Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 34 (23.8.1929)
- Date
- 1929-08-23
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. M JÜDISCHE PRESSE Seite 5 oder ihren Auftraggebern zu überlassen, die doch bekanntlieh von jeher die ■wohlwollendsten Freunde des •Kolel und aller religiösen Institutionen in Erez Jisroel sind, die sich;nicht der Botmälhgkeit der Zionisten unterwerfen. ■Daß dieses Komitee nur aus v i e r und ■nicht aus fünf Mitgliedern’bestand, gehört wohl ebenfalls ■zu den Tücken der Kolelverwalturig.!Denn die ״Wahrheit“ der ״Jüdischen Volkszeitung“!kennt gerade das fünfte Mitglied, das nicht zu dem Komitte gehört und nicht existiert. Was also das viergliedrige Komitee in Jerusalem .festgestellt hat, gilt für die Wahrheitsliebe der ״Volkszeitung“ nicht und kann nach dem besseren Wissen der ■Leute von der ״Volkszeitung“ unmöglich die wahre ,,Wahrheit“ sein. Denn sonst würde gerade der ״Wahrhe׳its“-Informator der ״Jiidisehen Volkszeitung“ dazu gehört und das Komitee eben aus fünf Mitgliedern bestanden haben. Denn die ״Wahrheit“ der ״Jüdischen Volkszeitung“ anerkennt nur ein fiinfgliedpiges :Komitee. Und wenn das viergliedrige Untcrsuchungskomitee die .•Wahrheit“ der ״Volkszeitung“ als glatt erfunden erklärt, so wird sie Immer noch die Ausrede haben, man hätte eben ein fünfgliedriges entsenden sollen usw. ins Unendliche. $0 sieht also die Quelle aus. aus der die ״Jüdische Volkszeitung“ ihre Wahrheiten schöpft. Zu den Wahrheiten“ selbst •informiert uns ein Mitglied des viergliedrigen ׳Komitees folgendermaßen: Der Kolel in Jerusalem ist eine alte Institution, ■die auch in der technischen Verwaltung ihre eigenen Traditioiten, ihre eigenen Wege lind Erfahrungen־!hat. Diese sind in der Form nicht durchwegs ■modern, bieten aber nichtsdostoweniger a •11 s r e i c 11 e n d׳ e G e w ä b r f ii r K o rr e k t;11 e 1t. £ h r 1 •i c .11 Ik e ׳i t. G e r e c 1111 i g k eit 11 11• ■d Treue. Die Untersuahiiugskommission!hat alle Bes c b w erde .n und A 11׳ k 1 a g e n auf das g e n a 11 e s t e a k t e 11 m ä ß i g g e ׳p r ii f t. auch solche, •die ganz offenbar von Böswiileii eingegeben waren. Darunter waren nattirlieh auch die großen ״Wahrheiten“ der ״Jüdischen Volkszcitung“, die vermutlich von •einem gewissen Griinfeld aus Ungarn herrühren, der sich unausgesetzt dem Komitee bald als ״Vertrauensmann der Beschwerdeführer“, bald als ״Friedensstifter“ aufdrängen wollte. Es stellte sich aber heraus, daß •in den Angelegenheiten des Kolel. abgesehen von kleinen Mißständen, die 11 a t ii r. 1׳ i c 11 r e ■s 11 0 s a bgestellt wurde•!!, weder ״Frieden“ •noch ״Unfrieden“ zu stiften war.!.Häuser wurden nicht verkauft: ihr Erlös konnte demnach nicht verbucht werden. 2. Die Buchhaltung wurde gründlich modernisiert. 3. Die Konkurrenzofferte der Apotliekerlieferungen zu scheinbar vorteilhafteren Bedingungen boten andererseits recht erhebliche Nachteile und wurden durch die neugeschafiene günstigere Basis der Heilmittelversorgung gegenstandslos. 