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Jüdische Presse · 1929-11-29 · 45-46 (29.11.1929) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
45-46 (29.11.1929)
Date
1929-11-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 9 JÜmSCttE PRESSE Nr. 45/46 Delegiertentag der burgenländischen orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde, Donnerstag, den 4. Cheschwan fand •in Sa.uerbr.unn der diesjährige Delegiertentag der biirgenländischen orthodoxcii israelitischen Kultusigenieinde statt. Von der rabbinischeu Mitgliedern waren Präses Oberrabbiner Ehrenfeld (Matter®burg)f Oberrabbiner Kobn (Deutschkreutz) und Oberrabbiner Kraus (Lackenbaob) anwesend. Die Oberrabbiner von Frauenkirchen, Eisenstadt und Kobersdorf haben ihr Fernbleiben infolge Erkrankung entschuldigt. Die Laieiidelegiertcn waren vollständig erschienen. In Vertretung der . Landesregierung war Regierungsrat Lasser anwesend. Den Vorsitz führte Präises Oberrabbiner E h r e n f c I d (Mattersiburg). Nach Eröffnung der Beratungen wurden die •Herreh Juda Hi,r sc hl e r (Eisen* stadt) und R c c 11 n <11 z e r (Fraucntkircheti) in die Leitung gewählt. Regierungsrat Lasser erklärte unter dem Eindruck der Ausführungen der Delegierten, daß er als Refe« rent für jüdische Angelegenheiten für die ' endgültige Gettehmlgung der Gesamtstatuten des Verbandes mit aller Energie ein treten werde. Der Delegiertentag beschäftigte sich im übrigen mit Schulfragen und es wurde beschlossen, für die Unterstützung der Taiinud-Thora-Schulen eine Aktion einzuleiten. Auch bei der Regierung soll tim Subventionierung der Talmud-Thora-Schulen vorgesprochen werden. Behufs Herstellung der für jüdische Söhulen geeigneten Schulbücher wird mit dem Schulbücberverlag bereits verhandelt. Zwecks Erhaltung der burgenländischen Jesohiwoths wurde ein besonderes Forum geschaffen. Der Delegiertentag hat ferner beschlossen, daß Jede Gemeinde von' ihrem Ausgabenbudget ein halbes Prozent zur Erhaltung der Zentralkanzilel ׳beizutragen hat. Mittags wurde das Präsidium, des Delegiertentagos vorn Landesliauptmann T u 11 n e r empfangen. Der Empfang gestaltete sich über- 'aus herzlich.. Präses Oberrabbiner Ehrenfeld betonte in seiner-Begrüßungsansprache, daß. er sich nicht mir: an den Chef der, Landesregierung wende, sondern auch an den Seelsorger, der für die Nöte und Sorgen der religiösen Judenschaft in einer Zelt, die so antireligiös wie die heutige, Verständnis haben wird. In seiner Erwiderung gab Landeshauptmann Tuilner diie Versicherung, das er-, alles,־was in seiner Macht stehe,־ zutn Nutzen der orthodoxen Gemeinden, besonders aber für. ihre notleidenden Schulen tun werde, Er werde es versuchen, die Aufmerksanikeiit der Bundesregierung׳ auf die Lage der ortho- ־ doxen Judenschaft im Burgenland aufmerksam zu machen.' Die Beratungen des. Ddiegiertentages dauerten bis in die späten Abendstunden an, . Die Biichstäbenzahl des Pentateuch. litt Aufsatz ״Das, jüdische Volk schreibt sich ein «ססר חורה" der. ״Jüdischen Presse“ vom 22. November' ei. J, heißt cs unter anderem: 600.000״ Buchstaben hat ein יסםר חולה Diese Fixierung rührt vom Sobar und ande- 1-en kabbalistischen Schriften her, nach welchen das Wort בישראל Initialen von 1^ ששיםרביא אותיית לתירהbedeutet. R. Abraham Asolai weist in seinem חסר לאברה□ מעייו שני nach, daß die Thora bloß 310.000 Buchstaben enthalte. Er meint* daher, daß die zuerst.angegebene Bezifferung sich auf .die נמטריא der 27 Buchstaben des Alphabets במיליאיחן ומילוי דסימי beziehe; R. Jair Chaim Bacharach, macht in חווחיאיר Resp. 235 (Ed, Lemberg) auf Kidusd\in 30a aufmerksam, wonadi es in der ססוקיס 5888 •ך}ןךךן gibt. Um aber die Zahl 600.000 