Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 27 (5.7.1929)
- Date
- 1929-07-05
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 JÜDISCHE:PRESSE Nr. 27 Bollinger'Eiskasten sindjseif 1870 die besten{ XV., STAGLGASSE 10 (BEI MARIAHILFERSTRASSE 148) VII., BURGGASSE 17 Tel. R-30-5-38, R-35-8-47 u. B-32-380 ■denn ohne Aguda stün'de er allein, was weder ,für ihn, noch für die ׳von ihm vertretene polnische Orthodoxie einen Zweck ־hätte.!Die Agüdazentrale in!Polen hat jüngst ■in dieser Sache folgende interessante Erklärung verlautbart: ״Im Zusammenhang mit der *Organisierung der Jewish Agency durch die ׳Zionisten; hat die Jewish Agency Einladungen an orthodoxe ׳Rabbiner und orthodoxe Persönlichkeiten in Polen geschickt, in welchen diese gebeten wer-, den, an den;Beratungen und *Konferenzen bezüglich *Wahl der nic'htzionistischen :Mitglieder der Jewish Agency in Polen teilzunehmen• Die Zionistische «Organisation will solcherart der offiziellen «Repräsentanz der ■Orthodoxie aus dem ׳Wege gehen und die )Illusion einer offiziellen Vertretung der Orthodoxie schaffen. Es ist daher unsere Aufgabe, zu erklären, daß (für die ■größtenteils in ■der Agudas Jisroel zusammengeschlossene ׳Orthodoxie die Anteilnahme ׳an der Jewish Agency ein noch nicht gelöstes Problem dar- ■stellt, welches erst ans der zweiten iKenessio Gedaulo ,gemeinsam wiit ׳dem Rabibinis-ohen 1Rate gelöst werden kann.!Bis *dahin kann!kein Aigudist und 'kein Agudafreund, überhaupt kein orthodoxer ,Jude, dem die!Meinung der Thoragrößen maßgebend ist, als orthodoxer ׳Vertreter ■an der Jewish Agency ■und ihren Vorarbeiten «teilnehmen, ,Die Agudas Jisroel, die die Aufgabe hat, die Interessen des wahren orthodoxen Judentums zu •schützen, wird jeden ■Schritt orthodoxer Einzelpersonen, die der Jewis'h!Agency beitreten, nicht nur als ■einen Disziplinbrach «betrachten, sondern auch als eine «Untergrabung d!er ׳selbständig organisierten Orthodoxie, als eine Erschwerung in ihrem Kampfe für ׳die ׳Heiligkeit 1Erez Jisroeis und «als eine Schwächung der Autorität der Thoragroßen unserer Generation. Wir sind;fest überzeugt, daß die orthodoxen Führer und •Persönlichkeiten Polens!sich an der Jewish Agency vor der;Beschlußfassung des ׳Rubhinisclien «Rates ■nicht beteiligen werden. Sollten ■sich einzelne Personen finden, ■die an der Jewish Agency auf eigene •Gefahr teilnehmen wollen, so ■erklären wir kategorisch, ׳daß ■diese!keineswegs ׳als Vertreter der Orthodoxie zu!betrachten sind. -Ihrer Anteiinahme und •eventuellen!Mitarbeit an •der Jewish Agency würde daher keinerlei!Bedeutung zuzusohreiben sein.“ Die Frankfurter Rabbinerwahl. Von Ch. M. Bassinow. ״Bei der am 23. Juni stattgefundenen Wahl des Gemeinderabbiners der Frankfurter ״Israelitischen Religionsgesellschaft“ wurde der Hunsdorfer Rabbiner Joseph I. Horowitz mit 607 gegen 153 Stimmen zum Rabbiner ge* wählt.“ (Blättermel’dung.) I. Vor drei Jahren wurde unter Trauer und Klage die Sorge um die Besetzung des Frankfurter Rabbinats ge» boren. Riesengroß — die Verantwortung der Führer. Eine in geistiger und politischer Führung bis jetzt vorbildliche Gemeinde ist durch Unverständnis und Mißverständnis in zwei gegnerische Lager gespalten. Diejenigen, die ״ver# antwortlich“ zeichnen, haben weltanschaulich*nüancierte Konflikte, und die ״Masse“ bewirft sich infolgedessen gegenseitig mit faulen Eiern. Die Verständnislosigkeit für einander wächst, der offene Krieg bricht aus. Die Ge* staltungsformen der Verhältnisse drängen zum Kampf. — Schreiern und Kritikern sei gesagt, daß er unvermeidlich war. Uebertriebene, anormale Spannung trieb zur Explo* sion. Eine andere deutsche Gemeinde hätte diesen Kampf nicht überstanden. Oder besser, sie hätten nie diesen Kampf geführt, weil die persönliche Bindung