Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 20 (17.5.1929)
- Date
- 1929-05-17
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE PRESSE Nr. 20 - ׳.teuer zahlten, sieht in •dorn § 4 :kein *Sterbenswörtchen & Bhnmnn , verwechselt öbenD die'alte,'!z!u r ■üc!k-F n g a r f 5 c b e F 0!r d c r!u ,n g, [die ,niemals׳ g b zog e n e u ׳eifen!gitc,!nutr dem § 4, der etwas total׳‘׳ \OesetzesÄcr«Jt r!cs besagt. Ueber derartige 10-gitschc Sdfostiverstän'd-׳grttde Herr׳.sollte!man ■wihktl'ich• nicht streiten, sondern ׳,'44.ohlkeit.en Dr, Bhirmtann sollte seinen! Irftimm rtttcWhaWos zugeben. , 0 r g!a n,i sa!t ion“ wie Achduth könnte״ 3. Auf eine täum ,.Un tersdhred: von der lEinizdligcmeiimde —formal •;,£״זי. tiibcr den׳ wenn •inan׳ ,werden׳ afcÜT'ifcihi angewandt׳״; 4 § der Unterschied!zwischen einer Weltorganisation und derüber die Genesis des׳!und׳ jeniigen eines einzelnen Landes sa c 11J i ch ׳Paragraphen hiii'wegsfeht. Ob!aber bei Achduth zur Agudas Jisroel“ vorliegt,׳ prinzipielle Gegensatz׳״ der der die Voraussetzung des § 4 bildet, ist eine Frage, ■m dier ich mich nicht!geäußert halbe. weil zu!Ihrer Enti sc h e׳Scheidung aiussdhiUeßtUc'h der de ui sehe r-aibib i>n ist die Frage׳ ,mir scheint׳ Wie. .׳ra t!zuständig ist׳׳La 11 d cs sehr ■aiktuelLl, denn׳ öiiigesichts der .ganzen Enliwiidklliung nicht Acbillutlh“ dtüvfte praktisch!nicht mehr existieren; man hat״ s Sctet•!mit *der ,,iKcinservativen Vereinigung“ zu tun, bei׳e deren Beurteilung nach /meiner Ansicht wieder ganz andere . es1icl1tsptm!ktc in Betracht kommen, ,als es bei der Acihduth-׳G war. Der;En tisch ei du 11g!dies ■rabbini-׳ .Organisation der Fall wie -sie auch ansfaiien möge, wird sich׳ ,sehen!LanWesrafes .,jeder Agudist!zu unterwerfen haben tm jetzt.׳leih •stelle gerne ,fest, daß Herr!Dr. Ehrma .־4 eine durchaus gerec'htlfertigte Untenscihtei/d'ung vontilrnmt n einer Bewegung..׳r c r<n und .1M*i Häuf e r׳zwischen 1F!iih Gut er Scheidung ,venmissen Jäßt ׳ Daß der1 § 4 eine solche und ans der bloßen Beitragszahlung SchiMisse auf die Gegner׳ was che׳ ,geoalcFe׳ innerste Gesinnung!zieht, )das ist.es des § 4 iliirn u. 1a. zu!m Vorwurf ,rnacihen. Vieileielht!konnte sich• .also!Herr Dr. lEhrmiann!mit diesen Gegnern dahin verständigen, daß künftig ,nur Fiiilh'rer, also Vor- ׳s tau'd'Simii tgl'i eider gegnerischer Organisationen, ■von der Wählbarkeit!ausgeschlossen seien. Ich erwähne •das ׳selber dazu Stellung׳ röm1iß1mög,l)ichlke!it, ohne׳nur als 1K0!m1p zu nehmen. VOM TAGE Ein lehrreiches Kapitel zionistischer Erziehungsgeschichte in Palästina. Wir entnehmen nachstehenden Artikel der Israelit“.