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Jüdische Presse · 1929-06-07 · 23 (7.6.1929) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
23 (7.6.1929)
Date
1929-06-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 23 ■ JÜDISCHE PRESSE Seite 3 ' Setzung des Delegiertentages abraten möchte, bin ich sächder Meinung, daß eine Resolution wie die vorgjelegte, in der Tat, um mit Hferrn Dr׳. Kohn zu sprechen, den Beginn eines Lrquidatiönsprozesses des geistigen Erbes von Ksaf Sofer, Rabb. Hirsch und Rabb. Hildesheimer darstellt. Diese geistigen Heroen haben mit ihrem Herzblut für die Selbständigkeit der orthodoxen Kehilla gekämpft. Sie, meine Herren, sind im * Begriffe, Öiese. Selbständigkeit zu zertrümmern. Wenn Sie schön Resolutionen fassen wo!־ len, dann erklären Sie, daß der § 4 undeutlich sei, und daß Sie eine klare, deutliche Interpretation von der Kenessio Oedaulo wünschen, ob Misrächistert und Nichtangehörige einer orthodoxen selbständigen Gemeinde in die zentralen Stellen der Agudas Jisroel gewählt werden können oder nicht, und enthalten Sie sich jeder Entscheidung. Ich weiß, daß ich in diesem Saale in der Minorität bin, möchte Ihnen aber trotzdem empfehlen, von Ihrer Majorität keinen, Gebrauch zu machen. ״Christentum und Schächtfrage״. Prof, Dr. Herzog gegen Prof. Dr. Ude. Für Samstag den 31. Mai hat der Verband der!Grazer Tierscihiutzivercine einen öffentlichen, von zahlreichen Zuhörern! ,besuchten' Vortrag veranstaltet, 1in welchem. Prof. Dr. Johann 1U de in seiner temperamentvollen Art •über das Thema: ״Wir Christen und das Schächten“ gesprochen hat. Obschon Prof. Ude am •Beginn seiner 'Rede ausdrücklich ■betonte* daß ׳er kein Antisemit sei und! jeden!, der ihn als solcheni (bezeichne, •einen Schuft und Lügner heiße, Kraftausdrücike, die •man ja bei ihm gewohnt ist, die aber; bei einem ׳Priester nicht gerade schön aurmitert, waren seine Darlegungen nichts anderes als eine von schwersten und gehässigsten• ׳Ausfällen gegen •das jüdische Schächten er- ׳füllte Rede', in der! sich'Ude auch nicht!eine einzige der von -den ärgsten ׳Antisemiten da gebrachten! Anschuldigungen und Entstellungen hat entgehen! lassen.. Am! Schluß seiner von seinen Anhängern mit!Beifall angenommenen! Rede forderte er die ]1ud'en auf, dieses!Gebot, •wie ׳sie es auch •bei •so vielen ׳anderen getan haben, aufzugeben׳,!Kaum hatte Prof. Ude •seine Rede beendet,!־neidete sich!Prof. Herzog!zu Worte, um :in glänzender, an Gei streich tum übersprudelnder, ׳mit leidenschaftlichem Pathos vorgetragenen שו1ו!!וווו!וווווווו11ן!וו!ו!ווווו1)1ו!ווו₪ווווו!וו 1 Lebensuersicherungs-Gesellschaft “PHONIX״ וווווווווו1ווווווווו11ו11ווווווווווווו1וווווןווווווווווווווווו1וווווו Gegründet 1882 Gegründet 1882 Versicherungsbestand . . . 1800 Millionen Schilling Garantiemittel Ende 1927 . 192. Millionen Schilling Prämien-u. Zinseneinnahmen im Jahre 1927 . 