Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 36 (6.9.1929)
- Date
- 1929-09-06
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 JÜDISCHE PRESSE Nr. 36 כשר SEIFE Marke: ALEFBETH mit הכשר des orth. Rabbiriatsassessors, KoSice, erzeugt ״POLIO“ FRIEDMANN & Co. SEIFEN-UND KERZENFABRIK, K0S1CE verletzt. Schließlich gelang es der Polizei, die Menge zu zerstreuen. Die Nacht zu Sonnabend ring ruhig vorüber. Am Sonnabend vormittags zogen Gruppen arabisehen Mobs durch die Straßen. Die jüdischen Häuser waren fest verrammelt. Der Mob ■zerschlug die Türen und drang in die Wohnungen ein. Di׳e ׳männlichen Mitglieder ■der Familie wurden mißhandelt, die ׳Frauen vergewaltigt, •die Wohnungen wurden du reih sucht;. Geld und Schmucksachen wurden mitgenommen. In dem Hause eines Juden, dem vor kurzem ein!Bein amputiert ■wurde, griff der Mob die Tochter an. Als der Vater sich schützend vor seine Tochter stellte, stachen sie •ihm die Augen aus, vergewaltigten die Tochter und schnitten i;hr den! Leib aulf. Der hinzukommenden Tante des jungen׳ Mädchens ׳wurden mit einem Beil die!Hände abgchatien. Der Rabbiner iHassun wurde von dem ■Araber Shedai, ■der bis!zu diesem Tage sich als Freund des Rabbiners ausgab, ermordet. Slhedai erbeutete 700 Pfund in bar und 700 ׳Pfund in Wertsachen und steckte dar■ auf das Häms in Brand. ,Rabbi Cust׳cl-Franco, der die vergcblich gebliebene Bitte zum Schutz der!Gemeinde an den Dislriktschef gerichtet hatte, ׳wurde getötet. Seine!Leiche wurde verbräunt. Geld und Wertsachen in Höhe von 4000 Pfund wurden bei ■ihm erbeutet. ■In einem anderen Hause erwürgten die Huligans׳ einen!Jungverheirateten Juden, vergewaltigten seine Frau und schlugen seinem! Vater, der zur Hilfe iheraneilte, den!Kopf ab. ׳In der Nachbarscha!ft dieser Familie wurde ein Jude in der Weise getötet, daß man i'hu au die Türpfosten band und die T!iir so lange aufund1 .ziiischlug, bis das Opfer■ nicht mehr lebte. Der Schachtbeamte und Rabbiner \Reis׳mau wurde ermordet, seit! Leichnam ■wurde durch die Straßen geschleift, ■Eine furchtbare Metzelei fand im ■Hause des Direktors der Hebraner Agentur der!Anglo-Banc, Slonim, statt. Slonim war ein Mann, der unter den ■Arabern ungeheure Popularität!genoß. Als die Unruhen׳ ■ausbrachen, versammelten sich in seinem Hause etwa 40 jüdische Männer, Frauen .und Kinder, ■weil sie glaubten, in diesem Hause sicher zu sein. Die Eingänge zum ■Hause wurden stark;befestigt.!Die Araber stiegen a׳u׳f das Dach, sprengten die Decke, brachen in das Haus ein ■und ■veranstalteten ein fürchterliches Blutbad. 18 (Männer wurden ermordet, ׳die Frauen vergewaltigt. Von den ermordeten 1Buchurim der Slaibodkaer Jejüdischer Knabe lief zur Polizei, tun ׳ihre ׳■Hilfe ber-beizuholen. ׳Er wurde vor ■den Augen׳ ■der 1Polizei durch einen Araber getötet. Ein ■englischer Offizier erschoß den Mörder. Daraufhin■ stürzten sich Araber auf den Offizier, der aber von der Polizei gedeckt wurde. Inzwischen drang aber eine andere!Araberbaude in die Jesohiwab ein■. Die anwesenden■!Bachttrim setzten den Eindringlichen Widerstand ■entgegen, sie wurden aber ■von der ungeheuren! Ueberinaciht überwältigt und■ zu einem großen Teil niedergemetzeilt. DaslHaus der Jeschiwah ׳wurde vollkommen ausgepltindert, auch die Thorarolleu wurden