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Jüdische Presse · 1930-01-17 · 3 (17.1.1930) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
3 (17.1.1930)
Date
1930-01-17
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE PRESSE Nr. 3 101 JSlflCHftlCHTEfl |© Fraiienhilfe der ״Adass Israel“. So wie alljährlich veranstaltete auch heuer der Verein ״Frauenhilfe“ zu wohltätigen Zwecken eine Kino« Vorstellung, deren materielles Ergebnis als überaus he« friedigend bezeichnet werden kann. Der Löwenanteil an dem Gelingen dieser Aktion ist hauptsächlich dem rührigen Mitgliedc Frau Lola Schiff zuzuschrciben, die keine Zeit und Mühe scheute, um den Erfolg des Werkes zu sichern. Ihr sowie auch allen anderen Damen, die sich um das Gelingen dieser Veranstaltung bemüht haben, sei an dieser Stelle herzliehst gedankt. Berichtigung. In dem Nachruf über Rabbiner Dok« tor Schönfeld, London (N1*. 2 der ״J. P.“) sind leider einige Zeilen im Druck verstümmelt worden. Sie lauten richtig folgend: Es gelang ihm auch, in dem Verein ״Ben Sackai“ die schulentwachsene Jugend zusammenzufassen, nachdem er in der ״Jcssode Hathora“ eine Religions« schule von hohem Niveau geschaffen hatte. Von der Aguda. Die Presseabteilung der agudisti« sehen Landcszentralc für Oesterreich teilt mit: Am ver« gangenen Sonntag hielt Rabbiner Dr. Pinchas K o h n im agudistischen Heim eine Rede über die politische Lage, wobei er über die Vorgänge in Palästina interessante Mit« teilungen machte. Dr. Kohn gab seiner Zuversicht Ausdruck, daß, wenn wir alsoCDiTIDR אתיזרע Land kommen werden, eine Verständigung mit den Arabern leichter herbeiführ« bar sein wird. Der Grundfehler der bisherigen Vorgangs« weise war der Umstand, daß die Juden sich als Schritt« rnacher europäischer Sitten und Kultur exponierten. Asien bäumt sich gegen die Bevormundung Europas auf und wenn es in der jüdischen Einwanderung eine Verstärkung des europäischen Einflusses erblicken kann, werden die ohnehin vorhandenen Gegensätze um einen wichtigen Punkt bereichert. Wir dürfen daher in dieser Beziehung wenigstens uns den Weg ins Heilige Land nicht ver« rammeln. Wenn wir als Volk des Ostens hinkommen und dort nach unseren alten Sitten und Gebräuchen leben werden, können wir den Morgenländern näherkommen. Vortrag Dr. Pollak. Sonntag den 19. d. M., um 7 Uhr abends, hält Herr Rabbiner Dr. Joel Pollak im agudistischen Heim, II., Leopoldsgassc 16, einen Vortrag über das Thema: ״Wie erziehen wir unsere Jugend?“ ChanukasAktion der Beth Jakov־SchuIe in Subotica. Die am Anfang dieses Semesters gegründete Beth Jakov« Schule hat am vergangenen Chanuka den Beweis erbracht, daß ihr Wirken ein ersprießliches ist. Sie ließ durch ihre Zöglinge den Sinn und Wesen des Chanuka־Festes be« schreiben. Als die besten Arbeiten wurden preisgekrönt die der Fräulein Gabriela und Raehel Deutsch, Golde Engländer und Frieda Winkler. Diese Arbeiten, geleistet von Mädchen im Alter von 13 his 16 Jahren, bewiesen, daß der Unterricht im wahren Geiste der Beth Jakov« Bewegung gehalten ist. Der Erfolg ist in erster Reihe der selbstlosen und mühevollen Hingabe der Leiterin dieser Schule, Frau Mirjam Deutsch, zu verdanken. Chanuka wurde auch dazu benützt, in der ganzen Stadt für Keren Hatora zu sanpneln. Generalversammlung der Zeirei AgudassJisroel in Oradea. Am 26. Dezember hielt die Zeirei Agudas־Jisrocl ihre diesjährige Generalversammlung ab, an der sich alle Mitglieder der Zeirei Ag׳udas«Jisroel beteiligten. Nach der Begrüßungsrede erstattete der Präses Julius Pollak den Tätigkeitsbericht, aus dem die'Gründung einiger gut be« suchter