״ jüngsten Nummer des Frankfurter D. Red. in Jeru-׳' iDeim zionistischen Er!7f i ehungs departerneut Hator“' ,vam 12. April״ ish:mann ■iim׳salem;wird' von Rabbi- F s-׳negative Tendenz gegen Mi׳ wieder einmal die 411 r Chams Bestände! ׳sein;Sch'ühverlk attestiert.!Seit dem ׳■rachii :nnd des miisraoMstischen Aufsicht,spates ist kein einziger ortlhodoxer Kindergarten errichtet •worden, dafür werden die Kindergärten systema-׳ bereits bestehenden gesetizestrcuen Zeit dürfen׳ ne1rt und geschwächt. Zur!gleichen׳vcr!k;k1i׳ tiseih Kuiturliga .twildf ln der Anbei tcrorgani-׳ die.!anderen in d!er sa-tion einen Kindergarten maclii dem audteren .eröffnen, ist. die Auto-׳ ents׳ic;huugs1de1parteim׳Das Bestreben des Erz nomiiie der religiösen!Enzieihm-n® mlögliichst elnznsohrän'ken verhindern. Die zmge,sagten׳ nng •zu׳mt׳wnid Ihne Welte rajusb o,ner Albmiacliung blieben׳auton oime n ,Rechte!nach: de!r 1Lond Be-׳ allle aulf Idem• Rapier. Besonders . leibrreic'b ln •dieser unseren ׳in ,jSidiron Jakob“,!die ׳ziielhiung sind die, Vorgänge sein ,dürften. Dort׳ Lesern i,m .ganzen. :noch■ in!Erinnerung hindurch der ׳Schule, ln der Jalhre ׳eine allgemeine׳ )bestand wie viele׳ ohne Thora, ohne •Religion'!und׳״ Nachwuchs Bildung“ /(wir zitieren׳ wissen,!auch ohne allgemeine Fiisihimiau) erzogen ■wurde. 'Eine .große Anzahl der Eltern die UeSberlleitung der Schule '•in mis-! ׳chie!kategorisch׳wlüus raohis tische!Regie.!Aber ein Paragraph' seih reibt für;solche Entscheidungen■ eine Willensäußerung der!Mehrheit vor. der!Eltern mit einer nach •׳ Da diie Lehrer auf die!Klagen weiteren! ■Radikalisierung der Sclhuflie reagierten, hatten sie nötige Mehrheit!der ,Protestler׳ sozusagen selber für •die gesorgt. Während! die Verhandlungen mit der izionlstischen Tischo- ׳Organisation noch ,schwebten,;kann Ider bekannte u. ,Indes die Alten׳i׳beaiw'-iExzeß und schlug wie eine Bombe e bei ihren Trauergeibeten ׳in der Synagoge auf!dem! Boden siitizen, dringt lustige Tanzmusik aus!dler nahen!Schule. Dort wird1 für Lehrer und ■Schüler ein!Schulfest■ gefeiert!mit Ball •und Tanz, mm Abend des neunten A'vv. Das stieß,!wie• .man Bodteni aus. Die Proteste ׳zu •sagen! /pflegte, idelm Daß den zt von 92 Proizcnt der• Blitieru unterschrieben, ln׳'je,t! ׳waren jedem geordneten Staat, in!jedem auf Ikoimminnalem!Rechte fußenden Gemeinwesen würde 4a!m1it die Sache entschieden Zionistischen! Organi-׳ Nicht1 ,so iun Mach übe reiche der, .׳sein menen ׳Sichron Jakob“ einen׳״ ׳schickte •mach׳!satioii. iM'ati über!die Wünsche der Kolonie! ׳Leiter und/ ging Im liilbrigen glatt zur Tagesordnung!hinweg. Mau diktierte von oben unter iB-eDbelWa'ltimg!des׳ heraib erneut •diie allgemeine Schul Lehr ersteh es.׳ ■!alten zur ■Selibxtibitie •u!nd verkündete den׳!Die Kolonie!griff!Boykott der Schule.!Darauf schickte ,man eine neutrale diie Kolonie, ■diese erkannte■ ׳n:gsikamm1ission!in׳ucthu׳Un!te!rs alle Klagen au unlcli!kam!zum Schluß, daß nur eine Müsin der Kolonie noch retten könnte.׳ rachiisohule diie .Situation Trotz allem/!beschloß das BilduingsdJeparternient am 10. Marwenig ■zu be-׳ cheschiwan, die Wünsche der ißJt-enn so die (Ergebnisse!der ,■Untersuchung.!Die Schule׳ achten• •wie maiisse ihren allgemeinen Charakter!weiter!bebauten nm’d BiUdnugsimstiatiiz bleiben.