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Jüdische Presse · 1929-09-20 · 39 (20.9.1929) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
39 (20.9.1929)
Date
1929-09-20
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 39 JÜDISCHE PRESSE Seite 5 KUNEROL ist verbürgt reines Fett aus Kokosnüssen. Die Erzeugung steht unter streng ritueller Aufsicht des Herrn Bezirksrabbiners S. Ehrenfeld zu Mattersburg. KUNEROL kann daher von jedem Strenggläubigen zur Zubereitung der Speisen verwendet werden. jgggjg 18SB1Ü1 Erez Jisroel auf der Kenessio Qedaulo. Die Sitzungen am Sonntag. Keine Beteiligung an der Jewish Agency. Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Erez Jisroel. Wenn man heute noch unter dem erschütternden Eindruck der Ereignisse von Erez Jisroel spricht, kann ein Wort der Klage und Anklage nicht ausbleiben. Ueber־־ wiegend war aber der positive Teil: Die Mahnung zur Arbeit, die Versicherung, daß wir uns Erez Jis# 1’oel und besonders wir, die Orthodoxie, die seit Zerstörung Jerusalems Zion nicht aufgab, Palästina nicht aufgeben und uns von der Arbeit in und fiir Erez Jisroel nicht abdrängen lassen. Das Gebot von Jischuw Erez Jisroel ist von G#tt gegeben und von den Geschehnissen der Zeit unabhängig. In den Palästinadebatten wie in der Aussprache des Vormittags, kam dieser Gedanke immer und immer wieder zum Ausdruck. Und der Nachmittag brachte den H ö he p u n k t, vielleicht den Höhepunkt des Kongresses mit dem Referate Rose 11 hei ms über . die Frage der Jewish Agency. Haus und Tribünen waren wieder so angefüllt wie bei der Eröffnungssitzung. Die Teilnahme und die Spannung un« beschreiblich. Die Verhandlungen blieben auf hohem Niveau bis kurz vor Schluß der Sitzung. Die Vormittagssitzung am Sonntag begann punkt 10 Uhr unter Vorsitz des Hern Leo Wreschner. Nach dem Referat des Herrn Hermann Schwab über den •Kriegs waisenfonds der A. J. und der Verlesung neuer Begrüßungsschreiben ergriff der Rabbiner Jonathan H o r o w i t z, Jerusalem, das Wort zu einem ernsten Referate über Palästina. Das Interesse für Erez' Jisroel. hatte im Judentum •der Zerstörung nicht aufgehört. Ohne große Organisation lien blühte ein Jischuw, getragen von der Liebe und der Arbeit der gesamten Diaspora. Die Organisation war die Kehilla, der alte Zibur. Die Autorität der Kehilla und •des Besdin, war auch ohne Hilfe der Regierung unbe־־ grenzt. Der neue Jischuw, der auf der Basis des alten er# wuchs, hatte nur wirtschaftliche Ziele, erstrebt Aufbau ohne Thora. Demgegenüber, kam A g u d a s J i s r.qel. m i t ä e r F o r d e r ü n'g' ü e r T h o r a.. Die. Äguäisten,; die 1n Palästina der zionistischen Gemeinde nicht bei# treten wollten, werden als Austrittler verleumdet, und in Wahrheit haben doch aber diejenigen die Trennung voll# zogen, die von der Thora abwichen und die gemeinsame Arbeit unmöglich machten. Der Austritt bleibe aber immer Mittel, nicht Ziel. Redner spricht im ferneren über die anderen orthodoxen Gruppen in Palästina, die zwar sich der Aguda noch nicht angeschlossen haben, aber ebenfalls jenseits der zionistischen Gemeinde stehen. Auf ,die letzte Katastrophe übergehend, möchte der Redner die .Schuldfrage nicht aufstellen. Daß wir nicht mit roher Ge walt gegen Gewalt und Unrecht ankämpfen können, hat Aguda immer gesagt und kann es jetzt nur wiederholen. Wir können nur auf G#tt vertrauen, der u. a. das jüdische Volk beschworen hat, nicht