Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 43 (1.11.1929)
- Date
- 1929-11-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Ni1. 43 JÜDISCHE PRESSE Säte 3 Amtliche Verlautbarungen der Israelit. Kultusgemeinde Wien. Jugehdgoitcsdicnsi für Volks-, Bürger-, Haupt- und Mittelschüler im ersten Halbjahr des Schuljahres 1929/30. In allen nachstchen- . den Synagogen am Sabbat, den 2., 9., 16., 23., 30. November* 7., 1421 ,.׳. Dezember, 4., 11., 18. und 25. Jänner, Beginn 3 Uhr nachmittags: I., Seitenstettengasse 4, II., Tempelgasse 5, II., Sebastian Kneippgasse 14, III., Untere Viaduktgasse 15, V., Siebenbrunnengasse 1 a, VI., Schmalzhofgasse 3, ׳VIII., Neudeggergasse 12, IX., Müllnergasse 21, X., Humboldtgasse 27, XIII., Eitelbergergasse, XV., Turnergasse 22, XVI., Hubergasse 8, XVIII., Schopenhauerstraße 39, XIX., Dollinergasse 3, XX., Kluckygnssc 11, XXI., Holzmeistergasse 12. Jugendgottesdienst. Safnstag, den 2. November d. J. findet um 3 Uhr nachmittags der erste Jugendgottesdienst im Schuljahre 1929/30 für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde־ und Bezirkssynagogen statt. Kundmachung. An der Bibelschule der israelitischen Kultusgemeinde XX., Othmargasse 46, wird, sofernc eine ent-; sprechende Anzahl von Teilnehmern sich meldet, ein Nachhilfekurs aus israelitischer Religion (hebräisch, biblische Geschichte) für taubstumme Kinder abgehalten. Die Einschreibungen für diesen Kurs finden Dienstag, den 5. November 1, j/im Saale II des ge-;׳, nannten Lokales von 2 bis 4 Uhr nachmittags statt. Der׳ Unterricht ist für jeden Dienstag und Freitag von 2 bis 4 Uhr nachmittags in Aussicht genommen. .׳.. . Der Kurs ist unentgeltlich. Die Einschreibungen in die Bibelschule II., Rem« ׳.: brandtstraße 32, finden für das Schuljahr 1929/30 Sonntag, den 3. November 1929 von 10 bis 12 Uhr vormittags, Dienstag, den 5. November 1929 von 2 bis 4 Uhr nach« mittags im Schullokale statt. Der Unterricht ist unent׳־ geltlich. Der Vorstand. Hilfsaktion für Opfer der Ereignisse in Palästina. Bis zum 25. Oktober d. J. sind bei der Hauptkasse der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, als Zahlstelle des ״Zenträlhilfskomitees für die Opfer der Ereignisse in .; Palästina”, insgesamt S 102.640.44 eingegangen. ־ Um die Sammelaktion zum Abschluß bringen zu können, werden jene Personen, welche ihre Sammelbögen noch nicht abgeliefert, bezw. abgerechnet haben,. neuerlich; dringend ersucht, dies unverzüglich zu tun. Auch Sam« melbögen, welche leer ausfallen, sind zur Aufrechterhai« tung einer verläßlichen Kontrolle an die Rechnungsdirek« . tion der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seiten« stettengasse 4, III. St., zurückzustellen. Ferienaktion 1929. Durch die israel. Kultusgemeinde Wien wurden im , Wege, der jüdischen Jugendfürsorge in Heilstätten 98 Kin« der zu den Gesamtkosten von rund