׳ er •Regie dler zionistischen־d׳ ׳in eigenartige Rolle ,spielte in •dieser Tragikanüödiie Miß ׳Eine e Vertreterin der‘Zionistischen Organisation, ,bei •den׳Sold. 1d!i d1er Uintersudhiurigs- ׳nnd׳ “Verhandlungen in .,Sichron Jiakoib kammisslon gegenüber, eine geistige Annazame. deren Autokralie gelegentlich auch vor einem ,Wbrtlbruch nicht halt Sie!hatte vor Zusammentritt der Untersuchungs-׳ .macht kommission i!m ,Na!rn!en der!Zionistischen Organisatian■!das sse der׳feicntiche Versprechen(!abgegeben, die Ergelbni Entscheidung! ׳Untersuchung z!11r Richtschnur der weiteren der׳ ng׳dann:, die in Ve1tieug1iu׳ sie!war es׳ d׳uu! .׳m (machen BiWungs-׳ tersuChunigsa!rbei!t!hinterher!beim׳ganzen Uu ,depiartement für Beibehaltung der allen ,Schule plädierte gchar-׳ Schon a;rn• 11. Marcheschfwan erlcigte eine׳ auch׳ isatian. soidatm׳smch;i*011gan׳Mi׳ lErlkläruhg!d!er ׳iii'Sclhte ein Brief von Oberablbmer Kudk an! Miß Sold.!Nebenher er- ,“Sichron Jiakbb׳.. klärten die Vertreter• der Elternschaft ,in sich UiUte'r keinen Uimsfäuden •dem Beschlüsse der!Biiidungskommissi011• zu fügen. Man wölbe au!f eigene Faust ׳die ׳ Umwandlung vornehmem Da fiel aber der Lehrervenbaii’d. dem!auch!misr ach ix tische Lehrer angehören, .,Sidhrou Jakob“ in den Rücken, indem er die Sperre über die dortige Schule verhängte. Keines von seinen ■MitgiMedern . durifte c’lauach an ׳die Schule nach S. J. gehen. Um!d •mm kommt ׳der Tragödie■ vorletzter• ,Akt. Den Drohungen •der Zionistischen Organisation und den Lockumgen der Miß Soldi unterlag der Mtsraebi un!d giiig darauf ein; einen gemeinsamen Au'fsicbtsrab zu gleichen Teilen aus Misrachisten un'd׳ •Ziouisten!bestehenid!, ■zu bilden. Der geschlossene Ralkt,!der ■weder .im Geiste des 1Miisnachi ist, uioch ׳den! Wünschen׳!der ׳Elternschaft!Rechnung trägt •und ׳i׳m Grunde!n׳ur die absolute Hilflosigkeit des Miisnachi d!aku- ,mentiert• Ist ׳unterzeichnet!von Henriette Sold!und Meier ,Berlin. Der!letzte ׳Akt besteht darin. ö!aß a-ucli dieses׳ Ab- ׳kommen■ -von der Ziomistischen!Leitung nicht .einig©halten •wir׳d. Die Kapitulation׳ Ides Misr.achi schien ihr nicht vollkommen. Bei Schulbeginn blieb die Schule in lS׳i׳ch׳ron Jakob geschlossen. ..Entweder 1Jhr uu׳terstel:lt Euch beding,imgslds ׳der Zionistischen! Organisation, oder ׳die Schule bleibt geschlossen:.“ ilautcte dlax Ultimatum•,!das auch von ׳Miß Sold, allen Versprechungen zuim Trotze,!gebilligt und i׳m Namen der Z. L. verkündet wurde. Die Schule blieb ׳unter dieser Voraussetzung geöffnet ,nuld ,es!blieb alles!wie cs ׳war. Allle Kämpfe■ waren lumsonist geführt. Man hat einen, wie .man beteuert, ׳״religiösen“ ׳,Lehrer dem;Leil 1 rerkoi 1 egium von׳ S. J. •eiinvcrieibt. Das geti/iitgt Miß Sold, nnd' wie es scheint auch dem Miisnachi. 