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Jüdische Presse · 1929-09-27 · 40 (27.9.1929) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
40 (27.9.1929)
Date
1929-09-27
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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$eite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 40 כשר SEIFE Marke: ALEFBETH mit הכשר des orth. Rabbinatsassessors, Koäice, erzeugt ״POLIO“ FRIEDMANN & Co. SEIFEN-UND KERZENFABRIK, KO$ICE liehen Verlust erlitten und mit ihr trauert die Orthodo.\ie der ganzen Welt. ״Pester Lloyd46 über Koppel Reich. ״Poster Lloyd“ widmet dem Verblichenen folgenden Nachruf: Kino legendäre Gestalt des ungarischen ortliodoxen Judentums ist mit dem 1 finscheiden des Oberhauptos der ungarischen jüdischen Orthodoxie ins Grab gesanken. Sonntag früh ist Obcrhausmitglied Koppel Reich, der seit dem Jahre 1890 an der Spitze der Budapester autonomen orthodoxen Judenheit gestanden war, nach kurzem Leiden gestorben. Koppel Reich war nicht nur der große Führer seiner Glaubensgenossen, sondern auch eine in der ganzen europäischen Judengemeiuschaft anerkannte und geschätzte geistige Größe, um die er sich durch profundes Wissen, tiefste Verinnerlichnng der Gottesfurcht und durch sein nie versagendes• gutes Herz verdient gemacht hatte. Aus ganz kleinen Anfängen stieg Koppel Reich Stufe um Stufe bis zur Höhe der Mitgliedschaft der ungarischen Gesetzgebung. Im Jahre 1838 wurde er in Verbo geboren, als Sproß einer uralten Rabbinerfamilie, die der Glaubensgemeiuschaft der ungarischen Juden eine ganze Anzahl hervorragender Diener Gottes geschenkt hat. Sein Geburtsort war auch seine erste Station, die ihn stets auf dem Wege als Mittler zwischen Gläubigen und Gott (J. T. A.) Die letzten Sitzungen der Sechsten Kommission des 'Völkerbundes waren aiisgefiillt ,von einer Aussprache!über Palästina, die von dem tiefen Interesse aller iMächte an den Vorgängen in!Palästina und an der Position der Juden in diesem Lande zeugte. 1Der Vertreter!Norwegens, Professor Frithjof'f Nansen, leitete die Aussprache mit einem!Referat über die Tätigkeit des Völkerbundes auf dem Gebiete der!Mandate ein und erklärte, das Mandat über Palästina wurde!vom Völkerbund •feierlichst ausgearbeitet und bestätigt, die Mandatarmacht nahm die internationale Verpflichtung auf sich, die Bestimmung des Mandates zu verwirklichen. Die Aeußerungen des britischen Ministerpräsidenten iMac Donald und des Außenministers!Henderson müssen als 'be- •friedigend angesehen werden•, der Völkerbund müsse Groß-!britannien seiner vollen Unterstützung bei der Durchführung ■des!Mandates versichern. Mau könne versichert sein, daß •die Mandatarmacht eine alle interessierten!Parleien befriedigende Lösung finden und die ■Ursachen der ׳Reibungen aus der Welt schaffen wird. Der ,italienische 'Vertreter 1L. Ißonin •Longare meint, das Palästina-Mandat sei darum ein so delikater Gegenstand, weil es sich um ein Territorium von ungeheuer historischer!Bedeutung •handelt. Er hofft,!Großbritannien werde •die Lage beherrschen. — Der •Vertreter Neuseelands, James •Parr, erwähnt •den Artikel der ״Daily Mail“, •in welchem!England ׳aufgefordert wird, das Mandat nieder- •zulegen, ׳und drückt die 'Hoffnung aus, daß England dies nicht tun wird. — Der deutsche Vertreter, Staatssekretär -v. Schubert, spricht seine Zufriedenheit über die!Erklärung der britischen Regierung aus und hofft, daß in Zukunft solche Unruhen nicht •mehr Vorkommen werden. — Die Vertreterin Großbritanniens,!Frau Swanwick, dankt der Kommission für die Großbritannien in dieser!Lage •be- •zeugte