Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 6 (7.2.1930)
- Date
- 1930-02-07
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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JüjJlSCUl- **Kfcitofc;tte 3 die einzige orthodoxe Zeitung Oesterreichs und der T schechoslowakei! Werbet Abonnenten für die ״Jüdische Presse“. Jeder, der bis 31. Jänner 10 Jahresabonnenten (Abonnementpreis S 16) bringt, erhält ein wertvolles Geschenkbuch. Die Redaktion. unausgesetzten Beobachtung Tag für Tag, Stunde für Stunde Thora gelehrt und gelernt und Thora wiss.en gemehrt, erweitert und vertieft. Inmitten dieser Lehr- und Lernarbeit wird jedoch dem meiischen- und j u d e n b i l d c n d e n M oment des Thora wissens, der Erkenntnis der aus der Thora hervorspriefienden V e rp f l i c h t u n g z u veredelter G c s i 11 u n g bewn!!t Aufmerksamkeit geschenkt. Auf junge Menschen in den empfänglichen Jahren des Erblühens und der Reife wirkt das Leben in einem solchen Kreise immerwährender Selbstprüfung und gegenseitiger Veredlung nachhaltig und in steigender Tendenz auslösend wie eine jede praktisch ausgeübte und auf die Erscheimmgen des Alltags angewandte Religiosität. So sehen und beobachten wir denn auch von allen zu Männern herangcrciften Schülern der Tyrnauer Jeschiwa einen niemals völlig abgebrochenen Zusammenhang mit ihrer Jeschiwa, als Segensqucllc ihres besseren Ich. Sie fühlen sich immer noch im Banne ihres Rabbi und die Wirkung seiner Persönlichkeit auf ihr ferneres Lebcnsschieksal ist ihnen Bedürfnis. Wohl keiner seiner frühereu Schüler, angefangen von erster Zeit seiner rabbinischen und erzieherischen Tätigkeit in Krompachy bis in die letzten Jahre, versäumt es daher, von Zeit zu Zeit einen Sabbat oder mindestens einige Stunden in seiner Umgebung und unter seiner direkten Beeinflwssung zu verweilen. Diese längst feststehende Tatsache bildet den Ausgangspunkt jener Veranstaltung, die ein Komitee von Schülern der Tyrnauer Jeschiwa, wie jetzt erst mit endgültigem Termin bestimmt wurde, für den kommenden שכת פרשת זכור Mild den folgenden Sonntag vorbereitet. Es handelt sich dabei also darum, d a s r e g e I ווו ä ß i g c f r c u d i g e W, i e d ersehe n der T y r n aucr J e s c 11 i w u z ö g I i 11 ge mit i 11 r e in verehrten Rabbi einheitlich zu organis i c r e 11 und zugleich zu einem allgemeine n Zusammentreffen aller M i t s c 11 ü 1 c r a u szugestalten und dadurch in seinem Wert noch zu erhöhen. Der Sabbat ן3ןך und der darauf folgende Tag dürften demnach den Tyrnauer Talmidim in Ge- Seilschaft einstiger Lerngefährten eine Feier von tiefer Innigkeit und wahrer Freude an gemeinsamem Emporstreben werden. Das Komitee in Trnava bemüht sich, für Unterkauft und sonstiges Wohlbehagen der Gäste zu sorgen. Zur Reise nach Trnava ist eine Eisenbalmermäßignng von 25 Prozent für Hin- und Rückfahrt auf dem Gebiete der Slowakei u n d P o d k a r p o 1 s k a R 11 s auf folgende Weise zu erlangen: Sofern 2 0 Personen und mehr aus einen( Orte oder aus verschiedenen Orten, von c i n e־r Eisenbahnstation angefangen, die Fahrt nach Trnava und zurück gemeinsam als ״R e i s c g e s e 1 1sebaft“ unternehmen wollen, so ist ein Teilnehmer an der Reisegesellschaft damit zu betrauen, wegen dev Bewilligung von 25 Prozent Ermäßigung für Hin- und Rückreise rechtzeitig, das heißt einige Tage vor Antritt der Reise, ein Gesuch nebst Liste der Teilnehmer an das betreffende Stationsamt