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Jüdische Presse · 1929-05-10 · 19 (10.5.1929) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
19 (10.5.1929)
Date
1929-05-10
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nn 19 jüdischöti öder unjüdischen Organisation zu betrachten. Wer kann die tausend Motive ermessen, aus derieri jemand sogar dem Misrachi einen Beitrag zahlt» geschweige denn, aus denen er g 1 ä li b t, der Territorial gemeinde» in die er h! n e i n g e b o r e n ist Und die ihm1 vielleicht alle religiösen Institutionen bietet, Steuer zahlen zu müssen? Will er zu uns kommen und bekennt er eben da mit das große Ideal def Thora-Sou v e r ä n i t ä t als Ziel aller j ii d i* sehen Entwicklung, sö bedeutet seihe etwaige Wahl nichts Weniger a ls e i n ״Kompromiß mit 0 rg a rt I s a t i o n e n, die die Thora ui c h t als G r ti n dläge kennen“. Ich resümiere: Der § 4 besteht einmal; er läßt sich rechtfertige!!, ohne daß mau der persönlichen religiösen Ehre der Misrachisten zu uahetritt, und seine Abschaffung kann billigerweise nicht gefordert werden, so lange ganze Länder seiner als yWI J)VD zu bedürfen glauben. Den Paragraphen aber entgegen seinem Sinne und seiner Genesis auf Eiuzeigemeinden oder lokale Körperschaften auszudehnen, ist ein weder sittlich zu rechtfertigendes, noch den Lebensintcressen der Aguda. dienliches Unternehmen. Diese Verschärfung würde eine. גדרה שאין רוב בצבור יכולין לעמוד ב1ן bedeuten. Öer Augestelltenbund ״Agudas Jisfoel“. iGeisotzestreue lAr'beitineibmer!in DentsciMaud haben sich •zu eiinieini iBmrid z1asafn11me.ngeschilos.scn!und wenden!sich mit einem 1propag:a1ndii!s tischen Aufmiif ׳״Der jüdische Augestellte" an! ׳iihro sublbatfeiernden 1Stund es'genossen. .1,11 1t!n׳se-!rer Zeit der Organisationen ist auch dieser. Zusammen- Schluß .׳verstäindil'ici!!.׳. lEs Le raschen! ׳nnlbediuigt :Mlßstände rm Lager der!jdid'isclien (Arbeitgeber, die ■behoben werden müssen!, ׳sollen •viele1 Arbeitnehmer nicht der Geialhr aaskesetizt werden, dem חילול שבת zum Opfer au fallen. Und rnia.a :kaum wohll cr/warten, daß citri, jiüdiseher An׳gestelitenlhiarid in!Deiutsohiliand in verschiedenem Fällten eher imstande sein!wird, bei eimeirn Arbeitgeber 1Gelhör ■für berecihtigbe Klage :au irinden׳, als׳ •der ׳Angestellte׳ -selbst aüleiu.!Niemand, .am :allerwenigsten ein N,ichtd׳en1tscher —!hätte dem deutschen jüdischen An1ge׳st׳e!l!ltenbu׳nd etwas d,rclt1:z1u reden, wen,11 c,s sich! ,nicht mim׳ ׳den!Namen ״Agudas Jisroed:“ ■handeln, wiirdie. den sich dieser ißnnd׳ foclgctegt hat. Alis!Mitglied• der Agudas Jisroel!bi.11 :ich 'berechtigt, Steilliaag!au nehmen gegen das Vorgehen derjenigen, die dieses• Gei- ■sfceskiind• ׳ins Leben׳ gelaufen haben.!Um •es vorweg .2111;!nehmen!, der Name ■ist irrefiährenid and d!i׳c Versehenlkarng dieses (Namens ciime Ungeheueriicihlkcit. ׳Der1 Name, ist .i׳rrcf,ährend,!denn der Biaad ist •nicht ein iBniid'ijiiidiiischer Angestelltem, •der der Aguda« Jisroel angehört, ihm Gegenteil!!Im dritten Abschnitt des Aufrufes heißt cs ausdrücklich. daß' der!Bund׳ :in ׳v ö ll'l i <g׳e r •Um ab- 11׳ ä 11 gii'gik cli t von Agmdas ,Jisroeil geleitet •11 nid .arbeiten wird.!Narr :seine •Satzungen und deren Aetideriimgen• ־unter- Illiegen■ ider Genehmigung des r,a,bb:.!löschen Lamdesraitcs Agadas Jisro׳eI: in!Deutschlaud. ,wie׳ es § 19׳ der Sat׳a1nagen׳ dar tut«. Natürlich ist hier der •rabibitiiische •La:ndes;rat der Agadas J'isroei in Deutsch Land gemeint.!Niemand!kann cs iwiuudenniehmeii, iweimi irgend׳ wieilolie Vercfnlgiung gesetzest reu er Jelhiadim — 011111c bcstimimte• ,jüdisch-politische Rüdhturig — heutzutage׳ es dem •nablbiirischen1 iLandesrat der Agadas Jisiroei überträgt, über diic ״reiu‘-rcii1gi1ös!e iZmUis- -siglkeit ihres!Auftreten« und1 Wirkens :zu ,irr teilen. Denn ׳es muß •den; weitestgehenden• ,Forderungen, die!vorn!Mitgliedern .gestellt werden! .!klömmen, Rechnung getragen ,werden׳. Und über .den! nabibiiimsohen, Landesrat der Agudas .Jisroel■ hinaus diiinfte wohl ikeliae Forde,r׳ang .reichen. Als.!Mitglied de.r Agiuidas Ji,s roel. Lamm;101׳ es!zwar be- •dauern, ,daß es iu Dcutschhimd1 auch einen Esra-Riumd gibt, der sich ebenfalls bii,s auf!den raibbinischen■ R׳a:t Jossaigt von allem,!was Agudas Jisroel1 zu Agudas Jisroel stempelt. Aber der Esra-Baad׳ «trcicliClt ׳wenigstens ,nicht mit einer ■wohlwollenden•!Hapd die Agudalhadke. Nichts i,11׳ ,seinem Namen, ebensowenig in;,-seiner' ׳Leitiuhig -amd seinen׳ Tendenzen erinnert dn Agudäs-Jisroei-Orgariisaiion. Der (ArügesteOJtenlbiMad dahingegen fuhrt •sogar den Näimen• ,»Agudas Jisroel“, und z\v׳a,r aus Pietätsgrmnden. Im dritten Abschnitt steht es ׳kiliipp •und' klar!zu :lesen: Die StefetrVermittlung der Agudas J'isroei in ■Deutschiland 'hat 'in ׳zehmjälhlriger Arbeit ־:für die jüdischen Angestellten in ׳Deutsciniiand, ohne mach ,ihrer jüdisch-ipolitlscheri! lEimstelüartg!zu fragen, so viel and so Bedeutsames ,geleistet,1 •daß rd!ie nun in •nette Form sich •liitiiende Arbeit der Steiferiver- ׳mittilurrg kerne UndauJkbarkeiit •zeigen ,,kann. .jMnitct■ •man uns ׳zu“, so 11,amtet es, ,»gleich dom Kudkuck litisere!Mutter zu verleugnen^ masere Mutter z:u■ vergessen•, unsere,!Mluttef ׳״Agudas Jisroel“! Deshalb allein der Beiname ״Aguda« Jisroel“, als ,Emblem der dankbaren!Pietät. Die Pietät geht noch! einen Schritt weiter. 'Von der :mindestens 11׳, hoch- •stens■ 23!Mitglieder zählenden iBmrideSleitiung!wird aus den :Mitgliedern e i n Mitglied durch ,die Fa ad es Organisation der Agiudas Jiisroel ׳und ei n Mitglied durch die .langendorganisation der Agudas Jisroel!:ernannt.“ ,Wie beurteilt *die Aigttdas Jisroeil-Orgarnisation •das Wo!bl!wo!11Len, :das der• ■deutsch.jüdische :Angestelltenbuiad •ihr!gegenüber zeigt? iNicihtdeutsehc Agadisten!können: aatiiilllich niiclht •iiibcr die lEmiptf in (!langen deutscher Agadisten■!urteilen oder .!zu!Gericht sitzen. Aber da das Uiirngelkehrte sicher auch wohl der Fall ist, wird imarn es deutscherseits nicht ׳venübelh können, daß es :mich!deutsche Agadisten gibt, ׳welche diese ׳streichelnde ,Hand •als •einen Fan st schlag ins AgudaaritJibz •empfinden׳. Aber, es geht hier am mehr :als ׳am: Brnipfindurügen. Es (!liegt hiebei eine (Handlung irgend' eines Organs der deutschen• Landcsorgamisation!der Agadas Jisroel ׳vor. die im Rahmen dier Weit Organisation ■Agudas Jisroel als anrcchtimüßig bezeichnet werden, muß. Jm 'Sch1!mßs,at:z •des ׳drittem (Abschnittes heißt es wörtlich: ״Freudig begrüßen wir es, daß •die Or-gamc von Agudas Jisroeil •gestattet (haben׳, ■unserem .