Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 35 (30.8.1929)
- Date
- 1929-08-30
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 55 JÜDISCHE PRESSE :Seite 3 * siiiiimiiiiiiiiiiiniiiiiiniiiiiiiiiiHmniiininmimiiiinmiinfnnnHHHMniHiHHH'nnnmnnnnHintmHHMfiHimiiii^ הוטפאבריק ליטאל HUTFABRJK LI TAL -- WIEN --— II., PRATERSTRASSE Nr. 18 VII., HARIAHILFERSTRASSE 88 a SPEZIALHAUS FÜR FEINSTE HERRENHUTE KONGRESSTEILNEHMER ERHALTEN RABATT •Eckstein im Gebäude der .A. IJ,, er, der »verbindende :Riesel, divergierende Mcin4M1-g.cn au »gleichend und!klii- ׳rend. Sein Wort, seine Entscheidung unsere Waffe im!Kampf für :Gott und -Sein Gesetz. Von ihm ׳muß uns die Kraft kommen, alles dem Judentum Wesensfremde zu überwinden.“ Er muß unseren Rabbinern der Führer sein, daß dadurch — um Birnbaums• schönes Wort zu zitieren—: ״sie zusammen ein geordnetes!Heer ■von Giaubensbiitern werden, die die;Heiligkeit mehren und für die ׳Ehre der Lehre, ihrer Lehrer und!Beobachter ׳wirken!“!Erfüllt sich unter göttlichem!Beistand dieser Wunsch, diese Hoffnung, dann ist in uns ein Jubeln, das das Beben überwunden hat. dann ist in uns!Fronde und die כנסיה גדולה־ spricht, ׳zur כנסה ישראל geworden: שוש אשיש בה׳. Nachrichten Die 4 Koiigreßitummern der ״Jüdischen Presse“ kosten 4 S. Für Abonnenten der ״Jüdischen Presse“ 2 S. Die Gebühr ist im vorhinein mittels dem der heutigen Nummer beigelegten Erlagscheine einzuschicken.' Einschreibungen an der Jessod-Hathora. Die Einschreibungen an der Jessod-Ha'thora •für den Kindergarten und für die Knaben- und Mädchen-Reiigionsschade finden von •Montag, den 27. Aw bis Donnerstag, den 30. Aw imkl. (2. bis 5׳. September) zwischen 3 und 5 Uhr nachmittags im Schulgebäude, 1IL, Ncstroygasse 11, statt. Die P. 4’. Eltern werden ersucht, im eigenen Interesse den Einschreibuiigstermin .genauest einziihalten, da spätere )Anmeldungen nicht berücksichtigt werden können. 'Unterrichtsbeginn Dienstag, den 3. •September. Die Oesterreichisch-Französische Handelskammer, Wien. ll.f Burgring• 1, teilt uns mit, daß •die für den 5. Obtober •angesetzte ׳kaufmännische Gesellschaftsreise Wien— Paris—!Wien, fiir welche noch!Anmeldungen entgegengenommen werden, mit Rücksicht auf die jüdischen Feiertage auf den 6. Oktober verschoben wurde.!Die Abfahrt!findet ׳demnach erst ,am 6. Oktober abends um 19,50 Uhr statt. Der Aufruhr in Palästina. (J. T. A.) Vom 9. Ab •an'.kam Jerusalem nicht ■mehr!zur Ruhe, bis dann •Freitag den 17. Ab der ׳Unglückstag fiir Jerusalem ׳hereinbrach. Als Resultat der seit ׳mehreren;Tagen von Agitatoren in den׳ Jerusalemer Moscheen und in den Dörfern der Jeru3׳aJerner Umgegend betriebenen ge- Jährlichen Hetze ׳und;der Ausstreuung der Legende, daß ׳die Juden die!Besitznahme ׳der Klagem-auer ,und der Omar-!Moschee durch Gewaltanwendung planen,!haben sich •im. •Verlauf des Freitag große Mengen Araber, die star-!ken!Zuzug •aus;dler Umgegend Jerusalems erhielten, zu einem Angriff -auf