Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 19 (10.5.1929)
- Date
- 1929-05-10
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 4 Nr. 19 JÜDISCHE PRESSE Die schönsten Bubikopf-Perücken kauten Sie Dd^nfrisiersalon ״Favorit“ Bratislava Such6 Myt# 16 Ferü|e!,e/fitken jeder Art fa irofjer Auswahl stets am Lader. wiwiiWBWiiiim^^ «,Thora im fDrcdh lEraz“ und schlägt •nun den Rabbiner Hirsch׳ samt ׳deiti!Derech Ere!z tot, mausetot! Er weift aber mich,t, ׳daß es geradezu Blödsinn 1i׳st, zu ituu. als ■ob «/ßhöra• im IDerech (Erez“!die ׳Hauptsache, das Eigentl'iche, das!׳ Wesentliche der!Ideen) wmf der Arbeit Rabbiner Hirschs gewesen wäre. Er!zähle einmal die Seiten ׳in« Hirsch« «Schriften!nach, die ■davon!reden, und er wird au seinem Erstaunen sehen, daß sie ,wenig sind', ׳so wenig, ,daß sie '— einfach ׳verschwinden in allem anderen. m weichem er über die חורה, die חורה und ׳wieder über die ת\ ר ה schreibt. Er!weiß!nicht, wie Hirsch j a über ״Thora im De rech Erez“ geschrieben hat! Er •weiß ׳nicht, iwie Hirsch!geschrieben bat in ׳seinem ״Religion im!Bunde ׳mit« dem!Fortschritt“ über!den דרך ארץ: CSi e •wollen die «Religion im!Bunde mit dem!Fortschritt, wir!aber wollen den Fort,schritt iim!Bunde mit der Religion“ . . . Und׳ vielleicht ׳will! der Herr ׳Verfasser den •ebenfalls ko.miproniißhalften, bürgerlichen, philiströsen•, •mp־ :ralisiereiidemאילע p ר׳ יודה aus דר׳ נתן nDH'Kap. 28, Ende, d;uzt liegen! Wenn er ivcr,stehen!!will' —!will er dia«!vielleicht •nicht, diaiu# hat er’s bequemer —, ׳was •Hirsch eigentdich *sagt, so lese er die ganze Stelle dort (Ges.!Sehr., •Hilu!Seite 502 und׳ ,die ,Seiten davor und danach). Er weiß nicht, wie •dem!Rabbiner Hirsch ,die תורה das Absolute!ist und aller iDereeh Ereiz ■das!Bedingte. Er lese ׳einmal den, Artikel,: Der Jude und seine Zeit.!Er!weiß •nicht, wie Hi׳r:sd1 ,über das Verhältnis der!fremden!!Bildung zum Judentum« spricht. Br )lese•!die Artikel ״Von den iBczieh'iingen ■der allgemeinen!Bildturigselemente ■zu der speziell ,indischen Bildung“ (Ges.!Sehr., M, iS. 449ff.) 1!!md die ■Poleini'k gegen Or. Heß (Ges. ׳Sehr., #1״ S. 476f'f.j, lind!Hirsch <m iLav. 48:4!u!hd iim Ghanrcv die Kapitel über Tuurost!nd',iu:n1i und Erziehung — d!a wird• er!Kompromißbaiftes.!Bürgerliches, Philiströses usw.!f.mi.dcn! ■Er weiß nicht•, was Hirse,h in• allen seinen anderen Werken geschrieben! hat, :Briefe und Versuche, 1’aurpenk.lä- «rang und׳ Tehillinierklärnng und sechs!Bände gesammelte Schriften — das■ ׳weitere ׳darf er auch• ruhig lesen —• und wie, dieses Judentumsgenfc zeigt,!was das Judentum ist, wenn er — Hirsch — auch westeuropäische ׳Bildung besaß! (Er!weiß ■nicht, ■daß Hirsch nichts Neues gibt, •wie er selber den ׳״Weg «min Heile“ gegangen ist, .alles ans ,תנ״ך ש״ס und1 מדרש geholt hat: daß er nur!die alten Sachen sagt und erklärt und so,!daß sie in die Menschen hineindringen; und daß •er, wenn er ja einmal eine ׳״neue" Idee bringt, immer ,sehr ■vorsichtig ist!und jvielleicht“ und! ״es dürfte ׳möglich sein“ schreibt usw״ mii't der echten jüdischen •Redlichkeit, 'die •in Wahrheit und Ehrlichkeit ׳Großes