die Mauer zu stürmen. Eine Mitarbeit an der Jewish Agency sei heute noch nicht möglich. Aber den Willen dazu , soll die Aguda immer zeigen. Er verliest zum Schlüsse einen Brief aus Palästina über die Lage der letzten Tage. In der Diskussion nimmt zuerst Rabbiner M. Blau, Jerusalem, das Wort zu einer ergreifenden Schilderung der Vorkommnisse, die er mit eigenen Augen gesehen, zum Teil• sogar selbst erlebt hat.. Die Einzelheiten, die aus den Zeitungen bekannt, da aber sie aus dem Munde eines Nächstbetroffenen in ihrem Zusammenhänge und in chrono# logischer Aufeinanderfolge plastisch unter Tränen geschil# dert werden, versetzen sie die Versammlung in eine furchtbare Stimmung. Ohne Anklage nach innen zu er# heben, kann er es doch nicht unterlassen zu bemerken, daß das Treiben gewisser Kreise, die seelisch an der heiligen Mauer nie interessiert waren und aus derselben eine rein nationale Sache machten, sich unheilvoll auswirkte. Zu leiden hatten die Alten und die Besten. Wer die Dinge mitangesehen hat, darf G־tt danken, daß überhaupt noch ein letzter Rest in Palästina leben geblieben ist. Die orthodoxe Hilfsaktion hat leider versagt, war jedenfalls im Vergleiche zu der Hilfsarbeit der Zionisten ungenügend. Redner erinnert daran, daß seinerzeit die Orthodoxie in Palästina allein und aus eigenen Mitteln tausend Pfund für die Pogrom# ׳opfer in der Ukraine aufgebracht hat. Sein Appell ergeht an die gesamte Orthodoxie, mit gesteigerter Kraft jetzt für Palästina zu arbeiten. Ohne jegliche Provokation und ohne Haß gegen die Araber wird unsere Antwort auf die ־Ereignisse lauten ,,,וכאשר יענו אותו בן ירבה Nach einem Dankeswort des Vorsitzenden spricht Dr. S. Ehrmann, Frankfurt a. M. zum Palästinabericht. Der Bericht selbst, ein Schriftsatz von 30 großenv־Schreib# maschinenseiten, liegt den Delegierten vor und wird im Druck erscheinen. Seine begleitenden Worte lösen starken Beifall aus. Für uns ist Erez Jisroel nicht ein Land neben anderen Ländern, so׳ wenig wie wir ein Volk neben den anderen Völkern sind. Erez Jisroel ist Zion, d. h. ein Denkmal, eine Basis, auf der das Gsttesvolk das Thora# ideal zür Verwirklichung bringen soll. Auf diese Voraus# Setzung baut sich unsere Chinucharbeit in Pa# lästina auf. Man soll mehr positiv arbeiten und spenden als kritisieren. -Die Parole heißt: Rettet das Kind. Der Vorsitzende Leo Wreschner referiert, von einem Worte des Chofez Chaim ausgehend, über die Bank# ¬ס r ü n d u n g und legt Resolutionen vor. י .. Ueber die wirtschaftliche Arbeit in Palästina referiert nun Julius Holländer, Frankfurt a. M. Es war bis jetzt nur ein Tasten und Suchen,, es ist aber ver# hältnismäßig viel erreicht worden. Die Jugend verlangt kategorisch intensive wirtschaftliche Betätigung in Erez Jisroel und wir dürfen nicht erlahmen. Wir haben glück# liehe Bodenankäufe in Palästina gemacht. 4200 Dunam sind durch Vermittlung der Aguda in jüdischem Besitz und werden vortrefflich bearbeitet. Mit den neuen Im# pulsen, die uns die zweite K. G. gibt, wird frisch und mutig an die Arbeit herangegangen werden. Um alle Er# fordernisse zu erfüllen, müsse man mehr Geld und Men# sehen haben. Man wird aus den letzten traurigen Ereig# nissen selbstverständlich für die künftige Arbeit manches zu lernen haben. Rabbiner Winkler, Kopenhagen, überbringt die Grüße der dänischen Orthodoxie und macht den Vor# schlag, zur Einführung einer פיוטה יומית als Tagessteuer, die