Sympathie. Das •Mandat wird mit allen möglichen Mitteln durchgefiihrt werden. — Der Portugiese!Quevedo ist überzeugt, daß England die übernommenen Verpflichtuugen erfüllen wird. — Der polnische ׳Vertreter Millst-ein •gibt seiner Sympathie für die Opfer •der Unruhen Ausdruck und erklärt,!Polen mit einer jüdischen Bevölkerung von drei Millionen Seelen, mit welchen ein großer Teil der Palästina-Einwohner auf das ׳innigste verbunden ist.!sei besonders •durch •die Unruhen betroffen. Er wünscht der ׳britischen Regierung, daß es ihr gelingen möge, das Mandat in einer Atmosphäre von Frieden •und׳ Sicherheit zu erfüllen. Der persische Delegierte Toroughi erklärte, als Vertreter einer ׳mohammedanischen Macht •hege er Sympathie mit •den Arabern; als Mitglied der friedlichen •Menschheitsfamilie aber bedauro er die Geschehnisse!und wünsche:, •daß sie sich nicht wiederholen. Er •sei überzeugt, daß für Juden und Araber die Möglichkeit besteht, :in vollständiger Harmonie zusammenzuleben, und hofft, daß Großbritannien ein Regime der Ruhe und •des Wohlstandes schaffen wird. — Der französische Delegierte Aubert betont, Frankreich sorge dafür, daß die Unruhen keinen Lebensversicherungs-Gesellschaft ״PHÖNIX“ ,Gegründet 1882 Gegründet 1882 Versicherungsbestand Ende Mai 1929 ........ 2000 Millionen Schilling Garantiemittel Ende 1928 . 238 Millionen Schilling Prämienu. Zinseneinnahmen ״ im Jahre 1928 . 97*/״ Millionen Schilling Tätigkeitsfeld der Gesellschaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten Klnder-Versorgungs-Uersicherung IllllllllllllllllllllllllllflillllllillUllllIllllllimillll . Erziehungsrente für das Kind, Sterbegeld nach dem Tode der Eltern, und prämienfreie Versicherung des Kindes vom 24. Lebensjahre an!ll!!lll!l!l!lllll!lllll!llll!llllllllll!lllllllll!lll!lltl!!lllU wirken sah. Im Jahre 1890 wurde er znm geistlichen Oberhaupt der Budapester orthodoxen Judensehaft gewählt und von diesem Jahre an stieg er immer höher in der Wertschätzung der ihm anvertrauten Gemeinde und auch in der Ehrung der Außenwelt, die dem würdigen Gottesdiener, dem gelehrten Wissenschaftler, dem eloquenten Prediger der göttlichen Gebote die Anerkcnnung nicht schuldig geblieben war. König Franz Josef hatte dem verdienten Seelenhirt im Jahre 1911 den Titel eines königlichen Rates verliehen und im Jahre 1927 bei der Konstituierung des Oberhauses der ungarischen Gesetzgebung sandte ihn die autonome orthodoxe Glaubensgemeindc der Budapester Juden auf Grund der Be- Stimmungen über die Vertretung dev gesetzlich anerkannten Konfessionen ins Oberhaus. Seine Laufbahn als Gesetzgeber, in engeren Glaubenskreisen, nahm eigentlich bereits mit dem Jahre 1869 ihren Anfang, als 4bei dem Kongresse der ungarischen Judenheit die Treunung der beiden Brüdergemeinden auf liturgischer Basis ausgesprochen wurde. Allmählich lichteten sieh die Reihen der damaligen Kongreßmitglieder und Koppel Reich war der letzte seiner Zeitgenossen, der um Jahrzehnte, diesen kritischen Wendepunkt der ungarischen Judenheit überlebt hat. Sein hohes Alter — er erreichte das Patriarchenalter von 91 Jahren — hinderte ihn in der letzten Zeit seines Lebens, sich seinen weltlichen Obliegenheiten zu widmen und so blieb Koppel Reich den Kreisen außerhalb seiner Seelsorgerpflicliten entfremdet. In der Abgeschlossenheit seines strengglätibigen Familiendaseins wurde er vom Tode ereilt. Vor einigen Monaten zog er sich eine Erkältung zu, die seinem durch Krankheit und Alter immer mehr geschwächten Physikum stark zugesetzt hat. Es entwickelte sich daraus eine Lungenentzündung, der er .Sonntag früh 8 Uhr im