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Jüdische Presse · 1929-08-16 · 33 (16.8.1929) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
33 (16.8.1929)
Date
1929-08-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 33 Bollinger'Eiskasten sind seif 1870 die besten! XV., STA6LGASSE 10 (BEI MARIAHILFERSTRASSE 148) VII., BURGGASSE 17 Tel. R-30-5-38, R-35-8-47 u. B-32-380 sen des Councils erwartet man, daß die zur Verhandlung mit der Aguda eingesetzte »Kommission ihre Arbeiten so rasch ins Werk setzen wird, daß die Mitte September stattfindende Kenessijoh in der Lage sein wird, konkrete Beschlüsse zu fassen. ( * ■ \ Sie bedauern . . . »Wir ׳bedauern es, äußerte sich!Rabbi Meir Berlin dem Vertreter der J. T. A,, daß die Agudas Jisroel nicht in die Agency geht, u׳tn die religiöse Position ,zu verstärken. Ich!begrüße die Rabbiner, die An die Agency «intreten׳; 'Misrachi wird mit ,ihnen!Hand in!Hand gehen. Ich glaube, daß ׳auch die Aguda schließlich ihren Fehler erkennen und sich der gemeinsamen ,Aktion für den Aufbau Erez Israels anschließen wird.!Herr Gcdalia B11 bl Bk, .׳der Präsident des amerika- ■nischen Mlsrachi, erklärte,!Misrachi nehme zu der Frage der Agency einen positiven Standpunkt ein. Erez Israel ist Sache des Klal Israel. Wir hoffen, daß die Nicht- .Zionisten die religiösen und kulturellen Forderungen stützen werden. 'Es ׳werden sich beim Palästina-Aufbau, fuhr Herr ׳Baiblik fort, vier!Richtungen! herausknistallisieren: 1. die national-kulturelle, der die!jetzige Führerschaft der!Bewegung angehört; 2׳. die rel׳igiös-natio׳näle; 3. die sozialnationale; 4. die gefühlsmäßig-philanthropische der Nicht- 3doni_sten. Die zentrale!Kraft wird ln der Zukunft in der ׳religiös-nationalen!Richtung •liegen, die dem historischen Judentum und seinem •Zusammenhang mit Palästina gemäß ist. Ich!hoffe, daß ,auch die Aguda in ihrer Arbeit für Palästina sich auf unseren Standpunkt stellen! wird. 'So •wird die religiös-nationale Idee beim Aufbau Erez Israels den •Sieg davontragen. 101 Nachrichten |0|« Im Sommerheim der Agudah-Jugend. Anläßlich des Abschlusses der Sommeraktion.!Daß der!Mangel a!n Vertrauen aulr die eigene ׳Kraft teiner ■der IHaupffcihler unserer ׳jüdischen ,Menschen ist, daß »alles!besser, viel besser!sein könnte als es ׳ist, wenn die Alten wie!die Jungen 1bei •uns mehr ׳Zuversicht und Glauben an ׳die, ׳alile 'Schwierigkeiten überwindende Kraft jüdischen ildealismus aufibringen würden, dies bat mir wieder ein Besuch ׳im Sommcrheini unserer Jugend deu׳tlieh gezeigt. In einer wirklich wunderschön gelegenen Gegend des Triestingtales, ׳umringt von Wald und IBerg, haben!unsere Jungen, oder!besser gesagt, die Jüngeren unserer Jungen,!denn es iist die ©•»Gruppe der ׳A. j. Jugendgruppe, Ahr!Sommerlager aufgesühlagen. Das größte־ Haus des!Ortes!halben׳ sie gemietet ,und trotzdem müssen sie über!Raummangel klagen.!Ein munteres, frisches Jugend!eiben ,hat ,sich!!hier entfaltet, so schön, ,wie man es anderswo kaum zu ■sehen bekommt. Dazu stellt sich noch die!jüdische!Note ein, die dem Ganzen erst das rechte Gepräge gilbt. Wie begeistert erzählen die Jungen von Ihrer SChäbbds-Te iilah, von 'Kiditsch-'LewonCh•, oder von ihrem Gemoroh-Sohiur, wie sie ,hier in der freien!Natu׳!