S 15.000 untergebrächt, davon .48 Kinder bei der Aktion Moll, 26 in der Wald־׳ schule in Alland, 8 in Grimmenstein und die restlichen ׳ in verschiedenen atideren Anstalten. In leichten Fällen wären die Kinder 4 bis 6 Wochen, in schwereren Fällen ' 2 bis 3 Monate: in den Heilstätten. In 416 Fällen wurden Einzelbeträge bis zur Höhe von S 30 per Kind gegeben. Der Kultusgemeinde wurden hiedurch S 6000 an Kosten verursacht. Der vom ״Joint” der jüdischen Jugendfürsorge zur Verfügung gestellte Betrag von S 3500 wurde zum größten Teile für Kinder, die früher vom Joint befürsorgt wurden, verausgabt. Im Sonnentageshei.m im Augarten waren 312 Kinder untergebracht. Die Subvention, die dieses Heim seitens der Kultusgemeinde erhielt, betrug S 3000. Ferner wurden an nachstehende Vereine, die während des Sommers Fe« ricnaktioncn fldurchfiihrten, Subventionen bewilligt, und zwar: Humanitätsverein für die westlichen Bezirke Wiens für sein Heim in Vöslau . . . . S 800.-— Verein ״Ferienheim” für seine Ferienaktion in Vöslau .. 900.— Verein ״Ferienheim” für seine Ferienaktion in Grado .800 ״.— Verein ״Jüdische Kinderfreunde” . . . . —.700 ״ ״Hakoah”, Schwimmsektion Kuchelau . . . 250 ״.— Zusammen . . S3450.— Weiters wurden seitens der Kultusgemeinde die Ferienaktionen von 14 Jugendverbänden unterstützt. An dieser Ferienaktion nahmen 978 Jugendliche beiderlei Ge« schlechtes teil, die in 16 Sommerlagern untergebracht waren. Predigten. Heute Freitag wird im Gemeindetempei. XVI., Hubergasse 8, (Rabbiner Dr. J. M. Bach) bei dem um 4.45 Uhr beginnenden Abendgottesdienst eine Predigt abgehalten. Morgen Samstag, findet beim Morgengottesdienste (Beginn 8.30 Uhr) im Gemeindetempei, XVIII., Schopenhanerstraße 39. (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang) ein exegetischer Vortrag statt. Israelitischer Jugendgottesdienst. Am 2. d. findet tun 3 Uhr nachmittags der erste Jugendgottesdienst itn Schuljahre 1929-30 in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. Nachrichten 0 Bethaus Esras Jisroeü, IX., Stroheckgasse. Samstag, den 26. d. M. שמיני עצרח nachmittags, hielt der neuge« wählte Vereinsrabbiner Herr Samuel Alter vor einer dicht« gedrängten Zuhörerschaft, die das Bethaus bis in den letz« ten Winkel füllte, seine Antrittsrede. Der Redner verstand es, in wohldurchdachten Worten ein klassisches Arbeits« Programm für seine Wirksamkeit zu entwerfen, und führte zuerst in deutscher, dann in jüdischer Sprache an der Pland eines virtuos gedeuteten Ausspruches des großen Tanaiten Hillel aus, daß er mit allen Gliedern der Bet« hausgemeinde gemeinsam sein Amt bekleiden wolle. Er rief die Zuhörer zur eifrigen ,Pflege des Jugendunterrichtes im überlieferten Geiste des Judentums auf und forderte vor allem Frieden als die Voraussetzung alles gedeihlichen Wirkens. Die meisterhaft aufgebaute Rede hinterließ bei allen Anwesenden