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Jüdische Presse · 1929-08-30 · 35 (30.8.1929) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
35 (30.8.1929)
Date
1929-08-30
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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JÜDISCHE PRESSE Nr. 35 Seite;2 י־־ Bollinger^Gtskasten sind seit 1870 die besten! XV,, STAGLGASSE 10 (BEI MARIAHILFERSTRASSE 148) Vlh, BURGGASSE 17 Tel. R-30-5-38, B-35-8-47 u. B-32 380 die ׳Araber gerichtet werden, bis sich die Atmosphäre beruhigt hat und eine ׳Intervention!Erfolg •versprechen würde. So ist heute die ׳Lage, fährt Chancellor fort, und es bleibt nichts anderes übrig, als die 'Schlußfolgerungen des ״Weißbuches“!von)!November 1928 gelten ׳zu lassen. Gegenüber ider moslcitiitischen!Darlegung, daß die Juden niemals Bänke an der iKlagemauer errichten durften und daß es ihnen die britische Verwaltung selbst schon zweimal ׳verboten hat, behaupten 1die Juden, daß die Errichtung von!Bänken ihnen von altersher erlaubt sei; zur Be- Kräftigung ihrer;Behauptung legten sie 30 bis 40 Jahre alte!Photographien •vor. Der Groß^Mufti,!dem die!Photographien gezeigt wurden, bestritt ihre Echtheit und berief sich auf ein altes türkisches ׳Verbot.!Bänke ׳vor der!Mauer aufzustellen. Die Juden, insbesondere das ׳Hauptrabbinat, haben der Aufforderung, ihrerseits Dokumente ■vor.zulegen, bis heute nicht entsprochen: es scheint, ■daß!kein einziges offizielles Dokument existiert, das den Juden die Benutzung von ׳Bänken erlaubt. Der Mufti wollte nicht einmal erlauben, daß alte und gebrechliche Juden sich Sitzgelcgenbeiten schaffen. Auf die Präge von Prof. Rappard, ob beide Parteien den Status quo als gerechte!Basis anerkennen, erwiderte Chancellor, ׳daß!jede der!Parteien den Status quo anders interpretiert,!Eine genaue Definition des ,Status quo. ist darum notwendig und ,jede Verzögerung derselben!könne sich in gefährlicher Weise auswirken. Prof.!'Rappard lind!der Präsident der ׳Kommission, Marquis Teodoli. sprachen ihre Zufriedenheit darüber aus, daß der Oberkommissar die Frage in 'Uebercinstimmung mit den ׳volljährigen Vorschlägen der Kommission zu lösen sich bemüht hat. Die Kommission wandte sich dann der 1Behandlung der arabischen!Petitionen über die 'Klagcmauer zu: der Petition der Allgemeinen Moslemiten-Konfercnz!zur Verteiidigung der Mauer vom 7. November 1928, dem Telegratmn des lnoslemitischen Obersten Rates vom 7. November 19.28 und dein!Brief von Emir Chekib!Arslan, Jshanel Djabri und!Riad el Soul'h ׳vom 11. Dezember 1928 an Aristide ,Briand als damaligen Vorsitzenden des Völkerbuudrates. ׳Die arabischen Petitiorüire behaupten, •daß die Mauer ׳selbst arabisches!Heiligtum und ein Teil der Moscheen Alksa und Omar ist; die Mauer wird in einem Satz im!Koran erwähnt und ist somit ׳Heiligtum. Die Juden haben ׳keinerlei Rechte auf den!Platz ■vor def Mauer, nicht einmal, tun dort zu betet! oder sonst eine religiöse Zereomnic auszu,führen, nicht einmal, um dort die Stimme zu erheben. ׳Durch ihre Ansprüche auf!die!Klagemauer verbergen die Juden die Absicht, später ihre ׳Hand auf die mosleniitisc'hen!Heiligtümer, vielleicht auch die ׳Heiligtiimer anderer!Religionen, zu legen. Dies sei auch der Zweck!des mit!Hilfe der Juden geschaffenen!Exproprianonsgesetzes. Es wird dagegen protestiert, •daß ein Jude, Norman Bentwich, den Posten eines Oberstaatsanwaltes und ersten juristischen!Beraters ׳der ׳Regierung