sieht und׳ nur ganz vorsichtig urteilt ׳und das Hehandelte erst׳ sehr •gut!zu!kennen ׳versucht uud •darin noch sehr behutsam! bleibt. Er weiß ׳nicht, daß eben der ■Gedanke ■der •jüdischen ׳Einzigkeit und ,״Einmaligkeit“ gewiß von vielen genau׳ so!stark ausgesprochen ist, aber von keinem so feurig und ׳eindringlich, so .packend ■und begeisternd! wie van!Rabbiner Hirsch׳, und ,daß eben! der >K׳a1tnpf gegen •jede Verwischung midi Amalgamierung gewiß ,von!vielen •ebenso!überzeugt geführt׳ ist, aber ׳van!keinem! so erziehend ׳und! ׳Mitkämpfer gewinnend, so ׳schlagend und überzeiigmigsehaffend wie ■von. ■Rabbiner Hirsch.!Dies alles — ■vielleicht noch manches •mehr, auch von Rabbiner Hirsch — weiß der Herr Verfasser nicht. ׳Dann׳ soll er aber solch einen Artikel ■nicht schreiben. ״■Spitznamen ׳geben Jst nicht argumentieren und sdiiniipfen: .,nicht, beweisen“, ׳sav?en .die alten Holländer innen!Bckkcr und De'ken: ■die ׳braucht er nicht- .»11 kenden. Aber diese ׳Wahrheit ist algemeia׳, auch ׳jüdisch.!Wenn■ die ostjüdische Jugend rapid zu S1. R. ׳Hirsch!imsteuert, wird ein großer — vielelicht der!weitaus größere —׳ Teil!vor dein Elend bewahrt werden-, das die jüdische Jugend- ‘Westeuropas •vor hundert und achtzig und fünfzig Jahren durchgemaclit und ׳van deren Wundert sie noch ׳absolut nicht .genesen ist und von deren!Wunden, ׳die westeuropäische Jugend genesen wird, wenn sie auch rapid; iz.11 iS. ׳Ri. Hirsch!binsteuert und cs ׳nicht nur hie und da einmal einen gibt, der durch seinen! — Großvater ׳von Rabbiner iHirsch reden hört, und •nicht die als Barmizwogeschenke bekomme neu Hirsch-Bände .nach!zwanzig Jahren noch genau so .,herrlich •ausseihen ׳wie!am ersten Tage!!Die Aguda hat die große Aufgabe, die Zahl, der Thora treuen zu ,vergrölkru!;Alle!möglichen Organisation«-., Verfassung«•- •and Finatuzfragen, ökonomische und soziale 1Fragen, ׳Wählen und Brcz Jüsrocl — das alles ist wunderschön•. Thora ist schließlich noch schöner. Aber 'wenn die jüdischen! Seelen, die in Hundert tausende 11 schlummern, nicht geweckt und zur Tauro geführt werden, kann man beraten und; beraten, aber — חורה מה תהא עליי? Und eben für diese Aufgabe •der Agitda. das• Hiufiihrcn zur Tauro, J-iegen; d׳ie Arbeitswerkzeiigc bereit: die ׳Schriften S. 1R. Hirschs. U t:ne eb t, im Nissan 5689. J. Tal. |0j Nachrichten Adas Jisroel (Schiffschul) Wien II. Infolge von Anzeigen in jüdischen Zeitungen sieht sieh der gefertigte Vorstand veranlaßt, zur Verhütung von Täuschungen und )Irrtümerii bekauntzugebeu, daß •die Selchwareiiverisehleißstel'Je der Firma iFriedmami & Co. der Aufsicht des elirw. Rabbinates der Adasrjisroel untersteht. Die unter ׳Firma Eisen & Comp, stehende Verkaufsstelle im VM. ׳Bezirk, Neubaugasse 15, untersteht •der Aufsieht des Rabbinates nicht ׳und das betreffende Rabbinat ist daher •nicht in der Lage, für das ׳Kasch 1*׳utl1 dieser Ver- ■sclvleißstelle eine Gewähr zu übernehmen. Wien, am 12• «Nissan :5689 (22. April). Der V 0 r s t a 11 d. Auftakt zur zehnjährigen Gründlings״ feier der Jugendgruppe A!m zweiten Tag iPessach versammelte!sich hi der Wohnung des Herrn Wolf ■P a p p e u 11 e ,i׳m eine große Anzahl gewesener und jetziger Mitglieder der Jugendgruppe, um ׳die Wiederkehr des zehnjährigen Griindungs-■ taiges zu feiern. Nachdem Herr Wolf!P a p p e n h e i m die Erschienenen begrüßt hatte, ergriff Herr Nathan H e r z k a das Wort. Er erinnerte daran, ■daß er vor •zehn Jahren zum ersten geschäftsführenden Obmann der Jugendgruppe gewählt wurde und freut c!s Hin, Herrn 1Pappenheim —. auf dessen ׳Veranlassung die Jugenidgruppe vor zehn Jahren gegründet wurde, :in bester Gesundheit begrüßen zu können. Redner schilderte ׳den Werdegang der Jugend- Spendet für den dar Adas Jisroel, Wien, II., Nastroygassa 11 00©l Bttchar 1000 Der Große Brockhaus, Band II, Mit Spannung־ erwartet, ist nun der zweite Band des ״Großen Brockhaiis“ ,erschienen. Alles was sich im Alphabet zwischen Asuncion in Paraguay und dem poln!־ sehen Marktflecken Bla/owa bewegt, hat liier eine Heim- Stätte gefunden. Und welch’ prächtige Heimstätte! Wieder — wie auch schon beiin ersten Band — können, wir darauf Hinweisen, daß der ״Große Brockbaus“ vor-■ trefflich versteht, sielt mitten tu unser heutiges Leben htneinzuversetzen, unvergleichlich den Anforderungen entspricht, die wir an ein modernes Nachschlagewerk stellen: nicht nur Auskunft zu geben, sondern auch Winke und Ratschläge für das tägliche Leben, für Beruf und Familie, für Arbeit und Mußestunden. Es ist unmöglich, auch nur annähernd ein Bild von der Vielgestaltigkeit und Uiierschöpflichkeit zu geben, der wir beim Durcliblättern dieser 800 Seiten begegnen. Den Kaufmann werden besonders Artikel wie ״Arbeitsvertrag“ oder ,,Ausfuhrteclinik“ fesseln. Unter dem Stichwort ״Bilanz“ findet er genaue Angaben zur Aufstellung und Beurteilung eines Vermögensnachweises. Dem Beamten werden die Besoldtmgstabelle oder die ausführlichen Darlegungen über Beamten־׳ Organisationen und Beamtenrecht wertvoll sein. Ein Artikel ״Betriebsrat“ unterrichtet über die neuesten Bestimmungen, auf dein Gebiete der Arbeitsgesetzgebung in Deutschland und im Ausländ. Der Musikfreund findet in .den Auftführungen über ״Beethoven“ das Musterbeispiel einer knapp gehaltenen und doch erschöpfenden biographischen Darstellung. Das beigegebene Bildmaterial kann man sich nicht reichhaltiger denken. Wir finden Beethovens Handschrift, Scherenschnitte aus seiner Jugendzeit, zeitgenöss:is.che Bilder, ein Faksimile des Anfangs vom 3. Satz y einer Klaviersonate, die. Totenmaske, Bilder von Zeitgenös)־ seit, die dem Meister nahestanden, und des Geburts- und Sterbehauses. Der Artikel ״Bienenzucht“ gibt. klare und: praktische Anweisungen für Bienenwirtschaft. Zum Artikel ״Autostraßen“ bringt eine Tafel besonders charakteristische Aufnahmen, bei denen weder die Avus noch der Nürburgring noeh die Versuchsstraße auf dem Dach der Fiatwerke in Turin vergessen sind. Die Fülle des Stoffes ist erstaunlich. Der Praktiker, der Gelehrte, der Journalist, . die Hausfrau, sie alle, werden ihre helle Freude an dem' Band haben. Entzückend, zum Beispiel ist das Einkiebe- . bildchen zum. Artikel ״Biedermeier“: Die .Stickerin von *•Friedrich Kersting, aus dem