Daniel-Biro-Samitorium erlegen ist. Widerhall in Syrien finden. Der Tscheclioslowake Fierlintger erklärt, die ganze zivilisierte Welt verfolgt mit Sympathie und Interesse das konstruktive Werk, das die britische Regierung durch •die Schaffung einer neuen Heimat für!das jüdische Volk durchführt. Er hofft, daß die Mandatarmacht unter friedlichen Umständen das Werk fortsetzen wird. Prof. Rappard (Schweiz) erklärt, er spreche eher im Namen der Mandatskommission als im Namen •der Schweiz. Die Gründung eines jüdischen Nationalheims beruht auf einer zweifachen Basis: 1. auf der Treue der Juden zum Lande, das sie als ihre ׳Heimat betrachten, eine Treue, •die sich in der hingebungsvollen Arbeit der Kolonisten erfahren, die es unternommen haben, eines der 2. auf dem ׳Schutz seitens Mandatarmacht und Völkerbund. Durch •die letzten Geschehnisse ist •die zweite Basis erschlittert worden. Die Juden vertrauten darauf, daß die M&ndatarmacht sie schützen wird. Die Mandatarmacht affer reduzierte die Militärbesatzung und die Polizei. ,Ein Journalist (William Morton. Redakteur des• ..Journal de Gencve“) hat unlängst geschrieben, die Hände der Mitglieder •der Mandatskommission seien rot vom jüdischen Blute. ׳Das ist ein zu starker Ausdruck, aber es ist richtig, daß die Mandatskommission einen Teil der Verantwortlichkeif trägt. Die Hauptverantwortinig trägt aber die Mandatarmaoht. die •der Mandatskommission stets beruhigende Versicherungen abgegeben ,hat. Die Kunsf zu regieren :ist eine Kunst der Voraussicht. Diese Kunst haben die Palästina-iBehörden nicht verstanden. Rappard schloß •seine Rede mit der Versicherung, daß die Kommission ohne Leidenschaftlichkeit ihr Möglichstes tun wird׳, um ׳Licht in die Geschehnisse zu bringen. Der Rumäne Stoica erklärt, das• rumänische Volk habe •mit tiefem Schmerz von dem Tode jüdischer Kolonisten erfahren, die es unternommen haben׳, eines der ältesten Orte menschlicher Zivilisation wieder fruchtbar zu ■machen. 1I׳n Rumänien leben fast eine ׳Million Juden. Er stimmt der Erklärung der britischen Regierung zu, daß die Geschehnisse nicht auf Rassenhaß, sondern auf verbrecherische Neigungen unzivilisierter ׳Banden zurückzu־ führen sind׳ •und hofft, daß es Großbritannien gelingen wird, ein friedliches :Leben der Juden auf dem Boden ihrer Väter zu ermöglichen. Der Spanier Palacias. Mitglied der Maudatskommission, lehnt im Gegensatz zu Rappard eine Mitschuld der Mandatskommission ab. Die Balfour-Deklaration weist gewisse Widersprüche auf und müßte ergänzt werden. Er bedaure, daß die Völkerbundskommission für die heiligen Stätten!infolge der Meinungsverschiedenheiten, unter den Ländern noch nicht geschaffen worden ist. •Der Vertreter Abessyniens, Lidy Andorgue Massai, erklärte, er spreche als Vertreter einer christlichen Macht i!1 Afrika und als direkter Nachkomme des Königs Salomo. Er bedauere die Unruhen in einem Lande, •das die Wiege des Judentums. Christentums und auch des Mohammedanismus ist. Er bedauere es. daß ׳die •palästinensischen Christen den Antagonismiis zwischen Juden und ׳Arabern verstärken, •statt •die Rolle eines unparteiischen Vermittlers zu übernehmen. Sie handeln auf diese Weise gegen •die Lehre des Christent'Ums. Als letzter •unter den Vertretern der Länder gab Albert Apponyi (Ungarn) in der sechsten (politischen) Hauptkommission des Völkerbundes eine Erklärung über Palästina ab. Er gehöre, sagte er. einen! Staate an. der eine große Anzahl von Juden zu seinen Untertanen zählt. Die Juden Ungarns sind um das Schicksal ihrer Glaubensgenossen in Palästina besorgt. Unter den luden Ungarns hat sich noch keine