•!erst ׳so ganz •die Schönheit der Tauroh, wie unserer Tefilaus -zu empfinden vermögen.!Geleitet wird׳ ׳das Heim von einem erprobten, jungen!Menschen׳ ,׳an dem ׳die ■Kinder mit fast grenzenloser Liebe hängen.!Eines soll besonders hervorgehöben werden, wie -trotz ,der Freundschaft ,und Zuneigung, die hier unter den •Kindern •herrscht, eine solch ,peinliche ׳Ordnung unld׳ Disziplin gewahrt wird, wie man sie nicht!für möglich׳!halten würde. .״Alles geht jetzt;G. s. ׳D. auf das!Schönste! Aber wir ׳waren am!Anfang beängstigt, ob •auch solch ein neues Unternehmen ohne ׳nennenswerte ׳Unterstiitizung von ■außen ■bestehen wird können“, erzählt!mir offen einer ■der jungen : Führer, ״wie waren ■wir so manche Stunde nahe der Ver- : zWeiflung über die mannigfachen Hindernisse, die sich ■uns In den Weg ■stellten. Aber stets hat ■uns der ׳Gedanke, da,׳ß wir ,für ׳unsere Jugend ■ein lebensnotwendiges Werk ■ schaffen müssen, für unsere jüdische Jugend׳, die Tag!für Tag •nach ■der Schule :ihre ׳besten Kräfte ■der T-auroh widmet; während ihre!Kollegen bei ׳Spiel ,und Sport die Zeit vertrö'deln, ,immer wieder hat uns!dieser Gedanke mit ׳neuem Mu׳t ׳und ,neuer ■Zuversicht erfüllt, bis ...... bis, wie Sie seihen, unsere kühnsten Hoffnungen G. s. D. noch weit übertroffeu worden sind.“ ׳Die Jungen geben zu diesen Worten den lebendigen Kommentar. ׳Man liest 'ihnen den Fleiß ׳und• •die ׳AnStren-, gunigen vergangener Schultage, in der dumpfen Großstadt verbracht,!noch deutlich von der Stirne aib;!jetzt aber ■tummeln sie sich ׳im Waldeumher, lustig und froher Dinge, und doch dabei stets ei׳n!Stückchen ■jüdischen Lebensernstes■ mit ■sich herumtrasond. Es wird mir so warm im Herzen beim Anblick ׳dieser!jüdischen Jugendikojlonie, wie da alles nach dem Schnürchen geht, von ״Sohacharis“ bis jMaariv“, von ׳der Jause bis zum ׳״Lernen“, und man beginnt zu träumen von!Zeiten, die da kommen sollen, wo ganz Jisroel solch eine große Kolonie bilden wird aulf alter, ■heiliger!Erde ....... Als ich!den ,Heimweg antrat, da nahm ich ein kost- ,bares Geschenk mit mir, •das mir diese Jungen vom Sommerheim, ohne ׳zu wissen, geschenkt hatten, nämlich, den festen Glauben au eine fro'he jüdische Zukunft! S. Delegiertentag des Landesverbandes Österreichischer Jugendvereine in Wiener-Neustadt. Wie uns aus Wiener- Neustadt!berichtet wird, finden!dort ■unter ׳Leitung des Herrn Moses ,׳Rosenberger eifrige Vorbereitungen zürn .Empfang und Versorgung der •zahlreichen!Gäste, die zum Delegiertentag und Jugendtreffen am 18. Anglist ihr ׳Erscheinen ■zugesagt •haben.!Dem Festkomitee gehören noch folgende Herren an: Mayer und Leser!Rosenberger, David und ■Erwin iKoh n, Ernst ׳Koppel und L. Kli ng e r an. Baden. Im Kreise des ׳Bes-Hamidrosch hatte man ■sich am׳ vergangenen Sonntag ׳zu einer Sijumfeier zusammengefunden. Die ©aale ©atiin!hatten nämlich