von jeder jüdischen Seele für Agudazwecke und Pa# lästina zu entrichten ist. Rabb. L e w i t a n, Oslo, ent# bietet den Gruß der Gesinnungsgenossen in Norwegen und spricht über allgemeine jüdische Fragen. Damit schließt die Vormittagssitzung. Die Nachmittagssitzung von Sonntag. Referat des Herrn R o s e n h e i m. Nachmittags, fünf Uhr, sind Saal, Tribünen, Logen und Pressetische bis auf das letzte Plätzchen besetzt. Es herrscht Spannung und feierliche Stimmung, Auf der Tagesordnung steht die Frage der Jewish Agency. Herr Jakob Rosen he im leitet die Debatte mit einem Referate ein, das mit spannendem Interesse angehört wird. Redner führte ungefähr aus: Wir sind gewöhnt, in allen Geschehnissen Ausfluß g־ttlicher Vorsehung zu sehen, um wieviel mehr in der Schicksalsgestaltung des jüdischen Volkes. Zionismus, Balfour#Deklaration usw., es ist alles ein Finger G#ttes, alles steht in seinem Dienste. Agudas Jisroel hatte nie den Glauben, daß mit menschlichen Mitteln das Nationalheim ganz errichtet, das Judenpröblem ganz gelöst werden könnte, aber Messias״ Spuren׳ dürfen und müs# sen wir doch; in diesep Erscheinungen k ehe n. Uns kömmt es Bei de^PalastinaVirbViV zunächst nur darauf an, den Bund mit Erez Jisroel zu erneuern. Die Basis für Erfüllung des Gebotes von jischuw Erez Jisroel. Daraus ergibt sich in allem die Politik der Mäßigung und Bescheidenheit. Die Jewish Agency schloß ursprünglich nur w i r t# schaftliche Dinge in ihr Arbeitsgebiet ein, war also nur als politischswirtschaftliches Instrument gedacht. Es wäre uns sonst auch nie eingefallen, eine Mit# arbeit zu erstreben. Bei der Kluft, die uns weltanschau# lieh vom Zionismus trennt, wäre doch eine Arbeits# gemeinschaft mit einer rein politisch«wirtschaftlichen In# stanz denkbar. Unmöglich wird aber diese Mitarbeit im Momente, da die J. A. auch kulturelle und Erziehungs# fragen in den Bereich ihrer Tätigkeit aufnimmt. Gerade weil sie Brüder von uns sind, dürfen wir nicht eine Mitverantwortung übernehmen für Dinge, die unserer jüdischen Seele ferne sind. Der Z. R. der Aguda hat in seiner Breslauer Versammlung eine Eingabe an den Vöi# kerbund beschlossen, in der die Auslieferung der J. A. an den Zionismus als eine Ungerechtigkeit dargestellt wurde, es wurde gefordert, daß alle religiösen Belange aus dem Machtbereich der J. A. ausgeschaltet werden. Von späte# ren Konferenzen sowie der ersten K. G. wurde der Be# Schluß genehmigt. Damit wurde von der Aguda der Weg zur gemeinsamen Arbeit gezeigt. Man fand damit auf der anderen Seite keine Gegenliebe. Unsere Forderungen blieben unerfüllt und unbe־ antwortet. Wir haben das unsrige getan, um eine Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiete zu ermöglichen. Unsere Bemühungen waren vergebens, als die J. A. das Postulat der hebräischen Kultur aufstellte. Die Frage der Mitarbeit wurde auch formell gegenstandslos, als nach den neuen Bestimmungen der J. A. nur von Gemeinden, die zum Anschluß aufgefordert werden, die Rede ist, nicht aber von Organisationen. Die Aguda ist aber eine Organisa# tion, mit der zu verhandeln für die J. A. gar kein Anlaß mehr vorliegt. Er, .Rosenheim, habe in großen öffentlichen Versammlungen, von denen gewiß die Führer des Zionis# mus Kenntnis erhalten haben, noch mehrmals in letzterer Zeit einen Appell an die zionistischen Führer gerichtet, den Weg unter den von der Aguda gestellten Be־ dingungen frei zu machen. Der