aus. •daß aus •der Mitte der Bevölkerung von Koloniah ׳Drohungen laut wurden, •daß alle Juden• von Moza, zwei Familien ausgenommen, abgeschlachtet werden würden,!(■J. T. A.) Die palästinensisch-arabische Exekutive macht den Vorschlag, allen■ arabischen Städten u׳n׳d Dörfern eine Beitragsqiiote aufzuerlegen,. um so eine Summe von 20.000 Pfund für die Kosten ׳der verschiedenen! ge-!planten arabischen ׳Delegationen auifzubrlngen. Wieder ein Mordversuch in Palästina. Jerusalem, 2. Februar. (J. T. A.) Eine Belohnung ,von 100 Pfund wird ausgesetzt für;Informationen•,!die ׳zur!Verhaftung jener Personen׳ führt, die um frühen׳!Morgen •des •31. Jänner durch׳ die!Fenster des ■Schlafzlmmers des Herrn Steward, 1britischen ■Leiters der AthlitJSteinbruchiwerkc, drei Schüsse abgaben. ׳Polizeilnspcktor Lamont •hat bei׳ Durchsuchung eines Dorfes in ׳der (Nähe >v׳on׳ Hebron 113 Gewehre •beschlagnahmt. Die römische Kirche kauft weiteren Boden in Palästina. (!J. T. A.) Das lateinische Patriarchat in Jerusalem verhandelt, wie hier verlautet, neuerdings über den Ankauf •eines •palästinensisoheni Dorfes. Es handelt sidh um ■ein!Dorf ■in der ׳Nähe, ivon Jenin, dessen Bodenareal ungefähr 5000 ■Dunum groß ist. Das ׳lateinische Patriarchat, das in Palästina die Interessen des Vatikans vertritt, hat in der letzten Zeit kurz hintereinander drei Dörfer mit einem (Bodenareal von insgesamt mehr als 30.000 1Du׳n׳am käu!flieh erworben. Das belgische Königspaar besucht Palästina. Jerusalem, 2. Februar. (>J. T. A.) 'Der König und die Königin von ׳Belgien■, die im! kommenden Frühjahr Aegypten besuchen;, werden, wie hier!verlautet, ׳von Aegy!pt׳en auch nach Palästina kommen. IDas!Königs׳paar wird auf seiner Oirlentrcise ׳von Herrn Paul Hyrnans, dem belgischen Außenminister und früheren belgischen Gesandten •in L011don, ■der Jude ist, begleitet sein. Aus dem Leserkreis. Nach der Kenessio. Iu clen ״Agudablättern“ hat H. K. zwei geharnischte Artikel gegen die Agiidaleitung ob deren vermeintliehen Untätigkeit seit der K. G. gerichtet. In seiner Entgegnung schreibt Wolf S. Jakobson unter anderem: ״Es ist seit der Kenessio Gedaulo doch geleistet worden. In organisatorischer Beziehung: Die Trumas Cliower Nichbod-AktiQii wurde eingeleitet, Litauen, Lettland und die Schweiz wurden zu diesem Zwecke bereist. 111 England wurden in wichtigen Zentren große Agudogrtippen neu gegründet. Die Organisierung der agudistischen Frauen macht ausgezeichnete Fortschritte. Die agudistische Jugend hielt nicht nur in Frankfurt eine in erster Reihe der deutschen Jugend dienende Konferenz, sondern auch eine in Antwerpen, für den Zusammenschluß der westeuropäischen Agudojugend höchst bedeutsam. In politischer Beziehung: Die Exekutive tagte wiederholt und hat bezüglich der palästinensischen Situation entscheidende Entschließungen gefaßt und SUCHE EINHEIRAT für meinen 26jährigen Sohn, tüchtiger Buchdrucker, Maschinenmeister in einer Buchdruckerei, oder bei dem, der geneigt wäre, ihm eine solche zu eröffnen. Anträge unter ״Nur streng jüdisch“ an die Bratislavaer Adm. dieses Blattes. Junger Mann aus der Kurswarewesagposbraraefee sucht