tiefen Eindruck und läßt erwarten, daß der neue Raw einmal eine führende Stellung im gesetzes« treuen Judentum einnehmen werde. L. M. Siebzigster Geburtstag. Frau Fanny iLe itn er, geb. Bi netter, ׳vollendete ׳dieser Tage ihr 70.!Lehen sjahr in voller geistiger und׳ Ikönperlicher Frische. ,Frau;Fanny;Leitner erfreut sich ,wegen :ihres ׳frommen!Lebenswandels, ihrer ׳Herzensigüte und •großen Wohltätigkeit •allgemeiner Sympathien!und Verehrung.!Bescheiden und wunschlos für ihre eigene!Person, •leibt sie־ als'ein Mastertbild treuer Pflichterfüllung ׳und ׳widmet s:ic!h seit dem Tode ihres unvergeßlichen ׳Gatten .Adolf Leitner. der als Vorsteher der Schiff schul so ,viele Jahre segensreich ■wirkte, ganz dem Wöhle ihrer (Kinder und 'Kiindeskiuder. עד מאה ועשרו□ שנה Adolf Frankl wird als Vertreter des ungarischen orthodoxen Judentums im Oberhaus vorgeschlagen. (J.T.A.) Mit!dem ■Ableben des Budapester orthodoxen Oberrabbiners und iMagnaten'hausmitgliedes Koppel!Reich iist die '!Frage •der Vertretung der ungarischen!Orthodoxie im Oberhaus akut geworden. In dem ■Budaipester orthodoxen Organ ״Zsido U'.jsa.g“ schlägt Herr!Alexander Nemeti die 1Nominierung des Präsidenten der ungarischen orthodoxen Landeskanzlei, Herrn!Adolf Frankl zum Vertreter des orthodoxen Juden- &eder Strenggläubige 'Jk llllolilMli,® kann ohne Bedenken zur Zubereitung der Speisen Kunerol verwenden. Die KuneroUErzeugung steht bis zur Verpackung des gebrauchsfertigen Natur* fettes unter strengster Aufsicht des Herrn Bezirks* rabbiners S. Ehrenfeld zu Mattersburg. EROL 100% REINES KOKOSNUSSFETT tums im Oberihaus vor. Dieser Vorschlag findet ׳in den orthodoxen!jüdischen Kreisen!Ungarns starke Zustimmung. Franz Werfels Austritt aus dein Judentum. (J. T. A.) Seitens der Wiener israelitischen iKuitusgemeinde wird dern J. T. A.sVertreter mitgeteilt, daß der Dichter Franz Werfel offiziel1 seinen!Austritt aus ■dem Judentum angemeldet hat.!Dieser Schritt Franz Werfels hat :in der Wiener jüdischen Oeffentlichkeit •um so mehr!Aufsehen erregt, als der Dichter ׳vor nicht langer Zeit ,im ,Zusammenhang ,mit der von jüdischer Seite geübten abfälligen Kritik an seinem Drama ״Paulus unter den Juden” in Zuschriften an jiidi« sehe Zeitschriften sein jüdisches!National'bewußtsein besouders betonte und sich scharf gegen ׳die Verdächtigung wandte, als ob es ihm nicht ernst um ׳sein •Judesein wäre. Bisher war eine Feststellung nicht •möglich,, ob Werfel Dissident geworden;ist oder ob er durch Taufe ein christliches!Bekenntnis angenommen hat. Große AgudasManifestation in Subotica. Am ver« gangenen Sukkothfest veranstaltete die jugoslawische Landesorganisation der Agudas Jisroel eine Propaganda« Versammlung, die sich zu einer glänzenden Manifestation der Agudaddee gestaltete. Nach einer kurzen schwung« vollen Begrüßung des Vorstandsmitgliedes der Aguda, Herrn Wilhelm Glied, Präses