Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 49 (20.12.1929)
- Date
- 1929-12-20
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 4 JÜDISCHE PRESSE Nr. 4t ^llllllllllllllllllllllllllllllillllllillilllllllllllllillllliiw Einzige lüdlsche | Priij!■■ . I für Weißnähen und Kleidermachen ן mit Öffentllchkelisrecht | Wien, II., Halsgasse 7, Dr. Krüger-Heim | Staatsgiitige Zeugnisse Oehiliinnenrecht g Samstag geschlossen! g i5S Der Hadassah-Arzt Dr. Berkowitz von Arabern angeschossen. (J. T. A.) Der Arzt des Hadassnh-Hospitals, Doktor Berkowitz. wurde, während er am Nachmittag des 4. Dezember auf dem Wege von der jüdischen Kolonie Jessod Hamaala nach der Kolonie Ajeleth Haschachar in Nordgaliläa war. aus dem Hinterhalt angeschossen und schwer verletzt. Zwei Aerzte aus Safed leisteten ihm die erste Hilfe und brachten ihn in das Safeder Hospital. Dr. ׳Berkowitz ist der sechste jüdische Arzt, dev seit den Augustunruhen ein Opfer arabischer [Jeherfälle geworden ist. Wie Dr. '1' i c h o, der berühmte Augenarzt, der . vor kurzem in Jerusalem überfallen und durch Schüsse schwer verletzt wurde, war auch Dr. Berkowitz ein Wohltäter der Araber. Er pflegte sich freiwillig in die primitivsten arabischen Orte und zu den Beduinenstämmen um Beer Sheba zu begeben, um kranke Araber zu heilen. Als die Hödassah Doktor Berkowitz einen Posten an ihrem Hospital in Beisan anbot, erschien der Scheich von Beer Sheba an der Spitze einer Delegation in Jerusalem und bat die Leiter der Uadussah, den Arzt nicht aus Beer Sheba weg/itnelnnen. Als er doch nach Beisan iibersiedclte. besuchten ihn seine Freunde und zahlreiche Kranke aus Beer Sheba häufig in seinem neuen Wirkungskreis. Nach Ausbruch der Unruhen wurden sein Haus und die Apotheke in Beisan geplündert, er zog mit den übrigen jüdischen Einwohnern fort und übernahm die Leitung des Hadassah-Hospitals in Jessod Hamaalah, die ein anderer Arzt wegen der mangelnden Sicherheit im Verkehr zwischen den zu besuchenden jüdischen Kolonien Nordgaliläas atifgeg'eben hatte. Dr. Berkowitz zögerte nicht, dieses Amt, dessen Ausübung mit Lebensgefahr verbunden ist, anzunehmen. Während er im Auto fuhr, wurde er von den Kugeln getroffen. Die Aerzte halten seinen Zustand für ernst. Ein englischer Chirurg wurde aus Liberias zur Vornahme einer Operation an dem Verletzten nach Safed gerufen. Britische Parlamentsmitglieder bilden ein proarabisches Komitee. (J. T. A.) Mitglieder des Parlaments wurden zu einer am 12. Dezember •in einem Raume des Unterhauses stattfindenden Zusammenkunft cingeladen, in der der in London weilende!Sekretär der Arabischen Exekutive und des Obersten Moslemitischen Rates Palästinas, Jamal el Hussein!, über die Lage der Araber in Palü- ■stina •referieren wird. Die Einladung ist unterzeichnet von Earl Howe, Viscount Templetoivn, Generalmajor Sir Alfred lEnox, Colonel Howard-Bury, Admiral Beamish,. John Reiner, Captain Bennct, Mitglieder aller Parteien des Unter- und Oberhauses wurden zu der Zusammenkunft eingeladen. Wie ״Morning Post“ mitteilt, beabsichtigen die Kreise, die zur Aussprache mit Jamal Husseini oinladen, ein Komitee zur ״angemessenen Vertretung des arabischen Falles“ zu begründen. Wie bekannt, wurde im vorigen Monat aus Mitgliedern des Parlaments eine Gruppe gebildet, deren Ziel es ist, die Politik des Pulästinamandates und die Kolonisierung Palästinas zu fördern. Vorsitzender dieser Gruppe ist Colonel Josiah Wedgwood, die Exekutive besteht aus dem früheren Kolonienminister L. S. Amery, dem früheren Kolonien-Unterstaatssekretär Ormsby- Gore, Sir Martin Comvay, Sir Robert Hamilton, •Major H. L. Nathan, James A. de Rothschild und Dr. George Spcro. Der