Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 26 (28.6.1929)
- Date
- 1929-06-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Novlaov* vtfplatflfi povolent rladit post a teletralev r Bratislava «!*» 41572-10-2•. Y %. V־f Mangen vom Variavar vertanclai. Journal «xpSdW wt radHavr, : f.VE ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDENTUMS Redaktion n. Administration > Wien,!!.,Leopoldsfaaie 96,. 1. Stiege, 1. Stock.—Tel. R 45*4*94. Ticbechoilowakeli Bratislava, Postfach 140. ■nefceint Jeden Freitag. — Redaktionsschluss: ' Mittwoch Mittag. Äbonnementsprelse! Ganzjährig! Für Oesterreich S 14 Tschechoslowakei tschecb. K. 70, Einzelnummer öst Gr. 40, das übrige Ausland t Dollar. Zahlungen auf Konto ״Jüdische Presse*, Wien für Oesterreich: Postsparkassenkonto Nr. D-93614; Deutschland: Post- Scheckkonto Berlin Nr. 122619; Jugoslawien: Postspk.-Amt Zagreb Nr. 40217: Polen: Postspk.*Amt Warschau Nr. 190409; Ungarn: Postspk.-Amt Budapest Nr.50170; Schweiz: Post* scheckk. Zürich VIII. 4117; für die Tschechoslowakei: ״Jüdische Presse“, Bratislava, Postspk.-AmtPrag Konto Nr. 53386 Np. 26 Wien-Bratislava, 28. Juni 1929 ,ביה רנה־פרעסבורג כ׳ סיק תיפ״ט 15. Jahrg. Einladung zu der am Mittwoch, den 3. Juli 1929 (25. Siwan), 19 Uhr im Festsaale des Hotel Bayrischer Hof Wien, II., Taborstrage 39 stattfindenden Redner die Herren: Jakob Rosenheim, Frankfurt a. M. Oberrabbiner Aron Lewin, Rzeszow I. M. Lewin, Warschau Thema: Agudas Jisroel Wien Gäste, auch Damen, willkommen! Regiebeitrag S 50.־־ *boCks <t.Voaaph(£a&.fürJ(naJ>en, ■und fflädefien, mdOßimtßdkaJtsrecfil a. fflatzgasse. 46 שומז . כשר (תחת השגחת הרב ד ישעי פורסט שיפשוחל) Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Jesaia Fürst (Adas Jisroel) Ueberall erhäl.tlichl כנסיה Tx־nsn UltlTKONGHE! D.AGUDAS-JISROEl!•WIEiDO.-HSIPIQimEI Jakob Rosenheim aber die zweite Kenessio Gedaulo Die 2. K. G. hat dreierlei grundlegende Aufgaben. Sie soll erstens der vor sechs Jahren gewählten Leitung Gelegenheit geben, ihrerseits Rechenschaft abzulegen über das Erreichte und Nichterreichte sowie Rechenschaft zu fordern von den Vertretern der jüdisehen Massen für die größere oder geringere Bereitschaft, die dem Rufe der Führer entgegengebracht worden ist. Sie soll zweitens nach außen hin vor der nichtjüdischen und jüdischen Umwelt wiederum ein lautes Bekenntnis ablegen für die religiösen Grundsätze, von denen sich die das geschichtliche Judentum vertretende Orthodoxie in ihrer öffentlichen Wirksamkeit leiten läßt. Sie soll endlich drittens den organisatorischen Rahmen, der die Grundlage der praktisehen Arbeit bildet, stärken, neue Finanzquellen erschließen und auf allen Gebieten praktische Arbeiten einleiten zur materiellen und geistigen Stützung des jüdischen Volkes. Im einzelnen erwarte ich von der K. G., indem ich mich im allgemeinen an das von Ihnen gegebene Schema halte, folgendes: 1. Ausbau des Keren Hathora nach der organisatorischen, finanziellen und pädagogischen Seite. Beginn des großen Planes der Versicherung für Jeschiwa- Studium, wodurch nach einem Zeitraum von 1V2 Jahrzehnten die Zukunft der Jeschiwa mit Gottes Hilfe sichergestellt sein kann. 2. Die Einberufeung der Erziehungskonferenz soll die wichtigen aktuellen Probleme des Schulwesens in den östlichen Ländern klären, für den Westen einheitliehe Lehrprogramme in den höheren jüdischen Schulen schaffen, hinsichtlich des Chinnuch in Erez Jisroel eine Verständigung unter den Vertretern verschiedener Anschaumigen innerhalb der Orthodoxie herbeiführen. Für die Töchtererziehung wird, wie ich hoffe, die K. G. einen starken weiteren Antrieb zum Ausbau des Bajs Jakauw- Schulwesens lind zur Klärung der auch dort brennenden pädagogischen Probleme bringen. 5. Hinsichtlich der Erez Jisroel-Arbeit erwarte ich völlige Konzentration auf die Aufgabe des Chinnuch; während es mir unmöglich scheint, der Orthodoxie aus eigener Kraft die Lösung kolonisatorischer Aufgaben zuzumuten. Wenn, wie wahrscheinlich, die führenden Kreise der Jewisli Agency es ablehnen, den Gewissensforderungen der Orthodoxie zu entsprechen, so ist eine Beteiligung an der Agency für uns unmöglich und wir müssen dann, wie ich glaube, wenn auch blutenden Herzens auf kolonisatorische Betätigung in Erez Jisroel verzichten, wenigstens in größerem Maße. 4. Die Erschließung neuer Finanzquellen überlasse ich den vielen fähigen Köpfen aus den Kreisen unserer Finanzwelt, die wir in unserer Mitte zählen. Im Uebrigen glaube ich, daß es für die Dauer nur ein Mittel gibt, um zu einer finanziellen Gesundung zu kommen, die allmähliche Gewöhnung der jüdischen Massen im Osten an ihre Verpflichtungen gegenüber der Gesamtheit. 