שיערים hervorzuheben ist. Vor einigen Wochen wurde eine ש״ש“Aktion ins Leben gerufen, welche be« rufen ist, die wirtschaftliche und soziale Not der thoratreuen Jugend zu mildern. Im Namen der Finanzkommission referierte eingehend Sekretär Moses Steinfeld. Eine allgemeine Debatte entwickelte sich über die Modifikation der Statuten, zu welcher Alexander Fisch und Ladislaus Rubinstcin wichtige Bemerkungen machten. Unter allgemeinem Beifall wurde dem Präses Julius Pollak für seine selbstlose und hingebende Arbeit der Dank ausgesprochen und der Vorstand mit Rück« sicht auf die Zunahme der Mitgiedcrzahl um fünf Mit« glieder erweitert. חיניןי ספר תירה in Subotica (Jugoslawien). Mittwoch, den sechsten Tag Chanuka, wurde das von Herrn Ignaz Großberger und Frau gestiftete ספר תירה in unserer Ge« meinde eingcweiht. Alle Mitglieder der Gemeinde und auch viele Gäste aus den Nachbargemeinden waren ge« kommen, um der Festlichkeit beizuwohnen. Nachdem das n״D zur Synagoge gebracht worden war, sang Herr Ober« kantor Brandsdorfer mit seiner schönen Tenorstimme, mit dern von ihm dirigierten Knabenchor, הבא ”]TD und שאו שערים. Dann bestieg Seine Ehrwürden Herr Oberrabbiner Moses Deutsch שיליט״א die Kanzel und hielt eine Schwung« volle, an Inhalt und Form meisterhafte ירשה die alle Anwesenden in spannende Aufmerksamkeit versetzte; er beleuchtete die מצוה ועתה כחם לכם und legte dar, was תורה uns war, ist und was sic uns sein soll, daß die Verehrung der תורה nicht äußerlich allein, sondern auch im Innern des Herzens begründet sein müsse, dadurch, daß wir und unsere Kinder nach dem Geiste der תורה leben. Nach מכהה sang חנן Brandsdorfer mit Chor מעוז ציר unter allgemeinem Beifall. Ein Festbankett, bei dem auch sehr schöne י״ת gesprochen wurden, bildete den Schluß der schönen Feier. Urania-Vorträge. 'Herr D,r. iMax Grünwald hält Donnerstag, den 30. Jänner (!halb '8 Uhr, kleiner saal) einen Licihtbildervortrag: ״Spanien als!Schaup 1 a׳t z j i‘1 d isclter G e s ch 1 c 1h t e“ sowie D 0 nn e r st ag, 6. Februar!(dreiviertel 8 Uhr, IKlubsaal) im Rahmen einer Vortragsreihe ״Ewige׳!Bücher“ ׳über den ״Talmud“. Vereintem!« Jüdischer Auslandsberichterstatter in Wien. In der kürzlich stattgefundenen ordentlichen Gener.al Versammlung der ״Vereinigung jüdischer Auslandsberiohterstatter in Wien“ ׳wurden!folgende «Herren in den Vorstand!gewählt: M. He 111 sch (Präsident). Dr. .1. Finkelstein, S. Haber (Vizepräsidenten), D. Schechet. M. A. Teuenblatt. M. Ungerfeld. D. Weinstein. Dr. S. Wolf (Sekretäre). Erfolgreiche Werbung für Schomre Schabbos in Rumänien. CzernoWitz, 2. Jänner. Von 58 der bedeutendsten Rabbinen!Altrumäniens, ׳der Bukowina und Bessaraibiens ist ein lammender Aufruf an die rumänische Juden- 1h׳eit gerichtet worden, der die!Förderung der Bestrebungen des Weltverbandes Schomre Schabbos zur ׳heiligen Pflicht macht. In allen Städten und Gemeinden Rumäniens sollen Ortsgruppen gebildet ׳werden, die es sich zum Ziele setzen, die Aufgaben des Arbeitsprogramms der Schomre- Schabbos - Weltorganisation der Verwirklichung zuzufiihren. ,Demnächst soll in Czernowitz eine Landeskonferenz der Schomre-Schaibbos-Verbände Rumäniens unter der Anteilnahme der Rabbiner und gemeindepolitischeu Führer stattfiuden.!in der die Sabbatprobleme und die Aktion in! Lande ausführlich behandelt werden sollen. Aus allen Provinzen!Rumäniens werden Delegierte zu dieser Tagung erscheinen. An der Spitze der bessarabischen!Delegation wird Oberrabbiner Zirclsohn aus Kiscbincw stehen. Sako. An sämtliche Orts- und Jugendgruppen der Agudas Jisroel. Laut Beschluß der ״Keuessio Gedaulo“ soll