für den so 'früh ׳dahingegangenen ■Herrn Saul Perlstein ש״ס משנה ausgelernt. Die schlichte ■Feier, die durch die Anwesenheit des in!Baden zur!Kur weilenden Herrn Oberra'bbiner Jakob ׳Griinw.ald, Papa, ■und des •Herrn!Rabbiner Markus Rosen (Wien) besonders ausgezeichnet war, verlief in schönster und angeregtester Weise. Außer den beiden genannten Herren sprachen ■noch die Herren Kultusrat Sch. R׳ap’paport und M. Rothschild. In vorgerückter Abendstunde ging man auseinander, nachdem das ׳Mischnajoth- •lernen für den jüngst’verstorbenen Oberrabbiner Reich ףל כשר SEIFE Marke: ALEFBETH mit הכשר des orth. Rabbinatsassessors, Koäice, erzeugt ״POLIO“ FRIEDMANN & Co. SEIFEN- UND KERZENFABRIK, K0S1CE verteilt wurde. Der Chofez Chajim und die Kenessio Gedaulo. Eine Delegation des Wiener Zentralbüros der ״Agudas Jisroel“ sprach kürzlich bei Rabbi Israel!Meier Kogan, dem Chofez Chajim, vor, um sich zu erkundigen, ob •die Kenessio Gedaulo und die Sitzung des Rabbinisehen ■Rates ■auf die Teilnahme ■des greisen Gaon rechnen dürfe. Der Chofez Ghajim. dessen geistige Frische gottlob trotz körperlicher Schwäche unverändert ist, erklärte, daß die!Leiter der Aguda unmöglich den Wunsch, daß er, der Chofez Chajim, nach Wien komme, •mit solcher Leb- ■haftigkeit empfinden könnten, ■wie er selber sich danach sehne, ■bei diesem □כנו□ של צדיקי wiederum für תורה ■und יראה öffentlich werben!zu!können. Er werde alles daran ,setzen, um rechtzeitig in Wien!zur Stelle ׳zu sein. :Man darf hoffen, daß es ,dem greisen Lehrer ה׳ יאריך ימיו ושמתיו vergönnt sein ׳wird, auch diesmal seinen Wunsch zu verwirklichen. Die Delegation begab sich auch nach Wilna, wo ■mit Rabbiner Chajim Oser Grodzenski die Gegenstände der Tagesordung der ׳Rabbinischen Rat- Sitzung durchgesprochen wurden.!Eine •Massenversammlung in Wilna, in ■der die Herren •Rabbiner Tobias Horovitz ׳und Wolf Jacobson sprachen, bot ein ־überwältigendes ׳Bi'ld von dem starken Interesse, das auch in Litauisch- Polen der ׳Kenessio Gedaulo entgegengebracht wird. Vorarbeiten für den allweltlichen orthodoxen Frauenkongreß.!Lodz ■(׳A. J.!P. 1B.)!Das Zentralsekretanat der Benot'h ■Agudas Jisroel •Polen׳, welches in Lodz seinen, Sitz ׳hat, hat gemäß dem Auftrag der ■Exekutive. der Agudas Jisroel Weltzentrale Wiiett m׳it den Vorarbeiten •zu dem allweltlichen orthodoxen Frauenkongreß begonnen. Der iKongreß wird während der IK. ,G. in Wien tagen. A׳u׳s Polen selbst wird eine große Anzahl!führender Frauen!an der •Konferenz teilnehmen.!Redakteur Friedensohn wird sich auf Wunsch der Wliener Zentrale acht Tage vor!Beginn nach Wlien begeben, um ■auch!hier an den Vorbereitungen teil zunehmen. Das Zentralsekretariat der Benoth Agudas-׳ Jisroel in Lodz!gibt anläßlich des!Zentralkongresses eine Festschrift in!jüdischer!und, deutscher Sprache heraus., Ueber den ■Stand der Frauenbewegung in Polen wird1 auf der Tagung Fräulein Szczaranska referieren.!I!m in- ■und Auslande gibt sich für diese Tagung ■weitgehendstes Interesse kund. Der Lubawitscher Rebbe dankt Oberrabbiner Sonnenfeld