71 Millionen Schilling Tätigkeitsfeld der Gesellschaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien,Ungarn,Polen,Jugoslawien,Bulgarien,Griecheng land, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten Kinder-Uersorsunss-Uersicheruno | Illllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilililtlllll | Erziehungsrente für das Kind, Sterbegeld nach dem g Tode der Eltern, und prämienfreie Versicherung des §j Kindes vom 24. Lebensjahre an g ש111!11111|||||||||[1111111111111!!||[[||[|||!!||[|||!!1111!1!||| Eine wertvolle halachisch-technische Neuheit. Die Frage des Speisewärmens am שבת, besonders im Sommer, bildete und bildet noch immer ein schwer zu lösendes Problem. Um das ״Wärmen“ am שבח zu'ermöglichen, bediente man sich bisher verschiedener Kochvorrichtungen : des alten mit Lehm zugeklebten Schaletofens, der Gas* und Grudeöfen, der sogenannten ״Schwedischen Kochkiste“ und der Thermosapparate. All diese Systeme aber haben insofern ihre Nachteile, als die einen nicht selten versagen, alle aber eben nur ein Schaletessen liefern, das nicht jeder vertragen kann. Aber auch das Wärmen auf dem Ofen im Winter bietet zuweilen, namentlich in Wohnungen mit Zentralheizungen oder mit Kachelöfen ohne Ofenröhre, Schwierigkeiten, die oft zu Verstößen rühren, die einen wahren חלול שבח bedeuten. So geschieht es z. B.. nicht selten, daß man, um den unangenehmen Geruch des brodelnden Essens im Wohnzimmer zu vermeiden, oder weil daselbst keine Hochgelegenheit vorhanden ist, den Ofen in der Küche des ״Wärmens“ wegen am שבת anheizen läßt, was ja bekanntlich religionsgesetzlich verboten ist. Es ist auch ein offenes Geheimnis, daß Restaurateure, um den Schwierigkeiten des ״Wärmens* zu entgehen, namentlich aber um den Gästen, die das ״Schaletessen“ nicht mögen, entgegen zu kommen, vielfach in die Versuchung geraten, den Küchenherd am שבח Sommer anheizen, oder an den verlöschten Grudeöfen unerlaubte Manipulationen vornehmen zu lassen. Um nun all diesen Schwierigkeiten und מבשולים zu begegnen, hat Herr Rabbiner Dr. Salonion Frankfurter, Berlin einen elektrisch-automatischen מ^־־שבח konstruiert, der es ermöglicht, auch im Sommer die Speisen am מי שבת einer nach dem דין erlaubten Weise zu wärmen und also selbs^ dem empfindlichsten Magen, der das ״gesetzte“ Essen mi{ dem Schaletgeschmack nicht verträgt, den Genuß warmer frisch schmeckender Speisen am שבח gestattet. Der Apparat wird am ערב שבת auf eine beliebige Stunde (wenn man z. B. am 2נ ימיי שבת Uhr speisen will, auf halb 12 Uhr) eingestellt, die bereiis gekochten Speisen kalt hineingestellt, und der Strom schaltet dann am שבת zu der gewünschten Zeit selbstätig ein und aus. Damit aber die am Erew Schabbos hineingestellten Speisen in der heißen Sommerszeit nicht sauer werden, besitzt der Apparat auch die Vorzüge des Thermos, die herrschende Temperatur unveiändert 2u erhalten, so daß die tags zuvor kalt, oder gekühlt hineinge- Der Verein ״Fraüenhilfe“ ladet seine Mitglieder zur ״Gemütlichen Jause Im Freien“ für Sonntag, den Juni. 5 Uhr nachmittags im Garten des Restaurants Kunstadt. II.. Große Schiff* «aase1 6. ein. Bei ungünstiger Witterung ,Im