mitgesahlep'Pt. : Von den ermordeten iBachiirim der Slabokaer Jesahiwah in Hebron sind folgende Namen bekannt: Alter Scher, Siincha ■Brauda, Mosche 1R׳i:pes, Israel Kaplatisky, ■Israel Kaplan. iSdhlomo Junge!, Israel Leiserowitsch’, Schmuel!Rosenholz, Isaak!Bernstein, Do!v,L!i!pin, Dov Ghaikel, alle aus Litauen: ferner Abraham Soha׳piro,!Mosche Reisiman aus Jerusalem, lsachar Senderow ans Petach Tikwab. Wie die Gemetzel in Safed vor sich . gingen. Der Ueberfall auf die jüdische Gemeinde in Safed erfolgte aut einen geheimen ■Befehl ■hin zu der Zeit, als anscheinend :keinerlei Truppen.in ■Safed anwesend waren. Vom ■frühen!Morgen an war man in Jerusalem hinsichtlich ■des Schicksals von 'Safed ■sehr unruhig. Seitens der verautwortlichen Stelle in Jerusalem wurde uns versichert, ■daß Safed ausreichend geschützt ist.!In Wirklichkeit trafen die Truppen acht Stunden später ein, als das jüdische Viertel angegriffen und in demselben ein!Blutbad angerichtet ׳worden ■war. Als da!s Gemetzel 'vorüber war, wurden 3000 Juden aus ■ihren Wahmuigen evakuiert und nach •den •Polizeibaracken gebracht. Der 1Rest ■der jüdischen Gemeinde von Safed mußte in •der gefährdeten Stadt gelassen werden, wo es au Kräften fehlte,, sie zu schützen. ׳Eine Anzahl Juden, die in die ׳Baracken gebracht wurden, haben sich •dem Sicherheitsdienst zur Verfügung gestellt und baten um Waffen, um zur Stadt zurückzukehren ־und ihre gefährdeten Brüder zu schützen. Das wurde nicht gestattet. Nach stundenlangen Verhandlungen ■hatte man es durchgesetzt, daß dem Arzt, der sich an die gefährdeten Punkte z-u-r iHilfeleisaiiuig an ׳Verwundeten begttlb, eine Eskorte beigegelben wurde. 111 ganz Palästina herrscht eine ungeheure Erreguug über ■die ■Scheußlichkeiten, die sich beim Gemetzel in Sated zugetragen •haben. Außer den •23 Getöteten gibt es Dutzende von Verwundeten. Alle ׳Umstände erinnern an die Tragödie ■von Hebron, mit dein ׳Unterschiede, •daß in Safed die ■Regierung, ohne den Schatten eines Beweises in den IHänden zu haben, die Schuld an dem Gemetzel den Juden selbst zuschiebt, Lage der Juden von Saied. Die 3000 Juden von Safed, die in Polizeibaracken untergebracht sind, befinden sich in einer ■verzweifelten!Lage. Sie. werden von Hunger und ׳Durst geuuült, es ■droht der ■Ausbruch von Epidemien. Die arabische Polizei terrorisiert und mißhandelt die Flüchtlinge. In der Nacht schoß die Polizei, die die Flüchtlingsbaracken bewacht, aui eine Gruppe Flüchtlinge, unter dene!11 ein Geräusch entstand. Sechs der Flüchtlinge wurden schwer verletzt, ein ■zwölfjähriger 'Knabe wurde getötet. Die Führer des Jischuw bestehen darauf, daß die arabische Polizei entwaffnet wird, weil sie die Wafiett gegen die Juden ׳wendet, während die aufrührerischen Araber •1r11gelhin!d!ert ihre räuberische Tätigkeit entfalten können. 