4 ״Seit 30 J,ahnen“, so •schreibt Rabbi Fishmaa in Besprechung ,dieser Ereignisse, ,.stehe ich iurr Zio;11׳ism11׳,s und im M'israChi 11111111׳ predige stets für Frieden. •Versöhnung und Ausgleich. Un'd jetzt? ..." Er gilaiubt jotlzt noch au die innere Kruft des■ Misrach'i. sagt •es wenigstens,!wiewohl der Ton .die Vierzwe׳iflu׳ng nicht verleugiien Ikaiiin. Wir aber!meinen; Wenn die ,Geschichte ׳v!ou ״Sichran Jakob“ denn• iMisrae 111׳ nicht zur Lehre!diente, dann ׳ist und (bleibt er 1111b eil ehrbar. Allein, auch' wir glauben ׳an •die ׳innere Kraft — ,zw/ar nlciht ׳des Misrachi — aber seiner!Mitglieder, an den ,starken;jüldisehen Iimpuls,!dar sie ,auf ein Arbeitsfeld׳ ,führte, ׳wo sie. in einem ׳üibantriebenen Optimismus,;Gegenliebe und•■ ׳Gewinn für■ die jüdische Sache ׳erhofften• der!sie!aber bald, ■nach den anhaltenden schmerzlichen ׳Biittämscihunigien!.!doch zu ums herüb erbringt, wo sich ׳inmerücb Geeinte urld ׳Gleiiclhgestimnite zur ׳jüdischen Arbeit die Bruderhand reichen können und 's ölten. Di*. Claude G. Montefiore erklärt, warm» er Antizionist ist. Dr. Claude G. Montefiore führte anläßlich der Jahresversammlung der Liga der britischen Juden aus, er habe bei früheren Jahresversammlungen über die Prinzipien •und Ideale der Liga gesprochen; heute wolle er über ein Thema sprechen, das schwierig, delikat und strittig ist. Er spreche aber für sich allein, denn er wisse, daß seine Ansichten nicht mit denen einiger seiner Kollegen übereinstimmen, die trotzdem ebenso gute Mitglieder der Liga sind wie er selbst. Es gebe verschiedene Zionisten: politische Zio- ■;■nisten, nationale Zionisten, Kulturzionisten, Sentimentsziouisten; es gäbe auclr Halbzionisten und Nichtzionisten, die mit Rhetorik und Eleganz die Zionisten in' einer, glühenden und heiligen Allianz umarmen. Demgegenüber ist. cs aber nicht überflüssig zu betonen, daß Menschen, die an den Prinzipien und Idealen der Liga gemeinsam festhalten, nichtsdestoweniger über das Thema Palästina und jüdisches Nationalheim nicht alle gleicher Meinung sind. Wenn er gefragt würde, warum er, obwohl kein A n t i-Palästinenser, doch' ein ausgesprochener A n t i z i o n i s't ist, so würde er folgendes antworten: Würde es sich bloß darum handeln, unglückliche Juden •nach Palästina zu bringen, damit sie dort glücklieh leben und schöpferische Arbeit in Wissenschaft, Kunst, Literatur, Ethik und Religion vollbringen, er würde ,Ja“ sagen,. Wogegen er sich wende, sei das nationale Moment, die Forderung nach dem Nationälheim. Diese ungeschickten und schlecht gewählten Worte, die zweifellos verhältnismäßig unschuldig interpretiert werden können — wie 7.. B. in dem berühmten Weißbuch, wo der Ausdruck in einer an Harmlosigkeit grenzenden Weise umschrieben wurde — erwecken in den Geistern vieler Juden nationalistische Hoffnungen und Ziele, die seiner Meinung nach für die große Masse der Jncicn überall nicht von Vorteil seien und auch nicht gut für eine fruchtbare Entwicklung der jüdischen Religion in all ihrer Reinheit und Größe. Es wurde ihm gesagt, daß die Zionisten nachzugeben begohnen haben. Er sei aber dessen nicht so sicher. Die Führer des Zionismus und besonders der oberste Führer, wahrscheinlich