4.ini Jahre 1927 hatte der Kolel wesentlich höhere Zah- Jungen für Grundstückerwerbungeu zu leisten. Die Mehreingänge waren von vornherein dazu bestimmt. Die Eingänge zu Unterstützungszwecken waren in den Jahren 1927 und 1928 annähernd gleich, wie es auch die ausbezahlten Unterstützungsbeträge waren. .. Daß das!Komitee mit dem Bratislavaer Kuratorium über ■alle!ihre ׳Beobachtungen und Wahrnehmungen •eingehend korrespondiert ■und •mit ihm gemeinsam alle eing! e g a 11׳ g ■e .11 en — u nd noch Jan ,g e nie 111 e r w i es e n e n — K 1 a g e;11 1111׳ v 0 r e i 11׳ g e 11 o m ׳m׳en b e• 11 a ndelt h a t.'beweist ja die ״Volkszeitung“ selber!in •ihren furchtbaren ״!Enthüllungen“. Wahr ist,!daß in dieser Korrespondenz!Anklagen ehrenrühriger Natur gegen Personen, denen ,bis dahin kein Makel anhaftete, der jüdischen׳ Moral gemäß streng <l'iskr et w e!i te rg eg eb e 11 wurden. Mag es auch ■der ״Jüdischen ־Volkszeitung“ mißfallen: auch in Zukunft werden wahrhaft jüdische lustitutioneni nicht •dem ■Beispiel der ״Volkszeitung“ folgen und erst erwiesene. Verifehjungen ׳vor der 0Öffentlichkeit ahnden. Und nun noch ein Wort über die Schreier •und Anklüger: 1Bei ■allem besten Willen׳ gelang es der Kommission, von •den angeblich nach hundertem zählenden, unter dem Namen ״Oie iHutigaria“ bekanntem iParmphletisten bloß ׳vier Mann (Vater und drei •Söhne) zu!Gesicht •zu bekommen und zu vernehmen. Diese •vorgeblich so zu Unrecht bekiirzten Unterstützungsbedürftigen! geben seit Jahren U n •s u״rn m! e n ■auf!Broschüren1 und!Flugblätter aus. Di׳׳e.se riesigen G e 1 d b e t r ä g •e w erde •11 v 0 n e i n e r S e!11 e h e r g eg e b eil, ׳die a .11 •d •e m R •11 i n a• 1 ler •n i c ■h t z i 0 111 s t ischeu Institutionen interessiert ist. Dev ״Jüdischen Volkszeitung“ dürften diese ׳Stellen vielleicht auch nicht ganz unbeikannt sein. Als ׳die Kommission auf Drängen der oben genannten Person mit dieser •noblen!Farnilie zu verhandeln 1begann, ■stellte es ■sich heraus, daß sie gegen Entrichtung von 200 Pfund Sterling zur Einstellung ihrer Angriffe bereit war. Als die Erpressung erfolglos blieb, setzte prompt die Anschuldigungskampagne der ״jüdischen Volkszeitung“ ein. Das ■ist die ״Wahrheit“ der ״Jüdischen Volkszeitung“ ■über •den Kolel! Machsike Hadas. Einige Wochen sind es, daß unter diesem Namen in der Slowakei ein neuer Verein ins Leben gerufen worden ist durch die Initiative einiger weniger Männer, die mit prüfendem Blicke ins Leben und Treiben hinaus־־ schauend, das in jüdischem Kreise sich abspielt, zur festen Ueberzeugung gelangt, daß es trotz so manciier Institution, trotz so mancher Vereinigung, trotz all! den Vorschriftsmaßregeln, die die orthodoxen Gemeinden der Slowakei in eigenem Kveise geschaffen, um das bißchen ״Jüdischkeit“, das aus alter Zeit noch hiniibergerettet worden ist, aufrechtzucrhalten, daß trotz alldem noch ein wenig Betätigungsfeld מקום הניחו לו ל ה תג ד ר übrig־ geblieben, wo ein fester Wille, ein uneigennütziger, vom מס ירח הנפש" Gedanken durchdrungenes, warm schla־ gendes jüdisches Herz noch etwas Ersprießliches schaffen kann, das zur Aufrechterhaltung und Befestigung des Hl von Nutzen zu sein vermag. Ob dieser Blick der richtige gewesen, ob dieses ״Hinausschauen“ ins jüdische Leben objektiv geurteilt, ob die Notwendigkeit sich tat־ sächlich ergeben, zu dem bereits Bestehenden etwas Neues zu schaffen, 1־esp. etwas in unserem Kreise bereits Dagewesenes neu aufleben