Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 43 (1.11.1929)
- Date
- 1929-11-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE PRESSE Nr. 43 Driicktetilerberichtigung. ln der vierten Kenessio- Nummer der ״Jüdischen!Presse“, Seite 6, ist in dem Bericht von der Sonntagssitzung statt lAltstädter richtig Neu- Städter (bei Warschau) iRaw zu lesen. Krakau. Am 22. Oktober 1. J. ist hier Frau Ethel Chajes, die Witwe des in weiten!Gelehrtenlkreisen bekannten Bradyer Oberrabbiners Isaak Ghaijes, im Alter von 85 Jahren!verschieden. 'Das Gele'hrten'haus Ghajes, welches am Ende des vorigen Jahrhunderts ein Zentrum jüdischer Wissenschaft für nah und fern bildete, fand!in ׳der Verstoribenen eine fürsorgliche Vorsteherin und liebevolle Mutter. Pie!Verblichene war die!Mutter des Archivars der Wiener israelitischen Kultusgemeinde Saul C h a j e s und Schwiegermutter des Mitglieds des Zcntralrates der Aguda, des Senators ׳Isaak Baum i n.g e r״ in Krakau. Hohes Kontingent jüdischer Selbstmörder in Preußen. (J. T. A.) da der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“ weist!Herbert Philippst׳hal auf das hohe!Kontingent jüdischer Selbstmördcr hin. Die neuesten statistischen Unterlagen rühren für Preußen aus dem Jahre 1926 her. Unter den 9746 Per־ sotten, die sicli 1926 in Preußen das Leben genommen halben, 'befanden sich 204 Juden (2 Prozent). 'Im Jahre 1925 zählte!man unter 9164 Personen! 215 jüdischen Glaubens (2,3 Prozent). Für die hohe Ziffer jüdischer Selbstmörder gibt Philippsthal drei Gründe an: die jüdische Berufs- 'gruppicrung ,(der!Kaufmannsstand weist die!höchste Proze nt norm Selbstmörder auf); ferner •verursacht d'as Stadtleben (die jüdische Bevölkerung ist in den Großstädten koaizcntriert) nervöse und seelische Leiden!in höherem Grade ■als das!Land; schlieBlich!kommt noch! hinzu, daß der Jtid'c als Jude der 'Schwere des ׳Daseins stärker ausgesetzt •ist als der Nicihtjude. Antisemitische Studentenunruhen in Amerika. (J. T. A.) Bei der feierlichen Eröffnung ■des ׳Semesters an!der Harvard- Universität m Cambridge, Massachusetts, •sind jüdische Studenten von mohtjüdicheu Kollegen insultiert worden. Die •UniversitätS'Zeitunig verurteilt!in einem •Leitartikel diese Au s schrei tu n!gte׳n׳, die in der Trunkenheit begangen ׳wurden, •und enthüllt,!daß der Student George Clark die mit der Durchführung!des feierlichen Arrangements betrauten 'S tudcnfcen ■auf forderte, eine da neben stiebende Gruppe jüdischer S tud e n ten a nzug reife n. Die Hilfe für die Geschädigten in Palästina. (J.T.A.) Zur Leitung des Hilfswerkes für die während der Unruhen!in Palästina Geschädigten, das von der Jewiis’h Agency dem Waad iLeurm ׳übertragen worden ist, wurde ein neues Komitee gebildet, dessen Exekutive sich aus Frau Norman!Bentwich, der Gattin des Oberstaatsanwalts, Rabbi Blau!von der!Agudas Jisroel, Rabbi Ostrowski, Isaak Eliashar, dem Vizeibürgermeister von Jerusalem Chalm Solomon und dem Hadassah-Arzt Dr. Yaski zusammensetzt. Das Komitee untersteht der Aufsicht des 'Waad Lcurni. Aus!dem Siiiddistrikt Palästinas wurden mehr •als hundert Ansprüche auf Schadenersatz, die eine Gesamtsumme von 186.248 Pfund״ davon 6,5.000 Pfund für Verlust •von