einzureichen. Das ist der Fall, wenn die Fahrt mit Personcuzug zuriickgclegt werden soll. Will die Reisegesellschaft die Fahrt mit Schnei 1z u g zuriieklcgen, so ist das in gleicher Weise ausznstattende Gesuch mit Angabe der Abfahrtsstation sofort an die zuständige E i s e n b a h 11 d i r e k t i o n in Bratislava, beziehungsweise Kosice zu richten. Formulare für solche Gesuche stellt das Vorbereitungskomitce auf Verlangen gern zur Verfügung. Alle Zuschriften an das Vorbereitungskomitee .sind an. die Adresse A. Trattner in Trnava zu richten. Sijum au! Schass in der Preßburger Aguda. Vor einem Jahre wurden unter den Mitgliedern der Agudas Jisroel־Orts־ und Jugendgruppe in Bratislava die מסבתות הש״ס “ zum Lernen verteilt. Der große Sijum findet erstmalig am 12. Schwat anläßlich des ersten Jahr־ zeitstages des Rabbi Elicser K!atz־Kahn זצ״ל statt. Die Mitglieder der Aguda, die im ersten Jahre eine n3DD nicht übernommen haben, im nächsten aber an dem Lernen teilnehmen wollen, werden gebeten sich rechtzeitig zu melden. Bittgsttesdiensi für Konsul Dr. Fric in Jerusalem. Wie aus Jerusalem berichtet wird, ist der tschechoslowakische Konsul in Jerusalem Dr. Wladimir Fric an den Folgen einer Operation schwer erkrankt. Der tschechoslowakische ״Kolel Schomre Hachomoth“ veranstaltete am 9. Teweth im Lehrhause der ״Jeschiwath Chasam Sofer“ einen von der ganzen Gemeinde besuch־ ten G־ttesdienst, bei welchem für die baldige Genesung des allgemein beliebten, ausgezeichneten Mannes gebetet wurde. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Rabbi Chajirn S o n n en f e 1 d stattete Herrn Konsul Dr. Fric im Hospital einen Besuch ab, der auf den Patienten einen wohltuenden Eindruck machte. Zur Freude der Gemeinde hat sich inzwischen der Zustand des Kranken wesentlich gebessert, so daß er mit G־ttes Hilfe in kurzer Zeit eine Tätigkeit wieder aufnehmen können wird. Die Bestattung von Asclienurnen auf dem jiidisehen Friedhof in Prag. Wie erinnerlich, ist vor längerer Zeit zwischen der Prager israelitischen Kultusgemeinde und der Chewra Kadischa wegen der Zulassung der Bestattung von Aschenurnen ein Konflikt ausgebrochcn. Die Chewra Kadischa weigerte sich, entgegen den Wünschen der Gemeindelcitung, solche Urnen auf dem 3ית עלמין zu bestatten. Dieser Streit ist nun ini Ausgleichswege bcigclegt worden. Wir erhalten darüber folgende Mitteilung aus Prag: Der bekannte Konflikt wegen der Urnenbestattung auf dem Prager jüdischen Friedhöfe wurde mit der Leitung der Chewra Kadischa ausgetragen. Die Urnen sollen auf dem jüdischen Friedhofe in Strasclmitz auf einem Grundstück bestattet werden, welches zum Friedhof gehört und innerhalb des Friedhofes Liegt. Es soll aber einen separaten Eingang־ erhalten und durch eine Umfriedung von den übrigen Teilen des Friedhofes abgeteilt werden. Dieser Platz wird von der Chewra Kadischa gratis beigestellt, weiche auch einen Betrag für die Baukosten eines kleinen Gebäudes bewilligt, in welchem sich die Wohnung des Wächters und ein Taharoraum befinden wird, in welchem die Talniro etc. abgehalten werden. Die Chewralcitung hat mit dem Akte der Feuerbestattung nichts zu tun, auch dürfen ihre Funktionäre nicht mittun. Es ist aber vorgesehen, daß Angestellte. der jüdischen Vorortsgemeinden, wie Lieben, Zizkov, Smichov etc., welche Urnen auf ihren Friedhöfen bestatten, verwendet werden. Diesen Sonntag hat ein Lokalaugenschcin am Friedhof stattgefunden, an