zu lassen, darauf möchte ich mit einem entschiedenen ״Ja“ antworten. Wir müssen nur das Programm, das Tätigkeitsfeld, die Art und Weise des ״Arbeiten־Wollens“, das ״Wo und Wie“, auf welchem Gebiete dieser Verein sich nützlich machen will, näher ins Auge fassen, um zur Ueberzeugung zu gelangen, daß solche Gebiete, solche Gefilde betreten und urbar ge־ macht werden wollen, die bisher entweder ganz brach .darniedergelegen, oder aber nicht mit der Intensität, mit Die Wahrung des Schabbos wird im ganzen Judentum als die wichtigste Grundlage des jüdischen Lebens erkannt. Für die Wahrung des Schabbos setzt sich die nunmehr reorganisierte und auf das ganze Land ausgedehnte Schomre Schabbos-6ek tion der Agudas Jisroel -Jugendorganisation mit aller Kraft ein. Der Wahrung des Schabbos dient besonders ihre Arbeit zur kostenlosen Stellen- Vermittlung an schabbos h altende Arbeitsuchende jeder Art und jeder Br a n c h e. Jüdische Kaufleute, Handwerker und sonstige Arbeitgeber! Meint ihr es mit der Wahrung des Schabbos ernst, so meldet die vakanten Stellen vor allem bei uns an. Landeszentraie der Schomre Schabbos-Stellenvermittlang der Agudas Jisroel-Jugendgruppen, Bratislava, Turnergasse 14-16, Postfach 140. Zur Kenessijoh Gedauloh! Wer aus der Slowakei als Gast an der Kenessijoh Gedauloh in Wien (10. bis 17. September) teilnehmen will, wende sich sofort wegen näherer Auskünfte an das Agudas Jisroei-Bureau (Kenessijoh Gedauloh), Bratislava, Turnergasse 14-16, Postfach 140. der Gründlichkeit, mit der Begeisterung bearbeitet wor־ den sind, wie cs die große und bedeutende Tragweite derselben erheischt hätte. Greifen wir aus dem Arbeits־ plan gleich den ersten Punkt heraus, den der Verein in kürzester Zeit zu bearbeiten und אי״ה auch zu erledigen gedenkt, und schauen wir mit objektivem, unbefangenem Blicke an. was bisher geschehen ist. Wir meinen die he־־ deutende alltägliche מצ1ה von -חפלין ומזוזוח Ein jeder noch halbwegs religiös fühlende und denkende Jude he־ strebt sich, dieser heiligen Pflicht nach Möglichkeit zu entsprechen. Hat noch die לין DH täglich um Arm und Kopf gewunden und an seinem Türpfosten prangt noch das Erkennungszeichen des jüdischen Hauses. Er lebt ein ganzes Leben lang in dem sicheren Bewußtsein, diesen heiligen und bedeutenden Pflichten vollauf entsprochen zu haben. Hat er doch diese Utensilien in einem Kauf־ laden erworben, wo mit großen jüdischen Lettern חפלין ומזהוח zu lesen war, ganz preiswert erworben und trägt sie mit ruhigem Gewissen heim und übergibt sie seinem Kinde vor der mit großem Applomb gefeierten ״Bar־Mizvo“־Feier, daß es sie in Gesundheit bis 120״ Jahr“ täglich gebrauchen möge. Der einfache, mit Wirtschafts־ und anderen drückenden Sorgen schwer beladene Jude hat das Verständnis nicht dazu und'auch keine Zeit, sich dafür zu interessieren, ob die angekaufte Ware auch den vielen religiösen Vorschriften und Anforderungen entspricht, nach deren Konstatierung und- Feststellung diese Artikel erst als gebrauchsfähig und verwendbar deklariert wer־ den können. Er handelt mit gutem Gewissen in der Vor־ aussetzung, daß doch vom kompetenten Forum dafür Sorge getragen worden ist, daß nur echte, unbeanstand־ bare Ware in Verkehr gebracht werden