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Jüdische Presse · 1930-01-03 · 1 (3.1.1930) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
1 (3.1.1930)
Date
1930-01-03
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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J Nr. 1 JÜDISCHE PRESSE Seite 3 tnrnmro1H1nmut111ffl11m1f1tu111(1K1üw^wwHTOniw»twu1muuwuww1w>wBww11BHM111a1w18wn Lebensversicherangs - Gesellschaft ״PHÖNIX“ וווווווווווווווווווווווווווווווווווו!ווווווווווווווווווווווו₪₪ו Gegründet 1882 Gegründet 1882 IMenngMand Ende Mai 1929 2000 ffiillionen'Sdiiiiisg Garanfiemittel Ende 1920 . 230 Millionen Sdiilling Prämien- und 2inseneinnahmen im Jahre 1928 .S7*/a Millionen Sdiilling Tätigkeitsfeld der Gesellschaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, | Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten verletzt, sie klagt laut, sie erhebt sich zum Aufstand, sie greift, wie vor wenigen Jahren dicht vor der Tür Englands Irland, zum politischen Mord; denn anders sind die letzten Attentate in Jerusalem gar nicht zu verstehen. Was wird nun geschehen? Man kann je nach Sachkenntnis und politischem Verständnis die Widerstandskraft eines Volkes verschieden einschätzen. Idi selber glaube zu sehen, daß die Araber im Kampf um ihre Nationalität, die man sie verstehen gelehrt hat, als es vorteilhaft erschien, sie das zu lehren, durch nidits, weder durdi Gcriditsurteile, noch durch englisdie Bataillone, gebrochen werden könncn. Ganz abgesehen von aller Sympathie für Freiheitskämpfe, auch wenn man die Frage rein rechnerisdi stellt, ist es sehr unwahrscheinlidi, daß die Widerstandskraft der Araber durdi eine ihr gegenüberstehende Kraft an Zähigkeit, an Ausdauer und Opfermut wird übertroffen werden können. So ist die Zukunft Palästinas eine sehr dunkle, wenn nidit viel Takt, viel Verständnis und ein rasches Einlenken noch in letzter Stunde den rechten Ausweg finden. Wenn aber jemand meinen könnte, daß cs sich dabei nur um den Streit um ein entlegenes, kleines und unbedeutendes Land handle, so würde er irren. Palästina ist noch immer imstande, die Gemüter der Welt zu erregen. Die Würde Englands, der Stolz der ganzen arabischen Welt, die Stellung des Judentums, das wahrlieh genug gelitten hat, sie alle fallen in die Waagschale. Die Zukunft Palästinas ist eine große Frage der gesamteil Menschheit. _ Fortsetzung der Einvernahme von Rabbi Kook durch die Untersuchungskommission. (J. T. A.) Im Verlauf der weiteren Vernehmung von Rabbi Kook• durch die Untersuchungskommission unterzog der Anwalt der Araber Stoker den Oberrabbiner eines sehr eingehenden und scharfen Kreuzverhörs. Stoker fragte, ob die Juden das Klagemauergebiet in eine Art offene Synagoge umwandeln wollen und womit die Juden ihre Ansprüche auf die Klagemauer begründen. Die Ant# Worten von Rabbi Kook lassen sich in folgendem zusam# menfassen: Das palästinensische Oberrabbinat ist wohl, im Be# sitze von Dokumenten, die die Berechtigung der jüdischen Ansprüche, an der Klagemauer ihre Gottesdienste ab# halten zu dürfen, hinreichend dokumentieren, aber das Oberrabbinat hält es im Prinzip nicht für notwendig, diese Ansprüche zum Gegenstand einer Diskussion tech# Chanukahveranstaltungen. Die Chanukahfestiagc: wurden in diesem Jahre von allen Kreisen der Wiener Judenschaft reichlich ausgenützt, um Veranstaltungen zugunsten von kulturellen und charitativen •Anstalten zn feiern. Diese Tatsache verdient besonders aus dem Grunde hervorgehoben zu werden, weil wir in diesen Veranstaltungen ein Zeichen jener unverwüstlichen jüdischen Kraft erblicken, die vor keiner Schwierigkeit zurückschreckt. Je trostloser die wirtschaftlichen Verhältnisse in Oesterreich sich gestatten und die Zukunft jüdischer Institutionen traurig erscheint, desto größere Anstrengungen sind nötig, um die Chanukahtage dazu zu benützen, Licht und hellere Töne in diesen grauen Hintergrund zu bringen. Tiferes Bachtirim. Gleich am ersten Tage fand das Festbankett des Tiferes-Bachurim-Vereines statt. Im großen Turnsaal der Talmud-Thora-Volks- und -Hauptschule versammelten sich bei weißgedeckten Tischen mehr als 200 Personen. Nach einigen Begrüßungsworten des Obmannstellvertreters Herrn Josef Schick sprach Oberrabbiner F ii r s t über die Bedeutung des Thoralernens in der Großstadt und über die Wichtigkeit des Lernens auf Jeschiwoth. Auch Rabbi Josef Baumgarten beschäftigte sich in einer längeren Rede mit dem Problem der jüdischen Erziehung der Großstadtkinder. Er trat mit warmen Worten für den Besuch der jüdischen Schule ein, da für die Jeschiwoh eine richtige Vorbereitung nur an einer Jüdischen Schule möglieh sei. Das Sabbatproblem spiele nicht nur in den Jahren vor dem. Jeschiwahbesuch, sondern auch in der Periode nach den Jeschiwahjahren eine überragende Rolle. Unsere Kinder, führte Rabbi Josef Baumgarten aus, kehren früh, oft zu früh nach Wien zurück, wo ihrer ein harter Lebenskampf wartet. Gerade in diesem gefährlichen Alter, wo die jungen Leute nach einem Broterwerb Umschau halten müssen, tritt die Versuchung in der schrecklichsten Form an sie heran, da sie kaum ein Geschäft, kaum ein Gewerbe finden, wo ihnen Aufnahme, liebevolle Anleitung und tüchtige Ausbildung zuteil würde. Die Wirksamkeit des Tiferes- Bachurim-Vereines ist sicherlich sehr segensreich, sie bedarf aber dringender Ergänzung nach oben, daß nicht njscher Terminologie zu machen, weil, ja die gesamte zivilisierte Welt weiß, daß die Klagemauer die heiligste Stätte der Juden, das weiteste Gefäß jüdischer Tränen sei. Die Klagemauer übertrifft an Heiligkeit jede Synagoge. Stets, in jeder Geschichtsepoche, wurde von allen Seiten Toleranz gegenüber den Juden bei der Ausübung ihrer Rechte an der Klagemauer geübt, weil die ganze Welt sich darüber im klaren war, daß die Klagemauer eine in der Atmosphäre der Tempelheiligkeit liegende Stätte ist. Jeder wußte diese unsere Rechte zu respektieren, bis unheilstiftende Individuen unsere moslemitischen Brüder gegen uns aufhetzten. Die geistige Bedeutung der Klage# mauer kann nicht in die Sprache offizieller Dokumente übertragen werden. Oberrabbiner Kook lehnte es ab, in eine Diskussion über die mit der Klagemauer in Zusam# menhang stehenden administrativen Vorkehrungen, wie z. B. Ernennung, Befugnisse und Kontrolle des Tempel# dieners an der Mauer, •einzugehen. Er schwieg, als der stellvertretende Oberstaatsanwalt der Palästina#Rcgicrung Drayton darzulegen suchte, daß der Tempeldiener die wirkliche Autorität