jede Orts- und Jugendgruppe die agudistischen Zeitungen lesen und fördern. Die ״Jüdische Presse“ wendet sich an die Orts- und Jugeudgruppeii aller Länder mit einem Anerbieten, das dem Beschluß der ״Kenessio Gedaulo“ nicht nur Rechnung trägt, sondern auch den einzelneu Gruppen in der Ausführung des Beschlusses einen Vorteil bringt. Wir erklären uns vorläufig bis zum 15. Februar bereit, den Gruppen, die 1ms Jahresabonnenten bringen, eine Provision von 10 Prozent in barem zu vergüten und falls mindestens 10 Abonnenten von einer Gruppe gebracht werden, derselben darüber hinaus ein Gratis-Abonnemcnt zu geben, Wir sind überzeugt, daß die einzelnen Gruppen, angesichts der Wichtigkeit einer agudistischen Presse, uns in unserem Bestreben, unser Organ, welches wir redaktionell zurzeit reorganisieren, zu verbreiten, fördernd zur Seite stehen werden. Die Redaktion. י,ן₪₪ו₪ו₪₪₪₪₪ווווו₪₪₪ו₪₪ו₪₪₪₪₪₪₪וווווו₪₪ו₪₪!וו₪₪₪₪ו₪₪₪ו₪ Aus der Aguda» Tels: Im Auftrag der Aguda«Zentrale weilte Herr Wolf S. Jacobson, Hamburg, hier. Er hielt hier einen begeisterten und begeisternden Vortrag über die Aguda« Ideale. Es ist mit einer Intensivierung der Aguda#Tätig# keit sowohl hier wie auch in ganz Litauen im Zusammen« hang mit der Anwesenheit des Herrn ' Jacobson zu rechnen. Kowno: Auch hier hielt Herr Jacobson, Hamburg, verschiedene Konferenzen ab, mit dem Ergebnis, daß in Kürze ein ständiges Sekretariat der litauischen Aguda in Kowno oder Tels geschaffen wird. Man erwartet hier bald den Präsidenten der Aguda, Herrn Jakob Rosenheim. Emden: Herr Oberrabbiner Dr. Josef Carlebach, Altona, sprach in der hiesigen Ortsgruppe über ״Agudas Jisroel in Gegenwart und Zukunft“. Wien: Die Wiener Palästina«Zentrale der Agudas Jisroel hat ihre Tätigkeit neu aufgenommen und arbeitet intensiv in erster Linie für das Schuhverk in Palästina. In Anbetracht der hohen Bedeutung eines religiösen Schulwerks im Heiligen Lande rechnet man mit einem guten Erfolg der Arbeit. Es ist beabsichtigt, auch des öfteren Vorträge über die Lage in Palästina abhalten zu lassen. Jerusalem: Die Aguda hat sich an einer Milchwirt« schaft beteiligt. Es handelt sich um eine Gesellschaft mit einem Aktienkapital von £ 10.000. Die Direktion, die aus sieben Herren besteht, wird durch weitere sieben Herren der Aguda erweitert. Es werden 160 Rassenkühe in Afule eingestellt, in Machaneh Jisroel sollen die Futtermittel beschafft werden, ebenso ist dort die Zuchtwirtschaft für das Jungvieh. Milch und Milchprodukte sollen in Jeru« salem, TeLAwiw und Haifa durch eigene Verkaufsstellen vertrieben werden. Helsingfors: Herr Wolf S. Jacobson hielt hier und in Abo mit den Gemeindevorständen Konferenzen wegen Schaffung einer finnländischen Landeszentrale des Keren Hathora ab, mit dem Ergebnis, daß sich die Vorstände dieser Gemeinden korporativ dem Keren Hathora an« schlossen. Das Schächtverbot 111 Norwegen. Wegen des Inkraferetens des Schächtverbot es!ist am 1. Jänner!in Drontheim ein Traiiergottesdienst ab gehalten ,worden. I׳n der Trauerrede gab Lehrer Jacobsoihn de׳r Hoffnung Ausdruck, ,daß sioh die Wahrheit d'iirchringen wird und unser religiöses Recht ■uns ׳wiede,rgegiben wird. Statistische Arbeiten des Weltverbandes der Schomre Schabbos. Das :Zentralbüro des Weltverbandes Schomre Schabbos hat es unternommen, eine Kartothek aller sabbatihältenden und atn Sabbat interessierten ׳Persönlicbkeiten und Firmen anzulegen. Es steht zu erwarten׳, •daß ׳mit diesem ,wichtigen statistischen Werk die verzweigte Aribeit des Weltverbandes neue Förderung erfährt u,n׳d von den Interessenten ,nachdrücklichst ׳unterstützt werden