jedes Ein* sehen zur Kehilla fehlt. Die Frankfurter ״Religionsgesell* schaft“ hat jedoch von ihren großen Rabbinern Zähigkeit gelernt und Ausdauer. Sie hält durch. Drei schwere, ver* zweiflungsschwere Jahre hindurch. — Mit der W a h 1 eines am bisherigen Zwiste unbeteiligten dorfer Raws in ein Stdium der Gesundung schon hoffentlich ein großer Erfolg; die Möglichkeit des friedlichen Verständnisses beider Parteien ist gegeben. Die Möglichkeit, wohlverstanden! Frankfurt mag sich freuen. — II. Der Historiker wird auch ein Wort mitzureden haben. Der Historiker darf keine Partei nehmen, er darf nur notieren und sich seine Gedanken darüber machen. Der Historiker tut letzteres ausführlich: Die gesamte deutsch ־jüdische Ortho* doxie ist mit dem Tage der Wahl des FI uns* dorfer Raw in ein Stadium der Gesundung getreten. Das deutsche Judentum krankt nämlich bis dato an seiner geschichtlichen Isoliertheit, an seiner historischen Wesensl'osigkeit. Es fehlt die historische Tradition der gradlinigen Entwicklung; Gerade Frankfuit ist ein erschreckendes Beispiel hierfür. Die Illustration: Die Altorthodoxie Pnei Jehanschua — Haflooh, dann Philanthropin — Orgeltempel — Hess — und die Neu* Orthodoxie Hirsch — Realschule — Separatgemeinde — BreUer — Jeschiwah usw.; etwas wirkt unnatürlich an dieser Formung. Der Keil, den die Reform zwischen Haflooh und Hirsch getrieben hatte, konnte nicht gut ignoriert werden. Hirsch konnte nicht dort beginnen, wo Haflooh aufgehört hatte. Nicht einmal dort, wo Rabbi Salmon Trier — der vormalige Frankfurter Dajan — die Zügel aus der Hand zu legep. gezwungen war. Der Frank* furter Jude hatte den Kontakt mit dem ״KlalUisroel“ verloren. Die ״jüdische Gesamtheit“ begann und endete in Frankfurt; erst in weitem Abstande folgten dann —* manchmal — Deutschland und das übrige Westeuropa. Und damit — Schluß. In den ungeheuren Judenzentren Osteuropas lebten jedoch nicht etwa — Brüder, sondern vielmehr nur unendlich viele ״Zedokobbüchsen“, große und kleine. Diese Einstellung war, bis zur Entstehung der Aguda, nicht nur in Frankfurt, sondern in allen deutschen Groß* und Kleingemeinden gang und gäbe. Der Krieg hat Wandlung geschaffen und Agudas Jisroel hat das ihrige beigetragen. — Zurzeit gärt so etwas wie ein Prozeß in allen größeren Kehilloth Deutschlands, ein latenter Kampf zwischen Kehilla und Klall. Von der großzügigen und weitausschauenden Warte des Klallempfindens aus ge* stalten sich z. B. zeitgemäße Fragen wie ״Austritt", 4 §״“, Jewish Agency komplizierter, als wenn man sie unter zentripedalem und englokalem Killagesichtspunkt beäugelt. Denn es ist immerhin leichter, für einen Autochthonen Verzicht zu leisten auf Menschen, ohne die die jüdische thoragläubige Allgemeinheit nun einmal nicht gut aus* kommen kann — als für einen, na, sagen wir, jüdischen Weltbürger. — Die ahistorische Entwicklung der Dinge hat in Deutschland die Kehilla dem Klall ent* fremdet. Agudas Jisroel versucht bis jetzt vergeblich, die Kehilla wieder einzurenken, als vornehmstes Glied, in die ansehnliche Kette dienender Klallgeister. Wer mit den Verhältnissen in Frankfurt von innen heraus vertraut ist, weiß, daß man über alle persönliche Gehässigkeiten und Pöbeleien hinweg und hindurch sehen muß, um zu erkennen, daß hier sich ein durch und durch jüdisch*historischer Prozeß abgerollt hat, richtunggebend für die weitere innere, d. h. jüdisch־poHtische Entwick* lung der Orthodoxie, in Deutschland. Die Eingeweihten wissen es und der Historiker notiert es auf: Kehilla und Klall in diesen drei Jahren einen unsichtbaren, aber un» erbittlichen Strauß ausgefochten und der Klall ist Sieger geblieben. Die Uneingeweihten werden die Köpfe schütteln, aber es ist doch so. Mit dem 15. Siwan dieses Jahres ist die Frankfurter