Familienangehörigen und für Verstümmelungen, betreffen, erhoben. Arabische Aerzte bereiten ein Memorandum an den Völkerbund vor., in welchem die von Arabern im Verlauf der Unruhen erlittenen Verluste an Leben und Eigentum dargelegt werden. Abschluß der Palüstinahitfsaktion in England. — Resultat 90.000 Pfund. l(J. T. A.) Das iPalästinanothilfskomitee (Paiestine Emergency Fund) hat!in einer!im Büro von Lord Melchett abgehaltenen Sitzung, der Lord Melchett, der •Mar־ quis of iReading, d'/AVlgdor iGoldsmid und Simon Marlks beiwohnten, den Beschluß gefaßt, ׳die Nothilfsaktion als abgeschlossen zu erklären,!nachdem der Appell! zur Hilfe an die׳ Palästinaopfer von allen jüdischen!Gemeinden der Welt so hochherzig beantwortet wurde und schließlich angenommen werden ׳muß, daß die Palästinaregierung den Opfern der!Unruhen Entschädigung leisten .wird. Mit großer Genugtuung wurde!die Mitteilung des Schatzmeisters entgegengenommen,!daß die!Notbilfsa'ktion Sn,England einen Bareingang von über 90.000 Pfund ergeben ihat. 300.000 Pfund werden unter den Geschädigten in Palästlna verteilt. (IJ. T. iA.) Das 1Wiederaufbailkomitee in Pa- 1lästdna •hat nach einer acht Stunden dauernden Sitzung den הוטפאבריק ליסאל HU rFABRIK UTAt - WIEN - II., PRATERSTRASSE Nr. 18 VII., MARIAHILFERSTRASSE 88 a SPEZIALHAUS FÜR FEINSTE HERRENHÜTE וווווו1ווווווווווווו1וווווו1וווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווו!וווו!ווווווו!ו!וווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווו Beschluß gefaßt, aus den aus allen Ländern einfließenden ׳Nothilfsspenden einen!Betrag von 300.000 Pfund an die!Einzelpersonen und Institutionen, die während der U11ruhen Schäden erlitten haben, zur Verteilung zu bringen.!Die Verteilung geschieht in einer!Weise, daß die städtischen und die ländlichen Punkte des Jischuw fast zu gleichen Teilen mit!Zuwendungen bedacht werden. Die Untersuchungskommission in Palästina eingetroffen; (J. T. A.) Die!britische Untersuebungskomtmission für Palästina, bestehend aus Sir Walter Shaw. Sir John Bettcrton, den Abgeordneten!Morris׳ und׳ Sn eil sowie!Herrn Lloyd vom IKolonialarnt, ist am Donnerstag, den 24. Oktober in Palästina eingetroffen. Die Kommission!hielt um 4 Uhr ׳nachmittags i!m Hause des Distriktsgerichtes ihre erste und wahrscheinlich einzige .öffentliche Sitzung ab. Die vertraulichen Sitzungen!beginnen, am 28. Oktober. Mit Eintreffen der Kommission wurde verfügt, daß der Straßenverkehr von׳ ■jetzt •a'b bis 11 Uhr abends vor ■sich gehen darf. Bisher ׳war infolge der Unruhen!jeder 'Verkehr :in Jerusalem nach 7!Uhr •abends verboten. Auch in anderen Orten Jerusalerns wunden Erleichterungen geschaffen. In Tel-Awiw ׳ist der Verkehr nach ׳wiiei vor!keinen Besehr ä n >k 11 n g ei n 11 n ■t er w or f e n׳. Erregende Szenen bei der Gerichtsverhandlung gegen die Teilnehmer an den Massakers in Hebron. (J. T. A.) Die Vernehmung der dreizehnjährigen Judith Keizmann und ihres zwölfjährigen Bruders durch das Gericht in Hebron war sehr reich an dramatischen Momenten. Judith Rcizmann schilderte in schlichten Worten, wie ein heulender arabischer Pöbel ihren Vater, ihre Mutter und ihren Onkel verfolgte und wie sie nachher die Leichen der Eltern und des