die jüdischen Viertel gesammelt. Wahr- ,sehe in lieh •wurde der Freitag als Tag -de׳s Angriffes ge-!wählt, weil am!Freitag Abend •der Hauptgottesdienst der /Judenscihaft an;dler!Rlagernauer stattfindet• .Die Juden setzten sich!beim Heran nahen der Araber ■׳zur!Wehr, auch die Polizei zeigte sich bemüht, den -Ansturm •der Araber . •abzuwehren.!Es!kam zu ■einem schweren Kampf ,zwischen •Arabern!und Juden, der zwei Stunden undatierte. Einem!sehr großen Aufgebot an •Polizei war e׳s schließlich ■geilungen,;äie Kämpfenden zu trennen. Unter der Jerusalemer Judenheit herrschen ׳tiefste Erregung!und Trauer. Samtliehe Läden •und Biiro׳s wurden zum Zeichen der Trauer und de:s Protestes geschlossen. Auch auf der Seite der Araber -ist die Erregung groß. Die!Zahl der 1bei den Kämpfen am!Freitag •11 ach mittag in Jerusalem ׳getöteten Juden beträgt •nach bisheriger Fe׳.ü sei hing 21. ׳Drei Juden, die während der Kämpfe schwer verletzt wurden, ׳starben •im Hospital. Man glaubt״ daß die arabischen Verluste in Jerusakm!die •Zahl 30 über- ,steigen. 1Bei den Kämpfen wurden ,zwei nichtjüdische Regierungsbcan!te getötet. Arabische Angriffe auf die Kolonien.!Di-c Araber :drangen in ■einen Teil der Jerusalemer Vorstadt Talpioth ein, -ans dem die!jüdischen Einwohner gefluchtet waren. S׳ie plünderten diesen Teil der Vorstadt aas •und verursachten auch sehr viel!kulturellen Schaden. Sie ׳vernichteten zu ein-em großen Teil• diie wertvollen Bibliotheken der ׳Professoren Joseph!Klausner und E׳pgern •und!des hebräischen■ Schriftstellers S. J. Agnon. Die Behörde hat daraufhin die Evakuierung des Villenviertels Jalpioth, das 70 Häuser zählt, verfügt. Die ausschließlich indische Einwohnerschaft;•des Ortes wurde in Jerusalemer Hotels untergebracht. Britische Aeroplane kreuzten über den arabischen L|orfern iLifta ,und Finn in der!Nähe von Jerusalem, die JNester der arabischen •Pogromlernte sind, ■um die Bewegung der Araber zu beobachten. ׳Die Aeroplane warfen, um ׳die Araber einzuschüchtern, Brandbomben auf die Dörfer ab. Die jüdische Siedlung ״Gditd Avoda'h“ ׳in der ׳Nähe yon Jerusalem, die!von den!Bewohnern geräumt worden ־ war, wurde durch die Araber nie der gebrannt. Außer idem Angriff auf die Kolonie ׳״Bajit wegan“ naben die Araber auch einen Angriff auf die Kolonie Kamtuclie unternommen: •der Angriff ,wurde abgewehrt, wobei V'011 den angreifenden Arabern vier getötet ׳wurden. Der ׳jüdische Polizei-Sergeant Norska wurde, als er *t anderen ׳Polizisten die jüdische Kolonie .Bajiit wegan“ gegen Angriffe der Araber verteidigte, getötet. 1Bei dem Angriff ׳auf;die (jüdische iKwuzah Nahalal, aer ziiruckgewiesen wurde, ,wurden mehrere Juden, die die Aoionie verteidigten, ׳verletzt. Am Sonntag. 