parlamentarische •Korrespondent von ״Morning Post“ meint, daß Colonel Howard-Bury und etwa 20!Gleichgesinnte sich zu ein er pro-arabischen Gemeinschaft zusammengetan haben, um dem parlamentarisehen Pro-Palästina-Komitee ein Gegengewicht bieten zu können. Der Korrespondent schildert, wie der Führer der zionistenfreundlichen Gruppe ini Parlament Colonel Wedgwood und der!Führer der pro-arabischen Gruppe IIoward-Bury stets bereit sind, aufeinander loszugehen, sobald das Wort Palästina fällt. Androhung' einer Pressezensur in Palästina. (J. T. A.) Der Polizeidirektor von Palästina ließ im Namen des Oberkommissars den Zeitungsredaktionen eine Warnung zugehen, daß für den Fall, daß weiterhin Nachrichten und Aufsätze provokatorischen Charakters veröffentlicht werden, eine Presse-Vorzensur eiugeführt werden wird. Die Regierung, heißt es in der Mitteilung, darf!so scharf als möglich kritisiert werden, aber es muß alles vermieden werden, was geeignet wäre, Feind- «chaft zwischen Arabern und Juden zu säen. Die jüdische Einwanderung in Palästina. (J. T. A.) Im Oktober!sind 1279 Einwanderer, unter ihnen 1088 Juden, nach Palästina gekommen. In dem gleichen!Monat wanderten 270 Personen, unter ,ihnen 204 Juden, aus. Im September d. J. betrug die Zahl der jüdischen Einwanderer 603, die der jüdischen Auswanderer 130. Die jüdischen Sozialisten Amerikas in Opposition gegenüber dem Palästina-Werk. (J. T. A.) Die Föderation der jüdischen Sozialisten Amerikas hielt soeben ähre Jahreskonferenz ab. Herr Siebert, ein Führer der jüdischen Arbeiterpartei ״Bund“ in Polen, hielt eine Ansprache,!in der er sich gegen die infolge der Palästina-Ereignisse entstandene ״sentimentale Hy- «terie dev Massen“ wandte und die jüdischen Sozialisten davor warnte, dn eine palästinafreundliche Romantik zu verfallen,!Der angesehenste Führer der jüdischen Sozialisten Amerikas,!Herr Ab. Cahan, trat den Ausluhrungen Sieberts entgegen und appellierte an die Convention, keine Resolution gegen das Palästina-Werk zu fassen. Schließlich nahm die Convention mit einer Mehrheit eine Resolution an, in der den Opfern der Palästina-Unruhen die Sympathie ausgesprochen, gegen die Rädelsführer der Pogrome sowie gegen diejenigen £ rotes tiert wird, die die Pogrome nicht verhindert aben, obwohl dies in ihrer Macht lag. Wenn wir auch, beißt es in der Resolution weiter, über die Ereignisse in Palästina Trauer empfinden, so ändert dies nicht unsere Haltung gegenüber dem Zionismus. Nach wie vor sind nur tief davon überzeugt, daß Palästina eine!Lösung der Judenfrage nicht mit sich bringen könne. Die nationale Emanzipation der Juden geht in jedem Lande Hand in Hand mit der allgemeinen Befreiung der Massen. Palästina kann nicht das jüdische Nationalheim werden. Wenn wir aber auch dem Zionismus in allen seinen Formen widerstreben, sind wir dennoch an dem Schicksal der Juden Palästinas, besonders der jüdisehen Arbeiter dieses Landes, interessiert, und wir wollen ihnen ebenso wie den jüdischen Massen anderer Länder helfen. Die Convention hält es für ratsam, unter der jüdischen Arbeiterschaft Amerikas einen Drive duvchzufüliren, dessen Ertrag zur Unterstützung der jüdischen Arbeiterinstitutionen der ganzen Web: verwendet werden soll. Ein Hilferuf von Rabbinern aus Rußland. In Riga sind Briefe von mehreren Rabbinern aus Rußland eingetroffen, in denen berichtet wird, daß die Behörden in diesem Jahre die Rabbiner und die religiösen Institutionen mit so hohen Steuern belegt haben, daß keine Möglichkeit besteht, diese aus örtlichen Einkünften zu bezahlen. Rabbinern, die nicht rechtzeitig die Steuer* gelder leisten droht Gefängnisstrafe. Die ReligionsVerfolgungen in Kußland