Onkels im Rinnstein fand. Colonel Maxton von der walisischen Garde und andere hohe britische Offiziere und der Gouverneur von Hebron, Bailey, wohnten persönlich der Vernehmung bei. Judith Reizmann erkannte unter den ihr vorgeführten arabischen Gefangenen sofort die Mörder und wies auf Jbrahim Abd el Assiz, einen jungen arabischen Kaufmann aus Hebron, der ein Nachbar ihres Vaters war, als auf den Rädelsführer hin. Sie sprach den Mörder an und fragte ihn: ״Ibrahim, wie konntest du das tun, wo du doch in meinem Vater einen Freund hattest?“ Der junge Araber senkte voll Scham das Haupt. Mi־. Bailey, der neue Gouverneur von Hebron, hatte bei dieser Szene Tränen in den Augen, viele andere Anwesende schluchzten laut auf, auch General Maxton wurde von Rührung übennannt, ging zum Fenster und starrteJiinaus. Judith erzählte weiter, als die Araber, an die Vordertiire ihres Hauses hämmerten und sie schließlich einbrachen, habe ihr der Vater zugerufen, sofort einen Baum im Garten zu erklettern und sich in den Zweigen zu verbergen. Das gleiche tat auch ihr Bruder. Von der Baumkrone aus sah sie, wie die eingedrungenen Araber Vater, Mutter und Onkel verfolgten, die sich durch Ueberklettern des Gartenzaunes zu retten versuchten. Ibrahim Abd el Assiz war mif einem gezückten Messer dicht hinter ihnen her und schrie ebenso wie die anderen Verfolger: ״Wir werden euch die Kehlen durchschneiden!“ Was hinter dem Gartenzaune geschah, sah sie nicht mehr. Aber als sie dann auf die Straße trat, sah sie die Eltern und den Onkel leblos im Rinnstein liegen, alle drei wiesen zahlreiche Messer- und Dolchstiche auf. Dem Vater war der Kopf fast vom Rumpfe abgetrennt. Der zwölfjährige Knabe Reizmann machte seine Aussagen in einem vollendeten Englisch, Arabisch und Hebräisch. Er schilderte die Vorgänge bei der Ermordung seiner Angehörigen eindringlich, aber ruhig.. Nach Beendigung seiner Aussagen sah sich der Richter im Kreise der Juristen, Beamten und Militärs um und sagte: ״Ich glaube nicht, daß irgend jemand anderer hier über gleiche sprachliche Talente verfügt“. Die arabischen Anwälte, die die Verteidigung der angeklagten Araber innehatten, versuchten, den Knaben durch ein Kreuzverhör zu verwirren, was ihnen aber nicht gelang. Der Richter beendete das Kreuzverhör mit der Bemerkung: ״Es ist nutzlos, diesen im Talmud geübten Knaben in seinem Denken zu erschüttern; er spricht die volle Wahrheit. Dieser Knabe ist überhaupt nicht fähig, eine Lüge zu sagen; sie ist seinem Wesen fremd.“ Von den Aussagen wurden drei Protokolle, in englischer, arabischer und hebräischer Sprache, angefertigt und dem Knaben zur Unterschrift vorgelegt. Der Knabe bestand darauf, alle drei Protokolle zuerst durchzulesen, bevor er seine Unterschrift darunter setzte. Die arabischen Angeklagten bekräftigten ihrerseits die Protokolle durch Daumenabd ruck. Die beiden Kinder Reizmann machten durch ihre außerordentliche körperliche Schönheit Eindruck auf die Anwesenden. Die Sitzungen des Gerichtes wurden vertagt bis zur Einvernahme mehrerer wichtiger jüdischer Zeugen, die an ihren Wunden im Spitale darniederiiegen und noch nicht vernehmungsfähig sind. 860 jüdische Schulen in Sowjetrußland. (׳J. T. A.)