6 Uhr •abends, dauerte der Kampf ׳bei Nahalal fort. Einer späteren Meluung zufolge hat der Kampf dort aufgehört. Aus Hebron und '׳Nablus ziehen große Gruppen Araber nach Jerusalem, um die Reihen der Jerusalemer Moslemiteti 2u!verstärken. in Jaffa ׳veranstalteten die Araber eine Massenmonstration. Die Araber von Nablus •machten einen Versuch, .in die .bei Nablus befindlichen Polizeibaracken einzudringen. Die Polizei wehrte den Angriff ab und )tötete acht Araber. Auch die Chassidim-Koionie Nachlath Jakob bei Haifa wurde von Arabern angegriffen. Die Kolonisten setzten sich »zur Wehr und ׳schlugen zunächst ■die Angriffe ab. Der neueste Lagebericht. Die Lage in!Palästina hat Freitag nachmittags an Ernst nichts eingebüßt; es sind arabische Angriffe auf verschiedene andere Punkte des jüdischen Jischuw seither!zu verzeichnen gewesen, die mit Verlusten abgewehrt worden sind. Da es sich offenbar nicht um sporadische und aus spontaner ׳Erregung heraus unternommene Angriffe, sondern ■vielmehr um eine konzentrische,!von arabisehen!Nationalisten einheitlich geleitete Aktion zu handeln scheint, so ist die ׳Lage so lange als kritisch anztisehen, als nicht!britische Abwehrlkräfte in einer solchen Zahl am Platze sind, daß sie der Lage 1Herr ■werden könnten. Nach den neuesten offiziellen!Mitteilungen ׳der ׳Palästina-Regierung ׳wird;jetzt die Lago in Nablus und in Hebron bis ׳zu einem gewissen Grade von der Regierung beherrscht. In Jaffa und in Tcl-Awi׳w ist •die Stimmung ruhig, aber die Ordnung nicht gestört. In Haifa herrscht vollkommene Ruhe. Die Regierung gibt bekannt, daß bei den Kämpfen der •Inspektor •fiir Einwanderung Herr Best, ein englischer Christ, getötet ׳worden ist.!Inspektor ׳Best galt als einer der ׳vornehmsten Beamten der!Palästina-Regierung. Der Lage der Juden brachte er stets Verständnis entgegen. Die Regierung־ warnt.!Die Regierung hat •den!Groß-iMufti von Palästina, der in Palästina allgemein als der geistige Urheber der unter den ׳Arabern ׳betriebenen Hetze in Verbindung mit dem Klagemauer-Problem gilt, verwarnt und ihm mitgeteilt, ■daß sie ihn persönlich ■für die weiteren Vorkommnisse in Palästina verantwortlich macht. Die gleiche Warnung■ richtete •die Regierung an den Vorsitzenden ■der arabischen Exekutive iMusa Kazim Pascha und an andere Führer ׳der' arabischen Nationalisten sowie an den ׳Scheich ׳von IMuk'h'tar und •die Scheichs der umgebenden ׳Dörfer. Weitere Schutzmaßnahmen der Regierung. Die ■Regierung hat in ׳Jerusalem an alle Engländer und an einen großen Teil der zur ׳Abwehr der arabischen Angriffe organisierten jüdischen Selbstwehr Waffen und Munition ,verteilt. Es ׳.konnten hernach •die auf entlegene jüdische Viertel in Jerusalem von Arabern unternommenen Angriffe leicht abgcwe'hrt werden. Die Regierung veröffentlicht ein offizielles Commumique, in welchem gesagt wird, es seien ׳Maßnahmen ergriffen worden, um die Ordnung wiederhenzustelleu. An alle Teile •der •Bevölkerung erging eine Warnung, sich -jeder Gewalttätigkeit z׳u enthalten. Am Sonntag, den 25. August, nachmittags, gab das britische ׳Koloiiia'iamt ein offizielles., Comimmique heraus, in ׳welchem erklärt wird, daß die Regierung Palästinas alles ■mögliche tut, uni!die ׳vollkommene Ordnung im!Lande wieder, herzest eilen. Da die Araber dazu übergegangen sind, auch die ׳jüdischen Kolonien anzugreifen,!habe •die ■Regiernng Streitkräfte zum Schutze ■der Kolonien entsandt. Eine Kompagnie der sogenannten transjordanischen Grenzmacht wurde!zum 1Schutz des;;Emek, Jeizrcel, eine!zweite וווווווווו1וו11וווווו1ו1וווו11וו1ו1וווווווו11ווווווווווווווו1וווווו11וווווווווו!