kann. Weiß er es doch aus eigener Erfahrung, daß er durch den Verkauf ' von gefälschten, alltäglichen Nahrungsartikeln mit dem Gesetze in Kollision gerät und die eventuellen Folgen zu tragen hat, denn das wachsame Auge des Gesetzes wacht über die körperliche Gesundheit seiner Staatsbürger. Da % wacht doch das dazu berufene wachsame Auge in gewiß % erhöhtem Maße über diejenigen Bedarfsartikel und Ge־ brauchsgegenstände, die für den seelischen Anspruch not־־ wendig sind und חם ל ין werden getragen und מזוזות werden angenagelt, von denen — 4ch will; mir das Recht nicht vindizieren — aber vielleicht behauptet werden könnte, daß ein überwiegender Prozentsatz derselben als פסול, unbrauchbar erklärt werden müßte, weil das Um־ setzen dieser Artikel ganz einfach ם ק ר H geworden ist und kein kompetentes Forum vorhanden ist, dessen ״a u s־ s c h L i e ß 1 i c h e“ Sorge es wäre, die Fertigstellung der־ seihen zu überprüfen und zu überwachen und die Quelle zu eruieren, von wo aus die Slowakei mit diesen Artikeln überflutet wird. Mögen doch einmal die vertrauenswür־ digen, kompetenten Fachleute befragt werden, daß sie es mit aufrichtigem und ruhigem Gewissen aussagen mögen, welche Meinung sic von der fabriksmäßig in größter Eile zu tausenden und abertausenden Stücken von zweifei־ haften Elementen hergestelltcn billigen konkurrenzfähi־ gen Ware hegen und die erhaltene Antwort wird unser so schön eingelulltes Gewissen ein bißchen in Wallung brin־ gen. Es blutet doch das Herz, wenn wir oft Gelegenheit haben, zu bemerken, wenn die vom Zentrum der großen ״Kchilos“ entlegenen und entfernten ״Dorfjuden“ (die so selten einen verläßlichen סופר zu Gesichte bekommen) an ihrem ״.lahrzeittage“ in dem כיהכ״נ der קח לה ausrücken, auf welche Art und Weise diese ״Front־ kämpfer“ der ״Orthodoxie“ adjustiert sind. Höchstwahr־ soheinlich haben die zum Kampfe gegen מדין ausgerück־ ten Truppen — die ohne einzigen Verlust vom Kriege zurückgekehrt, von denen unsere Weisen erzählen, daß ihnen das Verdienst des Reihenfolgeeinhaltens, des חפלין legens im Kampfe beigestanden — über eine andere Ad־ justicrung verfügt. Allen Respekt und alle Hochachtung vor der Aguda; sie hat auf dem Gebiete der Befestigung des orthodoxen Gedankens in der großen Welt so viel Schönes und Herrliches geleistet, und wir beugen uns mit aller Genugtuung vor den Errungenschaften, die sie mit dem Aufwande aller sittlich־moralischen Kraft, mit riesen־ hafter Kraftentfaltung zuwege gebracht. Ist es ihr aber während der Zeit ihres Bestehens gelungen, und hat es ihr nicht an Zeit und Mitteln gefehlt (auf dem Gebiete der Slowakei) auch für diese Bedürfnisse einfacher Men־ sehen Sorge tragen zu können? Und ist die Lösung, wenn auch nur dieser einzigen Frage nicht von solch eminenter Wichtigkeit, daß sich □גדולים וג׳ דמדינחנו. יראים ושלמי zusammen tun, um darüber zu beraten, wie da Abhilfe geschaffen werden kann und wie es möglich wäre, daß ein verläßlicher סופר von Zeit zu Zeit auch das ent־ legenste Dorf aufsucht, um den Bestand und die Ge־ brauchsfähigkeit der סת״ם zu überprüfen und, wo es notwendig ist, auf Kosten eines ausschließlich zu diesem Zwecke konstituierten Lokalvereines (ohne politische Ambitionen) Verbesserungen