zu ergeben, müßte die Thora 6000 Verse, und jecler derselben i00 Buchstaben• beinhalten. Der סני יהושע a. a. O. will durch Hinzurechnung der Targiun-Buchstaben die Ziffer 600.000 erreichen. Diese Summe kann weiters nadi erwähntem 8ג״ו dadurch erzielt werden, wenn jeder Buchstabe בכתיבה ובקריאה d. h, zweifach addiert wird, Indem der י־קךוארן Faktor die eigentliche Buchstabenzahl um 290,000*) bereichert, ist die soharitisdie Summe gegeben R, Izchuk Aschkenasy in מהרוח הקודש ku Muachot 30 a sieht in der Vorschrift, **) die den סופר verpflichtet, jedes Wort vor, dem Niedersdireiben auszuspredien, ein Mittel zur Komplettierung der 600.000-Ziffcr. Vergl. audi חח״ס חולון*" der הקדמה des Slomoh Schreiber. , Immerhin, 600,000 Buchstaben bat ein 18 חידהP nicht. Es ist dies keine theoretische Fiktion, über die \1an verschiedener Meinung sein könnte, an der The«'» und Antithese zulässig wären, | נייחי ססד ונחף A h r 0 n J e r u e 11 e m. Aulim. In Wien fanden anläßlich der zweiten Kenessio Gedaulo der Agudas Jisroel Sitzungen der vorberoitenden Aulim-Exekutive statt, die der Konstituierung der von Dr. Nathan Birnbaum gegründeten A U 1 i m י G ein e i n s o h aft gewidmet waren, ־ Den Hauptpunkt der Beratung bildete das S t a-. tut, das in seinen prinzipiellen Bestimmungen festgestellt wurde, Hiernaat ist die Anliro-Gemeinschnft .»eine Vereinigung gesetzestreuer Juden, die für den seeUäoh-sittlieheu Aufstieg des Volkes er״ bpiten will", (Unter seelisch-sittlichem Aufstieg , ist nach Auffassung der Aulim Aufstieg in einer Synthese von Gottinnigkeit (daas), menschlicher Gegenseitigkeit (radiamim) und Würde äußerer Lebehsgestaltung (tiferes) zu Verstehen.) Die Arbeit geschieht für diejenigen Mitglieder, die sich einer bindenden Gemein- *) 30.000 Buchstaben, die wohl niedergeschrieben, aber in der Aussprache (מ די א ח) nhht zum Vorschein kommen (z. B. die א׳ in ן י א 0 ר) werden nicht gezählt. **) Siehe Baba-Patru t3a, Jo?e Deah 274, 62. schaftszuclit unterwerfen, durch Selbsterzieh u n g zu immer höheren Stufen seelisch-sittlicher Kultur im Geiste des überlieferten Judentums; für alle Mitglicder vor allem durch Betreibung der Schaffung von Voraussetzungen für die Hebung des scclisdi-sittlichen Niveaus der jüdisdien Gesamtheit (wobei als solche Voraussetzungen hauptsächlich eine weitgehende Verl andlieh ung und eine straffere geistliche Füllr u n g der jüdisdien Gesamtheit anerkannt werden). Die Mitglieder, die sich einer bindenden Gemeinschaftszucht unterworfen und demgemäß besondere Verpflichtungen auf sich nehmen, heißen Mitglieder des engeren Kreises und besitzen für diese ihre besonderen Verpflichtungen ein eigenes Statut. Die anderen Mitglieder heißen Mitglieder des weiteren Kreises, Alle Mitglieder haben gleiche Redite. Die besonderen Verpfiiditungen der Mitglieder des engeren Kreises beziehen sich auf möglichste Erweiterung des jüdischen Wissens, auf die Enthaltung von ,Luxus, Unkeusdiheit und Wett- und Geldspiel sowie von durdi die Leitung der Gemeinsdiaft verbotenen Erwerben, auf regelmäßigen Cheschbauh hanefesch und wicht ן. auf gegenseitige liebevolle Zurechtweisung, auf Teilnahme an feierlidien Zusammenkttnften und sonstigen Veranstaltungen der Gemeinschaft und auf besonders eifrige Teilnahme an allen von ihr eingeleiteten und durchgeführten Werken. Unter den gefaßten Beschlüssen seien hetvorgehoben: Beginn einer Aktion für die Schaffung einer landwirtschaftlichen, mit einer Jeschiwo verbundenen Schulsiedlung; Herausgabe einer Monatsschrift in deutsdier Sprache ״Der Aufstieg", der bald ühnlidie Zeitschriften in hebräischer und jicldisdicr Sprache folgen sollen. Schließlich Einbringung von Anträgen