3000 Juden ohne Wasser und ohne Brot. — Marterung von Waisenkindern. (J. T. A.) Folgende ■Namen der bei den Unruhen in Safed getöteten ׳Juden sind bisher bekannt geworden. Rabbi lshrnael Cohen, der Beamte ■des Hadassah- Hospitals Maman, der :Direktor der!Misrachischule Afriat, ein bekannter Pädagoge, und seine Frau, der Chauffeur Myer Cohen, Rabbiner Clersson. Unter den vielen Schwerverletzten in Safed befindet sich ein arabischer Angehöriger des transjordanischen Grenzkorps, der sich holdenj haft der angegriffenen Juden annahrn. Einem führenden Mitglied der Haiiaer jüdischen Gemeinde gelang es unter Lebensgefahr, nach ■Jerusalem zu kommen. Er bat im Namen der bedrohten Gemeinde von Safed um schleunigste Hilfe. Er erzählte,- daß der Ueberfall der Araber auf die Juden von Safed um 6 Uhr abends begonnen und die Unruhen erst um Mitternacht aufgehört naben. Militärische Verstärkung aus Tiberias kam zwei Standen später, nachdem die Angreifer sich zurückgezogen hatten, die zum Teil von jüdischen Abwehrkräften zurückgedrängt worden waren. Der erste arabische Angriff war gegen das sepitardische Viertel von Safed gerichtet, wo sieben Juden getötet, einige von ihnen verbrannt wurden. Mehrere Juden, die in die Hände der Araber fielen, wurden grausam gemartert. Die Araber scheuten nicht davor zurück, auch das jüdische Waisenhaus zu überfallen und die ihnen in die Hände gefallenen Waisenkinder zu martern. Sechs der Waisenkinder, ein Beamter des Waisenhauses namens Schmuel Greeitstein, ein amerikanischer Staatsangehöriger, wurden schwer verletzt. Verletzt wurde auch der Direktor des jüdischen Einwanderungsbiiros (Alijah) Godbater, ebenfalls ein Amerikaner. 3000 Juden von Safed. so erzählte der Abgesandte der Gemeinde Safed. sind ohne Wasser und Brot und furchtbaren Entbehrungen ausgesetzt. Aus Tiberias und Haifa werden Provianttransporte für Safed organisiert. Die Stadt Safed ist bekanntlich sehr hoch (bis 800 Meter) gelegen und ist auf Wasserzufuhr von auswiirts angewiesen. Gefahr und Panik im Kreis Tiberias. (J. T. A.) Die verhetzende Agitation in den Dörfern des nördlichen Palästina geht weiter ungestört vor sich. Beunruhigende Bewegungen der Araber sind fortgesetzt zu beobachten, ln der Umgegend von Tiberias herrscht ungeheure Panik, verzweifelte Rufe der dort lebenden Juden treffen immer wieder ein. Die Kolonien Rosch Pinah und!Machnajim unweit Tiberias sind in schwerer Gefahr. Am 28. August war der bewaffnete Beduinenstamm ßeni Sachar in Stärke von tausend Mann in ׳Ramallah, 25 Kilometer von Jerusalem entfernt, eingetroffen. Die britische Ordiuingstruppe griff schnell ein, nahm den Scheich des Stammes fest und beraubte dadurch die Truppe ihrer Aktionsfähigkeit. Araber aus Südsyrien in Palästina eingedrungen. Ein Alarmruf des ״Daily Expreß“. (J. T. A.) ״Daily Expreß“ veröffentlicht soeben die alarmierende Nach riebt, daß in der Nacht zum Sonntag, den 31. August größere Trupps Araber aus Südsyrien die Grenze nach Palästina überschritten ׳haben und auf palästinensischem Boden stehen. Diese Aratoerstämme, schreibt ״Daily Expreß“, sind als sehr rauflustig und brutal bekannt, weshalb der Kampf gegen sie ein sehr komplizierter werden könnte. ״Daily Expreß“ richtet die Aufforderung an die Regierttng, sofort zu handeln und schließt seinen Warnruf mit den Worten'• ״Wenn nicht soiort britische Streitkräfte ׳von ansehnlicher Stärke nach Palästina entsandt werden, die hinreichen, tun mit diesen wilden Stämmen schnell fertig zu werden, sind die schwersten Besorgnisse gerechtfertigt.“ Ein Schandartikel der Berliner ״Roten Fahne". ׳Die ׳Berl׳i׳ner ״Rote ■Fahne“, das größte kommunistisehe Organ außerhalb der Sowjetunion, übe!