an der Mauer sei. Sir Boyd Merriman verlas die Erklärung, die der Oberkommissar Sir John Chancellor in der Sitzung der 5. Session der ständigen Mandatskommission des Völker# bundes, die kurz vor Ausbruch der Palästina#Unruhcn in Genf stattgefunden hat, abgegeben hat und in der Chan# ccllor ausführte, das Klagemauer#Problem könne sofort gelöst werden, wenn sich nur die moslemitischen Behörden entschließen wollten, das Gebiet vor der Klagenuuiei■ den Juden zu verkaufen; die Juden hätten bereits eine ent# sprechende Summe zum Erwerb des Platzes zur Vcrfii# gung. Oberrabbiner Kook erklärte, er höre zum erstenmal von dieser Erklärung Chancellors. Gelobt sei der Herr, der mir solche Kunde werden ließ! Zweimal im Verlauf seiner Vernehmung kamen dem Oberrabbiner Kook die Tränen in die Augen. Das erstemal war es, als er über das Begräbnis des getöteten jüdischen Knaben Misrachi sprach, bei welchem es bc# kenntlich zu schwersten Mißhandlungen jüdischer Teil# nehmer am Begräbnis durch die Polizei kam. Das jüdi# sehe Gesetz fordert, sagte Rabbi Kook, daß einem Juden, der wegen seines Judeseins unter grausamen Umständen getötet und also zum Märtyrer des Judentums geworden ist, die größten Ehren gezollt werden; es ist ein Gebot, dem Begräbnis eines solchen Märtyrers beizuwohnen. Es hat uns zutiefst betrübt, daß wir dem Begräbnis der Märtyrer in Hebron, der in der Jeschiwah getöteten ge# lehrten Männer und Jünglinge nicht beiwohnen durften. Die jungen Männer, die in Hebron brutal abgeschlachtet wurden, waren Leuchten des Geistes mit der Anwart־ schaft-, große Weise und Rabbiner in Israel zu werden. Ein zweites Mal brach Rabbi Kook in Tränen aus, als der Anwalt Stoker ihn über die Uebung des Schofarblasens an der Klagemauer befragte. Diese geehrte Kommission, sagte der Oberrabbiner, untersucht die Frage des Schofar# blasens, als ob nicht soviel reines Blut vergossen worden wäre, als ob sich nicht furchtbare Dinge ereignet hätten, wie sie sogar in den rückständigsten Ländern nicht denk# bar sind. Der Oberrabbiner lehnte es strikt ab, die Frage des Status quo zu erörtern. Ueberall, erklärte er, haben die Juden das Recht auf ungestörte Andacht; warum sollten sie es nicht an der in den Augen der Juden der ganzen Welt heiligsten, Stätte im , Heiligen Lande haben! Es ist mir ganz und gar unmöglich, schloß der Rabbi, in trockenen und bündigen Ausführungen Fragen zu beant# Worten, die meine Seele zuinnerst erschüttern. NEUERÖFFNETE REICHHALTIGE MODERNE LEIHBIBLIOTHEK DER BÜCHERSTUBE M. RATH WIEN, II., TABORSTRASSE Nr. 20a TEL.: R-43-1-08. ALLE NEUERSCHEINUNGEN! REICHE AU8WAHL IN HEBRA1KA UND JUDAIKAI MONATSGEBUHR NUR S 3.- KEINE BANDGEBÜHR! TÄGLICHER UMTAUSCH! nur Wiener Kinder, die auf Jeschiwoth fahren, unterstützt werden, sondern auch jene, die aus den jeschiwoth zurückkehren, eine Unterstützung in dem Kampfe um das tägliche Brot bei Heilighaltmig des Sabbats linden sollen. Sowohl die Rede des Herrn Oberrabbiners Fürst wie jene des Herrn Rabbi Josef Baumgarten ließen erkennen, daß die Führer der Wiener Orthodoxie sich bewußt sind, daß das thoratreue Erziehungsproblem in einer Großstadt wie Wien die wachsamste Aufinerksamkeit und die wärmste Förderung aller thoratreuen Kreise beanspruchen