Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 45-46 (29.11.1929)
- Date
- 1929-11-29
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 45/46 Boiiinger-Eiskasten •IVlü ••91 1179 •1• iMlfnl XV״ ITAHÖJ8M1D (;ei MRIAHIlFERSmiftg!40) 10I608R 17 T»1,8-47*0.35 .38*5י30־י1ו u, •.32-309 VII., BUOOO rnitta^t Agudas Jlsroel, frei von politisch weltlichen Aspirationen In bezug auf PMI9UP&, die Araber von der absoluten Friedfertigkeit» von dar rem reljgj(te«0־kQn0* misQhen Bedeutung Ihres SMIungswerke* ln Palästina hätte (!bezeugen können! Heute noch, trotz der Ver״ worrenheit der Situation, trotz des Versagens der bisherigeti Versuche der Agudfl, Wäre vielleicht 400h sie die Geeignetste, den Arabern das OeLblatt des Friedens zu rejphen, Nicht als ob wir in dieser gefahrvollen ubd exaltierten Situation eine Sonderpolitik der Aguda befürworten möchten, allein wir glauben, daß Agudas Jlsroel zunächst e»ne große Mission nach innen zu erfüllen hätte. Bei der Bildung der Jewish Agency glaubte man Agudas Jlsroel ganz beiseite schieben zu können und hat es Untertassen, ihr selbst nur eine Einladung zu der ersten Tagung zu übermitteln, und das mit der Begründung, daß sie keine lokale, sondern eine interterritoriale Organisation wäre, Wir aber glauben, daß die Führer der JeWish Agency eher die nur religiöse Einstellung der Agudas Jisroel gc• fürchtet haben. Nun hat dieses Organisationssystem der Agenoy.führer einen Bankerott erlitten. Selbst die finanzlelle Werbekraft der Jewish Agency, die unter solch glänzenden Auspizien zu wirken begann, droht gänzlich zu versagen, wenn die. friedlosen Zustände in Palästina fort״ dauern. Wie wohltätig wirkt sich nun die Tatsache aus, daß die Führer der Asüdes Jlsroel, die nun einmal an den bisherigen Handlungen, und Aeußerungen der Jewish Agency nicht beteiligt sind, an die Führer dieser Agency herantreten können, um ihnen etwa zu sagen: Wir fühlen uns, gemäß unserer Inneren Anschauung ütier die rein religiöse Einstellung zu Erez, Israel be■» rufen,!m Heiligen Lande eine absolut friedfertige, yon allen nationalistisch machtpojltischen Illusionen gereinigte, kolonisatorische und kulturelle. Tätigkelt ihr brüderlichem Einverständnis mit den :?£1׳׳ \r״': ■.׳׳: Arabern zu inaugurieren. Wir können diese Verständigung herbelführen, wenn, es uns gelingt, die offiziellen verantwortlichen Vertretec der Judenschaft: zu einer solchen Politik zu *! bekehren. * '׳Elpe ■solche ־ Stimme a\ts der Mitte der Agudas;' J'isrpef halben.. •wir bis .;heute, nicht;!gehört,'.' Und. doch.’, wäre es?möglich, daß auf eine solche. Etimmc ' sowohl io der׳ Jüdischen wie aber auch in der arabischen Welt gehört würde. ־ ־ •׳.••״ - ־ _ Pax, Die Verteilung der Hilfsgelder in 1 Palästina. 1?.'. SBtwcvd Anklagen, In:,,Dohr Hajom" yon) 7. Tiachd 5690 befindet sich folgende Notiz: ' ' ' ־׳ ־־■״ ״Seit de« Ereignissen, die. sich wes sind jetzt beinahe zwei Mohate her ״־־י abgespielt haben, bef inden wir uns in der Talmud Thora Misrachi, Wir sind 3PQ, Seelen,;wiri.schlöt'en. auf dera.kalien Fußboden, Kinder, Männer und Frauen, ganz erschüttert yon den fürchterlichen Schreckenstagen, denen wir kaum entrannen sind. Hunger und Not herrschen in unseren Reihen, Seit vorgestern hat man uns die karge Unter- Stützung entzogen, die aus einem Brot und Sardinen bestand. Gestern nachmittags konnte man das erschüt״ temde Geschrei der Hungrigen hören- Die Kinder baten flehentlich um ein Stückchen Brot. Manche Mütter, in ihrer hilflosen Verzweiflung, schlugen ihre Kinder, um das entsetzliche Geschrei «um Verstummen zu bringen. Und wenn im letzten Moment nicht eine unerwartete Hilfe gekommen wäre, hätten wir uns ״. einer unbeschreiblichen Lage befunden. Der Zufall brachte vier Amerikaner zu uns (ihr Name ist uns leider unbekannt). Als sie unsere Lage sahen, spenaeten sie 40 Brote und einige Schachteln Sardinen» Wir verteilten all dies unter den 200 Seelen. Den Äusgehungerten kam dies wie eine Erlösung, Wir richten nun an die gesamte Judenlieit die Fra ge 1 Ist dies Gerechtigkeit und Menschlichkeit? Wo sind die Hilfskomitees? Oder will man uns zwingen, auf dem Wege des Aushungerns in die Altstadt und in die äußerst gefährlichen Gegenden zuriick^nkehrenP Wer wird für uns sorgen? Wer wird uns helfen, wenn Wir zurückkehren? . . , Wo bleibt das Zusammen gehöngkeitsgefiilil? . . .'* ׳ Jehucla Kohn. In ״Doar Hajom" Nummer 14 wird folgende Beschwerde abgedruckt: ״Schmuei Besdhkowitz, Kaffeefabrikant in ״Mikoir Chajim", teilt uns folgendes mitr ״Vor sechs Wochen, unmittelbar nach den furchterliehen Ereignissen in Erez Jisroel, durch welche meine Fabrik ganz vernichtet wurde, wandte ich mich an das zionistische Hilfskomitee um ein Darlehen von 50 Pfund. Das Komitee hat mir dies Darlehen bestätigt und an das Zentralbüro der Organisation zur Aus- Zahlung weitergoleitet. Ich habe mich fast wundgelaufen und habe das Geld nicht erhalten können, Endlich wollte man mir das Darjehen geben, stellte mir aber folgende Bedingüngen: ich müsse einen vertrauenswürdigen Giranten haben und 6 Prozent Zinsen zahlen. Der Betrag wäre huch sechs Monaten fällig. Unter diesen Vörnussetzungen könnte ich natürlich in jeder Bank einen Kredit aufnehmen, Wo ist nun hier die Hilfsbereitschaft?“ Das ״Warschauer Jüdische Tagblntt“ bemerkt hiezu folgendes: ״Dfts ist die ״Hilfe“, die man von Menschen erhältI So wird dor wunderbare Begriff ״Hilfe“ mißbraucht. ״Hilfe" « 6 Prozent. Wir wollen hier nicht diejenigen kritisieren, die ihre Hilfsbereitschaft verweigern, denn schließlich gibt es deren viele,, aber wir haben diesen Brief veröffentlicht, 1ן1זן zu zeigen, wie diejenigen handeln, die eine positive Zusage auf diese niedrige Weise einlösen.“ Rußland ohne Sonntag und — ohne Sabbat. Indes sich die Kulturwelt den Kopf über die Kalenderreform zerbricht, hat man in Sowjetrußland, wo man gern einen kühnen, dicken roten Strich unter Dinge der Vergangenheit zieht, gehandelt. Die Woche Hat in Rußland fortan nicht mehr sieben, sondern nur fünf Tage. Nicht etwa so, daß — wie vielerorts in Amerika — an fünf Tagen gefeiert wird, sondern in der Weise, daß jeder fünfte Tag gesetzlicher Ruhetag ist, Mit dem sechsten Tag beginnt die neue Arbeits- Woche, bestehend aus,:vier Arbeitstagen und einem Ruhetag, usw, Der Buiietägjiat init Sabbat und Sonntag nichts mehr zu tun. ,,Vier Tage sollet dp arbeiten und verrichten all deine Wörke und äm fünften Tag. ist Sabbat!