der orthodoxen Kultus« gemeinde, besteigt Herr Samuel Deutsch, geschäfts« führender Präses der Landesorganisätion, unter warmen Ovationen der Anwesenden die Rednertribüne. Redner erstattet Bericht über die II. Kenessio Gedaulo, der er als Delegierter beiwohnte, und vermag mit seinem ausführ« liehen interessanten Referate die Aufmerksamkeit der An« wesenden zu fesseln. Redner schließt ) sein Referat mit einem warmen Appell, sich endlich zur emsigen, hingeben« den Agudaarbeit aufzuraffen, daß die hiesige ״Unbeweg* lichkeit“ sich in eine starke impulsreiche ״Bewegung“ um« gestalten möge. Diesem' Referate folgten die Ausführun« gen des Herrn Hermann Schlesinger, der gleichfalls seine an der K. G. empfundenen Gefühle schildert. Nachher dankt Herr Wilhelm Glied den Rednern in bewegten Worten und versichert sie im Namen aller Anwesenden nunmehr an die Aguda«Arbeit mit vollem Ernst und Eifer heranzutreten. Kalte Füße sind ein Zeichen schlechten Blutkreis« laufes infolge ungenügender Ernährung der unteren Ex« tremitäten. Dies äußert sich bei geistigen und körperlichen Arbeiten, bei wenig Bewegung. Pflegen Sie Touristik oder Fußturnen und massieren Sie täglich vor dem Schlafen« gehen die Fiiße mit unverdünntem ׳ Franzbranntwein ״Alpa”. ׳ ' ,! fassend, über ׳den,'Marktplatz, wo die 1Bauern und!!Händler Ihre Waren aibluden׳ u׳n!di!mit den Brauen!handelten, ״wo Autos und .'Radfahrer, •mit. sc!h׳r!eokeinei;n!ja:ge!n1d:ejr Schnell,i!g-; k׳eit ,׳vorbeiiS,aasten oder, gar auclh1 ׳a׳nihlelt׳on — kunz, ■wo das eigen, tliclhe;Leben ■des Dorf es sich ,abspielte. Sie hätte . auch;du!rcih: idiie׳!Nebengasse ׳seihen ׳können׳, aber heute konnte sie!siclli 1eibe;n ®elhien lassen ... Als sie .!in idler Marlktstiraße ׳um׳ die Ecke sehen wollte, kaim ein großer.!Bau:er׳mw,a,gen!e;im!benge!f׳aih׳r׳en. Er roch, ׳!heimatlich a!1n׳d: ׳angenehm nach •JLändliiclhkeit!und 1He.11, wo- . 1rn.it er bis oben hinauf ׳gefüllt 1w!a!r. Ob!es nun wiar, daß idias Bühn ,seine aiirsprün,gliche 1Hei׳m׳at und vormalige iän׳d- .. liehe •Gemütlichkeit! ,witterte oder ׳daß ׳ein plötzlicher Aufrnhrgeist ׳es!ergriffen!hatte — kuriz sein .ängstlich’ Fiattem für ■einen 1Moment anhaltend, befreite •es sich mit kurzen energischen!!Ruck!von der schützenden (Umarmung. ׳Es gackerte und ׳schrie, denn!sein Flucihtversiuclh war mißglückt; mit ׳eiserner 'Schlinge!hielt ׳es ein Faden des Schals, der sich!u׳m den ,Fu!ß gewickelt hatte, fest, •und ,je weiter es flog •oder lief, desto!mehr rollte ׳er!sich■ auf. v. : : Das Tierchen, so schnöde <um ׳die Aussicht!auf!neue ländliche ■Idylle betrogen,!gackerte und schrie. Berta stieß ׳, kleine'!hilflose ■und! ׳aufgeregte׳ ,Schreie ■ans; ,und ,verfolgte . den!roten Baden, ■und die Menge, die•!sich!u׳m ■die Verfo'l- -׳ gerin und den Verfolgten g׳elb׳il1dlet hatte, half lachend mit, ׳. die Szene ■noch ohrenbetäulbeoder zu׳ ,machen. Endlich Ihr achte!man den •vor Angst halb toten Flüchtling ׳zurück. Erst ging 1B׳e!rta :zu Korze-11, ׳der die IHiihoer ,so'häc'htete. Nachdem er das ,Huhn gehörig!bewundert, versprach . er,, ׳es..