wird. Ein Minsker Richter verurteilt Kinder eines Raw zum Unterhalt ihres Vaters. Die Jewsekzla!ordert seine Absetzung. >(J. T. A.) Die;Minsker ׳jüdischen Kommunisten fordern d׳i׳e Absetzung eines Richters, der im Rechtswege die ׳fünf Töchter eines der ältesten Minsker Rabbiner, des Raw ׳Bloch, ,zur wirtschaftlichen Unterstützung ihres Vaters ■verurteilt hat. Die Töchter sind verheiratet und wirtschaftiich zur Unterstiifcziiiing ihres Vaters imstande. Sie wandten ■vor dem Richter gegen die!Ausübung ihrer i׳n der Söwijetgesetzgebu.ng festgesetzten Unterhaltspflicht ein, daß eine ,Unterstützung ihres Vaters eine Unterstützung der Religion bedeuten ,würde. Diesen Eimwand ließ der Richter nicht gelten.!Die ״Jewsekzia“ ln Minsk sieht in dieser Ent- Scheidung des 'Richters eine Ermutigung der r e Figii ö s e 11 R r e i׳<s e u.!11 d 've-rJa 11 g t ,s•e11׳1׳!e Absetz111 n g. Eine Broschüre von Dr. Magnes über die Lage in Palästina. (J. T. A.) Oer!Kanzler der ׳Hebräischen Universität Dr. J. L. Magnes veröffentlicht eine 1Broschüre mit dem Titel: ׳״Alten Völkern gleich?“, die sich׳ mit der Situation in Palästina beschäftigt. Die Broschüre, in der sich!Dr. Magnes für die Dringlichkeit einer jüdisch-arabischen Verständigung einsetzt. enthält ältere Aufsätze und neuere Aeuße-rungen von Dr. Magnes, einschließlich seiner viel diskutierten Rede bei der Wiedereröffnung der Hebräischen Universität, und ferner einen 'bisher unveröffentlichten Aufsatz. ,Dieser Aufsatz befürwortet die Einrichtung eines Par- 1faments in Palästina unter der Voraussetzung, daß die Araber und ׳eine ׳internationale (Körperschaft die jüdische Immigration, die jüdische landwirtschaftliche Kolonisation und die Freiheit zur Entwicklung der jüdischen Knl-tnr ■garantieren. Als Einleitung enthält die Broschüre von Dr. Magnes das Vorwort, das Achad Ha'am zur Neuansgäbe seiner eigenen Werke schrieb. Autounfall des ״Gerer Rebbe“. (J. T. A.) Der Rabbi von Gura Kahvarja (Gerer Rebbe) erlitt einen Antonnfall, als ׳er sich von seinem Wohnorte nach ׳Warschau begab, um an der BesclincicUuigsfcier für seine Urenkel-'Zwill'inge teilzunehmen. Das Auto kam ins Schleudern, stürzte in den Ghausseegraben und Überschlag sich. Der Rabbi und seine Begleiter kamen, ׳wie durch ׳ein Wunder, mit mir geringen Kontusionen davon. Sie setzten ihre Fahrt nach Warschau im Autobus fort. In Warschau veranstalteten die zahlreichen Chassklim des Rabbi eine große Feier, bei welcher der Rabbi den ״GonrcU-Scgensspruch aus Anlaß seiner Lebensrettung •sprach. Kommt die Fünftagewoche in Amerika? (Sako.) Die einflußreichsten Vertreter des amerikanischen Kapitals uncl der Arbeit haben sich in Glevcland versammelt, um in gemeinsamer Beratung eine Lösung für die Nöte der Arbeitslosigkeit und der Wirtschaftskrise Amerikas zu finden. Edgar Adams, einer der bedeutendsten Unter« nchmer Clevelands, und Alex Whitney, Präsident der größten amerikanischen Bahngesellschaft, sahen den besten Ausweg aus der kritischen Lage der Gegenwart in der Fünftagewoche. Präsident Whitney uncl Mr. Adams gaben dem Wunsche Ausdruck, die Regierung möge mit dem Beispiel vorangchen. die Arbeitswoche der Angestell« ten und Beamten auf fünf Tage zu reduzieren und den Sabbat zum nationalen Ruhetag neben dem Sonntag zu erklären. Gründung eines Landesverbandes der Schomre Schabbos für AltsRumänien. (Sako.) Auf Anregung des Wcltvcrbandcs Schomre Schabbos haben sich in Jassy, der zweitgrößten Stadt Alt«Rumänicns, alle an der Schomrc־Schabbos«Bewcgung interessierten Kreise wie: die Rabbiner, namhafte Wirtschaftler, Intellektuelle und Angestellte zu