Schloßmuseum in Weimar• Zart und duftig sind die Farben herausgebrachf, wir können keine bessere Anschauung bekommen von dem, was sich ״für uns mit dem Begriff ״Biedermeier“ verbindet. Um eine Vorsteilung von der drucktechnischen Vollkommenbeit des Werkes zu erhalten, betrachte man die Tafel ״Bildnismalerei“, die uns durch che Geschichte der Malerei von Jan van Eyck bis Lieberntann und van Gogh führt. Daß die Verwendung von Autotypien im Text, die hier zum ersten Male in einem großen Lexikon erfolgt, die Anschaulichkeit des Stoffes in ungewöhnlicher Weise er- 'höht, haben wir bereits beim ersten Band erwähnen: können. Daß unsere österreichischen Verhältnisse int ״Großen Brockhaus“ grundsätzlich Berücksichtigung und eingehende Darstellung finden, konnten wir schon beim ersten Band mit Genugtuung feststellen. Um nur einige Beispiele aus dem neuen Baud anzuführen: Auf den Tafeln ״Bau'- kirnst des 19. und 20. Jahrhunderts“ sehen wir das neue Rathaus das Postsparkassengebäude und einen modernen; Wolinlüiuserblock der Gemeinde Wien; auf der Tafel ״Bibliothek“ finden wir die Aufnahme einer Volkslesqhalle unserer Bundeshauptstadt. Bei juristischen Fragen folgen der Darstellung des deutschen Rechts stets die Abweichungen in Oesterreich. Gute Beispiele dieser gleichmäßigen Behandlung geben auch Artikel wie ״Ausländer“, ״Banken“ usw. Der letzte Alleswisser ist wohl Leibniz gewesen; zwischen iltm und uns liegen aber zweihundert Jahre angestrengtester menschlicher Arbeit. Selbst dem Gebildeten ist es heute unmöglich, jede Sache und jeden Ausdruck zu verstehen, der ihm in der Zeitung oder im Gespräch begegnet, und so braucht jeder heute ein modernes Nach- Schlagwerk. Dann aber ist schon der ״Große Blockhaus“ in erster Linie zu empfehlen, um so mehr, als das bandweise Erscheinen gerade jetzt für wenige Mark monatlich fast jedem den Erwerb möglich macht. WZOell. Wegweiser durch die Sommerfrischen und ,Wmter- Sportplätze Oesterreichs. In der Reihe dieser vom Oesterreichischen Verkehrsbüro herausgegebenen Wegweiser ist soeben Band 11 (O b e r ö s t e r r e i c h) neu erschienen, so daß nunmehr mit den schon früher erschienenen (Band 111: Kärnten, und Band VI: Tirol und Vorarlberg) drei •Bände in neuer Bearbeitung vorliegen. Die Wegweiser enthalten erschöpfende Berichte der einzelnen Gemeinden über: Erreichbarkeit, ärztliche Hilfe, Unterkunft׳ und Verpflegung, (einschließlich der Privatquartiere und Lebensmittelpreise), Waldesnähe, Spaziergänge, Bergtouren, Badegelegenheit, Heilbäder, , Sportmögiichkeiten, Unterhaltungen , usw. usw., so daß sich der Sommergast und Sportsmann tatsächlich über alles Wissenswerte auf Grund dieser aktuellen Auskünfte informieren kann. Der Preis der einzelnen Bände beträgt: S 2.50 (Kärnten), S 3 (Ober- Österreich), S 3 (Tirol und Vorarlberg), Porto 20 Groschen. Beziehbar durch das Oesterreichiscne Verkehrsbüro in Wien, L, Friedrichstraße 7, und durch jede Buchhandlung. VH Ufo GRAMOPHONFREUNDE! *, IST DER SCHLAGER vom 1g 2 g. ,.Qheimädetlhaus WIE/V. IV WIEDNEP HAL'PTSrP. Wir liefern 10 neue Platten mit S 10.-- Anzahlung und S 2.