Saale, käste! herzlichst willkommen! Rede die Anschuldigungen Udes hi widerlegen'. Zunächst betonte Prof.!Henzog, ׳daß •er jaden Satz Prof. Udes, ,der namentlich• eine vollkommene Unkenntnis des Judentums zeige,!Widerlegen könnte, er •aber!mit ,Rücksicht auf .die ihm zugestandene beschränkte Zeit nur das ׳Wichtigste!hervorheben׳ werde. Ganz entschieden׳ aber müsse er ׳gegenüber der immer wieder betonten ״Christlichen Ethi׳k“ ׳betonen, daß ihm keiner ethisch überstelle. ,Und nun!wolle er her- Vorhaben, daß ein Volk, das an die Spitze seiner!geschiehtliehen Mission einen;Manu stellt, der nur darum als Führer bestellt wird, weil folgendes!von ihm erzählt!wird, •das wahrlich 'braucht ■seine Tierfreunidlichkeit nicht erst' zu beweisen׳. Als Moses nämlich noch die Schafe seines Schwie- . gervaters׳ Jethro weidete, lief Ihm ein. Böcklem davon. ׳Da setzte ׳ihm!Moses nach, Ibis es an einen abschüssigen Ort anlangte, wo es Wasser ׳fand, ■das es trank. Als Moses es eimholte, sagte er: ״•Dm fiiöcklein ׳wirst' wohl imüde sein“, .und imifi diesen ,Worten! nahm er es •auf seltne Schultern unld trug es wieder!zurück. Da sagte Gott: ״Wahrlich, wer solches Erbarmen mit Tieren hat, ist auch würdig, mein Volk Jrael zu weiden׳. •Rom hingegen ließ seine Gründer von einer׳ Wölfin säugen! Ein Volk weiter, das fast auf jeder Seite seiner׳ heiligen ׳Bücher!heißeste Tierliebe geboten hat, braucht;also nicht erst seine! Tierfreundlichkeit zu beweisen, ׳Wtenm׳ darum!wir Juden alle — ohne Ausnahme — so zäh an ׳dem Sohächtverbot festhalten, geschieht •e׳s darum, weil! wir der ׳Ansicht sind, daß wir damit ein großes, humanes Wferk zu verteidigen haben. Der Priester Ude hat ׳darum der Sache des!Glaubens einen schlechten Di'enst erwiesen׳ ,׳wenn er• von ׳den Juden! fordert,!ein göttliches Gebot aufgeben zu wollen. Denn wohin •müßte dies schließlich führen? Es gä!b Zeiten, ׳in denen man •uns Juden den Vorwurf machte,!wir •hätten die Menschheit zur!Faulenzerei erzogen,!weil wir den Salbbat eingeführt haben. •Wir aber ließen trotzdem von •diesem•!Gebot nicht a׳b und retteten ׳so der Menschheit •den Ruhetag der Woche, dessen wohltätige undl ,humane!Bedeutung heute wahrlich kein sittlicher• 'Mensch׳ leugnen ,wird. Und so verleidigen wir auch! in der Schächtung die׳ humanste׳ Tötungsart des Tieres.!Wienn sich Ude auf Gutachten von Gegnern ,der Schach tung ■beruft, können ■wir uns umgekehrt auf Hunderte, ja Tausende von!Gutachten stützen, w!1e zum!Beispiel auf ׳das des ■hiesigen Universiitätsprofessors Hofrates!Dr.!Kleimensiewlcz, 1a11 dessen hervorragende wissen- ■schaiftliche ׳und integre Gesinnung auch■ Prof. Ude sich nicht ׳mit ׳einem Zweifel wird heramwagen dürfen׳, die ׳das iSchächten ׳als die •humanste Tötungsart des Tieres betrachten. Und wenn ׳wir bedenken׳, daß jede jüdische Gemeinde, 0'b •schon sie ja •das Töten der Tiere umsonst haben könnte, einen! bezahlten Mann als Schächter an stellt, der eine lange •Schulung hinter sich ihahen׳ muß und ein tief religiöser, also ׳humaner Mann sein müsse, dann ׳ist klar erwiesen, daß •wir hierin eine große, ,humane Sache• zu׳!verteidigen׳!haben. Und wenn Ude meint, es sei aber wabrsciheinilichv •daß manche Tiere doch bei der Schlachtung ׳Schmerzen! halben! könnten, so sagen wir, daß dies niemals restlos!zu ermitteln sein 1 wird. 