Hei der zweiten Kenessio Gedaulo der Agudas Jisroel auf Einsetzung von Kommissionen zum Studium des Verländlichungs- und des AlIgemeincle-fKnesses Jisroel-)Problems. (Diese Anträge wurden auch eingebracht und von der Kenessio angenommen.) Der Leitung gehören an die Herren: Dr. Nathan Birnbaum (Vorsitzendet), Berlin; Samuel Ostersetzer (Sekretär), Duisburg; Moses Elzas (Kassierer fürDeutsdiland und Oester reich), Kassel; Henry van Leeuwen (Kassierer für die anderen Ländler), Scheveningen. Informationen erteilt der Sekretär Herr Samuel Ostersetzer, ,Duisburg, Wildstraßc 36. Korrespondenz hebräisdi, jiddisch und deutsch. NACHRICHTEN |0 Trauerfeier für Bernhard Hof Bauer s. zl. Nadi Ablauf der Schlaschim-Trauer fand Sonntag in der Synagoge. der Talmucl-Thqra eine gemeinsame Trauerfeier des Bethn us ver eines Maehsike Hadas I. und des Wiener Talmud-Thora-Sehulvereines statt.- Nebst zahlreichen Mitgliedern• der Familie Hofbauer füllte ein vornehmes Und großes Publikum die Synagoge und den anschließenden Turnsaal. Die Trauerfeier begann mit dem eindrucksvoll S'orgetragenen Mqrjwgebet des Herrn Oberkantors Rabbino witsch (Talmücl-Thora), an welches sich das unter Leitung von Oberlehrer Friedländer mit Schülerchor vorgettagönc שןור,י * ansdiloß. Hierauf bestieg Rabbiner N e u w i r t h die Kanzel, um in formvollendeter Rede ein umfassendes Bild von der Pp.rsijnlichkeit und Tätigkeit Bernhard Hofbauers zu entwerfen* Noch einmal entstand unter dem Eindruck dieser gediegeneu Rede das Lebenswerk eines Mannes, der durdi ein langes G-tt gesegnetes Leben in seiner Familie, in seinem Gesdiäfte. in der Synagoge, in der Talmud- .Thora-Schule, in vielen Wohifahrtswerken und in den politischen Bestrebungen der, Orthodoxie Großes und Segensreiches geschaffen hat. Hierauf trug_ Oberkantor Heller ein Traüergebet ergreifend vor. Die eindrucksvolle Feier wurde mit einem stimmungsvollen Kel Mole •Ruehmim, von Oberkantor Samuel Roth (Talmud- Thora) gesungen, geschlossen. ,,Das Komitee zur Herausgabe der Werke des Oberrabbiners Jeruchem“, hielt am vergangenen Sonntag seine Generalversammlung ab, an der Vertreter versdiiedener orthodoxer Körpersdiaften teilnnh'men. Vorsitzender Rabbiner Dr. J. Pollak hieß die zahlreich; Ersdiienenen willkommen und führte u. a. aus: ״Jede Zeit- ,epodie hat ihre Probleme, die in den Responsen der jeweiligen Thorafiirsten ihrer Lösung zugeführt We1’den. Die tedinischen Neuerungen unseres Zeitalters stellen den religiösen Menschen vor diverse Fragen. Diese werden dem berufenen talmudischen Gelehrten unterbreitet, welcher nach den Regeln der Halaclmh die Entscheidung trifft, Der Altstädter RawH״□^ ist je״er Geistesheroe, au den man sich aus aller Welt um Besdieicl ih voligiösgesetzlidien Dingen wendet. Ueber hundert Werke, die alle judaistischen Fächer zum Gegenstand haben, harren ihrer Verdffentlidiung. Eine besondere Pflicht und Verantwortung trifft uns österreichisdie Juden, dieses in eleu ד, אמוח של הלכה l1״ Dienste der jüdischen Wissen- Schaft stehenden Führers zu gedenken und seine tiefen Geisteprodukte der jüdischen Literatur zu erhalten.“ — Anschließend an den Geschüftsberidit entspann sich eine Debatte, an der sich die Herren J. J. Horowiz, S. Appel, .Cji, KoraU, P. Mieses, M. Roth, B. Frankl, D. Werner und N. Biegeieisen beteiligten. Nach Vornahme einiger Statutenünderungen wurde ein Arbeitsaussdiuß gewählt. Einweihung eines Sefer Thora In Wien. Sonntag den 21. Cheschwan wurde unter imposanten Feierlichkeiten in der Synagoge des jüdischen Bildung-UnterstützUngs-Vereipes ״Schomre Hadas", Wien, XX״ Othmargasse, ein Sefer Thora' ein-geweiht. Ungefäh 2000 Menschen waren zt1ge׳gen, als die