!Laut der sowijetrussischen JSc'h 111:statistik existieren!im :heutigen!Rußland 860 Schulen mit ,jiddischer Unterrichtssprache, die ׳von insgesamt!106.000 Kindern «besucht werden. Allein •in der ■Ukraine;sind 270.000 ■jüdische Kinder im Schulalter, ׳von denen 82.000 allgemeine und 80.000!jiddische ■Schulen ׳besuchen. Ue'ber den• ,Rest! fehlt eine Kontrolle, ln ■ganz Rußland sind!!mehr als 400.000 jüdische Kinder im Schulalter; ■von ׳ihnen 1besuchen 290.000 jiddische!und allgemeine Schulen, etwa 110.000 ■jüdische Kinder im Schulalter'׳besuchen keine .,Schulen. Rosch Haschanah ln Moskau. Moskau, ■8. *Oktober. (J. T. A.) ׳Ungeachtet der scharfen antireligiösen ׳Propaganda ,waren;sämtliche sieben Synagogen Moskaus an den!beiden Rasch iHaschanah-Tagen von ,Andächtigen überfüllt.!In allen;Synagogen wurde während des Gottesdienstes •der Opfer -der ,Massakers in Palästina gedacht. Private IBetgemeinden konnten ,in diesem Jahre ■keine 'Gottesdienste a'bhälten, weil die Häuserkomitees Instruktionen erhielten, 'keine!Räume ■zur Abhaltung von ׳Gottesdientsen zur Verfügung ■zu• stellen. Die!Sowjetagentur ״Toss“ ■teilt ׳mit, daß am zweiten Rosch ׳Haschanah- Tage!in 'Moskau 2600 und in Leningrad nahezu 15.000 jüdische Arbeiter ihr Tagewerk verrichteten und den Ertrag dem Fonds 'für ■die Anschaffung ■des ■Aeroplans!Biro-lBidschan ii'benwiesen. Auch in ׳jüdischen kommunistischen Kreisen!hält man diese Angaben ■von ״Toss“ ׳für übertrieben Schlägereien zwischen!jüdischen Kommunisten und ,frommen •Juden, ׳wie sic in früheren Jahren anläßlich der ׳höhen Feiertage üblich waren, waren in ■diesem Jahre nicht ,vorgekommen. Rückkehr zum jüdischen Glauben in Ungarn. ׳(J. T. A.) Aus Anlaß der höhen!jüdischen Feiertage sind ■wiederum in!Ungarn mehrere Personen, die in den kritischen ,Nachkricgsjähren ׳den jüdischen! 'Glauben verlassen hatten,!zum Judentum 'zurückgekeibrt.!Die Mnssenitaufen hatten!bekanntlich 1918 begonnen. Die!Bemühungen der Rabbiner, ■die ■durch ■die damaligen traurigen 'Vorgänge aus der Fassung .׳geratenen Leute, die ihren ׳Glaubens über tritt anmckle'fcen, zu!beruhigen und aufzuklären,!hatten!nur ׳geringen Erfolg. Eine. Massenpsychose hatte Teile der!jüdischen Massen Ungarns erfaßt, die glaubten, durch die Taufe über alle Widerwärtigkeiten und Verfolgungen hinwegzuikommen, ״,Egyenlöseg“ ׳veröffentlicht einen ׳detaillieften /Bericht über •die!Bewegung für!Rückkehr zürn Judentum. •Vom 1. August 1919 ׳bis 3'1. Juli: 1929 sind 567׳ Männer, 481 'Frauen and 88 Kinder zum Judentum 'zt1׳r׳ückge׳kebrt. Von diesen 567!Männern waren 52!Gewerbetreibende, 121׳!Kauf 1 eilte, 193 Angestellte. 41 Aefzte, 35!Rechtsanwälite,!2-7 'Ingenieure 14 :Landwirte, 6׳ Lehrer, 60 Schriftsteller, 70 Studenten und 45 Angehörige ■anderer!Berufe. ׳Diese!Zahlen betreffen allein die!Pester!israelitische Kuitusgemeinde. Aber auch die Ofner Kultusgemeinde und!zahlreiche andere!Kult'usgemeinden verzeichnen viele ׳Rückkehrer. Rosch HaiScWanah in New! York. (J. T. .,A.)