5. Auf dem Gebiete der Jugendorganisation wird, wie ich glaube, die K. G. eine Stärkung der bisherigen Zusammenarbeit von Ost und West herbeiführen. Bei den Beziehungen zwischen Landes- und Jugendorganisation werden wohl manche Reibungen auch weiter um• ausbleiblich sein, wobei man nur wünschen kann, daß die Jugend die Geduld nicht verliert und daß das Verständnis der Alten für die Bedürfnisse des ds jungen Geschlechtes allmählich vertieft wird. 6. Aehnliches gilt für die Poale Agudas Jisroel- Bewegung. Auf alle Fälle werden die Arbeiter auf der K. G. die Ueberzeugung gewinnen, daß die zentrale Leitung der A. J. in ihren Bestrebungen eines der werk vollsten Aktiven der Aguda-Bewegung erblickt, daß sie . so entschlossen ist, den Zusammenhang zwischen dieser Bewegung und der Aguda immer enger zu gestalten., 7. Die Rolle, die Agudas Jisroel als Zentralstelle des geistigen Lebens der Orthodoxie für Presse und Literatur spielen kann, hängt ganz und gar von der Er- Schließung neuer Finanzquellen ab. 8. So seltsam es klingen mag, glaube ich, daß mab das gleiche auch von der Aktivierung des rabhmischen Rates sagen muß. Mit Hilfe größerer Geldmittel könnte . man erreichen, daß die Gedaule Jisroel der verschiedenen Länder häufiger Zusammenkommen lind sich dadurch an die Bildung eines Gesamtwillens für die wichtigsten gemeinsamen Fragen gewöhnen. Es besteht hier eine Aufgabe, die sich nur in Jahren, vielleicht Jahrzehnten geduldiger Arbeit lösen läßt. 9. Nach meiner persönlichen Meinung wird die künftige Zentralleitung der A. G. mehr noch als bisher in Wien konzentriert werden müssen. Es wird Aufgabe der K. G. sein, ein engeres Kollegium für die• Leitung in Wien zu schaffen und die Menschen, die dafür nötig sind, soweit sie nicht in Wien wohnen, zur Ueber- Siedlung dorthin zu bewegen. Es ist selbstverständlich,• daß alle diese Ausführungen nur meine persönliche Meinung widerspiegeln und den G. A. als solchen nicht verpflichten. Anregungen für die Kenessio Gedaulo Angesichts der bevorstehenden 2. Kenessijoh Gedauloh sind zahlreiche Fragen aufgetaucht, die den versammelten Vertretern des ortli. Judentums zur Beratung vorgelegt werden sollen. Auch ich gestatte mir, die Aufmerksamkeit auf zwei Angelegenheiten zu lenken, die es verdienen, aufs Tapet gebracht zu werden: 1. Die Esrogim. Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, daß der Handel mit Esrogim seit einigen Jahren in den Händen einiger Händler liegt. Diese bilden ein Kartell unter sich und treffen alljährlich mit deh Pflanzern Abmachungen, wonach diese keinem Menschen außer diesem Kartell Esrogim liefern dürfen. Diese Händler haben es dann in der Hand, die Preise des Esrogims künstlich in die Höhe zu treiben. Die jüdische Oeffentlichkeit ist wegen dieser Preistreiberei mit einem religiösen Gebrauchsgegenstand alljährlich aufs äußerste empört. Nach Sukkoth wird es aber jedesmal wieder still und das nächste Jahr wiederholt sich dann dieselbe Geschichte. Wäre dies nicht eine Angelegenheit für die Kenessijoh Gedauloh? 2. Die Bücher. Vor mehr als hundert Jahren haben גדולים ihrer Empörung über die Verwirrung und Verwahrlosung beim Druck von ס6רים Ausdruck verliehen. (Siehe die ההרמה von Rabbi Akiba Eger זצ״ל Was bietet die führende Weltfirma Othmar Schiff, Wien, I., Kärntnerring Nr, 6 in Damenperücken? I. Modernste und individuelle Ausführung! 11• Tadellosen, mustergültigen Sifs Hl. Nur erste Qualität in Material und Arbeit su mäülgen Preisen ilgen Sie die kostenlose Zusendung unseies nen eisAnen Preiskataloges (gegenüber dem Notel Bristol — Tel. U-4162*3״) Die Firma Othmar SshiH legt allergrößten Wert darauf, jede Kunde unter allen Umständen zufriedenzustellen * __Setzen Sie sich daher, bevor Sie eine Perücke kaufen in Ihrem ureigensten Interesse mit der Firma Othmar Schilt in Verbindung 1