der fähigste der heute lebenden Juden, seien kluge Taktiker. Iin Herzen bleiben sie Nationalisten. In der zionistischen Presse wird die Idee entwickelt, daß die Juden ein Volk sind, nicht weniger als Dänen oder Schweden; so wird mit allen zu Gebote stehenden Mitteln ein Separatismus gefördert. Die Re- 1 i g i o n bleibt im Hintergrund. Die sentimentalen Nicht- oder Halbziomsten sind als nützliche Bundesgenossen willkommen, sie werden den ihnen gebührenden Platz zugewiesen erhalten. Aber hat der große Führer, dessen außergewöhnliche Fähigkeit, unermüdliche Hingabe und aufopfernde Reinheit in der Befolgung seiner Ziele jeder bewundern muß, seinen Nationalismus anfgegeben? So lange der Nationalismus nicht abgeschafft sei, so lauge für die Zionisten der Zweck der fortdauernden Existenz nicht allein, die Religion sei, werde er Antizionist bleiben. |0| NACHRICHTEN |©1 Adas Jisroel (Schiffschal), Wien, II., Gr. Schiffgasse 8. Kanzlei: Wien, 11., Gr. Schiffgasse 1 Z. 407 ex 29. Es wird neuerlich zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß die Seichwarenvierkaufsstelle Laz׳ar. II״ Haidgasse 7, der Aufsicht!dkr Adas JisroeS nicht untersteht und daß das Rabbinat demselben für die rituelle Verläßlichkeit der dort verkauften Waren keinerlei Gewähr übernimmt Wien, am 5. Ijar (15. Mai) 5689. Die Firma Eisen & Comp., VII., Neubaugasse 15, bringt, obwohl sie zurzeit der Aufsicht dies ehrw. Rab- Maates der Adas .)Israel sich nicht unterstellt hat. Fehlwurst und Selchwaken in den Handel, die ausschließlich aus dem unter Aufsicht des ehrw. Rabbinat es der Adas .li&mef stehenden Betriebe der Firma ׳Friedmann & Co. bezogen werdlen. .leides Stück trägt eine deutliche Marke der Adas .lisroiel. Eisen & Comp., Wien, VII״ Neubaugasse 15. Die Einschi’eibimtieii. in die Wiener Talrnud-Thora׳*Voiks- und -HauDtschuie für Knaben und Mädchen mit Oeffentliclikeltsrecht. II., Malzgasse 16, finden vom 9. bis 13. Juni in der Schuifcanzlei, II.. Maizgasse 16, von 8 bis 1 Uhr statt. Erste österreichische Buiidestagung orthodoxer ,fu־• gendVereinigungen. So-nntag, den 19. iMiad ,beginnt ,die c׳׳r s t ■c B n n:Je s ta g.ung orthodoxer Jugeinidveireinig 11 ngen :i" Oesterreich. Die Tagung finfdet ׳in den ,Räumen 'der Wiener Aguda-Jugendgruppe, IL. Floßgasse 1. ■mit reichhaltigem Pr,ogra.imn statt. Um 20 Uhr finde! eine F e s׳t!v e!r sa!m,mln 11g statt׳, l>ei •welcher Herr 0!bcrr,a:h!hiu׳er S. H e׳i c'ltl er (Modra Sl.) sprechen wind. fn fclicsam Jahre feiert ׳die Aign da s-Ji $ roeL J tigenidgrtupipe das ׳zehnte Jahr,!iihires Bestandes■.!Mitten iun Tniibei der Großstadt h׳at sich aus den ׳be®chc׳iiden!sittv1 Anfängen heraus ein Zentiruni ׳voll׳ lmnlsier emdetin Leben ge setz es treuer Jugend geschaffen. Abgesehen von den ganz phänomenalen Leistungen au/f dorn Gebiete des Thoraxtaidinimis. sozialer Fürsorge, SteilemvenmittiiiinK. leibhaftetc Propaganda ®ur. U1!