“ heißt das Gesetz . dpr'־;npücn roten Weltovdming. Eine Kündigung an die Tradition, ■m.;jCliq-tMeuscheugeschidite., an die göttlidjfe WeJiscfjöpfung.? Das Jahrr sö •diktieren die Volkskommissare, hehält seino zwölf Monate, jeder Monat zählt aber sechs Wodien, Die Namen: der Tage' bleiben bis auf. Abruf bestehen, von Montag bis einschließlich Freitag, Sabbat und Sonntag verschwinden uus dem Wochenkalender. Die neue Runde beginnt mit Dienstag, der für uns auch Samstag öder Sonntag oclef sonst ein beliebiger Tag der Woche sein kann: Die kalendarische Brücke zur gesamten Kulturwelt. ist. abgebrochen.. Der .Festkalender wirft die. religiösen Gedenktage aller Konfessionen'mit gleicher Liebe zum Tempel hinaus, Es gibt fortan hur hoch sechs Feiertage im rnssisdüen Jahr, lauter Gedenktage der Revolution. Selbstverständlich wird Lenins JahrzeU als strenger Feiertag gehalten, sodann der i, und der 2. Mai. Einmal in vier Jahren gibt es einen Industrietag, an dem gearbeitet wird, dessen Arbeitslohn aber für die nationale Industrie abgeführt wird. Esset nur FlXA-Rrat •ah9 der unter Aufsicht der Adas jisroel stehenden DAMPFBKCKEMI UQIRföft &KQHN Betrieb: Wien II, Hollandstraße 7 Telephon R*474-95״ Verkaufslokal: II, Große Schiffgasse 16 Telephon כשר SEIFE Marke: ALEFBETH ras 1w3n urun rcaoumaisaaaeBsqr«, wo»:ce, erzeugt ״PO 1,10״ FRIEDMANN & Co. : 9BIFEH. UND KERZEN FABRIK, KO fl IC E In großen und lebenswichtigen Betrieben wird elfe Fünftagewoche ein# Individuelle sein, d, 11. jede Gruppe Wird ihren Ruhetag nhdi Vier Arbeitstagen haben,.ohne daß dabei der Betrieb stlRgelegt wird, Daß die Sowjetr.egierung mit dieser ■Kalenderreförm auf eigene Faust darauf aus isti der Religion d׳in Todesstoß zu versetzen, ist sonnenklar. Denn der profil, der dabei für Arbeiter oder Unternehmer oder f der! Staat herauskommen soll, ist so minimal, daß es sich deswegen gewiß nicht verlohnt hätte, mit den Traditionen einer ganzen Welt zu brochen, Für die Juden Rußlands bedeutet dies ein neues Verhängnis'. Dem Sabbat gelit’s'• mit dieser Reform ans Leben, Jüdische Arbeiter , und Angestellte werden vor die Alternative gestellt? entweder deh Säbbat oder tlic Stelle aufzugehem Die jüdischen Händler und Kaufleute kommen in schwerste Wirtschaftliehe BedHmgnis! '• Allein die größten Gefahren drohen für das jüdische Geistesleben, Werden die Alten auch diese schwere Prüfung auf sich nehmen, so gewöhnen sich die Jungen lind, die Kinder, unterstützt von cler kommunistischen Schule, leicht an..den Sabbat .der neue» russischen Weltordnung. Das ר!שבח QV m זכיר bleibt in einem Milieu nädi döm System der *russischen Fünftagewoche kaum poch .im׳ Bereiche'der MenschcnmöglichkeiL Adolf Frankl Oberrabbiner der Budapester orthodoxen Kultusgemeinde. Herr Adolf Frankl, der bisherige Präsident der ortho־_ doxen 'Landeskanzlci in Budapest, wurde auf Vorschlag des Vorstandes und.'Repräsentanz Sonntag den: 21. Ghe- Schwan von der Gemeindeversammlung einstimmig und unter großer Begeisterung zum Oberrabbiner der Buda-, pester israeiitischen Kultusgemeinde an Stelle des seligen Rabbiner Koppel Reich gewählt. Die Vorgeschichte dieser. interessanten Wahl ist folgende: Durch das Ableben von Ober.rabbiner Koppel Reich ist nicht nur der 'Ob^rraibbinersitz ln Budapest, sondern auch die Vertretung dpr orthodoxen Judenschaft im Magnatenhaus vakant geworden. Alle Faktoren der ungarischen Orthodoxie w-areq einmütig '׳der Ansicht, daß Adolf’Frankl der Geeignetste §ei, . dip Orthodoxie im' Magnatenhaus ,zu', vertreten. Nun’ tauchte aber ein formales Hindernis auf. Der Vertretet der.; ^Orthodoxie soll ein Rabbiner seiin, Wenn auch Präses; Adolf Frankl ein großer Gelehrter ist und die Autorisa־. jtion zum Rabbiner besitzt, hat er. praktisch; doch keine;Ra.bbinerstelle Jn einer. Gemeinde bekleidet. Als. dieses ,•Hindernis bekannt wurde* begannen die־, .einzelnen' :u־nga-5j Tischen orthodoxen Gemeinden einen edlen Wettstreit»,•;welche von ihnen,. Adolf Frankil als •Ihren Rabbiner wählen :s61|e^:.Nun^hat. •di^^erste; 'd'dm.eipde״J^;pester Orthocioxer^emelnde:׳ "eile ■,Siegäspälme ernjugef?