einheitliche Meinung über die jüdische Kolonisation Palästinas ׳herausgebildet. Doch sei er der Ansicht, daß jene Mächte, die an der Gründung der Kolouien in Palästina Anteil hatten, die moralische •und menschliehe Pflicht haben, den Unruhen ein Ende ׳zu bereiten und ihre Wiederholung zu verhüten. Auch die Sicherheit der Christen in Palästina sei durch solche Zustände bedroht. Er hoffe, Großbritannien werde energisch d.ie Ordnung wiederher&tellen. Die Kommission wählte Frithioff Nansen als Berichterstatter über die Mandats- und insbesondere die Palästina-Fragen. Der Vorsitzende der Kommission, der Belgier Janson, ersuchte Nansen ausdrücklich, in seinem!Berichte den Gefühlen Ausdruck zu geben, von denen alle Mitglieder der Kommission wie •die ganze zivilisierte Welt im Hinblick auf die traurigen Ereignisse in Palästina beherrscht sind. Er schloß mit der Erklärung, daß alle Mitglieder der Kommission mit Befriedigung die Erklärung MacDanatds •und Hendersons zur Kenntnis genommen haben, daß sich solche Vorkommnisse in Palästina niemals wiederholen werden. v Bollinger-Eiskasten sind seift 1870 die besten! XV., STAGLGASSE 10 (BEI MARIAHILFERSTRASSE 148) VII., BURGGASSE 17 Tel. R-30-5-38, B-35-8-47 11. B-32-380 Rabbi Chajim I. Ch. Sonnenleld bei Chancellor. Ralbbi I. Ch. Sonnenifeld׳ und Rabbi Joungreis batten eine Unterredung mit dem Überkcmmissär ,Sir Jdhn Chancellor, in deren Verlauf •sie ihrer tiefsten Enttäuschung darüber ׳Ausdruck gaben, daß trotz wiederholter Versprechuegen׳ seitens!der Regierung nichts unternommen wurde, um den Juden Jerusalems und ganz Palästinas wirkliche Sicherheit und gegenüber den schrecklichen und ohne Beispiel dastehenden Angriffen der Araber Schutz zu gewähren. Die Rabbiner erklärten, wenn die Juden strengste iBestrafung der Schuldigen׳ ,fordern, so nicht darum, •weil sie von Gefühlen •der!Rache beseelt sLnd, sotideiln weil sie den Wunsch ׳halben, ,daß endlich die O r d n u n g u n d d׳i e S i c 11 e r h e i t. ■f ׳ü r Leiben und!Eigentum in Palästina wiederkehre 111.!Die Führer der Agudas Jisro&i fordern, daß die Untersuchung •gegen■ die Verbrecher von unparteiischen britischen ■Beamten geführt!wird, ,Sie protestieren gegen die wahllosen׳ Verhaftungen unter den: Juden in Haifa und!in anderen Städten, die sich׳ ihres!Lebens wehrten, nachdem sie von den Massacrcs gegep wehrlose Menschen in Hebron erfahren!halben, ״In!Heibron“. schloß Ralbbi •Sonncnfeld seine Anspräche an •den High Commissionen ״wurden Männer, groß i׳m Gesetz, Aristokraten des Geistes, deren Leben frommen gottgefälligen Taten gewidmet war, albgeschiachtet, totgeschlagen! und! gemartert, ohne daß sie!von irgend-., welcher!Seite!Hülfe erhalten haben. Eure Exzellenz werden wohl wissen, daß in׳ der Jeschiwah ׳von Hebron ׳junge Männer waren, die, :hätten ׳sie vorher gewußt, daß auf die Behörden!kein Verlaß!ist, •zur Selbstverteidigung gegriffen nmd •nicht •niedergemäht worden wären wie Heu unter der Sense.“ Ein Memorandum der Hebron-FlüchtlinÄe an den Oberkommissär. (1J. T. A.) Die in Jerusalem untergebrachten jiidisehen Flüchtlinge aus Hebron haben an den ■Oberkommissar Sir John Chancellor ein!Memorandum gerichtet, in welchem sie •die 'Vorgänge in!Hebron in bewegten Worten schilderten. Sie betonen, daß sie mit ihren moslemitischen Nachbarn stets in Frieden und Freundschaft gelebt •haben und ihnen medizinische und soziale Hilfe hatten angedeihen lassen. Die Flüchtlinge erheben besonders gegen ■die beiden Scheichs Muhamed El Jabri und Sabri Abdim sowie, gegen den Verwaltungsbeamten von IBersheba Al Aarcf die• ,Beschuldigung, daß sie die iMoslemiten