vorzunehmen? Und haben nun Männer, die diese Aufgabe zu lösen versuchen, nicht nur das Recht, sondern auch die heilige Pflicht, unermüdlich, unverdrossen und rastlos dahin zu arbeiten, daß dieselbe tatsächlich auch verwirk־ licht werde. Es ist dies vom reichhaltigen Programm, das der Verwirklichung harrt, nur ein kleiner Punkt (wir werden אי״ה über so manche aktuelle Frage noch zu sprechen kommen). Aber selbst gesetzt den Fall, daß nur dieses Gebiet allein durch den neu auflebenden Verein zur Bearbeitung und zur ״Ausjätung“ aller emporwuchern־ den Unrichtigkeiten gegründet worden wäre, so müßte er schon von einem jeden denkenden Juden, der es noch ernst meint, mit seiner religiösen Ueberzeugung. den noch entehrende, das religiöse Gefühl tief verletzende Erscheinungen nicht kalt, nicht unberührt lassen, dessen Gemüt noch wach und rege und gegen die ins gesunde Fleisch eindringenden, vergiftenden Bazillen sich noch zu wehren versteht oder wenigstens versucht, müßte er mit Freude und Jubel begrüßt und unterstützt werden, auf daß er neben den anderen einen ״Treffpunkt“, ein ״Ziel“ verfolgenden, einem ״Zwecke“ entgegensteuernden Ver־ einigungen blühe und gedeihe und Greifbares zu leisten imstande sei. E. B. Werbearbeit der Machsike Hadas. ■•Wie uns von der Leitung der Machsike-Hadas- Vereinigung mitgeteilt wird, hat sich Herr Oberrabbiner 6amuel ׳Margu'lies-Schlesinger in Zlate Moravce der Vereiusleitung in dankenswerter Weise Für die Werbearbeit in den Gemeinden der Slowakei ■zur Verfügung gestellt. Er wird die!Gemeinden der Slowakei der Reibe nach aufsuchen, •um Mitglieder für •die!Machsike!Hadas zu gewinnen. Er!beginnt •seine Werbearbeit schon nächste Woche. Die Leitung des ׳Machsike 'Hadas!bittet alle יראים ושלמים Herrn Oberrabbiner Schlesinger ■freundlich auf zunehmen und ihn in seiner Arbeit •zu unterstützen. Aguda-Versammlung in Piestany. Sonntag, den 27. Tamus ■veranstaltete die Agudas Jisroel-Orts- und Jugenclgrupp'e von!Piestany eine Ver- Sammlung •zur Vorbereitung •der!zweiten Keuessio Gedauleih. Die Versammlung fand im Saale' der!jüdischen Volksschule statt ׳und rekrutier te sich •zum überwiegenden Teil •aus Kurgästen, die über die Bestrebungen׳ der Aguda wie ׳überhaupt über die Vorgänge der thoratreuen ,jüdischen Gesamtheit sehr ■mangelhaft informiert ׳waren. ■Den Red- ׳neirii oblag es daher, die Vers am mellten über ׳die elementarsten grundlegenden Gedanken der!Aguda-Bewegung ziu informieren. Dem entsprach in erster Reilhe!Herr Rabbiner T e־i cih tih ai in einer sehr herzlichen Begnüßungsanspräche. Sodann beschäftigte :sich!Herr Dr. :P. Ko ihn •mit der Bedeutung der Agudas Jisroei ׳und der .׳Kenessio Gedauloih ׳für!den einzelnen orthodoxen Juden und ■die Brhaltung der Jugend für ׳das orthodoxe Judentum. ׳Herr J. J. Braun ergänzte seine Ausführungen mit nachdrücklichen ■Hinweisen ■auf bedenkliche ■Verfallserscheinungen inner-!halb ׳der orthodoxen Kreise ׳und die Gefahren, denen die 'Erii1a.lttrug der Thora für die kommende Generation im den slowakischen orthodoxen Gemeinden ausgesetzt ist, wenn ■die immer •noch bestehende!sträfliche Gleichgültigkeit gegemüiber den großen Problemen ׳und •den ׳Schicksalsfragen der orthodoxen •Gesamtheit;nicht schleunigst anfgegeben ■wird. Die Teilnahme ■an Agudas Jisroel und Kenessio Gedaiiloh ist!bei der gegenwärtigen Sachlage allein •der ׳Maßstab für die Aufrichtigkeit und ■die Intensität des ׳ Wii׳l׳I׳e.n!s, bessere Zustände 'herbeiz׳uführ,e.n ׳und die Tlhorätreue abermalis zum Impuls des!jüdischen C.erneinschnftslebens zu •machen. 