ausfüllt. Es wird gefordert, Bentwich durch eine neutrale •Person zu ersetzen. Tn •der (Bemerkung der britischen Regierung zu diesei! ׳Petitionen heißt es, ■die Regierung stimme nicht mit der Behauptung überein, daß die Juden keinerlei Rechte an der Mauer ׳haben. Das Expropriationsgesetz rühre noch aus der Zeit der türkischen Verwaltung her und bezwecke in keiner Weise die •Wegnahme moslemitischer Stätten; eine solche Absicht widerspräche ja auch dem Mandate. Der!Berichterstatter über alle diese Petitionen, Prof. Rappard, unterbreitet die folgenden zwei Schlußfol־ gerungen: 1. Es ist wünschenswert, daß!beide Parteien unter sich zu einer Uebereinstimniiing gelangen; sollte sich dies als unmöglich erweisen, so ׳müsse die Mandatarmacht strenge über •den Status quo wachen. Eine Definieruug des Status quo liegt nicht in der Kompetenz der Mandatskommission. 2. ,Indern die Kommission die!Erklärungen der Mandatsregierung hinsichtlich des Ex-propriationsgesetzes zur ׳Kenntnis nimmt, stellt sie ■fest, daß nach dieser Riehtung keinerlei Grund zu Argwohn seitens der Petitionüre besteht. ־ Der holländische Vertreter Van Rees ׳wollte, daß die Stelle betreffend Status quo gestrichen werde, damit nicht •der Eindruck erweckt wird, daß die Kommission den britischen 'Status quo-Standpunlkt zu detn ihren macht. Es ist eine Frage, führte der holländische Vertreter weiter aus, oh das seinenzcitige Verbot!der türkischen ׳Regierung, Bänke aUfzustellen. eine ■Grundlage für einen Status quo bietet. Artikel 23 des Mandates ׳verpflichtet die!britische Regierung i*m allgemeinen, die Rechte auf die heiligen Plätze und ׳den freien Zutritt :zu denselben!zwecks Ausiibung des ׳Kultes zu sichern. Ein Eigentumsrecht wird dadurch nicht!verletzt. Die türkische Regierung, die seiderzeit das Verbot erließ, war ‘ja berechtigt, später ihr eigenes Verbot zu ändern: warum soll dies nicht die Palästina-Regierung tun ׳können? Auf Vorschlag des französischen Vertreters wurden die Worte ,,Status quo“ durch die Wiortc ,.jetziger faktische 1־ Zustand“ ersetzt. Friedlicher Ausgleich. ׳Es waren ernste Aspekte, unter denen die Vorbereiumgsarbeiten für die!Kenessijo Gedaulo standen; innere Krisen beschäftigten die arbeitenden ׳Menschen. Sie sind so vvciit überwunden, daß die Kenessio Gedaulo s׳tattfinden kann. Darin liegt für den!Kundigen ein starker Beweis für die Lebenskraft der!Agudas Jisroel.!Es ist psychologisch ganz klar, •daß (Ideen, die in ruhigen :Zeiten schlummern, in Tagen der Erregung sich zu Worte melden und um neue Geltung ringen.!Nun gibt es •innerhalb der Orthodoxie Nuancen, ׳die nic'ht den Inhalt betreffen, sondern den!Weg, wie diesem Inhalt am ehesten, am •besten, am sichersten zur Erfüllung verholfen ׳werden kann. ׳Zwei Ideen zur Taktik!sind es vor allen Dingen, die innerhalb der Orthodoxie das Primat beanspruchen. Es ist die eine mehr ׳hoffnungsvoll imperia* listiseh; sic glaubt, wenn sie innerhalb der Allgemeinheit verbleibt, von dieser die Mittel zur!Befriedigung ihrer religiösen Bedürfnisse erhält, so könnte man auf die Selbständigkeit der Orthodoxie verzichten. Sie begnügt sich •damit, ׳daß auch die Neologie, in welcher!Schattierung auch •immer, der Orthodoxie, die sie früher nicht genug bekämpfen konnte, jetzt auch — wenigstens für ׳Synagoge und Küche, teilweise auch für Schule — einen Platz an der Sonne einräumt. Es ׳mag sicher in den Trägern ׳dieser Idee als Korrelat für diese Bescheidenheit