ThoraroHe von der Volksküche .in der Kluckygasse in die Synagoge getragen wurde, ln der Synagoge selbst feierte Herr Rabbiner Gerson Hager die Bedeutung des Tages. Abends fand ein Bankett statt, bei welchem nebst Rabbiner Hager» Herr Rabbiner David. Ochs und Herr Samuel Hager mit eindrucksvollen Reden hielten. Rabbinerverband In Wien. Dienstag, den 18. November 1929 hat der Rabbinerverbaud eine Trau er Sitzung für den hochverdienten verstorbenen Rabbiner Professor Dr. A. L. Mandl abgehalten, in welcher der Obmann, Rabbiner Dr. David Fenchtwane. warme und ehrende Worte des Nachrufes gesprochen ,hat, Hudapest. Dienstag den 16. Cheschwan fand hier dis Vermählung des Herrn Gottlieb Schenk* Sohn des , Herrn Rabbiner H. Schenk, Wien, mit der Tochter des achtbaren Großwardeiner Kaufmannes Spernat in der Kazincysynagoge statt. Die Trauung vollzog Rabbiner Schenk. Bei der Hochzeitstafel sprachen Rabbiner Schenk und die Herren Jonathan Steif, Budapest, Rabbi Wolf Rosenberg, Debrecen, und Rabbiner Dr. Abrahamsohn, Budapest und Herr S. Fischer (Wien). Semesterbegimi in der Jeschiwah Montreux. M 0 n t r e u x. Vergangenen Sonntag fand zu Beginn des neuen Semesters die übliche Eröffnungsfeier der Montreuxer Jeschiwall statt. Die ganze Feier stand diesmal im Zeichen von Rabbi Chajim Ojser Grodsenzky, Vorsitzender des allweltlichen Rabbinisdien Rates der Aguda, dem Thorafiirsteu aus Wilna, der seit einigen Monaten Gast der Jeschiwah ist. Die Eröffnungsrede hielt der Rosch Jeschiwo Rabb. E, Botschko. Vor allem galt sein Gruß den Schweizer Schülern, besonders den 20 Zürichern, die quantitativ und qualitativ den ersten Platz in der Jeschiwah einnelimen. Dann auch den Ausländern, die, angelockt von dem Ruf, den diese Thoraanstalt schon nach der 60׳ kurzen Zeit ihres Bestehens genießt, aus fast allen europäischen Staaten nadi der Schweiz gekommen sind, um hier aus der Quelle der göttlichen Lelirp zu sdiöpfen. Er stellte fest, daß sich die Jeschiwah seit ihrem Bestehen in stetigem Aufstieg befindet. Sodann nahm Rabbi Chajim Ojser das Wort zu einem längeren halackisdien Vorträg, der ehrfurchtsvoll und mit großem Jubel aufgenommen wurde. Es folgte ein agodisdicr Vortrag des Herrn Rabbiners Nadiumowsky. In seinen Ausführungen gab er seiner großen Bewunderung für die Jeschiwah Ausdruck. Als Vizepräsident des Kuratoriums der Jesdiiwah spradi dann Herr A. W. Rosen zweig aus Ziiridi, der besonders die Schüler ermahnte, den guten Ruf, den die Jeschiwah sidi allenthalben erworben hat, ihr durdi Fleiß und gute Sitte zu erhalten. Als Mitglied des Elternrates der Jeschiwah spradi Herr C11. J. Eiß aus Ziiridi. Nachdem auch nodi der. Vorsteher des Schweizer Keren Hathora, Herr Max Weinstein, den Sdiülern seine Grüße iiberbradite, hielt der Jescbiwohleiter noch eine längere Sdilußrede, in der er das Programm der Jesdiiwah für das nächste Semester entwickelte, wobei er audi einen hebräischen Spradikurs ankündigte. Mit einem Wunsch für die Zukunft sdiloß die Feier. Ganz spontan formte sich die Freude über das so eröffnete neue Semester zum Lied und zum begeisterten Bachurimtanz. Georg Golinski. Semesterbeginn der Jcschiwa in Frankfurt a. M. Das Wintersemester der Frankfurter Jeschiwa wurde am 1. Cheschwan von dem Rektor, Herrn Rabbiner Dr. Josef Breuer, ih der iiblidien Weise eröffnet. Die Zahl der Hörer beläuft sich mit den außerordentlidien Hörern auf 92, von denen auf Westeuropa 63 entfallen. Wie im Sommersemester, werden auch iin Wintersemester außerordentlidie Hörer, die sich aus ßtudenten der Universität zusammensetzen, an einzelnen Sdiiurim teilnehmen. Diese Einriditung sei allen Studenten, die auf ihre jüdisdi-wissensdmftliche