•?,׳ Die el11stl׳m1mfge :Wahl des Präsidenten der orthodoxen:.■. Landesikanzlei zum Oberrabbiner der Budajpe'ster ' Örthö2 י;jdQ'Icdn^'.kulhisgemändö.. hat ftberali Im Lande .große ,Be-;;;jfri'ediguing• hervorgerufen. Aber auch die große jüdische־״!. ';Oeffentilichkeit der ganzen Welt, welche die hervorragen-:־!den' moralischen und intellektuellen Qualitäten von 'Ober־'; rabbiuer Adolf Frankl ln seiner jahrzehntelangen Arbeit; für die Interessen des orthodoxen Judentums schätzen ge-; lernt hat, wird über, diese Lösung große Genugtuung emp־' finden. . s. Aus der Werkstatt eines großen Lexikons;.Die ■zahlreichen Bezieher des ״Großen 'Brockhaus , dessen vierter Band noch vor Jahres?ehluß er! scheint, werden gern einmal einen Blick in ־ den vielgestaltigen Betrieb., des Leipziger VerJages. tun und den Werdegang dieses ״Handbuches des Wissens“, das für den modernen Menschen; zu;einem unentbehrlichen Ratgeber■ geworden .ist, vom Plan und ersten Buchstaben, des Manu-, skrlpts bis zum fertigen Band verfolgen, Die interessante• Broschüre, die in jeder gut geleiteten Buchhandlung, solange die , Vorräte reichen, kostenlos abgegeben wird, bietet zugleich eine für viele willkommene Darstellung der Herstellung eines.Buches überhaupt, ■ - Märtyrernamen aus der SlQbodkoer Jeschiwo In Hebron, Seew Halevi Beermann. Ein Mann von universalem .Wjggen, der eine regel! rechte ״Aliüh der Thora“ von Amerika-organisiert hatte» Ein gut Teil der amerikanischen Jünglinge, die sich auf die Thprahoehschule nach Hebron begaben, wurde von ihm dazu veranlaßt und geleitet. Beermann hatte Hoch* sphule und Rabbinerseminar in New York absolviert und bereits in einigem Gemeinden ajs Rabbiner und Prediger: gewirkt, Unzufrieden mit sich, im steten Streben nach‘ Vollendung, verließ er Amerika und einen gut einbring? ljphen Bosten und begab sich nach Palästina, um in Hebron als einfacher Bacluir zu lerpen. Er hatte daa Eis gebrochen und viele folgten seinem Beispiel, Mit 33 Jahren mußte er sein junges Leben durch Mörderhand lassen, Aron David Schönberg. Mit 24 Jahren kam Sehönberg, ebenfalls Hoch* sghüler der Universität und des Rabbinerseminars in Amerika, nach Palästina. Er stammte aus dem Westen und besuchte in New York die Jesohiwa von Rabbi Jizchok Elchonon, bevor er an die Quelle nach Hebron ging• Seine tiefgehende Art zu lernen, wobei, das reiche umfassende profane Wissen ihm große Hilfsdienste leistete, war hochgeachtet in der Jeschiwa. Er blieb be* scheiden in seiner Ecke und lernte mit eisernem Fleiß«, von eine? unsäglichen Verehrung fU? seine Lehrer, eine? glühenden Liebe für seine Mitschüler beseelt, die sich in aufopfernden Taten kundgab. Sein Blut vermischt« sieh mit dem seines Freundes und Heimatgenossen Seew Beermann. ' ^ewi Halevi Frumim Er stammte aus Kanada, lernte upd lehrte in Chi* eagg, Er wollte aber mehr lernen, denn lehren. So ging er nach Hebron. Man sagte dort von ihm, der