׳in :wenigen Minuten ׳hinüber,zusühicken, ■ ־ Zn 'Hause angelangt, verbarg IBert-a den a׳rg ramponierten ■׳SÖliai in ׳der Küche; nach Sclhalbbos ׳würde sie den Schaden ■reparieren.; .. ׳ ...״ ־ Wo!bleibst du ׳so .lange?“ kam Moritz’ grießgrämige Stimme ׳a:u;s dem Schlafzimmer.;...,*Gleich,,.!gleich!‘‘ •antwortete. sie und fühlte wieder diese heiiniiiche ,!freudige' Spannung, ihm morgen, lekowed schabbos, das Hühnchen ׳'versetzen :z׳u können. .׳ ־‘;;■;' Sohließl'iclh ging sie׳ selbst!z!um Sclbochet hinüber, weil; sChon•;!zehn Minuten verstrichen waren, ohne daß ,.. er es gebracht hatte,. ״Nun, iKÖrzen?“ schrie sie schon am Eingang durch die ganze Wohnung, '׳aber doch so. >cliaß 1m!an ׳die. Spannnng nicht her au shören sollte. \ Korzep .,saß •auf dem׳ HoizIMock in der ,Küche. Auf , ׳•Sfeitiem Schurzfell•!lag .mit! ׳traurig gesenktem Kopf das tote Huhn, ln. der Rechten hielt e׳r einen Gegenstand, ׳den er ׳erst; vor ׳die kurzsichtigen Augen ׳führte• ׳und ■dann ׳mit ®w!er fingern Berta ׳ehtgegenhlelt. f ״!Ein Nagel ׳im 'Magen —“ kam ׳es lakonisch von ,ihm. ״treife“. Korzen ■war an Wehklagen ׳und Schreien gewöhnt; ׳daher!sah■ ׳e׳r erstaunt auf. als nicht ׳einmal ■eine Antwort ׳erfolgte. ״Schlecht sieht sie. aus. ׳aber •es ,muß •ihr ׳doch nicht so ׳schlimm ,gehen,!wenn :sie’s ׳so ruhig Ihiu'riioimt!״ da eilte, •e׳r. Berta schwieg noch immer. Dann kam ׳die Antwort — ׳mit einer seltsam trockenen! Stimme: ״Sag’s .nicht dem Moritz. Das ,Geld׳ für’s Schächten werd’ :ich ׳dir nach SChablbas!bringen. Das .Huhn gib der Else.“ Sie richtete sich auf und ging!mit ׳ihrem kürzten, festen Schritten zur Tiiir lh!i!n׳a׳u!s. Bücher ם׳ שו״ת מדר״ש חלק רביעי על ד׳ חלקי הש״ע, מאת הרדדגמוה״ר שמואל עגני ל האבדק״ק ראדאמישלא׳ מלפנים אבדק״ק בילגארייא יו״ל ע״י חתנו הרב מוה״ר דוד היילפיין בסיעת ״אוהבי־ תורה קאשוי". — ווראנוב תרפ״ט. ח׳ עט׳ וצ ז דפים 2° Ein neuer Band Responsen zu allen Teilen des Schulchan Aruch vom weltberühmten ״R a cl o in y s l e 1׳ R a w“, wie man auch heute noch den seit dem Kriege nicht mehr in Radomysl, sondern in K o s i c e wirkenden גאון nennt, bedarf wahrlich keiner Einführung. Die gesamte rabbinische und talmudisch geschulte Welt wartet seit Jahren auf die Fortsetzung der Responsen- Sammlung, deren erste ׳drei Bände zu den reifsten und hervorragendsten Früchten der talmudischen Literatur unserer Tage zählen. Profundes Wissen, unbeirrbarer Scharfsinn, kontrolliert von den ehernen Gesetzen wissenschaftlicher Logik und geleitet von einer tiefwurzelnden Liebe zur Wahrheit, gestalten die Ant- Worten, die der Radomysler Raw auf die aus allen Ländern an ihn gerichteten Fragen ausarbeitet, zu grundlegenden Werken der jüdischen