vor dem House of Lords. (J. T. A.) In •der Sitzung des britischen Oberhauses brachte der Erzbischof von Canterbury die Religions- Verfolgungen in der Sowjetunion im Zusammenhang mit der Erörterung der Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen England und der Sowjetunion zur Sprache. Lord Melchett lenkte die Aufmerksamkeit des Hauses auf den Zusammenhang zwischen der kommunistischen Propaganda und der Lage in Palästina und meinte, daß die Unruhen!in Palästina, ebenso wie die in China, Indien imcl Aegypten, zu einem großen Teil auf die bolschewistisehe!Propaganda zuriiekzuführeu sind. Viscount Cecil of Chelwood fragte Melchett, ob er wirklieh glaube, daß die Unruhen in Palästina auf die bolschewistisehe Propaganda zurückzuführen seien. Lord Melchett erwiderte, •die Verhandlungen vor der Unter- •suchungskommission hätten zweifelsfrei ergeben, daß die Unruhen wenigstens zum Teil durch vou Moskau bezahlte Agitatoren, Araber wie Juden, verursacht worden sind. Viscount Cecil of Chelwood führte aus, ihrn erscheine es als eine seltsame Doktrin, die Verschiedenheit der religiösen Gefühle und den Aufruhr •solcher Gefühle mit bolschewistischer Propaganda in Zusammenhang• zu bringen; Lord «Melchett möge sein jugendliches Temperament im Zaume halten, daß es nicht mit ihm durchgeht. Marquis of Reading griff ebenfalls in die Debatte ein und gab seiner Ansicht Ausdruck, daß •durch •die Wiederaufnahme der!Beziehungen zu Rußland dem Weltfrieden gedient sei. Rabbi J. Z. Sofer זצ״ל. Am Sabbat, den 21 Chcschwan ist Rabbi Josef Zwi Sofer, Oberrabbiner von Hajdusamson im Alter von 69 Jahren verschieden. Der verblichene Gaon war ein Sohn des berühmten Munkaczcr und nachmaligen Buclapester Oberrabbiners Rabbi Chajim Sofer, Verfasser *des Werkes Machne Cliajim, und Schwiegersohn des nicht minder berühmten Gaon Rabbi Amyon Bl um, Berettyoujfalu. Die Bestattung fand Sonutag unter ungewöhnlich großer Beteiligung׳ statt. Die Rabbiner der umliegenden Gemeinden würdigten in ergreifenden Hespedim die Verdienste des Verblichenen. Der Warschauer Rabbiner Motel Klepfisch gestorben. Im Alter von 75 Jahren verstarb Rabbi Motel Klepfisch, einer der ältesten und angesehensten Warschauer Rabbiner, der seit 45 Jahren das Rabbineramt bekleidete. Er war ein Sohn des einstigen sein־ populären Warschauer Rabbiners Seinwel Klepfisch. In orthodoxen jüdischen Kreisen Warschaus herrscht über den Tod von Rabbi Klepfisch Trauer. Das Rabbinat hielt eine Trauer Sitzung ab. Szombathely. Am 8. Kizlew verschied hier plötz* lieh der allgemein geachtete Kaufmann David Marton 1צ’ל im besten Mannesalter. Er wurde unter großer Teilnahme zu Grabe geleitet. An seiner Bahre sprachen zuerst der älteste Sohn tief empfundene Abschiedsworte, sodann sein Schwager Oberrabbiner Duschinsky aus Rakospalota und Rabbiner Einhorn. Franz Rosenzweig: gestorben. Dienstag, den 10. Dezember, ist in Frankfurt a. M. Dr. Franz Rosen zweig einer chronischen Erkrankung des Nervensystems erlegen. •Franz Rosenzweig wurde am 25. Dezember 1886 in Kassel geboren, er ist also kaum 43 Jahre alt geworden. Er begann mit philosophischen Werken!