•schreibt ■in ihrer Nummer vom 27. August die Nachricht •aus Palästina: ״Eingeborene ■Araber schießen Faschisten' ■nieder.“ ln den Mitteilungen׳ selbst ׳heißt es dann: ,.׳Die ׳Kämpfe zwischen ■den1 arabischen Eingeborenen und ■den• jüdischen zionistischen Eindringlingen!in Jerusalem •dauern fort.“ Mit Behagen wird dann mit« et eilt, wie die ,Araber trotz des mörderischen Ma׳sch,inenge1weihrfeu.ers der Polizei in mehrere ׳jüdische Vorstädte eindlra itgen ■lind, eine große Zahl Juden töteten. An diese Mitteilungen knüpft die Redaktion der ״Roten Fahne“ •die!folgende;Bernerkling: ,Diese ■Kämpfe sind eine Folge der brutalen impe- Ev. Schilling 800.000 יצאו ברכוש גדול Schilling Ul e 3 £ N 01 3 01 X! Hi 01 N 01 3 OJ X Jeder Teilnehmer derKenessio Gedaulo kann den Hanpttretfer der 5. Klasse der Oesterr. Klassenlotterie mit Schilling 800.000 im günstigsten Falle machen! Ziehung heute bis zum 4• Oktober 1929 Lose zu beziehen bei der Geschäftsstelle der österr. Klassenlotterie J. M. 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Wir begrüßen auf das lebhafteste die ■heldenhaften Kämpfe, die die arabische Bevölkerung gegen die Zionisten, die Zutreiber und Agenten der raubgierigen •englischen Imperialisten, in Palästina führen. Wir senden diesen Kämpfern unsere heißen, revolutionären Grüße und sind überzeugt, daß die kommunistische Partei Palästinas ihre Arbeit zur Herüberziehuiig der jüdischem ■proletarischen Massem 111 die Kampffront gegen׳ die jüdischen׳ Ausbeuter und gegen die faschistischen Zionisten verstärken■ wird. Geineinsame Klasseninteresseu verbinden das jiidiehe Prüfetariat der ganzen 'Welt!mit dem kämpfenden arabischen Eingeborenem.!Diese .gemeinsamen Klasseninteresseu erfordern den unversöhnlichen!Kampf gegen •die ׳zionistischen Aus- •be-uter in Palästina, ebenso wie gegen das zionistische Alisbeutergesindcl ■der übrigen■ kapitalistischen Welt!“ Die arabische Exekutive bei Chancellor. (J. T. 1A.) Während in prominenten arabischen!Kreiseit Zeichen eines AussöhmingswiHens sich bemerkbar •machen1, ist die arabische Exekutive in ihren Forderungen immer noch unnachgiebig. Die Exekutive hat um eine Unterredung mit dem Oberkommissär Sir John Chancellor ersucht: ihre Mitglieder werden heute oder morgen ׳vom Oberkominissär empfangen werden. Die arabische Exekutive beschloß, dem Oberkommissär ■die folgenden drei Forderungen zu unterbreiten׳: Errichtung eines Parlaments,!Annullierung der BaLfour-Peklaration, ■Sperrung der ■palästinensischen Tore gegen ' eine Neiieinwandernng ׳von Zionisten. 0 NACHRICHTEN |®| Kongreßtreiben. Obwohl die 11׳. Kenessio Gedaulo erst nächste Woche. Dienstag nachmittags, eröffnet wird:. ׳sind scho'11 bis Donnerstag ,zahlreiche Delegierte, viele Gäste und markante Mitglieder des alhvc'.l׳t׳lichen■ Rablbi mischen!Rate's ei'ngetroffen■• 111׳ aller Fläch t׳igk!e׳i׳t sollen׳ nur genannt ׳werden der Pinslker Ra!w Wo'llkin, der Lomzaer Aron Back, Oberrabbiner׳ Lewin und Schapära. Aus den: westlichen Ländem Oberraiblbiirer Spitzer. ׳Hatmiburg; Weil, Colmar; Löiwenst'e.in, Zürich,, •und eine große Anzahl׳ Chassidimrabbis au!s Polen!. Im; ׳Mittelpunkt des Interesses ■stehen die •bisher ■eingetrolffeneii■ Delegierte n a •u s E r e« J i sr 0■ e1׳, Gabriel• Adler. Tel-׳Awi׳w, Do;w Maajomi, Gh׳e1bro׳nr die ■in .ihren Erzählungen; noch1 ׳unter dem■ tiefen!Emidruck der ׳Katastrophe ■stehen, ■die! das :jüdische׳ Ere!z Jisroel in den׳ letzten!Wochen über ■sich ergehen lassen ׳mußte. Selbstverständlich■ bst ׳es, da!