'Dann aber ■ist für ׳uns auch •der ׳Standpunkt gegeben: bei der!Synthese einer Wahrscheinlichkeit, die aber absolut unbeweisbar ist, und •einem göttlichen Gebot ist es unsere Pflicht, dem göttlichen Gebot zu ׳folgen. \Wiir werden unter solchen Umständen dein göttlichen! Gebot den!!Primat einräumen. Ja!, ,wenn eine■ Zeit״ kommen .sollte, sagte;, weiter Prof.!Dr. Herizog, wo die Wissenschaft einmütig und! einwandfrei׳ nachweisen könnte, ׳daß . ׳es ■eine bessere׳ und׳ humanere Art •der Tiertötung gebe, ׳dann wäre ,ich ׳der erste, der nicht ׳mehr dem Schächten• das Wort redete׳. Das aber •wird nie ׳möglich sein, weil wir uns nie Auskunft •vom ■Bewiußtsein ׳des Tieres •holen ׳werden׳ •,können; wir!also keine Gelegenheit halben werden, von unseren Glau'b-enssatznngen setzten Speisen, selbst in der größten Hitze, auch in den heißesten Räumen, bis zur Selbsteinschaltung des Stromes am שבת, wie ira Eisschrank frisch erhalten und vor Verderben geschützt bleiben, aber ebenso bleiben die erhitzten Speisen auch nach der automatischen Ausscha tung der Hei zung noch stundenlang heiß. Nebenbei sei bemerkt, denn uns kommt es ja in der Hauptsache auf die Verwendbarkeit am שבח an» daß infolge der Isolation der Apparat nicht nur als Kühl- und סמזז^־שבחschrank, sondern auch an Werktagen als einfacher Kochapparat und als Kochkiste verwendet werden kann, weil die angekochten Speisen, nachdem die Siedetemperatur erreicht ist, auch nach ausgeschalteter Heizung durch die im Apparat aufgespeicherte Hitze, ohne Strom und ohne Ueberwachung, von selbst weiter kochen, was natürlich eine bedeutende Ersparnis an Zeit, Arbeit und elektrischem Strom bedeutet. Um jedem Mißverständnis vorzubeugen, sei hier gleich bemerkt, daß für שבת elne besondere Schaltung, die nur den ״W ä r m e“- und nicht den Siedegrad erzeugen kann, vorgesehen ist, und daß der Apparat durch Verschlüsse gegen jede am שבח unerlaubte Manipulation an der Heizung bzw. Schaltung gesichert ist, so daß auch jede Befürchtung irgend eines חלול שבח aus Versehen ausgeschlossen ist. Herr Rabbiner Dr. Frankfurter hat aber nicht nur technisch, sondern — und dies ist für uns die Hauptsache — auch halachisch das Problem des Scbabbosofens mit Zu- Stimmung anerkannter Autoritäten gelöst. Vor etwa vier Jahren hat Herr Dr. Frankfurter diese aktuelle und für unsere Zeit sehr wichtige Frage in den rabbinischen Zeitschriften הבאר (Biskupice) und תל תלפיות (Väcz) den Gedolim Polens Ungarns und der Slowakei zur Begutachtung vorgelegt, und nach dreijährigen schriftlichen und mündlichen Verhandlngen ist es ihm gelungen, alle diesbezüglichen religiösen Bedenken zu zerstreuen und die Zustimmung für die unter seiner Aufsicht und nach seinen Angaben gebauten Schabbosöfen zu