Gesetzeskunde, die von keinem gewissenhaftenHN^n מלרה außeraeht gelassen werden sollten. Auch in diesem vierten Band wird uns הלבה im besten Sinne des Wortes geboten, halachiseh-wissenschaftliche, Schritt auf Schritt begründete Antworten auf Fragen, die entweder von theoretischen Erwägungen oder aber, und dies zumeist, vom praktischen Leben aufgeworfen wurden. Der Band enthält 29 Responsen zum 30 א1״ח zum 25 וףך zum הא״ע und .24 zum ח1״מ und außerdem eine ausführliche halachisch-agadische Einleitung. Dem Schwiegersohn des Verfassers, Herrn Rabbiner David H e i 1 p e r 11 in K o s i c e (Slowakei) gebührt das große Verdienst, sich des reichen Gei׳stesscl1atze׳s, der in den ungedruckten Schriften des Radomysler Raw niedergelegt ist, im Interesse des כבוד התורה angenommen zu haben. Dank der Mitarbeit des in Kosicc eigens zu diesem Zwecke ins Leben gerufenen Vereines ״Cliawe Thora“ war es ihm jetzt ermöglicht, mit der Veröffentlichung dieser Schriften zu beginnen. Mögen sich die ,בני תורך und alle מוקירי תורה diesen Band anschaffen und dem Verein beitveten, damit die weiteren Bände in rascherem Tempo folgen können und den thoralerneuden Söhnen unseres Volkes die Geistesarbeit einer talmudischen Kapazität von der anerkannten Größe des Radomysler Raw nicht länger vorenthalten bleibt, ß. מדרש הרפואה כולל כל תורת הרפואה ושמירת הבריאות בתלמור בבלי וירושלמי! מכילתא, ספרא, ספרי ותוספתא, מדרשים וזוהר וכף. סדר ע־ י מישר. פר למן בהרי״ל "הגדול" ממינסק ז״ל. עם באור קצר מאת המאסף (כולל בקרבו נם פירש״י) והערות מאת דר׳ י׳יל קצנלסון דל ודר׳ א .מ. מזיא. הלק ראשון. הוצאת "דביר" תל־אביב, תופ״ו. 156, X11 עט׳ 8° Das iBucli tritt sehr 'bescheiden auf.!Es will nur halaöhi-׳ ,den Talmuden׳ eine Samnillung all •der Stellen ,in sein, ■die, ״sehen •und •agadischen!Midraschim, So'har!u:sw d1h eitslelh r e^'be-׳sich!mit!Medizin und G es!u,n schuftigen, kurz erklärt und systematisch geordnet. Blättert!man a'ber in •dein Buch, :so entdeckt man erst, wissensohaftl'idier Aribeit ln ihm׳ welche!Fülle , ernster wird •dem Verfasser Dank wissen׳ und maq׳ auf gehäuft ist u!m׳ ,die er aufwenden ■mußte׳ ,für die!jahrelange Mühe des Tal-׳ aus dem gesamten ,,!Meer׳ solchen Schatz׳ einen imids“ zu :heben lind ihn so aus zu statten, ■daß er sich mmein Werk ,von erstaunlichem ■Reichtum darüietet.׳ mehr als Der T a 1 m 11 d f 0 r s eher und Talmid Ohochom wird iin diesem Werk alles enzyklopädisch gesammelt u!nd geordnet über ein spezielles Wissensgebiet vorfinde:11, von als wußte, daß die Weisen׳ dem man bisher ■mehr ahnte des Talmud sich auch auf ihm ,zumindest auf der 'Höhe Er ,wird sich dieses Weikes oft 'be-׳ .•ihrer!Zelt zeigten d׳■dienen )können, wenn er z m s a ,m m. e nf a s s e n •d w!ir Beweise dafür ■zu erbringen haben, daß unsere;Alten über M e■n s cIh ■und M ettsc hhe i t, über Krankheit, Tod Lehen, über 'Speise und Trank, über Schlaf׳ und