ß die Führer der slowakischen und ׳deutschen (Agitda bereits vollzählig!versammelt sind und ikoiiferleren, ׳beraten, debattieren! u׳nd streiten (§ 4, Je'wish Agency, Eireiz Jisroel!) . ..;so׳ ■daß man!scihoii jetzt, fü'iilf 'läge ׳vor der;Eröffnung der großen׳ Versammlung, den! Eindruck hat, ■daß ׳die!zweite lKt'1nes׳sio. die in ׳ernster Stunde Zusammentritt!, die erste noch!weit, weit übertirelfen ׳wird. Erster ordentlicher Delegiertentag und Jugendtreffen des Landesverbandes österreichischer Jugendvereine in der Agudas Jisroel in Wiener-Neustadi. Sonntag, den 19. Aw (25. August) fand in Wiener Neustadt um halb lü Uhr vormittags der erste ordentliehe Delegiertentag des Landesverbandes österreichischer Jugendvereine in der Agudas Jisroel statt. Dem Landesverband sind bis jetzt acht Wiener Gruppen und die Jugendvereinigimgen von sieben Provinzorten angeschlossen. Außerdem hat er eine größere Anzahl von einzelnen Mitgliedern in Orten, wo nur wenige Juden wohnen und daher keine orthodoxen Jugendvereinigongen bestehen. Der Delegiertentag war zur Be- Schließung der Verfassung des neuen Verbandes und sonstigen formalen Arbeiten eiuberufeu worden. Es standen auch verschiedene praktische Beschlüsse für die Jugendarbeit in Oesterreich zur Debatte. Als Vorort des Verbandes wurde Wien gewählt, wo auch das Präsidium, bestehend aus den Herren Oscher Stroh, Vorsitzender. Menny llothschild, Sch. Schönfeld, Vizepräsidenten, M.!Herzog, Kassier, Max Austern, Siegln. Forst, Siegln. Stern, seinen Sitz hat. Zum weiteren Vorstand kommen, noch folgende Herren hinzu: Joel Aschkenasy-Wieu, Hermann Boudi-Wieu, Fritz Deutsch-Wien. ß. Lewiuter- Wien, Josef Lipsehitz-Deiitsch-Kreutz, Josef Keßler- Mattersburg, S. Rechnitzer-Frauenkirchen, David Reismann-Wieu, Josef Riegler-Kobersdorf, L. Rosenberg- Wiener-Neustadt, Fritz Weiß-Wien, Rabbiner Zimmermanu-Neunkirchen. Nachmittags um halb 5 Uhr fand im Festsaal des Restaurants Sulzer ein Jugendtreffen statt. Nach der Begrüßung durch Herrn L. Rosenberg, den Leiter der neuen Gruppe in Wiener-Neustadt, gedachte der Vorsitzende des Verbandes der Opfer der Unruhen in Palästina und des heimgegangenen Oberrabbiners Reich זצ״ל Baden, der einige Tage nach dem letzten Jugendtreffen in Baden bei Wien, an dem er noch teilgenommen hatte, plötzlich verschieden ist. Herr Kultusvorsteher S. Mandel begrüßte im Aufträge des verreisten Oberrabbiners von Wiener-Neustadt und im Namen der Kultusgemeinde. Herr Rothschild-Baden bei Wien begrüßte für die Provinz, Herr Siegmund Stern für Wien und der ,junge Wickler-Baden für die!!־Gruppen. Als erster Referent über ״orthodoxe Erziehung“ brachte Herr Ministerialrat a. D. Dr. Leo Deutsehländer■ interessante Daten und Zahlen über den Stand der religiösen Erziehung im jüdischen Volke. Nach ihm sprach Herr Schönfeld über ״Kenessio Gedaulo und Weltjugendtagung”, Herr Siegrnund Stern über orthodoxe Weltanschauung und Herr Max Rosenberg-Wiener-Neustadt über ״Organisation der Jugend in der Provinz“. Nach kurzer Debatte wind« das Jugendtreffen in gehobener Stimmung um 6 Uhr