וווווווווווו1(1ווו1וווו!ו1ו g Lebensuerslcherun$s-Qes0Ilscht1ft “PHONIX״ ווווווווווו11וווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווו Gegründet 1882 Gegründet 1882 Versicherungsbesland Ende Mai 1929 . 2000 Millionen Schilling Garantiemittel Ende 1928 . 238 Millionen Schilling Prämienu. Zinseneinnahmen im Jahre 1928 . 97'/» Millionen Schilling Tätigkeitsfeld der GesellscHal! 8 Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten Kinder-Versorgunss-Versiciieruns iiiiiiiiimiHiimiiiiiiitimiiiiiiiiiiiiiiiiiiimttiiiii Erziehungsrente für das Kind, Sterbegeld nach dem Tode der Eltern, und prämienfreie Versicherung des Kindes vom 24. Lebensjahre an tllllillilllllliiillllllliiiillllilllllllilllil>lllllllllillilliilililllllllilll[lilllllll!illiillllilllliilllllililllllilli>lllilll>lll>llllllli Kompagnie. zur Uebervvachung der Ruthenberg-'Werlke am Jordan entsandt. Die außerordentliche Sitzung der britischen Regierung. ' An der der Lage in ׳Palästina gewidmeten Sonder- Sitzung des 'britischen Kabinettes •nahmen außer dem ׳MD nisterpräsidienten iMacdonaiid der Marinerninister Alexander, der Kriegsminister Tom Sho!w, der Luftmin-ister Lord׳ Thomson,!der ׳Lordpräsidenit des Geheimen Rates Lord Parmoor teil. Allgemeines Aufsehen erregt es. ׳daß Marquis of Reading, :dier frühere Vizekönig von Indien, •der Kabinettsitzmng beigewohnt hat.!In Londoner politischen Kreisen!betont •mau, daß England ׳dem Völkerbund gegenüber verpflichtet sei, ׳fiir ׳den notwendigen Schultz aller Teiile der Bevölkerung und;dier Ausländer im!Mandatsgebiet ln vollstem Maße Sorge ׳zu tragen. lDi׳e englischen ׳Zeitungen, die die!Nachrichten über. Palästina a!n bevorzugter Stelle 'bringen, tadeln׳ die von der;früheren englischen Regierung befolgte Politik, Palästina immer mehr von Streitkräften zu entblößen. ,Die Zeitungen fordern •die schleunigste Entsendung genügender und für die besonderen Verhältnisse des Landes geeigneter Streitkräfte zur schnellen׳ Unterdrückung des Aufruhrs. Im großen Festsaai der Jugendgruppe II, Floßgasse 1. findet Sonntag־ den 1. September, abends 8 Uhr, eine Trauerkundgebung anläßlich der Vorfälle in Erez Isroel statt. Redner Doktor P. Kok 11. Orts- und Jugendgruppe der Agudas Isroel, Wien II. MBBBBI Tschechoslowakei Die Nikolsburger Gedenkfeier־ ■Zu unserem Berichte über die Jahrzeitfeicr in Nikolsbürg ׳haben wir folgende (Bierichtungen ,nachzu tragen:!Das K 0 m i t ee, das die Gäste am Bahnhof empfing,!bestand aus den Herren ׳Direktor!Läwitz (nicht Rawitz)., Lehrer