׳Bund ■ihren :Namen ״zu geben“, 1wen׳n ׳auch ■unser -Bund im völliger U11abihängiiigkeit von Agudas Jisroel geleitet mrad ,arbeiteri :wird.“ ,Welches Organ der Weltorganisation ,'hat •das ge- ■stuftet? Welches Organ )könnte es gestatten׳, daß Agudas Jis- ■ ׳roel seinen׳ ׳Namen als äußere Staffage, als (Beinamen ,irgend einer nichtagadistischen Ongan'isation ־überträgt? Oie iLaindesorganisatiion d׳cr Agudas Jisroel in iDeutsc'hilan.d ,hätte ebens.owe׳i1i׳g Recht, ■über das heiligste Gat ׳der Weltorganisation za •verfügen;, ■wie ■es der gesamte geschäftsifiiihreade■ ■Ausschuß ,hätte. (Es!käme höchstens dafür der Zentralrat 1:11 ,Betracht. Unid wenn dieser es gestatten sollte, hätte:,die Weltonganisation Agudas Jisroel׳ ,sich ׳selbst gerichtet.!Nicht daß •de,!• ״Angesteililtenibanid“ ׳ sich den׳ N:a- ■inen: ׳״Agadas Jisroel“ beilegt, sondern daß irgendein Or- -gan •der deutschen Laadesorgamiisation der Agudas Jisroel sieh das!Recht herausgenommen hat׳,!den!!Namen Agadas Jisroel >z:u v er schenken, ist die fast angilaubiliche Ungeheuerilkihikelt, die geschehen!ist. Welche Opportnuitätsgriiade oder :palitiscihe Erwägungen •die betreffenden deutschen Or- 1 gaae: von Agadas Jisroeil •dabei auch, geleitet ,halben mögen, •die ׳Kenessio :Gedaullo der ׳We,lt01׳rganis׳afci׳at1 Aguidas Ji׳sroel ׳wird‘ -für dieses Vorgehen׳ kein Verständnis aiüDbringen können und den Schritt •desavouieren müssen•.!Denn Agudas Jisroel umfaßt 1aiem!al׳s :mit seinem :Namen Einzeiiipersonen oder!Gruppen, die nicht der Or g,a 11 i sa t i 0:11 der Agudas Jisroel■ ■augehören. Zürich, •im (Nissan 5689. Dr. T. Lewenstem. Ein Aufruf an Agudisten und Nichtagudisten. Wir erhalten folgenden von den!Herren Alexander Altmann, Trier, 1Ed1\v,in Feist, Frankfurt a. :M., Dr. ׳Ernst Freimann. Frankfurt a.;M., Theo Katzenstein. Frankfurt, Rechtsanwalt Josef!Klibansky, Fraakfart, [Herbert!Kruskal, Frankfurt, Walter ■Joseph, Frankfurt, ,Jakob Landau, Frankfurt, Dr. Arnold Mera'bac'h. Frankfurt, Manfred ׳Neuberger. Frankfurt, Dr. ׳Max Oppenheimer, Mainz, Rabb, ,Dr. David Ochs, ׳Berlin, Rechtsa.nwal't Moritz iPinkus, 'Frankfurt, Rechtsanwalt Isaak iRosenheim, Frankfurt.■ Walter ,Riesen- Aus Vergangenheit und Gegenwart. Palästinensische Ausgrabungen vor dem Internationalen Arcliäologenkongreß in Berlin. Professor Sukenik .iiber neue Synagogenforschungen. 1B e r 1 i!1, 28. April. >(J. T. A.) Aaf •dein •Internationalen Archäolögenkotigrcß, der soben in :Berlin eine Tagung abhielt, hielt!Herr Professor Sakenik ein yiel!beachtetes Referat über •den Stand der neuesten Synagogenforschung in ׳Palästina. (Hs ,handelt sich — so führte er ■in der Einleitung aus — 11111 ein ‘Gebiet, auf dem die bahnbrechende Arbeit von deutschen!Gelehrten geleistet wurde. Es war die Expedition der ״Deutschen Orient- Gesellschaft“, die in 'den Jahren 1905 •und 1907 unter ׳der Leitung ,von ,Köhl und Watzinger di Synagogen iu :Galiläa teilweise ausgrub, ׳wobei es gelang, die ׳Grundform der antiken palästinensischen •Synagoge :festzustellen und vieles der alten Synagogenornamentiik zutage ׳zu .