die Hoffnung ׳leben, ׳daß cs ihnen in diesem Leben in der!Allgemeinheit leichter möglich ist, für die Tröue auf dem Judentum zu werben und Andersgesinnte zur Gläubigkeit zuriiekzugewinnen. Es wird dabei ,leicht •das geschichtliche Gedachtnis schwach, und mau vergißt, daß diese Bereitwilligkeit der Neologie zur Konzession an die ׳Orthodoxie eigentlich den Trägern der andern Idee zu •verdanken ist, also der Idee, die eine absolute Selbständigkeit ■der Orthodoxie beansprucht und dort, wo diese Selbständigkeit Versuch bleibt, gezwungen ׳ ist, sieh aus der Allgemeinheit zu lösen. Es ist jedem Einsichtigen klar, daß diese!Idee und ihre Verwirklichung nur eine ■ Etappe auf dem Weg zum letzten Ziel ist, d. h. ■zur Wiedergewinnung der ׳Souveränität der Thora in allen Belangen, in denen des einzelnen Menschen und in denen der Allgemeinheit.!Konkret geht diese Forderung dahin, daß die Führung der!jüdischen Dinge in die Hände der Träger der Thora ziirückgelangt, •denen sie vor etwa eineinhalb Jahrhunderten entwunden wurde. •Diese Kämpfer für die Selbständigkeit der ׳Orfliodoxie begnügen sich nicht damit, daß die Orthodoxie selbst als Gleichberechtigung anerkannt wird, sondern sie bestreitet der Thorafrcmdheit, daß für sie innerhalb des Judentums Raum wäre. Diese beiden Ideen ringen innerhalb der ׳Aguda um Geltung. Die Aguda hat seinerzeit ihre Stellungnahme für die letztere ׳Idee, d. h. für die Selbständigkeit der Orthodoxie, dadurch ׳bekundet, daß -sie nur solche Persönlich- Reiten au ihrer Spitze sehen will, welche sich ׳dieser Selbständigkeit verschrieben haben. Es war diese Stelliingnahme eine natürliche, logisch unabweisbare!Folge der iGrundeinstellimg, ,Da nun auch die Träger ׳der anderen Idee 'den Sieg der Thora wünschen und erstreben, so wäre es vollkom- -SulSj2K0innl! zur 1 9 I zweiten ■BBHB3K@n8(flO | (UtUKONGRtSS11111111111111111111111111111111111 RAGuu&jisftOEi G ed a u Io •WIEN.IO.• 17. SEDTHK1BI1I י ®*יי®® Wiener Sofiensäle iiiiiiimiiiiiiiimiimiiimii Der GastkartenverkauE für Wien und die österreichische Provinz hat begonnen. Der Preis für die Gastkarte, die zum Eintritt zu allen öffentlichen Tagungen des achttägigen Kongresses berechtigt, beträgt S 20.—. Zur Eröffnungssitzung S'3i.TÄffiite“1 .״»״' eine große Anzahl Karten von ausländischen Gästen vorbestellt wurde. Kartenverkauf im Kenessio Gedaulo-Bttro Wien, II., Malzgasse Nr. 12 a Eingang Leopoldsgasse 16 men •einwandfrei, ׳wenn in einer auf die Selbständigkeit der Orthodoxie eingestellten Organisation man die Füllrang denen überließe, welche ■das ■Ziel zu einem Teil schon verwirklicht, z׳u einem anderen Teil in kürzerer Frist erreicht zu haben hoffen dürfen, denn nur ein selbständiger Faktor ist verhandhuigsfähig, die Träger der anderen Idee können Konzessionen erreichen, ׳wie ihnen dies schön in den Gemeinden oder Verbänden geglückt ist; der Faktor der selbständigen Orthodoxie kann Verträge schließen, darin liegt seine für die innere ׳jüdische Politik bedeutsarne Macht. Würde mau auf allen Seiten diese Verhältnisse klar erkennen, so gäbe es keinen :Streit um den § 4. Wir hegen die Hoffnung, daß unser rabbinischer Rat in klarer Kenntnis ׳diesen Widersachern der •Idee, kraft der Weisheit der Thora, ׳beiden •den rechten Weg weisen wird. Die ׳Hoffnung hierauf bedeutet das!Ende ׳jeder!Krise. Die Hoffenden und Winkenden ׳haben ihre •Zuflucht zur Thora genommen, das ist ׳der Weg!Israels. P. K. Vor der 2. Kenesio