Fortbildung bedacht sind, aufs wärmste empfohlen. Wiewohl der große Hörsaal erst in einigen Wodien seiner Bestimmung übergeben werden kann, ist der Umbau doch nunmehr so weit gediehen, daß sämtliche Sdiiiirini, auch die Sdiiurim für Schüler, in den renovierten und zum Teil umgebauten Räumen stattfinden können. In der dem Semesterbeginn vorangegangenen Kuratoriumssitzung fand der Vorsitzende, Herr Rabbiner Dr. Breuer, für das neu eintretende Mitglied Herrn Rabbiner Hot'ovitz warme Worte der Begrüßung und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es dem Gemeinderabbiner 'gelingen werde, die Begeisterung für Limud Hatahuro in immer weitere Kreise der Gemeinde zu tragen, daß Eltern immer mehr die heilige Pflicht erkennen, ihre Kinder der Jeschiwa ,zuzuführen. Um seine enge Beziehung zur Jeschiwa nach außen zu dokumentieren, hat Herr Rabbiner Horovitz den Wunsch ausgesprochen, einmal wöchentlich in der Jeschiwa einen Schiur zu lernen. Dej* Vorsitzende nahm ferner mit herzliehen Dankesworten eine Stiftung entgegen, die Herr Isaak Wolff zum ehrenden Andenken an seine Jieimgegangene Gattin errichtet hat, aus deren Zinserlös am Jahr zeitstag die .Bücherbestände der Jeschiwa ergänzt werden sollen» und gedachte sdiließlidi mit tiefempfiiPdenen Worten des heimgegangeneu .Vorsitzenden der Gemeinde, Herrn Nnftali Sdiwabadier זציל dessen große Verdienste um die Jeschiwa unvergessen bleiben worden. ... Eröffnung der ersten ״Beth Jakob"sSchule in Jugo* slawien. Der Leitung der Agudas Jisroel in Subotica ist es gelungen, den Wunsch Vieler zu erfüllen und eine bis־ her sehr entbehrte Institution, eine ״Beth Jakob"#Schule, ins Leben zu rufen. Am 14. Cheschwan wurde selbe feierlichst eröffnet. In dem von über 3Q Zöglingen be* setzten Lehrsaal eröffnete Frau Oberrabbiner :M. Deutsch mit einer schwungvollen und begeisterten Begrüßungsrede diese wichtige Institution und schilderte in bewegten Worten die Bedeutung des Tages. Nachher ergriff Frau Samuel Deutsch, die in opferbereiter Weise dag schwere Amt des Unterrichterteilens auf sich. nahm,, das Wort und Hielt einen inhaltsreichen Vortrag., Sodann begann der erste Unterricht, welchem die Schülerinnen. mit be* sonderem Interesse lauschten, Es ist zu hoffen, daß es der Leitung der Agudas Jisroel gelingen wird, auch in anderen Gemeinden solche Schulen zu errichten, Oberrabbiner Zw! Hirsch Schwelger זצ״ל. Im Alter von 62 Jahren verschied plötzlich der Oberrahbäner der Sentaer orthodoxen israelitischen ׳KuUms^emelitde. Oberrahbiner Schweizer wirkte zuerst ln Stuhlweißenburs, von wo er auf den R׳ahbi<nersitz der damals noch einheitlichen orthodoxen Gemeinde nach Senta berufen wurde. Die SeiDhardim sind nach seiner Wahl aus der Gemeinde ausgeschieden und bildeten eine ׳besondere Gemei1ftle: Die Besta׳ttun« fand unter großer Teilnahme am' zweiten Oneschwan statt. Eröffnung eines iüdlschen Spftals In Klansenburg» Sonntag, den 10. November wurde unter großen Feier* llchkeiten das erste Gebäude eines In Klauseuburg (Cluj) zu schaffenden vüdischeu Spitals eröffnet. Diese wunderbare oharitative Schöpfung ist das Werk des Klausen* bqrger jüdischen Spitalvereines, dem es gelungen ist. alle Gruppen und Richtungen der rumänischen .!•udenheit im Zeichen der Philanthropie zu einen. Pas Zustandekommen des Spitals hat In erster Reihe Herr David Sobestven ermö-gficht. der anläßlich seiner Goldenen Hochzeit eine Stiftung von 3.5 Millionen Lei für die Errjoh’tun'g eines orthodox rituell geführten Spitals gewidmet hat. Er hat diese Stiftung am Tage der Eröffnung noch mit weiteren 500,000 Lei behufs Errichtung *hier orthodoxen Synagoge

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