erhalten. Außer den anerkannten גדולים: Rabbiner Schafran, Bacau (Rumänien), Rabb. Frank, Kutno (Polen), dem Lemberger רב und dem ראביץ־ von Krakau, die teils mündlich, teils schriftlich ihre הסכ&ח er~ teilt, haben auch der Munkacser Rebbe נ״ו und לכך[*ל der inzwischen verstorbene Ostrower Gaon Rabbi M. Plocid ן*ל Herrn Dr. Frankfurter zugesagt, sich den הסבטת הגחליס anzuschiießen. Das Halachaergebnis seiner mündlichen und •aibweichen׳ .zu müssen. Tiefen •Eindruck machte 4an!n, als Prüf. Herzog neben •vielen anderen •sachlichen Darlegungen zum Sohiluß hänwies auf Matthäi 26, 1748, wonach, auch der ׳Stifter •der christlichen!Kirche noch am Schluß seine®!Lebens ׳geschlachfcets Fleisch genossen, •denn vom Osterlamm ,heißt es ja ausdrücklich: u׳nd׳ schlachtet das Osterlamm.!Es 'ist also unverständlich׳ ,׳wie ein ׳Jünger Jesu •gegen da® Schlachten sprechen könne. Als!bei •diesen •Ausiübrungen׳ dem Redner •zingerufen wurde, das sef dort nur symbolisch gedacht, sägte er ׳mit!Recht, ׳was spätere Aus-!leger in •diese Stelle hineinlegten■,!habe er nicht!zu! untersuchen; •sondern er halbe sich :an den Wortlaut, der in •drei •Evangelien ®ich findet, ׳zu halten. Die Rede, •die im Ge-!gensatz .zu der nur auf!Beifallskitzeil eingestellten Rede Udes ,von einem ׳hohen •sittlichen׳!Ernst und: ׳großer Wissen- ׳scha;ftlich!k׳cii ׳erfüllt war, hinter ließ einen sichtbar tiefen, •liachihaltigen1 Eindruck auf alle׳ Anwesenden!, die der antisemitisch eingesteililte Vorsitzende׳ durch!einige׳ lunsach- Jiiche, nicht izuin ׳Gegenstand gehörende iBemerkungen/ abzuschwächen suchte. Doch vergebens! Denn nach Prof. Do!ktor!Herzog bestieg ein strenggläubiger ■katholischer Arizt ׳die Tribüne und sagte, er schätze sowohl Prof. Ude als auch!Prof.!Herzog als!hohe sittliche Persönlichkeiten,!müsse aber in diesem Falle alles unterstreichen, was Prof. Herzog gesagt habe.!Denn seine reichen Erfahrungen auf diesem!Gebiet• verpflichten׳ ihn ׳zu׳ dem׳ Geständnis, daß das Schächten bislang durch!eine bessere Methode nicht ersetzt ׳worden sei•,!was er auch ׳durch ,•Herbeiziehung eines reichen •mediizimischen Wissens au! erhärten gesucht hat. Der Vorsitzende, sichtlich' ■erregt, wollte , dem!Redner■ ■da«■ Wort ■entziehen!. Als ihm aber zugerufem wurde, er ׳wolle die ■Wahrheit nicht hören, ׳mußte ׳er nachgeben, ׳und in der Fortsetzung sagte dann der!Redner, es!müßte, tatsächlich untersucht werden, ob ■der Stifter •der christlichen׳ Kirche geschlachtetes Fleisch gegessen!!habe. Wenn ja, wäre es!für einen Christen untragbar, •gegen das Schächten sprechen zu ׳dürfen.!Noch gab es ׳einige aiulfregend'ei. leidenschaftliche Zwischenrufe, die Prof.!Herzog in imeisiienbafter Wietise zu widerlegen •verstanden,!hat, ׳so daß Prof. Ude in seinem Schlußwort kleinmütig zuigeiben mußte, die Sache ■sei durchaus nicht geklärt.!Herrn Prof. Herzog alber gebührt der tiefste 'Dank, der •ihm auch von!vielen Anwesenden gezollt wurde, für sein mutiges, ja 1heldenhaftes Eintreten für unsere ■heilige Sache,!die er würdig