Gedaulo. (Hoffnungen und Wünsche von W. S. J.) II׳n inniger, heißer Sehnsucht ׳zählten wir ׳die ־Wochen und zählen ■wir nun die Tage.!Nur noch eine kurze Weile und dann stehen wir mit göttlicher!Hilfe im Erleben und •in der!Arbeit der 2. Kenessio!Gedaulo, dann haben schon unsere Großen. מועצת חכמי התורה ZU entscheidenden!Fragen Stellung!genommen und so unserem Blick ■die Rieh-!tung, unserem Willen die (Bahn gewiesen. Die 'Gefühle, die uns bewegen, kennzeichnet ■das Psalmen wort:במקום גילה שם תהא רעדה — ונינו ברעדה '■ in uns ist ein großes JulbCln, aber auch Beben, ein heiliges Sieh-!freuen, aber auch ängstliches ׳Sorgen!!Wir jubeln, ׳wir freuen uns, weil wir teilbaben dürfeil an einem כנוס צדיל/יס, weil wir sprechen dürfen — כשר SEIFE Marke: ALEFBETH הבשר des orth. Rabbfnatsassessors, Koäice, erzeugt ״POLIO״ FRIEDMANN & Co. SEIFEN-UND KERZENFABRIK, K0S1CE nicht in satter ׳Befriedigung ,von ׳Neugierde, sondern in tatenfrohem Mithelfenwollen —; ״Auch ich!bin dabei“. Wir ,jubeln, wir freuen uns, weil diese ״große Ver- Sammlung“ ׳zu einer ״großen Sammlung“ unserer besten!Kräfte und Menschen führen wird, weil der Blick auf manches Gewordene uns zu ■weiterer, erhöhter ׳Leistung •ermuntert. Aber unsere Freude ist die Freude verantwortungsbewußter Menschen und darum ׳mischt sich in sic Beben und Zittern: Wo stehen wir? Was haben wir erreicht?!Was wird weiter werden? Wird die 2. Kenessio Gedaulo die Aufgaben lösen können, die die Zeit und ihre vielge- Staketen Verhältnisse ihr stellen? Die Augen der Welt sind auf Wien gerichtet, aber -mehr noch, und was viel, viel schwerer wiegt :Gottes Auge ruht auf der Kenoss'io Gedaulo! Werden wir am Schabbos nach der!Kenessio Gedaulo in ruhiger Gewißheit oder in ängstlicher Verzagtheit das Wort vernehmen und sprechen: ״Schaue ׳herab von der Stätte!Deiner ׳Heiligkeit, vom Himmel, und segne Dein Volk — es ist Israel — und das Land, das Du uns gegeben!“ Werden wir -auf der Kenessio Gedaulo -unseren Charakter als •Volk, das Israel heißt und Israel ist, bewährt haben, das Land ׳begriffen haben als das unseren Vätern einst zugeschworene ׳und ans solchem Begreifen unsere Beziehung zu ihm und den Bestrebungen, die zn seiner *wirklichen oder vermeintlichen Wohlfahrt ausgehen, geregelt haben? . ׳ln uns ist ein großes Jubeln, aber auch Beben ist darin! 2. Wir haben in der letzten Nummer der ״Blätter“ die Tagesordnung der Kenessio Gedaulo veröffentlicht. Sie gibt ׳jedem!Kenntnis von der Vielfalt der Dinge, die Agtidas Jisroel in -den Bereich ihrer Arbeiten und •Erwägungen zieht. Und doch sieht jeder hinter •der Vielfalt die Einilreitlichkeit und Einheit! Dies ist der große, tragende Gedanke der Agudas Jisroel: das Volk der Juden als jiidisches ’Volk zusarnmenztifassen. daß es als solches seine!Aufgaben erkenne und löse! ׳Als jüdisches ■Volk, das seine!Sorgen trägt um seine Jugend, um seine Frauen, um das in den!Mittelpunkt der Dinge zu stellende C h i.n u c h - W e r׳k, das in vielen Ländern Chimich-Proiblem ist, um die ׳Lösung sozialer!Fragen einschneidender Art, um die Not •der Brüder im ׳Lande der Sowijets, um die ׳Sicherung •der Sabbathut, tun •den 'Schutz ׳der vielorts gefährdeten Schechita. Als!jüdisches Volk, ■das sich in!Liebe verbunden weiß ■mi!t Palästina als dem jüdischen Land, •das dieses Landes!Aufbau erleben ׳möchte als .jüdisches Geschehen.!Das V 0 1 k der Juden als ׳jüdisches Volk u n d die Au!f gäbe n der J;11 den •als j ii d i s c h