Ziwicker u. a.!Das;M i n c-h ag e b e t wurde auch in der voll'besetzten ״Altsch׳uls.ynagoge“, •in der einst ׳Rabbi Mordchaj ■Benet זצ״ל betete, verrichtet. (Leider ist diese herrlich ausgestattete Synagoge,!die von einer!mustergültigen Opferbereitschaft der 'Gemeindemitglieder •zeugt, im Sinne des Retigi'onsgeseitzes ,nicht mehr so erhalten, daß Rabbi Mordchaj Benet זצ״ל auch heute in ihr ein Gebet verrichten würde, wenn er unter uns;weilte!) IDas Arran g׳em e n t der ganze Feier sowie die Ausstellung der Altertümer, weiche zum ,15. Jahrhundert zuriickrcichen, und die Erklärung der einzelnem Teile der wunderschönen iKunstschätze, lag in den!bewährten Händen des 'Herrn Oberlkantor Hellmann!(nicht Herrmann!), der sich auch sonst um die!Gä׳st׳e und die wiirdige Gestaltung der Feier ■in ׳der ׳selbstlosesten Weise sachkundig und ,liebenswürdig bemühte. »Ami Morgen und Nachmittag des .1 a'hrzeit tage s׳, des 13. Aw, kamen noch größere und kleinere Gruppen von Betern aus nah und ■fern an das Grab d-es 1R.!Mordchaj Benet זצ״ל nach •Nikolsburg. Ein größerer Kreis! der in Nikolsburg anwesenden Nachkommen des ׳Rabbi trat!zu einer Konferenz zusammen und beschloß, die noch hatidschriftlich vorhandenen ungedruckten Werke ihres Ahnen dem Drucke zu!übergeben. Mit der ׳Vorbereitung ist Herr Dr. Benedikt ׳in Bratislava betraut worden. Nach dem Vonbilde ähnlicher Veranstaltungen •anderer angesehener Familien wurde auch angeregt, einen ״,F a m i 1 i e n t a g“ sämtlicher Nachkommen des Rabbi Mordchaj Benet זצ״ל abzuhalten.!Die Familienangehörigen sollen nächstens in den Zeitungen ׳auf,gefordert werden.’ ihre Adressen be- .,kannt,zugeben.!Die C h e w r a K ■a ,d i s c h a von ׳Nikolsburg •faßte den Beschluß, sämtliche ,Grabsteine ׳der dort ruhenden Rabbiner und sonstigen historischen Persönlichkeiten zu restaurieren und ׳sie vor Vernichtung zu schützen. Von ׳vielen!Seiten gelangen seit der Feier in Nikolsburg an die lAgudas Jisroel in d׳er Slowakei Anregütigen,!derartige r e 1 i g löse V.e ra n s t a 1111 n g e n u n■d IG e׳de•nIkf e i e r 11>, die am!besten geeignet erscheine u, dem Geist der Treue gegen die alten 1I.de a 1 e d e s J u d e n t u m s in d e r h e u t i g e n!Gle11׳er a ti011 m!eu 1zu!belebe n, auch an a nderen Orten sowohl in!Mähren als au c n Böhm en zu arrangiere n. im pietätvollen Gedenken an ■die Größe •der Vergangenheit werden!sieh die einander entfremdeten Nachfahren begegnen und das Vertrauen der Schwachen und religiös Wankelmütigen ׳zur Kraft der religiösen Begeisterung würde eine Stärkung erfahren und den Weg zu einer wahren Teschuwoh ebnen •helfen.!Wir können jetzt schon mitteilen!, daß die Leitung der Agudas Jisroel in der ׳Slowakei eine jede solch« Anregung gemeinsam mit ihrer Schwesterorganisation für Böhmen, Mähren und Schlesien a uf s . 