müssen. Das Bankett, belebt von den Gesangsvorträgen der Herren Oberkantor Brau n, Kantor Kunstadt und des Herrn Eise 11, brachte für die Zwecke des Vereines einen sehr ansehnlichen materiellen Erfolg. Chanukafeier im Pazmanitentempel. Am ersten Chanukaabend (26. Dez.) fand wie all jährlich ein Gottesdienst statt, bei welchem die Zog# linge der Talmud־Thora#Schule in Begleitung ihrer Eltern anwesend waren. Dem Anzünden der Chanukalichter, welches Herr Oberkantor Müller in gewohnter meisterhafter Weise in Begleitung des Chores ausführte, schloß sich eine Feier der Kinder unter Leitung der Herren Lehrer Dr. Baum# garten und Rudski an. Es war eine Herzensfreude zu hören, wie die Zöglinge die Chanukagedichte und Ge# sänge zum Besten gaben. Bei diesem Anlässe erhielten alle Kinder eine kleine Chanukagabe. 30 unbemittelte Kinder erhielten Winterbekleidung. Außerdem wurde ein Ge# denkblatt verteilt, welches Prof. Moriz Antscherl zur ehrenden Erinnerung an den verewigten Gründer und langjährigen Obmann des Tempelvereines Adolf Schra# mek s. A. verfaßt hatte. Mit einer noch immer in jugendlichem Eifer gehal# tenen Ansprache des Herrn Prof. Antscherl wurde die erhebende Feier geschlossen. Im Pr. Krüger-Heim. Am 28. Dezember v. J. fand im Dr. Krüger#Heim für Lehrmädchen und jugendliche Arbeiterinnen Wien, II., Malzgasse 7, die diesjährige Chanukafeier statt, die wie immer einen ebenso würde# wie glanzvollen Verlauf nahm. Der Präsident Ober#M.#R. Dr. Krüger hatte Gelegenheit, unter den Gästen den Vizepräsidenten der Isr. Kultusgemeinde Dr. J. Ornstein, den ersten Se# kretär der Kultusgemeinde Reg.*R. E. Adler, Herrn Rabb. Dr. J. P o 11 a k, Kuhusrorsteher W a 11 u c h samt Hüten Sie sich vor Verkühlung! Hiedurch entstehen Krankheiten. Diesen beugen Sie vor, wenn Sie, über ärztlichen Rat, Ihren Körper mit Menthol-Franzbranntwein ALPA massieren. Nach dieser ״ A1 p a“ - Massage empfinden Sie eine mäßige Kühle, in einer kleinen Weile jedoch ein sehr angenehmes Wärmegefühl. _s__ Protest gegen die Religionsverfolgungen in Rußland. (J. T. A.) Die prominentesten englischen Geistlichen und der Oberrabbiner des britischen Reiches Dr. Hertz luden zu einer Protestversammlung gegen die Religions# Verfolgungen in Rußland nach der Albert#Hall ein. Der über 10.000 Menschen fassende Saal war überfüllt, alle Schichten der englischen Bevölkerung waren vertreten. Es wurde einmütig die folgende Entschließung angenom# men: Die Versammlung protestiert mit ganzer Kraft ge# gen die unaufhörliche Verfolgung aller Gläubigen in Rußland und fordert alle, die an Gott glauben und die Freiheit lieben, auf, unablässig zu beten und zu arbeiten für die religiöse Freiheit der Völker in Rußland. Die englische Regierung wird aufgefordert, die größten An# strengungen zu machen, damit die Sowjetregierung die ־ religiösen Verfolgungen einstell. Die Resolution wird allen zivilisierten Regierungen der Welt übermittelt. Nachdem Maitre Th. Aubert, der speziell zu der Versammlung aus Genf nach London gekommen ist, einen generellen Bericht über die Verfolgungen der Gläubigen in Rußland erstattete und die Geistlichen der verschie# denen christlichen Religionen über das Martyrium ihrer Anhänger im Sowjetreich berichtet hatten, ergriff