— Wochenrate ohne Preiserhöhung!gruppe, ■ihr Lehren und Lernen, ׳und Ihren'׳segensreichen Einfluß auf junge Leute und hob auch das gu.te Einvernehmen zwischen Ostlern und Westlern iierVjör.’ Herr Pappen hei nt könne auf dieses Werk stolz sein. Herr Hcrzka «gratulierte auch der Jugendgruppe, ■daß sic immer von tiichitigen Menschen geführt würde, die diese Anstalt zu einer von!allen anerkannten,!Achtung gebietenden Höhe gebracht haben. Am Ende seiner Ausführungen erachtete er es als! besondere Pflicht, ׳all den Vortragenden für ihre •schönen Leistungen den Dank auszusprechen und schloß mit den besten Wünschen für die Zukunft. Herr!Isidor •■Frommer überbrachte die Wünsche des Beshamidrasch. Sich •auf einen Ausspruch der Haftora vorn ersten Tage Pessach: ״Denn •der Ort. auf ׳dem ׳Du stehst, ist .heilig“ ׳beziehend, führte er aus. ,daß auch die Jugend- ׳gruppe ein hochheiliger Ort ist und es ׳daher!Pflicht aller Sei, ׳die Jugendgruppe nach besten!Kräften zu unterstützen. Herr Leopold Lederer brachte riamdhs der Jesdd Hathora söine besten Wünsche zum Ausdrucke. Lebhaft •akklamiert, ergriff Herr Wolf •Pappenhoim nochmals das Wort und ermahnte seine jungen Freunde zum Festhalten und Aiisharrcn!bei unserer heiligen Lehre. Zum Schluß .sprach noch Herr Sigi Stern, der derzeitige geschäftsführcnde Vizepräsident der Jugendgruppe. Die Jugendgruppe, führte er!aus. •wunde vor zehn Jahren am zweiten Tag!Pessach gegründet, •an• demselben Tage, an dem mit dem Zählen der Scfirah begonnen wird und so wie die •Seüirah eine Vorbereitung!ziüni Empfang ׳der Thora am Schewuotb ist, ist ׳die Jugendgruppe eine Vorbe-reitung •für das (Leben. Seine Mitteilung, •daß •in Kürze ein Jugendgruppe•־ treffen in Wien ׳staftfinden wird, zu welchem bereits vieie Vormenkiirrgen varliegen. wurde mit Beifall ׳aufgenommen. Mit!dem feierlichen Versprechen, die Jugendgmippc auch weiterhin in :bisheriger alttraditionel'ler VVeXse zu führen, .beendigte •Herr Stern seine Ausführungen. Das erste B-Gruppen-Treffen. A׳m )zwei ten Tag . OhrilUMaimaes!'Pessach;. Soun tag den: 28.!April, fand das erste 'Bezinksgriuppentreffen der Jagendgrupipen 1W i'en! ׳J׳I, XX, XVI, VI, Frater!und ■der .Be- ׳ziriksgruppe 1B,a׳de!n ■statt. 'Schon lange ivor •der augbsetzten.׳ Ze׳i!t waren׳ ■di!e ersten Gruppen ׳;um ilh.nc 1F1tilh׳rer ׳versammelt. .Genau 1mm ihalb 11• U.hr erschienen die Ba׳de!ne1r unter 1F1ühr׳nng. der •Herren׳ Rotschild ׳und• Kaiuifmamin animar־ schiert,!in •rascher Folge kaimen dann •die׳ einzeln eh Wiener Gruppen u.nteir ׳Leitung der ׳Gruppenführer Adler, Spitzer, Wieiß,!Diekmann■, Schächter. Türken. Ein lebhaftes ׳Wechsel- •seitiges Ghasalk tuntd ■schon waren ■die!Reihen׳ geordnet• zum 'Marsch 1i!n den Schönbrunner Tlerparlk, deren! iDireiktion sieih ׳•zu •einer ermäßigten Ein trat tsgeibii'hr ׳verstand.' Uim 1 Uhr wurde eine Pause eingeschaltet. Um halb 6 Uhr fand ,das T.pofifen ■im großen׳ Saa'l!c der Jugendgmippe . seinen; Ab- Schluß. Jfön ׳Bild von 11׳:nwiderstelh11!ic:he׳m1 ׳R.e‘i!z: bot sich da dem iBesiiicher ■dar.!Der grüße .Saat, mit Girlanden gesclhrmücikt, 'überfüllt vorn Jugend, oder «besser gesagt ■Jüngsten! Zwiscbemdinrch einige :Gruppenführer •und .a/ucihi 'zahlreiche Gäste.!Herr :S p:l t z e r!begrüßte die Anwesendem ׳Als Erster sprach dann :fiir die!Bezirksgni'ppe Wien!11 Scheuer ,!riiit entzückendem •!Schwang, der den zukünftigen Führer erkennen (ließ. •Fritz Deutsch iüanjid' iherzitiche Wortefür .