er als I erster das Jeschiwohaüs betrat .und es als letzter ver* ließ. Noch um Mitternacht hörte man oft seine Stimme. In den Taschen des ermordeten Frumin fand man Sehrif* ten, Glossen und Bemerkungen zu Bibel und Talmud jn englischer und hebräischer Sprache, Mit 23 Jahren wurde ihm das Lebenslicht’äusge&Jaseh, Benjamin Hurwitz, Auch Benjamin Hurwitz kam, ein Absolvent des Rabbinerseminars, aus New York, um sein Thorawissen zu vertiefen, Er hatte einen schweren Kampf mit seinen Eltern zu bestehen, die. ihr einziges Kind nicht in die ,Ferne lassen wollten. Er versprach ihnen, nur zwei Jahre in Hebron zu bleiben. Nach Ablauf der Frist schrieb er an seine Eltern, sie mögen ihm verzeihen, er könne sich von Erez Jisroel und der Thorastätte in der Stadt der Erzväter nicht trennen, Einige Tage später traf ihn das Mordbeil der Araber, Benjamin Flurwitz, erst 19 Jahre alt. wird mit dem heiligen Boden, von dem er sich im Leben nicht trennen konnte, im Tode verbunden bleiben. Seew Grünberg. Grünberg zählte erst 18 Jahre, Erkam aus Brooklyn als Sohn armer Eltern nach Hebron. Ein amerikanischer Thorafreund bestritt die Reisekosten. Er >var kränklich und lebte daher etwas zurückgezogen. Er rUht in der Gräberreihe neben seinen Kameraden. Aron David Epstein, Die adeligen Züge im Gesichte des Siebzehnjährigen zeugten von der hohen Herkunft- Er war dqr Sohn des bekannten Rabbiner von Chicago, Rabbi Efraim Fischei Epstein und hatte ein Ideal, einen Wunsch, ein Ziel im Leben: der Lehre auf den Grund zu gehen. Er ruhe in der Weit, wo die letzten Geheimnisse offenbart werden, n n v ׳.!ty h h t ל t׳ Wechsler kam, ein Siebzehnjähriger, aus Chicago mit kritischem Sinne nach Palästina. Hebron und das Milieu der Jeschiwo nahmen ihn, den Sohn reicher Eltern, gefangen, so daß er alle Prüfungen eines primitiven Baehuriebens freudig auf sich nahm, Er stellte sich nach außen, und innen vollkommen um. Seine letzten Worte, bevor er seinen Wunden erlag, waren an seipen Lehrer, Rabbi Efraim Sökolower, gerichtet und sie lauteten: ״Ich bin glücklich, als Thorajünger zu sterben. Ich habe mein Ziel im Leben erreicht,“ , Ch.ajim Krasner, Krasner war erst!6 Jahre alt, stammte aus Brook* ün, wo eine Mutter für das vaterlose Kind in aufopfern* der Liebe besorgt war, In der Tasche des Ermordeten fand man einen Brief der Mutter, in dem sie ,Ihn be* sohwört, für einige Wochen in "die Sommerfrische nach TeLAwiw zu gehen. Er hatte §8 nicht getan, weil er mitten im Semester das Studium nicht unterbrechen wollte, E i s i k Bernstein׳ Bernstein war ein Sohn von. Rabbi Elieser aus Ka* morowko, Er kam aus der russischen Hölle, ein Opfer der Religionsverfolgungen, über Minsk nach SJabodko. Lange Strecken hatte 'er zu Fuß zurückgelegt. Bei., der Uebersiedlung eines Teiles der Jeschiwa nach Hebron nahm Rabbi Mosche Mordechai Epstein den hochbegab* ten, strebsamen Baehur mit nach Hebron, Er hatte sieh mit seinen 2(5 Jahren dort schon lehrend betätigt. Lange Stunden litt er j!9eh schwer unter den gräßlichen Ver* letaungen, bis er am Sabbat, den 18. Aw, seine Seele aufgab. Israel Leiser0witz. Auch Leiserowitz stammte aus der Gegend von Minsk und flüchtete aus Sowjetrußland, wo ihm die .Ge* legenheit zum Thoralernen abgeschnitten war. Er galt als Hui, Mit dem Siebzehnjährigen wurde uns eine herrliche Hoffnungsblume zertreten. יזכר□ אלל\ לטובה«