׳bringen. :Die ׳Universität i:n Jerusalem, fuhr Prof.;Sukenäk fort, beabsichtigt, in der nächsten Zeit eine totale :Freilegung •der alten!Synagogen vorzunehmen׳. Vorläufig sind nur zwei der von!Kohl und Watzinger teilweise freigelcgten Synagogen völlig ausgegraben: ■die bekannte Synagoge von iKapermaum (Teil :Ham) ■und die Synagoge von üliorazin!ÖKeraze). Die Ausgrabung der. 1Kaper11׳a׳am-'Sy׳nagoge .hüben *die Franziskan er ׳beendet; deren Bauzeit verlegt Orfall in das erste Jahr hundert. Wichtigere 'Resultate haben sich bei der völligen Freilegung der Synagoge ׳von Chorazin ergeben, die das Ant'iqaitätendepartemeiit der Palästina-Regierung vorgenommen 'hat, '' iProf, Sukeni'k wandte sich •der-Tätigkeit der ״Jiidisehen Archäologischen Gesellschaft“ in Jerusalem zu, die sich ■mit dem neuen Synagogeiifitnd bei Tiberias!befaßt hat. Die Ruine dieser Synagoge wurde beim Wegbau nahe Tiberias entdeckt. Die .Bau,form ist die bei allen Synagogen Palästinas übliche tBasilikäforin. Von besonderem Interesse sind 'Reste des Thoraschreimes mit kiein-arch'itektonischen Bildwerken, wie Säulchen •und!kleinen Türen mit!Marmorbelag. Außerdem sei eine steinerne Menöräh erwähnt, •die erste in ihrer Art. die mau in einer antiken Synagoge eiltdeckt hat. Ein ganz neu entdeckter Syuagogentyp äst eine Synagoge bei Jericho, die im letzten ■Kriegsjahre aafgefanden wurde, als eine ■Bombe auf dem türkischen Lager nahe Jericho in einen• Hügel einschlug «und •die ׳Engländer tags darauf Teile eines' Mosaikfußbodens ■m'it einer aramaischen Inschrift freigelegt fanden. Diese Synagoge wurde nach ׳dein ׳Kriege •von den Dominikanern aasgegrabeti, wobei reicher dekorativer Zierat ans Tageslicht gebracht wurde. Auch diese Synagoge ׳ist im iBasilikastil angelegt und ist von Vorplatz, Hof und Seitengebäude umgeben. Am bemerkenswertesten •ist der Mosaikboden des Mittel schiff es; er weist verschiedene Abbildungen von Vögeln, Tieren, Früchten und dergleichen auf. Der Innenkre'is umschließt das iMittelstiick: eine figürliche!Darstellung der Sonne, •die auf einem Viergespaninvagen ein Heer fährt. Um dieses Mittel stück sind •in ׳Kreisform die zwölf Sternbilder angeordnet. I׳n den vier Ecken sind Figuren angebracht, ■die die vier Jahreszeiten symbolisieren,!Hebräische Inschriften erläutern den!Sinn der ,Darstellungen. Oie (Bilder sind ׳leider fast uur in den Umrissen enthalten. YVir haben hier dieselbe Erscheinung, die man auch iu anderen antiken Synagogen beobachten konnte; offenbar haben die Juden in einer späteren!Periode der Bilderstürmerei alle figürlichen •Dar- Stellungen zerstört oder gänzlich entfernt. Oberhalb Müs Zodiakus schließt sich eine weitere Darstellung an, die mau nur dank einer gaterhaltenen hebräischen •Inschrift deuten konnte. Von rechts und links schreiten zwei Löwen auf eine in der Mitte befindliche Figur zu, ׳von der mir Reste beider Hände erhalten sind. Die Inschrift zeigt den ׳Namen Daniel, offenbar handelt es sich am •eine!Darstellung Daniels in der Löwengrube. Im Siidteil des Baues ׳zeigt der Mosaik die Darstellung eines Thoraschreines, flankiert von •zwei siebeuarmigen Leuchtern. 