Posten. Zuschriften unter ״Schabboshaltend“ an die Bratislavaer Administration erbeten. teilweise bereits zur Durchführung gebracht. Sie hat in Erez Jisroel selber in schwierigsten Situationen dc!1 Einfluß und die politischen Ideen der Aguda praktisch zur Geltung gebracht. In sozialer Beziehung: Eine Abordnung der Agudas Jisroel wurde vom Präsidenten des internaiionalen Arbeitsamtes in Genf empfangen, um die Frage der Sonntagsruhe-Angelegenheit weiterer Klärung entgegenzubringen. In Sachen der agudistischen Bank wurde in Hol- Iand durch zähe Arbeit eines unserer Freunde Bedeutendes erreicht. Ucber die Ursache, weshalb in Deutschland diesbezüglich nicht mehr geschehen konnte, wird Sie ein kurzer Blick in den täglichen Handelsteil der politischen Zeitungen unterrichten. Mit dem Vorsitzenden des Rabbinischen Rates fanden wiederholt Besprechungen seitens der Leitung statt, die für die weitere Ausgestaltung dieses unseres wichtigsten Organes von entscheidender Bedeutung־ sind. Für den Bau des Bctii-Jakob-Seminars in Krakau und seine Erhaltung wurden iu der Schweiz und in Deutschland in den letzten Wochen große einmalige und dauernde Beträge gewonnen. Die Palästina-Zentrale ist mit der Reorganisation ihrer Mädchenschule in Tiberias beschäftigt und konnte ihr Schulwerk im übrigen aufrechterhalten, für ein i!1 der Gründung begriffenes Unternehmen für Viehzucht und Milchwirtschaft iu Afulc, das von agudistischen Persönlichkeiten geleitet wird, eine große Aktion in der Slowakei und in der Schweiz in die Wege leiten und schließlich die Koscherverpflegung auf den palästinensisehen Lloyd-Dampfern sicherstellen.“ Es ist erfreulich, aus den Darlegungen W. S. j.s zu ersehen, daß die Aguda seit der K. G. doch auf manchen Gebieten gearbeitet hat. Bedauerlich ist, daß cs erst eines Kampfartikels bedurfte, damit die interessierte Ocffentlichkeit erfahre, was alles bisher geschehen ist. Bedauerlich ist aber ferner, daß W. S. J. sich in Fragen, die das Interesse der Allgemeinheit in besonderem Maße in Anspruch nimmt, wie die Frage der Sonntagsruhe und das Erez-Jisroel-Problcm, lediglich mit der Feststellung genug sein läßt, daß Besprechungen stattgefunden haben. Die Anhänger der Aguda erwarten von ihrer Führung Aufschluß über das. was in diesen wichtigen Fragen geschehen ist, und vielleicht kann der wohlinformierte W. S. J. mit Erlaubnis seiner. Vorgesetzten Behörde Näheres berichten. K. Um Erez Jisroel.!Der ״Israelit“!i!nt׳er׳pret!ie׳rt in ׳der vorwöchagen Niumimer ׳das aiuch von der ״■Jüdischen Presse“ veröfientlichte ,Interview von Dr. ■Pinchas IKohn־ mit der ״Jüdischen Pressezent׳ra׳le‘!und erklärt •die lAeußerumg Dr. Kolms als ״offene ׳und unzweideutige ,Ablehnung des ׳Gedankens ■eines durch England ׳zu erricht enden׳ jüdischen 1׳Staatswesens. in Palästina, Ablehnung der alten, wenn!Zionismus längst aufgegebenen■ Formel, die 1Bal!four-IDekla!rati׳ort ׳bedeute, daß ״Palästina •so;jüdisch •werden׳ soll wie 'England englisch““, um dann weiter zu ׳betonen, ״daß ׳auch Herr D־r. Kahn an der unveränderten Aufrecht erhaltung •der 1Balfouir-Erkiärang festhäl't“.!Mit dem ■ersten׳ Teil der Bemerkung des ״!Israelit“ stimme ich durchaus überein, und■ es ist dies •eine zweifeilos richtige Wiedergabe ׳der Anschauung des Präsidenten der ׳politischen׳ Exekutive der Aguda. •Besteht aber diese Anschauung, ja was soll denn dann noch •die Balfour-Deklaration?!Gerade :das, was Dr. Kahn ablehnt, besagt sie, und ■weshalb sollen ׳wir nicht ehrlich Zugaben, •daß!die ׳Ereignisse ׳uns gezeigt halben, daß ■die Bal!rdur-Oekl׳arafcio׳n.uns nichts Gutes gebracht hat und daß wir sie heute •nicht ־1111׳ gern! wieder ׳Zurückgaben würden? Früher konnten Juden unbehindert im ,heiligen!Land in•!freiundmachbarii ehern Ver- ׳hältnis zu!den arabischen• Mitbewohnern leben■, konnten dort ungestört d׳e׳m Thora Studium •obliegen, ihren׳ Geschäften ,nachgehen, konnten Kolonien,!Spitäler and was nötig und wozu!Geld vorhanden!war., schaffen ׳und,!ich gestehe cs offen, •mehr wollen ׳wir auch heute nicht. Wir wären schon׳ zufrieden, w:en׳n wir wieder Ruhe im■ ׳Lande hätten, es genügt •uns. wenn׳ jeder seiner!Beschäftigung nachgehen kann und wenn׳ wir wieder unser heiliges Land, das durch die Zuwanderung antireligiöser!Elemente am Heiligkeit verloren hat, in seiner ,Reinheit hätten, um in Demut und Bescheidenheit der g־tfliehen גאולה zu harren. lieh lobe mir d׳en edlen M11׳t ׳des französischen Oiriiziers Armand ILlpman, der diese ׳Gedankengänge •unverhohlen geäußert hat, and es wäre zu wünschen, daß auch die politische Leitung der Aguda den offenen!Bekennermmt ׳fände, um selbst auf die Gefahr •zionistischen ׳Gcschreis hin zu ■erklären: 'Wir!verzichten a׳uf ■das ׳weiße Papier, das' uns ßalfcuv aus ,Liebe zum ׳jüdischen Volk gegeben hat, das luns aber nar ׳Unheil■ •brachte, wir weilen statt dessen nichts, ■als im Palästina wenigstens in: •der Rahe und Sicherheit leben׳ •zu können, wie in den Ländern der Diaspora. Wir wollen, •daß im ׳heiligen Land jüdische 1Kinder za jüdischen Mensciien erzogen werden können, daß dort jüdische Jünger ׳lernen ׳können, ohne Gefahr •zu laafen, ermordet za werden, wir ,wollen, daß sich bewahrheite das Wort: כי מציין תצא תורה ודבר ה׳ מירושלים isaak 1k a• t a n. .,itltllUllltllUMUlMIWlllllllllllllllllllllllltlltllMliailUIUMUUllUIU^lllttimillWlllllMMyfflll!^ Tschechoslowakei. ','Il!!llllllllllll!lll!lll!!lll!!lllllllllllllll(li!(l!(l!!lllll!(!(lll!(l!lllllllllili!ll(l!lll(l!l!lll!(!ll!(!ll!(!!!l!!llll(lll!l!(!llllll!llllll׳r Wiedersehens lag der Tyriiauer Jescliiwa. Eine der erfolgreichsten und in ihrem raschen Aufschwung vielleicht die erfolgreichste jescliiwa in der Slowakei ist die Jescliiwa von Trnava, die :;ich unter Leitung Sr. Elirw. des Herrn öberrabbiners S. D. U n g a r im In- und Auslände eines hohen Ansehens erfreut. Man muß diese jescliiwa mit ihren 200 Schülern in ihrem täglichen Lernbetrieb beobachtet haben, um zu ermessen, welche ethische Kraft und welch heißer Drang nach Thorawahrheit der religiösen Erziehung innewohnt, die liier geleistet wird. Diese Jescliiwa erscheint uns bei näherem Hinschauen als eine Thorabildungsaiislalt im besten Sinne des Wortes. Denn hier wird unter den Augen des Rabbi und unter seiner

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