welchem Vertreter der Kultusgcmeiuderepräsentunz und Chewra Kadischa teilgenommen haben. Fs wird der äußerste Teil des Friedhofes zu diesem Zweck verwendet werden. Verlobungsfeier. Vergangenen ר״ח שבט fand im Hause des Herrn Max Bernfeld in Topolcany die Verlobung seiner Tochter Terrus mit Herrn Jacob M ii 11 e r, Sohn des Herrn Simon Müller in Presov, in Gegenwart der zahlreichen Familie und aller Bne Thora statt. Die S’udoh scliel Mizwoli verlief in gehobener und freudiger Stimmung. Als erster sprach der Roscli Besdin Herr Rabbiner Simon Haberfeld über die Verdienste der beiderseitigen Eltern und Großeitern um das Judentum. Sodann hielten Ansprachen die Herren Mordchaj Zatkower, Samuel Bernf e 1 d, Hirsch K o r n f c i 11 und Pinchns Deutsc h. israel. Kultusgemeinde in Wien Z. 76? ex 1930. Gemeindebibel- : Wien, 31. Jänner 1930. schulen — Neuaufnahme von ' ' ’ ' Schülern im II. Semester. K u n d in a c h u 11 g. Im II. Semester des laufenden Schuljahres finden in der Zeit vom 9. bis 14. Februar 1. J. an den Bibelschulen der israel. Kultusgemeinde Neuaufnahmen von Schülern und Schülerinnen der Volks-, Haupt- und Mittelschulen statt. An diesen Anstalten wird den Altersstufen und den Vorkenntnissen der Zöglinge entspreeilend Ergänzungsunterricht in den hebräischen Lehrgegenständen (Lesen, Liturgie, Pentateuch, Talmud) geboteu. Der Unterricht ist unentgeltlich. Die Schüleraufnahmen finden in folgender Einteihing statt: A. L, Seitenstettengasse 4, IV. Stock. 1. Für Knaben und Mädchen der Volksschule (Donnerstag־ von 6 bis 7 und Freitag־ von halb 3 bis halb 4); 2. für Knaben der Hauptschule (Donnerstag von 6 bis 7 und Freitag־ von halb 5 bis halb 4); 3. Barmiz w a h kiirs (Mittwoch von halb 3 bis halb 4). B. 11., T e m p e 1 g a s s e 5, 111. S t o c k. t. Für Knaben der Volksschule (Montag und Freitag von 2 bis 4, Saal I); 2. für Mädchen der Volksschule (Dienstag von 2 bis 4, Saal I, und Freitag von 2 bis 3, Saal II); 3. für Knaben der Hauptschule (Montag von halb 6 bis halb 7, Saal II); 4. für Knaben der Mittelschule (Montag und Mittwoch von 4 bis 6, Saal I); Lebeasversicherungs - Reselischaft ( Leüensversiclierungs - Gesellschaft lliiMi (!ni'iuii וווווווווו₪ווווווו!ו!!וווו1וווווווו!ווווווווווו!וווווו1ו1וו!וו!!!ו 1 Gegründet 1882 Gegründet 1882 I Versitberangsbesland Ende Mai 19ZS 2000 Millionen Stliln! ( I Qarantiemittel Ende 1SZ0 230 Millionen Schilling 1 I mm- und ZiDMMM | I im Jahre 1928.971/־ Millionen Schilling ן Tätigkeitsfeld der Gesellschaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische 1 Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, 1 Italien, Ungarn, Polen ,Jugoslawien, Bulgarien, Griechen- 1 land, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten Esset nur ELKA-Brot aus der unter Aufsicht der Adas Jisroel stehenden DAMPFBKCKEREI LEDERE« &KOHN Betrieb: Wien II, Hollandstraße 7 Telephon R-47-4-95 Verkaufslokal: II, Große Schiffgasse 16 Telephon A-41-7-45 Verkaufstelle für den IX. Bezirk Glaserg. 10 / Tel. A-10-6-50 5. fiir Mädchen der Mittelschule (Mittwoch von 5 bis 5, Saal II); 6. Talmudkurs für Jünglinge (Montag, und Donnerstag’ von 6 bis 8, Saal I). C. II., Sebastian -IC neipp-Gasse 14. 