׳,terx׳tntziung scbaibbosibailtciiidcr Kauf!!,eilte n. v.!hat sie ein einigendes Band!der Festigung ,und׳ Erisüa!rik׳ung jiildiL scher Jugend geschlungen. Und ■wenn d!i׳e Agiiida/s-Jisiroel'• Juigetudgrnppe heute zur Tagnag sämtlicher von ihr inspiinierter und! gclkräftiigtcr Österreichischer Jugenlcilgrmpipent schreitet, ist das ein weiterer Beweis, daß das Boispiel (der ,Wiener Jngei.'dgrnppc Schalle gemacht hat ׳unldihrsscgensircichcx Winken Las Zns׳an:1menf׳assen!aller gleichgosinmiten Kräfte auf dais ganize Gebiet nmiseres Landes cot. iiibertirageu sich antscih'i'dkt. Die Geiieralversaniniluiig der Agudas jesrbel Jugendg'ruppe Wien. Sonntag, •den 5. Mai {25. Nissan) fand ■die •heurige zehnte Generalversammlung der Aguidas Jisroel Jngendgruppc unter besonders zahlreicher Teilnahme der Mitglieder und ׳Freunde •der Jmgendgrtippe statt. Vizepräsident Heinz Herzog eröffnete die Vor- Sammlung ׳mit einer!kurzen Begrüßung, :insbesondere der erschienenen offiziellen Vertreter der Adas Jisroel (Schiffschul), der!Kultnsg^meinde, ׳der!Hisacbdus Jereim, des Parteirates and ,des Vorstandes der Agudas Jisroel, ׳des Beth hamidrasch, der Jessod 1Hathora nnd anderer Vereine, und erteilte :Herrn iBezale! S t e r 11 •das Wort zum!Generalrefrat. Ausgehend vom •Kassenbericht, der heuer die ׳imponierendc Summe von S 22.000.— iin Eingang aufweist und aktiv abschließt, zeichnete ׳der Referent c:i11׳ anschau- 1-ialics!Bild vorn Wachstum •der Bewegung.;Mit!der Entwicklimg der Jiigendgnippc hält gleichen Schritt •die Vort.ie'rung ihrer Arbeit. Ein Si'jnm haschass eines ihrer• jüngsten Mitglieder und die preisgekrönte Kenntnis zweier Mitglieder im schwersten talmudischeti Traktat Baba batra sind ׳die sichtbarsten Zeichen' für •die gründliche Lehrtätigkeit •der Jugenidgrtippe. 1B i b 1׳ i o 111 •e‘k 11׳ •n cl Schi 11 r i ni weisen •gleicherin'aßen׳ steigende ׳Frecinenz auf. Die 'Bibliothek hat im ■vergangenen Jahre S2 neue Werke mit 112 ,neuen ,Bänlden angeschafft nnd •weit über 3000 Entlehnuii'gen ausgewiesen.!Die Keren H a t .h o r a- Arbeit war voller Erfolg, über 3500 Büchsen sind in Wien und den!Biuidesländern placiert.!Die!Eingänge ibewegen sich in aufsteigender!Linie nnd lassen die ׳Hoffnung /berechtigt erscheinen,!daß der :Keren ,Hafhora in absehbarer ׳Zeit 111׳ Oesterreich seinen Aufgaben enfspreVhen •können wird. Die mächtig aufstrebende A11 g e s t •e 111 e ti- und A r׳b e i t er b e w e giu-n g der Aguda bat in •der Jngendgruppc Wien starken Anhang gefunden, so!daß die Stellenvermittlung; und Schont,re-Schatbbos-Akfiou •der Jiigendgruppe heute ein Faktum bildet, mit dem •in Wien heute gerechnet wird. Der Gcsclligkeitsausschuß hat ׳seine Tätigkeit so sehr erweitert, daß er ■mit!Recht einen Teil des Aufschwunges de׳r Jiugendgrtippe auf sein Konto bucht. ׳Die Leistungen des Arbeitsausschusses für ‘Instandhaltung ■lind Erweiterung der Lokale bat •sein ,Bestes geleistet und präsentiert •heute der Getieralversammkmg ein Lokal, das •u «bestritten eines der schönsten׳ Wiener