Kehilla dem historischen Klall wieder erkämpft worden. Es ist keineswegs über* trieben, zu behaupten, daß die 607 Männer, die dem Hunsdorfer Raw ihre Stimme gaben, sicherlich, ohne, es zu ahnen, Mitgestalter der deutsch*jüdischen Geschichte waren. Es handelt sich .nicht —. um richtig verstanden zu werden — um Wähler oder Kandidaten, um Partei oder Gegenpartei, um Recht oder Unrecht, es handelt sich hier um eine historische Tatsächlichkeit, die fest־ steht, unbekümmert um Einzelmenschen und genius loci. Selbst unbekümmert um Hipweis.e auf gravierende Aus־ nahmen, die angeblich das Gegenteil beweisen. Frank־ fort wird Wegweiser sein müssen für Deutschlands Juden. Das deutsche Judentum mag sich freuen. — III. Man hat zwei Stufen mit einem Male genommen. Eine widerspruchslose Stufenleiter, trotz aller Verschieden־ heiten. S. R. Hirsch, Salomon Breuer und jetzt להבהח״ל der Hunsdorfer Raw. Es war nie die Absicht Hirschs gewesen, das Letzte, Entgültige gegeben zu haben. ״Thora wederech־erez“ ist selbst in der Hirschischen Interpreta־ tion nur Ausgangspunkt; die Hirschische Realschule ist somit zur Unterstufe geworden für die von seinem Nachfolger gegründete Jeschiwa. Es ist das ganz schwer־ wiegende Verdienst Breuers זצ״ל daß er in den Hischi־ sehen Ideen das Dynamische richtig herausgefühlt hat, das zur Fortentwicklung Treibende, im Gegensatz zur Auffassung der nächsten Verwandten Hirschs, die ihn und sein Werk als statische Phänomene auszulegen wußten. Die ״Bildung“, bei Hirsch noch unbedingt zum harmonischen Ausbau der wahren jüdischen Persönlich־ keit gehörend, ist schon bei Salomon Breuer nicht mehr das Integrierende, das Unerläßliche, sondern vielmehr aus der Zeit geborene Notwendigkeit, ein ״Auch“, etwas in fünfter oder sechster Linie Kommendes. Bei dem jungen!llllllllllllll!l(lll(!ll!ll(ll!llll!!llll!l!l!ll!lll!!l!lll!lll!l!l!!!!l!lll!!!!llll 99 Lebensverslcherunss-Gesellscliaft PHONIX“ Gegründet 1882 Gegründet 1882 Versicherungsbestand Ende Mai 1929 . . .... . . 2000 Millionen Schilling - Garantiemittel Ende 1928 . 238 Millionen Schilling Prämienu. Zinseneinnahmen im Jahre 1928 . 97*/* Millionen Schilling Tätigkeitsfeld der Gesellschaft 3 Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische §j Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, J ugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten Klnder-Versoriunfs-Verslclieruni IltllllllltllilllllllllllllllllllllllllllllllfltlHIimiKI( Erziehungsrente für das Kind, Sterbegeld nach dem Tode der Eltern, und prämienfreie Versicherung des Kindes vom 24. Lebensjahre an 11uu1!111u11n1111!1u!1(11u1(!11u!t1(!1[1111H[[nH11t1(1(m(11H1f1((ff((i({{(n([[((i[(1(n[(t(({[(((uat(((a{(U((U{(i(uunuau כשר SEIFE Marke: ALEFBETH mj,t הכשר des orth. Rabbinatsassessors, KoSice, erzeugt ״POLIO« FRIEDMANN & Co. SEIFEN-UND KERZENFABRIK, K0S1CE Rabbi aus Hunsdorf, der ohne Doktor, ohne Abitur (denk’ emal! anl!) das Frankfurter Rabbinat übernehmen wird, ist die Verbindung zwischen Thora und Derech־ erez eine ganz frei־gewählte, persönlichdockere, ohne Schablone und staatlichen Stempel, kein eigentlicher Be־ standteil seines Wesens. Die Wahl des Herrn Ober־ rabbiner Horowitz läßt vermuten, daß man den ״Auf־ trieb“, der in der Aufeinanderfolge Hirsch־Breuer sich zeigte, richtig herausgefühlit hat und ihn als energischen Hinweis auffaßt zur künftigen Entwicklung einer in־sich־ selbstsicheren Thorakultur, die auf das ״Andere“, das ״Weltische“ stolz Verzicht zu leisten vermag. Man hat, so werden die im Osten sagen, in Rabbi S. R. Hirsch richtig ״Pschat gelernt“. — Es geht ,das Judentum der ganzen Welt an. Es ist dies nicht etwa eine der neuen Hoffnungen in unserer mit Hoff* nungen so drückend schwer bepackten Zeit, es ist viel* mehr ein positiver