2׳WOüS>i?cl?S KINb זוג &ve jü6tsclje $<3>uk 4®oCAs -u.7fiauphscfiu&für finalen, -undflläddefi mitOfeni&Akeäsrecäl י //. ITlatzgasst 76 _ כשר SEIFE Marke: ALEFBETH mit הכשף des orth. Rabbinatsassessors, Koäice, erzeugt ״POLIO“ IPRIISDMANN & Co. SEIFEN- UND KERZENPABRIK, KOSICE Portoroje bei Triest V Pension Rubinstein Einzig ritüeliös Halls am Platze. Neben RttfättStalt und Sttand. Bekannt erstklassige Verpflegung und freundliche Bedienung. Mäßige Preise. Prospekte auf Verlangen. fel׳d, Würzburg, ׳Dr. Isaak Schncrb, ,Frankfurt, Bcrthold Strauß, Frankfurt, /Manfred Schames, Frankfurt, ,Julius Ulimann, YViiirzburg. Rabb. 'Dr. Josef , Unna, Frankfurt, Karl Weil Frankfurt, iDr. Robert Weiß,!Berlin, •Unterzeichneten Aufruf: Wir Unterzeichnete, aus verschiedenen organisatorisehen Lagern der •Orthodoxie stammend, ,haben •uns in der Erkenntnis zusamnieugefuriden. daß ,die traurige ׳politische Zerklüftung innerhalb der gesetzestreuen Jadenheit die V-erwirkÜ'C'h'ung der wichtigsten gemeinsamen ׳Gegenwärtsaufgaben :immer wieder aafhält, :ja sogar ■gefährdet. Nur eine g c s c ׳h 1 0 s s •e 11 e o r g a 11 i s a t 0rische Einheit kan n :d 1 c O r t ■11 0 d o x i e :f ii r i '11 r e großen ZieTe 1׳ e'be n s׳f r i s eh lind aribeitsfähig er!11 alten!!B e d a •r f es aber h ■i e z u e ׳i n e r 11 e ncn 0 rg a 11 i s a t i 0׳ m? ■War cs nicht der ursprüngliche Gedanke der Agudas Jisroel, alle Juden, die auf •dem!Boden der Thora und der UeberMcferung stehen, gleichberechtigt zu einen! und so die!Orthodoxie zu •einem machtvollen Faktor der Stärkung nach innen •und der Stoßkraft nach außen zu gestalten? iHciite ist :Agudas Jisroel zwar leider noch davon entfernt, alle Gesetzestreuen in ihrem Lager zu sehen, ׳immer ,noch stehen 1Gruppen, die ihrer ,jüdischen Ueberzciiigungstreue 11 a׳c׳ 11׳zu ׳ihr gehören, abseits, weil ■poli tische :Faktoren zu Scheidewänden geworden sind, ׳welche die tausendfach ,wesentlicheren 'Bande •der •gemeinsamen Grundgesinnung übersehen lassen. Agudas Jisroel aber k a 11 11׳ die Gesaintorganisation der geeinten gesetzestreuen Judenhoit werden, wenn in ■i!hr ein auf Verständnis •and ,Verständigung ׳gerichteter Wille, alle, die ihre Freunde sein ׳möchten, zur ,Mitarbeit zu gewinnen vermag. Ist doch ihr Programm nicht das Sonderprogramm einer Partei, ׳sondern das Programm :des Judentums selbst. Eine zeitweilige andere Taktik dürfte kein •Grund dafür sciu. sich von ihr abzuwenden oder ׳neue Experimente von iPartcibiidungen zu machen. So ׳geht denn unser Ruf •dahin, den •11 r s,p r ii n g- '1 i c 11׳ e •11 ׳G e ,d a n k c 11 d e r A g 11 ׳d a s J i s r 0 e i — ■die Zusammenfassung der räumlich, geistig, sozial oder politisc'h getrennten (Gruppen der ׳Orthodoxie —, wie er den Gründern (Jizohak Halevi, Louis .Feist) vorschwebte, w i e d e r 11׳ m z 1׳! v e r w ו r. k 1 i e ■h e 11.. Gerade jetzt, da Agadas Jisroel sich zur ,11. K e 11 ess i 0 h Ged au!1 o h (Weltkongreß) rüstet, kann unser Sarrimelruf ,wieder ihr Programm werden. Wir rufen daher auf, Agudas Jisroel wieder zur Orgaaisation •des geeinten gesetzestreuen Judentums in unserein Sinne ,zu gestalten. .Agudisten. werbet für unsere Idee iu Agudas Jisroel! Wirket 'für Einheit, verhütet Spaltungen! N i c h t a gu d i s t e n, helfet ans, den Gedanken von der Einheit und Kraft der Orthodoxie iu .Agudas Jisroel Wirklichkeit werden ■zu lassen!!0 e s i 11 •11 u 11 •g s f r e 11׳. n •d e, •sorget da!fiir, daß V-ertreter unseres Wollens -in die Leitung der ■Ortsgruppen eiutreteti, daß!Freunde unserer Anschauung ■zur kommenden deutschen Landesversammlung delegiert und zur kommen.