(über ,Aas älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus“ und über Hegels Staatsaüffassung) und errang sich durch sein ,philosophisches Hauptwerk ״Der Stern der Erlösung“ (Frankfurt a. M. 1921) die •Beachtung der wissenschaftlichen Welt. Er wandte sich bald speziell jüdischen Dichtungsproblemen der heutigen Zeit ,sowie Fragen der alttestamentlicken Wissenschaft zu. Im Jahre 1921 erkrankte er schwer, sein Nervenleiden steigerte sich, und in seinen letzten Lebensjahren war er last völlig ■gelähmt. Das schwere!Siechtum hinderte ihn aber nicht, seine Arbeitspläne zu verwirklichen. In der Zeit seines Leidens übersetzte er die Hymnen und Gedichte des Jehuda Halevy und entfaltete dabei eine außerordentliche sprachkünstlerisehe und formale Kraft. Seine Lebensarbeit bestand zuletzt in der gemeinsam hiit Martin •Buber hergestellten Bibelübersetzung. Franz Rosenzweig lebte in den letzten Jahren a,l 5 ein treu zu Gott und seinem Gesetz haltender Jude. Sabbat für Sabbat fand in seinem Hause Gottes■ dienst statt, und er war einer großen •Anzahl von Jüngern Lehrer und Wegweiser. Mag für den siechen Körper der Tod eine Erlösung sein, für den großen Kreis seiner Verehrer bedeutet sein Heimgang ein Unglück. Im ״Berliner Tageblatt“ schildert H. G. das Heldenleben des vor einigen Tagen in Frankfurt dm 43. Lebensjahre verstorbenen jüdischen Religions- Philosophen Dr. Franz Rosenzweig. Viele kennen seine Schriften, erinnern sieh •daran, daß sie aufhorchten, als seine Erstlingswerke erschienen. Sein Sprachgefühl und seine rhythmisdie Sprachgestaltung waren außerordentlieh. Aber nur ganz wenige wissen, welch unerhört heroisches Leben dieser mit dreiundvierzig Jahren Gestorbene geführt hat, welch nahezu unglaublich gigantenhaften Kampf hier ein gewaltiger Geist gegen einen völlig siechen Körper bis zum letzten Tage der endliehen Auflösung geführt hat. Franz Rosenzweig wurde NEUERÖFFNETE REICHHALTIGE MODERNE LEIHBIBLIOTHEK DER BÜCHERSTUBE M. RATH WIIN, II., TABORSTRASSENr. 20a TEL.: R-43-1-58. ALLE NEUERSCHEINUNGEN! REICHE AUSWAHL IN H1BRAIKA UNO JUDAIKAI MONATSGEBUHR NUR S 3.- KEINE BANDQEBÜHR! TÄGLICHER UMTAUSCH! als Folge einer schweren Kopfgrippe von einer rapiden fortschreitenden Lähmung überfallen, die ein Glied seines Körpers nach dem anderen außer Gefecht setzte. Stück für Stück starb dieser Körper ab, ohne daß der wunderbare Geist in ihm sich beirreu und entmutigen ließ. In den letzten Jahren war der .Lähmungsprozeß so weit fortgeschritten, daß Franz Rosenzweig nur noch eine einzige Verständigungsmöglichkeit mit seiner nicht minder heroischen Frau und Mitarbeiterin besaß: sie bediente eine eigens für ihn konstruierte Schreibmascliine und erriet an dem Blick seines Auges — nachdem auch ein letztes Fingerglied, das noch zur pantomimischen Verständigung gedient hatte, versagte — welchen Buchstaben er angab. Aus diesen mehr Instinkthaft erratenen Buchstaben formte sich ein Wort und reihte sich Satz an Satz zu den wundervollen lieber- Setzungen, in denen Rosenzweigden erhabenen Rhythmus des hebräischen Urtextes der Bibel in deutscher Sprache einzufangen und wiederzugeben suchte. Die jüdische Welt hat sehr viel in Franz Rosenzweig, der eine starke Hoffnung war, verloren, die gesamte geistige Welt einen Bruder und Kämpfer, zu dem aufzuschauen und an dem sich ermutigen schon allein bedeutet, sich vor der Kraft und Stärke der mciischliehen Seele als göttlichem Funken zu neigen. Anwachsen der Schomre Schabbos-Bewegung in Amerika. (J.T. A.) Der Verband der orthodoxen jüdischeu Kongregationen Amerikas hat sich dem Weltverband Schomre Schabbos korporativ angeschlossen und einmütig der Bereitschaft Ausdruck gegeben, die Arbeiten des Schomre Schabbos-Weltverbandes in jeder Hinsicht nachdrücklichst zu unterstützen. — Der Au- Schluß dieses' aus mehr als 100 Gemeinden sich zusammensetzenden außerordentlich aktiven Verbandes ist ein Zeichen für das bedeutende Anwachsen der Schomre Schabbos-Bewegung in Nordamerika. Gründung eines Landesverbandes der Schomre Schabbos für AltrumUnieu. (J. T. A.) In Jassy, der zweitroßten Stadt Altrumäniens, haben sich alle an der chomre Schabbos-Bewegung interessierten Kreise zu einer Ortsgruppe des Schomre