für die Beschaffung der Einreise nach Erez Jisroel. Jerusalem. (A. J. P. B.) Oberrabbiner Sonnen- Feld hat vom Lubawitscher Rebben ein Dankschreiben für die Beschaffung der Einreisebewilligung nach Palästina erhalten. Die hiesigen orthodoxen Kreise erwarten mit Ungeduld die ^Ankunft von Rabbi Schneersohn, der die Reise in das Heilige Land unternommen hat, um die Gräber unserer Erzväter aufzusuchen. datinnen des Seminars, wie für die amtierenden Lehrerinnen, mehrmonatige Sommerkurse in Rabka, einem idyllisch gelegenen Kurort in der Hohen Tatra. Diese Ferienkurse begannen an 1. Mai und enden mit 30. September. Sie haben 200 Teilnehmerinnen, unter ihnen auch solche aus Palästina, Slowakei, Ungarn und Oesterreich. Die Leitung liegt in den Händen von Dr. Leo Deutschlünder-Wien. Als Dozenten fungieren: Frau S. Schenirer-Krakau, Erl. Dr. Judith Rosenbaum-Frankfurt a, M., Frl. Eva Landsberg-Breslau. Frau Käthe Jacobson-Hamburg, Frl. L. Szczaranska-Krakau, die Herren Orleans und Frydmann-Warschau. Einige Vorträge absolvierte Herr Rabbiner Bakszt-Lomsa. Unterrieht wird erteilt in allen jüdischen Disziplinen, polnischer und deutscher Sprache und Literatur. Die amtierenden Lehrerinnen halten zweimal in der Woche Konferenzen ab, in welchen die laufenden Schulangelegenheiten besprochen werden. Es wurde die Schaffung eines Lehrerinnenverbandes Beth Jakob beschlossen, zu dessen Präsidentin Frl. Rosenblum-Lodz gewählt wurde. Vom 20. bis 25. Juli fanden unter Teilnahme der Delegierten der Zentralleitung in Polen unter Vorsitz von Direktor Dr. Deutschländer die Abschlußprüfungen für die diesjährigen Absolventinnen des Seminars statt. 32 Kandidatinnen erhielten das Reifezeugnis. A11 den Feierlichkeiten zu Ehren des Staatspräsidenten von Polen, der Rabka besuchte, nahm die gesamte Beth Jakob-Kolonie mit allen in- und ausländischen Dozenten und Hörern teil. Gastvortrag in Antwerpen. Aus Antwerpen wird uns gesc׳h׳rie!ben: Se. Ehrw. ,Herr Oberräbbiner, Simott H i r s eih I e r aus ■Modern in der Tschechoslowakei, der zum Rosc;h-Bes-0i׳n unserer Gemeinde ausersehen ist, weilte ■als •Gast In unserer •Stadt.!Die 1Gemein!del'eit׳ung .benutzte die Gelegenheit, um den!bekannten!Redner!mit einer. דרשה im ׳ ביהכ״גzu ■beehren. Der illustre ■Gast entsprach diesem Wunsche •und hielt eine nach!jeder!Richtung hin ausgezeichnete דרשה in הלכה und אנדה •die Ihm die Znneigung der ganzen Gemeinde erwarb. Oberrabbiner Jakob Frankel זצ״ל• Der Podgorcer Raw Oberrabbiner Jakob F r ü nkel ist Mittwoch, den 15. Tamus, nachlangem Leiden• im Alter von 62 Jahren verschieden. Der Verblichene war ein Sohn des berühmten Sinyewer Rebbe und ragte sowohl durch seine Gelehrsamkeit wie Klugheit hervor. Er wirkte in Kolischitz 13, in Podgoree 27 Jahre als. Rabbiner. Bernhard Baron, der große Philantrop, gestorben. Am ,Morgen ■des 2. August ist ־nach■ kurzer Krankheit Herr Bernhard!Baron, der große!jüdische ׳Philantrop. im Alter von 78 Jahren in■ ׳London verstorben. Landeskonferenz der Agudas Jisroel in England. London. (A. J. P. B.) Die