!New York, die größte!Stadt der 'Welt, ׳hatte in ■den zwei Rosch ׳Bascha1n׳af1־T׳agen eine eigene iPhysiognom-ie. In vielen Teilen der Stadt ruhte der!Gesc'häftsverkehr fast ganz, •Läden und!Büros' ׳wareiu geschlossen, ׳der Verkehr stark ׳herabgemindert. Zwei!Millionen Juden!füllten die Synagogen. Der Tempel Emanuel, der!monumentalste und ׳schönste ■der neuen Tempel im׳ Amerika, und• eine größere Zahl anderer neuer Gotteshäuser in New York und in ■den ganzen Vereinigten Staaten ,wurden ■aus Anlaß des ׳Rosch!Haschanah ׳eingeweiht. 1Ha׳u׳ptt:he1me,n der )Predigten in den orthodoxen, ׳konservativem׳ ׳und ■Reform-Kongregationen waren Ramsay Mac Donalds Friedensmission in Amerika׳, Lou'is Marshalls Töd und die ■Lage in P.alästiua.!Durch die 1Fes׳tes:ei.n'känfe am Vorabend■ des!Rosch Haschanah herrschte Knappheit auf dem Lebensmitte'lmarkt, dies trotz der erhöhten Zufuhr von!Geflügel■ und Nahrungsmitfein, die einen Wert von!Millionen repräsentierten.!In Brinx, Brooklyn und ■in anderen ׳jüdischen Teilen!New Yorks wurden ■die Zeitungen nicht!ausgetragen, weil die Ze.itu.ngsstandinha'ber ■den Gottesdiensten ,beiwöhnten.!Um die jüdische 'Bevölkerung über die Lage in Palästina, um ״ die ■man!sich Sorgen machte, aufzuklären, wurde in den Synagogen öffentlich verkündet, daß an der Klagemauer und in allen Tellen Palästinas keinerlei störende ■Zwischenfälle vorkamen. üizi Bernfeld ' Ede Löwy Trnava Atzäd Verlobte ישיבה קטנה« פיעשבורג. דיע איינשרייבונג אין דיע ישיבה קטנה פיר רען ווינ־ טער־־זמן סינדעט אי״ה ביום א׳ וב׳ דר״ח השוו נאכמיטטאגס, שלאססשטראססע 4ד שטאטט. די שילער דירפען ניר זאלכע קווארטירע בעציהען, דיע איהנען פאן דעו־ לייטוננ צוגעוויעזען וועררען. דעו־ סוארשטאנד דער "ישיבה קטנה" in der Kttchenftthrung bewandert, wollen sich unter Beifügung von Zeugnisabschriften oder Referenzen wenden an Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser Hamburg 11, und T ,r a u m, über Wohnung, L at ■f t, R u ih e, B e w eg 1t n g, 1K 1 ■c i ■d u n g,!Re 1 n h e i t, 1R ei n 11: i c h ,k e i t us w., kurz über alles, worauf!unsere Zeit sich soviel ■elnibildet, auc!h schon etwas wußten und!in mancher!Beziehung, soweit es die T׳echnd׳k!ihrer Zeit zu'ließ, vielleicht auch mehr noch als unsere!heutigen Neunmalhveisen. Dem Mediziner aber wird •in ■diesem Werke eine Welt aufgehen und er wird noch weit mehr als bei der Lektüre des großen und grundlegenden Forschenwerkes von Preaiß, ״Die Medizin ׳im Talmud“, sein!Spezialfach ■von einem eigenartigen Licht umstrahit finden.!Hier wird ihm d׳as Beilegmaterial unberührt und ׳nicht für einen bestimmteil wissenschaftlMchen Zweck tendenziös präpariert ׳vorgelegt. Denn Perlman bringt die Zitate im Orig,ina 1־ tex t, ohne (jedes!Beiwerk, fügt einen äußerst!knappen Wort- ,und iSachkommentar als Fußnote bei und überläßt die Verwendung ׳und ■alle!Schlußfolgerungen ausschließlich dem Leser. Der wissenschaftlich interessierte Mediziner wird überrascht sein, ׳daß ■z.;B. das Kapitel ״Speise und Trank“ allein nicht ■weniger 617 Zitate aufweist. Die am Ende dieses ersten Bandes angefügten Bemerkungen und: Glossen von zwei gellehrten Ae raten, Dr. J. L. Katzeineilson!und Dr. A. M. (Maske erhöhen dessen Wert. Druck und Ausstattung sind tadellos. Sobald auch der zweite!