Ruf ist ungehört verhallt. Diese Männer sind keine direkten Gegner der Religion, aber das Bild, das sie von der jüdischen Religion im Herzen tragen, entspricht nicht dem unsrigen, das von der Thora bedingt ist. Nach all dem, was sich in den ersten Tagen des Aw in Zürich er# eignet hat, nach den erschütternden Ereignissen in Erez Jisroel, die eine einheitliche Arbeitsfront für Palästina als dringend nötig erscheinen lassen, zeigten wir doch von neuem den Willen zur ge# meinsamen Arbeit, wo dies nur möglich erschien. So schloß man sich zu einer gemeinsamen Aktion für die Westmauer mit dem Waad Leumi zusammen. Es fehlt auch nicht an weiterer Fühlungnahme. Man darf aber nicht übersehen, daß mit der Mahnung zur Einigung in den entsetzlichen Ereignissen; auch eine Mahnung zur Einkehr und Selbstprüfung liegt, zur Selbstprüfung, ob wir genügend gemahnt und zurechtgewiesen haben. Es geziemt daher der Aguda auch und erst recht unter der Wucht der Verhältnisse die Verpflichtung, den Emes zu 1 . suchen. und?,n verkünden.• Redner׳ teilt zum Schluß die Beschlüsse des Rabbinischen Rates mit und verliest eine 1 Resolution, die aus diesen Beschlüssen heraus vom G. A^ in bestimmter Fassung gebracht wurde. Die Resolutionsanträge des Geschäftsführenden Ausschusses über die jewish Agency. 1. Die K, G. erklärt, daß bisher seitens der neu* konstruierten Jewish Agency keinerlei Versuch zur Ge־ winnung der Mitarbeit der Agudas Jisroel unternommen worden ist. , 2. Die K. G. richtet nichtsdestoweniger angesichts der das ganze jüdische Volk tief erschütternden und zur Einkehr mahnenden Ereignisse in Erez Jisroel einen letzten Appell an die in der Jewish Agency zusammen־ geschlossenen Brüder, durch die Berücksichtigung der unerläßlichen Gewissensforderungen der orthodoxen jüdi־ sehen Massen diesen die Teilnahme an der Lösung der wirtschaftlich־politischen Aufgaben der Agency zu er־ möglichen. 3. Die wichtigste dieser durch den Rabbinischen Rat religiös bindend erachteten Gewissensforderung ist die absolute Beschränkung der Agency־Kompetenz auf wirtschaftliche und politische Angelegenheiten und der Verzicht auf die Finanzierung kultureller Aufgaben, die angesichts der nun einmal vorhandenen weltanschaulichen Gegensätze nicht gemeinsam gelöst werden können. 4. Die K. G. ist überzeugt, daß eine solche politisch־ wirtschaftliche Neutralisierung der Jewish Agency unter Wahrung des Religionsgesetzes bei gutem Willen durch־ geführt werden könnte. 5. Solange dies nicht geschieht und die organisierte Orthodoxie hierdurch ausgeschlossen ist, kann die Jewish Agency nicht den Anspruch erheben, als Vertretung der an Erez Jisroel interessierten orthodoxen jüdischen Massen zu geüten. 6. Agudas Jisroel wird es in Konsequenz ihres reli־ giösen Standpunktes umsomehr als ihre heilige Pflicht erachten, die ihr nahestehenden Kreise zur hangebungs־ vollen Arbeit im Sinne der Mizwas Jischuw Erez Jisroel aufzurufen. I 1 -■׳.a!