einer mächtigen Ortsgruppe des Schomre Schabbos zusammengeschlosscn. In einem großen Meeting, bei dem hervorragende Redner auf die Bedeutung der neuen Weltbewegung Schomre Schabbos hinwiesen, unter ihnen insbesondere der als gefeierter Redner bekannte Oberrabbiner Abraham Rubin aiis Scrcth, wurde der be« dcutsamc Beschluß gefaßt, in Jassy die Landcszentralc für AltsRumänien zu bilden und von hier aus die Bewc« gung auf ganz AltsRumänien zu übertragen. Bei einer demnächst stattfindenden zweiten großen Kundgebung soll eine machtvolle Aktion zur Erreichung des Ausbaus der Bewegung und der Landesorganisation in die Wege geleitet werden. Gründung einer Landeszentrale des Schomre SchabbossWeltverbandes in Italien. (Sako.) Nachdem sich in fast allen größeren Städten Italiens mit nennenswerter jüdischer Bevölkerung Ortskomitecs der Schomre Schab« bossBewegung gebildet hatten, ist man jetzt dazu ge« schritten, die Arbeit der einzelnen Städte zusammenzu« fassen, und so hat sich eine italienische Landeszentrale des Weltverbandes Schomre Schabbos gebildet. Den Vor« sitz der neuen Landesorganisation hat auf Initiative des Weltverbandes der bekannte Führer der italienischen Judenheit Oberrabbiner Dr. Angelo Sacerdoti übernom־ men. In den Vorstand der italienischen Landcszentralc sollen prominente geistige Führer der italienischen Juden« heit gewählt werden, die bisher bereits ein lebhaftes Interesse für die Tätigkeit des Weltverbandes bekundet haben. Die jüdische Einwanderung nach Palästina vergrößert sich wieder. (J. T. A.) im Laufe des Monates November sind in Palästina 620 Juden, 102 Christen und 8 Moslems cingewandert. In der gleichen Zeit verließen das Land 204 Juden, 109 Christen und 47 Moslems. Die Zahlen enthalten auch 104 Juden, 50 Christen und 5 Moslems, die als Touristen in das Land gekommen sind und die Erlaubnis zur Ausiedluug erhalten haben. 16 Immigranten erhielten nicht die Erlaubnis, an Land zu gehen, weil sie den Einwanderungsbedingungen nicht entsprachen. — Im Oktober kamen unter 1279 1111migrauten 1086 Juden nach Palästina und 204 Juden ver■ ließen das Lauch Im September war die Zahl der jüdisehen Immigranten 605 (Gesamtzahl der Einwanderer 812). Unter den 254 Auswanderern waren 130 Juden. Amtliche Verlautbarungen der israelit. Kultusgemeinde Wien. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Z. 259 ex 1930. Wien, 12. Jänner 1930. Kundmachung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt hiermit bekannt, daß die Pfivatistenprüfungen aus israel. Religion für Mittelschiiler(innen) und P r ä« parandinnen im I. Halbjahre des Schuljahres 1929«30 Dienstag, den 21. Jänner 1930 von 3 bis 6 Uhr nachm. L, Seitenstettengasse 2, II. Stock (Rabbinatskanzlei) durch Herrn Schulrat Prof. Dr. Heinrich Pollak vorgenommen werden. Die Prüfungstaxe beträgt S 5 pro Halbjahr und ist im Vorhinein an der Kassa der israelitischen Kultusgeminde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu entrichten. Die Quittung ist dem Examinator vorzulegen. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagoge n. Freitag, den 17. Jänner 1930, werden bei dem um 4 Uhr 40 Minuten beginnenden Abeudgottesdienste in nachbenannten Gemeinde- und Bczirkssynagogeu Predigten abgehalten, und zwar: 1״ Seileustettengasse 4 (Rubbiner Dr. M. Grunwald); IX., Miillnergasse 21 (Rabbiner Dr. A, Z. Schwarz); XVIII., Schopenhauerstr. 39 (Rabbiner Dr. D. Feucht wa 11g). Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 18. Jänner 1930, findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt.

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