englische Landesvertretung• der Agudas Jisroel hat ihre diesjährige Landeskonferenz für den 5. August nach London einberufen. Bemerkenswerte Punkte des Programms und der Tagesordnung sind: Rabbi Dr. Kirszner über ״Keren Hathora und sein Werk“, Rabbi Ferber über ״Die Aufgaben der Agudas Jisroel in England“, Rabbi Silberg über ״Die Lage der Jeschiwoth in Osteuropa“ und Mr. H. Goodman über ״Die politische Tätigkeit der Agudas Jisroel“. Die englische Landesverwaltung hat mit dem Weltreisebüro Cook einen Vertrag abgeschlossen, wonach den englischen Delegierten und Gästen für die Reise zur 2. K. G. Ermäßigungen eingeräumt werden. Man rechnet mit einer großen Zahl von Teilnehmern aus London und aus der Provinz. Der Sjokolower Rebbe über die Kenessio Gedaulo und Jewish Agency. Warschau. (A. J. P. B.) Ihr Mitarbeiter hatte mit dem Sokolower Rebben gelegentlich dessen Anwesenheit in Warschau eine ausführliche Unterredung betreffend die 2. Kenessio Gedaulo. Sokolower Rebbe sagte, auch die 2. K. G. sei eine religiöse Manifestation, die sich in einer Erstarkung des Agudagedanken auswirken. wird. Die Bekenntnisse und Erkenntnisse, die bei der 2. K. G. vermittelt werden, werden dem thoratreuen Judentum frische Kräfte für den Kampf gegen die areligiösen Elemente geben. Ueber seine Stellungnahme zur Jewish Agency wollte der Rebbe eine Erklärung nicht abgeben. Er äußerte sich nur kurz dahin, daß er die Angelegenheit für eine zionistische Fiktion halte. Ueber die Haltung des Kalischer Raw gegenüber der J. A. ist Sokolower Rebbe sein־ erbittert. Sonunerkurse der Beth Jakob-Schulorganisation in Rabka (Hohe Tatra). Internationale Beteiligung — Begrüßung des polnischen Staatspräsidenten. Krakau. (A. J. P. B.) Zum fünften Male veranstaltete die Mädchenschulorganisation Beth Jakob für die Lehramtskandi- ££S23 Kommt zur zweiten Kenessio IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII1IIIII WELTKONGREß Ä _a D.AGUPAS-JlSROEl GfidaillO 18mffHTUL»lK SEPTEfHBtB «v -™־■־ iiimiiimmmiimiiiiimm Wiener Sofiensäle Der Gastkartenverkaul für Wien und die österreichische Provinz hat begonnen. Der Preis für die Gastkarte, die zum Eintritt zu allen öffentlichen Tagungen des achttägigen Kongresses berechtigt, beträgt S 15.—. Nach dem 31. August gelöste Karten kosten S 20.—. Zur Eröffnungssitzung SlXiÄi'fi, t eine große Anzahl Karten von ausländischen Gästen vorbestellt wurde. Wien, II., Malzgasse Nr. 12 a Eingang Leopoidsgasse 16 Die neue Zionistische Exekutive. ■Der X!V׳I. Zionistenkongreß, ■der am־!Sonntag, den 11. August zu Ende!ging, wählte Dr. Olialm iWlei z!m an:«•׳ mm Präsidenten der Zionistischen •Organisation, 2u׳m •Präsidenten der Zionistischen •Wiel t exekutive: wurde;Nah'imi Soikolow wiedergewählt. Die Exekutive׳ ■besteht aus folgenden Herren:!S. Brodetsky,!Felix׳ iRosenblüfch, Louis ■Li'psy, MIß Henrietta •Szold, Colonel F. H. ■Kish׳,!Dr.!Arthur Rappln (an!Stelle von!Harry Sacher), sowie den!beiden Führern des!Miisrachi!Ralbbi ,Meir!Berlin■ ׳u׳n:d Lazarus!Barth u׳nd den Vertretern der!Arbeiteiiparteien