(abschließende) Band erschienen! sein wird, wird ׳die Anzahl der iNachsCMageibücher zum Talmud um eines erweitert sein, das in keiner jüdischen Büchersam'mllung fehlen sollte. ■Das Buch ist ׳vom Verfasser, M. Perlman in Telsiai1)1 ׳Llt.) zu 'beziehen. B. ם1 שלחן העזר ה״א ועל השלחן פרושה שמלה לצבי אשר בו יבואר כל דגר ממקורו משו״ע והפוסקים הגדולים, ראשונים ונם אחרונים וכף מאת הרה״ג מוה״ר יצחק צבי לעבאוויטש אבדק״ק פזשאף והגלילות 4° דעשש תרפ״ט, ק״ י ד Unter diesem Titel gibt Herr Oberrabbiner Hermann Lebovics in Cop (Tschechoslowakei) ein umfungreiclies Werk heraus, das für den praktischen Gebrauch sowohl als auch ■für das forschende Eindringen in den Geist der religiösen Vorschriften bezüglich Heirat, Eheschließung, Trauungsakt usw. sicherlich sehr Avertvoll sein wird. In 13 Kapiteln wird der Stoff eingeteilt und mit einem weitausliolenden Kommentar versehen. In diesem wird das reiche Quellenmaterial aus der gesamten zugänglichen einschlägigen Literatur mit Bienenfleiß zusammengetragen und sachkundig kritisch gesichtet und geordnet. Dabei zeigt sich auch die Kenntnisfülle des Verfassers und die Sorgfalt, mit der er seine Bemerkungen wählt. Zunächst liegt der erste, vier Kapitel enthaltende, auch buchtechnisch gut ausgestattete Band vor. Er wird jedem Rabbiner ein nützliches Handbuch Averden und bedeutet eine Bereicherung der NachschlageAverke zum Ewen Hoeser. ספר אור האורים כולל שרת חידושים, הערות והארות בעגיגים שונים בהלכה. מאת הגאון המובהק רבי אירי משה זצ״ל ג א רד א ן מעיר לאח. הוצאת "מסורה" לאח. תופ״ה. 88 עט׳ 8° 'Der ■Verfasser ■dieses kleinen, aber se!hr wertvollen Werkes. IR. Uri 1M 0 seihe iGor'don s. A. in Lodz, war ein •an Jahren!noch!junger, über au Wissen, Scharfsinn und Fic'iß zu Hervorragendem fähiger Talrnkl Ghochom, als er lim 41. Lebensjahre vom Tode ereilt wurde. ׳Sein Sohn veröffentlicht nun aus ׳seinem (Nachlaß!in ׳der bekannten־ vorzüglichen Ausstattung des ,/Mass0ra“-Ver.lages diese Sammlung von Rcsponseri, ,Ghiidusdhim und ■Glossen, die eine schätzenswerte Bereicherung •der ׳tai׳mu׳dikomme׳t1־ tierenden Literatur bedeutet. Rabbi Gha!jim Oser G10־!dsensiky empfiehlt das Werk in einem sehr warmen Brief und ■der Herausgeber, R. Abraham Josef (Gor׳dom, leitet es mit einer Biographie seines Vaters, des Verfassers, ein. ■B. S. Winingers ״Große Jüdische National-Biographle“. C z e r 11 0 w i t z, 26. September (J. T. A.). S. Winingers ״!Große Jüdische!National-Biograpliie“, unter Mit- Wirkung von zahlreichen Fachmännern aus allen Weltteilen, erscheint als ein Monumentafwerk ׳in fünf ■Bänden und einem!Nachtragsband im Lexikouformat, etwa 4000 Seiten stark, und enthält über 10.000 'Biographien namhafter jüdischer Männer und Frauen aller Zeiten lind Länder. Band 1 bis 3 liegen bereits in /gediegener Ausstattung ׳vor. Das Gesamtwerk dürfte 1930 beendet sein. Das Werk enthält in ׳alph1a!be׳tl׳sciher ׳Folge qu!eH׳e,nmäßig geschilderte Lebensbeschreibungen aller hervorragenden!jüdischen Männer und Frauen vom!Beginn der jetzigen Zeitrechnung bis zum heutigen Tage; es ist für Gelehrte wie für Laien bestimmt. Es bietet eine ׳'Uebersicht über ׳das, was jüdische Persönlichkeiten aller Länder und Zeiten für das Judentum und für die!gesamte Menschheit geleistet haben. Das Werk ist zu beziehen durch den Herausgeber (S. Wininger, Cernauti, Piata Decebal 4, Rumänien). PENSION HIRSEN, F&isteoliol, Ssmisering bis Ende November geschlossen