Schabbos zusammengeschlossen. In einem großen Meeting, bei dem prominente Redner auf die Bedeutung der neuen Weltbewegung der Schomre Schabbos hinwiesen, unter ihnen insbesondere der als gefeierter Redner bekannte Oberrabbiner Abraham Rubin aus Sereth, wurde der bedeutsame Beschluß gefaßt, von der Zentrale in Jassy aus die Bewegung nach ganz Altrumänien zu tragen. — Bei einer demnächst stattfindenden zweiten Kundgebung soll eine machtvolle Aktion zur Erreichung des Ausbaus einer neuen starken Landesorganisatiöh in die Wege eleitet werden. Der neu gegründete Landesverband at bereits Fühlung mit der Berliner Zentrale genommen. Landau-Fond. Bekanntlich hat aus Anlaß •des achtzigsten Gebursttages des Herrn M. H. Landau in Wien (am 23. Kislew 5685) ein Jubiläumskomitee, bestehend aus den Herren: Isalk Thumim (Obmann). Kom.-Rat Julius Gourary, Naum Magasanik, Hofrat S. Kwaszewsky, Abraham Rappa׳port, eine Stiftung beim Badener Waisenhause auf Namen des greisen Jubilars ins .Leben gerufen. Der Appell des genamiten Komitees hat unter den Freunden and Verehrern des Herrn Landau Widerhall gefunden. Die Zuwendungen für diesen Zweck ■haben vorläufig einen Betrag von S 4698,95 ergeben. Ausweis folgt untenstehend. Indem das Komitee allen hochherzigen Spendern für die erstmalige Zuwendung besten Dank sagt, gratulieren wir gleichzeitig׳ Herrn Landau zum bevorstehenden 8 l. Geburtstage am 25. Dezember und laden seinen p. t. Freundeskreis ein, auch aus diesem Anlasse die genannte Landau-Stiftung niit Spenden zu bedenken. Für das Komitee zur Schaffung eines M. H. Landau-Fonds im jüd. Waisenhaus Baden, Wien, Isak Thumim, Obmann, Wien, IT., Ferdinandstraße 29. Ausweis: Sigmund Royka S 200, 1. Thumim 50, Abe Ra!ppa- Port 10, Julius Krupnik 50, Menasche Baron 10, Isak Reich 30, Wolf Pappenheini 3, Rab. J. Friedmann (Czortkow) 40, Rabbiner B. Friedmann 10, Rabbiner N. M. Friedmann 10, Mechel Margulies 5, N. Wikler 5, Hermann Bloch 5, Hersch Twersky 10, •B. Gutwirt (!Anwers) 700, N. Magasanek 100, N. Eidinger 500, Gerson Honig 10, Moses!Dorf (Czernowitz) 25, M. L. Scha- Jit (London) 505,95, Rab. J. Hesc’hel (Kopicyhce) 18, Dr. S. Rappaport 10, Rab. A’br. Heschel 10, Reich & Koiischer 200, Dr. Marie Hertz 50, Gh. Finkeistein (Anwers) 50, Dr. Ignatz Landau 168, Karl Beer 100, Baron S. Kühner (Budapest) 200. Baron W. Kühner (Budapest) 200, Hofrat S. Kwaszewsky 50, Ra!b. M. Perow (Stolin) 35, Jakob Griffel 20, Abraham und Lipa Heller (׳Kolomea) 70, H. Haas 4, Ewa Herson (London) 340, S. Rachmut 10, S. Lehr 20, M. Warkany 12, Dawid Lemberger 10, Dr. M. Stark 10, Dr. A. Pines 10, •Rab. S. Friedmann 10, Rab. N. Friedmann 10, Räb. Jakofb Friedmann 10, H. Bamninger 10. Dr. Heinrich Gold- Schmidt 20, P. Gottesmann 5, Rab, Dr. D. Feuohtwang 5, Kom.-Rat Jules Gourary 700, Dr. Wachstein 10, Dr. A. Ehrenstein 33. Amtliche Verlautbarungen der israelit. Kultusgemeinde Wien. Jahrzeitfeier Oberrabbiner Chajes. Anläßlich der Wiedex־kehr des Todestages des sei. Oberrabbiners Prof. Dr. Z. P. Chajes findet Samstag, den 21. d. M., um 4.45 Uhr nachmittags, im Seitenstetten- Tempel die vom Vorstande der Kultusgemeinde Wien veranstaltete Jahrzeitfeier statt. Predigten. Ara 20. d. •werden bei dem um 4.10 Uhr beginnende* Abendgottesdienste In folgende* Genieindetempela Predigten abgehalten: I.. Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. M. Grunwald); XVlll., SchopeahaaerstraBe 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtsvang). Israelitischer Jagendgottesdienst. Am 21. d. findet um 9 Uhr nachmittags der J u g e n d g o 11 e s d i e n s t für die israelitische Schalfueid in den Gemeinde- und Bezirkssyaagogea statt. 992562443927