verteidigt• hat. gllliflllllilllilltilllllllllllilllllN^ Joachlrastbaler _ Radiumkompressen Radfumchema! gegen Gicht, Ischias, Nerven- und Frauenleiden, Gallen-, Leber-, Nierenerkrankungen, Eiterungen, Alterserscheinungen etc. gf Bestellungen durch §j Apotheken oder bei der | General - Repräsentanz für | Mitteleuropa der tschecho- ן slowakischen Radiumchema s St. Joachimsthal (H.TOBISCH ן Wien II, Praterstraße 13 flll(l!llllll(illllll(lllllll(llllll!l₪lll!ll!ll[!ll!tllM schriftlichen Verhandlungen mit den verschiedenen גחלים hat Herr Rabb. Dr. Frankfurter in einer jüngst von ihm unter dem Titel חמום אלקטרי בשבח veröffentlichten Schrift niedergelegt, wo er auch alle für diese ,שאלף in Betracht kommenden Pnnkte gründlich und ausführlich behandelt und das Wesen der Elektrizität, soweit es für diese 3£ז^״שבת& in Betracht kommt, in recht interessanter und allgemein verständlicher Weise darstellt. Herr Rabbiner Dr. S. Frankfurter hat sich um die Lösung dieses eminent wichtigen לטובת הכלל 5ומ16נ01ז?־שבת ein großes Verdienst erworben,, wofür ihm der Dank des gesetzestreuen Judentums in hohem Maße gebührt. Vinkovci, Ende Nissan 5689. Dr. M. Frankfurter, Oberrabbiner. Enttäuschung. (Betrachtungen■ zum Tierschutzkongreß.) Ich befinde mich!in einem prachtvollen Saal, ׳an ׳dessen grünen Tischen der 'Wiener Ti׳er׳schutz1kongreß tagt. ׳Zu diesem! Kongreß sind Delegierte ans •allen!fünf Erdteilen erschienen, •alle ׳Rassen! ■der Menschheit!haben ihre Vertretet entsandt!zxiim!Schutz!unserer .tierischen Mitbürger ... Ich sitze׳ ■stundenlang!wie ver,zaubert ׳d׳a!und׳ ׳verfolge aufmerksam die verschiedenen •Vorlesungen und׳ Vorträge,!die ׳höhen •wissenschaftlichen Meinungen ׳über Leben ׳und! Leiden ׳jeglicher Tiergattung. Wovon ihäer nicht׳ .alles gesprochen ■wtird! Von •den gehetzten!Mäusen, d’en!krepierten Katzen, den amsgemer- .gelten Eseln, •den ,gepeinigten Hunden!, den dressierten Eiefanten. den! gejagten׳ Löwen!, den .gutmütigen Tigern, den gutherzigen Schlangen, den klugen Füchsen, .den!zivilisierten Affen, kurz von ■ailiemx wa׳s d'as Gllüok •hat, anstatt auf Zweien; ■auf allen Vieren aailf!Gottes schöner ■Erde zu• ׳kriechen. Es .werden׳ Krokodilstränen .darüber vergossen, daß ■die armen Vierfüßler 1Ze.it ihres ׳Leiben® schwer! arbeiten und rackern müssen. Pech und Schwefel ׳über die ,grausamen Tierquäler! Die gesamte Wett!wird! anfgefordert, jeder Gattung von Tieren .den sch/uJdiigen Ehrfurcbtstnibat zu!eisten, ׳und versteh’ ich!dien •tieferen Sinn der Resolutionen recht, so ist der. Mensch nur ״fü-r ׳die Kat/z’“ da. Er ist geschaffen worden, um das Tier!zu befürsorgen. Mein! ׳Herz: ׳klopft vor Rührung, da ich-!Menschen mit so,viel'!innigem Gefühl, ׳mit soviel unendlichem Mitleid, imif soviel1 warmer Liebe zu Gottesgesüböpfen sehe. Um ׳die lieben ■Vierfüßler von׳ Ouail und׳ /Bedrückung ׳zu! befreien, war ihnen nichts,!zu teuer: Zeit Geld und Mühe haben sie es sich•!kosten fassen! undl ׳waren ״auf allen׳ Vieren“ heribeigekommeTv

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