Erfolg in unserer dämmrigen Gegen* wart, die nach Erfolgen dürstet. Das deutsche Judentum ist t h o r a n ä h e r geworden. Thora ist ihm nicht nur M i z w a mehr, sondern Gemeinschaftswille und die Plattform, auf der es gemeinschaftlich mit den übrigen Gliedern des jüdischen Volkes den Aufbau, den gesunden inneren Heiligtumsaufbau beginnen will. Schätzt die Frankfurter Rabbinerwahl nicht gering einl Wir wollen nicht kurzsichtig in unserer Beurteilung sein. — Rabbiner Salomon Breuer זצ״ל pflegte den Satz: אלוקי אבי וארוממנו zu übersetzen: ״Er ist G*tt meines Vaters, i c h will Ihn aber noch höher erheben.“ Das war bezeichnend für ihn. Gebe C*tt, daß es auch normgebend für seinen jugendlichen Nachfolger werde. Dann kann das thoragläubige Judentum der g a n* zen Welt sich freuen. Amtliche Verlautbarungen der Israelit. Kultusgemeinde Wien. Aus der Plenarsitzung des Kultusvorstandes vom 17. Juni: Vor Eingehen in *die Tagesordnung widmete der Vorsitzende Präsident Generaloberstabsarzt Prof. Dr. Alois Pick dem verstorbenen Obmanne ׳des Tempelvereines für den IV. und V. Bezirk Herrn Adolf H of m a n n s. A. einen warmempfundenen Nachruf. Im Präsidialberlohte wurde ■unter anderem ■bekanntgegeben, daß dank der Spenden mehrerer Gemeindemitglieder in der •israelitischen Versorgungsanstalt in der Seegasse bauliche Adaptierungen vorgenommen werden, durch welche der Belagraum der Anstalt um acht Betten erweitert wird. Dem Plenum wurde zur Kenntnis gebracht, daß das Vertreterikollegium an das Präsidium das dringende Ersuchen richtete, sich ׳mit der Frage der Besetzung der O *b e r r a b 1b i n e r ,s t e 11 e zu beschäftigen und ehetunlichst dem Vertreterkolleghwn geeignete Vorschläge über den in dieser Richtung einzuschlagenden Weg zu erstatten. Vom Plenum wurde nach Erledigung einer Reihe von Subventionsansuchen beschlossen, die Einhebung des mit Plenanbeschluß vom 29. April 1929 festgesetzten zwanzigprozentigen Zuschlages zur K ultussteuer nunmehr in Vollzug zu setzen. Dem Vertreterkallegium bezw. dem Präsidium wurden für die Sommermonate bezw. bis zu dem Zeitpunkte, bis zu welchem das Zustandekommen einer beschlußfähigen Plenarsitzung möglich ist, Vollmachten .im Rahmen des Kultusgemeindestatutes für die Geschäftsführung erteilt. Z. 4568-1929 Wien, 1. Juli 1929. Barmizwah-Unterricht. Es wird zur Kenntnis gebracht, daß ■der Barmizwah- Unterricht an der Bibelschule der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, XX., Othmargasse 46, auch während der Ferialmonate an jedem Montag von 10 bis 12 Uhr vormittags stattfindet. Der Unterricht ist unentgeltlich. — Der Vorstand. :f: Z. 4560 ex 1929. Warnung. Es mehren sich die Fälle, daß unbemittelte Kranke aus dem Auslande, tmd zwar selbst aus Orten, in deren Mähe vollkommen zweckentsprechende Spitäler vorhanden sind, die Reise nach Wien in der Erwartung unternehmen, hier o'hneweiters im Spitale der Israelitischen Kultusgemeinde unentgeltliche Aufnahme zu finden. Die bedrängte Finanzlage der Kultusgemeinde im■ allgemeinen und das große Betriebsdefizit :ihres Spitales machen es zumeist unmöglich, diese Kranken aufzunehmen, ohne daß die Verpflegsgebühren für selbe bezahlt werden, so daß solche Kranke die Reisespesen unnütz ausgaben und oft ungeheilt in die Heimat zurückkehren müssen. Es ergeht deshalb neuerlich und e i n d r i ng•lichs t die Mahnung, ohne genügende Barmittel zur Zahlung der Verpflegsgetoühren und der Rückreisekosten die Reise zwecks Spitalsibehandlung nach Wien nicht zu unternehmen, weil die Israelitische Kultusgemeinde Wien ganz außerstande ist, über die aus der Nichtbeachtung dieser Warnung sich ergebenden Schwierigkeiten hinwegzuhelfen. Wien. 25. Juni 1929. Der 'Vorstand der I s r a e l i t i s c h e n Kultusgemeinde Wie n-