- den■ ׳Keucssioh Gedauloh entsandt ■werden! Tretet mit uns in •Verbindung! Zuschriften vorläufig au: Arbeitsgemeinschaft Arewus, (Frankfurt a. >M., Liebirauenberg 29, Die Beth-AIpha-Synagoge. In . den ■letzten Monaten, ׳berichtete •Prof. 1Sakenik weiter, ist eine zweite Synagoge dieses Typs entdeckt worden, die der Referent •aasgegrabeti ׳hat. Auch diese Synagoge ist ,zufällig aus Tageslicht gekommen, als man in der jungen jüdischen Siedlung (Betii Alpha . im Tale Esdraeloti unweit ׳Beisaii OrainageaPbeiten •vortiähm. Hier hatten wir das ׳Glück, auf •urigewohnlich gut erhaltene Funde zu stoßen. Die freigclegte Fläche :ist 28!Meter lang and 14 Meter (breit. Auch hier ist die!Basilikaform gewahrt. Zwei Reihen von!je fünf!Pfeilern teilen •die Synagoge in die übrigen drei 'Stücke. Längs der Wände ziehen sich steinerne :Bänke. Von großem ■Interesse ist eine Apsis, die aaf ׳der Siidmauer •der ׳Synagoge ausladet und zweifellos als Standplatz ׳des Thorasehreines ׳diente. ׳Eine spätere' Hirizufüguug ist ein stufenartig •erhöhtes 'Poldium (!Bema) in der Nähe der Apsis, Die ,Richtung •der ׳Synagoge zeigt ,gegen Süden, ist also Jerusalem ׳zugewandt, •wie alle;Synagogen, die nördlich ,Jerusalems aaf gefunden wurden. :Der ganze ׳Komplex 'ist ,mit Mosaiken ausgelegt, das Hauptmosaik •des Mittelschiffes ist außerordentlich ׳bilderreich and vielfarbig. Es ist■ in ׳drei Felder geteilt und ■von einem Rahmen umgeben, der eine verschlungene Wieinraukc ׳darstellt, ■in deren Verschlingungen •sich Abbildungen von Menschen» Tieren, Vögeln, Fritchtköriben itsw.!befinden. ׳Bei :der ׳Apsis im Südteil zeigt ׳das Mosaikfeld ׳die Wiedergabe des Thora.- schreiries, seiner ,Geräte und ׳Verzierungen. Im Mittelpunkt ist ׳der Th 0 rasch rein als ein :giebelartiges Gebäude dargestellt. Seine' Front weist zwei Flügeltüren auf, ׳die in je vier Felder geteilt sind. Jedes •der vier Felder ׳zeigt ׳Nachbikhingen von ׳Schnitzor.riamenfcik. Leber den Tflren trügt eine Leiste drei Vasen, Oberhalb der Vasen sieht man eine Conche, über der ׳vom Giebelvorsprung herab die ewige Lampe hängt. Auf den Akroteri!e11 ׳steht je •ein Vogel — wahrscheinlich die Cherubim' der ׳Bibel. ■Zu beiden!Seiten des Thoraschreines stehen ■zwei ׳siebenarmige Leuchter, •bei denen man zwei Widderhörner sowie Abbildungen von Thorarolieu in Theken sieht, auf dem •die ,Umlbilici herausragen. Rituelle Feststräuße und Citrusfrüchte ׳(Lulab u!11d Ethrog) finden sieh unter den Abbildungen. ׳Unterhalb der Leuchter flankieren zwei!brüllende Löwen den Thoraschrein. Sträuc'her und Vögel füllen den 'freien Raum. A11 dieses Feld schließt sich das rechteckige Fiid des Zedia'ks an, das ׳'hier •den Mittelpunkt des ganzen!Mosaiks bildet. Im Zentrum sieht ׳man die figürliche Darstellung der

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