* , Noch einmal ergeht ein flammender Appell an die‘ Verantwortlichen im anderen Lager, die Mitarbeit der Orthodoxie in und für Palästina zu ermöglichen. Minuten# lange, rauschende Ovationen gestalten sich zu einer Huldigung des Referenten und einer lebhaften Ueberein# Stimmung mit seinen Ausführungen. In der darauffolgenden Diskussion kommen keine neuen Gesichtspunkte zum Ausdruck. Die einen sagen es in milder, die anderen in schärferer Form: Der Eintritt in die J. A. sei uns heute versperrt. Wir treten ein, so# bald uns der Weg geöffnet ist. Nur einige Vertreter aus Polen und aus der Tschechoslowakei sprechen ein starkes, scharfes Nein unter allen Umständen aus. Nach Rosenheim betrat Oberrabbiner Lewin, stürmisch begrüßt, die Tribüne und legte den Standpunkt der Leitung in jiddischer Sprache dar. Die Frage der Jewish Agency ist zweifellos für die Agudas Jisroel eine der wilchtigsten. Die Augen aller Juden sind in diesem'Momente auf uns gerichtet. Die ganze jüdische Welt, Freunde wie Gegner, erwartet mit Spannung die Stellung, welche die Kenessio zu dieser brennenden Frage einnehmen wird. Oft wird Agudas Jis# roel angefeindet, sie sei kampflustig, suche den Kampf und wolle nicht ehrlich am Aufbau von Erez Jisroel mit# arbeiten. Wir mußten aber hier feststellen, daß man von keiner Seite an uns herangetreten war mit der Aufför# derung, in die Agency einzutreten. Das Ignorieren der einzigen orthodoxen Weltorganisation, Agudas Jisroel, bei einer solchen Frage beweist zur Genüge, wer kampf# lustig ist. Wenn wir nun, trotzdem man nicht an uns her# angetreten ist, zu dieser Frage Stellung nehmen, ist das der beste Beweis, daß wir den Frieden suchen. Unwill# kürlich fällt uns der Pösuk ein: Ani scholaum wechi adaber. Wenn wir die Diskussion über diesen Punkt , be# ginnen, ohne eingeladen zu sein, so ist die Friedensliebe bei uns — wehemo lanqilchomo — doch bei ihnen der Kampf. Was will Agudas Jisroel? Agudas Jisroel fordert, daß die kulturellen Dinge aus dem Tätigkeitsgebiet der Agency herausgenommen werden. Das heißt, daß wir nicht gezwungen sein sollen, mitzuarbeiten und teilzuhaben an Institutionen, die Epikorsos und Kefirah (Abfall und Un# glauben) verbreiten. Ist das zuviel verlangt? Ich denke an ein Wort, das auf der ersten Kenessio einer unserer größten Führer, den wir leider gar zu früh verloren haben, der Radziner Rabbi, gesprochen hat. Die Mischnah lehrt, sobald der Neumond festgesetzt war, wurde durch Feuer# Zeichen von Berg zu Berg die Nachricht im ganzen Lande bekantgegeben. Als die Kutäer aufkamen und durch falsche Feuerzeichen Verwirrung im Lande anstifteten, wurde die Nachricht durch Sendboten ins Land getragen. Die Liebe zum Heiligen Lande ist in jedem jüdischen Herz so heiß, daß ein kleines Feuer genügt, alle Herzen zu entflammen. Heute wiederholt es sich, daß ein falsches Feuer für Erez Jisroel in vielen Herzen entzündet wor# den ist. Man zieht nach Erez Jisroel, doch man mißachtet den Schabbos und zieht die Kinder im Unglauben heran. Da ist es höchste Zeit, daß Sendboten hinausgehen in die Lande, damit das ursprüngliche reine Feuer .in allen Herzen wieder entflammt werde, wie es uns die Ueber# Lieferung lehrte Diesen Gedanken will ich noch fortsetzen. Im Moment, wo es gelingt, den־ Aufbau von Erez Jisroel im Geiste der Thora zu leiten, erst dann würde es gelingen, alle jüdischen Herzen auf dem weiten Erdenrund wieder zu entflammen, ein großes Feuer 'der Begeisterung wird ganz Jisroel erfassen und alle werden sich brüderlich die Hand reichen zu produktiver und fruchtbarer Arbeit in Erez Jisroel. Kol hagaulo nirbh kemeradus esch. Es folgen Oberrabb. Z i r e 1 s o h n und I. M. L e w i 11. Ersterer hält die Mitarbeit für ein sehnlich zu erwün# sehendes Ziel, letzterer sagt, wir ließen unsere Neschomo ■ nicht zum Spiclball nxachen. Rabb. P. Kohii sagt, e§ ist

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