׳die!Beizir/ksgriuppe ׳Baden. Ernanne!! Wickler berichteite •über •die Läge •!i׳n.!Baden um einer wo,h!!!g׳e!1u.n,gen«en Rede.'Herr Rot- «cihiid (Baden׳),!Sieg.;Stern (1Wien)!und Sr. Ehlrw. Herr Rabbiner Dr. ׳Polläk (Wien) sprachen über die׳ Auf,gaben •der ׳Bewegung!und fanden fair liihne ■prächtigen Ausfifh- ,rangen ,herzlichen .׳Da!nilv )bei «den Jungem Die Generalversammlung des Wiener Talmud-Thorä-Schulvereines. Am 28. April fand die GeneralyersammUing des Wiener Schulvereines Tainu1d־Thora. stätt. Sie stand im Zeichen des bevorstehenden a c it t z i g j ä 11 r i g eji Jubiläums des Schulvereines, das vorzuberejten die Aufgäbe dieser Generalversammlung gewesen ist. Es darf besonders hervorgehoben werden; daß sehr viele, der in Wien wohnenden ehemaligen Schüler gekommen, waren, um ihr Interesse ihrer Schule gegenüber zu dokumentieren. Einem dieser ehemaligen Schüler, Herrn Josef G 1 ii c k s e 1 i g, der die Schule noch im Gründungsjahr 1851 besuchte, und der gekommen ist,’ unt in vollkommenener geistiger und körperlicher Frische an der Generalversammlung teilzunehmen, wurden besonders' herzliche Ovationen bereitet, die in dein Antrag des Herijii׳ Dr. Pollak gipfelten, einen- Josef-Gliickselig-Fonds: zu schaffen, dessen Erträgnisse ztir Beschaffung •von Schulrequisiten und Lehrbüchern für bedürftige Schüler der Talmud-Thora dienen sollen. Ein zweites bedeutsames Ereignis der Oeneralversainmlüüg war das Referat des Vorstandsmitgliedes, Umv.-Prbf. Dr: Max Eisler, über das Thema ״Unser neues Sch u l haus, unsere neuen A11fg־ab eh“. Herr Unlv.-Prof; Dr. Eisler gab in einen! instruktiven Referat ein anschauliches Bild über den bisherigen Werdegang und Entwicklung der Schule. Der Ankauf des Nachbarhauses bildet eine neue große Möglichkeit für die Entwicklung dieser ältesten Wiener jüdischen Kultusinstitution, wenn . . . -wenn-dieWiener Judenschaft es verstehen und beherzigen'־wird, wie dringend notwendig eine in religiösem Geiste geleitete Schule für. die gedeihliche, Entwicklung, der Wiener- Judenschaft ist. Einen besonderen Punkt der Tagesordnung bildete die Begrüßung des Schularztes, Herrn Dr. Isidor R e i n i.g er, anläßlich seiner Ernennung zum M-e di z 1:1t a l rat. Diese Auszeichnung wurde Herrn . Medizinalrat .•mit Rücksicht auf seine mehr als 25jährige uneigennützige und ..erfolgreiche Tätigkeit« als. Schularzt an der Talmud-Thora verjliehen. Dr. Reiniger entzog sich aber der öffentlichen Begrüßung durch seine. Abwesenheit, die er, in eiqent 1m herzlichen Ton gehaltenen Briefe der Generalversammlung mitgeteilt‘ hat., Vprstandsmitglied Di‘.: Josef Bondi hat diesen Brief zur Verlegung ,gebracht' uW. mit Rücksicht auf deii Wunsch des Herrn DK Reiniget, nur iiV khäppen Worten seine segensreiche Arbeit für die Schule ge-