Chief Rabbi Dr. Hertz das Wort zu einer Ansprache, in der er ausführte, die Juden, haben am stärksten unter der religiösen Verfolgung in Rußland zu leiden; das Juden־# tum sei die Zielscheibe für die Religionsfeinde. Die Be# sehlagnahme der Synagogen seitens der lokalen Sowjets dehnt sich über ganz Rußland aus. Während der ver# gangenen hohen Feiertage mußten in zahlreichen Städten die Juden in Scheunen und Ställen ihren Gottesdienst verrichten, und sie waren glücklich, wenn sie solche Unterkunftsstätten für ihr Gebet gefunden hatten. Die Rabbiner sind mannigfachen Erniedrigungen unterworfen. Die Zionisten werden mit unmenschlicher Grausamkeit behandelt, man wirft ihnen vor, daß sie Agenten des britischen Imperiums seien. Man wirft sie in die Ge# fiingnisse oder deportiert sie nach den ödesten Gegenden Sibiriens. Viele von ihnen werden zu Selbstmord und --'■3■ ■י■ י-'■*■'- י■1■— 1י■ *™JUl", 1 1■ ״ -j-—ÜÜJ Gemahlin, Oberkantor J. L ö w i t, die Damen Dir. R. U11# mann, Dr. Beate Baumgarten, die Autorin des mit demonstrativem Beifall aufgeführten Stückes, Schuldir. Ch. Wobornik, den Gesamtvorstand des Heimes und viele andere Persönlichkeiten begrüßen zu können. Die Festrede hielt Rabb. Dr. Pollak. Die mit vollendeter Kunst vorgetragenen Rezitationen durch Ellinor Falk, die feinfühlige Begleitmusik durch Oberkantor L ö w i t, die von Fr. Steffy Maiden einstudierten Tänze, die humorvoll durch Frau Dr. Hermine Krüger angekün# digte Kleine Modeschau bzw. die entzückenden im Heime hergestellten Toiletten, wie überhaupt, die ganze unter der bewährten Regie des Anstaltsdirektors Adolf Rei# n i s c h stehende Veranstaltung, bei allen Anwesenden den stärksten Eindruck hinterließ. Chanuka ln der Schule. Sonntag, den 29. Dezember, fand im Schulhause der Talmud#Thora Volks# und Hauptschule eine von der Klassenlehrerin Frl. Salzmann wirkungsvoll geleitete Chanukafeier der 3. Klasse der Mädchen#VolksschuI'e statt. Die Feier, in deren Mittelpunkt gelungene Vorfüll# rungen der Schülerinnen standen, verlief sehr angeregt. Auch die zweite Klasse der Mädchen#V01ksschule ״Talmud#Thora“ feierte Montag, den 30. Dezember im Dr. Krüger#Heim ein Chanukafest, das unter Leitung der Klassenlehrerin Frl. B ü c h 1 e r entzückende Vorführung gen der Schulkinder brachte. Im großen Festsaal des Hotels ״Bayrischer Hof‘* fand, gleichfalls am 30. Dezember, eine Chanukafeier der Wiener Beth Jakob־SchuIe statt, die einen wür# digen Verlauf nahm. Chanukafeier im neueröffneten Kinderhort der jüd. Volks- und Hauptschule, II., Malzgasse 16. Vorwärts, aufwärts ist die Parole, nach der unsere Schule ihre Entwicklung nimmt. Fühlt sie sich hinsicht* lieh Lehrausmaß, Lehrmittel und?Behelfe auch der ein# gehendsten behördlichen Inspektion gewachsen, so ruht und rastet sie nicht, bis nicht auch das leibliche und seelische Wohl der ihr anvertrauten Kinder sichergestellt ist. Daher die einzigartige Ausspei# sung, die, schmackhaft und kräftig mehr als 70 Kindern den Mittagstisch ersetzt. Nunmehr die Eröffnung eines Hortes, der die außer Haus beschäftigten um ihr tägliches Brot ringenden Eltern der qualvollen Sorge ent# hebt, just ihr Teuerstes den verderblichen Einflüssen

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