11 ׳e b e v 0 11 s t e a •u!f n e h m e ■n 11׳ n 1d n a c 11!best e ׳m 1K 1ö ׳n!n e n i n ■die Tat u׳mzuset.ze tt suchen ■wir׳d. Versammlung in Presov. Eine imposante Kundgebung echt agudistischqn Geistes ,fand Sonntag, den 19. lAw in Presov ,statt. Die Mitgliederversammlung zur 1Vornahme der Wahl der 'Delegierten zur Kenessiljoh Gedatiloh war »mit einem Vortrag ׳des Herrn Jakob Joel Braun aus Bratislava über die Aufgaben der Agudas jisroel und ׳der Kenessijoh verhundert. IDie 'Mitglieder der :Orts- und Jugendgruppe waren recht zahlreich im Restaurant Schreiber erschienen, wo ׳die Versammlung abgehalten •wurde. Es entwickelte sich bald eine ganz lebhafte Wahlagitation zugunsten der einzelnen Kandidaten. ׳Das ׳Interesse für die Kenessijoh ist so wach, daß ■selbst auf diesem äußersten »Posten der Ostslowakei eine ansehnliche Zahl vom ■Agudisten entschlossen ist, an der Kennessijoh •eiltzunehmen. Selbsredemd wird es als hohe!S’chiijoh gewertet, als!Delegierter in Vertretung der Ortsgruppe Sitz ׳und!Stimme auf der Kenessijoh haben zu können. ׳Im besonderen zeichnet sich die Agitda-Jugend durch ihren edlen 1Eifer uuld zielbewußte Arbeit ׳aus. Ihr wird es hauptsächlich zu danken sein, wenn von Presov aus allmählich eine organisatorische ׳Erfassung der Ost- Slowakei ׳möglich sein wird. Unter allgemeiner Spannung verkündete ,der Wahlprüses Herr Heinrich Fischer das Wahlresultat. Zum Delegierten wurde Herr Salomou R e initiz, zu 'Ersatzdelegierten' die Herren Moritz 'Gerstl und Samuel 'Leuchter gewählt.!Außer ihnen werden noch mehrere Herren aus Presov ex offo und a'ls Gäste ■teilnehmen. Hierauf hielt Herr Braun unter aflgeme'imer Zustimmung einen zitsammenfassenden Vortrag ,über •die Grundideen der Aguda und die geschichtlichen Verhältnisse, die den großen!Gedanken der 'Wiederbelebung des Klalbewußtseins auf Grundlage des Agudaprogramnvs zur Tatsache werden ließen». ■Die ׳bevorstehend^ Kenessijoh Gedatiloh :soll eine wichtige Etappe werden auf dem Wege zur Verwirklichung!jener ,Aufgaben, die Haschern dem jiidischen Volke als Lebensskin •und!Lebensziel gestellt und die allein ihm Daseinsrecht als Judentum verleihen. ׳Im Zusammenhänge mit •diesen Grundprinzipien streift, der Redner auch die wichtigsten einzelnen ׳Probleme, die auf der Kenessijoh Gedatiloh ׳ ihre!Lösung finden sollen. Die Versammlung wurde auf solche 'Weise »mit hinein in die schweren Fragen der Gegenwart eingeführt umd angeregt, sich eine!klare, selbständige!Meinung darüber zu bilden, was im!Augenblicke die Pitlicht eines »jeden ernsten thoratreuen Juden ist. Den!Dank der Versammelten an den Redner für seine präzisen Darlegungen »brachte der Vize- Präses der Ortsgruppen, Herr Juda R 0 s e n f etd. im seinem, warmen Schlußworte zum Ausdruck. Ein engerer Kreis: von Gesinnungsgenossen blieb ,noch bis nahe an dieMitternachtsstunde im gastlichen Hause des Ortsgruppenpräses Herrn ׳Samuel!Reiner gemütlich beisammen und besprach eingehend •die Wege, die zur Ausgestaltung der organisatorischen Tätigkeit i-11 der O!stslowa!kei in Zukunft beschritten werden sollen.