in •der Moschee und in den Straßen zur Tötung der Juden auf.gefordert haben. In dem (Memorandum wird auch auf den :Brief des Großmuft'i von Jerusalem an die IMoslemiten In Hebron hingewiesen, in welchem der Mufti seine •Gläubigen auffordert, •die Juden zu töten.!Gegen den Mufti haben auch die ׳friedliebenden M׳oslemiten von Hebron Stellung genommen. Der Verwaltungsoffizier von Hebron. Abdullah Kardus. an den sich die Juden um Hilfe wandten, sagte ihnen, es sei nichts zu befürchten. Er :hinderte •die •Juden daran, sich mit Jerusalem telephonisch in Verbindung zu setzen. Am Tage •des!Gemetzels stand der Scheich Taleb iManka, der Leiter der •moslemitischen Vereinigung •von Hebron, in der Nähe der Moschee Bab!El!Zawia und rief ununterbrochen der Menge zu: ״Allah und Mohammed befehlen euch, die Juden zu töten!“ Au der Spitze der ׳Huligans marschierte der arabische Lehrer (Abdullah Ya'kub. Der!Polizeichef ■Cafferata vertröstete die Juden damit, daß ihnen nichts geschehen würde, wenn sie nur ihre Häuser nicht verlassen. ׳Doch unternahm ׳der ׳Polizeichef nichts, als Araber vor seinen Augen den Juden Lei'bcl ,Haikel töteten. In •dem Memorandum werden dann die Greuel, die die Moslemiten in den Häusern der Juden begingen, geschildert, •ebenso die (Entweihung der!Synagogen.!Zum Schluß unterbreiteten die Hebron-Flüchtlinge die folgenden Forderungen an den Oberkommissar: Den Verwaltimgsoffizier und den Polizeichef ihres Amtes zu entheben und vor Gericht zu stellen; die gesamte Ortspolizei ■in den Anklagezustand zu versetzen; in!Hebron soll eine aus Engländern und Juden bestehende ׳Polizei stationiert werden; die Repräsentanten des Obersten «Moslemitischen Rates, die den Mob aufstachelten, sollen sich vor!Gericht zu verantworten haben; die Teilnehmer an den Metzeleien sollen streng ׳bestraft und zur!Zahlung eine Entschädigung angehalten werden; die ■geraubten Thorarollen sollen zurückgegeben werden; die Witwen und!Waisen sollen unterstützt werden; den Juden soll in der Umgebung von Hebron Siedlungsland gegeben werden; gemäß der unter den Arabern herrschenden ׳Sitte sollen alle Teilnehmer an dem Gemetzel ׳zur Zahlung eines Lösegeldes ■verurteilt werden. Die ״Slobodkaer Jeschiwah“ soll in Jerusalem wieder errichtet werden. iRabbi.M, M. Epstein, der Leiter der ״Slobodkaer Jeschiwah“ in!Hebron, die durch die Araber vernichtet wurde, ■teilte dem J.-T.-A.Wertreter ■mit, daß die Jeschiwah in Jerusalem wieder erstehen ׳wird. Ein unter der Leitung von Harry Schiff stehendes Komitee hat eine Kampagne zur Aufbringung der notwendigen Summen für den Wiederaufbau der Jeschiwah in Jerusalem unter den amerikanischen Juden eingeleitet. 90 Schuldige an dem Pogrom in Safed festgenommen. (׳J. T. A.) 90 Araber, unter ihnen Rädelsführer und Teilnehmer an der grauenvollen Metzelei und Brandstiftung in Safed. wurden verhaftet und nach dem •Gefängnis in •der Zitadelle von Acco, nördlicji der Haifa-Bucht, gebracht. Unter den Verhafteten ist aber nur ein kleiner Teil der Schuldigen an dem Pogrom in ,Safed, denn in den Dörfern rings um Safed bieten Dorfbewohner ׳öffentlich ■die den Juden in Safed geraubten Gegenstände feil. Die Juden erkennen die Gegenstände als ihr Eigentum und erstatten Anzeigen gegen die betreffenden Bauern, lllll(lllllllllll!llllll!llllllllllllllll₪IIIIIIIIIIIIIIN | הוטפאבריק ליטאל HUTFABRIK LITALI - WIEN-| II., PRATERSTRASSE Nr. 18 I VII., MARIAHILTERSTRASSE 88 a § SPEZIALHAUS FÜR FEINSTE §f HERRENHÜTE | KONGRESSTEILNEHMER ERHALTEN RABATT M Diskussionen über Palästina in der Völkerbund Versammlung.

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