c Aufgaben! Dies!ist •der Sinn der Kenessio Gedaulo ׳und ihr Bekenntnis, wie dies •der Sinn der Agudas Jisroel und ihre Bedeutung ist. lUnd ׳wir möchten es -in -dieser Stunde wiederum atiS'Sprechen: So froh und glücklich wir ׳sind, wenn es der Kenessio ■Gedaulo gelingt, große Aufgaben großzügig zu lösen, froher und glücklicher wären -wir, ׳wenn es ihr gelänge, der Welt, Juden wie •Nichtiuden, ■von diesem letzten und höchsten Zweck der Agudas Jisroel weithin hallende Kunde zu geben.!Aufgaben erstehen aus -der •Zeit und :ihre Lösungen sind auch an die Zeit mit ihren Wandlungen gebunden.!Das :Bekenntnis fließt a-us der Ewigkeit, kämpft gar vielleicht gegen Sprache und!Geist der Zeit, und ׳darum, dadurch ■vermag es seine!Bekenner über ׳die Zelten izu tragen! Wird. ,d׳ie Kenessio Gedaulo die Kraft 'haben, aller Welt die ׳überzeitliche Botschaft des Judentums eindringlieh zu •künden? Wir!hoffen es.!fn uns ist ein großes Jubeln, aber auch ׳Beben ist ׳darin! 3. Wir kommen in Wien :zusammen, aus vielen Ländern •und Schichten,!mehr oder!minder berührt von der Um- .weit, in der wir aiifvvuchsen. Der eine ist zu Hause auch in den Hallen -profaner Wissenschaft und bejaht deren ׳'Segen auch für die höchste 'Entfaltung der jüdischen Kräfte, der andere bekennt und ,erfüllt: Nur Thora! Die geographische!Gliederung ist schon oft zum Kennzeichen der geistigen!Richtungen gemacht ־worden: Polen,;Litauen, Ungarn,;Deutschland! Jede ׳Richtunfl hat ihr Besonderes, aber!alle das große Gemeinsame: האת התורה! Und um dieses großen Gemeinsamen willen haben ׳eben -die Men- ■sehen aller 'Richtungen sich finden wollen — und weil sie wollten, fanden sie •sich! ׳Vom ,;Gaou“ zum ״Beseht“ führte keine Brücke — der wahrhafte Sohn des ״Gaon“, ■der heutige Wilnaer 1Gaon, ׳präsidiert gemeinsam mit den größten Enkeln des ״Beseht“ unseren Rabbinischen Ra׳t. Dies is't der Beweis fiir den Segen der התורה PD, die eben, hier wie dort, stark war. 'Dies ist der Beweis, daß die Bindung ׳von Menschen aneinander, auch wenn •jeder ein besonderes Erbe hüten will, vielleicht schwer ■sein mag, aber immer möglich ist, wenn der eine beim anderen die reine!Gesinnung und die :Gesinnung לשם שמים vora-ussetzt. Diese Bi-ndunn erfordert Rücksicht, und Rücksicht ist da, ׳wo es sich ׳uni geistige Dinge, um Traditionen handelt!, nicht immer leicht. Aber diese Rücksicht mu ß gefordert werden, wenn es sich um das große Thomganze handelt. ׳Sie ist heute nötiger denn je, denn ״es ist eine ׳Zeit ■der ׳Not für Jakob“, furchtbarster Not der jüdischen Seele und des jüdischen Körpers. Wird der כח התירה in Wien sieh so stank erweisen, das ׳Ganze, das nur durch ■ihn ganz wurde, ganz bleibt?!In *uns ist ein großes Jubeln, ׳aber auch Beben ist darin! 4. *Lösung •von Aufgaben, eindeutiges ■Bekenntnis, Zusammenschluß, die Seelen bindender Zusammenschluß aller Thoratreuen — es sind große Hoffnungen, die ׳wir an die 2. Kenuessio Gedaulo!knüpfen..Aber über all dem steht doch noch ein heißerer Wunsch, ■eine größere ׳Hoffnung: daß der Rab -b i 11 i s c h e Rat auf d er Keme|ssi0׳ IGedaaiLo ׳und durch die IKjenessio (Gedaulo zu jener ׳M a c 111 f ׳ii 11 e g e 1 a n g e, die er braucht, um wirklich Weiser und Erzieher des Thora- ׳Volkes irn Golus zu sein. 'Daß er ׳zur Erfüllung des. Prophetenwortes uns werde: ממני סנה ממנו יחד עמנו קשת מלחמה. ממנו יצא ״ .כל נוגש יתרוDer Rabbinische Rat. der schirmend

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