1. Fiir Knaben der Volksschule (Sonntag von 11 bis 12 und Mittwoch von halb 4 bis halb 5); 2. für Knaben der Hauptschule (Sonntag von 10 bis 11 und Mittwoch von halb 5 bis halb 6); 3. für Mädchen der Volksschule (Sonntag von 10 bis II und Mittwoch von 3 bis 4); 4. für Mädchen der Hauptschule (Sonntag von 11 bis 12 und Mittwoch von 4 bis 5). D. 11., llembrandtstraße 3 2. Für Knaben der Volks- und Hauptschule (Sonntag von 9 bis 12 und Mittwoch von viertel 2 bis viertel 5). E. VIII., Neudeggergasse 12. Für Mädchen der Haupt- und Mittelschule (Dienstag von halb 5 bis halb 6). F. XV., Turnergasse 22. Für Knaben der Hauptschule (Dienstag und Mittwoch von 6 bis 7). G. XX., Otlimargasse 4 6. 1. Bibelschule für Knaben und Mädchen (Hebräisch Lesen, Siddur, Pentateuch) (Sonntag von 10 bis 1, Mittwoch von 2 bis 5 und Donnerstag von 7 bis 8 abends); 2. Talmud (Montag von 2 bis 4 und Samstag von 4 bis 6); 3. Barmizwahkurs (Sonntag von 9 bis 10 und Donnerstag von 7 bis 8 abends): 4. Hebräische Kurse (Iwrith b’Iwrith) für Knaben und Mädchen (Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag־ von 5 bis 8 Uhr). Israelitische Kultusgemeinde Wien. Verzeichnis jener Koscherfleischbänke, welche unter Aufsicht des ehrw. Rabbinates der israelitischen Kultusgemeinde Wien stehen. Gültig ab 15. Jänner bis auf weiteres. Scliwarzbrod Josef, 1״ Seitenstettengasse 5. Fellner Julius, II., Haidgasse 7. Gerstl Ignatz, II., Malzgasse 5. Gerstler Leib, II., Schiffamtsgasse 14. Hasten Süssie, II., Obermüllnerstraße 5. Hirschler Josef, II., Wolfgang-Schmälzl-Gasse 4. Kronland Michael, II., Herminengasse. 12. Kurzrock Osias, II., Große Sperlgasse 28. Lustig Nathan, II., Leopoldsgasse 49. Lubczer Kalman, II., Rueppgasse 27. Rüber Markus, II., Schiffamtsgasse 19. Scliönfeld Israel, II., Krummbaumgasse 1. Schönfeld Hirsch, II., Große Sperlgasse 51. Täuber Michael, II., Haidgasse 5. Walfisch Moses, II., Förstergasse 5. Wiach Viktor, II., Im Werd 5. Winter Moritz, II., Heinestraße 9. Hacker Paula, III., Dianagasse 8. Kornmehl Sigmund, IX., Berggasse 15. Spuller Emil, X., Planetengasse 5. Lolieit Froim, XIV., Rauehfangkehrergasse 22. Margules Josef Leib, XV., Oesterleingasse 4. Melzer Simon, XVI., Friedmanngasse 29. Piontkewitz Wolf, XVI., Hofferplatz 10. Kornmelil Sigmund, IX., Währingerstraße 97. Eiclmer Heinrich, XX., Rauscherstraße 5. Hirschl Eugen, XX., Treustraße 1. Hornung Leopold, XX., Jägerstraße 26. Kurzrock Osias, XX., Mortaraplatz 4. Lederer Josef, XX., Jägerstraße 24 (Ileiuzelmaungasse 16). Lempert Moriz, XX., Klosterneuburgerstraße 1. Petyan Wilhelm, XX., Klosterneuburgerstr. 10. Rottenstreich Hermann, XX., Hannoverg. 12. Unter Aufsicht Sr. Ehrw. Rabbiner Dr. M. Rosenmann: Käufer Aron, XXI., Schloßhoferstraße 6. Wie 11, im Jänner 1930. Der Vorstand der Isr. Kultusgein, Wien, 4 Z. 640 ex 1930. Wien, im Februar 1930. Koniirmanden-Unterricht. Der Vorstand bringt zur Kenntnis, daß der alljährlich in den Gemeinde- und Vereins-Synagogen stattfindenden Konfirmation der israel. Mädchen ein Konfirmandenunterricht vorausgeht. Die Teilnahme an diesem Unterrichte steht solchen Mädchen frei, welche im Laufe des Kalenderjahres das 14. Lebensjahr bereits erreichen. Die P. T. Eltern oder Vormünder werden dem- - gemäß eingeladen, ihre Töchter bzw. Mündel zu veranlassen, sich bei ihrem Religionslehrer öder im Schulamte der israel. Kultusgemeinde, 1״ Seitenstettengasse 4, 3. Stock, bis spätestens 25. Februar 1930 wegen Teilnahme an dem Konfirmandenunterrichte zu melden. Mädchen, die keinen öffentlichen Religionsunter־ rieht genießen und über Wunsch der Eltern oder Vormünder konfirmiert werden sollen, sind gleichfalls im