tKaplansky (iPoale Zion) ■und Joseph Sprinzak (Hitachduth).. Waad leumi und Agudas Jisroel. Aus Anlaß der neuesten Vorgänge an der Kothel Maarowi hat der Waad leumi an die palästinensische Agudas Jisroel• die Auf* forderung gerichtet, sich gemeinsamen• Schritten in der Angelegenheit bei den Behörden anzuschließen. Die Agudaleitung erklärte sich hierzu sofort bereit. Nichts* destoweniger wandte sich der W'aad’! leumi alsdann, ent* gegen seinem eigenen Verlangen,, über den Kopf der Agudas Jisroel hinweg allein an die zuständigen Be* hörden. Die Sache selbst wird dadurch nicht Not leiden, . da die Organe der Aguda selbstverständlich auch ohne Unterstützung des Waad leumi die pflichtgemäßen Schritte in einer der Anschauungen des orthodoxen Judentums entsprechenden Form nunmehr unternommen haben. Die Wahlen zur Kenessio Gedaulo in Holland. Amsterdam. (A. J, P. B.) Sonntag fanden hier unter großer Beteiligung der Stimmberechtigten die Wahlen zur Kenessio Gedaulo statt. Es wurden gewählt zu Delegierten die Herren: Oberrabbiner Hirseh*Zwolle, Oberrabbiner Vredenburg*Arnheim, van Leeuwen, Gold* ־Schmidt, Geldern, Lissauer. Die holländische Landes* zentrale nominierte die Herren: Dr. Hausdorff, Redakteur Slagter, J. Fromann. Außer den Delegierten liegen An* meldungcn zahlreicher Gäste aus Amsterdam, Rotterdam, und der Provinz vor. Es wird uns noch aus Holland geschrieben: Es herrschen in der Holländischen Aguda große Begeisterung und Arbeitsfreudigkeit infolge der auf der außergewöhn* liehen Versammlung vom 6. Tammus gefaßten Beschlüsse. Man hofft, daß von Holland eine Anregung ausgehen wird, um die Arbeit der Aguda auf ein höheres Niveau zu bringen. Für das, was die A. J. bis jetzt geleistet hat, ist man voll Anerkennung und Dankbarkeit. Man ist hier aber der Meinung, die Aguda könne mehr aus eigener Initiative auch in solchen Fällen, wo sie nicht erst durch Probleme politischer und ökonomischer Natur zur Arbeit veranlaßt, ja gezwungen wird, für das Judentum auf* treten. Bei der großen konvergierenden und verteidigen* den Aufgabe soll sie auch über die großen Wahrheiten des Judentums aufklärend und bekehrend auftreten. Sie (und jeder Agudist persönlich) sollte die jüdische und die nichtjüdische Welt beeinflussen durch Enthusiasmus und Idealismus. Für dieses alt־neue Streben, wobei natür* lieh unerschütterliches Festhalten an der TourosTreue erste Bedingung ist, hat sich schon der vielsagende Name הגבהה geprägt. Jeschiwah־Bachurim vertreiben bewaffnete Räuber aus einer jüdischen Siedlung. (J. T. A.) Zöglinge der großen Jeschiwah in Hebron, die sich bekanntlich aus Rabbinern und Bachurim der berühmten Jeschiwah zu Slobodka in Litauen zusammensetzt, haben den Versuch einer Gruppe bewaffneter Araber, das Vieh der landwirt* schaftlichen Kwuzah am Hebronweg zu rauben, mit Erfolg abgewehrt. Die Araber flohen vor den Bachurim und ließen das Vieh, das sie bereits aus den Ställen ge־ führt hatten und mit sich nehmen wollten, in der ( Kwuzah zurück.

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