Jugendheime ist. Die politische ׳Bedenünng der Jugendgruppe ist nicht ׳nur •in der allwelttichen ׳Orthodoxie anerkannt, ׳sondern auch in der gesamten ׳jüdischen OeffeUtUchkeit.sieht die Agudas Jisroel-Jugendgruppe in der ׳Schaffung Anerkennung •erfreuten sich die Luachblätter,!der ■nunmehr seit fünf Jahren jährlich erscheinende literarische Almanach •der Aguda-Jugend. Zu den vielen anerkennenden Aeußerangen ■der Jugendgruppe zählt sie mit Stolz Bunde,spräsidem Mihlas, Altbundespräsident Dr. Hämisch, Altbiuiueskanzler Dr. Seipel, die schriftlich ,ihre Anerkennung zum Ausdruck brachten. Die Krönung ihrer zehnjährigen Tätigkeit sieht die gudas Jisroel J'igcndgrappe in der Schaffung einer Landesvereinigung orthodoxeי •׳ugendgruppen, ׳die Sonntag den 19. Mai aut der ersten Buiidestagung vor sich gehen soll, ls Nächster sprach Herr Theo Klein über die orthodoxe Arbeiter- und Angestellteubewegung, und schlug zum Schluß unter stürmischer Zustimmung der GeiieralvTsatnmiung eine Resolution vor auf Schäftung eines gemischten Schiedsgerichtes von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Herr S. Spitzer berichtet über die B.- Gruppe, deren Aufschwung mit der Gesamtbewegung gleichen Schritt hält. Herr Mcdizinalrat Dr. Reitling er begrüßte namens der Adas Jisroel in herzlichen Worten die Generalversammlung, Herr Hersch Premiuger namens der Hisachdus Jereim. Ueber Antrag der Revisorett wurde dem Vorstand ׳die Entlastung erteilt und unter stürmischer Beteiligung der Mitglieder zur Neuwahl geschritten. Während des Skrutinilims fand die Debatte über die Resolutionsanträge und ,seitens der Mitglieder eingelangter Besclilnßanträge statt, die stellenweise einen sehr stürmischen Verlauf nahm.!In später Nachtstunde wurde das folgende Wahlergebnis bekaiintgegeben: Adler Emil, Baumgarten Salomon. Bondi Hermann, ׳Breuer Ludwig, Dickmann Nechemja, Forst Siegmund, Fürst Simon, Herzog Heinrich, Krakowski Osias, Lewinter Bernhard, Moskowitsch David, Richter Paul. ׳Schächter ׳Markus, Spitzer Siegfried, Sputz David, Stern :Siegmund, Teitelbäum Jakob. Türk! David, Weiß Wilhelm. Revisoren: Austern Max. Brunner Friedrich. Pessach in der ,»Einheit“. Pessaoh gilt!von jeher als die ,heiterste und!weihevollste Feier, Wir begeben die Er- ‘innerutig ׳an; die Gründung des Volkes und seine!Berufung, ln diesem erhabenen ׳Sinne wurde wieder in der ״Einheit“ das Pessachfest begangen. Weihe lag in den Räumen, *in denen sich ׳die :Mäntier und!Frauen zur Anhörung der PessacJ1geschiciht׳en versammelten ■und in Andacht vom Auszu׳g aus der Ktieditschaift hörten und sagten, ln drei großen Sälen waren ■die Tische •blitizblanik ׳gedeckt. Wein erfreute die Teilnehmer und gutes, reich lieh es Essen befriedigte alle. Auch in •das Spital der ׳Barmherzigen Brüder, zur Polizei, in die!Gerichte und zu den;blinden ׳Mädchen in der Darwingasse sandte die ״Einheit“ das Essen. Möge der All/mäch- Ege uns segnen, auf daß wir allen ׳Bedrückten helfen können!