'Beide Redner fanden allgemeinen Beifall. Herr Rabbiner T e i c 1111 h a •1 gab in seinem an דברי תורה •angeknüpften .Schlußworte der Ueberzeugung Ausdruck, daß die Piestanyer orthodoxen Juden an der Kenessio Gedauicih!würdig vertreten •sein werden. Aguda-Vortrag in Nitra.!Aus ■Nitra wird uns berichtet:!Auf 'Einladung ׳unserer 1Agud!a-׳J׳ugendgruppe hielt ש״ק פ׳ פינחס Herr Isaak V r e d eaibu r g aus Amster-!dam, .Vorsitzender der holländischen Aguda-Jugendarga- •nbation,;im Tai׳rnud־׳Thora-Saal einen Vortrag!über das Thema ״K e n e s s :i 0 1G e d a u!1 0 11׳ 11׳ n •d 11h 0 r a t r e u e Jugend“. Vor einem ,zahlreichen Publikum von בע״ב ׳ יראיםund Jugendlichen ׳Schilderte der Redner die gesohicihtl'iche •Entwicklung der Aguda und wies ׳dabei besonders ׳auf!den •jüdisch-religiösen Kulturaufbati im Osten, Westen ■und im!heiligen ׳Lande hin. Die Aguda hätte — so führte er aus —. ■würde sie ■der geistigen!Lage!des Judent'ums unbekümmert gegen übers teilen•, manche große Kolonie •in!Erez 'Israel ihr Eigen turn nennen!können. Sie steht aber unerschlütterlicih auf den! ■Boden der תוה״ק, die der geistigen!Not größere Bedeutung ׳beimißt als der materieiieii.עיר קטנה שיש בה הורה טובה לפני הקב״ה משומרון שהיא עיר גדולה ואין בה תורה Ein kleiner, an an sehnlicher Ort, der eine ׳Atmosphäre der jüdischen Tradition in sich ,birst, ■ist vor הקב״ה wert- •voller ■als eine großzügige Kolonisationsarbeit auf den Trümmern ׳der תוה״לן. Von diesem׳ Ideen gang geleitet, beleuchtete er einige Probleme der Kenessio Gedauloh and ermahnte besonders die Jugend, sich mit ihnen zu ■beschuftigen ׳und •die!beschlossene •Lösung dann auch durch- Zufuhren. Die wirkungsvollen Ausführungen des Redners, die einen großen Beifall auslösten, wurden mit gespannter Aufmerksamkeit angehört. Vor Abend wurde von der J11 genüg nippe zu Ehren •des Gastes •eine סעודה שלישית 1veranstaltet,!bei •der Herr Rabbiner A. Dirnfel'd aus Papa und ׳Herr Vr e׳d e 11 hu r g die Teilnehmer mit trefr- ׳liehen ד ב ר ו תורה erfreu ten Es sei hier ■Herrn V redenb ü rg nochmals Dank gesagt. Generalversammlung der Aguda• Jugendgruppe in Nitra. Sonntag.א׳ פ׳ פינחס fand bei großer Beteiligung der •Mitglieder die Generalversammlung der Jugendgruppe statt. Präses Herr Willi. Stark erstattete• den Semestrialbericht!über eine befriedigende Tätigkeit. Die von der Jugendgruppe eingerichteten Soli in r 1m •und Vorträge auf allen Geibieten -jüdischen Wissens — insbesondere die gesehichtiiohen Vorträge ■des!Herrn Jakob ׳E.!Honigs bet — bewährten sich gut. Durch sie ist ׳die Jugendgrupipe ,zu einem ׳wichtigen orthodoxen Erzielhungsfaktor in der Ge- ■nieinde geworden. In der praktischen;KlaLarbeit ■wurden für •die •verschiedensten orthodoxen und Aguda-Zwecbe ,recht ansehnliche Sufffmeu aufgebracht. Von der ,Kenessio Gedauloh erwartet die Jugend neue starke Anregungen. Herr Israel ■Weis z erstattete den Kassa- und Ue^ Josef